Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

Diese Seite ist in der Entstehung; es vollzieht sich mit einem beabsichtigten Tempo von ca. 3/4 bis 1 Seite/Tag; insgesamt sind es ca 220 Seiten, die zu übersetzen sind. So wie in dieser Woche (3.7.2020) ist auch immer wieder eine Überarbeitung des schon Übersetzten nötig bzw das Heraussuchen und Einfügen angegebener Zitate, was bisweilen etwas zeitaufwendiger ist.


NYAYA

Einen sehr guten Einblick samt der Übersetzung etlicher Verse der Nyaya-Sutras findet man im Buch "Allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, Die Nachvedische Philosophie Der Inder" von Prof Paul Deussen. In der vierten Auflage von 1922 von F.A. Brockhaus/Leipzig findet man das auf den Seiten 361-388. Prof Deussen gibt dort auch Übersetzungen etlicher der Verse aus dem Buch I. Das Buch in einer Ausgabe von 1980, dankenswerterweise via www.archive.org zur Verfügung gestellt von der Universität in Toronto, findet man per dem Link: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/n5/mode/2up.

Das Kapitel über Nyâya findet man in diesem Buch ebenfalls auf den Seiten 361-388 bzw direkt mittels des Links: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/360/mode/2up

Diese Abhandlung von Prof. Paul Deussen ist umso bedeutender, als zwei der Sanskrit-Begriffe im Zusammenhang mit jenen  "16 Kategorien" (prayojana, dṛṣṭânta) weder im Lexikon "Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit", (erschienen im Harrassowitz-Verlag unter ISBN 3-447-05143-4) von Prof. Klaus Mylius noch im "spirtuellen Wörterbuch" von Prof. Mittwede (ISBN 978-3-932957-81-9) verzeichnet sind.


 

https://archive.org/details/NyayaSutra/mode/2up


Aus dem Englischen übersetzt vom Verfasser dieser homepage, Franz Rickinger, anhand von: https://archive.org/details/NyayaSutra/mode/2up bzw dem entsprechenden Exemplar aus der Bayerischen Staatsbibliothek in München.



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                Juni 1911                                                                                            Nr. 24


Die

Heiligen Bücher des Hinduismuses/ aus dem Hinduismus


Band VIII - Teil I

Die NYAYA Sutren von Gotama



übersetzt von

MAHAMAHOPADHYAYA SATISA CHANDRA VIDYABHUSANA, M.A., Ph.D.,

Leiter des SANSKRIT College, CALCUTTA



herausgegeben, druckfertig gemacht von

Sudhindra Natha Vasu im Büro in Panini,
Bahadurganj, Allahabad

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Büro des Managers: PANINI-Büro, Bahadurganj, Allahabad,bedruckt von Panch Mittra bei INDIAN PRESS, Allahabad





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Das Schema der Umschrift

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Wir folgten dem folgenden System zur Umschreibung/Übertragung der Sanskrit-Worte ins Englische. Darüberhinaus fordern wir alle unsere Kollegen freundlich auf, sich in ihren Texten an dieses System zu halten.





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Die

Heiligen Bücher des Hinduismuses/aus dem Hinduismus


übersetzt von verschiedenen, mehreren Sanskrit-Gelehrten




herausgegeben, druckfertig gemacht von

Major B.D. Basu, I.M.S

(im Ruhestand)



Band VIII

Die NYÂYA Sutren von Gotama



verlegt von

SUDHINDRANÂTHA VASU

vom Büro in PÂṆINI, BHUVANEŚWARI ÂŚRAMA, BAHDURGANJ

Allababad

Gedruckt von APRUVA KRISHNA BOSE bei INDIAN PRESS

1913

 






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Die NYÂYA Sutren von Gotama




übersetzt von

MAHÂMAHOPÂDHYÂYA SATĪŚA CHANDRA VIDYÂBHUṢANA,

M.A., Ph.D.,

Leiter des SANSKRIT College, CALCUTTA






herausgegeben, verlegt vom

Büro in PÂṆINI, BHUVANEŚWARI ÂŚRAMA, BAHDURGANJ

Allahabad

Gedruckt von APRUVA KRISHNA BOSE bei INDIAN PRESS

1913




 





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Inhaltsverzeichnis

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Seite

Einführung


I


Buch I, Kapitel I


Die Sechzehn Kategorien



Bekanntgabe



Mittel des Wissens



Wahrnehmung (Definition)



Schlußfolgerung (Definition)



Vergleich (Definition)



Worte oder auch persönliches Zeugnis (Definition)



Objekte des Wissens 



Seele (Definition)



Körper (Definition)



Sinne (Definition)



Element (Definition)



Qualitäten, Eigenschaften, Charakteristika von Erde, usw



Intellekt (Definition)



Geist, geistige Aktivitäten (Definition)



Tätigsein (Definition und Erläuterung)



Fehler, Mangel, Irrtum,  (Definition)



Übertragung, Seelenwanderung (Definition)



Frucht (Definition)



Schmerz (Definition)



Weglassen, Loslassen, Befreien, Verzichten auf (Definition)



Zweifel (Definition und Erläuterung)



Absicht, Sinn&Zweck (Definition)



Beispiel oder auch vertraute Umstände, bekannter Fall 



Grundsatz, Lehrsatz, Dogma, Ansicht (Definition)



Ein Dogma, Grundsatz aller Lehren/Schulen



Ein Dogma, Grundsatz, der speziell für einige Schulen gilt



ein hypothetisches Dogma



ein mitenthaltenes, impliziertes Dogma



Teile eines Syllogismus, Teile streng logischen Schlußfolgerns 



Lehrssatz, Theorem, Behauptung 



Grund, Argument



Homogenes oder auch unterstützendes, beipflichtendes Argument ; Argument im Rahmen einer Begründung für das Behauptete



Heterogenes oder auch Negatives Argument, gegenargument; Argument, das widerlegt, gegen etwas spricht







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(ii)


Beispiel



Homogenes ,unterstützendes Beispiel



Heterogenes Beispiel, Gegenbeispiel



Anwendung, unterstützend und dagegensprechend



Schlußfolgerung



Widerlegung, widerlegendes Argument







Buch I, Kapitel II





Diskussion



Streit, Zank, heftiger Disput, ausführliche Debatte



Nörgelei, Krittelei, Spitzfindigkeit



Fehler betreffs Ursache, Vorraussetzungen



Das Unberechenbare, Unvorhersehbare, Launenhafte



Das Widersprüchliche, Unvereinbare, sich Widersprechende



Das Umstrittene, Polemische oder auch das was gleichbedeutend ist mit der Fragestellung, eine Tautologie



Das Reziproke, Umgekehrte oder auch Unbewiesene



Das Unpassende, das zur falschen Zeit seiende



Wortklauberei, Zweideutigkeit, an Unwichtigem herumtun



Wortklauberei, Zweideitigkeit in Bezug auf einen Ausdruck, Begriff



Wortklauberei, Zweideitigkeit in Bezug auf eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gattung, Klasse ähnlicher Dinge, Fälle oder auch Lehren



Wortklauberei, Zweideutigkeit in Bezug auf eine Metapher, bildliche Darstellung



Zweck-, Wertlosigkeit, Geringfügigkeit, Nichtigkeit



Eine Gelegenheit für Zurückweisen, zum Kritiküben, zum Tadeln







Buch II, Kapitel I


ge- und überprüfter, beherrschter Zweifel



ge- und überprüfte, beherrschte Mittel und Objekte des Wissens



ge- und überprüfte, kontrollierte, kontrollierte  Beobachtung



Spezielle Arten von Wissen



Die Beziehung zwischen Wahrnehmung und Schlußfolgerung



Das Ganze und dessen Teile



ge- und überprüftes, kontrolliertes, systematisches Schlußfolgern



ge- und überprüfte Zeit - Ergebnis sorgsamer Überprüfung von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft



ge- und überprüfte, kontrollierte Vergleiche

ge- und überprüftes Wort oder auch persönliches Zeugnis, Ergebnisse sorgsamer Überprüfung persönlichen Zeugnisses.



Der Veda gemäß nachdem Veda einer sorgsamen kritischen Befassung unterzogen wurde.



gesetzliches, berichtliches Verbot, Gebot zur Unterlassung



Überredungskunst, Argumentieren, Überzeugungsarbeit, Beweisführung



Lobgesang, Verehrung, Korrektheit/Wahrheit mit großem Respekt  anerkennen.



Fehlerbenennung, Schuldzuweisung, Verantwortung, Tadel



Warnung, warnendes Anzweichen, Vorzeichen








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( iii )


Vorschrift, Verordnung



Erneutes Einprägen, im Nachinein Recht bekommen



Tautologie



Die Medizinische Wissenschaft







Buch II, Kapitel II


geprüfte, kontrollierte Mittel und Methoden des Wissens



Gerücht



Annahme, Vermutung, These



Nicht-Existenz



geprüfte, beherrschte, verstandende Natur von Ton/Tönen



Anderssein, das Verschiedene



Buchstaben, deren Modifikationen und Ersetzungsmöglichkeiten



Wort



Individuum



Form



Gattung, Klasse, Sorte, Art










Buch III, Kapitel I


Die Sinne sind nicht die Seele



DerKörper ist nicht die Seele



Dualität, Zweiheit des Auge



Gedenken, Erinnerung



Der Geist ist nicht die Seele; geistige AKtivitäten sind nicht die Seele



Die Seele als Tatsache, die Unzweifelhaftigkeit der Seele



Der Körper ist irdischer, erdener Natur



Der Augapfel ist materiell



Die Sinne sind materiell



Das Auge und sein Strahl



Es gibt mehr als einen Sinn



Berührung



Es gibt fünf Sinne



Die Eigenschaften der Elemente










Buch III, Kapitel II


Intellekt bzw solches Wissen sind nicht ewig



Wissen ist nicht vorrübergehender Natur



Die Natur von Wissen



Erinnerungsfähigkeit



Wunsch und Abneigung



Der Geist, die geistigen Aktivitäten sind nicht der Sitz, die Heimstatt des Wissens.








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( iv )


Gedächtnis, Erinnerung und dessen Ursachen



Wissen ist keine natürliche Eigenschaft des Körpers; der Körper ist nicht von Natur aus/von Geburt an mit Wissen ausgestattet.



(Über) die Nicht-Gleichzeitigkeit von Wissen



Der Geist ist atomisch



Der Körper entsteht aus Verdienst, Wert, verdientem Lohn







Buch IV , Kapitel I





Aktivität



Verschulden, Unterlassungsfehler, Irrtum, Fehler, Mangel



Dummheit, Nicht-Klugheit, Beschränktheit, Stumpfsinn



Seelenwanderung, Übergang in einen anderen Körper, Übersiedlung



Dasein, reales Gebilde Wesenheit entsteht nicht aus Nicht-Dasein, Irrealheit, Nicht-Wesenheit

Gott



Erschaffung aus Nicht-Ursächlichkeit, Nicht-Ursächlichem



(was hat ves auf sich mit:) Alle sind nicht vergänglich, nicht alle sind vergänglich; alles ist nicht vergänglich, alle sind nicht vergänglich.



(Was hat es auf sich mit:) Alle sind nicht ewig; alles ist nicht ewig.



Alle sind nicht verschiedenartig, ungewöhnlich, besonders; alles ist nicht verschiedenartig, ungewöhnlich, besonders.



Selbst-Existenz, aus sich selbst heraus Existierendes und relative Nicht-Existenz/,relativ gesehen, nicht Existierendes.



Keine Festigkeit und Beständigkeit von Zahl, Vielzahl



Ergebnis eingehender Betrachtung von "Frucht"



Ergebnis eingehender Betrachtung von Schmerz



Ergebnis eingehender Betrachtung von Erleichterung, Loslassen



Schulden und Wirrnisse, Probleme







Buch IV, Kapitel II





Das Erwachen, Aufsteigen  wahren Wissens



Das Ganze und dessen Teile



Atom, Unteilbares



Die Unwirklichkeit von Dingen



fehlerhafte Ahnung, Vorstellung, Meinung



Meditation



Diskussion, streiten und nörgeln/bekritteln







Buch V, Kapitel I





Nutzlosigkeit, Nichtigkeit



Harmonie mit der Gleichartigkeit, Homogenität  erlangen, herstellen; ausgleichend bleiben inmitten Gleichartigkeit



Harmonie mit der Verschiedenartigkeit, Heterogenität erlangen, herstellen; ausgleichend bleiben inmitten Verschiedenartigkeit



Harmonie mit einer Hinzufügung erreichen, herstellen; ausgleichend bleiben inmitten inmitten Hinzufügungen.



Harmonie mit einer Trennung, Abtrennung erlangen, herstellen; ausgleichend bleiben inmitten Weglassen, Abtrennen.



Harmonie mit dem Fraglichen, Fragwürdigen erlangen, herstellen; ausgleichend bleiben inmitten Fraglichem, Anzweifelbarem.



Harmonie mit dem Erlangen, herstellen, was außer Frage steht; ausgleichend bleiben inmitten Unzweifelhaftem.



Harmonie mit Alternativen erlangen, herstellen, über das Abwägen von Alternativen; Ausgleichend bleiben inmitten von Wahlmöglichkeit, sich einander Ausschließendem, Alternativen.







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- V -



Harmonie mit dem Gegenseitigen erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit der Gegenseitigkeit, Wechselseitigkeit



Harmonie mit dem Auch-Daseienden, der gleichzeitigen Existenz von etwas anderem erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit dem auch da Seienden



Harmonie mit der beidseitigen, gegenseitigen Abwesenheit  erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang beidseitiger, gegenseitigen Abwesenheit.



Harmonie mit unendlichem Zurückgehen, unendlicher Rückbildung  erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang  mit unendlichem Zurückgehen,  unendlicher Rückbildung



Harmonie mit dem "Gegenbeispiel"  erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang einem Gegenbeispiel



Harmonie mit dem Nicht-Hervorgebrachten erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit etwas nicht Hervorgebrachten



Harmonie mit dem Zweifel erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Zweifel



Harmonie mit dem Disput und den Streitfragen erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang Disput, bei Streitfragen



Harmonisch umgehen mit der Un-Vernunft, der Grundlosigkeit; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Unvernunft, Grundlosigkeit



Die Harmonie mit den Mutmaßungen pflegen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang (den) Mutmaßungen.



Harmonie mit dem Un-Unterschiedenen, den Gemeinsamkeiten erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Ununterscheidbarem und Gemeinsamkeiten



Harmonie mit öffentlicher Kundgebung, Beweisführung uä erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Beweisführung, öffentlichen Kundgebungen udgl



Harmonie mit der Wahrnehmung erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang Wahrnehmung



Harmonie mit der Nicht-Wahrnehmung erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Nicht-Wahrnehmung, Nicht-Beachtung.



Harmonie mit dem Nicht-Ewigen erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Nicht-Ewigem.

 



Harmonie mit der Wirkung erlangen; ausgleichend sowie ausgeglichen bleiben im Zusammenhang mit Wirkungen, Auswirkungen udgl.

 



Eingestehen einer Meinung, Anerkennung einer Meinung



sechsfach gestützte Erörterung










Buch V, Kapitel II





Gelegenheiten für Zurückweisung, zum Tadel, zur Erteilung eines scharfen Verweises.



Verstoß gegen die Behauptung, gegen das Vorhaben, gegen das Theorem



Modifizieren der Behauptung, des Vorhabens, des Theorems



Der Behauptung, dem Vorhaben, dem Theorem widersprechen; vom Gegenteil der Annahme ausgehen, Indirekte Beweismethode



Die Behauptung, das Vorhaben, das Theorem fallen lassen, aufgeben.



Den Grund, den Beweggrund, die Begründung modifizieren



Das Thema, die Überschrift modifizieren



Das was ohne Bedeutung ist, das Bedeutungslose, das Sinnlose, das Ausdrucklose



Das Unbegreifbare, Unverständliche



Das Unpäßliche, das Ungelegene, Unzeitige



Zu wenig sagen, das Verkürzte, das zu Kurze



Zu viel sagen, das zu Ausführliche



Wiederholung, Auswendiggelerntes, Kopie



Stille, Schweigen



Unwissenheit



ohne Erfindungsgabe, ohne Scharfsinn, ohne Geniualität



Ausflucht, Mißachtung unverzichtbarer Prinzipien



Zugestehen einer Meinung, Annehmen einer Meinung, Zulassen einer Meinung.



Über Tadelnswertes hinwegsehen und Tadelnswertes überblicken, im Auge behalten.



Tadeln des Tadellosen, Kritisieren des Tadellosen



weit verbreitete Irrtümer im Zusammenhang mit einer Begründung, Argumentation








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Einleitung

I. Gotama der Begründer der Philosophie namens Nyâya

Pâṇini, der gefeierte Sanskrit Grammatik-Gelehrte, von dem angenommen wird, daß er um 350 v.  Chr.  [*]  wirkte, leitet das Wort "Nyaya" [#] von der Wurzel "i" ab,       

Erklärung für das Wort           welches dieselbe Bedeutung vermittelt, mit sich bringt, -

Nyâya                                     wie "gam" gehen. "Nyâya", verstanden als sich auf Logik        

                                               beziehend, die Logik erläutert, ist deshalb - was seinen Ursprung anbelangt - abgeleitet von "nigama", der abschließenenden Schlußfolgerung aus einem Syllogismus, das Ergebnis einer streng logischen Kette von Schlüssen. "Logik" wird in der Sanskrit-Sprache nicht nur mit dem Wort "Nyaya" bezeichnet, sondern auch mit allerlei anderen Wörtern, welche auf verschiedene Aspekte der Wissenschaft hinweisen. So wird es zB "Heta-vidyâ" genannt [##]; aber auch "Hetu-Śâstra" - der Wissenschaft von Ursächlichkeiten, Ursachen, Quellen"; desweiteren zB "Ânvîkṣikî [§] dh die Wissenschaft korrekten Nachfragens, Forschens, Ermittelns, Untersuchens; ferner "Pramâṇa-Śâstra", dh die Wissenschaft vom korrekten Wissen; darüberhinaus auch "Tattva-Śâstra", dh die Wissenschaft der Kategorien, der Begriffsklassen, der Ordnung; ferner auch "Tarka-vidyâ", was die Wissenschaft des Argumentierens, der Beweisführung, der Schlußfolgerungen ist; fernerhin "Vâdârtha", was die Wissenschaft des Diskutierens bezeichnet und dann noch "Phakkikâ-Śâstra", dh die Wissenschaft des Sophismus, also Wissenschaft der Spitzfindigkeiten, Scheinargumente, Trugschlüsse und Täuschungen.

Das Nyâya-sûtra ist die, zeitlich am weitesten zurückreichende Arbeit über Nyâya-Philosophy, die uns noch erhalten ist.

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[*] Bzgl. Paṇini heißt es, daß er ein Schüler/Student von Upavarṣa, einem Minister eines Königs der Nanda-Dynastie - um 350 v. Chr. herum - gewesen sei, wie sich klar aus Folgendem ergibt:

(Kathâsarit-sâgara, Kapitel IV, Vers 20)



Das Kathâsarit-sâgara kann man, in Englischer Sprache, lesen bei, zB.:

https://openlibrary.org/works/OL342214W/Kath%C4%81sarits%C4%81gara
Siehe auch: https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/kathasaritsagara-the-ocean-of-story: Kapitel IV - diese Ausgabe von Somadeva aus dem Jahre 1924 ist nicht in Versform - besagt dort ua.:

>> 

1. Story of Vararuci...

While thus dwelling there with Vyāḍi and Indradatta, I gradually attained perfection in all sciences, and emerged from the condition of childhood. Once on a time when we went out to witness the festival of Indra we saw a maiden looking like some weapon of Kāma, not of the nature of an arrow. Then Indradatta, on my asking him who that lady might be, replied: “She is the daughter of Upavarṣa, and her name is Upakośā”; and she found out by means of her handmaids who I was, and drawing my soul after her with a glance made tender by love, she with difficulty managed to return to her own house. She had a face like a full moon, [1] and eyes like a blue lotus; she had arms graceful like the stalk of a lotus, and a lovely full [2] bosom; she had a neck marked with three lines like a shell, [3] and magnificent coral lips; in short, she was a second Lakṣmī, so to speak, the storehouse of the beauty of King Kāma. Then my heart was cleft by the stroke of love’s arrow, and I could not sleep that night through my desire to kiss her bimba[4]  lip.

Having at last with difficulty gone off to sleep, I saw, at the close of night, a celestial woman in white garments; she said to me:

“Upakośā was thy wife in a former birth; as she appreciated merit, she desires no one but thee; therefore, my son, thou oughtest not to feel anxious about this matter. I am Sarasvatī[5] that dwell continually in thy frame, I cannot bear to behold thy grief.”

When she had said this she disappeared. Then I woke up and, somewhat encouraged, I went slowly and stood under a young mango-tree near the house of my beloved; then her confidante came and told me of the ardent attachment of Upakośā to me, the result of sudden passion; then I, with my pain doubled, said to her:

“How can I obtain Upakośā unless her natural protectors willingly bestow her upon me? For death is better than dishonour; so if by any means your friend’s heart became known to her parents, perhaps the end might be prosperous.

“Therefore bring this about, my good woman: save the life of me and of thy friend.”

When she heard this she went and told all to her friend’s mother, she immediately told it to her husband Upavarṣa, he to Varṣa his brother, and Varṣa approved of the match. Then, my marriage having been determined upon, Vyāḍi, by the order of my tutor, went and brought my mother from Kauśāmbī; so Upakośā was bestowed upon me by her father with all due ceremonies, and I lived happily in Pāṭaliputra with my mother and my wife.

Now in course of time Varṣa got a great number of pupils, and among them there was one rather stupid pupil of the name of Pāṇini; he, being wearied out with service, was sent away by the preceptor’s wife, and being disgusted at it, and longing for learning, he went to the Himālaya to perform austerities: then he obtained from the god who wears the moon as a crest, propitiated by his severe austerities, a new grammar, the source of all learning. Thereupon he came and challenged me to a disputation, and seven days passed away in the course of our disputation; on the eighth day he had been fairly conquered by me, but immediately afterwards a terrible menacing sound was uttered by Śiva in the firmament; owing to that our Aindra grammar was exploded in the world, [6] and all of us, being conquered by Pāṇini, became accounted fools. Accordingly full of despondency I deposited in the hand of the merchant Hiraṇyadatta my wealth for the maintenance of my house, and after informing Upakośā of it, I went fasting to Mount Himālaya to propitiate Śiva with austerities.

Upakośā, on her part anxious for my success, remained in her own house, bathing every day in the Ganges, strictly observing her vow. One day, when spring had come, she, being still beautiful, though thin and slightly pale, and charming to the eyes of men, like the streak of the new moon, was seen by the king’s domestic chaplain while going to bathe in the Ganges, and also by the head magistrate, and by the prince’s minister; and immediately they all of them became a target for the arrows of love. It happened too, somehow, that she took a long time bathing that day, and as she was returning in the evening the prince’s minister laid violent hands on her, but she with great presence of mind said to him:<<


Eine Suche in " http://www.gutenberg.org/ebooks/40588" ergab:

Kapitel IV, Vers 20:

>>Thereupon in a moment that trunk was carried in by many men. Then Upakośá said—“Relate truly, O gods, what that merchant said and then go to your own houses; if you do not, I will burn you or open the box in court.” Hearing that, the men in the box, beside themselves with fear, said—“It is true, the merchant admitted the deposit in our presence.” Then the merchant being utterly confounded confessed all his guilt; but the king, being unable to restrain his curiosity, after asking permission of Upakośá, opened the chest there in court by breaking the fastening, and those three men were dragged out, looking like three lumps of solid darkness, and were with difficulty recognised by the king and his ministers. The whole assembly then burst out laughing, and the king in his curiosity asked Upakośá, what was the meaning of all this; so the virtuous lady told the whole story. All present in court expressed their approbation of Upakośá’s conduct, observing: “The virtuous behaviour of women of good family who are protected by their own excellent disposition7 only, is incredible.”<<

(Dabei steht wenige Seiten/Zeilen vorher: >>“She is the daughter of Upavarsha, and her name is Upakośá,”<<, dh Upakośá ist die Tochter des im Nyâya-Vorwort erwähnten König namens Upavarsha.)

Siehe auch: https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/kathasaritsagara-the-ocean-of-story/d/doc64294.html (Hier wird Panini ebenso erwähnt wie jener König und dessen Tochter)



Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Dr. Otto Böhtlingk (1815-1904) stellt, bemüht genau hinsehend, fest:
"Wir müssen deshalb nur ein Zeitspanne von 50 Jahren
zwischen je zweien von Diesen ansetzen, um so im Jahr 350 und in der Nähe jenes Datums
anzugelangen, in welche unser Grammatiker - gemäß des "Kathâsarit-sâgara" - einzuordnen ist - Goldstucker' . Paṇini , Seite 85.

Otto von Böhtlingk hat die Grammatik des Pāṇini übrigens ins Deutsche übersetzt (siehe https://archive.org/details/BohtlingkPaninisGrammatik1839 und https://archive.org/details/BohtlingkPaninisGrammatik1887) und darüberhinaus noch die Grammatik des Vopadeva titels "Mugdhabodha" (https://archive.org/details/mugdabodhavyakarnavapodevaottobohtlingk1847stpetersberg_704_J/page/n3/mode/2up).


>> Panini (Grammatiker)

Panini (Devanagari: पाणिनि, Pāṇini, [ˈpaːɳɪn̪ɪ]) war ein indischer Sanskrit-Grammatiker, der wahrscheinlich im 5. oder 4. vorchristlichen Jahrhundert lebte und an der berühmten Universität von Taxila lehrte. Er verfasste die älteste erhaltene Grammatik des Sanskrits und damit die älteste Grammatik überhaupt.

Zu dieser Zeit verbreiteten sich in Indien die Sutras (Lehrbücher) als neue Form des Gedankenaustauschs. Panini fasste die Grammatik des klassischen Sanskrits in knapp viertausend Regeln zusammen, die unter dem Titel Ashtadhyayi (Sanskrit: अष्टाध्यायी, „acht Kapitel“) bekannt wurden. Das Werk wurde in Indien eine maßgebende Autorität und wurde vielfach kommentiert. <<

heißt es betreffs Paṇini bei https://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/1073992 und bei https://de.wikipedia.org/wiki/Panini_(Grammatiker) findet man etwas ganz Ähnliches.







[#]

(Paṇini's Aṣṭâdhyâyī 3-3-122)

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Das Zitat aus Paṇini's Aṣṭâdhyâyī kann man, in Englischer Sprache, etwa lesen  in:

https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivol3adhyayastwoandthreeramnathsharmamrml_734_c/page/n557/mode/2up

es lautet auf Englisch:


(Das Buch wurde übrigens vom Rama Nath Sharma von der Universiät Haiwaii übersetzt; ertse Ausgabe war 1995; die zweite Ausgabe folgte im Jahr 2002; gedruckt wurde es in Indien; siehe https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivol3adhyayastwoandthreeramnathsharmamrml_734_c/page/n1/mode/2up)

Es heißt (ins Deutsche übersetzt vom Verfasser dieser homepage) im Abschnitt "Beispiele":  >> Nyāyaḥ, "jenes wodurch man geführt wird; Regel, Gesetz; Richtlinie oder auch Vorschrift." <<


Ergänzend sei auf Folgendes hingewiesen:

Buch 1: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume11891_858_I/page/n7/mode/2up

Buch 2 und 3 anscheinend bei zB.: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivol3adhyayastwoandthreeramnathsharmamrml_734_c/page/n1/mode/2up

Verse 2.1.1. bis 2.1.1 findet man auch in:

https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivolume5joshis.d.roodbergenj.a.f.sahityaakademi_202003_5/mode/2up


Buch 4: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume41896_11_v

Buch 5: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume51897_197_M

Buch 6: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume41896_11_v

Buch 6: https://ia902906.us.archive.org/23/items/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume61897_233_d/Astadhyayi%20of%20Panini%20Srisa%20Chandra%20Vasu%20%20Volume%206%201897.pdf

Buch 6: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivolume9joshis.d.roodbergenj.a.f.sahityaakademi_202003_92/page/n501/mode/2up

Buch 7: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume71897_977_h

Buch 7 auch: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninivolume11joshis.d.roodbergenj.a.f.sahityaakademi_202003_76/mode/2up

Buch 8: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume81898_826_Q

Teile 5-8: https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume21894_971_

https://archive.org/details/astadhyayiofpaninisrisachandravasuvolume61897_233_d



Erläuterungen dazu findet man (in englischer Sprache) zB bei:

https://ia902903.us.archive.org/10/items/astadhyayiofpaninivol1introductiontotheastadhyayiasgrammaticaldeviceramnathsharmamrml_658_r/Astadhyayi%20of%20Panini%20Vol%201%20Introduction%20to%20the%20Astadhyayi%20as%20Grammatical%20Device%20Ram%20Nath%20Sharma%20MRML.pdf


Es gibt das als Set von Büchern unter ISBN  81-215-0051-6 und der Band I hat als ISBN-Nr.: 81-215-1049-X, von Professor Rama Nath Sharma, einem Sanskrit-Professor an der Universität von Manoa in Honolulu, Hawaii, USA, zweite überarbeitete und erweiterte Ausgabe




[##]

(Lalitavistara, Kapitel XII, Seite 179, Dr. Rajendra Lal Mitra's Ausgabe.)

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Die angegebene Ausgabe von Lal Mitra Mitra war bei www.archive.org nicht zu finden.  Dr. Rajendra Lal Mitra war wohl eine bekanntere Persönlichkeit; es gibt zB ein englischsprachiges Buch von 1892, welches anscheinend Reden von Dr. La Mitra Rajendra enthält; siehe zB https://archive.org/details/speechesofrajendralalmitrarajjogeshurmitter1892_194_Q/mode/1up .

Es gibt von diesem Autor u.a. auch eine Auflistung gewisser Werke in einer gewissen Bibliothek samt Kurzdarstellung: "A descriptive Catalogue of Sanskrit MSS. in the library of the Asiatic Society of Bengal, Teil 1 Grammatik" von 1877: https://archive.org/details/descriptivecatalogofmanuscriptsinasiaticsocietylibraryrajendralalmitravolume1_444_/page/n191/mode/2up


In "www.forgottenbooks.com" ließen sich 3 Ausgaben des Lalita Vistara finden; 1 auf deutsch und 2 in französischer Sprache.

Im Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek zu München, läßt sich das angegeben Werk finden; es heißt dort:

"Titel:The Lalita Vistara or Memoirs of the early Life of Sakya Siñha, translated by Rajendralala Mitra Verf./Bet.Person:Rájendralála Mitra Angaben zum Verlag:Calcutta ...:1881 Ort:Calcutta Erscheinungsjahr:1881 Reihe:Bibliotheca Indica vol. 87 BSB-ID:8440062 B3Kat-ID:BV020286808 OCLC-Nr.:162737314 Signatur:A.or. 20-87 Standortsignatur:A.or. 20-87 Sprache:und Medienart:Druckschrift Medienart:Monographie"


Man findet dort den Hinweis, daß das Buch vollständig "online" gelesen werden kann: https://books.google.de/books?id=J7cSplIzUzgC&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ViewAPI&redir_esc=y#v=onepage&q&f=false (...Viele der Bücher, die in der Bay. Staatsbibliothek vorhanden sind, wurden in Zusammenarbeit mit Google gescannt, sagte man mir mal vonseiten der Bay. Staatsbibliothek. ...)

Außer dem 63-seitigen Vorwort ist das Buch jedoch - anscheinend - in Sanskrit verfaßt, sodaß ich da nur das Zitat (sieh dazu: die zwei schwarz eingerahmten Stellen) als gefunden feststellen kann:


die gefundene Zitatstelle zum Vergleichen nochmals größer und das Andere "weggeschnitten":





Nebenbemerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Das "Lalitavistara" kann man in Deutscher Sprache  zB lesen per einem Buch aus dem Jahre 1874; es wurde übersetzt Dr. Salomon Lefmann, der Professor an der Universität Heidelberg war:

https://archive.org/details/erzlungvondemle00laligoog

oder auch:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/LalitaVistara_10344402#1

Leider findet man dort nur "Lektion 1 - 5" und was unter "Kapitel XII" dann zu verstehen sei bleibt somit leider erst mal unklar.

Aus Vers 1 in Lektion 1 wird ersichtlich, daß es sich um eine buddhistische Schrift zu handeln scheint:






[§] Die angegebene Fußnote bezieht sich auf: "Ânvîkṣikî [§] dh die Wissenschaft korrekten Nachfragens, Forschens, Ermittelns, Untersuchens;"


(Amarakoṣa, svargavarga, Vers 155)


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Den Text "Amarakoṣa" mit Englischer Übersetzung findet man zB bei:

https://ia802901.us.archive.org/30/items/amarakosaenglishtranslation_358_A/amarakosa%20English%20Translation.pdf

https://ia802901.us.archive.org/30/items/amarakosaenglishtranslation_358_A/amarakosa%20English%20Translation.pdf


Leider fand sich die gesuchte Ziatstelle bzgl. "ānvīkshikī" im angegebenen Kapitel dort nicht.


In der Bay. Staatsbibliothek war u.a. folgendes Buch zu finden; der Abschnitt Sargarava findet sich dort auf den Seiten 3-6. Einen  inhaltlichen Bezug zum "Nyâya-Buch" vermochte ich auch hier nicht zu finden.




Noch das Vorwort aus diesem Buch zum besseren Verständnis jenes Buches als solchem:




Über den Index in diesem Buch ließ sich die Zitatstelle dann finden; allerdings war die Zitatangabe "Svargavarga" etwas ungünstig:


Nunja, hier steht dann nunmal, daß "Tarka vidya" des Gauttama auch als "ānvīkshikī " bezeichnet wird.

Das ist allerdings dann im Kapitel 5, titels "Śabdādivarga".

Nunja, es sei dieses Kapitel, der Vollständigkeit und des Zusammenhangs wegen, noch in dessen Gänze zitiert:


Auf Seite 16 wird unter Vidyā auch Nyâya erwähnt.

Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:  Was dieses Buch auch im Zusammenhang mit den Patañjali-Yogasutren interessant macht ist, ist die angegebene Unterscheidung

nach "lexikographischer" Bedeutung, aber auch "Farbgebung" von Tönen wie zB "tiefe süße Töne (=kākali) [,wobei auffällt wie Frau Prema Rengarajan im Album "Dasamaha Vidya Stotrani" vom 3.10.2006 - siehe https://www.youtube.com/watch?v=fvjWmWFgUzM - das Kali-Karpūrādi-Stotra mit solch "tiefen, angenehmen" Tönen ausdrückt ],  (sehr) hohe Töne (= tāra; nicht zu verwechseln mit "tārā, was lt. Prof Mittwede ua die Schreibweise für jene Göttin ist; für "tāra" wird in Yoagwiki als Übersetzung u.a. >>2. Tara (Sanskrit: Devanagari तार IAST tāra adj., m. u. n.) überall durchdringend, alles überwindend; hoch, laut, laut tönend, gellend; funkelnd, flimmernd; ein hoher, lauter, gellender Ton; <<  angegeben; siehe https://wiki.yoga-vidya.de/Tara ; bei Prof. Mylius wird man auf "tārá" verwiesen und die Bezeichnung für eine "Göttin" - "weiße Tara" oder auch "grüne Tara" - nicht mehr vorkommt); undeutliche, nicht genau bestimmbare Töne heißen "kala". Desweiteren wird "Rede, die sowohl angenehm als auch wahr" ist erwähnt (=Sūnṛta); andererseits auch "sehr angenehme bezaubernde Rede" - wobei dann nicht mehr erwähnt wird, daß das unbedingt "wahre Rede" zu sein habe (= Sānta). Es wird unterschieden nach Botschaften (Vāchika) und dabei zwischen schlechten (= rusatī ) und guten Nachrichten (=kalya). Es geht um das Sanskrit-Wort für sowohl logisch-zusammenhängende als auch verständliche Rede. "Samkula" ist in sich widersprüchliche Rede; "abaddham" ist "Blödsinn", "Geblödel", "Blödelei" was man weder bei Prof. Mitwede noch bei Prof. Mylius findet; bei Prof. Mylius findet man allerdings immerhin:>> a-bādha I ungehemmt ; II f (- ā)- Leidlosigkeit f <<. Graste bedeutete "unvollständige Rede" und "Mlishta"  ist das Wort für "undeutliche, schwer verständliche, unklare oder auch verworrene Rede",

Damit wird sehr verständlich, wieso für SATISA CHANDRA VIDYABHUSANA wohl ein gewisser Zusammenhang zu Nyâya besteht und wieso diese Schrift - völlig zurecht - Erwähnung fand.

Es zeigt sich, auch, daß die Sanskrit-Sprache es ermöglichte komplizierte Zusammenhänge verbal zu erfassen und auch das Thema "Täuschung und Wirklichkeit" zu bewältigen eine Chance bot und bietet.

Im Übrigen geht es in der klassischen Philosophie Indiens nunmal auch um "Überwindung" von Täuschung, wie es auch in Shankara's Erklärbeispiel von "Seil und Schlange" einen Ausdruck fand.

Befaßte sich jemand mit all diesen Differenzierungen der Sanskrit-Sprache in objektiver, aufmerksamer und fairer Art und Weise, so wird so jemand wohl nicht mehr so leicht auf Personen hereinfallen, die "schmeichelnde Rede" führen, aber nicht die Wahrheit sagen (was im Zusammenhang mit "Betrug" nunmal ein Thema ist) , wie einst mein deutscher Deutschlehrer der zu meinen zwei Referat-Themenvorschlägen "Jean Paul Sarte - der Ekel und Maharishi Mahesh Yogi - die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" Folgendes sagte: "Sartre - hm dös is nix" und dann fragte "was ist denn das da" und als ich sagte, daß das von einer gemeinnützigen Organisation verbreitete werde und es das für 8.-DM als Taschenbuch gäbe, ergänzte er sein "Sarte, hm dös is nix" um ein "Hoch-Deutsches" "Dazu würde ich Dir raten" und deutete auf das "Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens"-Thema. Er sprach "gepflegtes Deutsch" und dennoch redete er etwas, was "blöder war als man als Lehrer würde sein dürfen", ja was "lebensfeindlich" war. Leider machte er solche "Patzer" öfters, was dann mal darauf schließen ließ, daß er über Dinge redete, von denen er keine Ahnung hatte und mit "Sprachmittel-Waffen" hantierte, mit denen umzugehen er  einen "Waffenschein" benötigt haben würde oder auch mal zu Unrecht erhalten hatte. Insofern zeigen sich die Bedeutung und der Wert solcher Studien und das paßt wiederum dazu, daß SATISA CHANDRA VIDYABHUSANA nunmal der Leiter eines "SANSKRIT College" war, nämlich des "SANSKRIT College, CALCUTTA CALCUTTA" .







( ii )

Es heißt, daß Nyâya oder auch Logik von einem Weisen namens Gotama (*) begründet worden sei. Er ist auch bekannt unter den Namen Gautama, Akṣapâda (#)

Der Begründer von Nyâya,                und Dirghatapas (##)

wird Gotama, Gautama,                    Die Namen Gotama und

Akṣapâda und Dirghatapas               Gautama weisen auf die Familie hin deren Angehöriger

genannt.                                            er war; die Namen Akṣapâda und

Dirghatapas beziehen sich hingegen auf seine  Meditations-Gepflogenheit beziehungsweise auf seine - sich über eine lange Zeit hinziehende - Buße, Reue oder auch sein langezeit fortbestehendes Leiden.

      Sowohl im Rigveda-Saṃhitâ als auch im Śathapatha-Brâhmaṇa des weißen Ayurveda finden wir/findet man einen Gotama erwähnt, welcher der Sohn von Rahûgaṇa (§) und Priester der königlichen Familie von Kuru-Sṛṃjaya war; in dieser Eigenschaft betete er zu Indra/wandte er sich an Indra bzgl derer Siege in Gefechten und Streitereien . Nodhâḥ (||), der Sohn von Gotama, hieß ebenfalls Gotama; dieser verfaßte mehrere neue Hymnen zur Ehre von Indra, um Indra zu ehren. Die Weisen, die der Familie von Gotama entstammen werden als Gotamâsaḥ bezeichnet.(²) und es heißt, daß sie sehr intelligent waren und Agni,

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

(*)


Hinweise des Übersetzers ins Deutsche:


a) Naiṣadhacharitam

Das Naiṣadhacharitam findet man zB als Bestandteil eines Lehrplans zur Sanskrit-Literatur im 4.Semester: "Mahākāvya:Śriharṣa: Naiṣadhacaritam(Canto –IX -Verses 1 –80)"

http://www.mbbuniversity.ac.in/sites/default/files/Sanskrit%2520Hons%2520Sem%2520-IV%2520%2520Final.pdf


In Sanskrit findet man es via: https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.553798/page/n5/mode/2up


Per Suchbegriff "Naiṣadhacharitam" fand sich die Seite: https://www.academia.edu/29002964/The_Date_of_%C4%80di_%C5%9Aankar%C4%81ch%C4%81rya

und das führte zu einem englisch-sprachigen Text, der eine zeitlich Einordnung diversen Gurus und Sanskritgelehrten bietet bzw versucht:


Zu "Gautama" findet man 2 Textstellen:

Suf Seite 14 heißt es in jenem Text:



Es wird darauf hingewiesen, daß ein gewisser Gautama der Begründer von "Nyaya-darshana" sei  und in der Ramayana-Ära gelebt habe.


Auf Seite 15 kommt ein zweiter Hinweis auf einen Gautama:


Hierin geht es daum daß ein gewisser Vātsyāana, der Verfasser des berühmten Kāmasūtra, einen Kommentar zu den Nyāya Sūtras des Gautama verfaßt habe.

Es wird damit eine grobe zeitliche Einordnung von Gautama und der Entstehung der Nyāya Sūtras gegeben.

Anmerkung des Verfassers dieser homepage: Allerdings ist festzustellen, daß 1865 v. Chr. als Todesjahr für Gautama Buddha nicht mit der üblichen Einschätzung:

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Siddhartha_Gautama) besagt dazu: >>Siddhartha Gautama (in Sanskrit Siddhārtha Gautama (सिद्धार्थ गौतम) bzw. in Pali Siddhattha Gotama; laut der (umstrittenen) korrigierten langen Chronologie geboren 563 v. Chr. in Lumbini; gestorben 483 v. Chr.[1] in Kushinagar <<

Who's Who (https://whoswho.de/bio/gautama-buddha.html) sagt dazu: >> Gautama Buddha

                          Der nepalesische Fürstensohn fand nach einer Lebenskrise und harter Askese durch innere Meditation zur höchsten Form der Erleuchtung (Bodhi). Siddhartha Gautama stiftete daraufhin zwischen dem 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. als "Buddha", als "der Erleuchtete", eine neue religiöse Bewegung. Nach seinem Tod fand der Buddhismus zunehmende Verbreitung von Indien bis Japan sowie in westlichen Ländern, so dass er heute als eine der fünf Weltreligionen gilt. Trotz seiner legendären Verklärung gilt Gautama Buddha im Buddhismus nicht als einzigartiges Gottwesen, sondern eher als Lehrer, der den Menschen den Weg zur vollkommenen Erkenntnis weisen wollte. Vor und nach ihm seien bereits und werden noch andere Buddhas auftreten, weil jeder Gläubige im Verlauf seiner Wiederverkörperungen zur höchsten Erleuchtung gelangen Whund Buddha werden könne... <<


"Dibb.de Biografien" (http://dibb.de/buddha-buddhismus.php) stellt fest: >>
Buddha

Steckbrief: Buddha lebte von 560 bis 480 v. Chr. Stichworte zum Lebenslauf von Buddha: Erleuchtung, Ewiger Kreislauf und Buddhismus. Kurze Zusammenfassung der Biographie: Buddha stiftete eine atheistische Religion. Im Buddhismus endet das Leiden endet durch die Aufhebung der Begierde.            

ca.    560 v. Chr. Buddha wird unter dem Namen Siddharta Gautama geboren. Siddharta heißt "Der sein Ziel erreicht hat". Sein Geburtsort Lumbini befindet sich in der Grenzregion zwischen Indien und Nepal. Er entstammt aus dem Adelsgeschlecht der Shakya. Den Namen Buddha (der Erleuchtete) gibt er sich erst später. Das Geburtsdatum des Religionsstifters ist unklar, einige Quellen datieren ihn über 100 Jahre später.  <<


und "https://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Ikonographie/Shaka/Buddhas_Leben" ergibt:

>> Buddhas Leben  nach der buddhistischen Überlieferung

Der hi­sto­ri­sche Buddha leb­te und wirk­te wahr­schein­lich um das Jahr 500 v.u.Z.

Er ent­stamm­te dem Ge­schlecht der Sha­kyas im König­reich Kosala im heu­tigen Nepal, daher sein Bei­name Shakyamuni (= der Weise aus dem Shakya­ge­schlecht).

Sein Eigen­name war Siddhartha, sein Fa­mi­lien­name Gautama, weshalb er auch oft Gau­tama Bud­dha genannt wird.

Die Legen­den aus sei­nem Leben ver­dich­teten sich im Laufe der Zeit zu einer Stan­dard­bio­gra­phie, die u.a. im soge­nann­ten Pali-Kanon ent­hal­ten ist.2 Spätere Biographien des Buddha sind z.B. in der Buddhacarita (2.Jh. u.Z.) sowie im Sutra von Ursache und Wirkung (jap. Inga-kyō) enthalten.

Beide Werke wurden schon früh ins Chine­sische übersetzt. Das Sutra von Ursache und Wirkung ist in diversen illus­trier­ten Fas­sungen  erhalten.

Die ältesten stam­men aus dem Japan der Nara-Zeit, obwohl es chine­sische Vor­läufer gege­ben haben muss, die nicht mehr erhal­ten sind. Die Nara-zeit­lichen Buddha-Illustrationen, die auf dieser Seite wiedergegeben sind, stellen zugleich den Beginn der illus­trier­ten Quer­bild­rollen in Japan dar. <<

siehe betreffs Buddha auch: Buddha.



Was unter der Angabe Naiṣadhacharitam 17-75 nun genau zu verstehen sei, ist etwas rätselhaft, da im Weiteren weder ein Gautama, noch Gotama, Akṣapâda, Dirghatapas, Rahûgaṇa, Nodhâḥ noch irgendwelche "Gotamâsaḥ" oder auch "Kuru-Sṛṃjaya" erwähnt werden.




b) Padmapurâṇa

- Das Padmapurâṇa - und das erwähnte Kapitel 263 kann man im Teil V -, der aus 10 Bänden bestehenden Übersetzung dieser Purana ins Englische, finden (Bei http://www.vyasaonline.com/padma-purana/ heißt es, daß diese Purana aus 5 Kaṇḍa besteht; aus: Shrishti KhandaBhumi KhandaSvarga KhandaPatala Khanda and Uttara Khanda; der Uttara Kaṇḍa, welcher hier als Quelle angegeben wurde ist also der Teil 5 dieser Padma-Purana)  https://spiritualsbooks.blogspot.com/2011/05/padma-purana-english-translation-in-ten.html


Ausgehend von https://archive.org/details/dli.bengal.10689.21961/page/n7/mode/2up

stelle ich mit Bedauern fest, daß es "Uttarkandha 263" gar nicht zu geben scheint:

https://archive.org/details/dli.bengal.10689.21961/page/n7/mode/2up

(Aus Padma-Purāna Teil X dieses mehrbändigen Werks)

Ön "Buchstaben/Ziffern-Verdreherinzwi" in Betracht ziehend, läßt sich - weiterhin von dieser Ausgabe des Padma Purana ausgehend - mit Sicherheit feststellen, daß es für 3 Ziffern nur 3!= 1*2*3 =6 Möglichkeiten des versehentlichen oder auch absichlichen "Vertauschens" (an "Permutationen"  gibt. Bei der Zahl "263" sollte es also, bis auf nen Druckfehler, sich insofern evtl um - außer um jenes offenbar nicht richtige 263 - noch um 236, 326, 362, 623, 632 gehandelt haben; nachdem aber 255 die letzte Kapitelnummer im Uttarakaṇḍa ist, bleibt als einzige Option noch 236 übrig:

https://archive.org/details/dli.bengal.10689.12954/page/n261/mode/2up


Der von SATIS CHANDRA VIDYABHUSANA angegebene Quell-Hinweis bezieht sich damit wohl auf Kapitel 236, Vers 5-7:


was in der Übersetzung vom Verfasser dieser homepage dann heißt:

"5-7. In ähnlicher Weise verkündete Gautama die grundlegenden Gesetzmäßigkeiten von Nyāya" und das entspricht dem Sinn&Zweck der Fußnote (*).



Nachdem in der letzten Zeile des Textes (gemeint ist nicht die letzte Zeile der Fußnote) das Wort "Skānda" vorkommt (und deshalb findet sich das bis dorthin aufgelistet), zeigt sich da eine Beziehung zur folgenden Zitatangabe -  im Vorwort des zu übersetzenden Nyāya-Buches - :



c) Skandapurâṇa

- Das Skandapurâṇa gilt als das längste Purana und besteht aus mehreren Bänden; in eienr Ausgabe, die man bei "www.archive.org" finden kann, sind es 22 Bände (oder auch mehr, falls einige noch nicht in jenem Archiv sein sollten).

Lt. "https://www.vyasaonline.com/skanda-purana/" stammt  die älteste Version ca aus dem 6. Jahrhundert nach Christus, sodaß also Etliches was darin erwähnt wird von früheren Autoren stammt (Die Ausgabe, welche "www.vyasaonline.com" in Englisch zum Download als PDF-Dateien anbietet, besteht aus 20 Bänden).

In Buchform gibt es eine 23-bändige Ausgabe.


Interessant ist da im Band VII jenes obig erwähnten 22-bändigen Werkes (zu finden gewesen in www.archive.org), u.a. "30. ....Yoga with 8 limbs" und direkt davor "Kriyā-Yoga".

Ein Hinweis auf ein "Kalikakhanda" in Skanda-Purana findet sich in Ludo Rocher, "A HISTORY OF INDIAN LITERATURE , Band II, THE PURĀṆAS" Harrassowitz-Verlag 1986, ISBN 3-447-02522-0" auf Seite 160 als:


Insofern sollte es in einer der englischsprachigen Ausgaben des Skanda-Purana wohl zu finden sein.


(siehe dazu: https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/the-skanda-purana)

Einen Überblick bekommt man in Englischer Sprache bei:

http://hinduonline.co/Scriptures/Puranas/SkandaPurana.html

Als 20 Teile - auch - in Englischer Sprache kann man herunterladen (PDF-Dateien) bei:

https://www.vyasaonline.com/skanda-purana/

Als 22-bändige Ausgabe (alle als PDF und einige u.a. auch als "kindle"-Datei) findet man auch an dieser Stelle: https://archive.org/details/52skandapurana.vol.4_202003_983_y/mode/2up


Es folgt noch die Suche des, von SATIS CHANDRA VIDYABHUSANA  angegeben, Zitats:


Via der Suche nach "Kāñcīmāhātmya" fand sich der Hinweis

>>   https://www.wisdomlib.org/definition/skandapurana                

Skandapurana, Skandapurāṇa, Skanda-purana: 7 definitions

29 Jun 2020 ... —Kāñcīmāhātmya. Bc 134. —Kārttikamāhātmya from the Sanatkumārasaṃhitā. As p. 40. Cs 4, 211. 252. L. . 319 (inc ...   <<

 


Weiter ergab sich:

>>The six samhitas:

The second type of division of the Skanda Purana is found in some texts like Hālasyamāhātmya of the Agastya Saṃhitā or the Śaṃkarī Saṃhitā, Sambhava Kāṇḍa of the Śaṃkarī Saṃhitā, Śivamāhātmya Khaṇḍa of the Sūta Saṃhitā and According to these texts, the Skanda Purana consists of six saṃhitās (sections):

  1. the Sanatkumāra Saṃhitā
  2. the Sūta Saṃhitā
  3. the Śaṃkarī Saṃhitā
  4. the Vaiṣṇavī Saṃhitā
  5. the Brāhmī Saṃhitā and
  6. the Saura Saṃhitā <<

was also zu Folgendem führte:

>> Kālikā Khaṇḍa of the Sanatkumāra Saṃhitā.<<


In "https://scriptures.redzambala.com/sanatkumara-samhita/sri-sanatkumara-samhita-verses-301-321.html" fand sich via der gefundenen Suchbegriffe ebenso wenig ein Hinweis wie per der Suche nach "Gotama", "Gautama" oder auch "Gauttama" uä.



Die Suche in Skanda-Purana Band 7 und va auch Band 8 ergab dann per Suche nach "Gautama" etliche Stellen, insbesondere bzgl dessen Einsiedelei, aber auch der Geschichte mit Ahâlya, seiner Frau.


Nunja, die Stellen bzgl Gautama in den diversen Bänden des Skanda-Purana, liefern etliche Hinweise zu den Bemühungen von SATIS CHANDRA VIDYABHUSANA, jenen Gautama, welcher der Verfasser von Nyâya wohl war, historisch einzuordenen.


Allerdings könnte es sich bei dem Gautama, welcher der Verfasser von  Nyâya war und dem Gautama, der der Verfasser jener Gautama-Dharma-Sûtren war, um zwei verschiedene Personen  gehandelt haben.

Auch Zusammenhänge zu diversen anderen Personen zeigen sich - wenn auch evtl. "mythologischerweise" ohne all zu exakte zeitliche Zusammenhänge und evtl auch unter Umgehung der Fakten bzgl. wer, wann sowie wo gelebt hatte und ob die beiden überhaupt - gemäß abendländischer Vorstellungen - überhaupt zur selben Zeit auf Erden weilten.

So ist da jener Gautama, der Ehemann von Ahâlya, welcher gemäß mehrerer Puranas zur selben Zeit wie Râma gelebt habe. Râma war, als er 16 war, als "hoffungsloser 0-Bock-Fall" von einer Pilgerreise zurückgekehrt, aß und trank nicht mehr usw und Rishi Vasishta, der damalige "Hofweise" wurde gebeten - ihn belehrend - zu retten; Rishi Vāsiṣṭha tat das mit großartigem Erfolg. (Siehe zB das Buch "Yogavāsiṣṭha, Die Lehren des Weisen Vasishta", Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9, 1988, Übersetzung aus dem Sanskrit von Peter Thomi). Aus diesem Buch ergibt sich, daß es das auch die Zeit war in welcher Shukadeva, der/ein Sohn von Vyasa. lebte.

Insofern wären Rishi Vāsiṣṭha und jener Gautama, der Ehemann von Ahâlya wohl Zeitgenossen gewesen:

siehe:





Nachdem Ahâlya erst durch Rama von dem "Fluch" ihres Ehemann's Gautama befreit wurde und Rama der Schüler von Rishi Vasishta war, kann jener Gautama  nunmal kaum der Verfasser der "Gautama-Dharma-Sutras" gewesen sein, denn was wäre so ein Werk schon viel wert, wenn es von jenem verfaßt worden wäre, der noch nicht erkannt hatte, daß die "Ganzheit der Sinne" in Ihm und in seiner Frau dieselbe Ganzheit ist und jene Ganzheit insofern ein eigenständiges Etwas ist, das von Ihm und seiner Frau grundsätzlichen "Abstand", grundsätzliche Getrenntheit" hat und pflegt? (...Mr. Mahesh übersetzte "Indra" mal mit "Ganzheit der Sinne", sodaß das in jenem Sinne sich nunmal so ergibt...):




(..."alle Weisen, die der König eingeladen hatten, kamen um dabei zu sein.

        Diese waren Vasihta, Gautama, Atri",... , heißt es in der zitierten Textpassage u.a.

Insofern lebten Vasishta und jener Gautama zur selben Zeit, auch wenn einer von beiden bereits sehr viel älter und der Andere noch jung gewesen  sein könnte. Schließlich waren auch Parashar (= Parāśara) und Vyāsa erschienen und  Rishi Vasishta war nunmal der Großvater von Parāśara und der Urgroßvater von Vyāsa. Gautama - der Ehemann von Ahālya war wiederum noch nicht zur Perfektion gelangt, als Rama bereits König geworden war und längere Zeit nachdem Rishi Vasishta ihn belehrt hatte. Insofern wäre/ist davon auszugehen, daß Rishi Vasishta um Einiges älter war als wie jener Gautama, welcher der Ehemann von Ahālya war.


Allerdings ist das mit so zeitlichen Einordnungen anhand dieser Purana etwas schwierig, wenn man an folgende Textstelle denkt:


Es heißt da:

"9-10 Sie begannen ein großartiges Sattra (Opfer), das 1000 Jahre währte".

Ferner ist zu lesen:

"Jamadagni und Gautama wurden ersucht die Advaryus (dh   jene, die alle die vorbereitenden Arbeiten bzgl des Opfers machen) zu sein." (ebenfalls in 9-10)

Dann wird in 11. aber noch erwähnt, daß "Bharadvāja und Vāsiṣṭha die Aufgabe der Pratadhvaryus (dh Assistenten der Adhvaryus) übernehmen sollten" und daß "Nārada und Vālmīki den Takt und die Einsätze vorgeben sollten".

Hier treten also "mystische Personen" wie die Vorstellung des "Göttergesandten" Nārada und der reale Verfasser des Ramayana, der Herr Vālmīki gleichzeitig auf, um ein Bild, eine Idee von einer gewissen "Zeitlosigkeit" zu ergeben.


Nunja, jene Disziplin die Christentum über 2000 Jahre hinweg korrekt zu überliefern sich bemühte oder auch die Disziplin der Shankaracharya-Tradition zur Bewahrung des geistigen Erbes von Gaudapada, Yogi Govinda und insbesondere auch Shankara sowie der Advaita-Philosophie, usw kann auch als ein "Opfer" bezeichnet werden und diese dauerten auch über viele Jahrhunderte hinweg. 

So wie sich die sehr abstrakte, wissenschaftliche Theologie als Mittel zur Bewahrung des Christentums mehr und mehr herauskristallisiert hatte und eine bedeutende Rolle spielte und spielt, so würde die Verfassung von Nyâya wohl auch so ein sehr bedeutender "Beitrag" zur Bewahrung gewesen sein; insofern wäre diese Textstelle sogar als Hinweis darauf zu betrachten, daß ein gewisser Gautama so einen "vorbereitenden, dienlichen Beitrag" wie die Abfassung von Nyâya leistete bzw geleistet haben könnte.


Es war nicht möglich in jenem 22-bändigen Werk per Suche nach Gautama jene Stelle zu finden, wo er als "Verfasser von Nyâya" bezeichnet wird/wurde.

Nunja, auch per Suche nach "Nyāya", "Nyâya", "Nyaya",war in dem 22-bändigen Werk nichts zu finden.

Diese Suche wird nun erstmal  eine Weile zurückgestellt.










(#)


Udyotakara's Nyâyavârtika ist im Internet zu finden; allerdings nur die Sanskrit-Version.

Siehe: https://archive.org/search.php?query=Udyotakara

Das Vorwort kann man aber in Englischer Sprache per "https://ia802900.us.archive.org/24/items/nyayavartikaudyotakaranyayavartikasyabhumikavigneshwariprasadshastri_202003_988_J/Nyaya%20Vartika%20Udyotakara%20Nyayavartikasya%20Bhumika%20Vigneshwari%20Prasad%20Shastri.pdf" finden oder auch

per:" https://ia802907.us.archive.org/27/items/nyayavartikaudyotakaramisravindhyesvariprasaddubechokambhasanskritseriesbhumika_202003_405_g/Nyaya%20Vartika%20Udyotakara%20Misra%20Vindhyesvari%20Prasad%20Dube%20Chokambha%20Sanskrit%20Series%20%28Bhumika%29.pdf"



Bzgl. "Sarvadarṣanasamgraha" finden sich bei www.archive.org  zwei Werke:

Eine Ausgabe in Sanskrit per:  https://archive.org/details/SarvadarsanasamgrahaWithTheSanskritCommentaryOfVasudevaSastriAbhyankara

und Festschrift Ernst Windisch zum siebzigsten: https://archive.org/details/festschrifternst00winduoft aus dem Jahre 1914 vom Verlag Otto Harrassowitz, Leipzig; dieses Buch ist in deutscher Sprache.

Auf Seite 188 findet sich darin ein Aufsatz titels "Die Lehre von Sphoṭa im Sarvadarśanasaṃgraha"




( ## )


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Das Raghuvamsam von Kâlidâsa findet man in Englischer Sprache zB

bei: https://archive.org/details/raghuvamsaofkali00kliduoft/mode/2up

ausgewählte Episoden bietet auch:

https://www.auroville.com/auroville-press-selected-episodes-from-raghuvamsam-kalidasa-p-2406.html

zu nennen wäre da auch noch:

https://www.business-standard.com/article/pti-stories/kalidasa-s-raghuvamsam-now-in-english-116050600422_1.html


In www.archive.org findet man mehrere Ausgaben jenes Buches; allerdings geht es in einem Buch zB nur bis Kapitel X.

In einer anderen Ausgabe war Folgendes zu finden:


https://archive.org/details/raghuvamsakalidasapadmaranganath_202003_198_Y/page/n59/mode/2up

https://archive.org/details/raghuvamsakalidasapadmaranganath_202003_198_Y/n61/mode/2up


Was dann aber mit 11-33 gemeint ist, entzieht sich momentan meiner Kenntnis; vielleicht ist's ja später noch zu finden.

Aber evtl ist einfach folgende Stelle der Seite 60 gemeint, da es da um "Schlußfolgerung" geht und daß jener "Lord", der da erwähnt ist, eh nur durch "die Veden bzw Schlußfolgerung gewußt werden könne":



Zu einem "Dirghatapas" fand ich allerdings was in "Yogavāsiṣṭha, Die Lehren des Weisen Vasishta" (Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9, 1988, Übersetzung aus dem Sanskrit von Peter Thomi) und zwar  am Beginn des Kapitels "[Puṇya und Pāvana]":








Vielleicht sollte es auch "II-33" heißen:

https://archive.org/details/raghuvamsaofkali00kliduoft/page/n309/mode/2up

(In diesem Buch geht es allerdings nur bis Kapitel X; dafür hat man die Verse durchnummeriert)

Allerdings zeigt sich bei "II-33" überhaupt kein direkter Zusammenhang zu Nyâya.



( § )


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

1)

i) https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n67/mode/2up

ii) "Rig-Veda, Das Heilige Wissen", marix Verlag, Band 1, ISBN 978-3-86539-165-0, 2008; nach der Ausgabe Göttingen und Leipzig von 1923, in der Übersetzung von Karl-Friedrich Geldner. Herausgegeben von Dr. Peter Michel, seit 1981 Leiter des Aquamarin-Verlags

"Rig-Veda, Das Heilige Wissen", marix Verlag, Band 2, ISBN 978-3-86539-165-0, 2008; nach der Ausgabe Göttingen und Leipzig von 1923, in der Übersetzung von Karl-Friedrich Geldner.

Maṇḍala 1, Sûkta 81, Mantra 3 heißt dort:(https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n125/mode/2up):





2) Die Satapatha-Brâhmana findet man in „Upanishaden, Die Geheimlehre der Inder“ mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp, Diederich's Gelbe Reihe, Heinrich Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3-89631-426-2) in der Übersetzung von Alfred Hillebrandt, die erstmalig 1921 erschien auf den Seiten von Seite 32 bis 47; in dieser etwas freien Übersetzung - was sich darin zeigt, daß die Kapitel-Bezeichnungen udgl fehlen - kommt der Name Gotama allerdings leider nicht vor. Allerdings ist die Lektüre dieser Brâhmana im Zusammenhang zu diesem Vorwort zu Nyâya durchaus von Interesse.

Die Arbeit von Professor Hillebrandt samt Foto und kurzer Biographie von ihm, findet man auch bei: https://www.pushpak.de/upani/upani001.html

(... Nachdem solche Links bisweilen dann nicht mehr funktionieren, etwa weil jene dortige umfängliche und sehr erfreuliche, geleistete Arbeit dann irgendwann nur noch in Buchform verfügbar sein wird, ist Buch immer noch die sichere Varianate, zumal heutzutage ja Bücher eigentlich auch auf echt umweltfreundliches Papier drucken würde können...)


https://archive.org/search.php?query=Satapatha%20Br%C3%A2hma%E1%B9%87a

führt aber auch auf 2 mehrbändige Werke zu den Brâhmaṇas und insofern besteht eine Chance es dort zu finden.

Das eine Werk ist von Max Mueller und das Andere von Julius Eggeling; diese beiden Werke sind in Englischer Sprache.


Also vielleicht ist "Kâṇḍa 1, Adyâya 4, Mâdhyandinīya recension" dort zu finden.

In Julius Eggeling's Ausgabe findet man im Band I (siehe https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238711/page/n149/mode/2up) auf den Seiten 104, 105 und 106 wird jeweils einmal ein gewisser "Gotama Râhûgana" erwähnt:

Es geht dabei um einen König Mâthava von Videgha und es wird erwähnt daß Rishi Gotama Râhûgana sein Familien-"Priester" gewesen sei:











( || )


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche. Siehe etwa:

https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n67/mode/2up

Rig-Veda, Das Heilige Wissen, marix Verlag, Band 1, ISBN 978-3-86539-165-0, 2008; nach der Ausgabe Göttingen und Leipzig von 1923, in der Übersetzung von Karl-Friedrich Geldner.

Maṇḍala 1, Sûkta 63, Mantra 9 heißt dort:(https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n105/mode/2up):

(Die Angabe Sûkta 63, Mantra 13 scheint falsch zu sein, da in jenem - gar nicht existenten - "Mantra" kein Gotama erwähnt wird.)

 



Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche. Siehe etwa:

Allerdings geht es hier um die Suche gemäß  >>Nodhâḥ (||), der Sohn von Gotama, hieß ebenfalls Gotama; dieser verfaßte mehrere neue Hymnen zur Ehre von Indra, um Indra zu ehren.<<

Im ersten Leiderkreis, 8.'te Gruppe findet man in Geldner's Übersetzung des Rig Veda (marix-Buch ISBN 978-3-86539-165-0 von Seite 74 bis 86) in I,58 bis I,64  "Lieder des N o d h a s des Gotamiden und Lieder an Indra findet man von I,51- inklusive I,63; in diesem Buch betrifft das die Seiten 61 bis Seite 83, sodaß das wohl die zitierte Stelle einschließt.



(²)



Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche. Siehe etwa:

https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n67/mode/2up

Rig-Veda, Das Heilige Wissen, marix Verlag, Band 1, ISBN 978-3-86539-165-0, 2008; nach der Ausgabe Göttingen und Leipzig von 1923, in der Übersetzung von Karl-Friedrich Geldner:

"Maṇḍala 1, Sûkta 61, Mantra 16" lautet dort (Siehe: https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n101/mode/2up):




Maṇḍala 1, Sûkta 77, Mantra 5 lautet dort (https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n121/mode/2up):







( iii )

der ob deren Bewunderung sehr erfreut, angetan war, gab, verschaffte ihnen Vieh und Reis im Überfluß. Passend in diesem Zusammehang, von damit verwandter Art ist Folgendes: Als Gotama mal von Durst geplagt war, erbat er von den Marut-Götterinzwis etwas Wasser; diese stellten - aus Gnade, Dankbarkeit, einen Brunnen  vor ihn hin, den sie von wo anders her versetzten. Das, daraus - in kaum zu glaubender Reichlichkeit - strömende Wasser, stillte nicht nur seinen Durst, sondern verwandelte sich in einen ganzen Fluß dessen Quelle der ursprüngliche Ort des Brunnens war.

     In der Rigveda-saṃhitâ werden, wie bereits erwähnt, die Nachkommen und Abkömmlinge

                                                                  von Gotama auch Gotama genannt; in der späteren

     Die Lehrer, die                                      Vedischen Literatur hingegen, werden sie Gautama

     Gautama                                               genannt. Die Vaṃsa-Brâhamana des Sâmaveda

    genannt werden                                     erwähnt - unter den Lehrerinzwis, welche den

                                                                  Sâmaveda der Nachwelt überlieferten - vier Mitglieder der Gotama-Familie (#); namentlich sind diese: Râdha-Gautama, Gâtṛ-Gautama, Sumanta- bâbhrava-Gautama und Saṃkara-Gautama; darüberhinaus erwähnt die Chândogya-Upaniṣad desselben Veda einen weiteren Lehrer namens Hâridrumata-Gautama (##), an den sich Satya-Kâma Jâvâla mit der Bitte wandte, sein Lehrer zu werden. Die Gobhila-Gṛhya Sûtra des Sâmaveda zitiert die Meinung eines Gautama (§), der die Auffassung vertrat, daß während der Winterzeit drei Gedenken betreffs der verstorbenen Vorfahren gehalten werden sollten.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

(*)


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

>>

जिह्मं नुनुद्रे.अवतं तया दिशासिञ्चन्नुत्सं गोतमाय तर्ष्णजे |
आ गछन्तीमवसा चित्रभानवः कामं विप्रस्यतर्पयन्त धामभिः ||

<<

mit der Umschrift:

>> jihmaṃ nunudre.avataṃ tayā diśāsiñcannutsaṃ ghotamāya tṛṣṇaje |
ā ghachantīmavasā citrabhānavaḥ kāmaṃ viprasyatarpayanta dhāmabhiḥ ||
<<

findet man in http://www.gatewayforindia.com/vedas/rigveda/rigveda01085.shtml


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche. Siehe etwa:

https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n67/mode/2up

Rig-Veda, Das Heilige Wissen, marix Verlag, Band 1, ISBN 978-3-86539-165-0, 2008; nach der Ausgabe Göttingen und Leipzig von 1923, in der Übersetzung von Karl-Friedrich Geldner.


" Maṇḍala 1, Sûkta 85, Mantra 11" lautet (siehe: https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n131/mode/2up):



"Maṇḍala 1, Sûkta 77, Mantra 10" gibt es nicht; zumindest nicht in der Rig-Veda-Übersetztung von Geldner (siehe marxi-Verlag; ISBN 978-3-86539-165-0), Die suche nach Sâyaṇa's Kommentar bzw Anmerkungen dazu erübrigt sich insofern.



Maṇḍala 1, Sûkta 88, Mantra 4: (Siehe: https://archive.org/details/in.gov.ignca.793/page/n135/mode/2up)





(#)


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Ein Übersetzung ins Englische oä war leider nicht zu finden; eine Übertragung in die Sanskrit-"Umschrift" hingegen durchaus: bei http://titus.uni-frankfurt.de/texte/etcs/ind/aind/ved/sv/vb/vb.htm findet man:

>> TITUS version by Jost Gippert,
Frankfurt a/M, 21.10.1999 / 1.6.2000 / 7.12.2008


Paragraph: 1 
Sentence: 1    
namo brahmaṇe namo brāhmaṇebʰyo nama ācāryebʰyo nama r̥ṣibʰyo namo devebʰyo
   
nama vāyave ca mr̥tyave ca viṣṇave ca namo vaiśravaṇāya ca // \\

Sentence: 2    upajāyata śarvadattād gārgyāt śārvadatto gārgyaḥ // \\
Sentence: 3    
śarvadatto gārgyo rudrabʰūterdrāhyāyaṇāt // \\
 <<

Bei https://shaivam.org/veda/sama-veda-rishi-acharya-vamsa-or-lineage findet man noch die Linie der Sama-Veda-Rishis die auch Vaṃsa-Brâhmaṇa betreffen; diese Hintereinandefolge aus Rishis und "Übermittlern des Wissens" wird im Vaṃsa-Brâhmaṇa genannt.

Das Vaṃsa-Brâhmaṇa ist eines von 8 Brâhmaṇas des Sama-Veda heißt es dort desweiteren.


Per https://archive.org/search.php?query=Va%E1%B9%83sa-Br%C3%A2hmana sind da noch 3 Bücher zu finden - allerdings weder auf Englisch noch in Sanskrit -

Die Vaṃsa-Brâhmaṇa wird erwähnt in:

Satapatha Brahmana (by Julius Eggeling)

Kāṇḍa III, adhyāya 1, brāhmaṇa 1 < [Third Kāṇḍa]

Introduction to volume 1 (kāṇḍa 1-2) < [Introductions]

Kāṇḍa III, adhyāya 5, brāhmaṇa 1 < [Third Kāṇḍa]


(##)


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Siehe: Professor Deussen's Übersetzung jener Upanishade ins Deutsche; zu finden in "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda", in der Übersetzung von Paul Deussen, marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5 (... dh wie in "sechzig Upanishad’s Des Veda", aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 3. Auflage, F.A. Brockhaus, 1921...) auf den Seiten 168 bis 172.

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#143 ;Allerdings ist die Seite nur in der "Abonnement-Version" verfügbar

Bei "Die Upanishaden", Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran, Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008, findet man das Kapitel 4 der Chândogya-Upaniṣad  ab Seite 244.


In „Upanishaden, Die Geheimlehre der Inder“ mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp, Diederich's Gelbe Reihe, Heinrich Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3-89631-426-2 beginnt diese - dort nicht extra kapitelig bezeichnete - Textstelle auf Seite 101 unten.

Hier noch explizit Professor Paul Deussen's Übersetzung:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/121/2up

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/121/2up


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/122/2up

(§)



Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

"Gobhila-grihya-sutra"

wurde von Hermann Oldenberg im Jahr 1892 ins Englische übersetzt:

Siehe zB: https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/gobhila-grihya-sutra

Bzgl. des Sanskrit-Texts siehe auch: https://archive.org/details/GobhilGrhyaSutra1


Prapāṭhaka I, Kāṇḍikā 3 besagt darin:

>> 10. In the morning the first (oblation) with (the formula), 'To Sūrya Svāhā!' the second again silently, again in the middle and in the north-eastern part (of the fire).  <<

auf Deutsch:

>> 10.Am Morgen die erste Darbietung, das erste Gedenken mit der Formel "An Sūrya Svāhā!"; die/das als Zweites dann wiederum leise und zwar in der Mitte und an der nord-östlichen Seite (des Feuers) <<


Darüber hinaus sei noch https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/gobhila-grihya-sutra/d/doc116720.html zitiert:

 


Gobhila-grihya-sutra

by Hermann Oldenberg | 1892 | 44,344 words

Hinduism Dharmashastra

The Sutra of Gobhila presupposes, beside the Samhita of the Sama-veda, another collection of Mantras which evidently was composed expressly with the purpose of being used at Grihya ceremonies. Alternative titles: Gobhila-gṛhya-sūtra (गोभिल-गृह्य-सूत्र), Grhya, Gobhilagṛhyasūtra (गोभिलगृह्यसूत्र), Gobhilagrihyasutra, Gobhilagrhyasutra....


Prapāṭhaka III, Kāṇḍikā 10

 

1. [1] The Aṣṭakā (is a festival) sacred to the night.

2. It procures prosperity.

3. It is sacred to Agni, or to the Manes, or to Prajāpati, or to the Seasons, or to the Viśve devās—thus the deity (to which the Aṣṭakā is sacred), is investigated (by different teachers).

4. [2] There are four Aṣṭakās in (the four months of) the winter;

5. These all he should endeavour to celebrate with (offerings of) meat;

6. Thus says Kautsa.

7. (There are only) three Aṣṭakās (in the winter), says Audgāhamāni,

8. And so say (also) Gautama and Vārkakhaṇḍi.

9. The eighth day of the dark fortnight after the Āgrahāyaṇī is called Apūpāṣṭakā (i.e. Aṣṭakā of the cakes).

10. [3] Having prepared grains in the way prescribed for Sthālīpākas, he cooks (those grains and prepares thus) a caru.

11. [4] And (besides he prepares) eight cakes, without turning them over in the dish (in which he bakes them);

12. (Each) in one dish;

13. Without Mantras, according to Audgāhamāni;

14. [5] Of the size of the (cakes) sacred to Tryambaka.

15. After he has baked them, he should pour (Ājya) on them, should take them from the fire towards the north, and should pour (Ājya) on them again.

16. [6] In the way prescribed for Sthālīpākas he cuts off (the prescribed portions) from the mess of boiled grains and from the cakes, and sacrifices with (the words), 'To the Aṣṭakā Svāhā!'

17. [7] The rest (should be performed) according to the Sthālīpāka rite.

18. [8] (At the second Aṣṭakā, on) the eighth day after the full-moon day of Taiṣa, a cow (is sacrificed).

19. Shortly before the time of junction (of day and night, i.e. before the morning twilight) he should place that (cow) to the east of the fire, and when (that time) has come, he should sacrifice (Ājya) with (the verse), 'What, O beasts, you think' (MB. II, 2, 5).

20. And after having sacrificed, he should recite over (the cow the verse), 'May thy mother give leave to thee' (ibid. 6).

21. Let him sprinkle (the cow) with water in which barley is, with (the words), 'Agreeable to the Aṣṭakā I sprinkle thee.'

22. Let him carry a fire-brand round it with (the verse), 'The lord of goods, the sage (goes) round' (Sāma-veda I, 30).

23. Let him give it water to drink.

24. The remainder of what it has drunk he should pour out under (the feet of) the beast with (the formula), 'Away from the gods the Havis has been taken' (MB. II, 2, 7).

25. They then walk in a northerly direction (from the fire) and kill (the cow),

26. The head of which is turned to the east, the feet to the north, if the rite is sacred to the gods,

27. The head to the south, the feet to the west, if the rite is sacred to the Manes.

28. After it has been killed, he should sacrifice (Ājya) with (the verse), 'If the beast has lowed' (ibid. 8).

29. And (the sacrificer's) wife should get water and should wash all the apertures of the cow's body.

30. They lay two purifiers (i.e. grass-blades) on (the cow's body) near its navel, cut it up in the direction of its hairs, and draw the omentum out.

31. He should spit it on two pieces of wood, on one (simple) branch and on another forked branch, should besprinkle it (with water), and should roast it.

32. [9] When it has ceased to drop, he should say, 'Hew the (cow) to pieces—

33. 'So that the blood does not stain the ground to the east of the fire.'

34. After he has roasted (the omentum), he should pour (Ājya) on it, should take it from the fire towards the north, and should pour (Ājya) on it again.

35. [10] After he has cut off (the prescribed portions from) the omentum in the way prescribed for Sthālīpākas, or in the way prescribed for the Sviṣṭakṛt (oblation), he sacrifices with (the words), 'To the Aṣṭakā Svāhā!'

36. [11] The rest (should be performed) according to the Sthālīpāka rite. The rest according to the Sthālīpāka rite.

End of the Third Prapāṭhaka.

   

Footnotes and references:

[1]:

10, 1 seq. The Aṣṭakā festivals; Khādira-Gṛhya III, 3, 28. Comp. Śāṅkhāyana-Gṛhya III, 12, 1 note (S.B.E. XXIX, 102).

[2]:

4, 7. As to the difference of opinion regarding the number of Aṣṭakās, comp. Weber, Naxatra, second article, p. 337. Gobhila himself follows the opinion of Audgāhamāni, for he mentions only three Aṣṭakās in the winter season, the first following after the Āgrahāyaṇī full moon (chap. 50, 9), the second after the Taiṣī (10, 18), and the third after the Māghī (IV, 4, 17).

[3]:

See above, I, 7, 2 seq.

[4]:

Gṛhya-saṃgraha II, 71: pṛthakkapālān kurvīta apūpān aṣṭakāvidhau.

[5]:

Regarding the Traiyambaka cakes, comp. Kātyāyana Śrauta-sūtra V, 10, 1 seq.; Vaitāna-sūtra IX, 18, &c.

[6]:

See above, I, 8, 5 seq.

[7]:

Comp. chap. 7, 20 note.

[8]:

With the following paragraphs the Śrauta rites of the animal sacrifice should be compared; see J. Schwab, Das altindische Thieropfer (Erlangen, 1886).

[9]:

In the text we ought to read viśasata, as Dr. Knauer has observed.

[10]:

The regulations concerning the Avadānas are given for Sthālīpākas, I, 8, 5 seq., and for the Sviṣṭakṛt oblation, I, 8, 11 seq.

[11]:

 

Comp. III, 7, 20 note.

Last Updated: 05 September, 2014

In diesem Zusammenhang ist wohl va:

>>8. And so say (also) Gautama and Vārkakhaṇḍi.<< interessant, da nunmal eine Gautama erwähnt wird.



- iv -

Ein anderer Gautama war der Verfasser des Pitṛmedha Sūtra (*) das eventuell zum Sâmaveda gehört. Die  Bṛhadāraṇyaka (#) des weißen Ayurveda erwähnt einen Lehrer mit Namen Gautama; in der Kaṭhopaniṣad des schwarzen Ayurveda wird der Weise namens Nâcitketas (##), der mit Yama ein Gespräch über die Mysterien des Lebens  führte, Gautama genannt; dabei handelt es sich offenbar um einen Oberbegriff oder auch Freinamem, da sein Vater im selben Werk auch als Gautama bezeichnet wird. Ein Gautama (§)  wird in der Kauśika Sûtra des Atharvaveda als Lehrer erwähnt; ein anderer Gautama wird als Verfasser des Gautama Dharma Sûtra ( ||) - welches eine Autorität habende, maßgebende, anerkannte Arbeit über das heilige Gesetz ist - genannt.

Wir müssen einem Gautama (²), der - gemäß des Mahâbhârata -  auf Anordnung seiner Mutter hin seinen alten und blinden Vater Dirghatamas in den Ganges  gestoßen hat und der jedoch wundersamerweise gerettet wurde, nicht berücksichtigen.

Das Râmâyaṇa erwähnt einen Gautama (**), der seine Einsiedelei in einer Höhle in den

                                                              Außenbezirken der Stadt Mithilâ hatte und dort mit

   Gautama, der Ehemann                      seiner Frau Ahalyâ lebte. Es ist wohlbekannt, wie

     von Ahalyâ                                        Ahâlya mit Indra liebäugelte koketierte und von ihrem

                                                               Ehemann dazu verdammt wurde Buße zu tun und sich in Reue zu üben, Demütigung zu ertragen, sich kasteien zu müssen bis zu ihrer Rehabilitierung, Befreiung von Bevormundung bei der glücklichen Ankunft von Râma.





--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

(*) Ein unvollständiges Exemplar des Pitṛmedha Sūtra befindet sich in der Bücherei des Caclutta Sanskrit College; das Werke wurde jedoch vor einigen Jahren in Amerika gedruckt.


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

betreffs Pitṛmedha Sūtra siehe https://www.wisdomlib.org/definition/pitrimedhasutra

https://www.jstor.org/register?redirectUri=%2fstable%2f10.2307%2F24664279%3Fread-now%3D1%23page_scan_tab_contents&refreqid=excelsior%3A37bcdb305c420a011b688cfc264d37f3



>>

Pitrimedhasutra, Pitṛmedhasūtra, Pitrimedha-sutra: 2 definitions

Introduction

  1. Introduction
  2. Languages
  3. Sanskrit
  4.  

See also

Pitrimedhasutra means something in Hinduism, Sanskrit. If you want to know the exact meaning, history, etymology or English translation of this term then check out the descriptions on this page. Add your comment or reference to a book if you want to contribute to this summary article.

The Sanskrit term Pitṛmedhasūtra can be transliterated into English as Pitrmedhasutra or Pitrimedhasutra, using the IAST transliteration scheme (?).

Languages of India and abroad

Sanskrit-English dictionary

[«previous (P) next»] — Pitrimedhasutra in Sanskrit glossary

Source: Cologne Digital Sanskrit Dictionaries: Aufrecht Catalogus Catalogorum

Pitṛmedhasūtra (पितृमेधसूत्र) as mentioned in Aufrecht’s Catalogus Catalogorum:—L. 660. Ben. 18 (Av.).
—by Gautama, and—[commentary] by Ananta Yajvan, son of Kṛṣṇa. Brl. 57.
—by Hiraṇyakeśin. Burnell. 21^b.

context information

Sanskrit, also spelled संस्कृतम् (saṃskṛtam), is an ancient language of India commonly seen as the grandmother of the Indo-European language family. Closely allied with Prakrit and Pali, Sanskrit is more exhaustive in both grammar and terms and has the most extensive collection of literature in the world, greatly surpassing its sister-languages Greek and Latin.

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See also (Relevant definitions)

Partial matches: Sutra, Pitrimedha.

Full-text ( +8): Viyushka, Anagarta, Abhyugjval, Anuspandyam, Kridnakshi, Napitakarman, Grama-maryada, Dahanakalpa, Svayamprokta, Tatraloka, Daruciti, Dishtagamana, Aghodaka, Sphigdaghna, Idopahavana, Paritana, Ahinaha, Apashubandhayajin, Kshetravitrinni, Yathagavam.

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Gautama Dharmasūtra (by Gautama)

Introduction

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<<        


Der Link "Gautama Dharmasūtra (by Gautama)" führte zu Folgendem:

>>

Gautama Dharmasūtra

by Gautama | 1879 | 41,849 words Hinduism Dharmashastra
  

Summary: The topics in this Dharmasūtra are devoted to the student, the order of a person's life (āśramas), the householder, occupations of the four classes, the king, impurity, ancestral offerings, women and marriage, property, inheritance and penances.

Gautama's Dharmasūtra is believed to be the oldest of the four Hindu Dharmasastras, It survives as an independent treatise, not forming part of the Kalpa-sūtras; it therefore contains no praśnas (questions) or books.

<<

Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Die Dharma-Sûtren von Āpastamba, Gautama, Baudhāyana und Vasiṣṭha enthalten seltsame Passagen mit drakonischen Strafen, die zB einfach nicht zu Vasiṣṭha passen. Gerade im "Vasiṣṭha-Dharma-Sûtra" fällt deutlich auf, daß da für den Fall, daß jemand nicht als Straftäter entdeckt worden sei, er dann mit Yoga sich um die "Bereinigung" der "geschaffenen Situation" bemühen solle und je nach Schwere des Vergehens wäre eben mehr oder weniger Yoga-Aufwand zu betreiben. (Dh gemäß der "Vortaten" ist/dauert der "Yoga-Weg" weniger lang  oder auch länger. (Das kommt auch im "Hastmalkiyam" jenes Schüler's von Shankara zum Ausdruck; auch in anderen ähnlichen Geschichten wird das geäußert.)

Jener Teil mit den drakonischen Strafen paßt da eher zu den Mogulherrschern und der "Sharia" aus dem "Islam". Es scheint, daß da nachträglich etwas in die Überlieferungen - evtl ja weniger freiwillig - eingefügt wurde.

Auch der KGB hatte bekanntlich versucht die indischen Traditionen "für sich" zu nutzen und wenn da eben mit wenig Überlieferungsänderungen das Ziel zu erreichen wäre, dann "ändert(e)" man es eben einfach um; aber wie?

Nun der KGB nannte solche Personen "Nützliche Idioten" und wie kam man an solche "Nützliche Idioten" bzw wie wurden Personen dazu? Nunja mit Alkohol, Sex, Untaten und das alles auf Film, Fotos usw und danach wurden die - entsprechend ausgewählt gewesenen Personen - schlichtweg erpreßt: "Gelle, Sie wollen doch nicht, daß das publik wird; dann werden Sie fortan ab-und-zu, hie&da das eben tun oder auch einfach nur unterlassen, was wir Ihnen sagen werden." Ein Beispiel - nämlich wie es Eduard Kennedy in Moskau und auf der "rein zufällig erlebten" "echt russischen Hochzeit" ergangen war - erzählte Juri Bezmenow in jenem legendären Interview mit Mr. Griffin im US-TV anno 1984.  Juri Bezmenow sprach nunmal auch von der KGB-Methode namens "Rufmord" betreffs jener, die man nicht in "nützliche Idioten" 'verwandeln' habe können; diese Methode wurde dann im Falle längst "verstorbener" "Überlieferungsträger" wie Rishi Vasiṣṭha und auch Gautama vermutlich per eines Einfügens solcher absurder - stets ziemlich der Sharia ähnelnder - Passagen, welche "Vorschriften zu drakonischen Strafen darstellen" erreicht bzw zu erreichen versucht.

Da mag es auch bereits solche Unterfangen lange vor den Mogulherrschern gegeben haben; schließlich unternahm es ein König mal zu versuchen, den Buddhismus an die Stelle des Hinduismus zu setzen und "Brahmanen" galten als Redner leerer Worte, die nicht wußten wovon sie eigentlich sprachen. (Da gibt es eine Überlieferung von Buddha betreffs seiner Kritik am Brahmanentum in den "vier edlen Wahrheiten"; u.a. Seite 220, "Gautama Buddha, Die vier edlen Wahrheiten", dtv-Verlag, ISBN 3-423-02166-7, in der Übersetzung von Prof. Klaus Mylius). Daß auch das vererben von "Schatzkarten", die man selber nicht verstehen bzw lesen  konnte, keine "Unsinnigkeit" darstellt, sondern aus der Sicht jener Nachfahren, die das dann zu lesen verstanden, eine Großtat war und man jenen dankbar dafür ist, ist wohl ne Tatsache. Auch Gautama Buddha hätte wohl nie nach "Erleuchtung" zu suchen  begonnen, wenn Ihm  niemand berichtet gehabt hätte, daß es sowas angeblich gäbe und es angeblich auch tatsächlich erreicht werden solle können und von dieser&jener Person auch tatsächlich erlangt worden sei:


Nunja, man sieht die Sachlichkeit, Fairness der Kritik von Gautama Buddha einerseits und interessant im Zusammenhnag mit diesem Buch ist jedenfalls, daß jene Brahmanen den Gautama Buddha mit "Gotama" ansprachen. Insofern  müßte ön Gotama bereits vor oder zumindest zusammen mit Buddha gelebt haben. Wenn aber Gotama der Verfasser von Nyâya und der Stammvater der "Gautamas" war, so ist dies bemerkenswert. Diese Ansprache des Gautama Buddha als "Gotama" könnte natürlich auch einer "Abwehrhaltung" jener Brahmanen entsprungen sein, die ihn einfach durch jene formal-abstrakte-distanziert-kritische Haltung eines Herrn Gotama betracheten und darauf beharrten, daß dessen "Maßsstäbe" jener Gautama Buddha "gerecht zu werden habe", wenn er denn wirklich sowas wie erleuchtet sein sollte. Allerdings wird diese Frage auch von Arjuna an Krṣṇa gerichtet (siehe Bhagavad Gita): "Woran erkennt man..., wie sitzt, wie geht, ... so eine Person, welche ....", sodaß das nunmal ein Thema ist. Daß eine zuverlässige, wirklich wahre Lehre nicht eine "falsche Gesamt-Strategie gegenüber dem gesamten Leben" sein dürfte, ist wohl klar und insofern sind solche "Maßsstäbe" zumindest denkbar. Sei es wie es war, jedenfalls müßte es zu Lebzeiten des Gauama Buddha ein gewisser "Gotama" bei Brahmanen bereits in hohen Ehren gestanden haben wohlbekannte bekannte Autorität gewesen sein. Auch hat die ganze Rede samt der Anwort sehr intellektuellen Charakter, sodaß das für eine Nähe zu dem spricht was "Nvâya" nunmal  auszeichnet und insofern von einer beträchtlichen Nähe zu "Nyâya" zeugt.

Noch ein paar weitere Zitate ad "Brahmanentum" aus demselben Buch "die vier edlen Wahrheiten" als Überleitung zu den Dharmasūtras:






Damit nun zurück zu den Dharmasūtras:

Desweiteren hat man in Indien nie eine Geschichtsschreibung im Stile des "Abendlandes" betrieben, sodaß wer dann was wem angetan hat, leicht im Dunkel landen konnte bzw gelandet sein hätte können. Prof em. Dietmar Rothermund zitiert in seinem Büchlein "GANDHI - der gewaltlose Revolutionär - , C.H. Beck ISBN 978-3-406-73996-5 im ersten Kapitel  "I. Gandhi" auf Seite 7 über die "indische Art der Geschichtsbetrachtung": >> Die Wahrheit transzendiert die Geschichte << und fügt eigene, interessante Anmerkungen hinzu, was umso gewichtiger ist als Ditermar Rothermund Professor em. für die Geschichte Südasiens am Südasien-Institut der Universität Heidelberg, das er viele Jahre leitete, ist.


Ferner ist festzustellen, daß diese 4 Schriften betreffs Dharma - und besteht da anscheinend ziemliche Einigkeit - auf eine ursprüngliche Schrift zurückgingen; die ursprüngliche Schrift sei aber nicht erhalten geblieben.

Auch insofern ist es nicht auszuschließen, daß in den 4 erhalten gebliebenen Schriften früher oder auch später das Eine oder auch das Andere verändert, herausgestrichen oder auch hinzugefügt wurde; dabei kann so ein Verändern, Weglassen, Hinzufügen nunmal versehentlich erfolgen, aus Unverständnis heraus oder aber auch mit gewissen Absichten heraus erfolgen, wobei zu Letzteren dann auch die Option "Diskreditierung" überlieferter Lehren bzw der ursprünglchen Lehrmeister udgl gehören.

So manche Moschee wurde in eine Kirche verwandelt und umgekehrt; anloges könnte eben auch mit "Schriften" erfolgen, die bei einer Bevölkerung in hohem Ansehen stehen und als richtungsweisend angesehen werden.

Das würde eine umfassende Recherche erfordern, die ich in absehbarer Zeit sicherlich nicht machen werde.


Feststeht, daß das starre Kastensystem, Diskriminierungen in jenem Zusammenhang und jene drakonischen Strafen bzw "Bräuche" (wie die offizielle abgeschaffte "Witwenverbrennung"; aber auch die Vielzahl der Abtreibungen, wenn's ein Mädchen werden würde) der indischen Gesellschaft großen Schaden zugefügt haben und auch dem Ansehen Indiens sehr geschadet haben und schaden.




 


(#)


(Bṛhadāraṇyaka, Adhyâya 4.)


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

siehe zB Paul Deussen, Sechzig Upanishads des Veda, etwa 2.Auflage von 1905 oder auch die 3.Auflage in https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/456/mode/2up (die ganze Upanishade findet man auf den Seiten 373 bis 486); nun bis zum Vierten Brahmana es durchlesend, fand sich da kein Gautama erwähnt, obwohl etliche Personen - außer den beiden Gesprächführenden Yâjñavalkya und König Janaka - erwähnt werden und darunter auch bekanntere Personen wie Satyakâma der Sohn der Jabâlâ.



(##) 

(Kaṭhopaniṣad, Valli 5)

(Kaṭhopaniṣad, Valli 5)



Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

siehe zB Paul Deussen, Sechzig Upanishads des Veda, etwa 2.Auflage von 1905 oder auch die 3.Auflage im archive.org auf den Seiten 261 bis 287: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/260/mode/2up

Genauer gesagt findet man das Zitat per: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/282/mode/2up

bzw in der Buchausgabe des marrix-Verlag auf Seite 361 oben; es ist der Vers 6 in der fünften Vallī im zweiten Adhyâya. (Im ersten Adhyâya hat es nur drei Vallī; das mag in den verschiedenen "Sammlungen" der diversen Sanskrit-Werke eben etwas verschieden sein.):



Siehe auch: Seite 123, "KATHA-UPANISHAD, Von der Unsterblichkeit des Selbst mit den Kommentaren des weisen Shankara aus dem 9. Jahrhundert und Erläuterungen des modernen Meditationsmeisters Swami Nikhilananda", Otto Wilhelm Barth Verlag, 1.Auflage 1989, Übersetzung des Werkes von Swami Nikhilananda von 1949, ISBN 3-502-61003-7

"Gut denn Gautama, ich werde dir über dieses tiefgründige, ewige Brahman berichten, und auch darüber, was mit dem Âtman nach dem Tode geschieht."

"Shankara sagt: DIe Lehre von  Karma und Wiedergeburt gilt für diejenigen, die ohne Brahman-Erkenntnis sterben.", dh Shankara sagt hier zu Gautama, Gotama und Nyâya nichts.


In "Die Upanishaden, Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran" ( Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008.) findet man die Kaṭhopaniṣad ab Seite 108. Auf Seite 122 findet man einen, im Zusammenhang mit Nyâya interessanten Vers: im Teil I, Abschnitt 2, Vers 9 heißt es:

>> Dieses Erwachen, das du kennen gelernt hast,

     kommt nicht

     durch Logik und gelehrte Forschung, sondern aus

    der engen Verbindung mit einem verwirklichten Lehrer.

    Weise bist du, Nachiketa, denn du suchts

    das ewige Selbst. Mögen wir noch mehr

    Suchende haben wie dich! <<

"



(§) "Vide Webster's History of Indian Literature", Seite 153

dh.: >> Vide Webster's Geschichte der Indischen Literatur, Seite 153 <<

Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

ad  Kauśika Sûtras siehe zB.:

http://www.hindupedia.com/en/Kau%C5%9Bika_Sutras; für private Zwecke kann das

Kauśika Sûtra per folgendem Link als "PDF-Datei" heruntergeladen werden

 https://bodenseeland.info/kausika-sutra-60/



(||) Der Text der Gautama Dharma-sûtras wurde in Indien mehrere Male gedruckt; eine Übersetzung ins Englische con Dr. G. Bühler erschien darüberhinaus in "the Sacred Books of the East Series"


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Das Dharma-Sutra kann man auf Englisch lesen via zB: https://archive.org/details/DharmasutrasTheLawCodesOfApastambaGautamaBaudhayanaAndVasistha

Das Gautama Dharma-Sûtra findet man direkt via: https://archive.org/details/DharmasutrasTheLawCodesOfApastambaGautamaBaudhayanaAndVasistha/page/n119/mode/2up; nunja, wenn man das so liest so fallen die absurden-drakonischen "Strafen" auf, die der Autor anscheinend für "normal" und "angebracht" hielt. Das Kastenwesen wird vom Autor für "normal" gehalten. Auch wird das Prinzip "König" nicht infrage gestellt. Eine Wiederverheiratung verwitweter Frauen war möglich und insofern gab es nichts gemäß  jener "Witwenverbrennung". Auffallend sind all die "Reinheitsvorstellungen"; nunja in dieser Zivilisation kommen ja auch ständig neue "Hygienevorschriften" dazu, die teils auch nicht mehr für akzeptabel gehalten werden, wenn man etwa an die "Corona-Parties" und "Anti-Corono-Maßnahmen-Demonstrationen" denkt; auch die "AIDS-Vorschriften" usw usf kamen irgendwann dazu. Was dann von jenen "Reinheitsvorschriften" im Gautama-Dharma-Sûtren für sinnvoll angesehen werden kann und was eher Blödsinn ist wie jene "drakonischen" und in sich widersprüchlichen Strafen, würde ein eingehender Betrachtung erfordern, für hier jedoch nicht die richtige Stelle ist. Zweifelsohne muß man sich davor hüten jenen "Dharma-Schriften" mit "notwendig", "unersetztlich", "höchste Wahrheit" oä zu verwechseln. Wenn man einerseits an "Wiedergeburt" glaubt und andererseits "Todestrafe" "vorschreibt", dann widerspricht man sich schlichtweg, weil die  - als "Strafe" - getötete Person, dann ja wiedergeboren werden wird und man nicht weiß als wer und wo usw und es macht es jener Person umso leichter sein "Unwesen" - wenn es das denn überhaupt gegeben haben sollte - mit noch größerer "Vorsicht" und damit noch gefährlicher für alle Anderen fortzusetzen.

Aus den Reihen der Könige gab es auch "Monster", welche nur über "sture, absurde Erbfolgeprinzipien" je an die "Macht" gelangt waren (siehe zB Heinricht der Achte oder auch jener König von Belgien der am liebsten kleine Mädchen im Kindesalter mißbrauchte, "Kindersolatden" im Kongo einführte und das überhaupt als Erster erfunden hatte und dessen koloniale Verbrechen nur noch als "allerschwerste Verbrechen" eingestuft werden können. In Indien wird es kaum anders gewesen sein. Nachdem es aber immer wieder Yogis gab, die in allergrößtem Ansehen standen, wird der eine oder andere König aus Eifersucht uä, rasend vor Zorn  alles getan haben, um das Ansehen solcher Yogis zu schmälern und so könnte der Eine oder auch Andere auch auf die Idee gekommen sein - va nach dem Tod solcher großer Yogis - "Schriften" aufgetaucht haben zu lassen, die jenen großen Yogi als "Autor" "tragen" und die aber nie&nimmer von jenen verfaßt waren und auch mündlich nie, das was in solchen Büchern dann stand, auch nur ansatzweisegesagt gehabt hatten/hätten.

Interessanterweise stehen sowohl im Mahâbhârata als auch im Ramayana letztlich 2 tyrannische, unerträglich arrogante Könige am Anfang; in Ersterem haben der Verfasser "Vyasa", seine Frau und deren Kinder fürchterlich zu leiden und das Thema "Tyrannenmord" ist ihm vorgegeben, indem Krishna jenen Tyrannen ermordete und Ihm und seiner Frau so endlich die Freiheit vor Verfolgung gab ; im zweiteren Fall, im Ramayana, wird Rishi Vasishta als hilfloser Trottel und "Ja&Amen"-zu-Sagender geknechtet und lächerlich zu machen versucht. Der König hatte einen Überwachungsstaat (...und er war auch noch Stolz auf seine  - vermeintliche - ...)   "totale Kontrolle über alles" auf gebaut und entschied irgendwann zB das "Pferdeopfer zu veranstalten" und der Hofweise durfte es nur noch zur Kenntnis nehmen; entschieden worden war zuvor und zwar ohne Konsultation des Hofweisen. Rama begab sich später auf Pilgerfahrt und als er hilflos, dem Tod geweiht zurückkam sollte es der Hofweise "Rishi Vasishta" - wie selbstverständlich - wieder richten müssen und evtl war das Ganze ja so "initiiert" worden, daß die Übeltäter davon ausgingen, daß er das aber nicht mehr zum Guten würde wenden können, um ihm dann die Schuld  - für einen frühen Tod des Prinzen Rama - in die Schuhe zu schieben, um ihn selber damit dann  - total verlogen, grausam heuchlerisch, sich lustig machen wollend über Wahrheit, Yoga & co -  "gemäß des Gesetzes" "entsorgen" zu können.



Informationen zur Entstehungszeit - bislang leider auch nur in Englischer Sprache verfügbar - findet man zB in: https://en.wikipedia.org/wiki/Gautama_Dharmasutra


Das gibt es auch als Buch in englischer Sprache: "Dharmasūtras - The Law Codes of Āpastamba, Gautama, Baudhāyana and Vasiṣṭha" von Patrick Olivelle, erste Ausgabe 2000, ISBN 81-208-1739-7, MOTILAL BANARSIDASS PUBLISHERS PRIVATE EDITION DELHI


(²)

(Mahâbhârata, Âdiparva, Adhyâya 104)


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Mahâbhârata gibt es jedenfalls in deutscher Sprache; siehe www.pushpak.de, wo es auch einen Hinweis bzgl desselben in Buchform gibt:

Genauer die zitierte Textstelle: http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k104.html

Kapitel 104 - Die Geschichten von Jamadagni und Dirghatama

(es ist durchaus die ganze Geschichte lesenswert; aber hier die konkrete Scene aus diesem Kapitel 104 in "Adi Parva - Das Buch der Ursprünge" und da findet man in "Sambhava Parva - Abstammung der Kurus" dann das erwähnte Kapitel 104)

.....


>> Nach diesen Worten wurde Pradweshi wütend, und sie befahl ihren Söhnen: „Werft ihn in die Wasser der Ganga!“ Der hinterhältige Gautama und die anderen Brüder, diese Sklaven von Habgier und Torheit, erklärten sich bereit: „Ja, warum sollen wir diesen blinden und alten Mann versorgen?“ Sie banden ihn an ein Floß und übergaben ihn der Gnade des Stroms. Dann kehrten sie ohne Reue nach Hause zurück. So trieb der Brahmane auf seinem Floß über den Strom durch die Länder verschiedenster Könige. Eines Tages kam der tugendhafte König Vali an die Ganga, um seine Waschungen durchzuführen. Dabei entdeckte er den Rishi auf seinem Floß, wie er auf ihn zutrieb. Als er nahe genug war, ergriff der König den alten Mann. Als er erfuhr, wen er gerade gerettet hatte, bat der wahrheitsliebende und tugendhafte König den Rishi, für ihn Nachkommen zu zeugen. Vali sprach: „Oh du Ruhmreicher, ich bitte dich, mit meiner Gattin einige Söhne zu zeugen, welche tugendhaft und weise sein sollen.“ Der energetische Rishi stimmte zu, und König Vali sandte seine Frau Sudeshna zu ihm. Doch die Königin wußte, daß der Rishi alt und blind war, und ging nicht hin. Statt dessen schickte sie ihre Amme. Mit dieser Shudra Frau bekam der Rishi, welcher seine Leidenschaften unter völliger Kontrolle hatte, elf Söhne, von denen Kakshivan der Älteste war. Eines Tages sah König Vali diese elf Söhne, wie sie die Veden studierten, wie ihr Vater große Macht hatten und Brahma sprachen, und er fragte den Rishi: „Sind das meine Kinder?“ Der Rishi erwiderte: „Nein. Das sind meine. Kakshivan und die anderen zeugte ich mit einer Shudra Frau. Die unglückselige Königin Sudeshna sah mich Blinden und Alten und beleidigte mich, da sie nicht selbst kam, sondern ihre Amme schickte.“ Da besänftigte der König diesen Besten der Rishis und sandte ihm noch einmal seine Königin Sudeshna. Der Rishi berührte sie kaum und sprach dann zu ihr: „Du sollst fünf Söhne haben namens Anga, Banga, Kalinga, Pundra und Sumbha, welche alle dem Surya an Pracht gleichen werden. Und nach ihren Namen sollen viele Länder der Erde benannt werden.“ So kam es, daß die Namen ihrer Königreiche auch Anga, Banga, Kalinga, Pundra und Sumbha wurden.<<



(**)

(Râmâyaṇa , Adikâṇḍa  Sarga 48.)



Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Das Râmâyaṇa gibt es jedenfalls in deutscher Sprache; siehe www.pushpak.de, wo es auch einen Hinweis bzgl desselben in Buchform gibt:

Genauer die zitierte Textstelle: http://www.ramayana.pushpak.de/b1n048.html

Buch 1: Bala-Kanda, Buch der Kindheit, Canto 48 - Indra und Ahalya

>>

"Oh Rama, hör mir zu, was ich dir über dieses Wäldchen erzähle, wer hier lebte und was passierte, als in wütendem Zorn der hohe Heilige die Einsiedelei verfluchte. Dies war, du Bester, die damals sehr liebliche Heimstatt von Gautama, der dem Himmel glich und von den Göttern, die über dem Himmel leben, höchst verehrt ward. Hier absolvierte der Asket mit Ahalya an seiner Seite glühende Buße. Tausende Jahre flohen vorüber. Eines Tages, zufällig war der Asket davongegangen, kam der städtezerstörende Indra vorbei und erblickte die Schönheit der Dame. Er nahm die Gestalt des Asketen an und warb um die sinnliche Ahalya: 'Süß Liebreizende du, kein fader Aufschub sei zu ertragen, laß uns den Moment ergreifen, wie er sich bietet.' Sie erkannte wohl Lord Indra mit den tausend Augen in des Gatten Verkleidung, doch von der unheiligen Flamme der Wollust berührt, gab sie dem Begehren des Gottes nach.

Danach wisperte sie: 'Nun, Herr der Götter, fliehe schnell und rette dich und mich vor Gautama.' Vor Zweifel zitternd und außer sich vor Angst verließ Indra die Hütte und traf auf seiner wilden Flucht den heimkehrenden Asketen im Wäldchen, dessen Zorn die Götter und Dämonen meiden, denn er hatte sich durch seine inbrünstige Askese große Kraft erworben. Der Beste der Eremiten kam erfrischt vom klaren Wasser des Flusses, prächtig wie eine brennende Flamme, und hatte Holz für die geheiligten Feuerriten und Gras für einen Sitz dabei. Der Herr der Götter war untröstlich, wie er dem mächtigen Heiligen so nahe kam. Und als der heilige Einsiedler den Tausendäugigen in Eremitengestalt erblickte, wußte er um alles, was geschehen war, und sein Zorn ergoß sich über den Sünder, als er sprach: 'Weil du meine Gestalt angenommen und törichtes Unrecht gewirkt hast, bist du verurteilt: Mein Fluch soll dich fortan in ein trauriges und geschlechtsloses Wesen verwandeln.' Dieser Satz war keine leere Drohung. Er ließ des Indras Seele erzittern und ihn die Fassung verlieren. Seine mächtige, gottgleiche Gestalt verschwand, und jeder Nerv ward kalt und empfindungslos.

Dann richtete sich der Zorn des Asketen gegen seine Frau, und er verwünschte auch sie, die schuldige Dame: 'Für zahllose Jahre, du untreue Gemahlin, sollst du dich schwersten Gelübden zuwenden. Asche sei dein Bett und Luft deine Nahrung. Hier sollst du in Einsamkeit leben. Dieser leere Hain soll dein Heim sein. Und nicht ein Auge soll dich erblicken, bis Rama, des Dasarathas Kind, diesen dann wilden und furchtbaren Wald aufsuchen wird. Sein Kommen wird deine Schande wegwaschen und dich Sünderin reinigen. Von dir ehrerbietig empfangen, wird dein Gast deine allzu schwache und irrende Brust reinwaschen, und du wirst glückselig an meine Seite zurückkehren, wieder deine rechte Gestalt tragend.'

So sprach er zu seiner schuldbeladenen Gattin und verschwand in der Ferne, um in des Himalaya stolzen Höhen lange Jahre in strengster Askese zu verweilen." <<


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Diese Textstelle kann anhand der Lehren von Swami Brahmananda Saraswati, die Mr. Mahesh weiter zu geben sich - bisweilen bis eher öfters leider nicht korrekt zitierend - über 50 Jahre hinweg beschäftigt war, im Sinne von Yoga genauer verstanden werden.


Zunächst mal ist die Annahme, daß Götterinzwis derartige Sex-Verbrechen - wie eines hier sich beschrieben findet - begehen täten, absurd. Das wären ja dann gar keine Götterinzwis; es wären nur irgendwelche sexgierverhaftete mächtige Unwesen.

Also wie ist diese Textstelle zu verstehen?

Ok, man praktiziert korrekte Meditation - gehen wir von jener "TM"  aus - und man erreicht das Transzendentale Bewußtsein, den Zustand des "Vierten", den Zustand des Turiya - wie es in den Shivasutren bzw in der Mandukya-Upanishade genannt wird - momentanen Samadhi, so beginnt ab da eine Verfeinerung der Sinne, da ja Sinnestätigkeit alleine schon aufgrund des Sinnes der Berührung - da man ja sitzend (... man meditiert nunmal bequem sitzend...) irgendetwas zu berühren ga rnicht umhinkommen kann - und allmählich (evtl nach einigen Jahren regelmäßiger Meditationspraxis) gelangt man in derselben  Meditationsitzung dann in jenem Zustand an, das die Sinne auch das reine Bewußtsein erreicht haben. Allmählich wird dann jene sehr konkrete Erfahrung auch noch verstanden als daß man in den Objekten, im Gegenüberinzwi  tief innen eben auch das reine Bewußtsein wahrnimmt  und daß - um es mit Worten Shankaras zuerst mal zusagen - "Jenes im Vergleich mit dem Selbst auch Das ist" (so mal vermutlich im "Kleinod der Unterscheidung" gelesen) oder anders ausgedrückt im Stille der "TM-Lehre" "in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins" wahrnimmt. Ok das sog. "Einheitsbewußtsein" wurde dann erreicht und nebbei wurde man zu einem Siddha, einem "körperlosen Wesen" und nimmt jene geistige Tätigkeit des Samyama und die "Siddhi-Vorgänge" natürlicherweise wahr. Allerdings werden diese "Siddhis" eher als Hindernis auf dem Weg zu "Kaivalya" - so heißt es in den Patañjali-Yogasutren - empfunden und jenes Unbehagen im Zusammenhang mit den Siddhis wird nunmal dann auch erfahren.

Ok, aber im "Einheitsbewußtsein" wird nur das worauf die Aufmerksamkeit primär fällt "in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins" wahrgenommen. Im Laufe der Zeit wird dann aber alles, auch das worauf die Aufmerksamkeit minimalst fällt, also einfach alles "in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins" wahrgenommen und "Brahman-Bewußtsein" wurde verwirklicht. Das Bewußtsein kann sich nun nicht mehr weiter entwickeln.

Aber man meditiert eben - alleine schon aus Gewohnheit mittlerweile - weiter in "tapas", eine gewisses Zurückziehen der Sinne findet statt und kann noch stattfinden; außerdem wäre man ja gerne ein unsterbliches Wesen mit einem - wenn's denn nicht anders geht sehr subtilen Körper - Da man nicht mehr umhinkommt die yogischen Ideale zu leben und ein Körper, der subtil wäre, daß man selbst das kleinste Lebwesen - geschweige den eine Ameise - nicht mehr versehentlich geschweige den absichtlich töten könnte, besteht da eine gewisse "Zielvorstellung", die das weitere "meditieren" unvermeidlich macht.

Ok dieses "Tapas" führt dann irgendwenn zur Erfahrung der "Ganzheit der Sinne" und allmählich  entwickelt sich das weiter und es wird in Begriffen der Ganzheit der Sinne im Lichte der Ganzheit der Sinne wahrgenommen; jene "Ganzheit der Sinne" nennt man "Indra".

So wie man vor Einheitsbewußtsein in einer gewissen Unwissenheit noch verhaftet war, so blieb trotz Erreichen des sog. "Einheitsbewußtsein" jenes "lesh avidya" übrig.

Analog besteht nun - und da ist man bei obiger mythologisch-artiger Erzählung des Ramayana - jene Situation, daß man den eigenen angestrebten (so subtil als nunmal not-wendig für alle Lebewesen) Körper noch gar nicht verwirklichen, erlangen hat können fort und es kann insofern mit so einer Verwechslung von Gott Indra und einem selber kommen.

Folgerichtig machte der, in obiger Ramyana-Episode, beschriebene Rishi/Yogi mit "strenger Askese", mit Tapas fort um dann mal "glücklich" das Leben in wirklich völliger Freiheit und so wie es -idealerweise nunmal - zu sein hat erreicht hat und "stolzes" Lebewesen mit einem subtilen Körper geworden ist, dessen Unsterblichkeit jedoch not-wendig ist.

Mr. Mahesh wies in jenem Zusammenhang auf 3 Yogis hin, die jenen Weg mal erfolgreich gegangen waren: Brighu war einer davon; die andere beiden hießen so ähnlich wie "Vjatsch" und "Vjakaran".

Kurzum in dieser Passage des Ramayana geht es schon um das Meditationsthema, die wahrheitsgemäßen Erklärungen im Zusammenhang mit dem "Beschreiten des/eines Yoga-Weges".

Man sollte sowas nicht mißverstehen und schon gar nicht mal gleich wieder mit "Na siehste diese Machos" los-mobben.

Nunja, wenn es denn in "Nâya" um "Vernunft" ,"Logik", "Gesetze der Vernunft, Logik" gehen solle, sind Fehlschlüsse, Mißverstehen, mangelnde Bereitschaft zu wahrheitsgemäßem Verstehen und Begreifen-Wollen fehl am Platze.

Insofern  sei das hier wenigstens "Zitatweise" als eine "Möglichkeit der Wahrheit bzgl jener Anekdote" erwähnt, aufdaß man jenbezüglich wenigstens zu einer vernünftigen Strategie zu gelangen würde können.

Man kann auch bei "Rishi Vasishta" etwas dazu lesen im Zusammenhang mit "Cinacara (Vasishta und Buddha)" und auch den Hinweisen zum Ramyana bzw zum sowie im Yoga-Vasishta.




- v -


Das Adyâtma Râmâyana verlegt - dieselbe Angelegenheit wiederholend - die Einsiedelei von Gautama (*) an die Ufer des Ganges; und unser großartiger Poet Kâlidâsa folgt der râmâyanischen Legende und beschreibt Gautama (#) als Dirghatapas, einen Weisen der langezeit Buße, Kasteiung übte und sich dem Thema Leiden umfassendst, ehrlich, aufrichtig und geduldig stellte.

Das Vâyupurâna beschreibt einen Weisen Akṣapâda (##) als Sohn eines Brâhmanen mit Namen Sarmâ, der eine Inkarnation Śivas war (... gilt ...) und wohlbekannt ist für seine Nüchternheit, strenge Einfachheit, Enthaltsamkeit am Schrein von Prabhâsa während der Zeit von Jâtûkarṇya Vyâsa. Dieser Akṣapâda der zusammen mit Kanâda erwähnt wird, ist offenbar keine andere Person als wie jener Gotama oder auch Gautama der die Nyâya-Philosophie  grundgelegt hat.

Bezüglich des Ursprungs des Namens Akṣapâda ("Augen an die Füßen haben"), mit dem Gautama bezeichnet wird, verhält es sich gemäß der Legende wie folgt: Gautama war so tief versunken in philosophische Gedanken, daß er -im Rahmen seiner Spaziergänge  und Wege - eines Tages unachtsamerweise in einen Brunnen fiel aus dem Er nur mit größeren Schwierigkeiten geretten werden konnte. Gott gab ihm daraufhin, aus Gnade, ein zweites paar Augen in seinen Füßen um den Weisen vor weiteren Mißgeschicken zu bewahren. Eine andere Legende (§) besagt Folgendes: Vyâsa, - ein Schüler von Gautama  - verneigt sich tiefst vor seinem Meister, bis es Akṣapâda beliebte ihn anzusehen und das allerdings nicht mit seinen natürlichen Augen, sondern mit dem neuen Paar Augen in seinen Füßen; vielleicht  -so ist es die Erfindung einer späteren Generation von Logikerinzwis, die ängstlich darauf bedacht waren, Vyâsa für dessen (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: ... scheinbare ...)  - Verleumdung des Nyâya-System in seinem Mahâbhârata und Vedântra Sûtra, zu erniedrigen -,  schickte er ihn mit spärlichem, knappem Zeremoniell fort.

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(*)


(Adyâtama Râmâyaṛca, ādikāṇḍa, adhyâya 6)


Adyâtama Râmâyaṛca findet man in Englischer Sprache zB via:

https://www.amazon.com/Adhyatma-Ramayana-Spiritual-Version-Rama/dp/8171200044

bzw

https://www.amazon.com/Adhyatma-Ramayana-Sanskrit-English-Translation/dp/8171209262

In einer Übersetzung ins Englische; als Autor wird   Swami Tapasyananda genannt:

ISBN-10: 8171209262, ISBN-13: 978-8171209262, Advaita Press/Calcutta/India; erste Auflage am 1. Januar 2006, 376 Seiten

Das Zitat befindet sich in

"aus: Adhyatama Ramyana
"The Spiritual Version Of The Rama Saga"
aus einer Ausgabe von Swami Tapasyananda"

im Kapitel 5 "Redemption of Ahalya", auf den Seiten 24 -31 im Abschnitt "Bala Kandam":


Interessant ist auch Ahalyas "Hmyne" (43 - 65) im 5, was aber hier zu weit führe.

Im Kapitel 6 wird dann noch vom Aufbrechen - von Gautama's Einsiedelei und Ahalya's Rehabilitierung - nach Mithila berichtet:


 




(#)




                                                                                         Raghuvaṃśa, Sarga 11

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche: Man findet das Raghuvaṃśa, verfaßt von Kalidasa, mit einer wortgetreuen Übersetzung ins Englische unter: https://archive.org/details/RaghuvamsaOfKalidasa/page/n3/mode/2up

Eine weitere - noch mehr bzw überhaupt einer Übersetzung ins Englische entsprechende - Übersetzung ins Englische erreicht man per: https://archive.org/details/raghuvamsakalidasapadmaranganath_202003_198_Y/page/n1/mode/2up


Kapitel 11 beginnt auf Seite 57; siehe: https://archive.org/details/raghuvamsakalidasapadmaranganath_202003_198_Y/page/n59/mode/2up

Weitere Ausgaben findet man per: https://archive.org/search.php?query=Raghuvamsa


Gautama wird auf Seite 64 unten erwähnt.


Noch ein Hinweis betreffs des Schriftstellers Kālidāsa:

Otto Nikolaus von Böhtlingk' Ausgabe von Kālidāsa's „Ring-Çakuntala“ erschien 1842 in Bonn.

Friedrich Bollensen gab Kalidasa's "Urvasi" 1846 in deutscher Sprache heraus.



(##)



   Vâyapurâṇa, Adhyâya 23

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Kapitel 23 findet man zB bei: https://archive.org/details/vayupuranawithenglishtranslationvolume1_202003_422_Z/page/n139/mode/2up im Band 1 einer Übersetzung jener Purana ins Englische.

Siehe auch: https://archive.org/details/38vayupurana.vol.2_202003_369_L/page/n9/mode/2up

genauer: Kapitel 23 per https://archive.org/details/VayuPuranaG.V.TagarePart2/page/n205/mode/2up

Mit dem Suchbegriff "Gautama" in der internen Suche (dh innerhalb des Textes) findet man 10 Textstellen.

In Kapitel 27 wird die Einsiedelei von Gautama erwähnt und daß unweit jemand die Stadt "Jayanta" erbaut habe.

>>

2.27. Der Stamm von Nimi

Nun hört und versteht auch den Stamm von Nimi (ein weiterer Sohn von Ikshvaku), dem jüngeren Bruder von Vikukshi. Er gründete die berühmte Stadt Jayanta in der Nähe der Einsiedelei von Gautama, die den Städten der Götter glich. Ihm wurde im Stamm des Ikshvaku der höchst strahlende und intelligente Sohn Nemi geboren. Er war höchst tugendhaft und wurde von allen lebenden Wesen verehrt.

<<

findet man via "https://www.pushpak.de/vayu/va_b2k27.html"

 


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche: Das Vâyapurâṇa in deutscher Sprache kann man bei https://www.pushpak.de/vayu/ finden; in der "Home"-Seite https://www.pushpak.de findet sich ein Hinweis bzgl. des sölbigen in Buchform.

In 1.23 wird ein Gautama einige Male erwähnt:

>>

Wenn der 13. Zyklus erreicht ist, und Dharma-Narayana zum Vyasa wird, werde ich als der Heilige Vali in der heiligen Einsiedelei der Valakhilyas auf dem Berg Gandhamadana geboren. Meine Söhne werden Sudhaman, Kasyapa, Vasishta und Virajas mit dem Reichtum der Askese sein. Voller Yoga-Kraft, unschuldig und jede Leidenschaft besiegt werden sie zweifellos auf dem gleichen Yoga-Weg das große Ziel erreichen. Im 14. Zyklus, wenn Surakshana zum Vyasa wird, werde auch ich am Ende des Yugas in der Familie von Angiras geboren und als vorzüglicher Kenner des Yoga den Namen Gautama tragen. So wird auch der ganze Wald heilig sein und den Namen von Gautama tragen.

<<


>>

2.27. Der Stamm von Nimi

Nun hört und versteht auch den Stamm von Nimi (ein weiterer Sohn von Ikshvaku), dem jüngeren Bruder von Vikukshi. Er gründete die berühmte Stadt Jayanta in der Nähe der Einsiedelei von Gautama, die den Städten der Götter glich. Ihm wurde im Stamm des Ikshvaku der höchst strahlende und intelligente Sohn Nemi geboren. Er war höchst tugendhaft und wurde von allen lebenden Wesen verehrt.

<<

findet man via "https://www.pushpak.de/vayu/va_b2k27.html"

 


In "2.23" kommt kein "Gautama" vor, sodaß vermutlich obige Stelle 2.27 gemeint ist




(§)



Nyâyakoṣa, zweite Auflage, von M.M. Bhimâcârya, Jhālakikar, Bombay

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche: Betreffs "Nyâyakoṣa" siehe auch: https://archive.org/details/nyayakosa; lt. des Vorworts handelt es sich um ein Nyaya-Lexikon, das all "Fach-Begriffe" aus dem Bereich Nyâya, welche Gautama benutzt, alphabetisch auflistet und erläutert. (Siehe Vorwort S13). Außer dem Vorwort auf den Seiten 13  bis S. 16  - von insgesamt 1158 Seiten -, ist allerdings alles in Sanskrit-Sprache und mit den ursprünglichen Sanskrit-Schriftzeichen verfaßt, sodaß es nur für Sanskrit-Könner eine Hilfe sein kann ...



- VI -


Die Leute von Mithilâ (1) das heutige Darbhanga  - Hinweis des Übersetzers ins Deutsche: siehe https://darbhanga.nic.in - im Norden von Behar)                

Örtliche Tradition.                                   schreiben die Abfassung der Nyâya-Philosophie

                                                                jenem Gautama zu, welcher der Ehemann von Ahalyâ

         war und nennen als seinen Geburtsort ein Dorf                   

namens Gautamasthâna wo alljährlich am 9'ten Tag des Mond-Monats Chaitra (März-April) ein Fest begangen wird. Es liegt 28 Meilen nord-östlich von Darbhanga und hat einen verschlammten Hügel beträchtlicher Höhe (von dem angenommen wird, daß es die Einsiedelei von Gautama gewesen sei) und an dessen Basis der verehrte "Gautama-kuṇda"-  oder auch "Gautama's Brunnen" genannt -  liegt, dessen Wasser wie Milch im Geschmack ist und einem kleinen, andauernd fließenden Bächlein als Quelle dient; dieses heißt in diesem Zusammenhang Kṣirodadhi oder auch Khiroi (wörtlich heißt das "Das Milch-Meer"). Zwei Meilen außerhalb des Dorfgebiets liegt ein weiteres Dorf namens Ahalyâstâna wo zwischen 2 Bäumen eine kleine Steinplatte liegt, die als der Ort gilt, wo Ahalyâ verwünscht, verstoßen ( Anm. des Übersetzers ins Deutsche: oder auch zu Unrecht bezichtigt) worden sei. In der Nähe liegt ein Tempel, welcher dem Gedenken der Rehabilitierung von Ahyalyâ durch Râma Chandra gewidmet ist. Der Gautama-kuṇda und der Fluß "Kṣirodadhi" , die in Gautana-sthâna immer noch existent sind, bestätigen, die obige Zuordnung bzgl. Gotama aus dem Rigveda; die Steinplatte und der Râma-Tempel in Ahalyâ-stâna erhärten die Geschichte über Ayalyâ wie sie im Ramâyâṇa enthalten ist. Es gibt noch eine andere Tradition, welche in der Stadt Chapra vorherrscht; danach habe Gautama - der Ehemann von Ahalyâ und Verfasser der Nyâya-Philosophie - in einem Dorf gelebt, das heutzutage Godná heißt und am Zusammenfluß der Flüsse Ganges und Sarayû liegt; an jenem Ort, wo zum Gedenken an den großen Weisen eine Sanskrit-Akademie mit der Bezeichnung  "Gautama Thomson Pâthasâlâ errichtet wurde.

   Mir scheint es so zu sein, daß Goatama, der Sohn  von Rahûgaṇa, wie im Rigveda erwähnt,  der Urahne jener Gautama-Familie ist, aus             

Identifizierung des                                                   welcher Gautama der Ehemann von Ahalayâ

Begründers der                                                      stammt so wie es im Ramâyâṇa erzählt wird.

Nyâya-Philosophie                                               Es verdient erwähnt zu werden, daß

   der Sohn von Gautama und Ahalyâ namens           

Satânanda (*) ein Priester in der königlichen Familie von Janaka war und das ganz analog wie Goutama, der Sohn von Rahûgaṇa ein Priester in der königlichen Familie von Kurusṛñjay war.


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(1) Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Bzgl. "Mithilâ" siehe: http://www.ramayana.pushpak.de/b1n049.html

>>

Canto 49 - Die Befreiung der Ahalya

Seinem Lehrer folgend eilte Rama mit Lakshmana in das Wäldchen. Die Gelübde der Ahalya hatten ein wunderliches Licht auf den Ort der Buße gelegt. Er erblickte die glorreiche Dame, welche sonst den Blicken der Menschen, Götter und Dämonen verborgen war. Sie erschien wie ein günstiges Omen, welches das Mitgefühl von Brahma durch die Lüfte schweben ließ, und durch seine magische Kraft geschaffen leuchtete es für einen Moment auf, um gleich wieder zu verschwinden; ganz wie eine Flamme eben noch hoch auflodert, um gleich darauf zurück im Rauch zu versinken und zu sterben. Oder wie der Vollmond, der eben noch durch die winterlichen Nebel scheint und gleich darauf nicht mehr zu sehen ist. Oder wie Sonnenflecken auf einem Fluß, die viel zu grell sind, um anzudauern. So ward die strahlende Dame die ganze Zeit von der Wahrnehmung der Götter und Sterblichen ausgeschlossen, bis, und dies war Gautamas hoher Beschluß, Prinz Rama käme, um sie zu befreien.

Mit großer Freude, der Dame zu begegnen, berührten die Söhne des Raghu ehrend ihre Füße. Und sie, sich an Gautamas Schwur erinnernd, empfing die beiden mit sanfter Grazie. Sie offerierte Wasser für die Füße und all die Gaben für Gäste, die jeder Fremde ersehnt. Rama ward sich der Höflichkeitsregeln bewußt und akzeptierte ganz angemessen die Fürsorge der Dame. Da regnete es ausgiebig Blumen vom Himmel, und die Musik der Himmlischen erklang. Die Nymphen und Musiker tanzten und sangen dazu, und alle Götter priesen im glücklichen Chor die große Dame und riefen: 'Jubel! Durch leidenschaftliche Askese nicht mehr beschmutzt, und wieder mit dem Gatten versöhnt!' Gautama, der heilige Einsiedler, wußte sofort Bescheid, daß Rama im Schatten des Wäldchens weilte, denn nichts entging seinem göttergleichen Blick. So eilte er zugegen, um seine Reverenz zu erweisen. Er nahm Ahalya, die von Sünde und Torheit Gereinigte, wieder an seine Seite und ließ seine neu-gefundene Gemahlin an den Verdiensten seiner Enthaltsamkeit teilhaben.

Danach setzte Rama, der Stolz der Raghus, seinen Weg nach Mithila fort, nachdem ihn Gautama von Angesicht zu Angesicht willkommen geheißen und ihm damit höchste Ehre zuteil hatte werden lassen.

 

<<


( * )

(Ramâyâṇa, âdikâṇḍa, Sarga 50)

(Uttara Râma charitam)


Hinweise des Übersetzers ins Deutsche:

a) Die Stelle "(Ramâyâṇa, âdikâṇḍa, Sarga 50)" kann man in deutscher Sprache etwa via http://www.ramayana.pushpak.de/b1n050.html finden:


>>

Da erfuhr Janak, der Beste der Könige, von der Ankunft des Vishvamitra. Mit Satananda als seinem Führer und Priester, dem er am meisten vertraute und der ohne jegliche Tücke und Beschmutzung war, und anderen Priestern in seinem Gefolge nahte sich der König mit vielen Geschenken, um seine Gäste zu begrüßen und ihnen alle Ehren zuteil werden zu lassen.

<<


b) Den Text "Uttara Râma charitam" kann man in englischer Sprache seit 1895 finden; heutzutage zB finden bei:

https://archive.org/details/uttararamachari00patvgoog :

https://archive.org/details/uttararamachari00patvgoog


Den Scan eines alten Exemplars kann man sehen mittels des Links: https://archive.org/details/UttaraRamaCharitamBhavabhuti330GhaAlm2Shlf4DevanagariNataka/page/n31/mode/2up

zB.:


Den Scan einer Seite eines Exemplars von 1903 in Sanskrit-Sprache kann man finden mittels des Links: https://archive.org/stream/UttaraRamaCharita/uttara_rama_charitam#page/n1/mode/2up

https://archive.org/stream/UttaraRamaCharita/uttara_rama_charitam#page/n1/mode/2up



Wie man sehen kann, wird also etwas für den Erhalt dieser Schriften und des darin enthaltenen Wissens getan.




( vii )


Die Felder mit wogenden Reispflanzen, welche die Augen moderner Reisender in der Gegend von und um Gautam-stâna herum begrüßen, sind Zeugen für Agni's Geschenk,  bestehend aus Reis und Haustieren im Überfluß, an Gautama's Familie. Die Nyâya-Philosophie war - gemäß der Autorität der Überlieferung, die in Mithilâ vorherrschte, grundgelegt, verfaßt worden von Gautama, dem Ehemann von Ahalyâ. Derselbe Gautama wurde im Vâyu-Purâna (1) als Akṣapâda bestimmt, angesprochen. Akṣapâda wurde von Anantayajvan (*) als identisch mit dem Autor von sowohl der Pitṛmedha Sûtra als auch dem Gautama Dharma befunden; darüberhinaus erscheint es möglich, daß es niemand Anderer ist als der Gautama auf den im Kauśika sûtra des Atharva Veda Bezug genommen wird. Die anderen Gautamas, welche in den Brâhmanas, Upaniṣads usw erwähnt werden, scheinen Verwandte ihres berühmten Namensvettern gewesen zu sein.


Das Râmâyana, benennt - wie wir feststellten - als Ort der Einsiedelei des Gautama, welcher                                                   der Ehemann von Ahalâya war, nach dem Gautama-sthâna            Sein Wohnort                           das 28 Meilen nordöstlich von Darbhângâ liegt; das Adhyâtma

                                                                          Râmâyana hingegen verlegt jenen Ort an die Ufer des Ganges

an die Stelle des Zusammenflusses mit  dem Sarayû unweit der Stadt Châprâ. Das Vâyupurâṇa wiederum legt sich auf den Wohnort von Akṣapâda fest, nimmt an, daß er jener Gautama gewesen sei und erklärt Prabhâsa (#)  jenseits von Girnar in Kathiawar  an der Meeresküste als dessen Wohnort. Um diese differierenden, widersprüchlichen Aussagen auf einen Nenner zu bringen, wurde vorgeschlagen, daß Akṣapâda der auch als Gotama oder auch Gautama bekannt geworden sei, der Begründer, Verfasser der Nyâya-Philosophie gewesen sei/war; es wird angenommen, daß in Gautama-sthâna in Mithilâ am Fluß Kirodadhi geboren worden sei/wurde, daß er einige Jahre über in dem Dorf, welches heutzutage Godnâ heißt und am Zusammenfluß des Ganges mit dem Sarayû liegt, gelebt  habe/hatte bis er sich nach Prabhâsa, den weithin bekannten heiligen Pilgerort in Kathiawar an der Meeresküste zurückgezogen habe/hatte.


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( * ) Gautama's Pitṛmedha-sûtra und das Gautama-dharma-sûtragehören wahrscheinlich zu den Gṛhya Sûtras des Sâmaveda  (Cf. Burnell, Seite 57; der Kommentator Anantayajvan identifiziert den Autor davon mit Akṣapâda dem Autor der Nyâya-sûtra; bzgl der Aussage betreffs des "dharma-sûtra" wird an Weber's Geschichte der Literatur Indiens, Seite 85 verwiesen)



( # ) Prabhâsa das an seiner Westseite vom Fluß Sarasavati berührt wird, wird im Srimad Bhâgavat bedeutsamerweise folgenderweise als die Wohnstätte von Kṣṇa genannt:




                                                                                                        Bhâgavata, Skandha II, adhyaya 6



Bhâgavata, Skandha II, adhyaya 30


Prabhâsa lag jenseits des Felsen von Girnar in Kthiawar wo man an allen Verordnungen,Erlässen von Aśoka vorbei kommt und auch der Inschrift von Rudradâma, welche als die älteste Sanskrit-Inschrift gilt und auf 100 Jahre A.D. - insofern nach Kṣṇa - datiert wird und welche sowohl Chandra Gupta als auch Aśoka mit Namen erwähnt. Es gibt auch einige Inschriften mit Gupta-Schriftzeichen, sodaß kein Zweifel daran besteht, daß das Prabhâsa, welches am Fluß Saraswati liegt, bereits in sehr frühen Zeiten große Bedeutung erlangt hatte.

       Dieses Prabhâsa darf nicht mit einer anderen Stadt namens Prabhâsa, welche in Kausûmbi unweit von Allahabad am Jumna liegt und in welcher es Inschriften von/bzgl. Akṣadasena - einem Nachfahren von Sonakâyana und Adhicchatra - aus dem 2'ten Jahrhundert vor Christus gibt, durcheinandergebracht werden. (Siehe Dr. Further's Pabhosa Inschriften in Epigraphia Indica, Band II, Seiten 242-243).


Ausführlichere Hinweise vom Übersetzer ins Deutsche:

(1) Ein Gautama wird im Vayu-Purana an mehren Stellen erwähnt:

Gautama wird in der Ausgabe als PDF-Datei auf Seite 72 erwähnt; diese Stelle gehört zum Kapitel >> 1.23. Die Inkarnationen von Mahadeva <<, das auf Seite 66 der PDF-Datei beginnt.

>>  Wenn der 13. Zyklus erreicht ist, und Dharma-Narayana zum Vyasa wird, werde ich als der Heilige Vali in der heiligen Einsiedelei der Valakhilyas auf dem Berg Gandhamadana geboren. Meine Söhne werden Sudhaman, Kasyapa, Vasishta und Virajas mit dem Reichtum der Askese sein. Voller Yoga-Kraft, unschuldig und jede Leidenschaft besiegt werden sie zweifellos auf dem gleichen Yoga-Weg das große Ziel erreichen. Im 14. Zyklus, wenn Surakshana zum Vyasa wird, werde auch ich am Ende des Yugas in der Familie von Angiras geboren und als vorzüglicher Kenner des Yoga den Namen Gautama tragen. So wird auch der ganze Wald heilig sein und den Namen von Gautama tragen. Im Kali-Zeitalter werden meine Söhne Atri, Ugratapas, Sravana und Sravistaka geboren. Als große Yogis, die der Meditation gewidmet sind, gehen sie den gleichen Weg und werden zu Bewohnern der Region von Rudra. Im natürlichen Lauf des 15. Zyklus wird im Dwapara-Yuga Aruni zum Vyasa, und ich werde ein höchst kraftvoller Brahmane namens Vedashira sein. Sogar die Berge wird man Vedashira nennen, denn ich werde mich im Himavat auf einen vorzüglichen Gipfel zurückziehen, wo der Fluß Sarasvati entspringen wird. Dort werden auch meine Söhne geboren, Kuni, Kunibahu, Kusarira und Kunetraka. Sie werden ihre Seelen im Brahman verschmelzen, und mit besiegter Leidenschaft gehen sie auf gleichem Weg zum Rudraloka. <<

Weiter geht's dann:

>>Oh Brahma, im 24. Zyklus wird Riksha der Vyasa sein. Zum Ende des Kali-Yugas werde ich als großer Yogi mit Namen Shulin im Naimisha Wald geboren und von den Yogis verehrt. Dort werden auch meine asketischen Söhne geboren, nämlich Shalihotra, Agniveshya, Yuvanashva und Sharadvasu. Diese Heiligen mit guten religiösen Gelübden werden mit Yoga-Kraft das Reich von Rudra erreichen. Wenn dann im Laufe der Zeit der 25. Zyklus beginnt und Shakti, der Sohn von Vasishta, zum Vyasa wird, werde ich als Lord Mundishvara mit dem Stab der Asketen in der Stadt Kotivarsa geboren und von den Göttern verehrt. Dort werden auch meine Söhne geboren, die mit edlen Yoga-Seelen die Keuschheit bewahren. Es sind Chagala, Kumbhakarsashya, Kumbha und Prabahuka. Nachdem sie den Yoga des großen Lord Rudra erreicht haben, gehen sie auch den gleichen Pfad. Im 26. Yuga-Zyklus wird Parasara zum Vyasa, und ich werde am Ende des Kali-Yugas als Sahishnu im heiligen Rudra-Wald geboren. Dort werden auch meine Söhne mit großem Mitgefühl geboren, nämlich Uluka, Vaidyuta, Sarvaka und Ashvalayana. Auch sie werden den Yoga vom großen Gott Rudra erhalten und den gleichen Weg zum Rudraloka gehen. Wenn der 27. Zyklus erreicht ist, wird Jatukarnya zum Vyasa, und ich werde als der vorzügliche Brahmane Somasharman im heiligen Zentrum von Prabhasa geboren. Ich werde ein hochbeseelter Yogi sein und in allen Welten berühmt. Dort werden auch die Heiligen Aksapada, Kanada, Uluka und Vatsa als meine Söhne geboren, hochbeseelte Yogis, frei von Sünde und rein im Geist, die den Yoga vom großen Herrn erlangen und ins Reich von Rudra eingehen werden.

Und wenn im Laufe der Zeit der 28. Yuga-Zyklus erreicht wird, dann wird der ruhmreiche Vishnu, der große Vater der Welten, zum Dwaipayana Vyasa. Dann wird auch Krishna, der Beste unter den Menschen und Führer der Yadus, aus einem Sechstel von Vishnu als Vasudeva geboren. Dann werde ich als Seele des Yoga durch die Illusion der Yogakraft den Körper eines religiösen Schülers annehmen und die Welten überraschen. Ich werde einen aufgegebenen Körper (eines Kindes) auf dem Leichenplatz erblicken und mit meiner Yoga-Kraft der Illusion (Yoga-Maya) zum Wohle der Brahmanen in diesen Körper eingehen. Zusammen mit Vishnu werde ich dort wie in einer heiligen Höhle des Meru verweilen und unter dem Namen Nakulin berühmt sein. Oh Brahma, es wird ein Zentrum der heiligen Siddhas namens Kayarohana geben, das voller Ruhm erstrahlen wird, solange die Erde besteht. Dort werden auch meine Söhne geboren, die Asketen Kusika, Gargya, Mitraka und Rushta. Es werden edle Seelen sein, Brahmanen voll Yoga-Kraft und Meister der Veden. Frei von Unreinheit und Leidenschaft werden sie den Yoga von Rudra erreichen, in den Rudraloka eingehen und nie wieder zurückkehren müssen. <<




Dann wird "Aksapada" auf Seite 74 der PDf-Datei von www.pushpak.de im Kapitel: " 1.23. Die Inkarnationen von Mahadeva" erwähnt und zwar im ersten Abschnitt:

>> Im 26. Yuga-Zyklus wird Parasara zum Vyasa, und ich werde am Ende des Kali-Yugas als Sahishnu im heiligen Rudra-Wald geboren. Dort werden auch meine Söhne mit großem Mitgefühl geboren, nämlich Uluka, Vaidyuta, Sarvaka und Ashvalayana. Auch sie werden den Yoga vom großen Gott Rudra erhalten und den gleichen Weg zum Rudraloka gehen. Wenn der 27. Zyklus erreicht ist, wird Jatukarnya zum Vyasa, und ich werde als der vorzügliche Brahmane Somasharman im heiligen Zentrum von Prabhasa geboren. Ich werde ein hochbeseelter Yogi sein und in allen Welten berühmt. Dort werden auch die Heiligen Aksapada, Kanada, Uluka und Vatsa als meine Söhne geboren, hochbeseelte Yogis, frei von Sünde und rein im Geist, die den Yoga vom großen Herrn erlangen und ins Reich von Rudra eingehen werden. <<

"Aksapada" war an früherer Stelle dieses Vorworts zu den Nâya-Sutren bereits erwähnt worden

"Prabhasa"  wird dann in der etwas später folgenden Fußnote (#) erwähnt.


Insgesamt, das Ganze zusammenhängend gelesen, wird hier Aksapada als der Sohn dessen bezeichnet, der auf Seite 72 als Gautama und Sohn von Angiras bezeichnet wird.



Auf Seite 175 findet man dann: 

>>Im Monat Isha und Urja (im Herbst, heute Ashvin und Kartika) wohnen in der Sonne die Götter Parjanya und Pushan; die Heiligen Bharadvaja und Gautama, die berühmten Nagas Airavata und Dhananjaya, die Gandharvas Viswavasu und Surabhi, die Apsaras Visvachi und Ghritachi, die Yakshas Senajit und Sushena und die Rakshasas Apa und Vata. <<



Dann wieder auf Seite 218 ganz unten (im letzten Kapitel des Buches 1)

>> Langali erklärte sechs Samhitas seinen Schülern Bhaluki, Kamahani, Jaimini, Lomagayina, Kanda und Kolaha. König Hiranyanabha, der Beste der Männer, verfaßte 24 Samhitas für seine Schüler Rada, Mahavirya, Panchama, Vahana, Talaka, Pandaka, Kalika, Rajika, Gautama, Ajabasta, Somaraja, Pristhaghna, Parikrista, Ulukhalaka, <<

König Hiranyanabha kommt wieder in mindestens einer Upanishade vor und wird hier als "Lehrer" von Gautama erwähnt.



Auf Seite 241 findet man unterhalb einer Tabelle bzgl "Brahma" im Kapitel

" Anushanga Pada - Die Anhaftung

2.4. Der Stamm der Heiligen und von Daksha" 

>> Hört nun über den Stamm von Angiras, dem weisen Sohn von Agni. In diesem Stamm wurden die Bharadvajas zusammen mit den Gautamas geboren. Die höchst bedeutenden Götterwesen, die zum Stamm von Angiras gehören, sind die mächtigen Tvishimants (Söhne von Samvarta?). Angiras hatte drei Frauen, nämlich Surupa, die Tochter von Marichi, Svarat, die Tochter von Kardama, und Pathya, die Tochter von Manu. Ich werde nun ihre Nachkommen aufzählen, die den Stamm von Angiras bewahrten. Sie alle wurden durch die große Entsagung dieser reinen Seele geboren. <<; nunja das paßt genau zu dem was auf den Seiten 72 bis 74 gesagt wird; dort wurde Gautama auch als Sohn von Agiras bezeichnet und Aksapada als Sohn von jenem Gautama, dh Enkel von Angiras.

Dazu wird dann in der ersten Zeile der Seite 242 die Mutter jenes Gautama erwähnt:

>> Surupa gebar Vrihaspati (den Lehrer der Götter), Svarat gebar Gautama, und Pathya gebar Avandhya, Vamadeva, Utathya, Ashija und auch Dishnu. Samvarta war der geistige Sohn von Angiras. <<


im Kapitel "1.61. Der Weg der Veden und der Rishis in der Welt"

Weiter auf Seite 242 ganz oben in der ersten Zeile imselben Kapitel

Weiter  auf Siete 335 im Kapitel "2.27. Der Stamm von Nimi" in der 3.Zeile:


 >> 2.27. Der Stamm von Nimi"

Nun hört und versteht auch den Stamm von Nimi (ein weiterer Sohn von Ikshvaku), dem jüngeren Bruder von Vikukshi. Er gründete die berühmte Stadt Jayanta in der Nähe der Einsiedelei von Gautama, die den Städten der Götter glich. Ihm wurde im Stamm des Ikshvaku der höchst strahlende und intelligente Sohn Nemi geboren. Er war höchst tugendhaft und wurde von allen lebenden Wesen verehrt. Er kam im Laufe eines Opfers zur Welt und wurde von den Heiligen erschaffen. Er hieß auch Vaideha (Sohn eines Körperlosen), weil sein Vater durch einen Fluch von Vasishta während des Opfers körperlos wurde. Ein weiterer Name war Mithi, weil er im Laufe von drei Parvans (heiligen Tagen) als Sohn des ruhmreichen Königs durch das Reiben von Feuerhölzern (Aranis) geboren wurde. Als Mithi wurde er berühmt, doch weil er auf diese wundervolle Weise gezeugt wurde, heißt er auch Janaka („Zeugung“, eine ausführliche Geschichte steht z.B. im Vishnu Purana 4.5.). Mithi war ein sehr mächtiger König, und seine Hauptstadt wurde als Mithila bekannt, wo er als König Janaka regierte. Der Sohn von Janaka war Udavasu, und ihm folgten in der Stammeslinie Nandivardhana, Suketu, Devarata, Vrihaduccha, Mahavirya, Sudhriti, Dhristaketu, Haryasva, Maru, Pratitvaka, Kritiratha, Devamidha, Vibudha, Dhriti, Kirtiraja, Maharoma, Svarnaroma, Hrasvaroma und Siradhvaja. Während Siradhvaja (der auch Janak genannt wurde) die Erde pflügte, kam die höchst ruhmreiche Sita zur Welt, die zur treuen Ehefrau von Rama wurde. Sie war ihrem Ehemann hingegeben und eine tugendhafte Ehefrau <<

Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Folgende Stelle mit einer Aussage betreffs Rishi Vasishta und einem (angeblichen) "Fluch"

bedarf etwas Eräuterung, um  Mißvrständnisse zu vermeiden und am Besten gleich gar nicht aufkommen zu lassen.

>> Ihm wurde im Stamm des Ikshvaku der höchst strahlende und intelligente Sohn Nemi geboren. Er war höchst tugendhaft und wurde von allen lebenden Wesen verehrt. Er kam im Laufe eines Opfers zur Welt und wurde von den Heiligen erschaffen. Er hieß auch Vaideha (Sohn eines Körperlosen), weil sein Vater durch einen Fluch von Vasishta während des Opfers körperlos wurde. <<.

Genauer noch:

>>Er hieß auch Vaideha (Sohn eines Körperlosen), weil sein Vater durch einen Fluch von Vasishta während des Opfers körperlos wurde. <<


In den Patañjali-Yogasûtren wird auf die "Siddhas" hingewiesen. Es sind "körperlose" Wesen und zu einem Siddha wird man nach erlangen des sog. "Einheitsbewußtseins", also nachdem a) die, der Wirklichkeit entsprechende - und nicht sich eingeredete bzw nur hypothtische  Annahme - Erfahrung sich eingestellt hat, daß man der/das Gegenüber worauf die Aufmerksamkeit sich richtet  im Vergleich mit dem Selbst auch das Selbst ist, das man aus der eigenen Meditation kennt. Mr. Mahesh drückte es so aus: "Der/Das Gegenüber, worauif die Aufmerksamkeit primär fällt wird im Lichte reinen Bewußtseins in Begriffen des Selbst wahrgenommen". Dabei ist es so, daß diese Erfahrung irgendwann bei regelmäßiger TM-Ausübung und Abwechslung mit Tätigkeit, sich einstelle - was nicht heißt, daß jemand es unbedingt in diesem Leben erreichen wird, da halt auch andere Faktoren, ua mit welchem Alter man überhaupt anfängt, hereinspielen -  und dann sie aber noch nicht verstanden wird.

b) (....Nachdem erst allmählich, wenn man es vom jemandem - wie Rishi Vasishta, Shankara usw dereinst im obigen Fall offenbar - hört, erklärt bekommt,...) die Erfahrung verstanden werden konnte, verstanden wurde und jener Zweifel, was daß denn da sei, was da "bewußtsein-betreffs" gelebt werde, verschwunden ist. Nun ist es jedoch so, daß damit verbunden auch gewisse falsche Vorstellungen verschwinden. Es ist doch offensichtlich, daß zB die Vorstellung verschwindet, daß man selber doch grundsätzlich was Anderes sei als das/der Gegenüber. Diese Realität, die zu leben man dann eben auch nicht mehr umhinkommt, beinhaltet eben, daß sich das Benehmen verbessert, weil - wie folgt  würde es wohl Shri Yukteswar, der Meister/Guru von Paramahnas-Yogananda, gesagt haben -  "man dem Anderen nichts an zu tun vermag, das man nicht auch selber angetan bekommen würde wollen". Das wird allerdings natürlich, spontan - dh ohne erst sich eine Lebensregel oder auch ein christliches Prinzip/Gebot vorsagen zu müssen - gelebt. Insofern kann man sich an gewissen Aktivitäten dann nicht mehr beteiligen und sie auch nicht mehr gut-heißen geschweige denn unterstützen.

Aber das ist eben mit allem echten Wissen so; weiß man erst mal, daß dies-oder-das "schädliche Nebenwirkungen" haben kann, wird man es eben sein lassen wollen bzw sein lassen.

So wurde der Vater von Vaideha nicht von Rishi "Vasishta" verflucht oä. Vaideha hatte genau großes Glück gehabt, so einen Vater zu haben. Nur, im Vergleich mit Gleichaltrigen, deren Väter jenen Zustand von Erleuchtetheit nicht erlangt hatten, schien es Vaideha verständlicherweise so, als ob sein Vater "verflucht wäre", weil er Ihm von diesem&jenem abgeraten habe, wegen diesem&jenem getadelt habe, dies&das nicht erlaubt bekommen habe, sein Vater dies&das zu tun sich einfach weigerte, usw usf.

Man kann eben in jenem sog. Einheitsbewußtsein, das mit einem Siddha-Werden, dh mit Siddhaschaft erlangen" verbunden ist, bestimmte Dinge nicht tun. Eine Pflanze auszureißen käme einem so vor als würde man sich selber umbringen, einen Baum umzusägen käme einem so vor, als sägte man sich das eigene Bein ab, usw. So ist es eben mit dem Leben der yogischen Ideale und jene zu leben kommt man dann nicht mehr umhin, weil man weiß, daß der/das Gegenüber nicht wesenfremd ist und man ihm einfach nichts antun kann, was man nicht möchte, daß es einem selber wiederführe/widerfährt.

So mag das Leben des Vaters aus der Sicht des noch unwissenden Sohnes/eine rnoch unwissenden Tochte, usw als "ärmlich" erscheinen und es scheint als wäre er von seinem Meister/Guru "verflucht" worden.

Das ist das Problem, welchem irgendwelche Eltern sich gegenübersehen, wenn das Kind zB einfach "TM" anfängt oder auch als Minderjähriger etwa gar "zwangsinitiiert" wurde und sich dann "Veränderungen" in Richtung eines solchen Lebens der "yogischen Lebensregeln" mehr und mehr einstellt.

Diese oder jene Freunde, die immer nur Oberflächlichkeiten veranstalten, werden nicht mehr aufgesucht; was einem früher Freude bereitet, fängt man teils an zu unterlassen und Freunde verlassen einen deshalb, weil man nicht mehr "unbekümmert alles mitmacht" und es einfach nicht mehr kann.

Ernährungs-, Kleidungsgewohnheiten udgl ändern sich, usw.

In einer Gesellschaft, welche von Habgier, Arroganz, Besserwisserei, Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Geschöpfen wie den Tieren, Pflanzen, Insekten, Gewässern, Bergen, der Sonne, den Asteroiden, den Planten, der Natur usw gekennzeichnet wird, wird so jemand zum "Außenseiter" und allzuleicht heißt es dann "das ist ein Außenseiter" und schlimm wird es, wenn Psychiaterinzwis über solche Menschen herzufallen versuchen bzw dürfen bzw es einafch machen, weil sie jenen das "Glück" am Fleischessen, Pillensex, Rücksichtsloser Geldmacherei usw "wieder" beizubringen sich berufen erdreisten.

Ein Leben im Zustand dieses sog. Einheitsbewußtseins, wenn also realisiert wurde "ich bind das, Du bist das" und man zum Siddha, zu einem "körperlosen Wesen wurde", jene geistigen Vorgänge über welche die Patañjali in den Yogasûtren berichtet und die eigenen alltäglichen Erfahrung detalierter und detailierter der detaillierten Abhandlung von Patañjali zuordenbar werden, ist dem Leben im Zustand ohne dieser wahrheitsgemäßen Erkenntnis jedenfalls vorzuziehen; es ist nie&nimmer ein Fluch.

Allerdings geht es in so ausführlichen Werken wie dem Râmayâna bzw dem Mahabharata auch um "Mißverstehen", "Mißverständnisse", "Täuschung" und die Folgen von Unwissenheit, Täuschung & co.

Darüberhinaus geht es im Mahabharata und insbesondere in der Bhagavad Gita um auch um die Option "Defensive Verteidigung" und ihre Beziehung zum, Bereich des Yoga.



,



Dann wieder auf Seite 390 (bzw in "2.37. Die Stämme der Könige;
Die Geschichte von Vali und Dirghatamas")


"Die Geschichte von Vali und Dirghatamas"

>> 

Und sobald der Bulle ihn beschnüffelt hatte, verschwand seine weltliche Dunkelheit, und er begann, alles zu sehen. Er bekam sein Augenlicht zurück, seine Jugend und ein langes Leben. So wurde Dirghatamas durch den Bullen verwandelt, verlor seine Dunkelheit und wurde zum Heiligen Gautama.

Sein Sohn Kakshivan ging mit seinem jüngeren Bruder Chakshus und seinem Vater nach Giripraja, wo die Brüder ähnlich große Askese übten und alle Leidenschaften zügelten, wie einst ihr Vater. Und nach langer Zeit wurden sie durch die Entsagung gereinigt, schüttelten alle Unvollkommenheit ab und erreichten als Heilige gemeinsam die Brahmanenschaft. Daraufhin sprach sein Vater Gotama:

Oh ihr Weisen, nun bin ich wirklich mit Nachkommenschaft gesegnet. Mit ruhmreichen und guten Söhnen wie euch habe ich das große Ziel des Lebens erreicht und bin höchst zufrieden und glücklich.

Dann vertiefte er sich im Yoga, legte alle weltlichen Bindungen ab und verschmolz im Brahman. Und sein ältester Sohn Kakshivan, der die Brahmanenschaft erreicht hatte, zeugte noch tausend Söhne, die als Gautamas und Söhne von Kakshivan berühmt wurden und den väterlichen Stamm belebten.

Damit habe ich die mystische Verbindung zwischen Dirghatamas und Vali, dem Sohn von Virochana, erklärt und ihre Nachkommen aufgezählt. Nachdem Vali seine fünf Söhne zu Königen gekrönt hatte, war auch er zufrieden und trat durch seine Yoga-Kraft wieder in die große Yoga-Seele ein. So verbringt er seine Zeit und wandert unsichtbar für alle Lebewesen durch die Welt. (Eine ähnliche Geschichte von Dirghatamas ist im Mahabharata 1.104. überliefert.) <<

Hier wird ein Gautama nun als dieselbe Person wie Dirghatama beschrieben, dh jener Gautama wäre Dirghatama. Außerdem habe es danach noch mindestens 1000 "Gautamas" gegeben. Außerdem wird Dirghatama im Zusammenhang mit seinem Sohn als "Gotama" bezeichnet.

Einen weiterführenden Hinweis findet man auch auf dieser Seite 390, nämlich : "(Eine ähnliche Geschichte von Dirghatamas ist im Mahabharata 1.104. überliefert.)"; es befindet sich das im Buch 1, Abschnitt "Adi Parva" und da im Unterschnitt "Sambhava Parva" als Kapitel 104", also

"Mahabharata - Buch 1

Erstausgabe: August 2009 / Überarbeitung: September 2018

Adi Parva - Das Buch der Ursprünge"

....

"Sambhava Parva - Abstammung der Kurus" ,


kurz gesagt: Kapitel 104 im Buch 1 des Mahabharata in der Ausgabe von www.pushpak.de ,

http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k104.html


>> Kapitel 104 - Die Geschichten von Jamadagni und Dirghatama

Als dies der ruhmreiche Vrihaspati bemerkte, empörte er sich sehr, machte Utathyas Sohn Vorwürfe und verfluchte ihn: „Weil du auf diese Weise zu mir gesprochen hast, in einem Moment des Vergnügens, welches alle Wesen suchen, soll dich andauernde Dunkelheit überkommen.“ Wegen dieses Fluchs des ruhmreichen Vrihaspatis, kam Utathyas Kind, welches dem Vrihaspati an Energie glich, blind auf die Welt und wurde Dirghatama genannt (in dauernde Dunkelheit gehüllt). So war der weise Dirghatama für die Welt blind, aber besaß das Licht der Veden. Und aufgrund seiner Tugend und Gelehrsamkeit erhielt er eine junge und hübsche Brahmanin namens Pradweshi zur Frau. Er heiratete sie und bekam mit ihr viele Kinder, von denen Gautama der Älteste war. Doch alle seine Kinder waren mit Begierde und Torheit geschlagen. Dagegen besaß der tugendhafte und ruhmreiche Dirghatama die vollständige Meisterschaft über die Veden. Er lernte schon bald von Surabhis Sohn die freizügigen Praktiken von dessen Rasse (der Kühe), und übte sie mit reiner Verehrung und ohne Furcht aus. (Denn Scham ist das Produkt von Sünde und kann niemals leben, wo die Absicht rein ist.) Doch diese besten Munis, die in derselben Einsiedelei lebten, beobachteten mit Empörung, wie er die Grenzen des Anstandes übertrat, und sahen Sünde, wo keine war. Sie sprachen: „Dieser Mann übertritt die Schranken des Anstandes. Er verdient nicht länger einen Platz unter uns. Wir sollten uns dieses sündhaften Lumpens entledigen.“ Und sie sagten noch viele andere Dinge über den Muni Dirghatama. Auch seine Ehefrau und seine Söhne fühlten sich von ihm beleidigt. Da fragte der Ehemann seine Gattin Pradweshi: „Warum bist du mit mir unzufrieden?“ Seine Frau antwortete: „Der Ehemann wird Varta genannt, weil er die Frau unterhält. Er wird auch Pati genannt, weil er sie beschützt. Doch du bist keines von beiden für mich. Oh du mit dem großen asketischen Verdienst, weil du von Geburt an blind bist, mußte ich die ganze Zeit dich und deine Kinder unterhalten. Doch das werde ich in Zukunft nicht mehr tun!“ Nach ihren Worten wurde der Rishi ärgerlich und sprach zu Frau und Kindern: „Führe mich zu den Kshatriyas und du wirst reich sein.“ Doch seine Gattin erwiderte: „Ich wünsche keinen Reichtum, der dir gegeben wird, denn der kann mich niemals glücklich machen. Oh bester Brahmane, lebe, wie es dir beliebt. Aber ich werde dich nicht länger versorgen.“ Nach diesen Worten seiner Frau sprach Dirghatama: „Aufgrund deines Verhaltens möge vom heutigen Tag an die Regel gelten, daß jede Frau ihr ganzes Leben bei einem Ehemann bleiben soll. Ob der Ehemann nun tot oder lebendig sei, es soll nicht rechtens für eine Frau sein, sich mit einem anderen zu verbinden. Und jene, die eine solche Vereinigung haben mag, soll als gefallen gelten. Einer Frau ohne Ehemann soll Sünde anhaften. Und auch wenn sie reich ist, soll sie sich an ihrem Wohlstand nicht wirklich erfreuen können. Verleumdung und üble Rede sollen ihr überall hin folgen.“ Nach diesen Worten wurde Pradweshi wütend, und sie befahl ihren Söhnen: „Werft ihn in die Wasser der Ganga!“ Der hinterhältige Gautama und die anderen Brüder, diese Sklaven von Habgier und Torheit, erklärten sich bereit: „Ja, warum sollen wir diesen blinden und alten Mann versorgen?“ Sie banden ihn an ein Floß und übergaben ihn der Gnade des Stroms. Dann kehrten sie ohne Reue nach Hause zurück. So trieb der Brahmane auf seinem Floß über den Strom durch die Länder verschiedenster Könige. Eines Tages kam der tugendhafte König Vali an die Ganga, um seine Waschungen durchzuführen. Dabei entdeckte er den Rishi auf seinem Floß, wie er auf ihn zutrieb. Als er nahe genug war, ergriff der König den alten Mann. Als er erfuhr, wen er gerade gerettet hatte, bat der wahrheitsliebende und tugendhafte König den Rishi, für ihn Nachkommen zu zeugen. Vali sprach: „Oh du Ruhmreicher, ich bitte dich, mit meiner Gattin einige Söhne zu zeugen, welche tugendhaft und weise sein sollen.“ Der energetische Rishi stimmte zu, und König Vali sandte seine Frau Sudeshna zu ihm. Doch die Königin wußte, daß der Rishi alt und blind war, und ging nicht hin. Statt dessen schickte sie ihre Amme. Mit dieser Shudra Frau bekam der Rishi, welcher seine Leidenschaften unter völliger Kontrolle hatte, elf Söhne, von denen Kakshivan der Älteste war. Eines Tages sah König Vali diese elf Söhne, wie sie die Veden studierten, wie ihr Vater große Macht hatten und Brahma sprachen, und er fragte den Rishi: „Sind das meine Kinder?“ Der Rishi erwiderte: „Nein. Das sind meine. Kakshivan und die anderen zeugte ich mit einer Shudra Frau. Die unglückselige Königin Sudeshna sah mich Blinden und Alten und beleidigte mich, da sie nicht selbst kam, sondern ihre Amme schickte.“ Da besänftigte der König diesen Besten der Rishis und sandte ihm noch einmal seine Königin Sudeshna. Der Rishi berührte sie kaum und sprach dann zu ihr: „Du sollst fünf Söhne haben namens Anga, Banga, Kalinga, Pundra und Sumbha, welche alle dem Surya an Pracht gleichen werden. Und nach ihren Namen sollen viele Länder der Erde benannt werden.“ So kam es, daß die Namen ihrer Königreiche auch Anga, Banga, Kalinga, Pundra und Sumbha wurden.

So wurde das Geschlecht des Vali von einem großen Rishi einst am Leben erhalten. Ja, viele tugendhafte und mächtige Bogenkünstler und große Wagenkämpfer aus der Kshatriya Kaste stammten von Brahmanen ab. Du hast dies alles gehört, oh Mutter, handle nun, wie es in dieser Sache nötig ist.<<


Eine Beziehung zu König Vali findet man dann wiederum auch im Vayu-Purana erwähnt:

es folgt nämlich auf Seite 395 der PDF-Ausgabe in "Der Stamm von Anga, dem Sohn von Vali", als zweites Unterkapitel im Kapitel "2.37. Die Stämme der Könige

"2.37. Die Stämme der Könige
Die Geschichte von Vali und Dirghatamas 
- Seite 387 in der PDF-Ausgabe
Der Stamm von Anga, dem Sohn von Vali"
- Seite 391 in der PDF-Ausgabe

In "Der Stamm von Puru"                                - auf Seite 395 der PDF-Ausgabe


>> Der älteste Sohn von Mudgala war durch Meditation in das Brahman vertieft. Der Sohn seines Bruders Indrasena war Badhyashva. Und wir hörten, daß ihm Menaka Zwillinge schenkte, nämlich den heiligen König Divodasa und die berühmte Ahalya. Der Heilige Saradwat (Gautama) zeugte mit Ahalya den Sohn Satananda, und dessen Sohn war der ruhmreiche Satyadhriti, ein Meister in der Wissenschaft des Bogenschießens. Als Satyadhriti eine himmlische Apsara vor sich erblickte, entlud sich sein fruchtbarer Samen in einen Busch von Shara-Gras, und dort wurde ein Zwillingspärchen geboren. König Shantanu, der zufällig auf der Jagd vorbeikam, nahm sie aus Mitgefühl („Kripa“) auf, und so wurde der Junge Kripa und das Mädchen Kripi genannt. Kripi war auch als Gautami berühmt. Und damit habe ich den Stamm von Gautama, der auch Saradwat und Ritathyas genannt wird, erklärt.

Nun hört auch über die Nachkommen von Divodasa. Der Sohn von Divodasa war König Mitrayu, der sich durch Meditation in das Brahman vertiefte. Sein Sohn war Maitreya, der sich mit der Familie von Bhrigu verband, so daß seine Nachkommen auch Bhargavas genannt wurden und Kshatriyas mit Brahmanen-Qualitäten waren. Sein Nachkomme war der weise König Chyavana, der durch seine Weisheit ein unbesiegbarer Wagenkrieger im Kampf wurde. Ihm folgten in der Stammeslinie Sudasa, Sahadeva und Somaka. Als der Stamm am Aussterben war, wurde Ajamidha als Somaka wiedergeboren. Der Sohn von Somaka war Jantu, der geopfert wurde, damit dem hochbeseelten Vater Ajamidha in seiner Geburt als Somaka hundert Söhne geboren werden konnten (siehe Mahabharata 3.127.). Der Jüngste von ihnen war Prishata, der zum Vater von Drupada wurde. Der Sohn von Drupada war Dhrishtadyumna, und dessen Sohn war Dhristaketu.

<<

Die Text- Stelle >> Der älteste Sohn von Mudgala war durch Meditation in das Brahman vertieft. Der Sohn seines Bruders Indrasena war Badhyashva. Und wir hörten, daß ihm Menaka Zwillinge schenkte, nämlich den heiligen König Divodasa und die berühmte Ahalya. Der Heilige Saradwat (Gautama) zeugte mit Ahalya den Sohn Satananda.<< gehört zum Ende der Seite - VI - und wurde dort bereits erwähnt; auch wird die Abstammung von Ahalya erwähnt.)

Interessant in obigem Zitat aus "Der Stamm von Puru" ist va auch der Satz: 

>> Und damit habe ich den Stamm von Gautama, der auch Saradwat und Ritathyas genannt wird, erklärt. <<

Schließlich geht es dem Verfasser des Vorworts zu der mir vorliegenden Ausgabe der Nyâya-Sutren um die Erklärung des Stammes der Gautamas bzw um die Auffindung jenes "Gautama", der als Verfasser der Nyâya-Sutren gilt. Immerhin ist per obiger Angabe, daß der Stamm der Gautamas damit geklärt sei, auch ein Zeit-Bereich angegeben in welchem jener spezielle Gautama gelebt habe. Auch wird die Abstammung von Ahalya erläutert, was eine weitere Eingrenzung mit sich bringt.


Das erwähnte Zitate aus dem Mahabharata:

Mahabharata 3.127

>> Kapitel 127 – Somaka und sein vorerst einziger Sohn  <<

siehe: http://www.mahabharata.pushpak.de/buch3/mahabharata_b03k127.html


 


>>

Kapitel 127 – Somaka und sein vorerst einziger Sohn

 

Yudhishthira sprach:
Oh bester Redner, wie stark und wie mächtig war König Somaka? Ich möchte alles über seine Taten erfahren.

Lomasa erzählte:
Oh Yudhishthira, Somaka war ein tugendhafter König. Er hatte einhundert Ehefrauen, die alle gut zu ihm paßten. Aber trotz aller Bemühungen hatte er für lange Zeit keinen Erfolg, auch nur einen Sohn mit ihnen zu bekommen. Doch dann, als er schon alt war, geschah es plötzlich, daß eine seiner Gattinnen einen Sohn gebar. Sein Name war Jantu. Hocherfreut saßen von da an alle Mütter um den Jungen herum und erfüllten ihm jeden nur möglichen Wunsch. Eines Tages geschah es dann, daß der Knabe von einer Ameise in die Hüfte gezwickt wurde und der Junge laut zu jammern begann. Alle Frauen des Königs waren sogleich so besorgt und aufgeregt, daß sie alle mit ihm weinten und klagten, bis sich ein Riesentumult erhob. Die Schmerzensschreie erreichten sogar die Ohren des Monarchen, als er inmitten seiner Minister saß, mit dem Familienpriester an seiner Seite. So sandte der König nach dem Grund für das Geschrei und erfuhr bald darauf von einem hohen Diener, was eigentlich geschehen war. Da sprang Somaka auf, hastete in die Frauengemächer und beruhigte seinen Sohn. Dies war schnell geschehen, und der König kehrte zu seinen Ministern und Priestern zurück.

Dort sprach Somaka:
Oh welche Schande, wenn man nur einen einzigen Sohn hat. Ich wäre besser dran ohne Sohn. Wenn ich bedenke, wie alle geborenen Wesen ständig anfällig für Krankheiten sind, ist es ein Wagnis, nur einen Sohn zu haben. Ich habe diese Hundertschaft an Frauen geprüft, für geeignet empfunden und geheiratet, weil ich viele Söhne von ihnen haben wollte. Alles habe ich versucht und keine Mühen gescheut, doch nur einen Sohn konnten sie mir gebären. Gibt es einen größeren Kummer? Oh ihr Vorzüglichsten der zweifachgeborenen Kaste, ich bin nun alt geworden und meine Frauen auch. Und dieser einzelne Sohn ist wie der Atem für uns. Gibt es denn keine Zeremonie, mit der ich hundert Söhne bekommen könnte? Oh sagt es mir, sei es auch pompös oder schlicht, leicht oder schwierig durchzuführen.

Der Familienpriester antwortete ihm:
Ja, es gibt ein Ritual, durch das man hundert Söhne bekommen kann. Wenn du bereit bist, werde ich es dir erklären.

Somaka sprach:
Möge diese Zeremonie eine gute oder auch ungute Tat verlangen, erachte sie als bereits ausgeführt. Möge dein gesegnetes Selbst sie mir erläutern.

Da sprach der Priester:
So laß mich ein Ritual in die Wege leiten, in dem du deinen Sohn Jantu opfern mußt. Das wird dir schon bald eine Hundertschaft an schönen Söhnen bescheren. Wenn Jantus Fett sich als Opfer für die Götter ins Feuer ergießt, und deine Ehefrauen den Geruch des Rauchs in sich aufsaugen, werden sie viele tapfere und starke Söhne zur Welt bringen. Und Jantu wird noch einmal geboren werden, nur diesmal mit einem goldenen Zeichen auf dem Rücken.
<<






Auf Seite 442 der PDF-Ausgabe in der 5'ten Zeile von oben war im Kapitel "2.41. Die Neuschöpfung des Welten-Eies" (siehe: https://www.pushpak.de/vayu/va_b2k41.html) ganz oben zu finden:

Damit es n der HTML-Ausgabe leichter  zu finden ist hier noch der Beginn des betreffenden Absatzes am Ende von Seite 441:

>>  

Dieser heilige Text des altehrwürdigen Puranas, der Sünde vernichtet, Ehre gewährt und heilig und verdienstvoll ist, wurde ursprünglich von Brahma an den Windgott<<



Seite 442 beginnt dann mit:

>> Vayu übergegeben. Von ihm gelangte er zu Shukra, und von ihm zu Vrihaspati. Vrihaspati erzählte diesen Text dem Sonnengott Savitar, und vom Sonnengott wurde er in langer Kette immer weiter erzählt, über Mrityu, Indra, Vasishta, Sarasvata, Tridhaman, Sharadvan, Trivishta, Antariksha, Varshin, Trayyaruna, Dhananjaya, Kritanjaya, Trinanjaya, Bharadvaja, Gautama, Niryantara, Vajashravas, Somashusma, Trinabindu, Daksha bis zu Shakti. Und von Shakti lernte ihn Parasara, obwohl er noch im Mutterleib war. Oh ihr vorzüglichen Brahmanen, Jatukarna lernte ihn von Parasara, von Jatukarna kam er zu Krishna Dwaipayana Vyasa, und von Vyasa empfing ich diesen Text. Und so habe ich diese Worte, die ursprünglich von Brahma, dem ersten Lehrer, gesprochen und in einer langen Kette weitererzählt wurden, auch meinem Sohn Amitabuddhi („mit großer Vernunft“) übergeben

<<



Weiter in auf Seite 450 in Kapitel "2.44. Die Geschichte des Dämons Gaya" (https://www.pushpak.de/vayu/va_b2k44.html)

>> So sprach der Dämon Gaya während des Sweta-Kalpas und legte sich südwestlich vom Berg Kolahala auf die Erde. Sein Kopf zeigte nach Norden und seine Füße nach Süden. Dann sammelte Brahma alle Dinge des Opfers und erschuf auf geistige Weise die Opferpriester. Es waren: Agnisharman, Amrita, Saunaka, Yanjali, Mridu, Kumuthi, Vedakaundilya, Harita, Kasyapa, Kripa, Garga, Kausika, Vasishta, Bhargava, Vriddha, Parashara, Kanva, Mandavya, Shrutikevala, Shyeta, Sutala, Damana, Suhotra, Kanka, Laukakshi, Jaigishavya, Dadhipanchamukha, Rishabha, Karka, Katyayana, Gobhila, Supalaka, Gautama, Vedashirovrata, Jatamalin, Avyagra, Chatuhasa, Atreya, Angiras, Aupamanyu, Gokarna, Guhavasa, Sikhandin und Umavrata. Nachdem er diese und andere führenden Brahmanen erschaffen hatte, führte Brahma, der Schöpfergott und Große Vater der Welten ein Opfer auf dem Körper von Gaya durch. Agnisharma erschuf, ohne seine Askese zu unterbrechen, fünf Feuer aus seinem Mund, nämlich Dakshinagni, Garhapatya, Ahavaniya, Satya und Avasathya. Oh himmlischer Heiliger, darauf gründeten sich die Opfer. Und um das Opfer beständig zu machen, wollte er am Ende den Brahmanen das Dakshina (Opfergeschenk) geben. Nachdem er also das Feueropfer abgeschlossen und das Reinigungsbad genommen hatte, ließ Brahma den Opferpfahl von den Göttern holen und aufstellen. Dieser vorzügliche Opferpfahl wurde im Brahmasaras, dem Besten aller Seen, aufgerichtet. Doch da zitterte der Dämon plötzlich, und Brahma sprach zu Yama, dem König des Dharma:

In deinem Haus gibt es eine große Steinplatte. Bring sie schnell her und lege sie auf den Kopf des Dämons. <<


Wieder in "2.50. Die Verdienste von Gay" auf Seite 474 oben der PDF-Ausgabe:

>>

Darauf antwortete Gaya:

Mögen jene Brahmanen, die einst von Brahma (im Opfer von Gaya, siehe Kapitel 2.44) verflucht wurden, wieder geheiligt werden. Laß sie in den Opfern geehrt sein. Zur Ausführung des großen Ahnenopfers in Gaya gab es vierzehn Brahmanen-Stämme, und Brahma persönlich erfüllte alle ihre Wünsche. Es waren Gautama, Kasyapa, Kautsa, Kausika, Kanva, Bharadvaja, Usanas, Vatsya, Parasara, Haritkumara, Mandavya, Lokakshi, Vasishta und Atreya. Möge dieser Ort, dessen Namen auch ich trage, als die Stadt von Brahma berühmt sein.

<<


Weitere Textstellen mit dem Begriff "Gautama" sind im Vayu-Purana per der Suchmöglichkeit in der Version als PDF-Datei nicht zu finden gewesen.





( viii )


Das Satapatha Brâhmaṇa erwähnt Gautama zusammen mit Âsurâyaṇa und das

                                                 Vâyupurâṇa (wie bereits zitiert wurde) besagt, daß

Seine Lebenszeit um            Akṣapâda, alias Gotama oder auch Gautama während der Zeit

550 v. Chr. herum                 von Jâtûkarṇya Vyâsa auf der Höhe seines Ruhms gewesen sei.  

                                                 Nun ist es so, daß gemäß des Madhukâṇda und Yajñavalkya

Kâṇda des Satapatha Brâhmana (*) (in der Kânva-Fassung) jener Jâtûkarṇya ein Schüler von

Âsurâyaṇa und Yâksa, welche um 550 v. Chr. lebten, gewesen sei/war. Dieses Datum entspricht ziemlich genau einem weiteren Gautama der, zusammen mit Araṇemi, im Divyâvadâna (#) - einer in Sanskrit abgefaßten buddhistischen Schrift, welche im zweiten Jahrhundert nach dem Herrn  (wer?) ins Chinesische übersetzt wurde - erwähnt wird und enstprechend dieser Schrift die Veden der Nachwelt überliefert habe, bevor sie Vyâsa in Klassen, Kategorien eingeteilt habe. Dies stellt keinen Widerspruch zu der Auffassung dfar, wonach Akṣapâda identisch ist mit jenem Gautama, welcher der Verfasser der Gautama Dharma-Sûtra, welche als "die älteste existierende Schrift über das 'heilige Gesetz', das 'grundlegende Gesetz' (##) " gilt. Akṣapâda-Gautama war nahezu ein Zeitgenosse von Buddha-Gautama - der den Buddhismus begründete -  und Indrabhûti Gautama -welcher ein

Schüler, Anhänger von Mahâvira war, welcher als Begründer des Jainismus anerkannt wird/gilt.

        Die vierfache Teilung der Mittel des Wissens (Pramâṇa) in Wahrnehmung/Wahrnehmen, Schlußfolgerungen/Schlußfolgern, Vergleich/Vergleichen und Wort, die man im Prâkṛta-Schriften des Jainismus sowie dem Nandi-Sûtra, Sthânânga-Sûtra (§) und Bhagavati-Sûtra findet - was Indrabhûti-Gautama darstellte,verfaßte - findet seine Parallele in den Nyâya-Sûtren des Akṣapâda-Gautama; dies führt zur Schlußfolgerung, daß diese spezielle Sichtweise entweder von seiten des Indrabhûti von Akṣapâda entlehnt/übernommen  worden war oder aber auch, daß es das gemeinsame geistige Eigentum beider gewesen war.




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( * )  Siehe Weber's Geschichte der Literatur Indiens, Seite 140.




Im Mâdhyandinîya-Fassung  des Śatapatha Brâhmaṇa schlichtet ein Lehrer zwischen Yâska und Jâtâkarṇya und zwar Bhâradvâya, Cf.

 

(Śatapatha Brâhmaṇa, Mâdhyandinîya-Fassung, Khâṇa 14, adhyâya 5.)


(Hinweise des Übersetzers ins Deutsche:

Śatapatha Brâhmaṇa:

-   https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/satapatha-brahmana-english

- auf Englisch: https://www.sacred-texts.com/hin/sbr/sbe12/sbe1233.htm

-  in Umschrift aber noch in Sanskrit: http://gretil.sub.uni-goettingen.de/gretil/1_sanskr/1_veda/2_bra/satapath/sb_01_u.htm

- https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.21584/page/n5/mode/2up

https://archive.org/details/satapathabrahmana00egge (Bücher I und II)

- https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.238722 (Bücher III und IV)

- https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.495277  (Bücher V, VI und VII)

- https://archive.org/details/satapathabrhma04eggeuoft (Bücher VIII, IX und X)

https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.21584/page/n5/mode/2up  (Bücher XI bis XIV)



Zitat aus Weber's Geschichte Indiens:

https://archive.org/details/historyofindianl00webeuoft/page/140/mode/2up

Das obig angegebene Zitat findet sich da in der folgenden Textpassage:

aus: https://archive.org/details/historyofindianl00webeuoft/page/140/mode/2up



(#) Das 33.Kapitel des Divyâvadâna - Mâtanga Sûtra genannt, welches im Chinesischen "Mo-tan-nu-ej" heißt - wurde von An-shi-kao-cie der östlichen Han-Dynastie 148-170 A.D. [ Anm. des Übersetzers ins Deutsche: https://www.duden.de/rechtschreibung/A__D_ ergibt  A.D. = nach dem Herrn,"im Jahre des Herrn, d. h. nach Christi Geburt" ; Wirklich "A.D."  = "n.Chr"? oder welcher "Herr", Kṛṣa, Buddha, Jesus?

https://www.voyagesphotosmanu.com/spatere_han-dynastie_ostliche_han.html besagt dazu: >>Geschichte China :  Die Spätere Han-Dynastie/Östliche Han (25-220 n. Chr.) <<; diese Zeitangabe findet man auch in Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96stliche_Han-Dynastie

>> Östliche Han-Dynastie

Als die Östliche Han-Dynastie wird in der chinesischen Geschichte die zweite Periode der Han-Dynastie bezeichnet, die eine Wiedererrichtung der Dynastie nach der Usurpation von Wang Mang darstellte. Die Östliche Han-Dynastie erhält ihren Namen durch die Lage der Hauptstadt Luoyang, die in Relation zur Hauptstadt der Westlichen Han-Dynastie, Chang'an, weiter östlich gelegen ist. Die Östliche Han-Dynastie beginnt mit dem Jahr 25, als Liu Xiu sich zum Kaiser der Han ausrief und endete mit der Absetzung des letzten Han-Kaisers im Jahr 220. Im Vergleich zur ersten Periode der Han-Dynastie fällt die zweite Periode schwächlich aus.<<.]  übersetzt  (siehe Bunjin Nanjio's Auflistung der Chinesischen Tripitaka). Darin ist zu lesen:

( Divyâvadâna, Kapitel XXXIII).


(Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

 -  https://www.academia.edu/1143837/Divine_Stories_Translations_from_the_Divy%C4%81vad%C4%81na_part_1_excerpt_._Classics_of_Indian_Buddhism_Series_inaugural_volume._Boston_Wisdom_Publications_2008

(in Englischer Übersetzung)


  -  An der Universität von Cambridge gibt es anscheinend etwas dazu: http://cudl.lib.cam.ac.uk/view/MS-ADD-00865/1  

https://www.wisdomlib.org/definition/divyavadana)



(##) Buhler stellt fest: - Diese Argumente, welche es uns gestatten Gautama vor Baudhâyana und Vâśiṣṭha einzuordnen besagen, daß beide diese Autoren Gautama als eine Autorität auf dem Gebiet "Gesetz" zitieren............ Diese Fakten werden, so denke ich, genügen um zu zeigen, daß die Gautama Dharma Sûtra mit großem Maß an Sicherheit als die älteste der exsitierenden Schriften bzgl. des "Heiligen Gesetzes", des "grundlegenden Gesetzes" bezeichnet werden kann. (Buhler's Gautama, Einführung, Seiten XLIX und LIV der S,B,E Serien)


Hinweise des Übersetzers ins Deutsche:

Johann Georg Bühler lebte von 1837 bis 1898 (siehe etwa: https://en.wikisource.org/wiki/Author:Johann_Georg_B%C3%BChler )

Siehe zB:  https://www.sacred-texts.com/hin/sbe02/index.htm

Das englischsprachige Buch findet man zB auch bei: https://archive.org/details/sacredlawsofarya00buhliala

Siehe auch: http://raoinseattle.com/library/16%20Manu/Gautama%20Sutra%20Buhler%201879.pdf

https://archive.org/details/sacredlawsofarya00buhliala

im Vorwort betreffs Vasishta in Bühler's Buch heißt es zB: https://ia800202.us.archive.org/25/items/pt2sacredlawsof14bhuoft/pt2sacredlawsof14bhuoft.pdf





(§)

(Sthânânga-Sûtra, Seite 309, publiziert von Dhanapat Sing)


(Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:   

the riddle of the jainas and ājīvikas in early buddhist literature - Jstor  https://www.jstor.org/stable/23496807 ; Sütra describes how the Venerable Ascetic (samane bhagavam), i.e. ... BhagavatT Sütra, Prakrit Text with English Translation ... Thâna (= Sthânânga Sütra).)


https://archive.org/search.php?query=Sth%C3%A2n%C3%A2nga-S%C3%BBtra ergibt 2 Bücher; allerdings sind beide in Sanskrit und nicht auf Englisch, Deutsch odgl verfaßt


http://irem.univ-reunion.fr/IMG/pdf/ignace36.pdf (in französischer Sprache verfaßt) ergibt, daß es im Sthânânga-Sûtra um Mathematik geht:



Ins Deutsche übersetzt vom Verfasser dieser homepage - auf der Basis von Französisch als Zweiter Fremdsprache in Bayern, dh 5 Jahre à vier Stunden pro Woche:

>> Gemäß der Sthânânga-Sûtras bezieht die Erörterung in der Mathematik auf die 10  Zahlen als Gegenstand der Eröterung: Parikarman (die grundlegenden Operationen); vyavahara (Thema des Umgangs mit Zahlen), rajju ("Seil", was man als Geometrie bezeichnen könnte), râsi (>>tas<<, was man als Volumenbetrachtungen an festen Körpern bezeichnen könnte), kalâsvarṇa (Brüche), yâvat-tâvat ("Soviel wie Vielfaches von", was man als quadratische Gleichungen übersetzen könnte), ghana ("Würfel", "Kubik", betreffs der Gleichungen 3.'ten Grades), varga-varga (bi-quadratische Gleichungen) und vikalpa (Permutatiuonen/Vertauschungen und Kombinationen - Anm. des Übersetzers ins Deutsche: also wohl Permutationen und allgemeinere Funktionen) <<

das geht dann auf der nächsten Seite im obigen Text weiter...




Die zwei ersten Absätze ergeben, vom Verfasser dieser homepage in die deutsche Sprache übersetzt:

>> Es scheint mir so zu sein, daß es betreffs Mathematik nicht viel Kontakt gab zwischen den Jainas und Hindus. Bis zum 15'ten Jahrhundert betrachteten die Jainas √10 als den Wert für Pi (..., was 3,162... ergibt; Pi beginnt im Vergleich dazu mit 3,1415...) und einige Formeln zur Berechnung von Flächeninhalten waren falsch. Man könnte sagen, daß dies von doppeltem Nachteilm war, sowohl für die Arithemtik und das Rechnen mit großen Zahlen als auch für die Geometrie.

  Im Trilokasara eines gewissen Nemichandra, welcher ein Jaina-Kommentator war und wahrscheinlich ca im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung lebte, findet man große Zahlen, die Potenzen von 2 sind. Ein Fachbegriff, nämlich ardhacchéda wird für Exponent benutzt. Es heißt dort, daß man per der Summe der ardhacchéda dasselbe Ergebnis erhält wie per der Bildung des Produkts der Zahlen; desweiteren heißt es dort, daß man per der Differenz der ardhacchéda dasselbe Ergebnis  bekommt, wie wenn man die erste Zahl durch die zweite Zahl dividiert. Hier ein Zahlenbeispiel zur Verdeutlichung:


Auch auf den folgenden Seiten in "http://irem.univ-reunion.fr/IMG/pdf/ignace36.pdf" wäre noch einiges zu übersetzen. Vielleicht später dann mal.

<<






 - IX -


In den Pâli- und Prâkṛta-Schriften wird Gautama als Gotama bezeichnet; die L'âli Sutta erwähnt  eine Sekte mit der Bezeichnung "Gotamakâ", (*) die Anhängerinzwis von Gautama waren, den sie eventuell als identisch betrachteten mit dem Begründer/Verfasser der Nyâya-Philosophie. Die Kanonischen Pâli-Schriften wie das Brahmajâla Sutta ,(#) Udâna usw - welche die Lehren Buddhas darstellen, wiedergeben - erwähnen eine Klasse von Śramaṇas und Brâhmaṇas, die "takki" oder auch "takkika" (Logikerinzwis und "vimamsi" - spitzfindige Sachkennerinzwis -)  und tief versunken in "takka" (Logik) und vimamsâ (Feinheiten, Spitzfindigkeiten, Details) waren, sich mit takka und vimamsâ unvoreingenommen und leidenschaftlich befaßten und wo vielleicht auf die Schülerinzwis von Akṣapâda-Gautama, die als "Gotamakâ" bezeichnet werden, angespielt wird.

Das Kthâvatthuppakaraṇa (##) - ein in Pâli abgefaßtes Werk des Abhidhammapiṭsaka, das  von Moggaliputta bei der dritten Buddhistischen Ratsversammlung während der Regierungszeit von Aśoka um 250 v.Chr. verfaßt wurde - erwähnt "paṭiññâ" (auf Sanskrit "pratijña", Vorschlag, Behauptung, Theorem), "Upanaya" (Anwendung/Gebrauchmachung von Verstand, Vernunft, Begründungen, Vorraussetzungen), "Niggaha" (auf Sanskrit bedeutet "Nigraha" Erniedrigung, Demütigung oder auch Niederlage) usw, welches Fachbegriffe der Nyâya-Philosophie bzw Logik sind.  Obwohl Moggaliputta Tissa keinerlei direkten Bezug zu Logik oder auch Nyâya herstellte, so gibt er uns - durch die Erwähnung einiger derer Gachbegriffe - doch die Gewähr dafür, davon auszugehen, daß in Indien Philosophie in irgendeiner Gestalt zu seiner Zeit - also ungefähr 255 v. Chr. - existierte. Diese Tatsachen führen uns zur Schlußfogerung, daß Gotama, Gautama oder auch Akṣapâda, der Begründer bzw Verfasser der Nyâya-Philosophie um das Jahr 550 v. Chr. herum lebte.


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( * )

Siehe Prof. T.W. Rhys David's Einführung in das Kasspaa-Skihanâda Sutta, Seiten 220-222. Es wird dort festgestellt:

"Die einzige Alternative liegt darin auf irgendein Brâhmaṇa, der zu Gotama Gotra gehörte, Bezug genommen wird als jemand, der eine Gruppe von Bhikṣus um sich hatte, die nach ihn benannt wurden."


( # )

(Brahmajâla Sutta 1-32, herausgegeben von Thys Davids und Mitarbeiterinzwis).

(Udâna, Seite 10, herausgegeben von Paul Steinthal, P.T.S.-Ausgabe)

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Eine Ausgabe des "Brahmajâla Sutta" von 1978 (mit Neuauflage 1992) ist zu finden bei:  https://archive.org/details/brahmajalasuttabrahmajalaallembracingnetofviewsbrahmajalasuttabhikkhubodhi_202003_287_i

und auch als PDF-Datei:

https://ia802907.us.archive.org/31/items/brahmajalasuttabrahmajalaallembracingnetofviewsbrahmajalasutta_268_m/Brahmajala%20Sutta%2C%20Brahmajala%20All%20Embracing%20Net%20of%20Views%20Brahmajala%20Sutta%20%20.pdf


"Udâna" gibt es als Übersetzung ins Deutsche in einer Ausgabe von 1920, übersetzt von Dr. Karl Seidensticker und erschienen im Verlag von Theodor Lampart / Augsburg.

zu finden zB via

https://archive.org/details/udanalds/mode/2up

und auch als PDF-Datei: https://ia803009.us.archive.org/29/items/udanalds/UdanaLDS.pdf

ebenfalls als Kindle-Ebook:  via https://archive.org/details/udanalds/mode/2up  und dann 1 Seite nach unten "scrollen".


Dr. Karl Seidensticken schreibt dazu zu der oben angebenen Ausgabe von Dr. Paul Steinthal - welche Dr. Steinthal 1885 für P.T.S herausgab - das Folgende:


(Infos zur Biografie von Dr. Paul Steinthal findet man, notabene, bei: https://www.sachsen-lese.de/index.php?article_id=759)   ;siehe auch: https://whowaswho-indology.info/6127/steinthal-paul/

Das Buch ist zur Ausleihe in den allgemeinen Lesesaal der BSB einsehbar, was ich dann gelegentlich tun werde (derzeit sind leider alle Termine über dne maximalen V´Buchungszeitraum ausgebucht): https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV011238279

Das Werk buddhistische Schriftwerk "Udâna" gibt es in mehreren englischsprachigen Ausgaben, zB:

- übersetzt von Major General D. M. Strong, erschienen 1902: https://archive.org/details/in.gov.ignca.9263/page/n1/mode/2up

Es gibt das auch als PDF-Datei: https://ia600601.us.archive.org/29/items/in.gov.ignca.9263/9263.pdf

desweiteren als "Kindle-E-Book" bei "US-archive" per: https://archive.org/details/in.gov.ignca.9263/page/n1/mode/2up  und dann 1 Seite - zum Angebot - nach unten "scrollen".

- Peter Masefield, 1997, Oxford; u.a. zu finden via https://archive.org/details/udanapetermasefieldpalitextsociety_925_a/mode/2up

https://ia802909.us.archive.org/25/items/udanapetermasefieldpalitextsociety_925_a/Udana%20Peter%20Masefield%20Pali%20Text%20Society.pdf

- Dr. Narendra Sharma: https://archive.org/details/udana/page/n57/mode/2up

https://ia803107.us.archive.org/5/items/udana/udana.pdf

( ## )

Die Begriffe "Paṭiññâ" (pratijñâ - Vorschlag, These, Theorem, Lehrsatz) und "niggaha" ("nigraha" - besiegen, zurückweisen, widerlegen, für null und nichtig erklären) kommen an den folgenden Textstellen vor:

(Kathâvatthuppakaraṇa, thailändische Ausgabe, S. 3)


Niggaha-Catukkam" ist der Name eines Abschnitts im ersten Kapitel des Kathâvatthuppakarṇa; "Upanaya-Catukkam" ist hingegen der Name eines anderen Abschnitts jenes Werks.

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Eine Übersetzung des "Kathâvatthuppakaraṇa" von 1940, der ersten Übersetzung in die Englische Sprache überhaupt, findet man mittels: https://ia600101.us.archive.org/26/items/in.gov.ignca.8719/8719.pdf (der Link war ok am 18.6.2020); leider sind darin die gesuchten Begriffe nicht zu finden.




- X -


II: DAS NYÂYÂSÛTRA - DIE ERSTE ARBEIT ÜBER DIE NÂYÂ-PHILOSOPHIE

Gotama, Gautama oder auch Akṣapâda, bzgl welchen eine kurze Darstellung im vorstehenden Absatz gegeben wurde, wird die Urheberschaft bzgl der Nyâya-Sûtras, dem frühesten Werk über die Nyâya-Philosophie, zugsprochen. Sanskrit-Literaturcharakter in dem Sûtra bzw der Aphorismen-Stil, der prägnannt-geistreiche STil war vermutlich um 550 v. Chr. eingeführt worden; darüberhinaus gilt daß das Nyâya-Sûtra, dessen Verfasser - wie bereits festgestellt bzw dargestellt - um diese Zeit herum gelebt hat, ist wohl das erste ( * Werk, der erste Beitrag zu jener Art von Literatur.  Der Abschnitt der "Suttas" oder auch "Sûtras" in der Pâli-Literatur liest so doch sehr wie eine Sammlung von Mahnreden, Predigten, welche keine Ähnlichkeit zu den Sûtra-Werken der Brâhmaṇas aufweist und auch nicht aufzeigt.

    Das Nyâya-Sûtra ist aufgeteilt in 5 Bücher, von welchen jedes 2 Kapitel enthält, welche

 âhinikas oder auch Diurnal-Teile genannt werden.  Man hält es für wahr, daß Akṣapâda

 Die allmähliche Entwicklung                      seine Arbeit über Nyâya in 10 Lektionen,

der Nyâya-Sûtras                                         Unterrichtseinheiten - entsprechend der, oben

 erwähnten 10 âhinkasabgefaßt habe. Wir wissen nicht , ob die Gesamtheit der Nyâya-Sûtras, so wie sie heutzutage existieren, Akṣapâda's Werk ist; es ist uns auch unbekannt,

ob seine Lehren von Ihm bzw mit seiner Zustimmung schriftlich festgehalten wurden  oder aber inwieweit sie nur mündlich überliefert wurden. Mir scheint es so, daß nur das erste Buch, welches eine kurze Erläuterung der 16 Kategorien enthält, gerechtfertigterweise Akṣapâda zugeschrieben werden kann; das zweite, dritte und vierte Buch hingegen - in welchen es um spezielle Aspekte, grundlegende Vorstellungen bzw Prinzipien von Vaiśeṣika, Yoga, Mīmâmsâ, Vedânta und Buddhistischer Philosophie geht - zeigen Anzeichen von verschiedenen Verfassern und Zeiten. In diesen Büchern gibt es Textstellen, die so nahezu wortwörtlich im Laṅkâvatara-Sûtra (#) -  einem in Sanskrit verfaßten Werk über die buddhistische Yogâcâra-Philosophie  -, im Mâdhyamika Sûtra des Nâgârjuna ( ## ) und im Sataka ( § ) - einem Werk von Ârya Deva vorkommen und welche in den frühen Jahrhunderten nach Christus verfaßt wurden. Das fünfte Buch (welches sich mit der Vielzahl  nützlicher Erwiderungen - evtl, gemäß Macmillam's Englisch Wörterbuch, auch dem Thema der "Retourkutschen" bzw gemäß Oxford's Englisch-Wörterbuch auch dem Thema "der kurzen, witzigen, oftmals scharfen Anworten" - und den Anlässen sowie Bedürfnissen dafür befaßt, jemanden zu tadeln, zu maßregeln) ist defintitv nicht das Werk von Akṣapâda, welcher diese Themen - ohne in deren Details gegangen zu sein - wegließ, beiseitschob. Die letzten und beachtenswertesten Ergänzungen stammen von Vâtsyâyana, der auch als Pakṣila Svâmi bekannt ist, um 450 n. Chr. den ersten anerkannten Kommentar "Bhâṣya" über die Nyâya-Sûtren schrieb und die verschiedene, bisweilen widersprüchlichen bzw konfliktträchtigen Ergänzungen und leichten Anpassungen/Abänderungen in Einklang brachte; dazu fügte er scharfsinnige, geschickte, kluge Sûtren von Ihm selber in die Nyâya-Sûtren ein und schrieb sie Akṣapâda zu.



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( * )

Über Kapila heißt es in der Samkhya-Kârikâ im Vers 70, daß er seine Philosophie /dem/der/dös Âsuri gelehrt habe, welche in der catapatha Brâhmaṇa als Lehrer erwähnt wird. Âsurâyaṇa und Yâksa, welche Âsuri' Schülerinzwis waren, wurden die Lehrer von Jâtûkarnya, welche ein Zeitgenosse von Akṣapâda war. Daher war Kapila mindestens 3 Generationen vor Akṣapâda gewesen. Bzgl. Kâpila's Philosophie heißt es, daß sie mündlich überliefert worden sei und insofern nicht zu seinen Lebzeiten schriftlich abgefaßt bzw einer zur schriftlichen Abfassung freigegeben worden waren. Daher wurde festgestellt, daß die Nyâya-Sûtren das erste Werk der Sûtren-Periode sind.


( & )

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Ein Werk aus "Suttas" auf Deutsch kann man, wie schon erwähnt, von Dr. Seidensticken lesen:

"Udâna" gibt es als Übersetzung ins Deutsche in einer Ausgabe von 1920, übersetzt von Dr. Karl Seidensticker und erschienen im Verlag von Theodor Lampart / Augsburg.

zu finden zB via

https://archive.org/details/udanalds/mode/2up

und auch als PDF-Datei: https://ia803009.us.archive.org/29/items/udanalds/UdanaLDS.pdf

ebenfalls als Kindle-Ebook:  via https://archive.org/details/udanalds/mode/2up  und dann 1 Seite nach unten "scrollen".

 



( # )

Siehe Nyâya-Sûtren 4-2-26 - dh Buch IV, Kapitel 2, Vers 26 -, welches ein Zitat aus dem Laṅkâvatara-Sûtra (, welches auf ca 300 n. Chr. datiert wird,) ist.


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Laṅkâvatara-Sûtren auf Englisch:

- https://archive.org/details/lankavatarasutraenglish_832_k

- https://archive.org/details/lankavatarastudiesinthelankavatarasutrasuzukid.t.1930_6_I

- https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.80977

- https://archive.org/details/19980303NSPRS090


( ## )

Siehe Nyâya-Sûtra 2-1-39, 4-1-39 und 4-1-48, welche das Mâdhyamika-Sûtra kritisieren.


Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

siehe:

Übersetzung bzw Hinweise dazu in englischer Sprache:

http://www.bdk.or.jp/english/document/english_tripitaka/Mahapitaka2019.pdf

http://www.tamqui.com/buddhaworld/Yogacara

https://epdf.pub/early-mdhyamika-in-india-and-china.html




( § ) Siehe Nyâya-Sûtra 4-1-18, welches das Sataka des Aryadeva kritisiert

Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:

Übersetzung bzw Hinweise dazu in englischer Sprache, siehe:

 

https://ia802900.us.archive.org/35/items/catuhsatakaofaryadevavidhushekarabhattacharyavol2_775_f/Catuh%20Sataka%20Of%20Aryadeva%20Vidhushekara%20Bhattacharya%20Vol%202.pdf

https://ia802909.us.archive.org/7/items/catuhsatakaofaryadevachandrakirtivrittihinditransbhagachandrajainbhaskar_207_C/Catuh%20Sataka%20Of%20Aryadeva%20Chandrakirti%20Vritti%20Hindi%20Trans%20Bhaga%20Chandra%20Jain%20Bhaskar.pdf






- XI -



Das Nyâya-Sûtra erfreute sich, seit seiner Abfassung und Verfügbarkeit, einer sehr großen Beliebtheit, was sich in den zahlreichen Kommentaren erweist, welche von Zeit zu Zeit darum herum entstanden. Einige der Kommentare seinen im Folgenden erwähnt:


Text

 1. Nyâya-Sûtra von Gautama bzw Akṣapâda (550. v. Chr.)


Kommentare:

 2. Nyâya-Bhaṣya von Vâtsyâyana (450 n. Chr.)

 3. Nyâya-Vârtika von Udyotakara

 4. Nyâya-Vârtika tatparya-tika von Vâcaspati Miśra

 5. Nyâya-Vartika-tatparyatika-pariśuddi von Udayana

 6. Pariśuddiprakâsâ von Vardhamâna

 7. Vardhamâendu von Padmanâbha Misra

 8. Nyâyalañkâra von Śrîkaṇṭha

 9. Nyâyalaṇkâra Vṛtti von Jayanta

10. Nyâya mañjari von Jayanta

11. Nyâya-Vritti von Abhayatilakopâdhyâya

12. Nyâya-Vrtti von Visvanâtha

13. Mitbhâṣiṇî Vṛtti von Mahâdeva Vedânti

14. Nyâyaprâksa von Keśava Miśra

15. Nyâyabodhinî von Govardhana

16. Nyâya-Sûtra Vyâkhyâ von Mathurânâtha




III. DIE STATTGFEUNDEN GEHABT HABENDE AKZEPTANZ DER NYÂYA-PHILOSOPHIE

Von Chândogya-upaniṣad, Bṛhadāraṇyaka-upaniṣad und Kauṣîtikî-Brâhmaṇa ( * )ausgehend, scheint es so gewesen zu sein, daß Philsophie (Adhyâtma-Vidyâ) ihren ersten Impuls von den Kṣatriyas (Mitgliedern der Soldaten-Kaste) erfuhr, welche sie zu großer Perfektion brachten. König Ajâtasâtru tröstete in einer Versammlung, einem Treffen der Kuru-Pâñcâlas einen Brâhmana namens Śvetaketu, den Sohn von Âruṇi der Gautama-Familie, indem er sagte, daß es Ihm seine Unfähigkeit, gewisse Grundsätze der Adhyâtma-Vidyâ - welche nur den Katriyas bekannt seien - erklären zu können, nicht leid zu tue bräuchte und er sich dafür doch nicht zu entschuldigen bräuchte.




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( * )

Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 2-1, 2; 16,4

Bṛhadāraṇyaka 2-1-20, 2-3-6

Chândogya 3-14-1; 5-11,24; 1-8,9; 1-9-3; 7-1-3 und 5-11


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Nun seien erst mal die angegebenen Zitate herausgesucht und - soweit mir möglich - eingefügt; die Zitate aus den Upanishaden Bṛhadāraṇyaka und Chândogya stammen dabei von Professor Deussen, "Sechzig Upanishad's des Veda", dritte Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1921; sobald es die Einschränkungen wegen der "Covid19-Krise" erlauben, werde ich die zweite Auflage von 1905 scannen und dann fortan daraus zitieren und gelegentlich die bereits benutzen Zitate darauf umstellen.


Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 2-1, 2; 16,4

Dazu gibt es in englischer Sprache ein Buch

aus  "THE HARVARD ORIENTAL SERIES" im Band 25 aus dem Jahre 1920.


Kauṣîtikî-Brâhmaṇa https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n29/mode/2up

https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n7/mode/2up

"                       Rigveda Brahmanas:

The Aitareya and Kauṣîtikî-Brâhmaṇas of the Rig Veda";

übersetzt wurde es aus dem Orginal- Sanskrit- Text ins Englische von Arthur Berriedale Keith, D.C.L., D.Litt, Professor für Sanskrit und vergleichende Philologie an einem von einem Monarchen eingeführten Lehrstuhl an der Universität von Edinburgh.

Im Inhaltsverzeichnis findet sich ein Hinweis auf die Existenz einer Übersetzung ins Englische ( Diese sei auf den Seiten "845-580" zu finden. Die Übersetzung der AITAREYA Brâhmaṇa erreicht man mittels: https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n121/mode/2up.

Das Ende hiervon und den Beginn der Kauṣîtikî-Brâhmaṇa erreicht man per: https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n361/mode/2up

Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 2-1, 2; 16,4;

Adhâya 2 findet man ab: https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n367/mode/2up

Adhâya 16 beginnt bei: https://archive.org/details/rigvedabrahmana00keitgoog/page/n447/mode/2up

Hier die Zitate in Englischer Sprache:

(Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 2-1, 2)


(Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 16,4)


Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Nachdem in der "Kauṣîtikî-Brâhmaṇa" auch "Tieropfer" erwähnt werden, sei auf die Absurdität von Tieropfern hingewiesen und auf die Not-Wendigkeit solche "Textstellen" angemessen aus dem yogisch-vedantaischen Zusammenhang heraus zu verstehen.

Darauf gehe ich - aus gebotenem Anlaß - im Zusammenhang  mit dem "Maha-Nirvana-Tantra" ein. Nach den gegeben Zitatangaben Bṛhadāraṇyaka 2-1-20, 2-3-6 und Chândogya 3-14-1; 5-11,24; 1-8,9; 1-9-3; 7-1-3 und 5-11 gehe ich in meinen etwas ausführlicheren Anmerkungen auch auf diese Thematik ein und weise auf Schopenhauer's Feststellung hin, die er zum "Tat Twam Asi" dazuschrieb "Das Tier, das du jetzt tötest, bist du selbst ...". Auch Professor Deussen geht darauf entsprechend ein; siehe zB https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/381 oder auch "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda", In der Übersetzung von Paul Deussen, marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5, "sechzig Upanishads des Veda": Das Madhukhâṇḍam in  Bṛhadāraṇyaka-Upanishad 1-2 , erster Adhyâya, erstes Brâhmaṇam; ein kurzer Ausschnitt sei auch an dieser Stelle angegeben:



Nun aber wieder weiter mit der Übersetzung ins Deutsche der vorliegenden Übersetzung ins Englische, wobei letztgenannnte Herr Satisa Chandra Vidyabhusana dankenswerterweisefür die Verfügbarkeit bis 1913 anfertigte:



Bṛhadāraṇyaka 2-1-20, 2-3-6


(Bṛhadāraṇyaka 2-1-20)

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/410/mode/2up


Bṛhadāraṇyaka 2-3-6

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/414/mode/2up



Chândogya 3-14-1; 5-11,24; 1-8,9; 1-9-3; 7-1-3 und 5-11

Chândogya 3-14-1

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/108/mode/2up


Nachdem es keinen Vers 3-5-11 - und ebenso wenig 3-5-24 - gibt kann mit "5-11" wohl nur Kapitel 5, Abschnitt 11 (Fünfter Prapâṭhaka, Khaṇḍa 11) gemeint sein und zwar sämtlicher Verse dieses Abschnitts:

Chândogya 5-11

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/146/mode/2up

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/148/mode/2up



Weil es im fünften Prapâṭhaka, Khaṇḍa 11 außerdem keinen Vers 24 gibt bedeutet "5-11,24" wohl  fünfter Prapâṭhaka und darin die kompletten Khaṇḍa 11 und 24, folgt nunmehr also Kapitel V, Abschnitt 24 (fünfter Prapâṭhaka Khaṇḍa 24 komplett:

Chândogya 5-24



Mit der Angabe 1-8,9 läßt sich dann analog kaum anders lesen als wie zuvor 5-11,24

Chândogya 1-8 und Chândogya 1-9

Chândogya 1-9

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/78/mode/2up


Chândogya 1-9-3


Chândogya 7-1-3



Im siebten Prapâṭhaka gibt es im Khaṇḍa 5 keinen Vers 11, sodaß die Leseweise "7-1-3 und 7-5-11" für "7-1-3 und 5-11" ausscheidet; es bleibt also lediglich die Leseweise siebenter Prapâṭhaka, Khaṇḍa 5 komplett und dann noch siebenter Prapâṭhaka, Khaṇḍa 11 komplett



Chândogya 7-5

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/176/mode/2up

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/178/mode/2up



Chândogya 7-11

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/180/mode/2up


Fünfter  Prapâṭhaka und Khaṇḍa 5 komplett wurde im Rahmen der Fußnoten zu Vorwort X bereits zitiert.
Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:  Soweit erstmal die eingefügten Zitate zu den Angaben in der Fußnote; nun weiter gemäß der "Fußnoten" zum zu übersetzen unternommenen Nyâya-Buch:



(Chândogya-upaniṣad 5-3)


Chandogya fünfter Prapâṭhaka, Khaṇḍa 3 lautet als Ganzes:


In diesem Komplett-Zitat von Kapitel V, Abschnitt 3 müßte dann das obige "Sanskrit-Zitat" - des Verfassers des Vorwortes zum ins Deutsche zu übersetzenden Nyâya-Buches - enthalten sein und in deutscher Übersetzung insofern auch gegeben worden sein.



Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

In diesem Komplett-Zitat von Kapitel V, Abschnitt 3 müßte dann das obige "Sanskrit-Zitat" - des Verfassers des Vorwortes zum ins Deutsche zu übersetzenden Nyâya-Buches - enthalten sein und in deutscher Übersetzung insofern auch gegeben worden sein.


Die Abschnitt 4 und 5 fügte ich lediglich interessanterweise an - ein "Gautama" abermals erwähnt -.

Im fünfter Prapâṭhaka, Khaṇḍa 3 kommt offenbar jener Śvetaketu - Sohn des Âruṇi - , der im Text am Ende von Seite X des Vorworts erwähnt wird, vor.


Die anderen angegebenen Zitate aus der  Chândogya-Upanishade sollen wohl nähere Bergündung und Erläuterung für den Abschluß-Satz sei; dieser Abschluß-Satz - er sei auch an dieser Stelle angefügt - lautet:

>> Diese vier präzisen Ausdrücke (Mahâvâkya) haben ihren Ursprung in den Brâhmanas, woher geschlußfolgert werden kann, daß Nirguna-Brahma-Vidyâ oder, anders gesagt, absolutes Brahma auf nur in jenen Kreisen vorkam. Es war Saguna-Brahma-Vidyâ bzw, anders gesagt, Wissen bzgl Brahma beschränkt auf Form und Eigenschaften, von welchem man sagt, daß es von den Kśatriyas eingeführt worden sei.<<

Die 2 Zitatangaben betreffs Professor Paul Deussen's "Die Philosophie der Upanishad's" enthalten Hineise auf Verse in der Chândogya-Upanishad, die sich größtenteils mit den obigen Hinweisen auf die Chândogdya-Upanishade decken bzw sie, im Falle Kapitel VII jedenfalls mit enthalten.: So findet man die Hinweise auf Chândogya 1,8-9, 1,9,3, 7,1,3  konkret  und der Hinweis "7-5,11" ist enthalten in Prof. Deussen's Verweis auf ganz Kapitel VII; den Hinweis 5,11-24 von Satisa Chandra Vidyabhusana findet man so in Professor Deussen's Vorbemerkungen zum Kapitel VII der Chândogya Upaniṣad. Dort findet sich auch der Hinweis auf Die Bṛhadāraṇyaka Upaniṣad 2-1-20, da Professor Deussen auf ganz Kapitel 2, Abschnitt 1 hinweist.

Die sehr wenigen Zitathinweise, welche Herr Satisa Chandra Vidyabhusana in seinem Vorwort zu Nyâya darüberhinaus angibt, haben wohl die Absicht seine, im Folgenden geäußerte Kritik an Professor Deussen's Standpunkt bzgl. der Herkunft der "detailierteren Brahman-Lehre", zu begründen.

Dabei ist der Hinweis von Herrn Satisa Chandra Vidyabhusana, jenem Rektor des Sanskrit-College in Calcuatta im Jahre 1913, durchaus von großem Interesse:

Herr Satisa Chandra Vidyabhusana stellt fest, daß das was Professor Deussen festgestellt hat teils sehr richtig ist und sich aber auf "Saguna-Brahma-Vidyâ" (=Wissen bzgl Brahma beschränkt auf Form und Eigenschaften)  "Nirguna-Brahma-Vidyâ" (= "absoluten Brahma") anders verhalte.

Auch Professor Richard Garbe (Richard Garbe , erschienen 1889 im Verlag von Gebrüder Paetel  in  Berlin ; siehe https://openlibrary.org/books/OL20467298M/Indische_Reiseskizzen , Seite 87 und einigen wenigen folgenden Seiten. In der zweiten Auflage von 1925, erschienen im Oskar Schloß Verlag München-Neubiberg ist das ab Seite 59 zu finden.) wies auf die Besonderheit der "Religionsauffassung" im Brahmanentum hin. Dieses Zitat findet man per dem internen Link zu "Seil und Schlange", Irrtum und Wahrheit ganz am Ende.

Insbesondere ist dieser Hinweis von Herrn Satisa Chandra Vidyabhusana auch sehr bedeutsam im Zusammenhang mit dem Versuch der deutschen Bundesregierung unter Dr. H. Kohl in Zusammenarbeit mit gewissen "Juristen" und dann auch Gerichten, zweifeslfrei nachzuweisen, daß der "TM-Meditations-Praxis" eine persönliche Gottesvorstellung zugrundeliege. Herrn Satisa Chandra Vidyabhusana weist auf die Tatsache hin, daß sowas nicht allgemein gelten könne; auch Professor Richard Garbe wies im angegebenen Buch - in deutscher Sprache - darauf hin. Das räumt auch mit der Pauschalvorstellung des Pfarrer Haak auf, wonach all sowas da doch immer religiös sei oder ansonsten nur pure Scharlatanerie bzw Betrug sein könne.

In diesem Zusammenhang und zur Vertiefung des Verständnisses jenes "feinen" aber bedeutsamen Unterschieds zwischen "Saguna-Brahma-Vidyâ"  und "Nirguna-Brahma-Vidyâ" bietet es sich an auf "Arthur Schopenhauer und Indien", Begleitbuch zur Ausstellung anlässlich der Buchmesse 2006", zusammengestellt und herausgegeben von Jochen Stollberg  (2006. VI, 174 Seiten. Kt 17.00 €, ISBN 978-3-465-03515-2 ,Frankfurter Bibliotheksschriften Band 13) hinzuweisen (AUM wurde von einem persischen Prinzen der sich va mit Suffismus befaßte - und dann auch mit den Upanishaden und davon Einiges ins Persische übersetzte wovon dann jemand anderes es ins Deutsche übertrug - mit "Allah" gleichgesetzt; daß das eine verfälschende Darstellung war, welche der Wahrheit nicht gerecht wurde, war dann das Ergebnis genauerer Betrachtungen; jener Prinz verlor den Kampf um den Thron gegen seinen Bruder und gemäß der abartigen Gebräuche im Persien von damals, wurde er von seinem - offenbar höchst ungebildeten - Bruder ermordet. (https://www.klostermann.de/Das-Tier-das-du-jetzt-toetest-bist-du-selbst), wobei das Schopenhauer-Zitat "Das Tier, das du jetzt tötest, bist du selbst ..." wiederum per dem Link "http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Chandogya-Upanishad/chandogya-upanishad.html" rasch zu finden ist als "Arthur Schopenhauer , HNH, Band 3, S. 281, Nr. 133.".

Darauf, daß "Das Tier, das du jetzt tötest, bist du selbst ..." auch ein not-wendiges Zitat im Zusammenhang mit dem Verweis auf "Kauṣîtikî-Brâhmaṇa 2-1, 2; 16,4" ist, wies ich bereits hin. (siehe zB auch: BR2-Beitrag: "https://www.youtube.com/watch?v=yER3duINyMA" und https://www.br.de/radio/bayern2/programmkalender/ausstrahlung-1032124.html; außerdem Arthur Schopenhauer und die Upanischaden (1 von 2) - Dr. Claudia Simone Dorchain (https://www.youtube.com/watch?v=W-917tb7A6A) und Arthur Schopenhauer und die Upanischaden (2 von 2) - Dr. Claudia Simone Dorchain (https://www.youtube.com/watch?v=zgAkj456wls)

Allerdings ist es nicht so, daß man selbst der Andere ist, nein man sieht alles in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins und aus jener realen Erkenntnis im Zustand jebnes sog. "Einheitsbewußtseins" folgt, daß es eben ein eigenständiges "reines Bewußtsein" gibt.

Das folgt auch so:

(i) Es gibt nunmal Wachen, Träumen und Schlafen und all das sind Formen von Bewußtsein. Nachdem auch Götterinzwis Meditation praktizieren (Hinweise findet man dazu zB im Zusammenhang mit Shiva, Parvati, Vishnu und auch Saraswati  - zu Saraswati siehe etwa: "Saraswatistotra" -) und ebenfalls Wachen, Träumen und Schlafen kennen (siehe "Die Welt als Traum Gottes", oder auch im Yogavasishta im Kapitel über "die Weltentstehung"), sind deren Wachen, Träumen und Schlafen eben auch "Ausprägungen", "Formen" von" reinem Bewußtsein" und so ist jenes "reine Bewußtsein" auch in jenen. 

Die Integration des "reinen Bewußtseins" ins tagtägliche Leben, dh daß man Jenem eine gebührliche Zeit widmet, gebührlich Beachtung schenkt per richtiger, dem reinen Bewußtsein auch gerecht werdender Meditation bietet nunmal viele Vorteile.

Keinesfalls unverständlicherweise, ist  jenes Thema des "reinen Bewußtseins" seiner Natur nach nicht grundsätzlich religiös, obgleich es selbstverständlich auch ein Thema in Zusammenhang mit etwaigem Gott und etwaigen Göttern, Göttinnen und ebensp etwaigen Göttern vom "Dritten Geschlecht", zusammengefaßt zu, Begriff "Götterinzwis" ist.

Wie Herrn Satisa Chandra Vidyabhusana daraufhinwies geht es um "Form" und "Eigenschaften" aber eben auch um das "Formlose", "Eigenschaftslose, Pure" ("Saguna-Brahma-Vidyâ" (=Wissen bzgl Brahma beschränkt auf Form und Eigenschaften)  "Nirguna-Brahma-Vidyâ" (= "absoluten Brahma"); dabei gilt, daß das Thema Form und Eigenschaften von Götterinzwis sicherlich mehr zum Thema Religion gehört auch wenn das Thema" Form" an sich genauso zur "Mathematik gehört" und das Thema" Eigenschaften" sich auch vielfältig in Chemie, Physik, Biologie, Kriminalistik, Militärwissenschaften usw wiederfindet.

 


(ii) Desweiteren heißt es bekanntlich "ich bin Fülle, Du bist Fülle, all dies ist Fülle und wen man von der Fülle die Fülle wegnimmt bleibt die Fülle voll"; es heißt nicht, daß man "der Andere" ist; die Einheit besteht auf der Basis, daß all dies Fülle ist. (Siehe etwa Beginn der Isha-Upanishade, "Die Upanishaden, Eknath Easwaran, Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, Seite 278 oder auch "Upanishaden, Die Geheimlehre der Veden", in der Übersetzung von Paul Deussen, marix-Verlag, ISBN-10: 3-86539-090-0 bzw ISBN-13 978-386539-090-5, Seite 634


(iiI) Aus dem obigen feinen Unterschied zwischen "Saguna-Brahma-Vidyâ" und "Nirguna-Brahma-Vidyâ" folgt insofern wohl wiederum das grundsätzliche Recht auf "Selbstverteidigung", wie es in der Bhagavad-Gita umfänglich zum Ausdruck kommt, dabei ist es allerdings wohl sehr angebracht, das gesamte Mahābhārata sowie die Nachfolge-"Historie" gemäß des Śrīmad-Bhāgavatam auch zu beachten und zu betrachten. Insofern folgt das auch aus der Bhagavad-Gita da es darin bekanntlich auch um Yoga, "den Weg des Wissens" sowie "Samkya" geht.


(iv) Das heißt wiederum nicht, daß Herr Schopenhauer in seiner handschriftlichen Anmerkung - bzgl Nicht-Töten als Grundsatz - im Unrecht gewesen wäre, wie Herr Patañjali in den Yoga-Sûtren - eventuell von anderem Blickwinkel her - klipp&klar festzustellen nicht umhinkam: ohne die yogische Tugenden wie Nicht-Töten, Nicht-Verletzen usw geht es eben nicht und ein Leben indem man das leugnet, wo man dem zuwider lebt wird immer "leidvoll" bleiben auch wenn es da graduelle Unterschiede geben kann; außerdem wird ein wahres Wissen, das es einem gestatten könnte "rücksichtslos", "brutal-abartig", selbstsüchtig zu leben - genauer zu "wüten" -  grundsätzlich nicht zu erlangen  sein. Insofern bieten auch die Patañjali Yoga-Sûtren den not-wendigen Einblick in diesen Unterschied zwischen "Saguna-Brahma-Vidyâ" und "Nirguna-Brahma-Vidyâ"


(v) Darüberhinaus geht es eben bei diesen Lehren wie "ich bin Fülle, Du bist Fülle, all dies ist Fülle und wenn man von der Fülle die Fülle wegnimmt bleibt die Fülle voll" offenbar um etwas was selbstverständlich auch etwas mit Götterinzwis - aufgrund deren Unsterblichkeit, udgl - zu tun hat, aber eben ebenso mit "Mathematik","Wissenschaftlichkeit", "Objektivität" sowie "Objektivsein" bzw "objektiver Herangehensweise". Letzteres geleugnet zu haben, war vonseiten jener ev.luth. Schriftenmission, Pfarrer Haak und Anderen, aber auch jener deustchen  Bundesregierung sowie deutschen Gerichten nichts anders als "falschen Zeugnis wider den Nächsten", Unwahrheit verbreiten, "Fake" bzw  niederträchtige "Herum-Fakerei".



Mit seinem Hinweis hat Herr Satisa Chandra Vidyabhusana wohl auch auf die "abstrakte Natur" von Nyâya hingewiesen.

 


Nun aber wieder weiter im Text von Herr Satisa Chandra Vidyabhusana:



Professor P. Deussen stellt fest:


- "The Philosophy of the Upanishads", siehe etwa: https://archive.org/details/ThePhilosophyOfTheUpanishads

Das angebene Zitat findet man Seiten 17 ganz unten und 18 oben:

https://archive.org/details/ThePhilosophyOfTheUpanishads/page/n27/mode/2up

und https://archive.org/details/ThePhilosophyOfTheUpanishads/page/n29/mode/2up


In der Orginal-Ausgabe in deutscher Sprache - "Die Philosophie der Upanishad's", von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1920 - findet man das angegebene Zitat von Seite 17 und 18 komplett auf Seite 18 und zwar ab der 14'ten  Zeile:





-Philosophie der Upanishaden, Seite 19, 14'te Zeile

auf Englisch ab Zeile 7 des Textes nach dem Strichpunkt:

https://archive.org/details/ThePhilosophyOfTheUpanishads/page/n29/mode/2up


In der Orginal-Ausgabe in deutscher Sprache - "Die Philosophie der Upanishad's", von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 4. Auflage, Leipzig, F.A. Brockhaus, 1920 - findet man das angegebene Zitat von Seite 19 ab der Zeile 13:



Der, in diesem Teil der Fußnote, angegebene englische Text, heißt auf Deutsch:

Diese vier präzisen Ausdrücke (Mahâvâkya) haben ihren Ursprung in den Brâhmanas, woher geschlußfolgert werden kann, daß Nirguna-Brahma-Vidyâ oder, anders gesagt, absolutes Brahma nur in jenen Kreisen vorkam. Es war Saguna-Brahma-Vidyâ bzw, anders gesagt, Wissen bzgl Brahma beschränkt auf Form und Eigenschaften, von welchem man sagt, daß es von den Kśatriyas eingeführt worden sei.




- XII -


Festzustellen ist , daß Mahâvira und Buddha, welche den Jainismus bzw den Buddhismus - zwei universelle Religionen, die auf der Philosophie oder auch anders gesagt auf "Adhyâtma-Vidyâ" beruhen" - ebenfalls Kṣatriyas waren. Kapila gilt als erster Brâhmaṇa, der ein philosophisches System vorgebracht habe, nämlich Sāṃkhya; nachdem aber seine Arbeit über jene Thematik nicht in der orginalen Fassung zu uns gelang, können wir nichts Genaueres darüber sagen und zwar weder über die Beziehung dessölbigen zu den Veden noch über die Art der Aufnahme, welche ihm durch die orthodoxen Brâhmaṇas zuteil wurde. Wir wissen mit Sicherheit, daß der einflußreichste, mächtigste Brâhmaṇa welcher es unternahm Philosophie zu studieren und sie offen zu lehren, Gotama oder auch Gautama oder auch Akṣapâda, der namhafte (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Das Wort "renounned", welche im englischen Text steht, gibt es schlichtweg nicht, sodaß ich in meiner Übersetzung von einem Druckfehler ausgehen, welcher aus "renowned" - dh namhaft, berühmt - dann jenes "renounned" machte) der Nyâya-Sûtren war. Er begründete ein rational, abstrakt-vernünftiges philosophisches System namens "Nyâya", welches von seinem Anfang her keine Beziehung zu den Themen der Vedischen Saṃhitas und Brâhmaṇas hat. Auf dieser Stufe war Nyâya reine, pure Logik und nicht verbunden mit Dogmen aus irgendwelchen Schriften. Akṣapâda erkannte und Akṣapâda vier Mittel gültigen Wissens, namentlich Wahrnehmung, Schlußfolgerung, Vergleich und eine Feststellung, wovon der zuletzt gefundene "Ausdruck mittels Zeichen" - und nicht ein Ausdruck durch dessen physikalische Realität(en),Form(en) -, das zuletzt erlangte formelartige, abstrakt-wahre Wissen, mittels irgendeiner verläßlichen Geltendmachung, Aussage, Erklärung abgeleitet wurde  oder auch Wörter, welche - bis unmittelbar zu deren Ursprung, Beginn jenseits von Formen und physikalischer Realität hin -, sich durch irgendeine verläßliche Versicherung, Erklärung herleiteten.

Indem dies die Natur von Nyâya - bzw mit anderen Worten - Logik in seinem frühen Stadium war, wurde es von der Gemeinschaft der Brâhmaṇas, welche die althergebrachten Wege

                                                                gingen, propagierten, die Mehrheitsauffassung               

Nyâya (Logik)                                          ignorierten und vernachlässigten sie

nicht mit                                                  vertraten ( und welche, ängstlich darauf bedacht seiend

Wohlgefallen aufgenommen                     eine durch-organisierte Gesellschaft zu organisieren

                                                                und zu verwalten, ihr Augenmerk einzig und allein auf

die Saṃhitâs und Brâhmaṇas - welche Abhandlungen, Schriften betreffs der Rituale waren/sind - legten und dabei voll und ganz all jene Stellen ignorierten und vernachlässigten, welche sich nicht mit den Ritualen befaßten ), nicht gerade mit Wohlgefallen aufgenommen.

Der Weise Jaimini (*) drückt in seinen Mîmâmsa Sûtren deutlich aus, daß der einzige Sinn&Zweck des Veda darin bestünde, Handlungen vorzuschreiben; deshalb, so heißt es da - bzw wurde überliefert-, sind/wären jene Teile wert-, nutz- sowie sinnlos, welche jenem Zwecke nicht dienten. Daher wundert es nicht, nicht umhin zu kommen festzustellen, daß  Manu (#) vorschrieb jene Mitgliederinzwis der Kaste der Zweimal-Geborenen auszuschließen, welche die Veden und Dharma-Sûtras mißachten (...würden...) und sich (stattdessen) auf die Kraft, Unterstützung, Hilfe des Hetu-Śâstra oder auch der Logik verließen. Ähnlich diskreditiert Vâlmîki in seinem Râmâyana (##) jene Personen "widernatürlicher, verderbten, widerspenstiger, abwegiger Intellektualität", welche der Oberflächlichkeit, Leichtsinnigkeit, Wertlosigkeit von Avikṣikî /der Wissenschaft der Logik frönten/frönen würden, statt aus Rücksicht auf die Vorgaben des Hl. Gesetzes und  aus Anerkennung der Werke betreffs des Hl. Gesetzes (Dharma-sâstra) zu leben, es/sie zu befolgen und es/sie als Richtschnur zu akzeptieren.



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- XIII -


Vyâsa erzählt - einen Zusammenhang herstellend -  im "Sântiparva" (einem Teil des Mahâbhârata) (*) die traurige, rührselige Geschichte eines zerknischten, reumütigen Brahmanen, welcher dem Tarkavidyâ (der Logik)ergeben, ja geradezu süchtig danach gewesen war/sei, wie besessen, Reden öffentliche Debatten betrieben habe und das aus Losgesagtheit oder auch losgetrennt vom Glauben an die Veden; als Resultat dieser Schuld/dieses "Karmas"  sei er im nächsten Leben - als Strafe - als Schakal oder auch Handlanger wiedergeboren worden. An einer andere Stelle des Śântiparva (#) warnt Vyâsa jene, die der Vedânta-Philosophie folgen, davor, ihre Grund-Anschauungen irgendwelchen Nyâyayikas oder, anderes gesagt, Logikerinzwis mitzuteilen. Vyâsa (##) hielt es nicht einmal für nötig das Nyâya-System in seinen Brahma-sûtras einer Betrachtung zu unterziehen, weil er sah, es so ansah, daß es von keinem würdigen Weisen anerkannt worden sei. Geschichten von der Verhängung von Strafen gegen jene, die sich dem Studium des Nyâya gewidmet hatten werden im Śkanda Purâna (§) und anderen Werken; darüberhinaus wird Kali im Naiṣadha-cârita ( || ) dargestellt als sich lustig machend über den Begründer der Nyâya-Philosophie als "Gotama", den "beschränktesten, einfältigsten" unter den Weisen.

Anmerkungen des Übersetzers ins Deutsche: Herrn Satisa Chandra Vidyabhusana führt inn den folgenden Seiten seines Vorworts  dann aus, wie sich allmählich die Betrachtungsweise bzgl. Nyâya auch bei Vyâsa geändert habe/hatte.

Andererseits hat man ein ähnliches Phänomen, wenn man die ziemlich ablehnende Haltung der r.-kath. Kirche bzgl "Mathematik" ansieht, wie es auch an einer Stelle der "Umweltenzyklika" von Papst Franzsikus I zum Ausdruck kommt.

Zweifelsohne ist es nicht gerade vorteilhaft für das Leben und - insofern das "Karma" der "Täterinzwis" - wenn da jemand mit mathematischen Mitteln eine rücksichtslose Profitmaximierung auf Kosten der Natur, Artenvielfalt, des Klimas, aber auch anderer Menschen betreibt, wie man es leider vielfach antrifft.

Derweil gehört die mathematische "Aufgabenstellung" der "Profitmaximierung" zu den "Maximierungsaufgaben" genauso wie auch die sog. "Spieltheorie" (im einfachsten Fall "2-Personen-Nullsummenspiel" zB) zu diesem Typ von Aufgabenstellung gehört. Allerdings wird bei diesem Zusammenhang zur "Spieltheorie" unmißverständlich klar, daß das dem  allgemeinen Bereich der Entscheidungstheorie zu zuorden ist. Im Bereich der Entscheidungstheorie geht es um die Suche nach "vernünftigen Strategien". Wenn also jemand eine Profitmaximierung ohne Rücksicht auf die anderen Lebewesen und die Natur im Allgemeinen nimmt, so hat so jemand nunmal keine vernünftige, ernst zu nehmende Strategie. Die Ergebnisse solcher rücksichtsloser und letztlich dummer "Strategien" sind in der Welt zu sehen: Umweltprobleme wie vermüllte Meere, verkarstete Böden und Gebirgszüge, Bodenerosion, Klimakatastrophe, Artensterben, usw. Außerdem erlebte die Menschheit schon einmal - anhand der brutalen Revolutionen des Lenin bzw auch des Mao - wohin rücksichtlose Profitmaximierung oder auch Habgier Einzelner im Sinne von "immer mehr, aber dennoch wenige Super-Reiche und immer mehr viele und wirklich mehr und mehr und ärmere Arme" führen kann. Selbst das sog. "Menschenrecht auf Leben" wurde längst "ausgehebelt" und wird umgangen: Man führte Luft- und Raumfahrt-Verkehr ein, dh es wurde "genehmigt", daß Maschinen über den Köpfen Unbeteiligter hinwegfliegen. Nun hat es in München am  17. Dezember 1960 gegen 13Uhr einen Flugzeugabsturz gegeben: 12 Passagiere - 8 Besatzungsmitglieder, 12 Passagiere - und insgesamt 52 Menschen starben. In der va auch betroffen gewesenen Straßenbahn starben also demzufolge ca 32 Menschen.

Das Recht auf "Fliegen-Dürfen" der einen zieht also nach sich, daß das "Recht auf Leben" wurde - klammheimlich - ersetzt durch "Recht auf Leben bis auf Mutwilligkeiten, die bei einem technischen doer auch menschlichen Versagen 'leider' Unbeteiligte töten könnten.

Die Politik verschloß sich leider dem klaren Argument. Die Praxis ist eher, daß man den Geheimdiensten, Agrargiftspritzern udgl einfach ebenso viele "Tötungen und Schwerstverletzungen" - gemäß "gleiches Recht für alle" zubilligt. Eine wirkliche Notwendigkeit für das Aushebeln jenes "Rechts auf Leben" hat es jedoch zu keinem Zeitpunkt gegeben. Verständlicherweise kamen dann potentielle "Passagiere" auf die Idee, daß wegen ihnen kein Mensch mehr sterben wird, wenn sie sich in ein halbvolles Flugzeug oä noch dazu hineinsetzen würden. Man sieht, daß der einzige Ausweg aus jenem Dilemma darin bestünde, den Flugverkehr einfach zu unterbinden. Aber stattdessen "träumen" Politikerinzwis längst von "Flugtaxis".

Daß auch Terroristen Zivil-Flugzeuge zu mörderischen Waffen machen konnten erlebten die US leider an "9/11".

Raumfahrt zum Abbau von Rohstoffen von Asteroiden etc wird dann noch dazu dazu führen, daß Asteroiden versehentlich oder auch absichtlich aus der Bahn gelenkt werden bzw werden könnten und so wie eben Zivil-Flugzeuge nach etlichen Jahren zu "Waffen umfunktioniert werden konnten" (siehe "9/11" in New York/USA), so wird ebenso sicher eines Tages ein größerer Asteroid auf die Erde fallen und evtl ja der Menschheit das Ende bringen. (Letzteres könnten die Menschen doch ganz zivil auch haben!).

Aber was tun jene "Wirtschafts- und Politik-Strategen"? Sie machen die Augen fest zu, betrachten die Welt anscheinend nur noch mit ihren "Hühneraugen" und verzichten darauf vorher zu denken, vorher eine seriöse, brauchbare und von allen Lebewesen akzeptable "Gesamtstrategie" zu entwickeln und dann auch zu befolgen.

Man sieht, daß nicht die "Mathematik" das Problem ist, sondern es sind Leute, die einige Zahlen hinschreiben, jonglieren und sich vor der Mathematik als "Ganzem" aber nur drücken wollen. So sind das keine "Mathematikerinzwis", welche sowas veranstalten sondern irgendwelche "Heuchlerinzwis".

Die sog. "westliche Wissenschaft" krankt tatsächlich daran, daß man wissentlich "Teilwissen" in Taten umsetzte und solches "Umsetzen" auch noch propagierte und förderte.

Insofern ist eine anfängliche Kritik an "Nyâya" ebenso verständlich wie ein Verlorengehen "anfänglicher Begeisterung für jene 'westliche Wissenschaft'".

Dennoch sind Logik und abstraktes Denken an sich kein Problem und auch nicht schädlich.

Pseudo-Yogis, die sich für wunder was halten und doch nur dümmlich bis dumm sowie abartig d'raufgängerisch agieren/agierten sind ebenso schlimm. Aus Letzterem konnten dann in der Geschichte der Menschheit immer wieder mächtige Sekten und "Bewegungen" entstehen, welche allerschlimmste Katastrophen mit sich brachten. (... Wer weiß schon, ob die "westliche Wissenschaft" nicht nur deshalb so "groß und mächtig" wurde, weil sie von einzelnen Kirchen-Ver-Tretern - und Gruppierungen solchiger - brutal verfolgt wurden. ...).





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( * )



( # )



( ## )



( § )




( || )







- XIV -


Anstatt sich ausschließlich auf Argumentieren, formal logisches Schließen zu verlassen, entwickelte sich dieses System jedoch allmählich und es gelang der Autorität der Veden einen angemessenen Stellenwert zuteil werden zu lassen; noch später dann - nach der Harmonisierung, "Aussöhnung" mit den Veden - wurden die Prinzipien des Nyâya in andere philosophische Systeme wie Vaiśeṣika (*), Mimânsa (#), Sâṃkhya usw integriert.

   Ab dann wurde Nyâya als ein - als wahr und verläßlich bestätigter - Zweig des Lernens betrachtet. So gibt das Gautama-Dharma-sûtra (§) für den König einen Lernkurs im Fach "Logik" (Nyâya) vor und anerkennt die Nützlichkeit von Tarka oder auch Logik in der Justizverwaltung, in der Handhabung der Aufgaben der Justiz; allerdings galt weiterhin, daß im Falle von sich als unverträglich, widersprüchlich erweisender Schlußfolgerungen, eine letzte Entscheidung von Personen zu treffen seien, die in den Veden umfassend bewandert sind. Manu (||) sagt, daß dharma oder auch Pflicht per eines logischen Argumentierens festzustellen, herauszufinden sei, welches nicht im Widerspruch, im Gegensatz zu den ausdrücklichen Anordnungen und Verboten der Veden stehen dürften. Er empfiehlt Logik (Nyâya) als unerläßliches, notwendiges Studienfach für einen König und daß ein/eine/ön Logik-Spezialist ein unverzichtbares Mitglied einer legalen Versammlung sei. Yajñavalkya (²) bzählt "Nyâya" oder auch Logik zu den 14 grundlegenden Wissenschaften und Vyâsa (³) räumt ein, daß er die Upaniṣads unter Zuhilfenahme von "Ânvikṣiki" oder auch Logik bewältigen habe können.


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( * )


Eine deutsche Ausgabe der Vaisheshika-Sutren findet man zB bei: http://www.sarva-darshana.de/hinduismus/Shaddarshana/Vaisheshika-Sutra%20deutsch.pdf

Eine Englischsprachige Ausgabe der Sutren von Kapila findet man bei:

https://ia802908.us.archive.org/28/items/vaisheshikasutraofkanadadebashishchakrabarty_202003_552_C/Vaisheshika%20Sutra-of-Kanada-Debashish-Chakrabarty.pdf

1. Buch, 1. Abschnitt,

Vers 4:

>>Das höchste Gut (hängt ab) von dem Wissen der Wahrheit, welche erzeugt wird durch ein besonderes Verdienst vermittelst (der Kenntnis) des Gemeinsamen und Widerstreitenden in den sechs Kategorien der Substanz, der Eigenschaft, der Bewegung, des Allgemeinen, des Besondern und der Inhärenz.<<


2. Buch, 1. Abschnitt,

Vers 15:

>> Weil bei der Erkenntnis der Luft Wahrnehmung nicht Statt findet, so gibt es keinen sichtbaren Beweisgrund. <<

Vers 16:

>> Und weil die Luft durch einen allgemein aufgefassten Schluss (gefolgert ist), ist sie nicht ein Besonderes. <<

Vers 17:

>> Deshalb (ist die Luft) etwas durch den Veda Gegebenes. <<


2. Buch, 2. Abschnitt,

Vers 17:

>> Von der Wahrnehmung des Allgemeinen, von der Nicht-Wahrnehmung des Besonderen, so wie von der Erinnerung an das Besondere (entsteht) der Zweifel.<<


Vers 32:

>> Auch weil er durch einen Sinn (wahrgenommen wird), ist der Ton nicht ewig.<<


3. Buch, 1. Abschnitt

Vers 15:

>> Scheingründe sind: der nicht-erwiesene, der nicht-seiende und der zweifelhafte.<<



9. Buch, 2. Abschnitt

Vers 3:

>> Hiermit ist das Wortwissen erklärt. <<

Vers 4:

>> Grund (hetuḥ), Aussage (apadeśaḥ), Argument (liṇgam), Beweis (pramāṇam) <<




( # )


Mimamsa-Sutra auf Deutsch: siehe https://archive.org/details/GermanTranslationOfMimansaSutraBhashyamFrauwallner/mode/2up

Lt. "www.archive.org" handelt es sich um ."Deutsche Übersetzung der Mîmâmsâ sûtra Bhashyam ; Frauwallner von Dr. Narinder Sharma" (Mimansa Sutra Bhashyam Frauwallner by Dr. Narinder Sharma)

nur Transliteration ohne Übersetzung ins Englische ua auch bei: https://miupress.shop/sanskrit-literature/karma-mimamsa-sutras.html



( ## )


Samkya-Sutren

Buch 1 auf Englisch: https://archive.org/details/thegospelofliberty

1-60:

1-101:

1-105:


Garbe-Übertragung in die Sanskrit-Umschrift: https://archive.org/details/samkhyapravacana/page/n169/mode/2up

Prof Richard Garbe, Samkya-Philosophie: http://www.zeno.org/Philosophie/M/Garbe,+Richard/Die+Samkhya-Philosophie


Samkya-Sutras: Nur Transliteration ohne Übersetzung ins Englische auch bei: https://miupress.shop/sanskrit-literature/samkhya-sutras-of-kapila.html



Yoga-sûtra: -5,6:


( § )


Anmerkungen des Übersetzers ins Deutsche:

Gautamadharma-Sutra scheint es in englischer Sprache zu geben: ISBN 81-208-1739-7

( Dharmasutras: The Law Codes of Apastamba, Gautama, Baudhayana, and Vasistha (Sources on ancient Hindu law) Hardcover – January 1, 2000 by  Patrick Olivelle  (Author, Translator) .

Das Buch ist relativ schwierig zu finden und bei >>www.archive.org<< wird explizit darauf hingewiesen, daß es da gewisse grundsätzliche "Nicht-Akzeptanzen" bzgl des Inhalts gibt.

Die Manu-Smritis (die ich mal las), sind nun mal die Basis für das Kastenwesen, "für seltsame Todesvorschriften wie zB wenn auch nur der Schatten eines Kastenlosen auf einen Brahmanen fallen sollte, so sei der Kastenlos des Todes", usw; es ist echt schwer erträglich, genauer unerträglich.

Allerdings kann es - zumindest teilweise - so und so verstanden werden und inwieweit man es komplett "anders", dh "gut", "liebenswürdig" , "vernünftig", "maßlos" und nicht nur als nichts anders ist als "fanatisch-irre-wahnsinnig mit, evtl ja gerade noch - einigen lichten Momenten" verstehen könnte konsistent, würde einer intensiven Befassung damit und einer lückenlosen Kommentierung bedürfen.

Nur zu obiger Aussage bzw "Kastenloser und dessen Schatten, der auf einen Brahmane fiele". Nunja, zu "Jesus" gibt's da eine vergleichbare Stelle im NT. Eien kranke Frau berührt den Saum des Gewands von Jesus, er spürt, daß da eine Kraft von Ihm ausgegangen sei, dreht sich um und frägt nach, wer das was und warum getan habe. Als die Frau antwortet, sagt Jesus dazu sowas wie "dein Glaube hat Dir geholfen" und sie war gesund geworden.

Analog ist's halt mit dem Schatten des Kastenlosen und einem wirklichen Brahmanen. Es würde ebne evtl eine Gespräch zustande kommen und er sog. "Kastenlose" bekäme dabei jene "Lehren" vermittelt, die Ihm helfen würden, seine Probleme und Unwissenheit zu überwinden. Im übrigen kannten die "Gurus", die in den Upanishaden keinesfalls grundsätzlich eien Diskriminierung von "Kastenlosen", wie eine Upanishade nunmal beweist: Chândogya-Upanishade  (Seite 173 in der Neu-Verlegung von Professor Deussen's Übersetzung "60 Upanishads des Veda", marix-Verlag, ISBN-10 3-86539-090-0, ISBN-13: 978-386539-090-5) in der Geschichte von Satyakâma Jâbâla der von "ungewisser Herkunft" war und Hâridrumata trotzdem als Schüler angenommen wird. Ab S. 177 wird Satyakâma dann als ein "Brahman-Lehrer-Gewordener", als Guru geschildert. Upakosala ist der Name des Brahman-Schülers.

Allgemein ist festzustellen,  daß normale Alltagssprachen grundsätzlich mißbrauchbar sind und die Worte, gemessen an den Wirkungen, ins Gegenteil verkehrbar sind.

Die Steuerung von Computern per Spracheingabe beweist das zB.

Jemand sagt "Speichern" betreffs eines wichtigen Dokuments und stattdessen - umgesteuert per einem Computervirus odgl -  löscht der PC das Dokument und beendet auch das Programm mit welchem es gefunden werden hatte können.

Umgekehrt könnte die Ansage "Löschen" auch das Gegenteil bewirken, nämliich daß die Datei im Internet via praktisch nicht "abmahnbarer", "stoppbarer" "Server" "veröffentlicht wird" oder auch noch per neuem Virus rasch weltweit verbreitet werden könnte.

Es ist eine Tstache, daß Mr. Mahesh im Zusammenhang mit "Mantren" jedoch sagte, daß sie a) nur mündlich weitergegeben werden könnten (also auch nicht per Mikrophon und Kopfhörer, scheint mir) und

b) deren Wirkung "rein lebensfördern seien". Ob es das bei seinen "Mantren" nun so ist oder auch nicht sei mal dahingestellt. Jedenfalls hat Mr. Mahesh - und das ist wertvoll und bedeutsam - auf die "Wirkung" von Worten hingewiesen und daß es sehr wünschenswert sein würde, wenn es "Worte" gäbe deren "Wirkung" nicht mißbrauchbar wäre. Hypothetisch würde das auch die Sprache der "Götterinzwis" sein, weil es ein Widerspruch zu deren hypothetischer Allwissenheit und Allmacht wäre, wenn man auch jenen die Worte im Mund umdrehen könnte.


"Smritis" und dazu gehören diese "Dharma-Schriften" zunächst mal (es heißt nunmal "Manu-Smritis") sidn "Menschenwerk" und das wurde u.a. von Mr. Mahesh auch stets betont. Daß sie auf den "Veden" basieren täten, sagte er dazu; aber wenn sie Menschenwerk sind, so its es allenfalls ein Versuch gewesen, daß sie auf den Veden basieren sollten und es mag hie&da besser und auch mal schlechter bis gar nicht gelungen sein und so war die "Umprogrammierbarkeit" der ursprünglichen Bedeutung, der Meinung des Autors anscheinend ja grundsätzlich gegeben und Dummköpfe, vielleicht auch Personen, die aus Hindus nützlich Idioten machen wollten (siehe KGB-Methoden Juri Bezmenow's Berichte; man beachte aber auch die Zeiten der Fremdherrschaft durch die "Mogulherrscher" und durch das Königtum Groß-Britanien) verdrehten die Bedeutungen eventuelle absichtlich im Laufe der Jahrhunderte, in der abartigen Hoffnung, daß sie damit ihren "Fremdherrschaft-Anspruch" rechtfertigen bzw rechtfertigbar machen könnten und die Inderinzwis in "nützliche, ergebene und auch noch 'dankbare'  Idioten" verwandeln könnten.

Auch so manche "moderne Gurus", die entweder zu Beginn ihrer Lehrtätigkeit einfach zu wenig wußten, dann Halbwahrheiten oder auch teils Verkehrtes lehrten und aber mit "Abhängigmacherei" arbeiteten, weil sie von irgendwelchen unbekannten Juristen "be-mächtigt" worden waren haben, wohl solche Schriftbedeutungen-Verdrehungen - teils versehentlich, teils absichtlich - bewirkt:  "Absichtlich", weil so Mancher absichtlich nur um Geld zu machen, Einfluß zu gewinnen, den Hinduismus "schlecht" zu machen oder auch - hypothetisch - um sich am Westen für die Kolonialzeit zu rächen, überhaupt anfing "Guru" uä zu spielen tätig wurden (Siehe dazu durchaus auch die KGB-Aktivitäten in Indien, wie sie Juri Bezmenow berichtete.). Dies zeigt, daß sowas auch schon in früheren Zeiten geschehen sein könnte und dann zur vorherschenden Lehr-Meinung auch noch geworden sein könnte.

Wenn man zB Mr. Mahesh betrachtet und wie mit Milliardären im Hintergrund letztlich Aktivitäten stattfinden, um auch die Pundit- Ausbildung und deren spätere Taten unter Kontrolle zu bekommen, so zeigt das durchaus, daß es zu gewisen Zeiten nunmal einflußreiche Personen geben kann - und lt. Geschichte gab es zu allen Zeiten "vermögende", einflußreiche" Leute mit sehr eigenen, abweichenden Anschauungen - welche sich darum bemüh(t)en auch Textauslegungen und die Texte selber systematisch "um zu deuten". Das mag teils anfänglich positiv gedacht sein oder auch gewesen sein; nur was wenn jemand in noch so "gutem Glauben" eine Textbedeutung mit - aus der Sichtweise "normaler" Menschen ungeheuerlichem Aufwand und aber für einflußreiche Personen mitunter sehr geringem, bescheidenem - wenig durchsichtigem Aufwand abändert und aber selber schlichtweg was mißverstanden hatte und damit am Ende nichts anders tat, als eine korrekt gewesene, wahrheitsgemäße Darstellung in einen Blödsinn - mit zu späterem Zeitpunkt evtl. desasteuser, ekelhafter Auswirkungen - verwandelt zu haben.

Es bleibt einem wohl nichts anders übrig als sich "unparteilich, um Fairness bemüht, objektiv" mit solchen Texten zu befassen. Könnte sie insgesamt in einer "anständigen, akzeptablen" Weise (also eben nicht wie "Witwen-Selbstmord oder auch Witwen-Ermordung" uä!) verstanden werden können, wird einem nichts anderes übrig bleiben als im Sinne von "im Zweifelsfall für den Angeklagten" zu entscheiden und sich damit zu begnügen, daß jene Texte eben auch "mißverständlich" ausgelegt werden können und es dahingestellt sein lassen ob das aufgrund von Überlieferungsfehlern, Abfassungsfehlern usw gewesen war.


Indem dieses Buch versteckt wird, entsteht dann allerdings in der Öffentlichkeit für Yoga-Interessierte und Indien-Begeisterte - anhand der verfügbaren Literatur - der Eindruck, daß das doch alle bestens sei. Hilfreicher würde es wohl sein, dieses Buch im - von mir oben angedeuteten Sinne - von einem internationalen Team von Experten kritisch aber fair, "hart-aber-fair" durchzuarbeiten und mit not-wendigen Kommentaren zu versehen und sich dann durchaus der Kritik von Yoga-Begeisterten einerseits und "Indien-Freaks" andererseits zu stellen. Daß dies - bevor die Gurus kamen -  ebenso wenig geschah wie die Herausgabe eines unproblematischen "Sanskrit-Lexikons" "Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit" vonseiten Westdeutschlands  ist ein Armutszeugnis. Würde man dann mit Deutschland und gewissen "Deutschen Büchern" analog verfahren, wie mit der "Besserwissereimine bzgl Indien, Yoga & co", so dürfte es Deutschland gar nicht mehr geben; man müßte es totschweigen. So heißt es in einer BR2-Sendung über Upanishaden mit Fr. Dr. Lorrain, daß Goethe die Upanishaden gekannt habe; insofern ist es wohl kaum abwegig, in Betracht zu ziehen, daß er in seinem "Dr. Faust" lediglich die Geschichte der Belehrung "Naradas" "verdreht" hat bzw so abänderte, daß der allgemeinen Herrschafts-"Clique" darin Recht gegeben werde, daß  das "allgemeine Volk" weiterhin "ungebildet" sein sollte, weil es doch nicht möglich sei mit all der ansonsten zu erwartenderweise resultierenden "Unzufriedenheit infolge Nicht-Findens des Inneren Friedens" , dh all den Menschen im Zustand des "Dr. Faust'schen Frust-Zustandes" im Rahmen des bestehenden Gesellschaftsystems - das doch als Gottgewollt nicht bezweifelt werden dürfe und könne - fertig zu werden und den "inneren Frieden"  bzw die "Stabiltät  der Gesellschaft zu garantieren". Dabei wäre Johann Wolfang von Goethe zu zubilligen, daß er vermutlich über konkrete, "funktionierende" Yogapraktiken damals evtl (noch) nichts hatte hören und va nicht lesen können, weil man die Yogapraktiken anscheinend nunmal oder auch vermutlicherweise nur persönlich weitergab und er also davon keine Kenntnis erlangen hatte können. Man sieht, daß viel Mißverstehen, viel "Irrationalität" und zu wenig klares, abstraktes, unpersönlich-objektives Denken, bewerten, beurteilen, betrachten usw da zu viel gegenseitigem Mißtrauen, Mißverstehen und den Folgen davon führte.

Umsoweniger ist es zu tolerieren, daß zB Deutschland nach 1945, als dann die "Gurus" gekommen waren, mit der alten "Leier" der Vorurteile, Lügen, "Ver-Fakung", Verfolgung & co anfing und sich damit anscheinend auch noch begnügen will.




Nun mehr will ich dazu derzeit nicht äußern.





auch wird in  "http://www.payer.de/dharmashastra/dharmash03.htm" auf eine Übersetztung (ca 1890) durch einen gewissen Bühler hingewiesen; aber auch dieses Buch erwies sich als nicht "bekommbar".

Auch die bayerische Staatsbibliothek, bietet es nicht an; e sginbt zwar eine Ausgabe udn die ist aber nur für gewisse Personen via eine andere Bibliothek erhältlich; dasselbe gilt für die Online-Ausgabe, die es im Prinzip aber - eben nur für spezielle Personen - ebenfalls gibt/gäbe.



Manu-Smritis: Da gibt es ein Buch:   




( || )




( ² )




Das Yâjnâvalkya Sahitâṃhita  ist eine Schrift des Yoga.

In Wikipeda findet man  dazu: >>Das Yogayajnavalkya (Sanskrit: yogayājñavalkya n.) ist ein Yogabuch aus dem 13. Jh., das sich von den anderen Yogaschriften der damaligen Zeit abhebt. Es richtet sich im Aufbau nach dem Ashtanga Yoga von Patanjali und schildert verschiedene Praktiken aus dem Hatha Yoga.<< (https://de.wikipedia.org/wiki/Yogayajnavalkya).

Bei Yogavidya (https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga_Yajnavalkya) findet man:

>>

Autor

Der Verfasser des Yoga Yajnavalkya ist unbekannt; Stil und Inhalt des Werkes weisen auf Südostindien hin, wo auch die erhaltenen Abschriften gefunden wurden. Der Autor war ein Vishnuit und ein Bhakta, wie schon sein erster Rat an die Schülerin Gargi deutlich macht:

Narayana ist des Alls Herr,im Herzen aller Lebewesen wohnend;der Welt Gewand ist Vasudeva:auf ihn sollen - seis gesagt - alle Yogis meditier’n!
Er ist die Glückseligkeit, die Unsterblichkeit, die Ewigkeit,die höchste Seele, Gott!Meditiere beständig auf Vishnukrishna in deinem Herzenund mit deinem Geiste! Yy I,12f.

Der Autor beruft sich wiederholt auf die Veden, den Vedanta und die brahmanische Tradition. Auch darin unterscheidet er sich deutlich von den anderen Hathayogaschriften, die in tanrischer Weise Shiva und Shakti in den Mittelpunkt stellen.  

Tradition und Philosophie

Das Yoga Yajnavalkya mit seinen zwölf Kapiteln ist auf dem achtgliedrigen Yoga des Patanjali aufgebaut und acht Kapitel sind nach dessen Stufen benannt. Von den älteren Yogawerken steht es am nächsten dem Yogavashishtha (8. Jh.). Von Patanjalis Yogasutra und den verschiedenen Hatha Yoga-Schriften steht es nur in losem Zusammenhang und zeigt auch deutliche Abweichungen zu den klassischen Werken.<<

>> Yoga Yajnavalkya


Das Yoga Yajnavalkya (Sanskrit: योगयाज्ञवल्क्य yoga-yājñavalkya n.) ist ein Yogabuch aus dem 13.Jh., das sich von den anderen Yogaschriften der damaligen Zeit abhebt. Es richtet sich im Aufbau nach dem Ashtanga Yoga von Patanjali und schildert verschiedene Praktiken aus dem Hatha Yoga.  << ....


Bei "http://oaks.nvg.org/yajnavalkya-yoga.html" wird darauf hingewiesen, daß das Yoga Yajnavalkya (genauer: yoga-yājñavalkya) bisweilen auch "Yoga-Samhita" (genauer: Yâjnâvalkya-saṃhitâ) genannt wird.

es heißt dort u.a.: >> The text that is called Yoga Yajnavalkya and Yajnavalkya Yoga here, is also known as Yajnavalkya Gita, Yajnavalkya Samhita and by twelve other names. Yajnavalkya is the name of a legendary sage from Vedic times. The Sanskrit word gita means song, and also translates as words, and poem. Samhita means collection. Yajnavalkya Samhita is a yoga manual. In it, the sage Yajnavalkya explains to his wife Gargi how to attain to very deep meditation. The text's main grasp, its structure, embeds the eight limbs that are also found in the Patanjali Yoga Sutras. The text enlarges on pivotal ashtanga (eight-limb) ideas also, and brings a broader view of central issues. <<


Es gibt ein Buch in englischer Sprache (siehe: https://www.exoticindiaart.com/book/details/yogayajnavalkya-samhita-yoga-treatise-of-yajnavalkya-NAJ974/):

>>

Yogayajnavalkya Samhita: The Yoga Treatise of Yajnavalkya

Item Code: NAJ974
Cover: Paperback
Edition: 2015
Publisher: Krishnamacharya Yoga Mandiram
ISBN:8187847085
Language: Sanskrit Text with Transliteration and English Translation
Size: 10.0 inch x 7.5 inch
Pages: 190 (3 Color and 15 B/W Illustrations)
Other Details: Weight of the Book: 600 gms
Price: € 33.50   Shipping Free <<

 


Auf jener Interntseite findet man dann auch noch einen Hinweis auf eine weitere Ausgabe: >> critical edition of Yogayājñavalkya Saṁhitā published by the Bombay Branch of Royal Asiatic Society in the year 1954<<


Bei amazon findet man 2 Ausgaben:

a) Yoga Yajnavalkya 2nd Edition, by   A. G. Mohan   (Author),     Ganesh Mohan  (Author)   ;  Product details: Paperback- 190 pages, Publisher -Svastha Yoga; 2nd edition (July 5, 2013), Language - English, ISBN-10: 9810716486, ISBN-13: 978-9810716486, Product Dimensions - 6 x 0.4 x 9 inches, Shipping Weight - 12.2 ounces (View shipping rates and policies)

b) und wesentlich teurer leider:

 >> Yogayajnavalkya Samhita: The Yoga Treatise of Yajnavalkya Hardcover – January 1, 2001, by  Krishnamacharya Yoga Mandiram  (Author) <<


( ³ )





- XV -


Im Padma-purâna ( * ) wird Nyâya in den 14 hauptsächlichen Wissensgebieten aufgelistet, welche Gott Viṣṇu verbreitete sowie bekannt machte; im Matsya-purâṇa (#) heißt, daß Nyâya-vidyâ, zusammen mit den Veden, aus dem Munde Brahmas selber stammen bzw stammen würden. Tatsächlich war das Studium von Nyâya so weit verbreitet, daß´das Mahâbhârata voller Bezüge zu bzw Hinweise auf jene Wissenschaft ist.

Im Âdiparva des Mahâbhârata wird Nyâya (##) oder auch Logik zusammen mit den Veden und Cikitsâ (der medizinischen Wissenschaft) erwähnt und die Einsiedelei des Kâśyapa wird beschrieben als ein Ort voller Weiser, die sich in den Nyâya-tattva (logische Wahrheiten) gut auskannten und die wahre, tiefere Bedeutung einer Behauptung bzw eines Satzes, eines Einwandes und einer Schlußfolgerung kannten. Der Abschnitt Sânti-parva ( § ) bezieht sich auf zahlreiche Lehrsätze, welche sowohl vom Verstan als auch von den Schriften her gestützt werden. Der Asvamedha-parva beschreibt den Zeremonienplatz als von Logikerinzwis (Hetu-vâdin) widerhallend, welche Argumente und Gegenargumente austauschten um sich gegenseitig zu bezwingen



--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


( * )



(Padma-purâṇa, siehe Muir's Sanskrit Text, Band III, Seite 27)


( # )


(Matsya-purâṇa 3-2)


Das Zitat ließ sich finden bei:

https://archive.org/details/matsyapurananotesbymajumdarb.cvasuwilsonbentleyetalled.jamnadasaktar_202003_970_g/page/n39/mode/2up


Die betreffs Nyâya angegebene Stelle lautet dann (übersetzt):

"Anschließend verkündete Brahmâ - zusammen mit dem 8-fachen, 8-fältigen Beweis - die heiligen Veden und die Wissenschaften Mîmânsa, Nyâya, usw".


Eine deutschsprachige kurze Darstellunge des "Matsya-purâṇa" findet man etwa bei:

http://www.hindumythen.de/puranas/

genauer: http://www.hindumythen.de/wp-content/uploads/2020/03/Das-Matsya-Purana-deutsch.pdf

 

Eine Studie zu dieser Purana auf Englisch findet man, notabene, zB bei:

https://archive.org/details/matsyapuranaastudyvasudevagarwals.seeotherbooks_202003_153_S/page/n63/mode/2up




( ## ) Mahâbhârata, Âdiparva, adhyâya 1:

 

siehe: >>http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html<<

Auf Englisch gibt es das als 2-bändiges Werk in Buchform, etwa bei:

https://www.dwarkadheeshvastu.com/Epic-Matsya-Puran-English.aspx


Als "kindle"- Ebook vertreibt es auch amazon. (allerdings nicht gerade billig) (https://www.amazon.in/Matsya-Purana-Great-Epics-India-ebook/dp/B01L4O5V7C)

Online findet man es in der Übersetzung von K.L. Joshi als 2 Bände; dort fehlen allerdings offensichtlich einige Kapitel, zB von Kapitel 3 bis 12 fehlt alles.

https://archive.org/details/matsyapuranajoshik.l.vol1chapters1150parimalpublications_202003_959_e/mode/2up

bzw

https://archive.org/details/matsyapuranajoshik.l.vol2chapters151291parimalpublications_202003_24_n



Einen Bezug zu den Anmerkungen des Nyâya-Vorwort-Verfassers findet man zB in diesen Textstellen: >> Es entstanden die dreifaltigen Mysterien, die Veden, Yoga und Selbsterkenntnis, sowie der dreifache Pfad von Dharma, Artha und Kama (Tugend, Verdienst und Liebe). Auch die Regeln für das Betragen der Menschen, weiterhin die Geschichten und Lehren der verschiedenen heiligen Schriften. Sie alle wurden vom Rishi Vyasa geschaut und sind hier in angemessener Folge in diesem Buch enthalten.<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html), aber auch:

>>Nachdem der Sohn von Satyavati (Vyasa) durch Buße und Meditation die ewigwährenden Veden verstanden hatte, verfaßte er diese heilige Geschichte. << (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html)

>> Ich weiß, daß du von der ersten Silbe an das göttliche Wort in der Sprache der Wahrheit enthüllt hast.<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html)


>>Und es sprach der höchst herrliche Vyasa zu Brahma:
Oh göttlicher Brahma, es wurde von mir ein Gedicht geschaffen, welches sehr geachtet wird. Es enthält das Geheimnis der Veden. Und ich erkläre darin noch viel mehr: die verschiedenen Rituale der Upanishaden mit ihren Zweigen und eine Zusammenstellung der Puranas. Die Geschichte wurde von mir formuliert und den drei Zeiteinheiten zugeteilt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Sie beschreibt die Natur von Verfall, Tod, Furcht, Krankheit, Existenz und Nichtexistenz, enthält eine Schilderung der Weltanschauungen und die Darstellung verschiedener Lebensarten. Auch legt es die Regeln für die vier Kasten fest und ist die Essenz aller Puranas. Es gibt eine Beschreibung des Asketentums, Regeln für religiöse Schüler sowie die Dimensionen von Sonne, Mond, Planeten, Konstellationen und Sternen. Es wird über die Dauer der vier Zeitalter (Yugas) gesprochen, über den Rik-, Saman- und Yajur- Veda und die Höchste Seele sowie über die Wissenschaften, welche Nyaya (Logik, Methodik) genannt werden, die Behandlung von Krankheiten, Wohltätigkeit, Gerechtigkeit sowie göttliche und menschliche Geburten für besondere Berufungen. Weiterhin gibt es eine Schilderung von Pilgerorten und anderen heiligen Plätzen an Flüssen und Bergen, in Wäldern und am Meer. Es werden himmlische Städte beschrieben und Zeitalter, die Kunst des Krieges, die verschiedenen Arten der Nationen und Sprachen, die Natur des Verhaltens der Menschen und des all-durchdringenden Geistes. All dies ist dargestellt. Aber nun wurde noch niemand auf Erden gefunden, welcher dieses Werk aufschreiben könnte.
<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html)

und speziell darin:

>> Es wird über die Dauer der vier Zeitalter (Yugas) gesprochen, über den Rik-, Saman- und Yajur- Veda und die Höchste Seele sowie über die Wissenschaften, welche Nyaya (Logik, Methodik) genannt werden,<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k001.html)


An einer Stelle im 1. Buch und da im 1.Kapitel wird extra darauf hingewiesen, daß Vyasa die Veden in 4 Teile aufgeteilt habe und insofern müßte dann ja auch Nyâya vorher verfaßt gewesen sein, da es an anderer Stelle hieß, daß Vyasa genau das unter Zuhilfenahme von Nyâya habe bewältigen können.


( ## ) Mahâbhârata, Âdiparva, adhyâya 70 lautet in der Übersetzung von Jens und Udine in www.pushpak.de:

>> Kapitel 70 - Dushmanta und die Einsiedelei

Vaisampayana fuhr fort:
Nachdem der König mit seinen Gefolgsleuten tausende Tiere getötet hatte, betrat er einen anderen Wald, um dort die Jagd fortzusetzen. Nur mit einigen einzelnen Begleitern kam er müde, hungrig und durstig an eine Wüste am Saum des Waldes. Er durchquerte diese Ebene ohne jegliche Pflanzen und erreichte einen Wald voller heiliger Einsiedeleien. Hier war alles dem Auge und dem Herzen angenehm, und eine kühle Brise erfrischte den König. Alles war voller blütenbedeckter Bäume. Die Erde war mit dem weichsten und grünsten Gras bewachsen und erstreckte sich viele Meilen weit. Das Echo von süß trillernden Vögeln erklang überall. Die liebliche Stimme des Kokila war zu hören und die schrille des Cicala. Die majestätischen Bäume streckten ihre Äste weit aus und formten ein schattiges Dach. Die Bienen umschwärmten überall die blühenden Pflanzen. Es gab keinen Baum ohne Früchte, und überall sah man schöne Hütten. Nirgends waren Dornen und überall schwärmten die Bienen. Der ganze Wald tönte von den Melodien des gefiederten Chores wider, und Blumen aller Jahreszeiten schmückten ihn. Unter jedem blühenden Baum gab es erfrischenden und kühlen Schatten.

So war der bezaubernde und wunderbare Wald, den der große Bogenschütze erblickte. Die mit blühenden Dolden verzierten Zweige der Bäume wehten sanft in der kühlen Brise und ließen ihre Blüten auf das Haupt des Monarchen regnen. In ihr vielfarbiges Blütengewand gekleidet und voll trillernder Vögeln standen die Bäume in Reihen und berührten mit ihren Köpfen den Himmel selbst. Um die von der schweren Blütenlast gebeugten Zweige summten die Bienen im lieblichen Chor auf der Suche nach Honig. Der starke König erblickte glücklich und bezaubert überall Laubhütten, die mit Bergen von Blüten bedeckt waren. Die Bäume, die ihre blühenden Zweige ineinander verschlungen hatten, sahen wunderschön aus und glichen Regenbögen mit ihren bunten Farben. Es war das Heim der Siddhas, Charanas, ganzer Stämme von Gandharvas und Apsaras, Affen und vor Glück trunkenen Kinnaras. Köstlich kühl und duftend war die Brise, die von den Blumen herüberwehte und sich in alle Richtungen verteilte, als ob sie mit den Bäumen spielen wollte. Der König schaute auf diesen bezaubernden Wald, der mit all diesen Schönheiten gesegnet war. Er befand sich im Delta eines Flusses und glich mit seinen dicht beisammen stehenden, hohen Bäumen einem bunten Mast, der zur Ehre Indras errichtet worden war.

In diesem Wald, welcher der Aufenthaltsort für fröhliche Vögel war, erkannte der König beim näheren Hinsehen eine entzückende und zauberhafte Einsiedelei für Asketen. Sie war von vielen Bäumen umgeben, und das heilige Feuer brannte in ihrer Mitte. Der König ehrte diesen unvergleichlichen Rückzugsort und erblickte in ihm viele Yogis, Valakhilyas und andere Munis. Alles war mit hübschen Nischen geziert, in denen das heilige Feuer brannte. Und die von den Bäumen fallenden Blüten sorgten überall für einen feinen und dichten Teppich. Der Ort sah wunderschön aus mit all den Bäumen und ihren massigen Stämmen. Nahebei floß der geheiligte und klare Malini, in dem sich alle Arten von Wasservögeln tummelten. Der Strom ließ Freude in die Herzen der Asketen fließen, die an seinen Ufern ihre Waschungen vollzogen. Der König beobachtete an seinen Uferhängen viele unschuldig spielende Rehe und erfreute sich an allem, was er erblickte. Dann näherte sich der Monarch, dessen Streitwagen kein Feind aufhalten konnte, dieser himmlischen und wunderschönen Einsiedelei. Der geheiligte Fluß, an dessen Rand die Einsiedelei lag, war wie eine Mutter für alle in der Nähe lebenden Wesen. An seinen Ufern vergnügten sich die Chakravakas in Wogen von milchweißem Schaum. Hier hielten sich häufig Kinnaras, Affen und Bären auf. Die heiligen Asketen lebten hier und widmeten sich dem Studium und der Meditation. Es waren auch Elefanten, Tiger und große Schlangen zu sehen. Am Ufer dieses Stromes stand die hervorragende Einsiedelei des berühmten Sohnes von Kasyapa und bot zahllosen Rishis mit großem asketischen Verdienst ein Heim. Während der König den Fluß mit den vielen Inseln und wunderschönen Uferhängen nebst der Einsiedelei betrachtete - ein Ort, so schön wie die Einsiedelei von Nara und Narayana an den Wassern der Ganga - da beschloß er, die heilige Stätte zu betreten, die von den Rufen der verliebten Pfauen widerhallte und dem Garten des großen Gandharva Chitraratha glich. Dieser Bulle unter den Männern wünschte, den großen Rishi Kanwa, den berühmten Sohn Kasyapas, zu sehen, diesen mit asketischem Reichtum, allen Tugenden und solch einem Glanz gesegneten Mann, daß man ihn nur schwer ansehen konnte. Er ließ seine Armee mit all den Flaggen, der Kavallerie, Infanterie und den Elefanten am Rande des Waldes warten und sprach: „Ich werde gehen und den Asketen aus Kasyapas Familie besuchen, der ohne Dunkelheit ist. Bleibt hier, bis ich wieder da bin.“

Nachdem der König den Wald betreten hatte, spürte er bald weder Hunger noch Durst, doch dafür grenzenlose Freude. Er legte alle Zeichen seiner Königswürde ab und betrat die vorzügliche Einsiedelei nur mit seinem Minister und Priester an seiner Seite. Er wollte den Rishi sehen, der eine unzerstörbare Menge asketischen Verdienstes war. Und der König sah, daß der Ort dem Reich Brahmas glich. Die Bienen summten lieblich, und viele geflügelte Waldbewohner ließen ihre Lieder ertönen. An manchen Stellen hörte dieser Tiger unter den Männern, wie Rigveda Hymnen von erstklassigen Brahmanen mit der rechten Intonation gesungen wurden. Andere Plätze waren mit Brahmanen geschmückt, die sich in den Opferriten, den Angas und den Hymnen des Yajurveda auskannten. Hier erklangen die harmonischen Weisen der Saman Lieder aus den Kehlen von Rishis, welche ihre Gelübde befolgten. Und dort lasen in den Atharvan Veden gelehrte und im Singen der Saman Lieder fähige Brahmanen die Samhitas mit angemessenen Stimmen. Andere Brahmanen, welche mit der Wissenschaft der Orthoepie (Aussprache) vertraut waren, rezitierten ihre Mantren. Der ganze, geheiligte Ort war von diesen heiligen Noten erfüllt wie ein zweiter Brahmahimmel. Es gab viele Brahmanen, die in der Kunst des Errichtens von Opferplätzen nach den Regeln von Krama versiert waren, welche die Logik (Naya), die geistigen Wissenschaften und das vollständige Wissen der Veden beherrschten. Sie alle wußten um die Bedeutung aller Arten des Ausdrucks, manche kannten spezielle Riten, manche folgten dem Moksha Dharma, und andere waren geübt im Aufstellen von Thesen, im Zurückweisen von unhaltbaren Begründungen und dem Ziehen der rechten Schlußfolgerung. Es gab solche, die sich in der Grammatik auskannten, in der Prosodie (Verslehre), in Nirukta, Astrologie, den Eigenschaften der Materie und den Früchten von Opfern. Sie wußten um Ursache und Wirkung, verstanden die Rufe der Vögel und Affen, waren belesen in langen Abhandlungen und bewandert in verschiedensten Wissenschaften (Shastren).

Als der König voranschritt, hörte er ihre Stimmen, welche alles erfüllten und die Herzen der Menschen bezauberten. Auch erblickte der Vernichter von feindlichen Helden überall gelehrte Brahmanen der strengsten Gelübde, welche in Japa (das wiederholte Murmeln der Namen der Götter) und Homa (Feueropfer) vertieft waren. Der König war sehr erstaunt über die schönen Teppiche, welche ihm die Brahmanen respektvoll (als Sitz) anboten. So wähnte sich dieser Beste der Monarchen im Angesicht all der Riten und Götterverehrungen im Lande Brahmas. Je mehr der König von diesem heiligen und glücksverheißenden Rückzugsort von Kanwa erblickte, der von den asketischen Tugenden des Rishis beschützt wurde und mit allen Dingen einer heiligen Einsiedelei angefüllt war, desto mehr wünschte er zu sehen. Ja, er war von seinen ersten Beobachtungen noch nicht befriedigt. So betrat der Feindevernichter letztendlich mit seinem Minister und seinem Priester die bezaubernde und geheiligte Einsiedelei des Sohnes von Kasyapa, die von Rishis mit asketischen Reichtum und hohen Eiden umgeben war.<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch1/mahabharata_b01k070.html)

Konkret findet man den Zusammenhang zu "Nyâya" in der Stelle:

>> Es gab viele Brahmanen, die in der Kunst des Errichtens von Opferplätzen nach den Regeln von Krama versiert waren, welche die Logik (Naya), die geistigen Wissenschaften und das vollständige Wissen der Veden beherrschten. Sie alle wußten um die Bedeutung aller Arten des Ausdrucks, manche kannten spezielle Riten, manche folgten dem Moksha Dharma, und andere waren geübt im Aufstellen von Thesen, im Zurückweisen von unhaltbaren Begründungen und dem Ziehen der rechten Schlußfolgerung. <<


(§) Mahâbhârata, Âdiparva, Śântiparva, adhyâya 210

>>

Kapitel 210 - Über die Entstehung der Seele

Yudhishthira sprach:
Belehre mich, oh Herr, über diesen hohen Yoga, durch den ich, oh Bharata, Befreiung erreichen kann. Oh Erster der Redner, ich wünsche aufrichtig alles über diesen Yoga zu erfahren.

Und Bhishma sprach:
Diesbezüglich berichtet man von einem Gespräch zwischen einem Lehrer und seinem Schüler zum Thema Befreiung. Einst gab es einen zweifachgeborenen Lehrer, welcher der Erste der Rishis war und wie ein Berg weißer Wolken erschien. Er war hochbeseelt, wahrhaftig und ein vollkommener Meister seiner Sinne. Eines Tags berührte ein Schüler mit großer Intelligenz und Achtsamkeit, der das Höchste Heil suchte, die Füße dieses Lehrers, stand danach mit gefalteten Händen vor ihm und sprach:
Wenn du, oh Berühmter, mit meiner Verehrung zufrieden bist, dann bitte ich dich, mir einen großen Zweifel zu lösen. Woher komme ich, und woher kommst du? Belehre mich umfassend. Was ist die erste Ursache? Und wenn diese erste Ursache in allen Geschöpfen gleich ist, warum, oh Bester der Zweifachgeborenen, geschehen ihre Geburt und ihr Tod so unterschiedlich? Mögest du mir auch, oh Gelehrter, die Behauptungen der Veden diesbezüglich erklären sowie die Lehren der Smritis, die für alle Menschen gelten.

Der Lehrer sprach:
Höre, oh Schüler, oh Weisheitsvoller! Was du mich gefragt hast, ist das tiefste Geheimnis der Veden und die höchste Herausforderung für das Denken und Lehren. Es wird Adhyatma (Höchste Seele oder Selbst) genannt und ist von allen Zweigen des Lernens und heiligen Überlieferungen am wertvollsten. Vasudeva ist das Höchste und die erste Ursache des Universums. Er ist der Ursprung der Veden (das OM). Er ist Wahrheit, Erkenntnis, Opfer, Entsagung, Selbstzügelung und Gerechtigkeit. Die Vedenerfahrenen kennen Ihn als den Alldurchdringenden, Ewigen, Allgegenwärtigen, Unmanifesten, Unveränderlichen, als Schöpfer, Zerstörer und Brahman. Höre jetzt die Geschichte von Ihm, der seine Geburt im Stamme der Vrishnis nahm. Ein Brahmane sollte von der Größe dieses Gottes der Götter mit der unermeßlichen Energie, der auch den Namen Vishnu trägt, von den Lippen anderer Brahmanen hören. Ein Mitglied der königlichen Kaste sollte dies von Kshatriyas hören, ein Vaisya von Vaisyas und ein hochbeseelter Shudra von Shudras. Du bist würdig dafür. So höre jetzt die verheißungsvolle Geschichte von Krishna, die von allen Geschichten die Erste ist.

Vasudeva ist das Rad der Zeit, ohne Anfang und ohne Ende. Existenz und Nichtexistenz (bzw. Sein und Nichtsein) sind die Attribute, wodurch man sein wahres Wesen erkennen kann. In Ihm dreht sich die ganze Welt wie ein Rad. Oh Bester der Menschen, Kesava, dieses Erste aller Wesen, gilt als das Unzerstörbare und Unmanifeste. Er ist das unsterbliche und unveränderliche Brahman. Als das Höchste von allem, das selbst ohne Wandel oder Verfall ist, erschuf Es die Vielfalt der Pitris, Götter, Rishis, Yakshas, Rakshasas, Nagas, Dämonen und Menschen. Er ist Es, der auch die Veden und die ewigen Lebensaufgaben und Gebräuche der Menschen erschuf. Er ist Es, der am Ende alles zur Nichtexistenz auflöst und am Anfang wieder zur Existenz entfaltet. Wie die unterschiedlichen Jahreszeiten mit ihren besonderen Merkmalen kommen und gehen, so erscheinen auch die Geschöpfe am Anfang jedes Brahmatages. Zusammen mit den Geschöpfen erscheinen auch die Weltgesetze sowie das Wissen über die Regeln und Aufgaben, um den Lauf der Welt zu führen. Zuerst sind es die großen Rishis, die sich durch Entsagung und die Gnade des Selbstgeborenen an die Veden und alles heilige Wissen erinnern, das zum Ende jedes Brahmatages aus der Welt verschwindet. Dabei erinnerte sich Brahma als Erster an die Veden. An ihre Zweige (die Angas) erinnerte sich zuerst Vrihaspati (der Lehrer der Götter) und an das Wissen der Herrschaft, welches für die Welt so bedeutend ist, zuerst Sukra, der Sohn des Bhrigu (und Lehrer der Dämonen). Die Wissenschaft der Musik erwarb zuerst Narada, die Kriegskunst erwarb Bharadwaja, die Geschichte der himmlischen Rishis erwarb Gargya und die Heilkunst erwarb Krishnatreya, der dunkelhäutige Sohn von Atri. Verschiedene andere Rishis, deren Namen damit verbunden sind, empfingen verschiedene Wissenschaften wie Nyaya, Vaisheshika, Sankhya, Patanjala usw.. Deshalb sollte man das Brahman verehren, wodurch jene Rishis die Veden und das heilige Wissen empfangen haben. Weder die Götter noch die Rishis können dieses anfangslose Brahman ergreifen, dieses Höchste von allem. Nur der heilige Schöpfer aller Dinge, der mächtige Narayana allein, kennt das Brahman. Von Narayana leiten die Rishis, die großen Götter und Dämonen sowie die königlichen Weisen das Wissen über die höchste Heilung aller Leiden ab. So erscheint auch die Natur durch die Wirkung dieser ursprünglichen Energie (von Narayana), und das ganze Weltall fließt daraus hervor. Wie man mit einer brennenden Fackel unzählige andere Fackeln entzünden kann, so bringt diese entfaltete Natur unzählige andere Geschöpfe hervor und ist somit unerschöpflich. Aus dieser unmanifesten Quelle fließt auch die universale Intelligenz, welche durch Handlungen (bzw. Karma) geprägt wird. Aus der Intelligenz entsteht das Bewußtsein, aus dem Bewußtsein der Raum, aus dem Raum der Wind, aus dem Wind das Feuer, aus dem Feuer das Wasser, und aus dem Wasser entsteht die Erde. Diese acht bilden die ursprüngliche Natur, worauf das ganze Weltall beruht. Aus diesen acht entstehen als umgewandelte Erscheinungen die fünf Sinnesorgane, die fünf Handlungsorgane, die fünf Merkmale der Sinnesobjekte und das Denken als sechzehntes. Ohr, Haut, Augen, Zunge und Nase sind dabei die fünf Sinnesorgane. Füße, After, Zeugungsorgan, Arme und Sprache sind die fünf Handlungsorgane. Klang, Gefühl, Gestalt, Geschmack und Geruch sind die fünf Merkmale der Sinnesobjekte, die alles umhüllen. Das Denken thront über allen Sinnen und ihren Objekten. In der Wahrnehmung des Geschmacks ist es das Denken, das zur Funktion der Zunge wird. In der Rede ist es das Denken, das zu den Worten wird. Verbunden mit den verschiedenen Sinnen ist es das Denken, das zu all den Objekten wird, welche in der Wahrnehmung erscheinen. Diese sechzehn, die in ihren besonderen Formen erscheinen, sollte man als Götter kennen, welche Ihn verehren, der jede Erkenntnis ermöglicht und innerhalb jedes Körpers wohnt.

Geschmack ist das Merkmal von Wasser, Geruch ist das Merkmal der Erde, Hören ist das Merkmal des Raumes, Sehen ist das Merkmal des Feuers oder Lichtes, und Gefühl gilt als das Merkmal des Windes für alle Geschöpfe zu jeder Zeit. Das Denken gilt als ein Merkmal der Existenz. Existenz entsteht aus dem Unentfalteten, das in Ihm ruht, der die Höchste Seele aller Geschöpfe ist. Dies sollte jede intelligente Person erkennen. Alles Existierende beruht auf der höchsten Gottheit, die jenseits der entfalteten Natur und ohne jede Neigung zur Handlung ist, aber dieses ganze Weltall mit allem Belebten und Unbelebten aufrechterhält. Dieses heilige Gebäude mit den neun Toren (der Körper) ist von diesem Existierenden erfüllt, und die alldurchdringende Höchste Seele wohnt darin. Deshalb wird sie Purusha (Höchster Geist) genannt. Diese Seele ist ohne Verfall und nicht dem Tode unterworfen. Sie kennt das Entfaltete und Unentfaltete. Sie durchdringt alles, trägt die drei Qualitäten, ist von höchster Feinheit und die Grundlage aller Existenzen und Erscheinungen. Wie eine große oder auch kleine Lampe die Objekte sichtbar macht, so wohnt die Seele in allen Wesen als die Grundlage jeglicher Erkenntnis. Wenn das Ohr hört, was hörbar ist, so ist es die Seele, die hört. Wenn das Auge sieht, so ist es die Seele, die sieht. Dieser Körper ist nur das Mittel, durch das die Seele Erkenntnis sammelt. Die körperlichen Organe sind nicht die Handelnden. Es ist die Seele, die alle Taten bewirkt. So wie man das Feuer im Holz nicht sehen kann, wenn man es zerspaltet, so wohnt die Seele im Körper und kann nicht gesehen werden, wenn man den Körper untersucht. Doch wie man das Feuer, das im Holz wohnt, mit den richtigen Mitteln, wie zum Beispiel durch Reibung, entfachen und dann erkennen kann, so kann man auch die Seele, die im Körper wohnt, mit den richtigen Mitteln, nämlich durch Yoga, erkennen. Wie das Wasser mit den Flüssen und die Lichtstrahlen mit der Sonne, so ist die Seele mit dem Körper verbunden. Diese Verbindung zieht sich durch die ganze (karmabedingte) Abfolge der Körper, welche die Seele bewohnen muß. Wie sich das Denken im Traum von den fünf Sinnen löst, den Körper verläßt und weit umherwandert, so verläßt die Seele im Tode (mit ihrem Karma) den Körper, um in einen anderen einzugehen. Dabei ist die Seele durch ihre angesammelten Taten gebunden. Und gebunden gelangt sie (im Rad der Geburten) von einer Existenz in die nächste. Wahrlich, durch ihre persönlichen Taten, welche bezüglich ihrer Früchte höchst mächtig sind, wird sie von einem Körper zum nächsten geführt.

Wie der Eigentümer des menschlichen Körpers seinen Körper verläßt und in einen anderen eingeht, und wie der ganze Bereich der Geschöpfe das Ergebnis ihrer jeweiligen Taten ist, das werde ich dir im Folgenden erklären.<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch12/mahabharata_b12k210.html)

Einen konkreten Bezug zu Nyâya findet man in folgender Stelle:

>> Verschiedene andere Rishis, deren Namen damit verbunden sind, empfingen verschiedene Wissenschaften wie Nyaya, Vaisheshika, Sankhya, Patanjala usw..<<



( ||)  Mahâbhârata, Âdiparva, Aśvamedhaparva, adhyâya 83

>>

Kapitel 83 – Arjunas weitere Kämpfe

Vaisampayana fuhr fort:
Die Route ging weiter nach Süden, und das Pferd kam zur schönen Stadt der Chedis, welche nach der Auster benannt ist (Zuktimati, zukti = Auster). Sarabha, der starke Sohn von Sisupala, kam heraus, forderte Arjuna zum Kampf und grüßte ihn in allen Ehren. Dann lief das Pferd weiter zu den Gebieten der Kasis, Angas, Kosalas, Kiratas und Tanganas. Von allen empfing Arjuna die gebührenden Ehren und zog weiter ins Land der Dasharnas. Ihr Herrscher war Chitrangada, der über große Stärke verfügte und seine Feinde zermalmte. Zwischen ihm und Arjuna gab es eine gräßliche Schlacht, doch Arjuna besiegte ihn und reiste weiter zu den Nishadas und ihrem König, dem Sohn von Ekalavya. Und auch diese Schlacht zwischen den Kriegern war so heftig, daß einem die Haare zu Berge standen. Doch Aruna blieb unbesiegt auch in diesem Kampf. Er bezwang den Nishada König, welcher ein würdiges Hindernis für das Opfer war. Nach seinem Sieg wurde Arjuna angemessen von den Nishadas geehrt, und weiter ging es zum südlichen Ozean. Hier kämpfte der diademgeschmückte Arjuna mit Kriegern der Dravidas, Andhras, der grimmigen Mahishakas und den Bergmännern von Kolwa. Unblutig waren die Auseinandersetzungen mit diesen Stämmen, und Arjuna folgte den Hufspuren des Pferdes ins Land der Surashtras. Als er in Gokarna angekommen war, begab er sich zu Prabhasa. Als nächstes gelangte er zur schönen Stadt der Vrishni Helden, Dwaravati. Als die Jünglinge der Yadavas das schöne Pferd erblickten, formierten sie sich zum Kampf. Doch König Ugrasena eilte herbei und verbot den Jünglingen ihr Pläne. Dafür marschierten die Herrscher der Vrishnis und Andhakas aus dem Palast mit Vasudeva, dem Onkel Arjunas und Vater Krishnas, und empfingen den Kuru Helden freudig und mit allen Ehren. Zwei der älteren Anführer ehrten Arjuna im besonderen, und dieser verließ sie wieder, um dem Pferd zu folgen. Es ging an der Küste des westlichen Ozeans entlang bis zu dem reichen und vielbevölkerten Land der fünf Gewässer (Abhiras?). Von dort wanderte das Pferd zum Land der Gandharas. Und Arjuna kämpfte im Gefolge des Pferdes einen heftigen Kampf mit dem Sohn von Shakuni, welcher denselben Groll gegen die Pandavas hegte, wie einst sein Vater.
<< (http://www.mahabharata.pushpak.de/buch14/mahabharata_b14k083.htm

Anm. des Übersetzers ins Deutsche:... Daß das "Pferdeopfer" - wie es in dieser Geschichte leider dümmster- und grausamerweise endete -  hier keinesfalls für akzetabel befunden wird, daß es allenfalls allegorisch  (...das Weltall ist das Pferd, das aufzugeben ist, die Täuschung über die Wirklichkeit der Welt ist aufzugeben...)  sinnvoll verstanden werden kann - wie Professor Deussen bemerkt - und daß es auch nicht von den "Weisen" vorgeschlagen wurde, sondern  (...in dieser "Korrektheit, Anständigkeit, Yogi-Werden/~Sein Lehren-sollender-Geschichte...) ein  -  im Sinne von Yoga offensichtlich unwissender - frustrierter König, von seinen Prinzipien der "Vernünftigkeit" abwich und sich auf ober-dümmliches "Hörensagen", auf irgendetwas das irgendwie aus greiser Vorzeit ihm mal zu Ohren gekommen sei "auf Biegen und Brechen, anständig oder auch pervers - Hauptsache erfolgreich" einließ, um "Nachkommen" zu erlangen, wurde bereits an mehreren Stellen in dieser homepage www.franz-rickinger.eu, zB.: 3) Rishi Vāsiṣṭha im Abschnitt c)  - es um jenes "Pferdeopfer" im Ramayana geht - wo erwähnt ...



 



- XVI -


Im Abschnitt Sabhâ-parva (*) wird der weise Nârada als jemand beschrieben, der in Logik (Nyâyavid) sehr gut bewandert gewesen sei/wäre  und mit großem Geschick Verbindungen zwischen als auch Ko-Existenz (saṃyoga und samâvaya) von Einheit und Vielheit ("aikya" und "nânâtva") auseinander gehalten habe/auseinanderhielte; ebenso habe er es  bzgl. Gattungen und Spezie ("parâ-para") - also auch Mengen und Elementen -  gehalten. Er sei fähig gewesen /ist fähig offene, gestellte Fragen auf der Basis von Offensichtlichkeiten und Beweismaterial (Prâmana) zu beantworten und zu entscheiden.  Darüberhinaus habe er die Wahrheit - bzgl Gültigkeit und Nichtgültigkeit -  bzgl. eines 5-gliedrigen Syllogismus (²) herausgefunden. (Pañcâvayava-vâkya).



           Es ist eine Tatsache, daß die Nyâya-Philosophie (Logik) im Wandel der Zeit

                                                             verdientermaßen hohes Ansehen genoß.

     Nyâya's                                          Wenn es ihr vergönnt gewesen sein würde, ihrer

     Weg                                                ursprünglichen Linie unbehindert von religiösen Dogmen

                                                                                               fortzusetzen, würde sie zur wirklichen Größe von

Perfektion gelangt sein. Dennoch vermochte Nyâya, indem es Eingang fand in die verschiedenden  System der Philosophie, all diesen die richtige Kompaktheit und Schlüssigkeit zu geben - dieser Einfluß war in etwa so, wie die induktive Methode von Bacon (²) die Wissenschaften und Philosophien einer späteren Zeit und in verschiedenen Ländern beeinflußte oder auch prägte - Mit Bedauern muß leider festgestellt werden, daß während  der letzten 500 Jahre das Nyâya vermischt wurde mit dem Bereiche der "Gesetze" (smriti), Rhetorik (alaṅkâra), Vedânta, usw und dabei das Wachstum jener Wissens-Zweige - auf deren Kosten es sich, wie ein Parasit entfaltete - behindert hat.     




SANSKRIT COLLEGE CALCUATTA.

Am 7'ten November 1913                         

SATIS CHANDRA VIDYABHUSANA                           



( * )

siehe http://www.mahabharata.pushpak.de/buch2/

>>

Mahabharata - Buch 2

Erstausgabe: Januar 2010 / Überarbeitung: Juli 2012

Sabha Parva - Die Versammlungshalle

Sabha Kriya Parva – Der Bau der Versammlungshalle
Kapitel 1 – Maya bietet seine Dienste an
Kapitel 2 – Krishna verabschiedet sich von den Pandavas
Kapitel 3 – Maya baut den Palast
Kapitel 4 – Yudhishthira zieht in die Palasthalle ein
Lokapala Sabha Khyana Parva – Die Hallen der Wächter der Welten

Kapitel 5 – Ankunft von Narada also genauer <<

(Die erwähnte Stelle kommt gleich als bzw im 1. Abschnitt)

 

>>

Lokapala Sabha Khyana Parva – Die Hallen der Wächter der Welten

Kapitel 5 – Ankunft von Narada

 

Eines Tages kam der himmlische Rishi Narada zu den ruhmreichen Pandavas, wie sie gemeinsam mit den herrschaftlichen Gandharvas in ihrer Halle saßen. Er war mit den Veden und Upanishaden wohl vertraut, wurde von den Himmlischen zutiefst geehrt, kannte alle Geschichten und Puranas, wußte um alles, was in alten Kalpas geschehen war, war ein Meister von Naya und den Wahrheiten der moralischen Wissenschaften, hatte ein vollständiges Wissen der sechs Angas, verstand vollkommen die tiefgründigen Texte und wußte, wie man allgemeine Prinzipien auf spezielle Situationen anwendet. Er war redegewandt, entschlossen, klug, hatte ein mächtiges Erinnerungsvermögen, wußte um die Künste von Moral und Politik, war gelehrt, konnte zwischen Klein und Groß unterscheiden und aus Beweisen Rückschlüsse ziehen. Er war kompetent zu richten und in der Lage, mit Vrihaspati selbst zu disputieren, aufgrund seiner tiefgründigen Schlußfolgerungen zu Dharma, Artha, Kama und Moksha (die vier Lebensziele: Gerechtigkeit, Gewinn, Liebe und Erlösung). Er hatte eine große Seele und sah das ganze Universum, oberhalb, unterhalb und ringsum, als ob alles vor seinen Augen läge. Er war ein Meister der philosophischen Systeme Sankhya und Yoga, und war stets bestrebt, Götter und Asuras an Bescheidenheit zu erinnern, indem er sie miteinander konfrontierte.Er kannte das Geheimnis von Krieg und Frieden, konnte die Neigungen anderer herausfinden, ohne in ihrer Nähe zu sein, und hatte das sechsfache Wissen über Kampf, Verhandlung, Kundgebung und Belagerung des Feindes, wie auch über die Strategien von Täuschung und Zurückhaltung. Er war ein Meister aller Zweige des Lernens, liebte Kampf und Musik und konnte von keiner Nachricht und keinem Handlungsverlauf zurückgeschlagen werden. Der strahlende Rishi mit den vielen Fähigkeiten war durch viele Welten gewandert und kam nun in die Versammlungshalle der Pandavas. Ihn begleiteten Parijata, der kluge Raivata, Saumya und Sumukha. Mit der Schnelligkeit des Geistes kam Narada daher und freute sich nun, die Pandavas zu sehen. Er ehrte Yudhishthira, sprach Segnungen über ihm aus und wünschte ihm Sieg. Sofort sprangen die Pandava Brüder auf, denn sie wußten um die Regeln der Pflicht, beugten sich tief und demütig vor dem himmlischen Rishi, grüßten ihn freudig und boten ihm einen Sitz an. Auch offerierte ihm der König von ganzem Herzen Kühe, Arghya mit Honig, Edelsteine und Juwelen. Zufrieden nahm der Rishi diese Ehrungen an.

Dann sprach Narada, dieser vollkommene Meister der Veden, zu Yudhishthira:
Wird der Reichtum, den du erhältst, auch für angemessene Dinge ausgegeben? Erfreut sich dein Geist an Tugend? Genießt du die Vergnüglichkeiten des Lebens? Und versinkt dein Geist auch nicht unter ihrer Last? Oh Anführer der Menschen, bist du beständig in deinem edlen Verhalten zu allen deinen Untertanen, wie es deine Vorfahren gemäß Gerechtigkeit und Gewinn waren? Verletzt du die Gerechtigkeit um des Gewinns willen, oder den Gewinn um der Gerechtigkeit willen? Oder vernachlässigst du sowohl Gewinn als auch Gerechtigkeit um des Vergnügens willen, welches einen leicht verführen kann? Oh du Siegreicher, der du allseits dem Wohle aller hingegeben bist, du bist vertraut damit, daß es für alles einen rechten Augenblick gibt. Teilst du auch die Zeiten, in denen du Gerechtigkeit, Gewinn und Vergnügen folgst, gerecht auf? Oh Sündenloser mit den sechs Attributen eines Königs (Gewandtheit der Rede, Freigebigkeit, Klugheit im Umgang mit dem Feind, Erinnerungsvermögen und Vertrautheit mit Moral und Politik), wendest du auch die sieben Mittel an (Diplomatie, Strafe, Besänftigung, Geschenke, Anrufung, Medizin und Magie)? Und kennst du auch die vierzehn Besitztümer deiner Feinde (Land, Befestigung, Wagen, Elefanten, Kavallerie, Fußsoldaten, Staatsbeamte, Frauengemächer, Nahrungsversorgung, Größe von Armee und Einkommen, Kraft ihrer Tugenden, Reserven, Handel und Geheimnisse), nachdem du deine eigenen Stärken und Schwächen kennengelernt hast? Unterstützt du die acht Berufe (Landwirtschaft, Handel etc.)? Und, nachdem du deine und des Feindes Mittel abgeschätzt hast, hast du Frieden mit deinem Feind geschlossen? Oh Bulle der Bharatas, ich hoffe, daß deine sieben Staatsbeamten (Kommandeur der Festung, Heerführer, Staatsanwalt, Hauptpriester, kommandierender General, Leibarzt und Hofastronom) nicht unter den Einfluß deiner Feinde gekommen oder faul geworden sind, aufgrund ihres Reichtums. Sind sie dir zugetan? Werden deine Befehle auch nicht von deinen Boten, deinen Ministern oder dir selbst ausgeplaudert? Ich hoffe, du bist unterrichtet, was deine Freunde, Feinde und auch Fremde tun? Bringst du Frieden und Krieg zur rechten Zeit? Bewahrst du Neutralität zu Fremden und Menschen, die auch zu dir neutral sind? Hast du dir gleichgesinnte Menschen, alterfahrene, reine, verständige, wohlgeborene und dir zugetane Männer zu deinen Ministern gemacht? Oh Bharata, der Sieg eines Königs fußt auf Beratung! Oh Kind, wird dein Königreich von in den Shastren gelehrten Ministern beschützt, welche verschwiegen sind? Plagen dich keine Feinde? Bist du auch kein Sklave des Schlafs? Erwachst du zur angemessenen Zeit? Denkst du in den frühen Morgenstunden an das, was am kommenden Tag getan oder auch gelassen werden sollte? Beschließt du auch nichts im Alleingang und berätst dich immer mit vielen? Und wird das Beratschlagte auch nicht im ganzen Königreich herum erzählt? Und handelst du schnell, wenn großer Nutzen leicht zu erreichen ist? Und werden solche Taten auch nicht gestört? Behältst du die Landwirtschaft im Auge? Fürchten sich die Menschen auch nicht, sich dir zu nähern? Läßt du deine Befehle von treuen Gefolgsleuten ausführen, welche ehrlich und gewissenhaft sind?

Oh tapferer König, ich hoffe, dein Volk erfährt nur von den Beschlüssen, welche bereits erledigt sind oder gerade erledigt werden, und nicht von denen, die noch in Planung sind und nicht begonnen wurden. Wurden erfahrene und kluge Lehrer, die in der Lage sind, alles begründet zu erklären, für den Unterricht der Prinzen und Heeresführer eingesetzt? Hörst du lieber auf einen einzelnen, weisen Mann als auf tausend Unwissende? Ein weiser Mensch bedeutet größten Nutzen in Zeiten der Not. Ist deine Festung allseits mit Schätzen, Nahrung, Waffen, Wasser, allen nötigen Geräten und Einrichtungen sowie mit Handwerkern und Bogenschützen gefüllt? Nur ein einziger Minister, welcher klug, mutig, selbstbeherrscht, weise und gerecht ist, kann einem König oder Königssohn höchstes Glück verleihen. Darum frage ich dich, umgibst du dich mit solchen Ministern? Suchst du alles über die achtzehn Thirthas (heilige Orte) deines Feindes und die eigenen fünfzehn herauszufinden mithilfe von Spionen in Dreiergruppen, welche nichts voneinander wissen? Oh du Feindebezwinger, beobachtest du deine Feinde sorgfältig und aufmerksam, ohne daß sie es bemerken? Ist der Priester, den du ehrst, demütig, rein geboren, ruhmreich und ohne Eifersucht oder Engstirnigkeit? Wurde ein kluger Brahmane mit gutem Betragen und ohne Arglist von dir für die Durchführung der täglichen Riten vor dem heiligen Feuer benannt, der dich zur rechten Zeit an das Homa Opfer erinnert? Ist dein Astrologe wohl geübt, in der Physiognomie zu lesen? Kann er Omen deuten und störende Effekte neutralisieren? Hast du gesellschaftsfähige Diener, welche die für sie passenden Tätigkeiten ausführen? Hast du Minister ohne List und Tücke in hohe Posten berufen, welche seit Generationen edel leben und über der Menge des Volkes stehen? Plagst du dein Volk auch nicht mit grausamen und strengen Strafen? Regieren deine Minister dein Königreich, nach deinen Befehlen? Haben dich deine Minister je erniedrigt, wie Opferpriester unwürdige Menschen oder Ehefrauen ihre überheblichen und zügellosen Ehemänner? Hat dein Heeresführer genügend Selbstvertrauen, Mut, Tüchtigkeit, Klugheit und Geduld? Verfügt er über gutes Betragen, eine edle Geburt, und ist er dir zugetan? Behandelst du die Anführer deiner Kompanien mit Achtung und Rücksicht, wenn sie in jeglichem Kriegshandwerk geübt, strebsam, angenehm und mutig sind? Gibst du deinen Truppen zur rechten Zeit den ausgemachten Lohn? Quälst du sie auch nicht, indem du ihre Rationen zurückhältst? Du weißt doch, daß rückständiger Lohn und Unregelmäßigkeiten bei der Verteilung der Rationen zu Meuterei führen, und dieses Elend wird von den Gelehrten als höchstes Unglück bezeichnet. Sind alle Anführer hochgeboren, dir ergeben und willens, in der Schlacht freudig ihr Leben für dich zu geben? Ich hoffe, keinem einzigen unkontrollierten Mann wird von dir erlaubt, die Geschäfte der Armee so zu leiten, wie es ihm gefallen würde.

Gibt es Diener bei dir, die einen bestimmten Auftrag mit besonderem Aufwand gut gemeistert haben, und nun enttäuscht sind, weil sie nicht mehr Aufmerksamkeit oder Belohnung von dir als sonst erhalten haben? Sicher ehrst und belohnst du kluge, geschickte und demütige Menschen mit reichen Gaben gemäß ihrer Befähigung. Unterstützt du, oh Bulle des Bharata Geschlechts, auch alle Frauen und Kinder, deren Ehemänner und Väter ihr Leben für dich gegeben haben, und die nun wegen dir leiden? Und betrachtest du, oh Sohn der Pritha, auch alle Feinde mit väterlicher Fürsorge, die aus Angst zu dir kamen und die schwach und besiegt bei dir Zuflucht suchten? Oh Herr der Erde, bist du allen Menschen gleichgesinnt? Kann dich jeder ohne Angst aufsuchen, als ob du Vater oder Mutter für ihn wärst?

Marschierst du, ohne Zeit zu verlieren, gegen den Feind, nachdem du erkannt hast, daß er geschwächt ist, und du über die drei Arten der Streitkräfte bestens nachgesonnen hast? Oh Feindebezwinger, beginnst du deinen Feldzug zur rechten Zeit, beachtest du alle Omen und bist du überzeugt, daß dein Entschluß und die Vereitelung der Ausführung von den zwölf Mandalas abhängen (wie z.B. Reserven)? Zahlst du die Truppen im voraus? Bestichst du heimlich die Offiziere deines Feindes mit Juwelen und Perlen, wie es ihrem Rang entspricht? Oh Sohn der Pritha, versuchst du, deine zürnenden Feinde, welche Sklaven ihrer Leidenschaften sind, zu besiegen, indem du zuvor deine eigene Seele und deine Sinne gemeistert hast? Bevor du gegen deinen Feind ins Feld ziehst, hast du da erst die vier Künste Verhandlung, Geschenke, Uneinigkeit säen und Stärke demonstrieren angewandt? Oh Monarch, stärkst du zuerst dein Königreich, bevor du gegen den Feind marschierst? Und wenn du einmal auf dem Feldzug bist, versuchst du dann dein Äußerstes, den Sieg zu erringen? Beschützt du deine Gegner auch achtsam, nachdem du sie besiegt hast? Bestehen deine Armeen (Chamus) aus den vier Arten von Streitkräften, nämlich den regulären Truppen, den Verbündeten, den Söldnern und den irregulären Kräften wie Streitwagen, Elefanten, Infanterie, das Gefolge im Zeltlager und Spione, welche Land und Leute kennen? Und sind sie auch alle von hohen Offizieren gut ausgebildet worden? Oh König, ich hoffe, du schlägst mutig deine Feinde, ohne auf Gewinn oder Verlust zu achten.

Nun, ich hoffe auch, daß die Untertanen deines Königreiches und in den Reichen deiner Lehnsherren ihren Pflichten folgen und sich gegenseitig achten und helfen. Ich nehme an, daß sich getreue Diener um dein Essen, deine Kleidung und deine Parfüme kümmern. Sicher sind es ergebene und treue Diener, die deinen Schatz, deine Ställe, Waffenarsenale und Frauengemächer bewachen. Wahrst du den Abstand zu deinen Dienern, und den deiner Diener zu anderen Verwandten und untereinander? Sprechen deine Diener am anderen Tag über deine ausschweifenden Ausgaben an Getränken, Vergnügungen und Frauen? Werden deine Ausgaben von einem Viertel, Drittel oder der Hälfte deines Einkommens gedeckt? Erfreust du auch immer deine Verwandten, die Älteren, Lehrer, Notleidende und andere Schützlinge mit reichlicher Nahrung und anderen Gaben? Informieren dich deine Schriftführer und Geldverwalter auch jeden Tag über dein Einkommen und deine Ausgaben? Entläßt du ohne Grund geschickte, ergebene und beliebte Diener? Und, oh Bharata, beschäftigst du auch alle Arten von Dienern nach sorgfältiger Prüfung und ihren Fähigkeiten? Hast du Diener, welche diebisch, feindselig, gemein oder offen für Versuchungen sind? Schadest du deinem Königreich, indem du dich diebischer, gieriger oder gemeiner Männer oder sogar Frauen bedienst? Sind die Bauern in deinem Land zufrieden? Gibt es überall große Wasserstellen und Teiche im rechten Abstand, damit die Landwirtschaft nicht ausschließlich vom Regen abhängt? Brauchen die Bauern deines Reiches Nahrung oder Samen? Läßt du ihnen auch genügend Saat, indem du nur ein Viertel der Ernte einbehältst? Oh Sohn, werden die vier Berufe, nämlich Landwirtschaft, Handel, Viehzucht und Geldverleih mit Zinsen auch von ehrbaren Menschen betrieben? Denn von diesen hängt das Glück deines Volkes ab, oh Monarch! Bilden die fünf tapferen und weisen Männer, welche die Stadt, die Festung, den Handel und die Landwirtschaft beschützen und die Verbrecher bestrafen, zum Wohle deines Königreiches auch eine Einheit und arbeiten zusammen? Wurden die Dörfer wie Städte gebaut und die Weiler wie Dörfer, um die Stadt zu beschützen? Ist alles vollkommen unter deiner Herrschaft und Aufsicht? Werden die Diebe und Räuber, welche deine Städte plündern wollen, von deiner Polizei in allen Teilen des Landes verfolgt? Beruhigst du die Frauen und leben sie sicher in deinem Reich? Ich hoffe, du verrätst keiner von ihnen ein Geheimnis und vertraust ihnen nicht allzusehr.

Oh Monarch, wenn du von einer Gefahr gehört und darüber nachgedacht hast, liegst du dann in deinen inneren Gemächern und erfreust dich an allem Schönen dort? Schläfst du im zweiten und dritten Teil der Nacht und denkst du erwachend im vierten Teil an Religion und Verdienst? Oh Sohn des Pandu, erhebst du dich zur rechten Zeit von deinem Nachtlager und zeigst dich wohlgekleidet zusammen mit deinen Ministern deinem Volk? Oh Feindebezwinger, hast du rotgekleidete, geschmückte und mit dem Schwert bewaffnete Männer an deiner Seite zu deinem Schutz? Oh Monarch, benimmst du dich wie der Gott der Gerechtigkeit zu denen, die Strafe verdienen, und auch zu denen, welchen Ehre gebührt, zu denen, die dir lieb sind, und zu denen, welche du nicht leiden magst? Kurierst du die körperlichen Gebrechen mit Medizin und Fasten und die geistigen Krankheiten mit dem Rat der Älteren? Ich hoffe, deine Ärzte sind mit den acht Arten der Behandlung wohl vertraut und dir treu ergeben. Ist es je passiert, oh Monarch, daß du aus Gier, Torheit oder Stolz nicht zwischen Kläger und Beklagtem unterscheiden konntest? Beraubst du aus Begierde oder Narrheit deine Schutzbefohlenen der Wohnstatt, die zuvor mit Vertrauen oder Liebe deine Hilfe suchten? Wurden deine Untertanen vom Feind beeinflußt und versuchen nun vereint, mit dir zu streiten? Werden deine schwachen Feinde von deinen Truppen kontrolliert und deine starken Feinde durch Diplomatie? Sind alle deine Oberbefehlshaber dir treu ergeben? Sind sie bereit, für dich ihr Leben zu wagen, wenn du es ihnen befiehlst? Ehrst du die Brahmanen und weisen Männern wegen ihres Verdienstes und ihrer Gelehrsamkeit? Ich sage dir, solche Verehrung ist dir ohne Zweifel von hohem Nutzen. Vertraust du der Religion, welche auf den drei Veden fußt und von Menschen praktiziert wurde, die vor dir gingen? Folgst du sorgfältig der Praxis, welcher jene folgten? Werden fähige Brahmanen in deinem Hause und in deiner Anwesenheit mit ausgezeichneter und sättigender Nahrung versorgt? Und erhalten sie nach dem Essen auch Geschenke von dir? Strebst du mit kontrollierten Leidenschaften und zielstrebigem Geist danach, das Vajapeya und das Pundarika Opfer mit allen Riten durchzuführen? Verbeugst du dich vor deinen Verwandten und Lehrern, den Alten, den Göttern und Asketen, den Brahmanen und hohen (Banian) Bäumen in den Dörfern, welche den Menschen so viel Nutzen bringen?

Oh du Sündenloser, erregst du Kummer oder Ärger in anderen? Stehen dir allseits Priester zur Seite, welche in der Lage sind, glücksverheißende Früchte zu gewähren? Dienen deine Neigungen und Handlungen der Verlängerung deines Lebens, der Vergrößerung deines Ruhmes und der Stärkung der Ursachen für Dharma, Artha und Kama? Wer sich so verhält, wie ich es beschrieben habe, wird sein Königreich niemals geplagt oder notleidend finden. Solch ein Monarch erfreut sich höchster Glückseligkeit und erobert die ganze Erde.

Oh König, ich hoffe, daß niemals einem edel gesinnten, reinen und geachteten Menschen Schaden angetan oder das Leben genommen wird, weil deine unwissenden und in Versuchung geratenen Minister ihn fälschlicherweise als einen Dieb verurteilen. Ich hoffe auch, oh du Bulle unter den Männern, daß deine Minister niemals aus Gier einen Dieb freilassen, wohl wissend, daß er einer ist, weil sie mit ihm die Beute ergriffen. Oh Bharata, ich hoffe, daß deine Minister niemals der Bestechung verfallen sind und im Streit zwischen Armen und Reichen falsch entscheiden. Hältst du dich von den vierzehn Lastern eines Königs fern, nämlich Gottlosigkeit, Unwahrhaftigkeit, Zorn, Unachtsamkeit, Zaudern, die Weisen nicht befragen, Faulheit, Unruhe des Geistes, sich nur mit einem Menschen beraten, Beratung mit Menschen, die kein Wissen über die Wohlfart eines Landes haben, Verwerfung eines einmal gefaßten Planes, Verbreitung von Ratschlägen, Unvollendung von wohltätigen Dingen und Handeln, ohne nachzudenken? Denn durch diese werden sogar sicher thronende Monarchen ruiniert, oh König! Haben dein Studium der Veden, dein Vermögen, die Kenntnis der Shastren und deine Heirat Früchte getragen?

Nachdem der Rishi geendet hatte, fragte ihn Yudhishthira:
Wie, oh Rishi, tragen Studium der Veden, Vermögen, Kenntnis der Shastren und Ehefrau Früchte?

Der Rishi antwortete:
Es wird gesagt, daß die Veden für den Studierenden dann Früchte tragen, wenn er das Agnihotra und andere Opfer ausführt. Das Vermögen trägt Früchte, wenn derjenige, der sich am Reichtum erfreut, ihn als Almosen verschenkt. Eine Ehefrau trägt Früchte, wenn sie Freude schenkt und Kinder zur Welt bringt. Und es wird gesagt, daß die Kenntnis der Shastren Früchte trägt, wenn sie zu Demut und gutem Verhalten führt.

Und wieder fragte der Asket Narada den gerechten Herrscher:
Nehmen sich die Beamten deiner Regierung, welche von den Steuern bezahlt werden, die in deinem Reich erhoben werden, auch nur den ihnen zustehenden Teil von den reisenden Händlern aus fernen Ländern, die nach Gewinn streben? Werden die Händler in deiner Hauptstadt und dem restlichen Land mit Rücksicht behandelt, damit sie ihre Waren herbringen können, ohne betrogen zu werden? Hörst du auch immer auf die religiösen und erfahrenen Worte der Alten? Wird den Brahmanen Honig und geklärte Butter geschenkt, damit sich die Ernte, das Vieh, die Früchte, Blumen und auch die Tugend vermehren können? Und gibst du den Handwerkern und Künstlern, die für dich arbeiten, auch ihr Arbeitsmaterial und den Lohn nicht länger als vier Monate im voraus? Kontrollierst du ihre Arbeit? Lobst du sie vor guten Menschen und zeigst ihnen allen Respekt? Oh Bulle des Bharata Geschlechts, folgst du auch den dir bekannten Lebensweisheiten in allen Dingen, auch wenn es sich um Elefanten, Pferde und Streitwagen handelt? Werden die überlieferten Erfahrungen bezüglich der Kunst der Waffen und des Waffenhandwerks an deinem Hofe studiert, denn sie sind so nützlich für Städte und Festungen? Oh Sündenloser, bist du mit allen Waffen, mystischen Anrufungen und den Geheimnissen der Gifte vertraut, welche den Feind vernichten können? Beschützt du dein Königreich vor der Angst vor Feuer, Schlangen und anderen gefährlichen Tieren, vor Krankheiten und Rakshasas? Du bist mit allen Pflichten vertraut, so ehrst du auch die Blinden, Tauben, Lahmen, Verkrüppelten, Einsamen und heimatlosen Asketen wie einen Vater? Hast du die sechs Übel verbannt, nämlich Schlaf, Müßiggang, Angst, Zorn, Geistesschwäche und Unentschlossenheit?

Vaisampayana sprach:
Nach diesen Worten verbeugte sich der Bulle unter den Kurus vor dem Besten der Brahmanen und ehrte seine Füße. Die Rede Naradas schätzend sprach der Monarch freudig zum Rishi mit der himmlischen Gestalt: „Ich werde alles tun, wie du es empfohlen hast, denn mein Wissen hat sich mit deinem Rat vergrößert.“ Von da an handelte der König gemäß Naradas Worten und gewann sich im Lauf der Zeit die ganze Erde, welche vom Gürtel der Ozeane umgrenzt wird. Und Narada sprach erneut: „Der König, welcher sich auf diese Weise dem Schutze der vier Kasten widmet, verbringt seine Tage hier glücklich und gewinnt sich nachher den Bereich von Shakra.“ <<

<<

 

(*) Sabhâ-parva, adhyâya 5



( ² )

eine Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Syllogismus: Es gelte A=> B und auch B => C, so folgt daraus: A => C; also ein logisches Gesetz der "Transitivität" .

Ein interessantes, einigermaßen leicht verständliches Video dazu findet man unter: https://www.youtube.com/watch?v=QxOiUDKgba0


Bei https://www.philoclopedia.de/was-kann-ich-wissen/logik/syllogismus/ heißt es dazu

>>

Syllogismus




Die Syllogismen (von altgriechisch συν-λογισμός syllogismos‚ [das] Zusammenrechnen‘, ‚logischer Schluss‘) sind ein Katalog bestimmter Typen logischer Schlüsse. Sie bilden den Kern der im vierten Jahrhundert     vor unserer Zeitrechnung entstandenen antiken Logik des Aristoteles und der traditionellen Logik bis ins     19. Jahrhundert. Als Haupttechnik der Logik wurde der syllogistische Ansatz durch die Integration der Logik in die Mathematik (mit den Arbeiten von George Boole und Gottlob Frege im 19. und frühen 20. Jahrhundert) abgelöst.     Als Syllogistik wird allgemein die Lehre von den Syllogismen bezeichnetDie klassische Logik untersuchte insbesondere, unter welchen Voraussetzungen Syllogismen gültig sindSyllogismen sind immer nach dem gleichen Muster aufgebaut. Jeweils     zwei Prämissen (Voraussetzungen), Obersatz und Untersatz genannt, führen zu     einer Konklusion (Schlussfolgerung).     Die Prämissen und die Konklusion sind Aussagen von einem bestimmten Typ, in denen jeweils einem Begriff, dem     syllogistischen Subjekt, ein anderer Begriff, das syllogistische Prädikat (nicht gleichbedeutend mit Subjekt und Prädikat in der Grammatik), in bestimmter Weise zu- oder     abgesprochen wird. In Abhängigkeit von der Stelle, an der sie im Syllogismus auftreten, werden die vorkommenden Begriffe Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff genannt. <<



Als Beispiel wird bei https://www.philoclopedia.de/was-kann-ich-wissen/logik/syllogismus/ angegeben:


"Alle Menschen sind  sterblich" (1. Prämisse, "Obersatz")

"Alle Griechen sind Menschen" (2. Prämisse, "Untersatz")

"Alle Griechen sind sterblich"    (Schlußfolgerung)


und zusammenfassend heißt es sodann:

>> Alle Menschen sind sterblich (Obersatz). Alle Griechen sind Menschen (Untersatz). Also sind alle Griechen sterblich (Schlussfolgerung). <<




( ³ )

Bei "https://www.empirio.de/empiriowissen/deduktive-und-induktive-forschung"  heißt es dazu:

>>

Induktive Forschung

Bei der induktiven Forschung geht es darum, dass mit Hilfe eines Einzelfalls eine allgemeine Aussage getätigt werden soll. Man versucht in dieser Forschungsart von einem beobachteten Ereignis Schlussfolgerungen für die Allgemeinheit abzuleiten. Induktiv wird in folgenden Schritten geforscht: <<



Professor Deussen's Ausführungen (allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, etwa 4. Auflage aus dem Jahre 1922, F.A. Brockhaus oder auch die fühere Ausgabe aus: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/362/mode/2up9), bevor er näher auf Buch I, Kapitel 1 eingeht, sei noch als Einleitung hinzugefügt:




Wenn nicht anders angegeben wird (auch zur Überprüfbarkeit der Übersetzungen für die Leserinzwis)

vom Englischen ins Deutsche das Langenscheidt Online-Lexikon (https://en.langenscheidt.com/) benutzt.

Wird Pons's Online-Wörterbuch (https://de.pons.com/) benutzt, so wird schlichtweg lediglich auf "Pons" verwiesen werden.

Im Falle des MacMillan-Wörterbuches (https://www.macmillandictionary.com/) werde auch nur "MacMillan" erwähnen.

Wird das Cambridge-Wörterbuch herangezogen   (https://dictionary.cambridge.org/), werde ich nur Cambridge erwähnen.

Bei Benutzung des Longman-Wörterbuchs (https://www.ldoceonline.com/) wird nur Longman angegeben.

Im Falle der Gebrauchmachung des Oxford-Wörterbuches (https://www.lexico.com/) wird lediglich ein Hinweis "gemäß Oxford" zu finden sein.

Eine Gebrauchmachung des Collins Online Wörterbuchs (https://www.collinsdictionary.com/dictionary/english) werde ich etwa per "lt. Collins" oder "gemäß Collins" oä angeben.

Im Falle des Cassels Wörterbuchs (https://www.dictionary.com/browse/cassel) wird nur auf Cassels hingewiesen werden.

Bei der Benutzung des, sich mehrfach als letzte Zuflucht herausgestellt habenden - Online-Wörterbuches von Merriam-Webster (https://www.merriam-webster.com/) wird der Hinweis auf "Merriam-Webster" zu finden sein.

Falls ich mal auf das Buch "Practical English Usage, Michael Swan, 3rd edition, Oxford, 2005, ISBN 978 0 19 442099 0 (hardback), ISBN 978 0 19 442099 3 (paperback)"  zurückgreife wird lediglich ein Hinweis alà "lt. Michael Swan, Seite.." zu finden sein. 

 

Betreffs Sanskrit-Wörtern werde ich zu Zwecken der Überprüfung der vorhandenen Übersetzung standardmäßig auf das Wörterbuch von Professor Mylius - ohne weitere Erwähnung dann - zurückgreifen: Prof. Dr. Dr. Klaus Mylius "Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit", Wörterbuch, Harrassowitz-Verlag, 2005, ISBN 3-447-05143-4 benutzt. Sollte ich bisweilen zusätzlich auf frühere Ausgaben, etwa der Ausgabe von VEB, Verlag Enzyklopädie Leipzig, 1975, Sanskrit-Deutsch, 1. Auflage 1975 zurückgreifen, werde ich das als "VEB-Ausgabe" erwähnen. Analog bei einer Ausgabe von Langenscheidt.

Sollte ich auf das Wörterbuch von Professor Mittwede zurückgreifen, werde ich lediglich "gemäß Mittwede" angeben:

Spirituelles Wörterbuch, Sanskrit - Deutsch", Martin Mittwede, 8.überarbeitete Auflage, 2013, ISBN 978-3-932957-81-9

Benutze ich das "Verzeichnis der Sanskrit-Ausdrücke im Werk Sri Aurobindos", Verlag Hinder+Deelmann, ISBN 3-87348-129-4, 4. unveränderte Auflage, 2004, so werde ich analog lediglich "gemäß Aurobindo" angeben.

Im Falle des Verzeichnisses der benutzten Sanskrit-Begriffe im Werk von Swami Praphupada (siehe  http://www.harekrsna.de/glossar.htm) werde ich nur "gemäß Swami Praphupada" erwähnen.

Wird die 1. E-Book-Auflage 2020, ISBN 978-3-931172-47-3 © 2006 edition sawitri - Verlag, deutsche Ausgabe Wilfried Huchzermeyer, "Das Yoga-Wörterbuch: Sanskrit-Begriffe - Übungsstile - Biographien" benutzt, wird analog nur auf Huchzermeyer verwiesen werden.

Huchzermeyer, Wilfried. Das Yoga-Wörterbuch: Sanskrit-Begriffe - Übungsstile - Biographien (German Edition) . edition sawitri. Kindle-Version.





Buch I, Kapitel 1, Vers 1:

  1. Supreme felicity is attained by knowledge about the true nature of sixteen categories, viz., means of right knowledge (pramâṇa), object of right knowledge (prameya), doubt (saṃśaya), purpose (prayojana), familiar instance (dṛṣṭânta), established tenet (siddhânta), members (avayava), confutation (tarka *), ascertainment (nirṇaya), discussion (vâda), wrangling (jalpa), cavil (vitaṇḍâ), fallacy (hetvâbhâsa), quibble(chala), futility (jâti), and occasion for rebuke (nigrahastânta).

Englisch

Englisch-> Deutsch

Sanskrit-> Deutsch:

In dieser Tabelle stammen die Übersetzungen von Prof. Paul Deussen, wie zu finden im Buch "Allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3", Seite 365 in der vierten Ausgabe von 1922 oder auch:

https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/364/mode/2up

supreme

letzter, e, es      entscheidend, kritisch      höchster, e, es, erhabenster, e, es      höchster, e, es, oberst, Ober…      höchster, e, es, größt, äußerst, überragend, erhabenst  


felicity

Segnung, Wohltat, Segen;      Trefflichkeit, Geschick, Gefälligkeit, glückliche Wahl; glücklicher guter Einfall Gedanke, glücklicher Griff; Glück, Erfolg; Glück; treffender Ausdruck  


category

Kategorie, Begriffsklasse;     Art, Klasse, Ordnung, Schlag  


viz.

nämlich


familiar

allgemein bekannt, gewohnt, gewöhnlich;      vertraut, wohlbekannt;      familiär, vertraulich, ungezwungen, frei; intim, vertraut; leutselig, zu-, umgänglich; zutraulich, zahm; Familien…, Haushalt…  


instance

Fall; Beispiel; dringende Bitte, Ansuchen, Ersuchen; Veranlassung;  Instanz; Dringlichkeit, Beweggrund, Zeichen, Umstand  


established

feststehend, unzweifelhaft;  bestehend; etabliert, eingeführt; zum festen Personal gehörend  


tenet

Grund-, LehrSatz, Dogma;  Meinung, Ansicht  


member


Mitglied      Kongressmitglied;Glied, Teil; Glied, Seite;      Einzelteil; Satzteil; Bauteil      Fachwerkstab; Glied, Gliedmaße, Extremität      das männliche Glied  


confutation

Widerlegung, Überführung;   widerlegendes Argument;  vierter Abschnitt:  


ascertainment

Feststellung, Ermittlung;   Vergewisserung, genaue Bestimmung, Festsetzung


discussion


Diskussion, Debatte, Besprechung, Erörterung; Prüfung, Untersuchung, Beratung; Genuss, genussvolles Verzehren;   Ausklagung; Meinungsaustausch  


wrangling

laut zanken, streiten, hadern; debattieren, diskutieren  


cavil

nörgeln, kritteln


fallacy

Trugschluss, Irrtum;      Unlogik; Täuschung, Irreführung;      Vermenschlichung der Natur  


quibble

Spitzfindigkeit, Wortklauberei, Ausflucht, Zweideutigkeit; Wortspiel


futility

Zweck-, Nutz-, Wert-, Sinnlosigkeit; Nichtigkeit, Geringfügigkeit;   zwecklose Handlung  


occasion


günstige Gelegenheit, günstiger Augenblick;      besondere Gelegenheit;      Ereignis, Veranstaltung;      Anlass; Bedürfnis, Bedürfnisse, Geschäfte, Angelegenheiten  


rebuke

tadeln, zurechtweisen, maßregeln; tadeln, zurückweisen; zurück-, aufhalten, hindern, hemmen; einen scharfen Verweis erteilen  


hypothetical

hypothetisch, angenommen      mutmaßlich, vermutlich      voraussetzend  


reasoning

Argumentation, Beweisführung, Urteilen;      Schließen, SchlussFolgern, Gedankengang;      Argument, Urteil, Beweis, Schluss  


enunciation

Ausdruck, Formulierung, Aufstellung; Wortlaut      Aussprache, Vortragsart, Ausdrucksweise;      öffentliche Erklärung, Ausspruch, Kundgebung


definition

Definition, Definierung, genaue Bestimmung, Festlegung      Definition, genaue Erklärung      scharfe Umrissenheit, Begrenztheit, Bestimmtheit      Trennschärfe, Bildschärfe      Genauigkeit, Exaktheit      Präzision  


critical

kritisch, tadelsüchtig;      kritisch, Notfall-;      kritisch, entscheidend, krisenhaft;      kritisch;      kunstverständig, fein;      kritisch, gefährlich, bedenklich, bedrohlich, ernst...;      genau, kritisch, sorgfältig;       kritisch, Grenz…;      für den Erfolg entscheidend, ausschlaggebend, nörglerisch;      krittelig, spitzfindig  


examination

Prüfung, Untersuchung      Untersuchung      Examen, Prüfung      Untersuchung, Verhör, Vernehmung      Vernehmungsprotokoll      Prüfung, Untersuchung, Besichtigung, Durchsicht      Überrechnung, Kontrolle  


proceed

weitergehen, -fahren, seinen Weg fortsetzen, sich begeben;      weitergehen, fortschreiten;      vorwärtsgehen, vorrücken, voranschreiten      fortfahren, weitermachen;      fortfahren zu sprechen;      vorgehen, verfahren;      schreiten; übergehen, sich machen;      gerichtlich vorgehen, einen Prozess anstrengen...;      promovieren, einen akademischen Grad erlangen;      seine Arbeit fortsetzen weiterführen  


fit

in guter körperlicher Verfassung, in guter Form, wohlauf; passend, geeignet;  geziemend, schicklich, anständig;      geeignet, qualifiziert, fähig, tauglich; würdig, wert      fertig, bereit, gut glücklich gewählt, glücklich, treffend; trefflich;      gesund, kräftig, fit  


misapprehension

Missverständnis, falsche Auffassung





pramâṇa


Erkenntnisnorm

prameya


Erkenntnisobjekt

saṃśaya


Zweifel

prayojana


Motiv

dṛṣṭânta


Mustersatz

siddhânta


Lehrsatz

avayava


Gliedern [des Syllogismus]

tarka


άπαγωγή, Überlegung, Widerlegung (Seite 381)

nirṇaya


Entscheidung

vâda


Diskussion

jalpa


Disputation

vitaṇḍâ


Schikane

hetvâbhâsa


Scheingrund

chala


Verdrehung

jâti


Alberheit

nigrahastânta


Abbruchsgrund


Sanskrit-Wort in Umschrift

Englische Übersetzung übersetzt ins Deutsche

Lt. Prof Mylius

Sanskrit->Deutsch

Lt. Prof. Mittwede Sanskrit->Deutsch

pramâṇa

Mittel richtigen Wissens


pramāna n Maßstab, Norm, Erkenntnismittel, Mittel zur Erlangung richtiger Erkenntnis wie Sinneswahrnehmung (pratyaksha), logischer Schluss (anumāna), Vergleich (upamāna), Zeugnis der Veden (shabda) und so weiter; Beweis, Beweismittel, heilige Schrift, Autorität; das Maß, das an alles anzulegen ist; ein festgelegtes, anerkanntes Maß

prameya



prameya n das, was untersucht wird, Objekt der Untersuchung; ein Gegenstand, der untersucht werden sol; Thema, Diskussionsziel

saṃśaya



samshaya m Zweifel, Ungewissheit. Einerseits ist der Zweifel  Ausdruck eines Mangels an innerer Gewissheit, andererseits bildet er nach der Nyāya-Philosophie den Anfang des Erkenntnisprozesses; denn erst wenn bestimmte Dinge und Selbstverständlich-keiten des alltäglichen Lebens in Frage gestellt werden, kann eine vertiefte Betrachtung der Lebenspraxis und der Lebensziele erfolgen.

prayojana




dṛṣṭânta




siddhânta



siddhānta m Schlussfolgerung, Lehrsatz, etablierte Wahrheit; feststehender Lehrsatz eines philosophischen Systems.

avayava



avayava  m Glied (des Körpers); Teil (eines Ganzen); Teil einer logischen Argumentationskette (Syllogismus).

tarka



tarka m philosophische Untersuchung, Logik, Argumentation; philosophisches System, in sich schlüssige Lehre. Im Yoga bezeichnet tarka eine bestimmte Form geistiger Aktivität, die auf dem Weg zu samādhi transzendiert werden sollte.

nirṇaya



nirnaya m Entschluss; Bestimmung; Schlussfolgerung, Ergebnis, logische Herleitung; Diskussion, Erforschung, Betrachtung.

vâda



vāda m Gespräch, Unterhaltung; Diskussion, Disput, Kontroverse; Erzählung, Bericht; These, Aussage; Erklärung, Erläuterung; Lehre, Philosophiesystem, Doktrin, Theorie.

jalpa


auf Seite 166 heißt es:

jalpa m, ~na n Gespräch n; Unterhaltung f


vitaṇḍâ


https://www.wisdomlib.org/definition/vitanda

Source: Wisdom Library: Nyāya

Vitaṇḍā (वितण्डा) refers to “cavilling”. It is one of the sixteen categories of discussion (padārtha) according to the doctrine of the Nyāya-sūtras by Akṣapāda. The sixteen padārthas represent a method of intellectual analysis and categorize everything that is knowable and nameable.

Source: Shodhganga: A study of Nyāya-vaiśeṣika categories

Vitaṇḍā (वितण्डा, “cavilling”) refers to the twelfth of the sixteen padārthas (“categories”) in the first chapter of Gautama’s Nyāyasūtra (2nd century CE). Valueless tarka is known as vitaṇḍā. It is also called to be a kind of debate in which the opponent does not try to establish his own opinion but only tries to refute the exponent’s view. In this vitaṇḍā each party–exponent or opponent–tries to win through refuting the other’s opinion. It is found in the Nyāyasūtra, that is called vitaṇḍā in which one does not try to determine his own opinion but attacks the opposite.


hetvâbhâsa


Seite 581, rechte Spalte:

hetvābhāsa m Phil Scheinbeweis m



chala


Seite 161, linke Spalte:

chala  n (m) 1. Betrug m, Vorspiegelung f, Täuschung f; 2. Vorschrift Umgehen n

 

jâti



jāti f Geburt; Rasse, Familie, Abstammung; Klasse, Art, Geschlecht.

nigrahastânta


nigraha m Ergreifen n, Packen n; Zurückhalten n, Hemmen n, 3. Unterdrückung f; Bestrafung f; 4. Phil Fehler m in einer Argumentation



Buch I, Kapitel 1, Vers 1:

  1. Kritische,äußerste Trefflichkeit und Genauigkeit
wird durch das Wissen über die wahre, eigentliche Natur
von sechzehn Begriffsklassen, nämlich
den Mitteln richtigen Wissens (pramâṇa),
Gegenstand korrekten Wissens (prameya),
Zweifel (saṃśaya),
Absicht, Zweck (prayojana),
 allgemein bekannte Fälle, Beispiele und Umstände (dṛṣṭânta),
feststehende, unzweifelhafte feststehende Grundsätze und Lehrsätze - siehe auch Dogmen - (siddhânta),
Teile, Satzteile  (avayava ),
Widerlegung, widerlegendes Argument (tarka (*)),  
Feststellung, Vergewisserung  (nirṇaya),
Debatte, Erörterung, Prüfung  (vâda),
debatieren, streiten, hadern (jalpa)
nörgeln, kritteln  (vitaṇḍâ),
Trugschluss, Unlogik, Täuschung   (hetvâbhâsa)
Spitzfindigkeit, Wortklauberei, Wortspiel (chala),
Nichtigkeit, Sinnlosigkeit (jâti)
und Anlaß zu Zurückweisung, Widerspruch aufgezeigt und Ablehnung einer These (nigrahasthâna) erworben.


Übersetzung des Verses 1 - von Buch I, Kapitel 1 - gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 365 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/360/mode/2up:

https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/364/mode/2up:



Kommentar vom Verfasser des Buches, Herrn Satis Chandra Vidyabhusana:

Wissen über die wahre, eigentliche Natur der sechzehn Begriffsklassen,Kategorien (#) bedeutet wahres Wissen über die "Formulierung", "Definition" und "kritischen Bewertung" (Anm.: des Übersetzers ins Deutsche: Siehe auch den Begriff "Wohldefiniertheit" in der Mathematik) der Begriffsklassen. Im Buch I (der Nyâya-Sûtren) geht es um "Formulierung" und "Definition, genaue Festlegung, Bestimmtheit"; die übrigen 4 Bücher werden der "kritischen Auseinandersetzung", "Überprüfung" und "Durchleuchtung" gewidmet. Dem Erworbenhaben äußerster Trefflichkeit und Genauigkeit setzt das Wissen von vier Dingen voraus, nämlich:
(1) Das was geziemender, sinnvoller-, verständlicherweise Weise aufzugeben, hinter sich zu lassen ist (nämlich "Schmerz"), (2) jenes welches das hervorbingt was sinnvoller-, verständlicherweise aufzugeben ist (nämlich: Missverständnis, falsche Auffassung), (3) vollständige "Zerstörung", völliges Hintersichlassen, völliges Überwinden, dessen was aufzugeben sich geziemt und (4) die Mittel zum Überwinden, "Zerstören" dessen was geziemender Weise sowie in-der-Natur-der-Sache aufzugeben, hinter sich zu lassen ist (nämlich: Wahres Wissen (* von Seite 2))

(Anm.: des Übersetzers ins Deutsche: Das erinnert sei an den Begriff des "unterscheidenden Denkvermögens", der im Yogavāsiṣṭha (Yogavāsiṣṭha, Die Lehren des Weisen Vasishta, Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9, 1988, Übersetzung aus dem Sanskrit von Peter Thomi) Gebrauch findet.)

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(*) von Seite 1

Als englisches Pendant, als englische Entsprechung zu "tarka" wird verschiedentlich "confutation" (auf Deutsch: Widerlegung, Überführung;   widerlegendes Argument;  vierter Abschnitt: ), argumentation (auf Deutsch: Argumentation, Beweisführung, Schlussfolgerung;      Erörterung, Besprechung, Debatte; Beweisschrift)  , "reducio ad absurdum" (auf Deutsch: - siehe Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Reductio_ad_absurdum,

Die Reductio ad absurdum (von lat. für Zurückführung auf das widrig Klingende, Ungereimte, Unpassende, Sinnlose) ist eine Schlussfigur und Beweistechnik in der Logik. Bei der Reductio ad absurdum wird eine Aussage widerlegt, indem gezeigt wird, dass aus ihr ein logischer Widerspruch oder ein Widerspruch zu einer bereits anerkannten These folgt.

Als Beweistechnik ist die reductio ad absurdum unter der Bezeichnung „indirekter Beweis“ oder „Widerspruchsbeweis“, „Beweis durch Widerspruch“ bekannt. Dieser indirekte Beweis ist dadurch gekennzeichnet, dass man die zu beweisende Aussage nicht direkt herleitet, sondern dass man ihr kontradiktorisches Gegenteil (d. h. die Annahme, dass die Aussage nicht zutreffe) widerlegt. In der klassischen, zweiwertigen Logik, in der jede Aussage entweder wahr oder falsch ist, ist mit diesem Widerlegen des Gegenteils einer Aussage gezeigt, dass die betroffene Aussage korrekt ist.), "hypothetical reasoning" (auf Deutsch: auf Hypothesen und Annahmen aufbauende Beweisführung), usw angegeben.


(#) von Seite 1:


(*) von Seite 2:





 2. Pain, birth, activity, faults and misapprehension - on the successive annihilation of these in the reverse order, there follows release.

fault

UnterlassungsFehler, Schuld, Verschulden, Makel, Mangel; Versehen, Vergehen, Irrtum, Fehltritt; SchichtenBruch, Verwerfung, Unterbrechung, Spalte, Kluft; Defekt, Fehler, Erd-, Leitungsfehler, Störung;  Fehler; Verlieren der Spur, verlorene Fährte; Mangel; fehlerhafte Isolierung  

misapprehension

Missverständnis, falsche Auffassung

successive

aufeinanderfolgend, in regelmäßiger Folge;      nacheinander entstanden; geordnet, fortlaufend, -gesetzt; ererbt, erblich, erbberechtigt  

annihilation

Vernichtung, Zerstörung, Aufhebung

reverse

umgekehrt, -gedreht, verkehrt, entgegengesetzt; rückläufig, nach rückwärts gerichtet, Rückwärts…; Rücken…  

release

HaftEntlassung, Freilassung; Loslassen      Befreiung, Erlösung; Entlastung, Entbindung, Freistellung; Neuerscheinung; Freigabe      Aufgabe, Verzichturkunde, Quittung, Preisgabe, Verzicht;  Auslöser, Auslösung;      Auspuffklappe, Auspufftakt;      RechtsÜbertragung, Erledigungsschein  

Buch I, Kapitel 1; Vers 2:

2. Schmerz, Geburt, Tätigsein, Makel und Mißverständnis (Erliegen von Täuschungen) - durch die aufeinanderfolgende Aufhebung derselben in der umgekehrten Reihenfolge, wird das Losgelassenwerden, das Freisein von diesen erlangt.


Übersetzung des Verses 2 gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 365 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/360/mode/2up:

https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/364/mode/2up:

(Dabei ist es angeraten, alle Anmerkungen von Professor Deussen zu lesen.)


Kommentar vom Verfasser des Buches, Herrn Satis Chandra Vidyabhusana:




   3. Perception, inference, comparison and word (verbal testimony) - these are the means of right knowledge

3. Wahrnehmung, Schlußfolgerung, vergleich und Wort (verbales Zeugnis) - dies sind die Mittel gültigen Wissens.


Übersetzung des Verses 3 gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 365/366 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/360/mode/2up:
        Eine direkte Übersetzung findet man nicht; aber im Prof. Deussen's Ausführungen wird dennoch dieser Vers erläuternd und hinweisend dargelegt:

Siehe zB https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/364/mode/2up und die folgende Seite, also https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/366/mode/2up



Erläuterungen vom Verfasser des Buches, Herrn Satis Chandra Vidyabhusana:




   4. Perception ist that knowledge which arises from the contact of a sense with ist object and which is determinate, unnameable and non-erratic.

4. Wahrnehmung ist jene Art von Wissen, welche aus dem Kontakt eines der Sinne mit dem damit wahrnehmbaren Gegenstand entspringt; es ist genau begrenzt, nicht namensartig, nicht ein in Form von Namen gegeben Seiendes und es nicht variabel bzw launenhaft.


Übersetzung des Verses 4 gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 366/367 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/366/mode/2up



Erläuterungen vom Verfasser des Buches, Herrn Satis Chandra Vidyabhusana:



Übersetzung des Verses 4 gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 366/367 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/366/mode/2up





  5. Inference is knowledge which is preceded by perception, and is of three kinds, viz. â priori, â posteriori and 'commonly seen'

5. Schlußfolgerung ist eine Art von Wissen, welches Wahrnehmung vorraussetzt; sie gibt es in 3 Arten, nämlich gemäß â priori, â posteriori und "gewöhnlich, normalerweise wahrgenommen "

Übersetzung des Verses 4 gemäß Prof. Paul Deussen auf Seite 366/367 (in allgemeine Geschichte der Philosophie, Band I.3, siehe: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/366/mode/2up

Professor Deussen geht ausführlich darauf ein, ohne den Vers als Vers zu übersetzen: Siehe etwa Seite 367 via: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/366/mode/2up


Erläuterungen vom Verfasser des Buches, Herrn Satis Chandra Vidyabhusana:




.. hier geht's dann demnächst weiter ...

                                                                                                            




Doppelseite 107 von 107

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