Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

Anm.: Es wurde noch die Einleitung von Shankara eingefügt und alles nochmals etwas überarbeitet (25.9.2020); nun wird noch die Übersetzung der Isha-Upanishade von Artur Schendel eingefügt:


Isha-Upanishade:


Bei Professor Paul Deussen heißt es dazu einleitend (siehe: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/522/mode/2up):



Es gibt noch da noch ein Büchlein:


(Artur Schendel war ein niederländischer Schriftsteller.

Wikipedia berichtet über ihn u.a.

>>Die Familie van Schendel kehrte 1879 nach Pensionierung des Vaters, der in der Kolonialarmee Karriere gemacht hatte, aus Batavia im damaligen Niederländisch-Indien nach Holland zurück und ließ sich in Haarlem nieder. Van Schendel verlor den Vater ein Jahr nach der Rückkehr in die Niederlande. Die Mutter musste mit einer kleinen Rente auskommen und zog auf der Suche nach billigem Wohnraum durch eine ganze Reihe niederländischer Städte (Den Haag, Amsterdam, Haarlem).<<; siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_van_Schendel .

Bei https://www.perlentaucher.de/buch/arthur-van-schendel/das-fregattschiff-johanna-maria.html heißt es: >> Arthur van Schendel, 1874 als Sohn eines Offiziers in der indonesischen Stadt Batavia geboren, Nach seiner Rückkehr in die Niederlande absolvierte er eine Schauspielausbildung, begann mit dem Schreiben und - nach einigen Jahren in England - mit dem Unterrichten. Der Durchbruch gelang ihm 1904 mit dem historischen Roman "Ein ...   <<           



https://whoswho.de/bio/arthur-van-schendel.html

berichtet: >> Arthur van Schendel: Der niederländische Schriftsteller. Mit "Drogon" (1896), einem Roman über die Zeit der Kreuzfahrer, Begründer der Schule der Neuromantik in den Niederlanden; wandte sich später dem Naturalismus zu. Weitere Werke: "Ein Wanderer" (1904/07, dt. 1924), "Das Vollschiff Johanna Maria" (1930, dt. 1933), "Die Welt ein Tanzfest" (1938), u.a. <<


>> Arthur Schendel: Schendel [ˈsxεndəl], Arthur van, niederländischer Schriftsteller, * Batavia 5. 3. 1874, † Amsterdam << ergibt sich per: https://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schendel-arthur 

Sein hier benutzten Buch "Upanishaden, Nachdichtungen von Artur Schendel"  kam im Eigenverlag heraus, sodaß es Ihm wohl ein größeres Anliegen war.)


Hier nun erst noch Artur Schendler's Vorwort zur Isha-Upanishade von Artur Schendel, Seite XXVII und auch XXVIII:

Vorwort zur Isha-Upanishade von Artur Schendel, 1923, Eigenverlag,

Seite XXVII und auch XXVIII



Bei http://www.spiritwiki.de/w/Isa_Upanishad heißt es zur Isha-Upanishade:

"Die Ishavasya - Upanishad (Sanskrit: Îçâvâsya; īśāvāsyopaniṣad : īśā vāsya + upaniṣad; īśopaniṣad : īśā + upaniṣad, auch Isha Upanishad) besteht aus 18 Versen und ist das letzte Kapitel des weissen Shukla - Yajurveda.

Sie gilt als offenbarte Shruti (Śruti) - Schrift und erhielt ihren Namen von den Sanskritwörtern īśā und vāsya ("vom Herrn , umhüllt")."              


Von der Isha-Upanishade gibt es zahlreiche Übersetzungen ins Deutsche, sodaß sie sehr unterschiedlichen Autoren wohl sehr bedeutsam erschien. Da wären zu nennen:


Sri Aurobindo, erschienen 1988 im Mirapuri-Verlag, Planegg, ISBN 3-922800-32-7. Das Büchlein ist mit Mehrfarbigkeit aufwendig und schön gestaltet. Es umfaßt 103 Seiten, wobei man die Übersetzung der Upanishade auf den Seiten 9 bis einschließlich 16 findet. Aurobindo übersetzte den Text ins Englische von wo aus dann die Übersetzung ins Deutsche erfolgte.

ISHA UPANISHAD - SRI AUROBINDO: https://www.youtube.com/watch?v=2x6RqN82aPY

(... Die Isha-Upanishade wird dankenswerterweise auf Sanskrit rezitiert/vorgelesen  und anschließend Sri Aurobindo's Übersetzung in die englische Sprache vorgelesen. ... sehr hilfreich, wenn jemand Schwierigkeiten mit dem Sehen-Können hat oder auch gar ganz blind ist. ...)

 


Raphael übersetzte mehrere Upanishaden aus dem Sanskrit ins Italienische, von wo es Beate Schleep dann ins Deutsche transferierte., ISBN 978-3-96409-119-2, erschienen in Pro BUSINESS GmbH im Jahr 2019; das Orginal mit ISBN-Nr.: 978-88-85405-75-2 wurde als "Cinque Upanisad"v om Asram -Vidya , Rom im jahre 2016 herausgegeben. Die erste der Upanishaden in diesem Buch"Fünf Upanishaden" ist die Isá-Upanishade. Auf den Seiten 22 bis 36 findet man diese Upanishade übersetzt und erfreulicherweise hat Raphael auch Shankara's Kommentar zumindest teilweise übersetzt und zitierend in seinen Anmerkungen eingefügt.


Professor Deussen übersetzte die Isha-Upanishade im Rahmen seines Buches "Sechzig UPANISHADS DES VEDA", das in erster Ausgabe bereits Im Jahr1897 erschien.

In der Neuherausgabe  vom marix-Verlag aus dem Jahre 2006, "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda" auf den Seiten 635 bis 639 ( Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda, In der Übersetzung von Paul Deussen, marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5, sechzig Upanishad’s Des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 3. Auflage, F.A. Brockhaus, 1921, )

Darüberhinaus findet man es als kindle-"E-Book": "Sechzig Upanishads des Veda  Kindle Ausgabe" vom Jazzybee Verlag, zB. via: https://www.amazon.de/Sechzig-Upanishads-Veda-Jazzybee-Verlag-ebook/dp/B009D3CDDM/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=kindle+ebooks+Deussen&qid=1589085374&s=books&sr=1-1

Dieses Buch findet man auch bei "forgottenbooks.com" via dem Link (vom 10.1.2020) https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#21.

Selbstverständlich findet es sich auch im US-Archiv und ist dort ereichbar per dem Link (war ok am 10.1.2020) https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/ii ;

die Isha-Upanishade findet man dabei via: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/522

 

oder gemäß Inhaltsverzeichnis des Buches:


wobei man per "https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.191073/page/n1" auch eine englischsprachige Ausgabe finden kann, die erst 1980 in Indien erschien, was die Wertschätzung zum  Ausdruck bringt, welche Prof Deussen's Werk auch heutzutage noch entgegengebracht wird:






Eknath Easwaran übersetzte sie ins Englische und auf Deutsch - übersetzt von Peter Kobbe - erschien sie schließlich als:

>>Die Upanishaden, Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran, Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008 <<

(>> Herr Easwaran lebte wurde 1910 in Kerala/Süd-Indien geboren und starb 1999. Er studierte „Englische Literatur“ und wurde Professor in Nagpur/Zenralindien. 1959 kam er als Universitätslehrer nach Kalifornien/USA, wo er bald Buchautor wurde. << Soweit einige der Angaben über den Herausgeber dieses Buches wiedergegeben.).

(Seine, sich sehr flüssig und leicht zu lesende, Übersetzungen der Upanishaden tragen wohl auch die Handschrift eines Professors für Literatur.) Auf den Seiten 274 bis 284 findet sich das "kapitel" "Der innere Herrscher: Isha Upanishad", wobei die Übersetzung der Isha-Upanishade mit den Seiten 278, 279 und Seite 280 auskommt.


Hillebrandt  (1853 bis 1927) war Professor für Indologie an der Universität Breslau und seine Übersetzung erschien 1921. Ein  unveränderter Nachdruck seiner Wiedergabe erschien in Diederich's "gelber Reihe" als: "Upanishaden, Die Geheimlehre der Inder“ mit einem Vorwort von Helmuth von Glasenapp, Diederich's Gelbe Reihe, Heinrich Hugendubel Verlag 2003, ISBN 3-89631-426-2. Dort findet man die Îsha-Upanishade auf den Seiten 168 bis 169.


Bhaktivedanta Swami Prabhupada , Sri Isopanishad, überarbeitete Auflage 2006, ISBN 978-91-7149-439-9, anscheinend erstmals 1971 erschienen - daraufhin weist ein "Copyright"-Vermerk -, 144 Seiten. Bei dieser Ausgabe ist der Texte der Upanishade nicht in einem Block übersetzt, an die sich die Kommentierung anschließt, sondern an jeden Vers fügt sich der Kommentar an.

Die Mantras der Sri Isopanisad in deutscher Übersetzung:       https://www.youtube.com/watch?v=t92fhS9n99c&t=463s



Bei www-pushpak.de findet man eine Fassung von Hildebrandt's Übersetzung online: Es heißt dort: >> www.pushpak.de- 1 -Upanishaden Auszüge aus den Brâmahnas und Upanishaden Im Folgenden stehen einige, nach meiner Ansicht, die schönsten Abschnitte aus dem Buch"Upanishaden" von Alfred Hillebrandt(1853-1927),leicht überarbeitet im Vergleich zur Übersetzung von Paul Deussen(1845-1919). <<

https://www.pushpak.de/upani/upanishaden_auszuege.pdf


(Johannes Hertel übersetzte Upanishaden auch ins Deutsche; es erschien im Münchner Verlag "Atmosphären" 2005: "Upanischaden. Die alte Weisheit Indiens. Eine Auswahl aus den ältesten Texten. Aus dem Sanskrit übers. und erl. von Johannes Hertel. Quellen der Weisheit Bd. 5",  (ISBN-13: 9783865330246), ob die Isha-Upanishade dabei ist, konnte ich noch nicht herausfinden.)





Hinweis des Übersetzers ins Deutsche:


Eine Übersetzung der Einführung, der Einleitung und aller Fußnoten mit Ananandagiri's Hinweisen hoffe ich dann alsbald noch eingefügt zu haben.(München, den 25.9.2020)

Betreffs des benutzen Quelltextes siehe:
https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf

(Der Hinweis auf diese Ausgabe stammt von "widsom.org".).


Die Übersetzung der Isha-Upanishade und der Kommentare von Shankara ins Deutsche (angefertigt wird/wurde die Übersetzung ins Deutsche von Franz Rickinger, München), um es nochmals in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht zu haben, erfolgt anhand von:


https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf







mould


Gieß-, GussForm;      KörperBau, Gestalt, Form ;     Art, Natur, Wesen, Charakter;      Hohlform, Pressform, Kokille, Matrize, FormModell, Gesenk...;      Gussmaterial;      Mall ;     Sims, Leiste, Hohlkehle;      Form;      Abdruck;      Guss; 

shape

gestalten, formen, bilden, prägen;      formulieren, in Worten ausdrücken, in Worte fassen;      planen, entwerfen;      sich vorstellen, ersinnen, sich ausdenken, schaffen;      ausrichten, lenken;      modellieren, konstruieren, formen, gestalten ;     bestimmen  


Hinweis

Das Übersetzen eines Sanskrit-Werkes dieser Art ins Englische zu übersetzen, bereitet viele Schwierigkeiten, weil das eigentliche Wesen der Sprache in welcher Gedanken sowie Ideen ihren Ausdruck finden und die Vorgaben in welche Gedanken sowie Ideen einzufügen sind, in diesen beiden Sprachen oftmals grundlegend verschieden sind. Aber keine Mühe wurde gescheut, aufdaß diese Fassung, die wir hier herausgeben, dem Orginal so weit als möglich gerecht wird und glaubwürdig ist.


Der zugrundgelegte Text, der Sanskrit-Text von dem wir ausgehen, ist jener der "Gedächtnisausgabe der Arbeiten von Ṣrî Ṣankarâchârya wie sie von Śrî Vâṇi Vilâs Press herausgegeben wurde; allerdings wurden, darüberhinausgehend, zwei Manuskripte durchgehend zu Rate gezogen und auf diese gründen sich die wenigen anderen Lesearten, welche in den Fußnoten Erwähnung finden. Der Übersetzung geht eine kurze Einführung voraus, welche die Lehren der Upanishaden zusammenfaßt.

Hie und da haben wir noch Notizen hinzugefügt, die wir von Ânanadagiri übernahmen und auf diese Weise haben wir alles wertvolle und interessante aus seiner Tîkâ in das Buch eingefügt.

Es war unsere Absicht und es bleibt zu hoffen, daß diese Hilfen die Nützlichkeit der vorliegenden Übersetzung erhöhen.





initial


anfänglich, Anfangs…, Ausgangs…, erster, e, es;      Null…  

concluding

abschließend, End…, Schluss…


Einführung

---------------------

Die Îṣâvâsyôpanishad - benannt nach den ersten Worten - bildet das abschließende Kapitel zur Samhitâ des Suklayajurvéda. Sie wird manchmal auch als Samhitôpanishad bezeichnet, um sie von den anderen Upanishaden, welche üblicherweise zu den Brâhmaṇas gezählt werden, zu unterscheiden. Gemäß des Kommentars, welcher hier übersetzt wird, sind die 18 Verse dieser Upanishade in 4 Kategorien einzuteilen:



                             (i)  Vers 1, welcher die Lehre enthält, wonach jene, welche das                                   Selbst verstehen und bereit sind es zu verwirlichen, alle weltlichen                                   Sehnsüchte aufgeben sollten and sich ganz dem Erreichen der                                   endgültigen Befreiung widmen sollten.

                          (ii)  Vers 2 , welcher das Ausüben von karma mit jenen Anderen in
                                Zusammenhang bringt, welche das Selbst nicht begreifen und
                                infolgedessen nicht in der Lage sind es zu verwirklichen

                         (iii)  Die Verse 3 bis 8 - welche ihr Augenmerk auf jene Personen lenken, die
                                in die Kategorie des Verses 1 passen - beschreiben die wirkliche Natur des                                  Selbsts und zeigen die Folgen von sowohl eines Verwirklichen desselben                                 als auch eines Nicht-Realisierens desselben auf.

                und (iv)  Die Verse 9 bis 18, in denen ein Ausführen von Handlungen
                               ergänzt um die Praxis von upâsanâ, betreffs jener Personen auf welche                                Vers 2 sich bezieht, empfohlen wird.




inculcate

 einprägen, einschärfen

comment

Bemerkung, Erklärung, Stellungnahme;    Kommentar, Deutung,  Erläuterung, Anmerkung; Kritik, kritische Bemerkungen;  Gerede, Klatsch  

von Pons: now and again

das eine oder andere Mal;  immer mal wieder, dann und wann, von Zeit zu Zeit, gelegentlich, ab und zu [o. an] 

von Pons (aus Internet):  line of conduct 

Verhaltensweise

conduct

Führung, Betragen, Benehmen, Verhalten;
Führung, Leitung, Verwaltung; Führen, Geleit, Begleitung;  Schutzgeleit;  Aus-, Durchführung

line of conduct

Lebensführung

opposed

gegensätzlich; entgegengesetzt; Gegen…

sense

Sinn, Sinnesorgan; Sinne, klarer Verstand; Vernunft, Verstand; Sinne, Wahrnehmungs-, Empfindungsvermögen; Gefühl, Empfindung; Sinn, Auffassung, Verständnis, Gefühl; Bewusstsein, Gefühl, Empfinden; Sinn, Bedeutung; Sinn, Vernünftiges Richtung, Orientierung 

subsidiary

subsidiär, Hilfs…, Aushilfs…, Unterstützungs…, Subsidien…;  untergeordnet, Neben… behilflich, ergänzend      

composure

GemütsRuhe, Fassung, Gelassenheit; Verbindung

noble

adlig, von Adel; edel, erlaucht, vornehm, berühmt; edel, Edel…, erhaben, großmütig, ausgezeichnet, nobel; prächtig, stattlich; prächtig geschmückt; kostbar, Edel… widerstandsfähig vortrefflich.

reckon

be-, errechnen errechnen, zusammenzählen, addieren; betrachten, ansehen; halten für; rechnen, zählen;  kalkulieren, in Ansatz bringen; fest annehmen, glauben, der Meinung sein; für gut halten;  zurechnen, zuerkennen   

release

aus der Haft entlassen, freilassen, auf freien Fuß setzen; loslassen; lösen, losmachen;   befreien, erlösen; entbinden; freigeben, herausbringen, veröffentlichen; auslösen;      aufgeben, verzichten auf; einem anderen als Eigentum überlassen, übertragen;    freisetzen

betake

die Flucht ergreifen...

betake to

sich begeben (nach), seine Zuflicht nehmen (zu),
seine Rettung sich (in  DAT)

to betake oneself to

die Flucht ergreifen

significance

Bedeutung, tieferer Sinn;  Bedeutung, Bedeutsamkeit, Wichtigkeit; Bedeutung, Ausdruckskraft  



Beim Kommentieren dieser Upanishade berührt Ṣrî Ṣankarâchârya hie und da den folgenden Aspekt, welcher für das richtige Verständnis seiner Ansicht oder auch seines Verständnisses von großer Bedeutung ist. Die Veden heben einprägsamerweise zwei unabhängige Vorgehensweisen hervor: Einmal eine auf karma oder auch anders gesagt Handlung, Aktivität basierende Lebensführung und zum Anderen eine Verhaltensweise des jnâna  dh eine auf ein "Sich von der Welt zurückziehen, Distanz zur Welt einnehmen" basierende Lebensführung. Ersteres ist Gegenstand der liturgischen Anteile der Upanishaden oder auch anders gesagt des karmakâṇda und Zweiteres ist der Gegenstand des jnânakaṇda, ausschließlich die zugrundliegende Einheit, das alles Verbindende. Insofern sind die zwei Wege des karma und jnâna gegensätzlich, von Grund auf verschieden.

Allerdings sollten wir uns daran erinnern, daß es eine Betrachtungsweise gibt, wonach Ersterer als dem Zweiteren zumindestens untergeordnet bzw ergänzend erscheint; das komme daher, daß wenn der Weg der Aktivität ohne jegliche selbstsüchtige Begehrlichkeiten nach Belohnung beschritten werde, er als eine Vorbereitung auf den Weg der Zurückgezogenheit diene und das wiederum daran liege, daß jene Gemütsruhe, Gelassenheit und Verfassung des Geistes hervorgebracht werde, ohne welche eine Suche nach höchster Wahrheit unmöglich ist. In diesem umfassenderen Sinne wird karma als eine, in Hinblick auf endgültige Befreit- und Erlöstheit, von außen wirkende Hilfe (bahiranga)- , die durchaus geleistet wird in der Erwartung, daß es dann auch so kommen werde -  gezählt.

Jnâna ist jedoch die von innen kommende Hilfe (antaranga)  und wenn jemand erstmal seine Flucht dorthin ergriffen hat, dort seine Zuflucht genommen hat, so ist die Folge logischerweise, daß für ihn alles karma seine Bedeutsamkeit sowie das "Wert-Darauf-Legen" verliert. Das wurde sehr gut von Vârtikakâra ausgedrückt:

Satyantarangé vijâné bahirangam na siddhyati

Samskârakam tu karma syât jnânâttvajnânanin-buthi

                                                                                 - Sambandha  Vârtika 368.

( Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Betreffs Sambandha Vârtika des Vârtikakâra ( = Sureshwaracharya)  in Englischer Sprache siehe zB.:  https://ia801604.us.archive.org/34/items/TheSambandhaVartikaSuresvaracarya/Sambandha%20Vartika-Suresvaracarya-TMP.pdf#page=1&zoom=auto,-58,842)





Seite 1 von Shankara's Kommentar:


ÎSÂVÂSYÓPANISHAD

samt des Kommentars von

SRÎ SANKARÂCHÂRYA


ritual


Ritual, rituelle Handlung, Zeremoniell;      Ritual, Riten-, Gottesdienstordnung, Rituale, Ritualbuch; vorgeschriebene Form; Agende  

explain

erklären, erläutern, verständlich machen, auseinandersetzen; begründen, rechtfertigen  

(Anm. des Übersetzers aus dem Englischen ins Deutsche: Die Übersetzung ins Deutsche schließt den Satz mit dem zugehörigen Teil aus Seite 2 ab.)

Die Verse, welche mit Îṣâvâsyam beginnen, werden im Zusammenhang mit Ritualen sowie in vorgeschriebenen Formen (1) nicht gebraucht, weil sie die wahre Natur des Selbst, welches karma nicht untergeordnet ist, erklären.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Anmerkungen aus Ânanandagiri's Tîka.



Weiter mit Seite 2 von Shankara's Vorrede:


taintlessness

Unbeflecktheit, Makellosigkeit, Reinheit;      Unverdorbenheit, Unschuld  

moreover

außerdem, überdies, noch dazu

character

Charakter; Persönlichkeit; Mensch, Typ;      Ruf, Leumund; Leumunds-, FührungsZeugnis; Charakter, Rang, Stand, Würde; handelnde Person, Figur; Rolle, Figur  Persönlichkeit; sonderbarer Mensch, Kauz

agent

Agentin; Konzessionsinhaberin; Agens, bewirkende Kraft; Kampfstoff; Reisender;    Agentin, V-Mann, V-Frau; Vertreterin, Bevollmächtigte, Kommissionär, Makler...;      Handelnder, Wirkende, Urheber;  

inasmuch as

da...

purport

behaupten, vorgeben; besagen, beinhalten, zum Inhalt haben, ausdrücken

bzw

Inhalt, Bedeutung, Sinn, Tragweite; Zweck  

unfold

entfalten, ausbreiten; entfalten, ausbreiten, öffnen, auseinanderfalten; enthüllen, darlegen, offenbaren; unterbreiten, vorlegen, entwickeln;

Die wahre Natur des Selbst, wie es hier zum Audruck gebracht wird, sind Reinheit, Makellosigkeit, Einssein, Dauerhaftigkeit, Körperlosigkeit, Allgegenwärtigkeit und dergleichen mehr; weil diese grundsätzlich verschieden sind von karma, ist es einfach nur folgerichtig, daß diese (Verse) nicht in Ritualen benutzt werden und es , insofern, unterlassen wird , sie in Förmlichkeiten zu pressen. Das Selbst, dessen Wesen und Natur sich hier beschrieben finden, können darüberhinausgehend weder modifiziert, erworben noch gereinigt werden; desweiteren ist es von seinem Wesen her auch nicht wie ein Bewirkender oder auch ein sich Erfreuender, weil es dann ja dem karma untergeordnet und insofern ein Resultat von karma wäre. (Und dessen Existenz kann nicht in Frage gestellt oder auch bezweifelt werden), da aller Upanishaden Sinn und Zweck es ist, dessen Natur darzulegen und zu enthüllen. Die Bhagavadgīta und das Môkshadharma (Teil des Mahābhārata) haben dasselbe Ziel.

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Anmerkungen aus Ânanandagiri's Tîka

(Fortsetzung von (1) und dann (2):



Anmerkung des Übersetzers aus dem Englischen ins Deutsche:

Betreffs "Bhagavad Gita" und "Mokshadharma" (der konkrete Vers wurde leider nicht angegeben)  siehe zB Die Übersetzung von Professor Paul Deussen in Gemeinschaftsarbiiet mit Dr. Strauss in "Vier Philosophische Texte des Mahâbhâratam"

https://archive.org/details/dassystemdesved00deusgoog, https://archive.org/details/vierphilosophisc00deusuoft  .


Weiter mit Seite 3 von Shankara's Vorrede:


(Es muß daher angenommen werden, daß) karma  empfohlen wird - , wobei davon auszugehen wäre, daß es aus der Sicht sowie Meinung durchschnittlich intelligenter Menschen als gesichert anzusehen sei - , daß sowohl Vielfalt, Wirksamkeit, Spaß, etc als auch Unreinheit sowie Sündhaftigkeit vom Selbst kämen. Jene, welche wissen, wer (für Rituale) in Frage kommt, behaupten, daß karma ausschließlich als das Richtige für jene beschrieben bzw angeraten sei, welchen es nach deren Früchten gelüstet -- ob jene Frucht als spiritueller Wunschgegenstand sichtbar ist (dh in diesem Leben erreichbar) oder aber auch unsichtbar (dh ausschließlich in einem anderen Leben zu erlangen wäre) als Svarga -- und welche der Auffassung "Ich bin ein zweimak geboren, frei von Blindheit, Unterentwickeltheit und dergleichen Anzeichen von Ungeeignetheit" (³). Deshalb schaffen die folgenden Verse - indem sie die ursprüngliche vollständige Unwissenheit betreffs des Selbsts beseitigen - ,  welche aus einer Erläuterung dessen wahrer Natur bestehen, ein Wissen der Einheit, welche das Mittel ist um Sorge, Täuschung sowie Getäuschtheiterliegen und ähnliche Aspekte weltlicher Existenz zu überwinden. Wir werden in Kürze alle diese Verse kommentieren, nachdem wir jenen Personenkreis umrissen haben, für welchen es höchst bedeutsam ist, Gelegenheit zu haben, den Gegenstand derselben, deren Absicht sowie deren wechseitiger Beziehungen zu studieren. (4)

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Anmerkungen aus Ânanandagiri's Tîka.

(³)

(4)



Nun folgt die Übersetzung der Verse mit Shankara's Kommentar und etwaigen Anmerkungen aus Ânandagiri's Tîka sowie bisweilen kürzere oder auch ausführlichere Anmerkungen des Übersetzers aus dem Englischen ins Deutsche.

Die Übersetzung von Professor Deussen - aus seinem Buch "Sechzig Upanishaden des Veda" wird mit angegeben. (Gelegentlich werde ich diese Zitate - aus www.archive.org - von Professor Deussen durch die entsprechenden Zitate aus der zweiten Auflage, welche mir - mit Datumsangabe 1905 - vorliegt, ersetzen.) :



https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf


https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/3/mode/2up


1. In the Lord is to be veiled all this—whatsoever moves on earth. Through such renunciation do thou save (thyself); be not greedy, for whose is wealth?

Vers 1: Im "Lord" ist all dies verschleiert, erhielt all dies Verschleierung, Verschleiertheit, im Lord muß/müßte all dies seine Verschleierung erhalten haben - und zwar wasauchimmer sich auf Erden bewegt. Mittels solchen Verzichts, solcher Entsagung, solcher Betrachtungsweise schütze man sich selber; man sei nicht so gierig, gefräßig, habsüchtig; wessen Reichtum ist es denn schon?

Professor Deussen's Übersetzung: 


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Siehe:  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf):


Jemand/Etwas der/die/zwi/das regiert, steuert, regelt, im Endeffekt bestimmt wird Ít genannt. Ísá bedeutet "durch den/die/zwi Lord". Der/die/zwi Lord ist der/die/zwi Regent, Reglerinzwi und das wahre Selbst aller Kreaturen. Von so einem/eine/ön  Lord - der tief innen mit einem selber eins, direkt verbunden ist - ist etwas überdeckt, überzogen, dh eingehüllt, verborgen. Was? Idam sarvan (= all dies), yat kincha = was auch immer, jagatyam = auf Erden. Jagat = all jenes (das sich bewegt) . Durch das eigene Selbst, vermöge des eigenen Selbsts - Der/die/dös/ön Lord, das höchste, letztendliche Selbst - welches die einzige Wirklichkeit ist, welches als Einziges Wirklichkeit hat, müssen all diese unwirklichen (Dinge) - sowohl bewegliche als auch unbewegliche -   überdeckt, erfaßt, eingehüllt werden; es so betrachtend, wahrnehmend ergibt sich - bzw so im Streben nach Realisation geleitet werdend, ergibt sich  - :  "Ich bin - Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: tief innen eins mit; da ist etwas das tief in allen Wesen und Dingen ist und das stets es selber bleibt, unveränderlich, unberrschbar, unzerstörbar, unvermeidbar,  - das innere Selbst von allem". So wie ein zufälliger, unerwarteter schlechter, von Feuchtigkeit herrührender schlechter Geruch in einer Sandale, ausgehend von einer Sandale, von wahren Gerüchen überwältigt, bezwungen wird, wenn man die Sandale putzt, so wird die seit Geburt bestehende, natürliche Vielfältigkeit der Welt - insbesondere die Tatsächlichkeit daß man ein Handelnder, Agierender, Leitender oder auch ein Genießender, Genießer ist - und welche dem Selbst gleichsam überlagert ist,  tatsächlich überwunden, durchschaut wenn die Wahrnehmung des (einen) wirklich, wahrhaft existenten Selbst überall erfolgt, wenn das "überall-ige Gewahrsein des (einen) wirklich, wahrhaft existenten Selbst erlangt ist, erfolgt. Da jagatyām hier in einem hinweisenden, deutenden Sinne gebraucht wird, können alle Arten von Effekten, Folgen daraus, die nach Name, Form und Wirkung/Handlung unterschieden werden nur als etwas verstanden werden/gemeint sein, welches diesen Beiklang hat, dh auf dieses hinweist bzw zu diesem führt,

(Anmerkungen des Übersetzers ins Deutsche: Man vergleiche dazu jenen Vers in den Patanjali-Yogasutren, in welchem es um die Anwendung von samyama, der "Sammlung" auf den Unterschied von Laut, Bedeutung und Wirkung geht (vgl dazu auch: Teil III, Abschnitt C, Vers 17, Seite 143 - Patañjali „Die Wurzeln des Yoga, die klassischen Lehrsprüche des Patañjali- die Grundlage aller Yoga-Systeme, O.W.Barth Verlag, Jubeläumsausgabe 1999, Übersetzung der Kommentare aus dem Englischen von Bettina Bäumer, ISBN 3-502-67006-4  - und welche zum Begreifen der Sprache Anderer, inklusive von Tieren zu führen vermag, wie es etwa von einigen freundlich gesonnenen, es gut meinenden Verhaltsforschern etwa im Zusammenhang mit der Sprache der Wölfe, Schimpansen, Bienen - Schwänzeltanz - usw intuitiv betrieben wird. Die Biene "tanzt" und das hat eine Bedeutung für sie, sie will damit etwas ausdrücken und sie weiß, was sie da ausdrücken will und das was sie ausdrücken will ist verschieden von dem wie sie es ausdrückt, den "Worten". Ihr Tanz hat aber auch eine Wirkung, indem andere Bienen dann wissen wo in etwa wie viel "Ernte" zu holen ist, "Erntehelferinnen" not-wendig sind. Die Wirkung ist wiederum unabhäng von dem Tanz, in dem die anderen Bienen ja erst mal verstehen müssen, was die andere Biene meint und dann trotz aller Bedeutung des Tanzes selber und eigenständig dort hinfliegen, wenn sie dorthin fliegen. Andererseits hatten sie eben vorher nicht gewußt wo jene "Ernte" zu tätigen ist und deshalb folgt die Bedeutung dessen was die tanzende Biene da "sagt" nicht aus den, dann auf jenen Tanz reagierenden anderen Bienen. Desweiteren ergibt sich aus dem Wissen der tanzenden Biene alleine eben auch nicht die Wirkung der dann auch dorthin fliegenden Bienen, wenn jene tanzende Biene nicht den entsprechenden Tanz aufführen würde würde. Insofern sind das Wissen der Biene, deren Tanz und die Wirkung ihres Tanzes unabhängige Aspekte ihrer Sprache. Ohne dem Wissen wäre der Tanz gar nicht, ohne dem Tanz täten die anderen es zu jenem Zeitpunkt nicht wissen können. Wenn die anderen dann aber nicht als eigenständige Lebewesen dorthinflögen, wäre der Tanz sinnlos gewesen und wirkungslos. Ohne Wissen würde ein, dann willkürlicher Tanz - immer wieder in die Irre führen und der Tanz jener Biene würde an Bedeutung verlieren; die Bedeutung wäre dann "nur" noch: "Achja sie meint, daß" oder auch  "sie täte dort nun hinfliegen, aber kann aus irgendeinem Grund nicht und meint wir oder auch jemand anderes sollten es auch mal dort versuchen". Tanz ohne Wissen wäre was anders, Wissen ohne Tanz wäre auch wieder was anderes und die Wirkung des Tanzes hängt vom zugrundeliegenden Wissen ebenso ab wie von der Bereitschaft der Anderen aktiv zu werden. In einem bekannten TV-Film über "Wer ist intelligenter, Hunde oder Katzen" wird von einem Hund berichtet, der sich um einen, auf einen Rollstuhl angewiesenen, Menschen kümmerte/zu kümmern hatte. Er konnte viele Symbole, Worte usw verstehen, usw. Plötzlich fing er immer wieder mal an, eine leere Diafilm-Dose dem Gelähmten zu bringen und dieser erst verstand nicht was das solle. Aber dann merket er, daß der/sein Hund das tat, wenn er einerseits verstanden hatte, was er tun solle und andererseits es aber nicht ausführen konnte, wenn zB ein Handy von einem bereits gegangenen Besucher zu weit oben im Regal abgelegt worden war oder auch eine Tür versperrt war odgl. Er verstand also völlig richtig. Nur die Reaktion war anders als erwartet, weil Unerwartetes diese Reaktion völlig sinnvollerweise hervorrief. Jener Gelähmte hatte andererseits auch genau das Richtige auszudrücken versucht/gemeint gehabt; er hatte sich auch richtig ausgedrückt gehabt und doch war die Wirkung eine Andere als dem "Symbol", der "fixierten" Wortbedeutung entsprach. Insofeern sind eben Bedeutung, Klang und Wirkung unabhängig voneinander und es kann keine Identität zwischen Wort und Wirkung geben)

. Was eine Person, die so völlig ergriffen ist von der Idee, dem Konzept, daß der/die/zwi Lord das Selbst aller ist, tun sollte ist Folgendes: Auf den 3-fachen Wunsch für Nachwuchs usw zu verzichten, die notwendige Distanz dazu zu erlangen und einzunehmen und sich nicht in Karma

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Karma = Handlung, Handlungen; betreffs sich "nicht in Karma verstricken" siehe Vers 45, Kapitel II der Bhagavad Gita: Bei Mr. Mahesh heißt es da in der deutschen Ausgabe der ersten 6 Kapitel der Bhagavad Gita aus dem Jahre 1971/1972: "Die drei gunas sind der Veden Thema, seo ohne die drei gunas, Arjuna, befreit von Zweiheit, in Reinheit ewig fest, nicht an Besitz gebunden, dem SELBST gehörend"  - Verlag International SRM Publications, Stuttgart, 1971 copyright bei Mr. Mahesh - . Eknath Easwaran übersetzte das mit: >> Die heiligen Schriften beschreiben die drei Gunas. Aber du solltest frei sein vom der Wirken, in ewiger Wahrheit fest gegründet, selbstbeherscht, ohne irgendein Dualitätsempfinden oder das Verlangen, zu erwerben und zu horten <<  - "Die Bhagavad Gita, Die Quelle der indischen Spiuritualität, eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran", Goldmann-Verlag, ISBN 978-3-442-22013-7 WG2927; aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt von Peter Kobbe -. "Ohne die drei Gunas sein", nunja: Dabei geht es also um so etwas wie die Erfüllung des "Bemühens" um Unparteilichkeit, Fairness, Objektivität. Wenn jemand ein Seil für eine Schlange hält und diesemirrtum erliegt, so ist das schlimm und hat mehr oder weniger unerfreuliche Konsequenzen, dh verursacht - im banalen Sinn des Wortes - "schlechtes Karma", dh schlechte Handlungen, falsche Handlungen, mehr oder weniger schlimme bis hinzu folgenschweren Unterlassungen. Hat jemand erkannt, daß es ein Seil ist und man es mit einer Schlange ebenso verwechseln kann, wie mit etwas anderem auch noch, etwa einem Stück Gartenschlauch - das passierte einem, verstorbenen Freund von mir mal tatsächlich; er verwechselte ein Stück alten Gartenschlauch mit einer toten Schlange; Er fragte bei Behörden nach, die Ihm dann erklärten, daß es keine besondere Schlangenart sei, sondern ein Stück eines alten Gartenschlauches -, so mag solches Überlegen, Bedenken mehr oder weniger, bisweilen mehr bisweilen weniger nützlich und hilfreich sein. Worin liegt der Unterschied in den 2 Situationen? Die erstere Person ist "verwickelt", "verhaftet" in seine falsche Anschauung, leidet an "Unwissenheit", unterliegt der "Unwissenheit" was als Kehrseite - oder auch Folge davon - falsche, unerfreuliche, bis folgenschwere Handlungen nach sich zieht bzw nachziiehen kann. Die zweitere Person ist nicht verwickelt in Handlungen, welche die Folge seiner Unwissenheit sind und deshalb erspart sich die zweite Person auch gewisse Peinlichkeiten, Unerfreulichkeiten bis hin zu schlimmen Folgen, welche eine Folge seiner Verwickeltheit, seiner Verhaftet in die "fixe" Idee sind, daß das Gesehene eine "Schlange" sei und potentiell höchst gefährlich. Analog ist diie Unwissenheit bzgl das Selbst, Atman oder anders gesagt das nicht Verwirklicht-haben - und damit nicht wirklich wissen - des transzendentalen Bewußtseins, des Turiya die Ursache für Gebundenheit, Verstricktheit in den Bereich des Handelns. Solange man nicht das Selbst wirklich erkannt hat, ist da jenen  grundlegende Unwissenheit und damit verbunden eine Verwickeltheit in den Bereich des Handelns - oder mit Sanskritwort gesagt: "des Karmas" - an sich. Bemühen um Objektivität, um Fairness, um Nicht-Korrpution usw hat da alles seinen Wert und bringt auch gewisse Erfolge - dh weniger falsches Handeln - mit sich, aber die Verwickeltheit oder anders gesagt das korrupte Verhältnis zum Bereich des Handelns, Arbeitens, Tätigseins als solchem, kann nur überwunden werden durch die Erkenntnis des Selbst. Solange man eben das Selbst nicht erkannt hat, hat man zum Bereich des Handelns auch nicht die not-wendige, wirkliche Distanz und ist insofern korrupt mit dem Bereich des Tätigseins, Handelns, Tuns, aber auch der Faulheit, falschem Nicht-Tun an sich. Jemand, der ein herumliegendes Stück Seil für eine Schlange hält, daher einen Weg vermeidet, kann damit unter Umständen auch großes Unheil verursachen und Leid über sich selber und andere bringen, weil er ein drohendes Unglück dann nicht verhindern konnte, indem er eben die ansonsten unübersehbaren Anzeichen nicht zu Gesicht bekam. Insofern ist eben auch ein Verstricktsein in falsches Nicht-Handeln, die Folge von Unwissenheit, die Folge des Irrtum-Erliegens. "Richtiges Handeln sollte verstanden werden , aber auch falsches Nicht-Handeln" - oä - heißt es an einer Stelle der Bhagvad Gita.)

zu verstricken. In tena tyaktena  bedeutet tyakta Entsagung, Verzicht, Nicht-Verwickeltheit (und zwar wird es als abstraktes Hauptwort gebraucht). (Es wird in diesem Zusammenhang nicht als Partizip Perfekt im Sinne von "aufgegeben haben" gebraucht; das ergibt sich daraus daß: ) weil ein Sohn oder auch Diener (zum Beispiel), der verlassen wurde oder auch verstorben ist, einem nicht helfen kann, einen nicht retten kann nachdem all die Verbindungen zu Ihm ein ernsthaftes Problem geworden sind. Daher kann mit dem Wort nur "Entsagung, Loslösung, das Aufgeben/Aufgegebenhaben von Verhaftetsein" gemeint sein.  Bhunjithāh = retten, sichern, bewahren, auf sichere Art und Weise retten, die Verwickeltheit, Unwissenheit beenden. Indem man auf diese Weise die Verwickeltheit in die Wünsche aufgegeben hat - oder auch anders gesagt: den Wünschen entsagt haben könnend, indem man das verstand - , sei man nicht gierig, gefräßig, habsüchtig, habgierig (mā gridhah), dh man verlange, strebe, giere nicht nach (weltlichem) Reichtum. Kasya svit (= von irgendwem).

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Verhaftetsein in weltliche Zielvorstellungen kann nicht aus der Welt der Maya hinaus führen. Allerdings, so erwähnte Dr. Fischer von  der TU-München mal in einer seiner Übungsstunden, gibt es einen Algorithmus zur Suche eines optimalen Punktes, also auch einer optimalen Entscheidung zB, bei einem geeignet gelagerten Fall, der von nicht zulässigem Punkt zu nicht zulässigem Punkt geht, dh alle diese Punkte liegen außerhalb des Bereichs der "zulässigen Punkte", dh keiner der Punkte erfüllt die gegebenen Vorraussetzungen und kommt als "Lösung" daher sowieso nie&nimmer in Betracht; in einem letzten Schritt jedoch werde erstmals ein "zulässiger Punkt" erreicht und jener Punkt sei dann auch gleich die gesuchte "optimale Lösung". Das Problem des Strebens nach Erleuchtung erinnert etwas an das. Man ist nunmal verhaftet in diese Welt der Maya und was auch immer man tut bzw versucht, es geschieht aus "Verhaftetsein" heraus, bis man in einem letzten Schritt das Selbst erkennt, dh die Täuschung überwunden hat und der Verhaftetsein entronnen ist und diese "optimale" Art von Lebenhaben, Lebenszustand, Lebendigsein erreicht hat. Wie dieser existente und erwähnte Algorithmus allerdings auch zeigt, kann man es nicht als "offenbar blödsinnig", "wahnsinnig", "wahnhaft", "irrsinnig", "Idiotisch", "irre","weltfremd",  "geistlos", "irrational", "unvernünftig" odgl bezeichnet werden, wenn jemand solche Probleme - auf welche so ein Algorithmus überhaupt paßt - auf solche Weise "völlig von außen her" anpackt. Ein  anderer, in der Vorlesung von Prof. Dr. Ritter explizit vorgestellter, Logarithmus sucht erst einen "zulässigen Punkt", dh einen Punkt, der all die vorgegeben "Neben-Bedingungen" erfüllt und geht dann von einem zulässigen Punkt zu einem anderen, der im Sinne des Algorithmus ein Besserer zu sein hat; dabei darf man aber nicht den "größtmöglichen" Schritt wählen, weil der Algorithmus sonst nämlich ins "Kreisen" kommen kann und man am Ende immer wieder beim Ausgangspunkt angelangt und das an-und-für-sich mögliche Ziel niemals erreicht. Geht man jedoch zum "verwaltungstechnisch" nächstliegenden "besseren" Punkt - Regel von Bland - kann man nicht ins kreisen kommen und wird - wenn es denn eine Lösung gibt - am Ziel angelangen.)

(Die Bedeutung ist:) - Begehre nicht den Reichtum von irgendwem, verhafte Dich nicht in den Reichtum von irgendwem - dh, weder von sich selber noch von Anderen. (In dieser Interpretation wird folgende Bedeutung benutzt:) Svit wird nur als Füllwort, Lückenbüßer oder auch Fluch gebraucht. Oder auch (könnten wir wie folgt sagen:) - Sei nicht gierig, gefräßig, habsüchtig, habierig. Warum? (Die Antwort lautet:) - Kasya svit dhanam = wessen Reichtum?  - was eine Verneinung, Ablehnung, Zurückweisung, Leugnung beinhaltet. Wenn Reichtum jedermann's Reichtum sein könnte, könnte man ihn suchen; (jedoch) ist es so, indem alles durch die Entdeckung des/der/zwi Lords (überall) verschwunden ist , ist dies alles vom Selbst und all dies ist das Selbst. Daher bedeutet es - "Suche keine Nicht-Wirklichkeit", "strebe nicht nach Nicht-Wirklichkeit", "man suche nicht Unwirkliches, Nichtseiendes".

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Alles wird in Begriffen des Selbst, im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen, wenn das "Einheitsbewußtsein" erlangt wurde; nachdem man aber nicht der Andere und auch nicht das Andere sein kann und ja auch gar nicht der Urheber irgendwem's schrecklicher Taten sein möchte bzw sich auch nicht dafür halten möchte, gibt es eben das "Selbst" und man selber wird zu einem "körperlosen" Wesen, das in jener transzendenten Welt des Selbst zu leben vermag, sich daran zu erfreuen vermag und dennoch nicht das beansprucht, was des Selbsts ist. Das Selbst wird also in höchster, transzendenz-gesicherter Objektivität respektiert. Würde also das was des Selbsts ist allen gehören können, hielte man sich für den Urheber schrecklichster Taten anderer Wesen auch und das wäre jedoch widersinnig und daher wahrheitsfremd. Gleichwohl ist diese Einsicht in das Selbst und die Natur des Selbst auch für Andere möglich; diese Einsicht, Erkenntnis, Erleuchtung, die ein friede-bereites, friede-bevorzugendes, harmonische-bereites, würdevolles, natürliches Leben, indem nicht beansprucht wird was man nicht braucht und was einem auch gar nicht gehört noch je gehört hat/hatte als ihre Kehrseite hat, ist allerdings für alle erreichbar und allen empfehlbar.)

Der Inhalt, der Anspruch dieses Verses ist, daß nachdem man den 3-fachen Wunsch nach zB Nachfahren oder auch Resultaten entsagt hat, sollte sich ein Wissender des Selbsts vermöge Hingabe an echtes, wahres Wissen retten.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Wenn man "Kosmisches Bewußtsein" erlangt hat, dh Transzendentales Bewußtsein, das aufgrund seines Transzendentseins mit Wachen, Träumen und Schlafen co-existieren kann, zum festen Bestandteil der Welt des Wachens, Träumens und Schlafens für jemand geworden ist, dann sollte man nach wahrem Wissen streben. Nachdem sich "Wissen" nunmal auch auf die Außenwelt, die Anderen bezieht, erfordert es eine gewisse, subtile "Hingabe" und das soll nun gepflegt werden, aufdaß aus dem kosmischen Bewußtsein schließlich das Einheitsbewußtsein wird, dh nicht mehr nur "Ich bin Das" gelebt und gewußt wird, sondern auch "ich bin Das, Du bist das". Wenn das erlangt wurde, wird das "inkarnierte Wesen" zu einem "vollkommenen körperlosen Wesen", einem "Siddha" (siehe Patanjali-Yogasutren) und als das lebt dieses Wesen über den Tod/das Verlassen des Körpers - in/per welchem er/sie/zwi inkarniert war - hinaus fort. Als Siddha kann sich so ein erleuchtetes Wesen dann jedoch weiter entwickeln und per "Tapas" (ein gewisses "Zurückziehen der Sinne") schließlich einen subtilen Körper erlangen und dann also auch als "Körperliches Wesen" Unsterblichkeit erlangen. In diesem Zustand des "Einheitsbewußtseins" ist da dann eben jenes seltsame Wissen, aus dem heraus der/die/dös Gegenüber gemäß des "Selbsts" behandelt wird, obgleich der/die/zwi Gegenüber das "Selbst" selber gar nicht kennt. Diese gewisse "Seltsamkeit" ist ein fester Begleiterinzwi für jemand, der Einheitsbewußtsein erlangt hat und lt. Mr. Mahesh wird jener "Impuls" "Ribhu" genannt, sodaß dann auch jenes Werk "Ribhu-Gita" insofern gut einzuordnen ist.


Insgesamt hat dieser Vers 1 also die Situation beschrieben, die jemand vorfindet, der noch nicht Erleuchtung erlangt hat. Es gibt da diesen Schleier der Maya, die Verschiedenheit und vielleicht gibt's ja Gott, vielleicht auch nicht, man weiß es nicht. Wäre dies alles das Resultat eioner vom Lord gemachten "Verschleiertheit", es das Werk von Götterinzwis oder eben einfach so das Werk von Maya, diese Welt eine Art Traum und insofern eine Illusion - siehe dazu auch Shankara's "Kleinod der Unterscheidung", so würde es doch Sinn ergeben, es nicht als das eigene Werk, als das Eigentum von einem selber zu betrachten. Man würde ja  nicht mitverantwortlich dafür sein wollen, wenn da jemand dieser Täuschung unterliegen sollte und insofern weniger Erfreuliches erleben/durchleben sollte. Es ist insofern schlüssig, jenen "Verzicht" auf die Urheberschaft der Täuschung - in deren unterschiedlichsten Formen -  zu leben. Das würde jedenfalls strategisch sinnvoll sein. Diese Welt als "Maya" als großes Blendwerk (siehe auch das "Yogavasishta" und Rishi Vasishta's Erklärungen um Rama aus seiner Verzweifeltheit zu befreien, herauszubringen und ihn vor neuerlichem Verfallen in solche auswegslosen Situationen der unterscheidlichsten Arten zu bewahren) in Betracht zu ziehen, macht durchaus Sinn und jene Haltung von Verzicht von Sich-Verwickeln in das "Blendwerk", was dann wieder Reaktionen  von "Menschen, die der Täuschung unterliegen zu vermutenderweise zur Folge haben könnte/täte, ist durchaus sinnvoll. Allerdings bedarf es eines richtigen Verständnisses, da falscher Verzicht einfach nur blöd wäre und auch wiedr nur zu Verwickeltheiten in das "große Blendwerk" - abstrakt begreifbarerweise und insofern vorhersehbarerweise  - führen könnte. Shankara's Kommentar macht sehr deutlich, die objektive Betrachtung des Zustands inklusive des Verses als erster Schritt angemessen ist und daß der Vers aber auch ein Rat ist für nach "Hilfe", "Wahrheit" Suchende, für nach "Befreiung" , "Erleuchung" Suchende.)

Und bzgl der Anderinzwis, die nicht Wissende des Selbst sind, es nicht verwirklichen können, besagt der nächste Vers Folgendes.


2. Always performing karma here, one should desire to live, for a hundred years. So long as thou (seekest to live) a mere man, no other ( path ) exists (where) activity does not taint thee.

https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/7/mode/2up


2.  Hier stets Handlungen begehend, hier stets dem Tun zugewandt und auf's Tun bedacht seiend, sollte man sich wünschen, sollte man sich danach sehnen 100 Jahre lang zu leben. Solange man danach trachtet/Sie danach trachten einfach als Mensch, als bloßer Mensch zu leben, existiert kein anderer (Weg) (bei dem, wo) Handlung diesen Menschen, Sie nicht verderben, schädlich beeinflussen würde, jenem/Ihnen nicht den Spaß am Handeln verderben würde.


Professor Deussen's Übersetzung:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up

 

 oder auch zu finden in www.forgottenbooks.com:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#547

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

(Siehe  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00san/isavasyopanishad00sank.pdf):

Kurvannéva = immer, fortdauernd, beständig ausführend, ständig unternehmend, dauernd tun; iha = (hier); karmâi = Riten, Zermenonien so wie zB agnihôtra. jijîvishêt = man sollte zu leben wünschen;  satam= Einhundert als Zahl, Numerale; samāh = Jahre. Weil das maximale Alter eines Menschen für soviel gehalten wird, als soviel "gewußt" wird. Nachdem diese eine (bloße) Iteration, Aneinanderreihung (empirisch gewußter Tatsachen) ist, sollte man das, was mit dem gemeint ist woran man sich erfreuen solle, folgendes sein: Falls man den Wunsch haben sollte 100 Jahre zu leben, sollte so jemand nur leben um Handlungen zu begehen. Evam = auf diese Art und Weise; tvayi (= in Beziehung zu Dir/Ihnen); nare dh wenn man zufrieden damit lebt, ein bloßer Mensch zu sein; itah dh aus diesem gegenwärtigen Ablauf heraus Handlung begehend wie agnihôtra.; anyathā = ein anderer Ablauf; na asti = existiert nicht; in welchem Ablauf schlimme, böse Handlungen keinen Schandfleck hinterlassen, keinen Makel darstellen, dh man von Sünde nicht schädlich beeinflußt wird.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Wer in einer gewissen Umgebung nunmal lebt und die in jener Scene üblichen Handlungen, scenetypische Handlungen begeht, wird von jener Scene dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden, was natürlich nicht heißen kann, daß jenen Handlungen jener Person nicht doch am Ende schaden werden, weil es da eben "einen Regentinzwi" gibt, etwas das darüber bestimmt, was Handlungen für Ergebnisse letztendlich wirklich bringen. Das sieht man sehr deutlich an den "Nebenwirkungen" der "modernen" Technik wie Kernraktoren, Atombomben, Plastik/Kunststoffe, Pestizide, Insektizide, Fungizide usw aber auch bei "modernen" Medikamenten in Form der multiresistenten Keime. Jene Wissenschaftlerinzwis und Medizinerinztwis haben innerhalb ihrer Scene nichts zu befürchten bzw nichts zu befrüchten gehabt, solange sie sich nur an die Regeln jener Scene korrekt und penibel genug gehalten haben. Hier, in diesem Vers 2, wird also jenen, auf die sich dieser Vers bezieht,  geraten Handlungen zu begehen, die universell akzeptiert werden, also Handeln im Rahmen der yogischen Ideale, Lebensprinzipien. Das Leben selbst als "Scene" und "scenetypische Handlungen" in diesem Sinne, wrde niemandem und auch nicht am Ende sich selber schaden, keinen Makel hinterlassen. Shankara stellt anläßlich dieses Verses 2 wohl solche Art von Überlegungen an.

Betreffs "agnihôtra":

i) Prof Deussen beschreibt in seinem Buch "Erinnerungen an Indien", wie er einem "agnihôtra"-Opfer zusehen hat dürfen und hinterließ, dankenswerterweise, diese Beschreibung und seine Eindrücke:  https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/ErinnerungenanIndien_10323264#16- , Seite 40, dh https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/ErinnerungenanIndien_10323264#57.

oder auch: https://archive.org/details/in.ernet.dli.2015.127381/page/n49/mode/2up


ii) Siehe evtl ja auch für eine gewisse optische Vorstellung: Gaiea Sanskrit, https://www.youtube.com/watch?v=xFrltd2Mc2A, ab ca 5:05 jene kleine "Feuerzeremonie" in ihrem Song "Hare Krishna Kirtan | Sanskrit Mantra | Relax & Sing along".


iii) Na klar findet man auch im Internet "Zeremonien" unter diesem Namen und man findet auch Kommentare zum "Gesangsteil"dazu usw; etwa: https://www.youtube.com/watch?v=5N0weTzTD1M:

Als Anmerkungen zum diesem Link findet man an anderer Stelle zB.:

claudia Schiel: Das hört sich zwar wunderschön an, aber das Original geht so: https://www.youtube.com/watch?v=bGS62QdFmOk Und mir wurde gesagt, dass es wichtig ist nichts daran zu verändern. Auch nicht die Melodie

Michael Jansen erwiderte dann noch: Quatsch. Das Tryambakam Mantra kann zwar auch zum Agni Hotra gehören, hat aber nichts direkt damit zu tun.

gregoa ergänzte: Die Dame macht das doch schön und das zählt auch: man darf tatsächlich sich leiten lassen, in Achtsamkeit und Liebe (sofern man es richtig gelernt hat geschieht das von ganz alleine). Und es ist letztendlich auch kein Agnihotra wie im Titel behauptet, sondern eben das MahaMrityunyaya Mantra, was in den Kreisen besser bekannt ist als Triambakam Mantra. Wobei ich von Vasant lernen durfte, vorweg noch zur Einleitung das Vyahruti Mantra aufzusagen.

oder auch https://claudiagoetz.de/agnihotra/.


Nunja, das "Triambakam Mantra" und einige Anmerkungen dazu kann man sich auch im audible-Hörbuch  "the spirit of mantra" von Deva Premal & Miten in den Kapiteln 9 und 8  anhören: https://devapremalmiten.com/the-spirit-of-mantra-21-day-mantra-meditation-jouney-vol-ii/


oder auch, gesungen von 21 Pundits bei YouTube unter: 

Vedic Chanting| Maha Mrityunjaya Mantra| Vedic Hymns by 21 Brahmins https://www.youtube.com/watch?v=YcCDib0ppSo


iv) Aber wie schon Professor Deussen feststellte, ist's anscheinend sehr schwierig bei einem orginalen Agni-Hotra-Opfer gemäß der Vedischen Zeiten wenigstens zusehen zu dürfen. Zum Thema "Agni" bietet sich da eher Herrn (=Shri) Aurobindo's Werk "Hmyns to the Mystic Fire", erste Auflage 1946, zweite Auflage 1952 an. In diesem Werk handelt es sich um ca alle Verse aus dem Rigveda, die mit Agni zu tun habe. Shri Aurobindo versuchte die Verse in einem "estoretischen Sinn" zu übersetzen.


v1) Shri Aurobindo: "Hmynes To the Mystic Fire", zweite Auflage von 1952.

(Siehe auch: https://archive.org/stream/in.ernet.dli.2015.31565/2015.31565.Hymns-To-The-Mystic-Fire_djvu.txt)

Mandala 1, Sukta 1 von Vaishwamitra Madhuchhandas

1 I adore the flame, the vicar, the divine Ritwik of the Sacrifice, the summoner who most founds the ecstasy.

Vers 1: Ich bin entzückt und verwundert vom Anblick der interessanten und auch besorgnisrregenden Flamme, dem Stellvertreterinzwi eines Bischofs, dem göttlichen, eigentlichen Ritwik der Opfer und des Opferns, dem Boten, der in ganz besonderer, anführender Art und Weise Sinnestaumel, Außersichsein, Verzückung & co stiftet, ins Leben ruft.

2: The Flame adorable by the ancient sages is adorable too by the new. He brings here the Gods.

Vers 2: Die Flamme, welche die Weisen der Vergangenheit betrachten, bewundern und bezweifeln konnten sowie mochten, hat diese Qualitäten bzgl jener der Gegenwart keinesfalls eingebüßt. Sie bringt die Götterinzwis bzw das Thema "Götterinzwis" hierher. Unweigerlich führt ihr Anblick, ihr Sein zur Thematik der Götterinzwis oder auch etwa gar zu den Götterinzwis.

3: By the flame one enjoys a treasure that verily increases day by day, glorious, most full of hero-power.

Vers 3: Mit der Flamme genießt man einen Schatz, der wahrlich tag-für-tag mehr wird; einen herrlichen Schatz der von größter, höchster Heldenkraft erfüllt ist.

4 O Flame! the prilgrim-sacrifice on every side of which thou art with the envisioning being, that truly goes among the Gods.

Vers 4:  Oh Flamme! Das Pilgeropfer, in Bezug auf welches Du mit dem sich vorstellenden, hin&herüberlegenden, suchenden Wesen - von jeder Seite aus, aus allen Blickwinkeln heraus betrachtet bist -, ist es, das in der Tat , wirklich die Götterinzwis erreicht.

Unwillkürlich fühlt man sich an das Thema der Isha-Upanishade und Shankara's Kommentar erinnert: Da gibt es unerleuchtete, unwissende, von Sorgen, Leiden geplagte Wesen und - aus deren Sicht erstmal betrachtet - die These, daß es Erleuchtung gibt aber auch den Wunsch, die Sehnsucht nach bzw die Idee von einem glücklichgen Leben ohne Krankheit, Leid, Tod, Bösem, mehr oder weniger schlimmen Schicksalsschlägen und Wiedergeburt . Auf der anderen Seite gibt es aber auch, anfänglich von den "Unwissenden" allenfalls als "mystische Wesen" begreifbare, vorstellbare "erleuchtete Wesen", die - mal Gautama Buddha und seine Lehren bedenkend; aber auch bzgl Rishi Vasishta, der ja dann mit der angestrebten Göttin von Angesicht zu Angesicht seine Probleme, Sorgen und Nöte habe besprechen können und zu einem vollkommene Siddhaschaft-Erlangt-Haben gekommen sei - Krankheit, Leid und Tod überwunden haben/hätten. Dann wird es auch aus der Sicht solcher erleuchteter Lebe-Wesen betrachtet.  So sollten dann nunmal keine falschen Vorstellungen aufkommen können und sowas wie ein strategisch sicherer, mentaler Dialog stattfinden können, der den unwissenden Wesen zum Vorteil gereicht und dem Ruhme der erleuchteten Wesen hilft und somit auch den unerleuchteten Wesen der Zukunft diese großartige, gött-liche Chance hinterläßt, zuverlässig überbringt, erhält, überliefert. Das Feuer, das für seine zwei "Funktionsweisen" (Wärme, Licht und insofern "Hife"; aber auch Tod und Zerstörung, Unbeherrschbarkeit) kaum übersehbarerweise bekannt ist und als das bekannt vorrausetzbar ist, wird als die Ursache für "Verblendung", "Illusionsverhaftetheit", "Täuschung", "Unwissenheit" angesehen. (Es zeigt sich eben in Flammen in natürlicher Weise auch Illusionäres; man kann gewisse Formen darin erblicken; diese Formen sind allerdings illusionär, sodaß Feuer auch "Illusionen" hervorbingen zu können scheint.)  Gleichzeitig ist "Feuer" wie ein "göttlicher Bote", der die Menschen ermahnt, konzentriert, wachsam im Zusammenhang mit Feuer zu sein und zwar größtmöglich sowie umfassendst wachsam in Bezug auf Feuer zu sein. Auch das begreifen die "unwissenden Wesen" unschwer.  Insofern hat Feuer dann also was mit "Konzentriertheitseinmüssen", mit "Stress", mit Fahrlässigkeit auf der einen Seite und Sorgsamkeit auf der anderen Seite zu tun; es verlangt "Diszipliniertheit" und zwar umfassende Diszipliniertheit die Wachen, Träumen und Schlafen umfassen und durchdringen, "transzendieren" muß, weil eben die Gefahr des Einschlafens am Feuer und das Kontrolledarüber-Verlieren nunmal bestehen. Das umfaßt dann eben auch das "innere Feuer" der "unerleuchteten" Menschen, die Unbeherrschtheit, den Zorn, die Wutausbrüche, die Ekstase, die Drogenprobleme. Insofern führt jenes "unterscheidende Denkvermögen", jene "Praktizierung von Diszipliniertheit und Disziplin" zur Chance, sich auch mit dem Thema "Götterinzwis", "göttliche Boten" & co diszipliniert, strategisch seriös und zuverlässig zu befassen; so entwickelt sich daraus das Gespräch über Religion, Yoga, Tantra, Philosophie & co bzw es kann sich daraus entwickeln, es dient der Entwicklung jenbezüglich nunmal auch. Wegen des "illusionen-verursachenden" Aspekts von Feuer, gehört es also auch dazu, sich vor Illusionen im Umgang mit Feuer zu hüten: Etwa zu meinen ein Feuer sei erloschen, obgleich es doch noch wieder entfachten werden kann, auflodern kann. So zeigt sich eben die Aufgabe, sich auch vor Illusionen - und den daraus resultierenkönnenden uU sehr schlimmen Folgen - hüten, schützen zu müssen. Und all dies zusammen hilft dann auch schon, da der Weg zu Erleuchtung eben auch eine strategische Aufgabenstellung ist, da man es mit etwas zu tun hat, was eventuell ja sein könnte, das man aber selber nicht kennt und sozusagen ein "Spiel gegen einen unbekannten Gegenspieler" ist (man beachte Spieltheorie, Vektoroptimierung & co, etwa die Vorlesungen von Professor Behringer an der TU-München, wenn man das Glück hatte sie gehört zu haben bzw entsprechende Literatur). Und man sieht, das Thema der Flamme, die Flamme von der man nunmal hier ausging/ausgeht entpuppt sich als ein Schatz und weil das Thema sehr umfassend, die Aufgabe diszipliniert anzupacken ist, dauert es halt seine Zeit und so zeigt es sich tag-für-tag mehr als Schatz in dem Maße als man den "Weg" als per Diszipliniertheit, Disziplin bewältigbare Aufgabenstellung zu begreifen vermag. Damit ist man dann auch schon bei sowas wie einem "Pilgerweg" angelangt und jenem "Opfer" das jeder vollbringt, der sich gebotener, not-wendiger Diszipliniertheit befleissigt. So hat "Agnihotra-Opfer" sicherlich auch eine berechtigte Bedeutung im Sinne von morgens und abends per korrekter Meditation (siehe zB: "Sayings of Shantanand") immer wieder momentanen Samadhi zu erreichen, dh sich in den Zustand von Turiya jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen zu begeben aufdaß man dann mal natürlich die Einheit von "Turiya" und "Ātman" (Siehe Shankara's Anmerkungen zur Mandukya-Upanishade) zu erkennen erlangt, dh dauerhaften Samadhi, "Nitya-Samadhi" erreicht hat. Dabei ist dann sehr wohl zu erwähnen, daß Shankaracharya Shantanand die Meditionsmethode, welche Mr. Mahesh weltweit lehrte und - im Rahmen nicht kostenloser Kurse - erlernbar machte, als brauchbaren, tauglichen Universalschlüssel bezeichnete. Die regelmäßige Ausübung von TM morgens und abends  erfüllt den Sinn&Zweck eines morgentlichen und abendlichen Agnihotra-Opfers durchaus.       

Desweiteren zeigt sich aber auch die Päßlichkeit dessen was Shankara in seinem Kommentar schrieb in einem weiteren, in einem den Alltag betreffenden Sinne: >> itah dh aus diesem gegenwärtigen Ablauf heraus Handlung begehend wie agnihôtra.; anyathā <<, dh es geht gemäß obiger Überlegungen zum Thema "Agni" um ein diszipliniertes Handeln, das eine solide Strategie darstellt, welche der Thematik von Maya und dem was Maya verhüllt, dem Selbst in allen Kreaturen - gemäß Shankara's Kommentar zu Vers 1 - gerecht zu werden hat.>> anyathā = ein anderer Ablauf; na asti = existiert nicht; in welchem Ablauf schlimme, böse Handlungen keinen Schandfleck hinterlassen, keinen Makel darstellen, dh man von Sünde nicht schädlich beeinflußt wird. <<, Das ist eben der Sinn&Zweck vom disziplinierten Befolgen einer guten Strategie: Man will nicht überrumpelt werden von den Möglichkeiten was einem so alles widerfahren könnte und will wenigstens so handeln oder auch reagieren, daß man - unter den Umständen über die man keine Kontrolle hat - dennoch sein Best-mögliches erreicht. Leiden & co werden als Folge vergangener übler Taten betrachtet. Begeht man böse Taten, wird man die Unwissenheit damit nicht überwinden können und die resultierenden Verwicklungen sind wie ein Fleck; sie sind die Folge von Unachtsamkeit, nicht umfassendem Bedachthaben. Man sollte das "Selbst" als Möglichkeit ebenso in Betracht ziehen, wie daß so Manches Folge von "Täuschung", Maya ist/sein könnte. So hieß es ja im Vers 1: >> Mittels solchen Verzichts, solcher Entsagung, solcher Betrachtungsweise schütze man sich selber; man sei nicht so gierig, gefräßig, habsüchtig; denn wessen Reichtum ist es schon? << (man lese dazu auch Professor Deussen's Übersetzung).


v2) Dabei ist auch interessant, daß Mr. Mahesh in "seiner" "Wissenschaft der kreativen Intelligenz" seine Auffassungen zu diesen Themen darlegte; dazu gehören dann auch einige seiner oftmals wiederholten Anmerkungen betreffs der Veden. Lt. Mr. Mahesh ist "Agni" mit "Kreativität" gleichzusetzen, "Mitra" ist mit "Freund" und Varuna mit "Energie" gleichzusetzen. Ein gewisses Zusammenwirken dieser 3 Kräfte ermögliche das Phänomen der "vedischen Erkenntnis" jenes "höchst spirtuellen Sehens"; dieses Zusammenspiel wiederum habe Rishi Vasishta per "vedischer Erkenntnis" erkannt. Letzteres besagt auch, daß "vedische Erkenntnis" als solche erkennbar sei und das per "vedischer Erkenntnis "selber wiederum.  Mit "Agni" beginne nun das erste Mandala des Rig Veda und in dem "A" von "Agni" wäre dann bereits alles enthalten. So wäre seiner Ansicht nach eben "der Veda" (was er mit "Wissen" übersetzt)  "gegliedert", "strukturiert", aufgebaut, dh man fiele sozusagen mit der Tür gleich ins Haus. (...In der Mathematik benötigt man andererseits üblicherweise mehrere Axiome, mehrere grundlegende Tatsachen, die sich weder widersprechen dürfen, ohne sich in Widersprüche zu verwickeln nicht mehr weiter erweiterbar sein sollen; zwei  letztlich identische und nur scheinbar verschiedene Aussagen sollten auch nicht darin vorkommen...)

Zweifelsohne entspricht morgens und abends TM-Ausübung dabei dem Agnihotra-Opfer, da es ja zu einem Zustand der Gesammeltheit einerseits  führt und andererseits aber zu jenem transzendenten Turiya per "transzeniederen". Tagsüber findet durch das Erfahren des Bereichs der Tätigkeit, des "relativen Lebensbereichs", des "Realtiven", der "Welt des Veränderlichen" das "Einfließen des Seins" statt, wie es Mr. Mahesh in seinem Buch "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Lebens" bezeichnet. Allmählich würde es dann - je nach individueller Gegebenenheit früher oder später - schneller oder langsamer, wenn man es mal so sehen will - zu einer dauerhaften Co-Existenz von den realtiven Bewußtseinszuständen, dh des Wachens, Träumens und Schlafens zusammen mit dem "transzendentalen Bewußtsein" - dem "Turiya" - kommen. Dann würde also >> dh aus diesem gegenwärtigen Ablauf heraus Handlung begehend wie agnihôtra << und >> in welchem Ablauf schlimme, böse Handlungen keinen Schandfleck hinterlassen, keinen Makel darstellen, dh man von Sünde nicht schädlich beeinflußt wird.<< (weil man keine mehr begeht, jene  Gier und Gefräßigkeit einfürallemal hinter sich gelassen hat mittels der Erfahrungen der Unendlichkeit, Unbegrenztheit per der Erafrhung des transzendentalen Bewußtseins.) Schon im Zusammenhang mit der "TM-Ausübung" praktizierte man jenes >>Mittels solchen Verzichts, solcher Entsagung, solcher Betrachtungsweise schütze man sich selber; man sei nicht so gierig, gefräßig, habsüchtig; denn wessen Reichtum ist es schon?<<: Wie Shankaracharya Shantanand in "Sayings" beschrieb, geht man ja immer wiedr zum  Mantra zurück, weil man nicht um irgendwelcher Gedanken, Gefühle - inklusive des Gefühls der Wertschätzung für das Mantra - udgl "meditiert", sondern um jenes transzendentalen Bewußtseins, jener Unendlichkeit willen. Dabei wird betont, daß es sich um einen natürlichen Vorgang handelt, indem "Wollen", "Erreichenwollen", "Habenwollen" und insofern "Gefräßigkeit" und "Gier" keine Rolle spielen. Desweiteren wird stets betont, daß das Mantra/die Mantren aus der "vedischen Tradition" stammt/stammen und insofern nicht zu besitzen sind. Desweiteren erläuterte Mr. mahesh im Zusammenhang mit "vedischer Erkenntnis", daß "vedische Erkenntnis" nicht per "Wollen", "Habenwollen", "Erlebenwollen", "Wissenwollen" möglich ist und damit wird jenem "wessen Reichtum ist es schon?" insofern genüge getan. Im Zustand der dauerhaften Co-Existenz  von Wachen, Träumen und Schlafen mit dem transzendentalen Bewußtsein - was eben aufgrund der transzendenten Eigenschaft jenes Turiya problemlos und gefahrlos möglich ist - werden die Kräfte der Natur von den Begrenztheiten des unwissenden Individuums nicht mehr in ihrem Wirken gehindert, sodaß natürlicherweise das Leben also nicht mehr Gefrässigkeit und Gier umfassen kann. Das ist Aspekt den Mr. Mahesh in seinem Kommentar zur Bhagavd Gita oftmals betonte und worin er den bzw einen entscheidenden Vers sieht: "Sei ohne die 3 gunas", dh hindere sie nicht mehr in ihren Möglichkeiten, Lebe im Lichte der Herrlichkeit der 3 Gunas, genieße die Herrlichkeit der 3 Gunas, was dann - mythologisch gesehen - eben auch heißt, daß man In der Herrlichkeit von Brahma, Vishnu und Shiva lebt, welche als die Personfikation der 3 Gunas angesehen werden bzw gelten. Ob sich jemand dann mit jener "religiös anmutenden" Seite befassen will oder auch nicht, ist die Sache des Individuums. Aber aufgrund religilöser "Bedenken", die aus Nicht-Wissen, aufgrund von "Sich-Nicht-Vorstellen-Können" aus grundlegender Unwissenheit auf diese natürliche, mühelose, inhaltslose Meditationstechnik zu verzichten, ist absurd und gehört in den Bereich von Gier und Gefrässigkeit, also zB Gier nach "Alleine-Recht-Haben", "Alleinig-das-Sagen-Haben", alles "Vereinnahmen-Wollen" und auf den Satz der für korrekt überliefert gehaltenen Wort eines "Jesus", "Mohameds", "Moses" usw zurückführen-wollen und insofern vereinnahmen zu wollen aus jener "Gefrässigkei" heraus. Dasselbe gilt aber auch für gewisse krampfhafte, reichlich absurde Bemühungen innerhalb der TM-Scene und insobesondere der MIU, alles auf "Mr. Mahesh und seine Lehren" reduzieren zu wollen und erreichen zu wollen, daß alles und jeder Ihm und seinen Lehren zu dienen habe, wobei dann, wie im Zusammenhang mit dem TM-siddhis wiederholt beobachtbar, "TM" ganz in den Hintergrund tritt, blindwütig davon ausgegangen wird, daß man doch längst erleuchtet sein müsse, wenn doch mr. mahesh einem jene ober-koistbaren "techniken" vermittelt habe und sich irgendwie nur noch alles um jene "Siddhis" dreht. Ich hörte von manchem "TM-Lehrer", daß er die "TM-Siddhis" selbstverständlich noch mache, von "TM" war gar nicht mehr die Rede, das wurde eher nur noch als Reklame-Maßnahme für die - unerhört teuren Siddhi-Kurse und "Mr-Mahesh-Siddhi-Techniken, die als "TM-Siddhi-Techniken" zu bezeichnen dann längst zur Unverschämtheit geworden war - verstanden und "toleriert". Das Arroganz-Gehabe jener "Siddhas" widerte mich vom ersten Tag an an, weil es mit dem Zustand eines "Siddha", jenem im "Einheitsbewußtsein" völlig natürlichem Phänomen des "Samyama" so viel bzw so wenig zu tun hat wie Unwissenheit mit Erleuchtung.

Auch ist die Geschichte der "Seher" nunmal nicht ganz unbedeutend:  lt. Wikipedia  verhält es sich wie folgt:

Vaishwamitra Madhuchhandas (siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Madhuchhanda)  sei der Sohn von Brahmarshi Vishwamitra. Vishwamitra (Siehe: https://en.wikipedia.org/wiki/Vishvamitra) wiederum wird im Ramyana des Valmiki (siehe www.pushpak.de) ausführlich erwähnt. Er sie König gewesen oder war es evtl ja auch. Er wäre ziemlich arrogant, unerträglich  und tyrannisch gewesen. Weil Rishi Vasishta Ihm seine/eine Kuh nicht verkaufen habe wollen, habe Vishwamitra die Ermordung von Vasishta's Sohn Shaktri betrieben und es auch zu Ende gebracht. Insofern ist/war Vishwamitra zunächst mal ein Despot und Mörder bzw wäre das gewesen. Nunja, später hätten sich Rishi Vasishta und Vishwamitra versöhnt; das wäre anscheinend gewesen nachdem Vishwamitra eben auch zu "Wissen" ("Erleuchtung" eventuell; vgl etwa auch "Milarepa, Tibets großer Yogi"; worin auch ausgedrückt wird, daß es für jemand, der sehr Böses tat, unter Umständen sehr mühsam und schwierig werden könne Erleuchtung zu erlangen) gelangt wäre. 

Es mag ja zur Definition von "Erleuchtung" auch gehören, daß ein Wesen, das Erleuchtung erlangt habe, dann voll und ganz vertrauenswürdig sei und man sich darauf voll und ganz verlassen könne und dürfe. Allerdings macht es wenig Sinn, wenn man diese "Definition" als "Strategie" benutzt. Insofern macht es wenig Sinn, wenn man bei Vishwamitra anfinge. Wenn am Ende einer umfänglichen Studie auch noch Mörderinzwis, die ihre Strafe verbüßt haben, zu Wort kommen und das Ergebnis einer gewissen Studie auch noch bestätigen, so mag das ja Sinn machen. Nunja, das 1.Mandala stammt nunmal aber vom/ von einem Sohn von Vishwamitra und auch nach abendländischen Vorstellungen sind/seien die Straftaten eines Vaters nicht einem Sohn anzuzlasten. Ob es sich  dann aber im Allgemeinen besonders angenehm anfühlen kann, von so jemandem zu "lernen", ist sicherlich eine andere Frage.

Allerdings entzauberen Shri Aurobindos "Hmynes To The Mystic Fire" den Mr. Mahesh ziemlich. Es ist kaum nicht zu bemerken, daß Mr. Mahesh da schon einen sehr reduzierten Ansatz verfolgte, wohingegen Shri Aurobindo jene Umfassendheit des Rig Veda an den Anfang stellt und sein läßt. Damit sage ich keinesfalls, daß es besser sei Aurobindo' s Yogavorsstellungen umzusetzen zu versuchen, statt morgens und abends TM zu machen und einen päßlichen - gut-genug zu sein habenden - Alltag zu leben. Allerdings kann es durchaus sinnvoll sein zB Aurobindo's "Die Synthese des Yoga" zu lesen, da er eben auch auf die diversen "Wege" wie Jnana-, Bhakti-, Karma-Yoga & co eingeht und sie - aus seiner Sichtweise und auf der Basis seines Bemühens um Korrektheit - darstellt.

Nunja, auf dem TM-Lehrerausbildungskurs in Playa La Antilla/Spanien im März bis Mai 1973, den ich damals besuchte, wurde per Videos und Tonbänder von Mr. Mahesh durchaus auch - sehr interessant und informativ - über "vedische Erkenntnis" geredet und daß eben Rishi Vasishta die Mechanismen vedischer Erkenntnis per vedischer Erkenntnis erkannt habe. Dabei betonte er, daß das nicht auf der Basis von Wünschen, Habenwollen erreichbar, erwerbar, erlebbar sei. Auch insofern vollzieht sich nun vedische Erkenntnis in einem Zustand völligem Objektivseins und zwar komplett jenseits der eigenen Individualität, sodaß da keinerlei Bemühung des Indviduums um etwas "wissen wollen", "sehen wollen", "haben wollen" welches das Erlangen der "vedischen Erkenntnis" ermöglichen solle, mehr sein darf. Insofern kann eben "vedische Erkenntnis" nicht gewollt werden, per Habenwollen nicht erlangt werden und auch nicht auf Kommando erreicht werden. (Manche der Kursteilnehmerinzwis machten dann daraus: "Wegen all der Spannungen in der Atmosphäre ist das derzeit nicht bzw kaum möglich". Oje, weil Mr. Mahesh sowas nicht vorweisen konnte, müsse es eben an der Situation der Welt liegen. Mit solcher Verabsolutierung des Mr. Mahesh tat man weder Ihm, noch der Chance, die in "TM" lag und liegt, einen Gefallen.) - Na klar, kann man korrekt Meditation ausüben; dabei geht es allerdings um "transzendieren" (steht im Verhältnis zu Turiya wie das Einschlafen zum Schlafen) und "Turiya"; es geht dabei nicht um das Hegen von Wünschen, Gedanken usw. - Auf diese spezielle Weise, so lehrte/sagte Mr. Mahesh, könne nur das gewußt werden, was die Indivdiualität von einem speziellen Menschen prägt. Man könne vedisch nur erkennen, was man selber ist. Wegen Erleuchtungserlangungsmöglichkeit & co umfaßt das eben "Ātman" & co als für jedes Individuum "erkennbar". Das Erlangen  von Erleuchtung, die Realistaion des Selbst, der Einheit von Turiya und Ātman (siehe Mandukya-Upanishade, Shankara's Anmerkungen) wäre insofern eine "vedische Erkenntnis", die eben allen Individuen möglich ist, offen steht. Aber für das Erlangen  derselben gilt eben auch das, was für "vedische Erkenntnis im Allgemeinen" gilt. Insofern ist jene "Reduzierung", die man bei Mr. Mahesh da antraf auch eine Diszipliniertheit gewesen und richtiger Meditation sehr förderlich. Bis ca 1975 redete Mr. Mahesh nahezu ausschließlich über TM und jene 7 Bewußtseinszustände, dh über jenes "Buch mit 7 Kapiteln".


) -  Woraus sich wegen des gerade eben Festgestellten ergibt, daß wenn man den Wunsch nach Leben haben sollte, (sollte man wie folgt leben:) durchwegs karma so wie agnihôtra, wie es bei dem āstra vorgeschrieben/beschrieben ist - begehen.             

Wie ist es zu verstehen, wie muß/kann es verstanden werden, daß  der vorherige Vers sich auf die Hingabe eines sannyāsin an Wissen bezieht und der Letztere sich nur auf Hingabe an karma (=Handlung) von jemandem bezieht, der nicht in der Lage ist das (SELBST-Verwirklichung = Verwirklichung von Ātman) zu leisten)? Wir antworten da so: Erinnert man/erinnern Sie sich nicht an die vorherige Situation von jnāna und karma als exakte Gegenteile, Gegenstücke, als Anthitese-Verhältnis, das unerschütterbar ist und bleibt wie ein Berg? Hier wird auch dasselbe in den Versen 1 und 2 klar ausgedrückt, eigens festgestellt. - daß jemand, der danach trachtet zu leben, tätig sein muß, karma (=Handlung) ausüben, ausführen muß und daß jemand, der das nicht tut, alle Wünsche aufgeben muß. Dieselbe Schlußfolgerung erhält man) aus den (folgenden) Anweisungen für sannyāsins - "So jemand sollte weder Leben noch Tod wünschen, weder Leben noch Tod begehren, weder Lust haben zu leben noch Lust haben zu sterben. So jemand sollte sich in einen Wald begeben. Dies ist/verlangt das Gesetz ". "Er sollte von dort nicht zurückkehren". Auf den Unterschied zwischen diesen Beiden betreffs des Ergebnisses wird später ebenfalls eingegangen werden. ( Eine andere Aussage, die dazu päßlicherweise herangezogen  werden kann ist wie folgt:) "Diese zwei Wege traten nur zu Beginn in Erscheinung - der Weg der Aktivität und (der Weg) des Sich-Zurückziehens". Von diesen beiden gilt "Entsagung" als das Höhere, das Bessere, das Höherstehendere, wie es zB im Taittirīya Âraṇyaka heißt: "Nur Entsagung klappte äußerst gut, wirklich gut." Und Vyāsa , der großartige vedische Lehrer, Gelehrte, lehrte seinem Sohn - nach reichlicher, viel Überlegung - definitiv Folgendes und unterrichte ihn entschieden wie folgt: "Die Veden zielen darauf ab uns diese zwei Wege einzuprägen, unvergeßlich zu machen - der eine Weg wird der Weg des Tätigseins, der Weg des Handelns genannt und der andere Weg wird der Weg der Entsagung, der Weg des Verzichtens genannt." Wir sollten im weiteren Abschnitten, in weiteren "Folgen" den Unterschied zwischen diesen zwei Wegen klar machen, erkennen lassen, auf den Unterschied zwischen den beiden Wegen hinweisen.

Und nun wird der nächste Vers mit Geringschätzungsäußerungen bzgl Unwissender, Missbilligung von Nicht-Wissen begonnen -


3. Malignant are those worlds and enveloped in blinding darkness, into which pass, after death, whatsoever people slay the Self.

https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/9/mode/2up

Vers 3: Bösartig, feindselig, heimtückisch, hämisch, arglistig sind jene Welten und gehüllt in Blindheit, Nichtsehenkönnen verursachende Dunkelheit, in die jene Leute - welche auch immer -, die das Selbst absichtlich systematisch, nahezu rituell töten - nach dem Tod übergehen.

Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#547


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

 

 

 

 


Aus der Sichtweise der Einheit gemäß des höchsten Selbsts wird es für wahr gehalten, daß sogar dèvas als asuras angesehen, betrachtet werden. Asuryāh = Dämonen gehörend. Nāma wird hier einfach  als Lückenbüßer oder auch Fluch, als Verwünschung gebraucht. Te = (jene), lokāh  = Geburten (oder auch Leben), weil darin/dadurch die Früchte von Handlung (Karma) wahrgenommen oder auch genossen werden (oder auch anders gesagt. Weil es dort Freude am oder auch Genießen von Handeln dh Karma gibt). Andhéna = von blindmachender Natur, von blendender, verblendender,  betörend-täuschender Natur.  Tamasā = vollständige Unwissenheit. Āvrita = eingehüllt, umgeben. Tān = (jene) Existenzen bis hinab zum Unbeweglichen, prétya = diesen Körper verlassen habend. Abhigachchanti = (erwerben) entsprechend ihrer vergangener Taten und ihrer mit Hingabe praktiziert gehabt habender Praktiken. Yé ké cha - wasauchimmer. Ātmahanaḥ = Jene, die das Selbst töten, erschlagen, morden, vernichten, vertilgen, schlagen, ausrotten. Wer sind jene, wer tut das?  Leute, die unwissend sind. Wie können sie das ewige Selbst töten, schlagen, vernichten, ausrotten, ermorden? Durch ihren Mangel, schwachen Punkt, ihr Sich-Irren im Zusammenhang mit Unwissenheit, ihr mißratenes Nicht-Wissen , verhüllen (dh vergessen) sie das immer gegenwärtige Selbst. Die Anzeichen eines (Glaubens in) derer/deren Existenz ist das Bewußtsein  seiner unvergänglichen unsterblichen Natur. Dies wird verdeckt, verschleiert, verhüllt, überschattet (dh vergessen), als wäre das Selbst getötet, vernichtet, ausgerottet worden.

(Anmerkungen des Übersetzers ins Deutsche: Das betrifft also genau jene "Zivilisationen", Organisationen und Gruppierungen, die das Wissen, das bemüht unparteiliche, objektive, "wissenschaftliche" Lehren des Wissens vom "Selbst", von Ātman & co mit allen zur Verfügung seienden Mitteln zu vereiteln versuchten & versuchen bzw was zB gewissen Sektenbeauftragte und dann auch Psychiaterinzwis, Psychiatrie und Gerichte versuchten oder mauch unternehmen, nämlich das Selbst und auch das Wissen über das Selbst sowie die Wege zur Erkenntnis desselben auf die eine oder auch andere Weise erst totzuschweigen versuchen und falls das mehr oder weniger misslang, misslungen sein sollte dann eben zu vernichten - inklusive Rufmord, falschem Zeugnis, Lügen, "Aussitzen", Korruption, vorsätzlicher Schlamperei, bewußtem Nicht-Verstehenwollen & co, dh an Ausbreitung- und Verbreitungfinden zu hindern versucht wird bzw wurde. Der Umgang mit dem Grundanliegen der Transzendentalen Meditation, dem grundlegenden Wissen im Zusammenhang mit jener "TM" ist dafür nahezu ein perfektes Beispiel, das genau auf das paßt, was dieser Vers ausdrückt und was bereits Professor Deussen wohl lesbar und begreifbar vor mittlerweile über 100 Jahren ins Deutsche übersetzt und somit wißbar sowie begreifbar gemacht hat.)

 und die gewöhnlichen, unwissenden Menschen werden als "Mörder, Vernichter, Ausrotter des Selbst" bezeichnet. Aufgrund dieser Sünde des Ermordens des Selbst, gehen sie nach dem Tod in einen neuen Körper ein, sind sie gebunden an den Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt, sind sie in  "Seelenwanderung" verhaftet.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Das Verhaftetsein in die Lust am Handeln, das genießen der Früchte von Handlungen, verursacht, daß deren innersten Sein anscheinend "wandert" und "wandern" könne.  Sie erleiden Geburt und Wiedergeburt. Aber wie kann das "Unbewegliche", das Unveränderliche, Zeitlose sich aus einem Körper hinaus und in einen anderen Körper hineinbewegen? Aber für jemanden, der der Täuschung erliegt, der im  bewußten Nicht-Verstehen-Wollen & co "ein taugliches Hilfsmittel" sieht, der in einem Anderen-Leid-Zufügen ein probates Mittel sieht zur Erlangung eigener Freuden, Vorteile, Hilfe udgl, sieht es schier unerträglicherweise Weise dann auch noch so aus, als würde eine Seele wandern können.Für jemanden, der ein Seil für ein Schlange hält, verläuft sein Leben dann  eben so, als wie wenn es eine Schlange wäre, welcher er/sie/zwi erfolgreich - mit allen Vor- und Nachteilen, welche so jhemand dann billoigend, enthusiasiert von eigener Grandiosität des Wissen, Schlußfolgernkönnens und Konsquentblieben-Könnens - aus dem Weg zu gehen vermag.)

 Nun wird erklärt was dieses Selbst von einer Natur her ist, was die Natur dieses Selbst ist, wessen "Ermordnung", "zum Nicht-mehr-vorhandensein-gebracht-worden-sein", "um die Ecke gebracht worden sein" Unwissende dann der Seelewanderung unterworfen sind und, wozu im Unterschied dazu, die Wissenden, indem sie es nicht töten, nicht morden, nicht zu vernichten trachten und vernichten, endgültige Befreiung erlangen -

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Unmoving, one (and yet) speedier than the mind: the senses reach it never; (for) it (Self) goes before. Standing, it outstrips others that run. In virtue of it, does mâtarisvâ allot functions (severally to all). 

 https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/9/mode/2up

 

 Vers 4. Unbeweglich, eins, (und denoch) schneller als der Geist, schneller als die gedanklichen Aktivitäten: Die Sinne erreichen es niemals; (weil) es (das Selbst) vorher geht, entschwindet, zuvor schon da ist/war. Stehenbleibend, feststehend  läßt es andere hinter sich, welche rennen. Dank dieses weist mâtarisvâ Funktionen, Aufgaben, Pflichten (allen streng, strikt) zu , weist mâtarisvâ (- eingedenk einer Verantwortung für alle und allen gegenüber - Individuen als Individuen) gewisse Aufgaben, Arbeitsweisen, Art und Weisen zu, haben (Individuen als Individuen) aufgrund von, gemäß mâtarisvâ ihre eigene, spezielle Art und ihre eigene Weisen, Eigenheiten, Besonderheiten, Vorlieben, Fähigkeiten, Aufgaben, Berufe, Arbeitsweisen, Tätigkeiten.




Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

 

 https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up 

Artur Schendel's Übersetzung:


Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

(Siehe  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf):


Anéjat = nicht schütteln; von der Wurzel éjṛ schütteln, zittern, beben, schwanken. Schütteln ist ein Bewegen, dh ein abgleiten, vorrübergehendes abkommen vom wirklichen Zustand, dem wirklichen Sein, der eigentlich-wirklichen Seinsweise. (Das Selbst ist) frei davon, dh hat als seine Form stets dasselbe. Es ist auch eines in allen Wesen. Manasó javīyah = schneller als der Geist, die geistigen Aktivitäten, welcher/welche von Wünschen, Lust udgl. gekennzeichnet, geprägt sind. Woher kommen diese widersprüchlichen Feststellungen - daß es sowohl zweifeslfrei unbeweglich ist als auch schneller als der Geist/die geistigen Aktivitäten? Dies ist nicht falsch, es sind keine falsche Aussagen, da es (auf der Basis des Selbst, vom Selbst her) rechtfertigbar ist, daß es sowohl  bedingt als auch unbedingt ist (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: vgl Tao Te King von Laotse/China), beschränkt als auch unbeschränkt, von guter Beschaffenheit als auch wie von Leiden geprägt. In seiner ursprünglichen unbeschränkten, unbedingten, reinen Form wird es als unbeweglich und eines festgestellt,  beschrieben. (Es ist auch möglich, daß man eine Bewegung des Selbst behauptet.), weil es (die Charakteristika, Eigenschaften und Eigenheiten) seines unbeschränkten, unbegrenzten, nicht bedingten, unabhängig-freien Geistes widerspiegelt, welches jener innere Sinn ist, der von Wünschen und Zweifel charakterisiert, bestimmt wird. Weil der Geist, als der hier im Körper wohnende, in einem Augenblick, einem einzigen Moment sich das weit entfernte Brahmalôka und dergleichen vorzustellen vermag, wird er gemeinhin als etwas angenommen, das eine große Geschwindigkeit habe/hat. Wenn in diesem Sinne der Geist  (in Gedanken) zB Brahmalôka erreicht, sieht es so aus als ob das Selbst, vermöge Geschwindigkeit, dort bereits angekommen gewesen sei. Deshalb heißt es hier: "schneller als der Geist". Devâḥ = Sinne so wie das Auge - so bezeichnet, weil sie erhellen. Ênat  = diese Wesenheit des Selbst. Na âpnuvan = erreichte nicht, der Geist schneller seiend als sie. Weil geistige Betätigung (immer) eingreift, sich einmischt, wird nicht einmal die Ähnlichkeit, der Schein des Selbst durch die Sinne wahrnehmbar. (1) ( Und es ist jenseits des Geistes an sich, jenseits der geistigen Tätigkeiten als solcher), weil das Selbst - aufgrund seines Alldurchdringendseins -, ähnlich wie Raum,  stets einen Vorsprung hat. (Der Vers besagt nun, daß das Selbst, immer ²) - frei seiend von allen Arten von Wiedergeburt, allen Eigenschaften des Wiedergeborenwerdens - in seiner ureigensten unkonditionierten, nie vereinahmten, un-bedingten Art und Weise - absolut keiner Veränderlichkeit unterworfen seiend, schlichtweg unbewegt, unveränderlich seiend und bleibend  - dem Unwissenden mit mangelndem kritischen Unterscheidungsvermögen, dem Unwissenden mit mangelndem Unterscheidenkönnen, als würde es all die verschiedenen, vielfältigen Art- und Weisen des Lebens sowohl aufgrund von Beigaben, Anhängsel, Nebenumständen erfahren als auch als Viele seiend, dh Einerinzwi in jedem Körper. Tat ( = jenes=, dāvataḥ = schnell gehend. Ānyan = Geist, die Organe der Sprache & co, welche alle anders als das Selbst sind/erscheinen. Atyéti = scheinbar übertreffen, scheinbar hinter sich lassen, scheinbar überflügeln. Der Text als solcher deutet, aufgrund von tishṭhat - welches "selber unveränderlich, unwandelbar, beständig bleibend" bedeutet - den Sinn von "iva" (scheint, scheinen, Anschein erwecken) an. Tasmin, dh aufgrund der Existenz des Selbst, welches von der Natur her ewige Empfindsamkeit, Fühlen-Befähigtheit, Sensibilität, Empfindungsvermögenheit bedeutet. Mâtariṣvā  = der/die/zwi/das/ dös welches sich bewegt (ṣvayati) und zwar in den Himmeln (mātari); der Wind, das aktive Prinzip in allen Geschöpfen, das Prinzip des Aktivseins in allen Geschöpfen wovon all die Ansammlungen, Unmengen von Ursache und Wirkung abhängen und die darin verwoben sind wie das A und O, wie Kette und Schuss und welcher/~s (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: "der Wind, das aktive Prinzip" ist gemeint) auch als der "rote Faden", "das verbindende Element" bezeichnet wird und welcher/~s die Unterstützung des gesamten Universums ist. Solcherart ist mâtariṣvā. Apah = Funktionen, Wirken, Aufgaben, Arbeitsweisen von Dingen, so wie das Zügeln der Flammen und Brennen von Feuer, das Scheinen der Sonne, Regnen der Wolke und so weiter. Dadhāti = durch Los verteilen, zuerkennen, zuerteilen, bestimmen, bewilligen; das Wort könnte auch "leiten, lenken" - in Analogie zu Texten wie "Vermöge Angst von Ihm bläst der Wind & co" (Tait: Up. II, viii,1). Die Idee ist, daß alle Veränderungen aufgrund der Natur von Ursache und Wirkung finden nur statt, wenn das Selbst, die ewige Empfindsamkeit und Ursubstanz von allem, existiert.


Nicht müde des Wiederholens, besagt der Veda abermals was bereits im vorherigen Vers gesagt wurde:

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Anmerkungen des Übersetzers vom Sanskrit ins Englische:

(1) Die Aktivität der Sinne setzt das Aktivsein des Geistes, geistige Aktivität voraus. Das Selbst - aufgrund dessen, daß es "jenseits des Geistes" ist - ist notwendigerweise auch jenseits der Sinne.

²) Ich las sarvadâpi statt sarvavyâpi.

Anhang: auf die von Shankara hingewiesene Stelle in der Taittirîya-Upanishad. (Im "marrix-Buch", ISBN-10: 3-86539-090-0, ISBN-13: 978-386539-090-5 auf Seite 288)

(Tait: Up. II, viii,1):

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/232/mode/2up

oder auch

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#255

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/232/mode/2up

oder auch

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#255

Selbstverständlich sind auch Professor Deussen's Ausführungen, wie zB die Einleitung zu II.8 insgesamt interessant und hilfreich; aber ich will schließlich aus jenem Buch  zwar zitieren, es aber nicht kopieren; es gibt dieses Buch in jener Neuauflage im Marrix-Verlag wo es auch in die heutigen deutschen Schriftzeichen übertragen wurde als auch die zwei Online-Ausgaben, wobei die besser lesbare Ausgabe eben monatlich jene ca 7,99.-€ kostet und kostenfrei (worauf ich hier falls möglich - weil  die betreffende Seite nicht geschwärzt wurde -  auch gerne hinweise). Im Fall dieses Zitats II,8,1 hat man in der Online-Ausgabe von "www.achive.org" keine durchlaufenden "Versnummern", sodaß da etws Unsicherheit bleibt. Bei "www.forgottenbooks.com" jedoch findet man die Verse von II durchnummeriert bis Abschnitt III, der dann "Die Brighuvallî" heißt wie bei der Ausgabe von "www.Archive.org", sodaß dann klar ist, daß der eigens zitierte Vers mit der Nummer 8 auch der ganze Vers ist, auf den Shankara hinwies:

 





5.  It moves: and it moves not : it is far and it is near. It is inside all this: it is also outside all this.

https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/13/mode/2up




5. Es bewegt sich: und es bewegt sich nicht: Es ist weit weg und es ist nah. Es ist in all Diesem; es ist außerhalb all Diesem.


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up/search/524

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Tad = Das ins Frage gestellte "Selbst". Êjati = bewegt sich. Ein und dasselbe bewegt sich nicht (na êjati), dh nicht in sich selber. Mit anderen Worten, in Wahrheit bewegungslos seiend, erscheint es (nur) so als bewegte es sich. Desweiteren gilt: tat = es; dûre = (in einer Distanz, mehr oder weniger weit weg, von einer gewissen Entfernung aus). Es ist, als wäre es entfernt; und das ist so weil jemand Unwissendes auch in 1000 Millionen - = 1 Milliarde - Jahren dort nicht ankommen kann können. Tat u = (es ist auch); antikè = nahe. Das gilt für Weise (nicht Unwissende, Erleuchtete) ganz genau so, weil es deren ureigenstes Selbst ist. Es ist nicht nur weit enfernt und auch nahe; es ist auch antah, dh innerhalb von all Diesem. Man vergleiche - "Welches Selbst ist innerlichst von Allem - (Brih. Up. III, iv, 1). Asya sarvasya = ( von all diesem), damit ist das Universum gemeint, das aus Namen, Formen und Handlungen/Aktivitäten besteht. Es ist außerhalb von all diesem, weil es durchdringend ist; innerhalb da es  höchst subtil ist wie Raum.(Wir sollten uns auch dessen entsinnen), daß es ohne einen Haarspalt dazwischen den Lehren entspricht, die in Passagen enthalten sind wie: "voll und ganz sowie durch-und-durch Empfindsamkeit usw ist. - (Brih. Up. IV, v,13) .


Hier die, von Shankara, angegebenen Zitate:

Brih. Up. III,iv,1:


und Brih. Up. IV, v,13:


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/484/mode/2up

(Im "marix-Buch" auf Seite 590)





6. And he who sees all beings in himself and himself in all beings has no aversion thence

https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/13/mode/2up


6. Und wer alle Wesen in sich sieht und sich in allen Wesen hat daher, aufgrund dieser Tatsache keine Abneigung, keine Unlust, keinen Widerwillen.         


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up/search/524

(Im freien Hinein-Leseangebot bei https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#549 leider gesperrt)

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

(Siehe  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf):

Yaḥ tu, dh ein Sannyāsin, der endgültige, schlußendliche Befreiung wünscht, ersehnt, ernsthaft erlangen  möchte. Sarvāṇi bhūtāni = alle Wesen (dh Existenzen) von Prakriti bis hin zum Unbeweglichen, Unveränderlichen, Unsterblichen . Ātmani eva anupaṣyati (= entdeckt, findet in sich selbst/Selbst), dh versteht, begreift es als nichts anderes seiend als das eigene Selbst. Sarva bhūtêshu cha, dh "und in den selben (Wesen)". Ātmanām =( selber), dh sein eigenes Selbst als ebenfalls das Selbst aller Wesen. (Der Bezug liegt hier in einer Person), welche sich selbst erblickt (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: sein Selbst kennt, erkannt hat) , dasselbe in allen Wesen und so erkennt: "So wie Ich - der/die/dös Erkennende aller Bergifflichkeiten, Vorstellungen, Ideen, Neigungen, Absichten, der/die/dös Wahrnehmende, ein Einziges, ein Einiges, eine Einheit seiendes und ohne aller Attribute, Eigenschaften seiendes - das Selbst von diesem meinem Körper bin, der/die/dös Anhäuferinzwi von Ursachen und Wirkungen, so bin ich auf dieselbe Weise,,in derselben Form, das Selbst aller Wesen von Prakṛiti bis hinab zum Unbeweglichen, Unveränderlichen. Tataḥ = vermöge solcher Wahrnehmung. Navijugupsatê = sich nicht abgestoßen, nicht zurückgewiesen, nicht diskiminiert fühlen . Dies ist eine Iteration, Wiederholen dessen was (empirischerweise) gewußt wird bzw bekannt ist, eine erneute Anwendung des Wissensprozesses unter Zuhilfenahme der jeweils bisherigen Ergebnisse. (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Hier ist wahrheits -und sicherheitshalber anzumerken, daß lt. einer Vorlesung von Professor Hayes an der TU-München in sog. "dynamischen Prozesen", was nunmal - auch - eine Immer-wieder-Anwendung einer Funktion auf sich selber ist, also sowas wie "sin(x), sin(sin(x)), sin(sin(sin(x))), sin(sin(sin(sin(x)))), usw - selbst bei einer sehr einfachen Funktion - dann an einzelnen Stellen - nachweislich! - "chaotisches Verhalten" auftreten kann, dh Punkte mit echtem "Chaos-Verhalten" mathematisch-präzise nachgewiesen werden konnten.) All die Abneigungen, Gegenstände des Widerwillens, der Abscheu, all die Gräuel kommen von schimmen, bösen Dingen die vom eigenen Selbst, Selbersein verschieden sind; wenn man jedoch (überall) nur  das Selbst wahrnimmt, das vollkommen reine und betändige, lückenlose Selbst, ist klar, ist offensichtlich, ist es (für so jemanden) trival, daß es da nichts gibt, was Ablehnung hervorrufen könnte, was jenes Übermaß an Arbeit des Ablehnens, Abscheuempfindens verusachen könnte, was eine Ursache für sich unnötiges Aufregen zugunsten Ablehnen, Abscheuempfinden usw sein könnte. (Anmerkung des übersetzers ins Deutsche: Jemand lebt in "Dualität", hat Probleme, ist dem Erleiden von Krankheit, Leid, Tod, Jugend und Alter unterworfen, ist in Probleme verhaftet; Diesem Zustand würde man gerne ein Ende bereiten, aber selbstverständlich nicht dem Leben als solchem. Jemand beginnt zB TM-Meditation zu praktizieren, lernt jenen Bereich "transzendentalen Bewußtseins" jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen, jenseits von Dualität kennen, jemand wird durch regelmäßiges Meditieren morgens und abends für ca 30 Minuten mit diesem transzendentalen Bewußtsein, Turiya, Samadhi zunehmend vertrauter und vertrauter; diese und jene Änderung am Alltag finden sich unter Umständen ein bzw erscheinen machbar und verantwortbar und als "noch im Rahmen" und irgendwann kommt/kam die Erkenntnis, daß man alles in Begriffen des Selbsts - erkannt als eins seiend mit jenem transzendentalen Bewußtsein -  im Lichte reinen Bewußtseins wahrnimmt und es eben 1 Selbst gibt, daß Ātman ein eigenständiges Etwas ist und man selber halt ein körperloses Wesen, das aus jener "Einheit", jener unabhängigen, freien Existenz des Ātman heraus lebt und eben in jener Welt lebt. Egal was man wahrnimmt, man nimmt im Gegenüber jenes transzendentale Bewußtsein wahr, egal wer oder auch ws, ob es eine gesuchte Terroristin ist, die einem in der U-Bahn gegenüber sitzt, ein Dumkopf oder ein hoch-intelligenter, würdevoll-gütiger Professor, ob ein Insekt, ein Affe, ein Hund, eine KLAtze oder eine Pflanze, ob "Unkraut" oder Apfel-Baum, "Ich bin das, Du bist das" wird eben trivialerweise, völlig natürlich ohne erst denken, sich zusammenreißen, sich hineinfühlen zu müssen gelebt; jenes transzenbdental Bewußtsein ist einfach immer schneller, weil es eh schon überall ist. Bevor man was positives Wünschen kann, ist es vorher schon da; bevor man Abscheu empfinden könnte, ist es schon da und weil eben der Strahl der Aufmerksamkeit nicht - "mehr" - anders kann, als auf allem - einem bewußtseiend - "senkrecht zu stehen" bzw einfach alles wahrheitsgemäß betrachtet haben zu wollen, können auch angemessene Reaktionen - und sei es aufgrund des Blitzstrahls der Intuition, der gemäß der Patanjali Yogasutren alles zu durchdringen - durchaus erfolgen, da ein, einem übel wollender Psychiaterinzwi immer noch nichts anders ist als ein einem übelwollenderPsychiaterinzwi, ein Gangster immer noch ein Gangster ist, usw usf und man eben erst recht sein eigenes Leben leben will und erst noch weniger nach der Pfeife irgendwelcher mehr oder weniger irrer, mehr oder weniger eingebildeter Sektenbeauftragterinzwis, Gurus udgl tanzen will. Insofern sollte man Sätze wie den folgenden "tunlichst" besser nicht mißverstehen bzw besser nicht bewußt nicht verstehen wollen. In der Bhagavad Gita gibt es da jene kurze Scene, wo Arjuna den Krishna bittet, ihn doch sein wahres Wesen, sehen zu lassen und am Ende bittet Arjuna nur noch darum, ihn einfach doch als Freund sehen zu dürfen und nicht mehr diese unbegreifliche, ganze Alle veschlingende und hervorbringende Gestalt weiter sehen zu "müssen".  Auch konnte Krishna sehr wohl zwischen gut und böse, richtig und falsch, wünschenswert und abscheulich, klug und blöd unterscheiden und da durchaus auch Feinheiten bestens erkennen und berücksichtigen. Dieser Zustand kann nur gewußt werden, indem man per richtiger Meditation und angemessenem Lebenswandel dafür sorgt, daß dieser Lebenszustand sich einstellen kann, jene Erkenntnis erlangt werden konnte; dann kann man auch die Patanjali Yogasutren problemfrei - und ohne Mißverständnissen zu erliegen - verstehen:) Von da an gilt, aus dieser Quelle entspringt die Aussage, die Feststellung - "So jemand hat daher keine Aversion, hegt keine Abscheu, pflegt keine Un-Lust, ist Diskriminierung fremd".

Ein anderer Vers bringt dieselbe Idee, dasselbe zum Ausdruck -


7. When to a knower discovering unity, all beings become his very Self, what delusion then (to him) and what sorrow?

https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/13/mode/2up


7. Wenn doch, sobald für eine wissende Person - die sich angeschickt hatte die Einheit, das Einssein zu entdecken - alle Wesen sich als das ureigenste Selbst entpuppten, das diese Person selber (auch) ist, welche Täuschung sowie Sorgen können so eine (Person) dann noch erreichen?

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Dieser Vers liefert eine sehr elegante, schöne  und nicht verletzende Antwort zu den Ausführungen des früheren KGB-Agenten Juri Bezmenow betreffs "delusion was my Job" bzw jenes TV-Interview im US-TV; siehe 1) International: bzw https://www.franz-rickinger.eu/Seil-und-Schlange-,-Irrtum-und-Wahrheit/V-ad-TM-Organisationen/i-international.). Auch Juri Bezmenow's Ausführungen zur Überwindung jener "Täuschungen", die von jenen "KGB-Methoden" verursacht worden seien/wären - oder auch wurden - finden hier eine KGB-unabhängige, seriöserweise nachvollziehbare, klassische, begreifbare, sichernde und zweifelsohne angebrachte Berichtigung. Leider ist das heutzutage - beginnend ab damals und mit einem kaum übersehbaren Höhepunkt ab ca 2017 sich steigernd bis 2019 und darüberhinaus - ein höchst aktuelles Thema. Juri Bezmenow erwähnte was von 35 Jahren Hinwendung an "Patriotismus" als Lösung für jene, den "Freiheitlichen und nicht atheistischen Demokratien""verursachten Probleme". 2019 waren dann jene 35 Jahre vorbei und der deutsche Bundespräsident Dr. Steinmeier und andere bezeichnen den damit vielfach verbundenen "Rechtsrdikalismus" als große Gefahr für die "freiheitlich-demokratischen Gesellschaften/Staaten". Interessanterweisen hatten ab jenem Interview solche "freiheitlich-demokratische Staaten" und Herr Juri Bezmenow in einem "Schulterschluß" an den Tag gelegt: Verfolgung von Meditation, Shankara's Lehren sowie Versuche TM&co lächerlich zu machen inklusive der gewissen Erfolge, wenn man die ziemlich lächerliche alsdann entstandene Blechkronen-Königs-Organisation des Mr. Mahesh & co ansieht. Daß dazu mit Täuschung, Lügen, falschem Zeugnis wider den Nächsten & co dann gearbeitet wurde versteht sich einerseits fast von selbst und andererseits ist es einfach - wie ja auch meine eingestreuten Ausführungen betreffs was mir wiederfuhr zeigen - nachzuprüfen, was allenfalls die angestrebt gewesenen "Patriotismus-Gefühle" dann - wie selber erlebt - wiederrum zu vereitelten sich als "unrühmlichst" immer wieder brauchbar erwiesen.



Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/524/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:


Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

(Siehe  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf):

Yasmin = sobald welches Selbst oder auch in welchem Selbst. sarvāṇi bhūtāni  = diesselben  (schon erwähnt worden) Wesen aller Arten. ātma êva abhūt = wude das eigene Selbst durch richtige Wahrnehmung. vijānataḥ  = (Dem Wissenden) von  Realität. tatra = dann solches Selbst oder auch in solchem Selbst. kô môhaḥ kaṣṣo  ka  = (Welche Täuschung, Getäuschtheit, Illusion und welche Sorgen?). Sorgen und Täuschung, Illusion, Getäuschtheit, Täuschung-erlegen-sein betreffen eine Person, welche die Quelle bzw Ursache von Wünschen,Lust aber auch Aktivität, Handeln nicht versteht, nicht weiß; sie betreffe aber keine Personen, Wesen, welche die Einheit des Selbst - reinen und gleichendem Raum (Anmerkung des Übersetzers: Zur Erläuterung jenes "Einsseins", jenes "Einheitsbewußtseins" las ich bei Shankara mal - vermutlich in einer deutschen Ausgabe von "Kleinod der Unterscheidung"-: "Im  Vergleich mit dem ist dies auch das"; auf eine derartige Verwirklichung und Realität bezieht sich Shankara hier anzunehmenderweise) - verwirklichen, leben. 

Der dritte Pāda  (Anmerkung des Übersetzers:  "In die Sutras des Vedanta, oder die Cariraka-Mimansa des Barayana, nebst des vollständigen Commentare des Cankara" von Professor Paul Deussen , ISBN 978-1-390-98573-3 wird auf Seite XVII erwähnt, daß eine Geliedertheit gemäß

Adhyāya, Pāda und Adhikaraṇam vorliegt; Also I,1. 1bis 31; I,2. 1 bis 32; I,3, 1 bis 48; I,4. 1- 28 und dann geht es weiter mit II,1. 1 bis45; II,2 1-45; II,3. 1 bis 52, usw bis hin zu IV,4. 1 bis 22; also wenn dann Adhyāya als Kapitel angesehen wird, dann wäre ein Pāda sowas wie ein Abschnitt und Adhikaraṇam ein "Unterabschnitt".)

deutet bzw weist (so weit es dös Wissenden betrifft) auf das Aufhören, Zuendegekommensein weltlicher Existenz samt dessen Ursache hin; dieses ergibt sich daraus, daß die Möglichkeit von Sorgen und Illusion/~n-Erlegensein, Illusionsverhaftetheit, Getäuschtsein, Täschungerunterliegen - welche die Folge von grundlegendem Nichtwissen, Mangel an Wissen oder Bewußtheit sind - einerseits in Frage gestellt und andererseit geleugnet, negiert wird.

Der folgende Vers bringt (nun, nunmehr) zum Ausdruck welcher Art eine Beschreibung des Selbst - wovon in den vorherigen Versen die Rede war -  ihrer Natur nach ist.             


https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/15/mode/2up




8. Es (Das Selbst) ist alles durchdringend, strahlend-hell (seltsam klar), unkörperlich (ungreifbar, ohne Körper und dennoch wirklich), makellos und homogen (Eines ohne ein Zweites, ohne Spalte und Risse sowie ohne Notwendigkeit des Versorgtwerdens per Adern, Leitungen usw), rein, unberührt von Sünde; ein Sehendes und Seherinzwi, all-wissend, wie übereinandergeschichtet, selbst-erzeugt. (Es ist jenes, welches) den ewigen Schöpferinzwis ihre (diversen) Aufgaben, "Pflichten" sowohl ordnungsgemäß-richtig-schicklich als auch zeitgemäß-pünktlich-rechtzeitig zugewiesen bzw bewilligt hat.

Anmerkung vom Autor dieser homepage: Statt meines  >> ein Sehendes und Seherinzwi, all-wissend, wie übereinandergeschichtet, selbst-erzeugt. (Es ist jenes welches) den ewigen Schöpferinzwis ihre (diversen) Aufgaben, "Pflichten" sowohl ordnungsgemäß-richtig-schicklich als auch zeitgemäß-pünktlich-rechtzeitig zugewiesen bzw bewilligt hat.<< hat Professor Deussen sehr schön und allgemeiner übersetzt:

(...Dabei ist die Anspielung auf "Rishi"und jenes Phänomen "vedische Ereknntnis", das im Zustand völliger Objektivität und völligem Nicht-Wollen heraus möglch ist und das Leben eines Menschen bereichern kann, wohl kaum zufällig. Mr. Mahesh pflegte dazu zu sagen: "Jedes Wesen kann nur das 'Sehen' was es selber ist, dh insbesondere auch die Gesetzmäßigkeiten, die seine spezielle Individualität prägen und was zum Erhalt dazu not-wendig ist, usw."Deshalb sei eben die Umfänglichkeit der "Veden", welche viele vedische Erkenntnisse einzelner umfaßt, sehr wertvoll und bedeutungsvoll. Üblicherweise wird eben so eine vedische Erkenntnis im familiären Rahmen weitergegeben. Auch diesen Aspekt beinhaltet Professor Deussen's Übersetzung...)


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#548

oder auch:

  https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up

Artur Schendel's Übersetzung:



Nachdem Shankara diesem Vers 8 einen auffallend ausführlichen Kommentar widmet, hier noch drei weitere Übersetzungen dieses Verses:

Sir Aurobindo übersetzte und merkte an wie folgt:


Die Isha-Upanishad / Sri Aurobindo -Planegg: Mirapuri-Verlag 1988, ISBN 3-922800-32-7



Raphael übersetzte und merkte so an:


Fußnote aus obigem Text: 1) ebd II,1,1

Fünf Upanishaden

Īśa - Kaivalya - Sarvasāra - Amṛtabindu - Atharvaśira

Übersetzung (aus dem Italienischen): Beate Schleep

Berlin: Pro BUSINESS 2019

ISBN 978-3-96409-119-2

1.Auflage 2019

www.book-on-demand.de

Titel der Orginalausgabe: Cinque Upaniṣad, 2016

 




Swami Praphupāda übersetzte auf folgende Weise:

Śrī Īśopaniṣad, Sami Prabhupāda, 1971, The Bhaktivedanta Book Trust International, Inc., überarbeitete Auflage 2006, ISBN 978-91-7149-439-9, www.krishna.com




Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

(Siehe  https://ia800207.us.archive.org/0/items/isavasyopanishad00sank/isavasyopanishad00sank.pdf):

Saḥ = das zuvor erwähnte Selbst.Paryagāt = herum gegangen, dh ist durchdringend wie Raum.

ṣukram = weiß, dh strahlend,hell. akāyam = ohne Körper,körperlos; dh ohne einem subtilen Körper; avraṇam = unverwundbar. snāva = Vene; Blutgefäß; Spalt, Riss, Leitung, Erzader,Wasserspalte; Flötz; Ader; Blattnerv; Faser, Maser; Ader; Ader, Stimmung, Anlage, Wesenzug. (siehe https://en.langenscheidt.com/english-german/vein; bei https://www.macmillandictionary.com/dictionary/british/vein findet man auch die Vielzahl dieser Bedeutungen). Deshalb bedeutet asnāviram "adernlos" oder auch "spaltlos," risslos" (Anmerkung des Übersetzters ins Deutsche: also sowas wie homogen, "Eines ohne ein Zweites"). Die letzten beiden bezeichnenden Bennungen, Eigenschaftswörter ( avraṇam und  asnāviram) berücksichtigen den grobstofflichen Körper nicht; ṣuddham = ohne dem Makel von Unwissenheit oder auch mangelendem Bewußtsein. Dies berücksichtigt nicht den "Kausalkörper".

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche betreffs "Kausalkörper":

  https://en.wikipedia.org/wiki/Causal_body besagt dazu:

>> Karana sarira or the causal body is the cause [1] or seed of the subtle body and the gross body. It has no other function than being the seed of the subtle and the gross body. [2] It is nirvikalpa rupam, "undifferentiated form". [2] It originates with avidya, "ignorance" or "nescience" of the real identity of the atman, instead giving birth to the notion of jiva-bhuta.

Swami Sivananda characterizes the causal body as "The beginningless ignorance that is indescribable". [web 1] Siddharameshwar Maharaj, the guru of Nisargadatta Maharaj, also describes the causal body as characterized by "emptiness", "ignorance" and "darkness". [3] In the search for the "I am", this is a state where there is nothing to hold on to anymore. [3][note 1]

Ramanuja concludes that it is at this stage that consummation of the atman with the Paramatman is reached and the search of the highest Purusa i.e. of Ishvara ends. [4]

According to other philosophical schools the causal body is not the atman, because it also has a beginning and an end and is subject to modification. [web 2] Shankara, not seeking a personal god, goes beyond Anandamaya Kosha in search of the transcendent Brahman. [4]

The Indian tradition identifies it with the Anandamaya kosha, [web 1] and the deep sleep state, as mentioned in the Mandukya Upanishad, where buddhi becomes dormant and all concepts of time fail, although there differences between these three descriptions.<<


Vom Verfasser dieser homepage ins Deutsche übersetzt:


Der "Kausalkörper" - ursprünglich Karana-Sarira - ist ein Konzept aus dem Bereich von Yoga und Vedanta, welches von der Theosophie modifiziert wurde; von dieser Modifizierung ausgehend fand es seinen Weg in die allgemeine "New-Age"-Bewegung und der westlichen Esoterik-Scene dieser Tage. Es bezieht sich üblicherweise auf den höchsten bzw innersten Körper, welcher Ātman bzw die "wahre Seele" verhüllt.

Karana Sarira, auch Kausalkörper genannt, ist die Ursache, dem Same des subtilen Körpers aber auch grobstofflichen Körpers.- Es hat keine weitere Funktion, als der Same des subtilen und grobstofflichen Körpers zu sein. Es ist "nirvikalpa rupam", "undifferenzierte Form". Es entspringt zusammen mit avidya, der "Unwissenheit", dem "Mangel an Wissen bzw Bewußtsein"  der wahren Identität des Ātman und schafft nicht die Begrifflichkeit "jiva-bhuta".

Swami Sivananda charakterisiert den "Kausalkörper" als "Die anfanglose Unwissenheit, welche unbeschreiblich ist" Siddharameshwar Maharaj, der Guru von Nisargatta Maharaj, beschreibt den Kausalkörper als charakterisiert von "Leere", "Unwissenheit" und "Dunkelheit". Auf der Suche nach "ich bin", ist das ein Zustand wo es nichts mehr gibt an das man sich noch klammern könnte, auf das man sich noch beziehen könnte. Ramanuja gelangt zum Ergebnis, daß auf dieser Ebene die Vollendung des ātman mit Paramatman erreicht werde und die Suche nach dem höchsten Purusa, dh Ishvara, zum Ende komme.

Gemäß anderer philosophischer Schulen ist der Kausalkörper nicht der ātman, weil er ebenfalls ein Anfang und Ende habe und sowohl Veränderungen als auch Einschränkungen unterworfen sei. Shankara, der nicht bemüht war einen persönlichen Gott zu suchen, geht bei der Suche nach einem transzendenten Brahman über Ananandamaya Kosha hinaus.

Traditionellerweise wird er (...der Kausalkörper...) in Indien mit dem Ananadamaya kosha und dem Zustand des Tiefschlafs - wie in der Mandukya-Upanishade erwähnt  -, wo "buddhi" schlafend wird und alle Konzepte bzgl. Zeit versagen, gleichgesetzt; allerdings gibt es auch Unterschiede zwischen diesen drei Beschreibungen, diesen drei Begriffen.

Ende der Anmerkung es Übersetzers.)

āpapaviddham = nicht betroffen von Schädlichem, Gottlosigkeit, nicht mitgerissen von Bösem, (wobei dieser Begriff zu verstehend ist als ) sowohl Verdienst, Vortrefflichkeit  als auch Schuldhaftigkeit, Verwerflichkeit, Unwürdigkeit [1] (umfassend). Die Wörter, die mit ṣukram beginnen müssen in die maskuline Form übersetzt werden, weil der Vers mit saḥ (einer maskulinen Form) anfängt und entsprechend mit "kavi" und manīshī ( welche von der Form her ebenfalls "maskulin" sind) endet.  kaviḥ = sehend was vergangen ist [2], dh Zeuge im Sinne des Textes - "Es gibt keinen Sehenden als Ihn"(bri. Up. III, vii, 23):

(Bri. Up. III, vii, 23: "der, in dem Samen wohnend, von dem Samen verschieden  ist, den der  Same nicht kennt, dessen Leib der Same ist, den den Samen innerlich regiert, der ist deine Seele; der innere Lenker, der unsterbliche." (Seite 544, in ISBN-10: 3-86539-090-0; ISBN13: 978-386539-090-5, marix-Verlag,"Upanishaden, die Geheimlehre des Veda, in der Übersetzung von Paul Deussen)
 bzw zB
https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/442/mode/2up:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/442/mode/2up )

manīshī = der Kontrolle über den Geist, über die geistigen Aktivitäten Habendkönnende Ausübenkönnende, dh der/die/dös allwissende Lord. paribhūh bedeutet "wer oberhalb/jenseits von allem ist (pari=upari). svayambhūh = selbst erzeugt.  Dieses bedeutet, weist darauf hin, daß jenes was oberhalb, jenseits von allem ist, jenes sowohl was über alles erhaben ist aber auch jenes ist was alles ist das Selbst ist. So ein Herr - immer frei seiend, allwissend seiend - hat zugeordnete, Ihm gemäße Aufgaben, mit Ihm verbundene Pflichten (arthān) und zwar gemäß der vergangenen Taten, welche Instrumente sind, Früchte, Ziele (in diesem Leben) zu ernten, zu erlangen und insofern heißt das, daß sie angemessen verteilt sind. Yâthātatathyataḥ  ist abgeleitet von yâthātathā was "gemäß Fakten", "tatsachengemäß" bedeutet. ṣâṣvatībhyaḥ = ständig, dauerhaft;  Samâtbhyaḥ heißt "unter Schöpferinzwis, Welterschaffenden, die sich vom Namen der "Zeit"  leiten lassen.


manishi = Kontrolle des Geistes, was die gedanklichen Aktivitäten unter Kontrolle hält, dh der all-wissende Lord,

(Anmerkung des Übersetzers: etwas was eben ist bevor Gedanken kommen und ihnen von daher eine Ordnung vorgibt. - Siehe dazu Vers 4 "Schneller als der Geist, schneller als die gedanklichen Aktivitäten". Vgl. auch Shankara's Kommentar zu Vers 1's "Jemand/Etwas der/die/zwi/das regiert, steuert, regelt, im Endeffekt bestimmt wird Ít genannt"  ).

paribūḥ bedeutet "der, die oder auch zwi, wölches oberhalb (pari=upari) von allem ist

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: ....Im übertragenen Sinn ist damit wohl auch "jenseits" gemeint und das auch im Sinne von "transzendent"; denkt man 4, 5 oder auch 6-dimensional -

4'te Dimension gemäß Einstein die Zeit [Göttin Kali löst das ganze Universum auf und erschafft es erneut neu; dazu gibt es ein dramatisches Video, wie Göttin Kali in Rage gerät, als Dämonenscharen Götterinzwis belästigen, sie gerät in Zorn, dh Göttin Parvati wird zu Göttin Kali und diese ist nicht mehr zu bremsen, vernichtet erst die Dämonenschar und anschließend gleich noch die gesamte Schöpfung dazu. Dann steht sie weinend vor dem übriggebliebenen scheinbaren Nichts und Shiva tröstet sie, indem er ihr im Sinne von Parvati  erklärt, daß sie doch wieder eine neue Schöpfung hervorbringen könne - Siehe zB.: https://www.youtube.com/watch?v=qQkpT6blMzs "Mahakaali - 29th July 2017 - महाकाली - Full Episode; ca Minute 19:15. - In diesem Sinne ist sie über die Schöpfung voll erhaben und ihr gegenüber völlig unparteilich und steht insofern gleichermaßen senkrecht auf allen andern Aspekten der Schöpfung. Wenn sie mal wieder eine neue Schöpfung schafft - was nicht heißt, daß es immer sie sein müßte - geht sie als Zeit ind die neue Schöpfung ein und ist nicht faßbar, nicht bestechlich, erhaben über alles der Welt]

5'ten Dimension: der Strahl der Aufmerksamkeit (, welches eine lebendige Erfahrung nach Erlangen jenes sog. Einheitsbewußtseins sein kann/ist, wenn erkannt wurde, daß tief innen im wahrgenommenen Objekt auch das transzendentale Bewußtsein ist und damit verbunden die Erkenntnis erlangt wird, - wozu Shankara erfreulicherweise in seinem Kommentar zur Mandukya-Upanishade bemerkt, daß das Turiya, das transzendentale Bewußtsein, das Samadhi und das Selbst eins sind, ein-und-dasselbe sind - und daß alles worauf die Aufmerksamkeit primär fällt in Begriffen des Selbsts im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen wird,) steht der senkrecht auf allen Raumrichtungen gleichzeitig, weil man sonst ja nicht unparteilich hingesehen/aufgepaßt haben würde, dh nicht wahrheitsgemäß in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins sähe und nur einer Selbsttäuschung erläge.

6'te Dimension: Götterinzwi sieht jemanden (zB ön "ön soweit höflich-sachlich-wahrheitsergeben-korrekt Wahrheitssuchendön, ön "Freund", "Suchendön", "ön treu Ergebenön" in Begriffen ihres Selbst, im Lichte Brahmans, dh der Strahl ihrer - dennoch völlig unparteilichen, gerechten, vorsichtigen Liebe richtet sich auf dös Person. U.a. um dieses "Wissenkönnen-Willens" und uU "Erlebendürfenwillens" lohnt es sich sogar auch, sich mit Götterinzwis zu befassen; es ist eine überaus besänftigende und beruhigende Erfahrung auf ön Mensch; allerdings erfordert es noch viel mehr Unparteilichkeit, "Fairness", "Objektivität" als was zum sog. "Einheitsbewußtsein" führte. Für Götterinzwi ist diese Einsicht, dieses Wissen wohl die Basis für derö Allwissenheit, sey leben die Fülle des Brahman; Menschen erkennen vielleicht die Existenz der Fülle von Brahman und wo auch immer sie hinblicken, wovon ihre Sinne ihnen auch immer eine Information liefern, erblicken sie jenes transzendentale Bewußtsein, aber sie sind nicht Götterinzwis geworden. )

So ergibt sich die Möglichkeit bzw Realität von Götterinzwis in einer 3-dimensionalen "vertraut körperlichen" Erscheinung und dennoch sind jene samt ihrös Körpers jenseits dieser 3-dimensionalen Welt und dieser Welt gegenüber völlig unparteilich, fair, gerecht gegenüber...; gleichwohl sind viele mehr als derö Körper...)

svayambhūh = selbsterzeugt. Dies weist auf das hin, bedeutet daß das was sowohl über, jenseits von allem ist als auch alles ist  das Selbst ist.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: das entspricht einerseits jener Erfahrung im Einheitsbewußtsein, wenn erkannt wurde, daß tief innen im wahrgenommenen Objekt auch das transzendentale Bewußtsein ist - wozu Shankara erfreulicherweise in seinem Kommentar zur Mandukya-Upanishade bemerkt, daß das Turiya, das transzendentale Bewußtsein, das Samadhi und das Selbst eins sind, ein-und-dasselbe sind - und damit verbunden die Erkenntnis erlangt wird, daß alles worauf die Aufmerksamkeit primär fällt in Begriffen des Selbsts im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen wird. Statt der Begriffsbildung "in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins" las ich mal bei Shankara - vermutlich in einer Ausgabe des "Kleinods der Unterscheidung" gebrauchte Shankara anscheinend die Darstellung" im Vergleich mit Diesem ist Jenes auch Das". regelmäßige Ausübung richtiger Meditation hat dazu zu führen, das als Ergebnis zu haben. Die transzendentale Meditation, wie sie lt. Mr. Mahesh Ihm von Swami Brahmanda Saraswati gelehrt worden sei und welche - der von Swami Brahmanda Saraswati bestimmte Nachfolger -  Swami Shantananda Saraswati als "brauchbaren Universalschlüssel zu Vedanta bezeichnet habe - siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Shantanand_Saraswati, kann das leisten, wobei man dem Wissen der Zeit über dies&das nicht vorgreifen kann können und es also offen ist wann jemand es erlangt, dh das ist nicht versprechbar im Sinne von "nach soundsoviel Meditationen wirst Du es erlangt haben" - siehe die vorherigen Anmerkungen bei "paribūḥ" )

So ein Lord, immer frei und allwissend seiend (arthân) hat Ihm/Ihr/Zwi entsprechende Aufgaben, "Pflichten", ihm/ihr/Zwi "zugewiesene" Aufgaben, Pflichten und zwar entsprechend vergangener Taten, welche dazu führen sollten, daß (in diesem Leben) Früchte erlangt werden, dh unter ihnen angemessen verteilt sind (unter jenen).

(Anmerkung des Übersetzers: Individualität bei aller Universalität ist damit verbunden, daß gewisse ´Gesetzmäßigkeiten in besonderer Weise zu beachten sind, da eben die Individualität selbst bereits ihre Gesetze, in untrenbarerweise damit verbunden seiend, hat. So bleiben zu wollen wie man ist, erfordert eben "Rücksichtnahme" auf gewisse Gesetzlichkeiten, die sich aus den Begebenheiten der Individualität ergeben. Unsterbliche Wesen wie ön Götterinzwi oder auch die Krähe Busunda und Andere haben eine gewisse Individualität für immer und haben insofern damit verbundene Pflichten der Rücksichtnahme auf ihre Individualität. Das ist sicherlich auch eine Resultat, das mit der Ananahme der Existenz von mehrerön Götterinzwis einhergeht. Insofern erklärt sich dann aber auch wieso eben nicht alles so vollbracht werden kann können, wie sich Menschen bisweilen vorstellen bzw es als "wieso eigentlich nicht wenigstens so" sich mit viel Bemühung "ausgerechnet", "überlegt", "zusammengereimt" haben.)

Yâthātathyataḥ , das sich herleitet von yathātathyā - welches "ensprechend von Fakten", "faktengemäß", "tatsachengemäß" heißt -. ṣâṣvatībhyaḥ = langezeit existent oder auch ständig, fortwährend, ewig. Samâbhyaḥ, dh unter Götterinzwis, die dem Namen 'Zeit' folgen, der Zeit in besonderer Weise treu ergeben sind.

Die erste Lehrem die im hier im Vers 1 gelehrt, der erste Aspekt welcher hier im Vers 1 gelehrt wird ist eine (ausschließliche) Hingabe an wahres Wissen nach dem man alle Arten von Wünschen, Begierden, Verlangen aufgegeben hat.  Die zweite Lehre - die im Vers 2 gegeben wird -, der zweite Aspekt, der in Vers 2 Gegenstand der Lehre ist, ist Folgende/~r: Weil diese Hingabe, diese völlige Widmung an das Wissen über das Selbst für jene unmöglich ist, die danach streben im üblichen Sinne zu leben, die im üblichen Sinne leben wollen, sollten jene sich dem Karma, dem Tätigsein hingeben, widmen; jene sollte sich sorgsam, gesammelt mit dem Bereich des Tätigseins befassen. Auf die Unterschiedlichkeit, Unvereinbarkeit der zwei Wege, der zwei Lebensweisen,  auf welche sich diese zwei Verse beziehen (was Gegenstand im Suklayajurvèda Samhitá ist), wird auch im Bṛhadâraṇyaka (Siehe zB: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/373/mode/1up/search/373) (welche ein Teil des Suklayajurvêda Brâhmaṇa ist) hingewiesen. Insofern entnehmen wir als Sinn) aus der Textpassage, die da mit "Er/Sie/Zwi wünschte, begehrte, verlangte, 'laß mich eine Frau finden, laß mich mit einer Frau zusammen durch das Leben gehen' usw" (Bṛih. Up. I. iv, 17; siehe https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/373/mode/1up/search/373), daß alles Karma, das Tun, Handeln, Tätigsein für die Unwissenden ist, die von weltlichem Wünschen, Begehren und Verlangen beeinflußt, angetrieben, angereizt werden. Und die Feststellung, die Aussage (mittels derselben Textstelle, im selben Zusammenhang) "Aus dessen Sicht ist/sind der Geist das Selbst"; die Sprache, die Ehefrau; usw" [3] verdeutlicht, daß Unwissenheit und heftiges Verlangen, Gierigkeit, Habsucht, Geldgier, Geiz charakteristische Merkmale sind für eine Person sind, weche dem, Handeln, dem Tätigsein ergeben ist, welche ins karma, in den Handlungsbereich, in das Tätigsein verhaftet ist. Dessen Ergebnis ist entsprechend die Schaffung von sieben Arten von  Nahrung und ein anschließendes, resultierendes sich  - und die eigenen Interessen - damit identifizieren, drin verhaftet sein. [4] (Man beachte dazu etwa auch Swami Brahmanda Saraswati's Festellungen zu solchen Themen: etwa (4), 36, 46, 103, aber auch 2 und 6 in Soma )  Abermals wird - im Gegensatz zu Verhaftetsein in karma - wahre, wirkliche exklusive, gesammelte Hingabe an das Selbst durch Aufgeben, Nicht-Verhaftetseinerlangen in die drei Arten von Wünschen, Verlangen, Begehren nach Ehefrau usw, den Wissenden des Selbst gelehrt, erläutert und zwar in der Textstelle, die da beginnt mit: "Was haben wir - für jemand wie uns, für welche dieses Selbst das ersehnte Ende (die Welt) ist - zu schaffen mit den Ergebnissem, Resultaten, Nachkommen ? Was gehen uns -  jemanden wie uns, für welche dieses Selbst das ersehnte Ende (die Welt) ist - mit den Ergebnissen, Resultaten, Nachkommen zu schaffen ?" (Bh Up. IV,iv,22)

(Anmerkung des Übersetzters ins Deutsche: Siehe dazu insbesondere auch Professor Deussen's Übersetzung jener Upanisahde aus dem Sanskrit ins Deutsche, https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/478/mode/2up:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/478/mode/2up

Im  Buch "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda, In der Übersetzung von Paul Deussen, marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5, sechzig Upanishad’s Des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 3. Auflage, F.A. Brockhaus, 1921" findet man das auf den Seiten 585 und 586; in IV,3 und IV,4 geht es dabei, lt. Inhaltsangabe auf Seite 11 um:  "Yajnavalkya belehrt Janaka über Wachen,Traum, Tiefschlaf, Tod und Erlösung".


Bei "forgottenbooks.com" ist es zu finden via: "https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#502 ):

In den Versen 3-8 wird - nachdem erst Unerfreuliches über die Unwissenden gesagt wurde , nachdem erst  Geringschätzung, Herabsetzung für die Unwissenden zum Ausdruck gebracht wurde - wird die wahre, wirkliche Natur des Selbst zB jemanden erklärt, die sich Selbst-Verwirklichung  widmen, nachdem sie Verzicht geübt haben; weil dafür (Selbstverwirklichung) die Wissenden geeignet, qulifiziert sind und nicht jene, die weltlich gesinnt sind. Dasselbe wurde unabhängig in der Ṣvétāṣvatra Upanishad (vi,21) ausgedrückt: "Jenen, die in höchsten, bester religiöser Verfassung sind, erklärte er die heiligen Wahrheiten, welche von vielen Weisen befolgt, praktiziert wurden gut". Die folgenden Verse werden (nun) an die Weltlich-Gesinnten, die sich dem karma (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: dem Tätigsein) zuwenden, denen danach ist ein aktives Leben zu leben, im Tätigsein ihren Sinn sehen. Wie kann es gewußt werden, daß sie (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: die heiligen Wahrheiten) nur selektiv gelehrt werden und die Lehre nicht gleichermaßem an alle gerichtet ist? Die Antwort ist: Niemand außer jemandem der Täuschung erlegen ist,  der in Illusion verhaftet, verfangen ist, der voller Illusionen ist, würde mit karma oder auch anderen Arten von Wissen jenes Wissen über das Einssein mit dem Selbst - welches aus der Auflösung aller Unterschiede zwischen dem resultierenden Ende und den Mitteln, wie sie den Nicht-Weltlichen in Vers 7 gelehrt wird -  in Verbindung bringen. Das was der Herabsetzung, Tadelung der Unwissenden folgt, geschieht in einem Hinblick auf ein in Verbindung-Bringen von Karma und Vidyâ. (Von daher sollten wir verstehen, akzeptieren daß) hier nur solches (Wissen) gemeint ist, welches - begründeterweise oder auch in Übereinstimmung mit dem ṣāstra, gemäß des ṣāstra mit Karma (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Karma  = Handlung, Tätigkeit, Tun) in Beziehung gesetzt, in Zusammenhang gebracht werden kann. Jenes Wissen ist das Wissen von Gottheiten (upâsaná oder auch Meditation), Wissen das bekannt ist als "göttlicher Reichtum", welches hier als co-existent mit karma gelehrt wird; es handelt sich dabei nicht um das erhabenste, höchste Selbst , weil bekannterweise die Folge des Textes (infolge von Wissen über Gottheiten) ein spezielles, konkretes Ergebnis ist: "Die Welt der Götterinzwis durch Meditation" (Brh Up. I.v,16).

(Anm. des Übersetzers ins Deutsche:

Brh Up. I.v,16 findet man zB in „Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda in der Übersetzung von Paul Deussen“, marix-Verlag, ISBN-10:3-86539-090-0, ISBN -13:978-386539-090-5 auf Seite 501.

bzw:

bei https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/402/mode/2up:



:) (die getrennte, isolierte Betrachtung von Meditation und Karma wird hier abgelehnt, als falsch bezeichnet; dies geschieht im Hinblick auf das Einprägen, das Für-Wichtig-Erklären, das Betonen des gleichermaßen, ergänzenden Praktizierens beider; es geschieht nicht aus Mangel an Wertschätzung (weder für das Eine noch bzgl des Anderen); im Übrigen ist es (von den Veden) her bekannt, daß sowohl das Eine als auch das Anderen jeweils spezifische Ergebnisse als Resultat hat/haben kann. Zu betrachten ist ein Vergleich zwischen "Jenes,  Sie steigen auf, kommen voran per Meditation" und "Die Welt der Götterinzwis durch Meditation". Jene, welche den südlichen Weg nehmen, kommen dort nicht hin. "Die Welt der Mähnen bzw der überlangen Haare mittels Karma". Nichts von dem was das  Ṣāstra vorschreibt, verordnet kann die Möglichkeit beinhalten, es für tadelnswert oder gar schuldig zu befinden.



https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/19/mode/2up


9. In betörende, blendende Dunkelheit gelangen jene hin, welche sich an Karma klammern und in anscheinend noch tiefere Dunkelheit führt es jene, die dem Entzücken des Meditierens anhängen, welche am Meditieren größten Gefallen finden, sich aus Lust und Vergnügen der Meditation/dem Meditieren widmen.


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

  https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

 

andham tamaḥ = blendende, betörende Dunkelheit

( Prof Mittwede schreibt dazu:

andha adj und n dunkel,  blind; (s. 39) und

tamahshakti f Die Kraft der Dunkelheit; die Eigenschaft der Dumpfheit, Trägheit)

praviṣanti = (sie überqueren, sie erreichen, sie erlangen). 

(Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Weder bei Professor Mylius noch bei Prof Mittwede findet sich dieses Wort; auch in Wilfreid Huchzermeyers Yoga-Wörtenbuch (klein) ist es nicht  vorhanden.)

Wer?  yé avidyām upāsatê = jene die karma praktizieren. avidyā ist das was anders ist als Wissen, was nicht Wissen ist, d.h. Handeln, Tätigkeit, Tun ; und dies ist so, weil karma im Gegensatz zu Wissen steht.


(Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Handlung, Tätigkeit ist Teil der Veränderlichkeit, der Bewegung, des Tätigkeitsbereich; wahres, echtes Wissen ist Wahrheit und ist unveränderlich, nicht veränderlich und gehört damit nicht zum Bereich der Tätigkeiten, ist anders als "Tun", "Handeln". Insofern ist karma ein Gegensatz zu Wissen.

Folgendes Beispiel bietet sich hier - in gewisser Weise - zum Verstehen der Situation an: gemäß Wikpedia https://www.youtube.com/watch?v=GIUbg4A_UsA: - aber auch gemäß diverser Reisführer, notabene - gilt:

>> Auf der Kanarischen Insel La Palma hat der Lichtschutz (Schutz gegen Lichtverschmutzung) – im Vergleich zu anderen Regionen – eine besonders lange Tradition. 1988 wurde zum Schutz La Palmas vor Lichtverschmutzung das weltweit erste einschlägige Gesetz erlassen. 2012 wurde La Palma als weltweit erstes UNESCO-Starlight Reserve zertifiziert. <<

>>Hintergrund
 Nachdem man erkannt hatte, dass auf La Palma aufgrund des sehr dunklen Nachthimmels nahezu ideale Bedingungen für die astronomische Beobachtung und Forschung vorliegen, wurde gemäß einem internationalen Abkommen aus dem Jahr 1979 im Jahr 1985 auf der höchsten Erhebung der Insel, dem Roque de los Muchachos, ein Observatorium eingerichtet. Das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium ist Teil der Europäischen Nordsternwarte. <<

>>Ley del Cielo

Um das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium vor Lichtverschmutzung zu schützen, wurde 1988 das sogenannte Ley del Cielo[1] („Himmelsgesetz“) erlassen. Es enthält Regelungen zur öffentlichen, privaten und gewerblichen Außenbeleuchtung, zu Einrichtung und Betrieb von Funksendern, Industrie und anderen Faktoren, die die Qualität der Atmosphäre negativ beeinflussen können. Es regelt neben dem Lichtschutz auch Aspekte im Rahmen der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit und Luftverschmutzung.

Aufgrund des Gesetzes wurden z. B. die alte Straßenbeleuchtung durch spezielle orangefarbene, zum Boden strahlende Leuchten ersetzt und die Leuchtreklame strengen Vorschriften unterworfen.<<


>>    Industriegebiet auf La Palma bei Nacht <<
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Beschreibung:  Industriegebiet oberhalb Todoque bei Nacht
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Quelle:                  Aufnahme von Privatperson
Autor,Quelle:     Mathias Siebold
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Mathias Siebold - Self-photographed

    CC BY-SA 3.0
    File:Las Manchas at night.jpg


Interessanterweise führt hier also ein Streben nach Wissen zu einer gewissen "Verehrung" für "Dunkelheit"; diese besonders intensive Dunkelheit auf La Palma am Rand des Taburientekraters hat eben etwas "Blendendes","Betörendes" an sich. (vgl.: >>Das was der Herabsetzung, Tadelung der Unwissenden folgt, geschieht in einem Hinblick auf ein in Verbindung-Bringen von Karma und Vidyâ.<<, wobei es selbstverständlich dann im  Vers  "Wissen" in Beziehung gesetzt wird zu "Meditation" und es dann weiter heißt: >>und in anscheinend noch tiefere Dunkelheit führt es jene, die dem Entzücken des Meditierens anhängen, welche am Meditieren größten Gefallen finden, sich aus Lust, Vergnügen der Meditation/dem Meditieren widmen.<< , sodaß der Weg zu "Wissen" ebenfalls in einer Beziehung zu "Dunkelheit" erscheint.

Selbstverständlich brachte Herr Shankara in seinem ausführlichen Kommentar zu Vers 8 folgendes zum Ausdruck: >>  Das was der Herabsetzung, Tadelung der Unwissenden folgt, geschieht in einem Hinblick auf ein in Verbindung-Bringen von Karma und Vidyâ. (Von daher sollten wir verstehen, akzeptieren daß) hier nur solches (Wissen) gemeint ist, welches - begründeterweise oder auch in Übereinstimmung mit dem ṣāstra, gemäß des ṣāstra mit Karma (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Karma  = Handlung, Tätigkeit, Tun) in Beziehung gesetzt, in Zusammenhang gebracht werden kann. Jenes Wissen ist das Wissen von Gottheiten (upâsaná oder auch Meditation), Wissen das bekannt ist als "göttlicher Reichtum", welches hier als co-existent mit karma gelehrt wird; es handelt sich dabei nicht um das erhabenste, höchste Selbst , weil bekannterweise die Folge des Textes (infolge von Wissen über Gottheiten) ein spezielles, konkretes Ergebnis ist: "Die Welt der Götterinzwis durch Meditation" (Brh Up. I.v,16).) << und dem sei nicht widersprochen. Dennoch geht es den Physikerinzwis u.a. um nicht mehr und nicht weniger als die Wahrheit über die Entstehung dieser Welt und all die Riesen-Teleskope, all der enorme - auch finanzielle Aufwand - gehören bei jenen dazu. Sollte nunmal diese Welt von unsterblichen Götterinzwis geschaffen worden sein - siehe etwa "Yogavāsiṣṭha, Die Lehren des Weisen Vasishta, Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9, 1988, Übersetzung aus dem Sanskrit von Peter Thomi, Seite  24 bis 27, Kapitel III "Über die Weltentstehung")., - werden die Physikerinzwis das eben eines Tages - evtl. etwas kleinlaut und zähneknirsched - sich und deren Anhängerinzwis einzugestehen nicht umhinkommen. Insofern suchen sie - ohne es wirklich benennen zu können - eben auch das "höchste, ewige Selbst". Aber dieses "ewige Selbst" ist - mal etwas "hinduistisch" betrachtet - auch ein ewig "zeitliches Selbst" und insofern gäbe es keine Welt ohne "Zeit".  Wäre etwa Göttin Kali, "die Göttin der Zeit" denn etwa nicht unsterblich? Ist/wäre sie aber unsterblich und geht/ginge sie in jede Schöpfung immer wieder als "die Zeit" ein, so ist Sie eben (auch) als "Zeitlichkeit" immer da und das "höchste Selbst" ist eben nicht nur ein ewiges Selbst sondern auch ein ewig zeitliches Selbst. Interessanterweise spielt "die Zeit" in der Physik eine große Rolle und Albert Einstein hat, wie zB aus dem Physikunterricht am G9-Gymnasium bis zur Einführung von G8 durchaus weit verbreitterweise bekannt ist, interessante Überlegungen dazu angestellt. Nun kommt noch hinzu, daß Göttin Kali auch als "die Dunkle, die Schwarze  oder auch die Blaue" verehrt wird. Siehe dazu Kali-Karpūrādi-Stotra.

Mögen nun Physikerinzwis in sehr unwissender und in gewisser Weise sogar oftmals ungewollter Weise nach dem höchsten Selbst suchen, so ist jemand, der das Selbst nicht verwirklicht hat, davon vom Hörensagen gehört hat und sich bemüht es zu erlangen auch nur ein unwissender Mensch, der unwissenderweise nach dem "Höchsten, Ewigen Selbst" sucht.

Mögen die, dabei mitunter auch getätigten falschen, nie&nimmer zielfrührenden, Handlungen bei beiden - vielleicht ja sogar ziemlich charakteristischerweise - unterschiedlich sein, so ist da festzustellen, daß "Vergewaltigen mit nachfolgender Ermordung des Opfers oder auch Vergewaltigung  mit nachfolgendem In-den-Tod-Treiben des Opfers" und "Rücksichtslosigkeiten" wie "Lebensraumzerstörungen" (mit nachfolgendem "in den Tod"-Treiben von Tieren & co) nicht gegeneinander aufrechenbar sind; beides sind Unerträglichkeiten.

Religiöser, aber auch "yoga-istischer" Fanatismus sind beides Verstöße gegen die "yogischen Lebensprinzipien", wie man sie etwa bei Patañjali aber auch in Vyasa's Vedanta unschwer finden kann. Prof. Deussen wies ua darauf hin, daß es bei  Vyasa für wahr befunden wird/wurde, daß Pflanzen beseelte Lebewesen sind.

Es ist festzustellen, daß "Unwissenheit" unteilbar ist. Interessant ist auch das Beispiel des Mr. Mahesh, der seine - mal angenommene - "Realisation des Selbst" auslebte und wußte, daß er über sehr viel "Informiertheiten" nicht verfügte, als er zu "lehren" begann. Das führte dann zu Mißverständnissen, Unvorsichtigkeiten, usw und verursachte Etliches an Chaos, Wohlstandsverlust, Verfolgung bis hin zu Gefolterwerden in den Reihen der "TM-Ausübenden", wie ich an anderen Stellen ausführlich darlegte. Na klar, versuchte er sich - bis zu einem gewissen Grade - aus all dem "Nicht-Yogischen" herauszuhalten , aber was hilft's wenn TM-Lehrerinzwis sich dann nicht an die Vorgaben hielten? Und dann war's eben auch die hazadeurhafte Herangehensweise des Mr. Mahesh, welche als Ursache da nicht vernachlässigbar ist uind zumindest Thema zu sein hat und gehabt haben würde. Stattdessen versuchten "Anhängerinzwis" immer noch fanatischeres Anhängerinzwi-Tum zur Verbindlichkeit in der TM-Scene zu erheben und verwandelten - bzw versuchten es - das Ganze in ein, in grotesker Kritiklosigkeit, fanatischer "Mr. Mahesh-"Gläubigkeit" erstarrtes, unerträgliches System, das dann staatlicherseits  durchaus zu Recht kritisiert wurde und wird. Andererseits ist die "TM-Meditations-Lehre", jenes  Buch mit 7 Kapiteln soweit in Ordnung, es hat eine gewisse Einzigartigkeit auf Erden, es ist brauchbar und nützlich. Man würde sinnvollerweise bei der Erklärung der Meditationserfahrungen sowie der TM-Meditations-Lehre auch auf jenen Sachverhalt "es verhält sich wie mit einem Tisch mit 8 Beinen, wonach das Ziehen an einem Tischbein es mit sich bringt, daß der ganze Tisch herkommt und insofern diese Praxis zum Erlangen momentanen Samadhis eben auch die anderen 'yogischen Tugenden' gemäß Patañjali zur folge hat, sodaß - dann  verständlicherweise - Auswirkungen auf das Alltagsleben eher zu erwarten sind, denn nur bisweilen kommen könnten"  - betreffs der Verständlichkeit, Einordenbarkeit und des Verständlichmachenkönnens gewisser oder auch der Auswirkungen im Alltag - angemessen Eingehen. geht man dann mal auf "Meditationslehren"  im Bereich der Medizin ein - was gerichte im Zusammenhang mit der TM-Scene zum "Normalfall" betreffs "Meditation" zu erheben versuchte und stellt wenig schwer fest, daß die "TM-Praxis" da um Klassen besser ist/war (siehe meine Anmerkungen zu Meditation gemäß "Knaurs großes Buch der Heilmethoden") , so erkennt man unschwer die Unverhältnismäßigkeit und Unwissenheit mit welcher jene Richterinzwis und deren Hintermännerinzwis vorgegangen waren.


... Im Übrigen haben unterschiedliche Wissengebäude zu einem ziemlich ähnlichen Umgang mit jenem Phänomen der "Unteilbarkeit der Unwissenheit" geführt: So lehrte das Christentum aber auch das Alte Testament (siehe https://bibeltext.com/luke/6-41.htm):


Parallel Verse

Kontext

Lutherbibel 1912
Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

Textbibel 1899
Was siehst du aber den Splitter im Auge deines Bruders, den Balken aber in deinem Auge bemerkst du nicht?

Modernisiert Text
Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?

De Bibl auf Bairisch
Zwö seghst n dö Schipff in n Aug von deinn Bruedern, dönn Traaum in deinn aignen aber gspannst nity?

King James Bible
And why beholdest thou the mote that is in thy brother's eye, but considerest not the beam that is in thine own eye?

English Revised Version
And why beholdest thou the mote that is in thy brother's eye, but considerest not the beam that is in thine own eye?



Biblische Schatzkammer

why.

Lukas 6:41,42
Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?…

Lukas 18:11
Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner.

but.

2.Samuel 12:5,6
Da ergrimmte David mit großem Zorn wider den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt, der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat!…

2.Chronik 28:9,10
Es war daselbst aber ein Prophet des HERRN, der hieß Obed; der ging heraus, dem Heer entgegen, das gen Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der HERR, eurer Väter Gott, über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hände gegeben; ihr aber habt sie erwürgt so greulich, daß es in den Himmel reicht.…

Psalm 50:16-21
Aber zum Gottlosen spricht Gott: "Was verkündigst du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,…

Johannes 8:7-9
Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.…

Galater 6:1
Liebe Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilt würde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist ihr, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest.


Matthaeus 7
2Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. 3Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? 4Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?…
Querverweise
Matthaeus 7:4
Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?

Matthaeus 7:5
Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

Lukas 6:41
Was siehst du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?

Lukas 6:42
Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und siehe dann zu, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!

Roemer 2:1
Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der da richtet. Denn worin du einen andern richtest, verdammst du dich selbst; sintemal du eben dasselbe tust, was du richtest.


Im juristischen sowie politischen Zusammenhang wird von "Verhältnismäßigkeit" gesprochen.

Bei Mr. Mahesh hat man es mit "lesh avidya" zu tun (siehe Tat Wale Baba aber auch meine Zitierungen des Mr. Mahesh und Ausführungen jenbezüglich in "the Undold Story von Dr. Chopra" )



Andererseits gilt (passend zu: In betörende, blendende Dunkelheit gelangen jene hin, welche sich an Karma klammern) - gemäß eines sehr traurigen Beispiels - das aber auch für Personen, denen es um "Bewegung", "Tätigkeit" - in diesem Fall wandern  - ging:

Siehe zB: https://www.morgenpost.de/vermischtes/article227325955/Kanaren-Insel-La-Palma-Deutscher-tot-gefunden-Er-lag-in-einer-Schlucht.html

oder auch: (https://www.teneriffa-news.com/news/la-palma/leichtsinn-auf-la-palma-deutscher-stirbt-bei-nachtwanderung-in-sperrgebiet_12200.html)

>>Leichtsinn auf La Palma: Deutscher stirbt bei Nachtwanderung in Sperrgebiet<<

>> Aktualisiert: 10.10.2019 um 6:41 Uhr |    Lesedauer: 3 Minuten

 Erneut hat ein tragischer Unfall auf den Kanaren ein dramatisches Ende genommen. Die Retter sprechen nach der Bergung eines 60 Jahre alte Deutschen von Leichtsinn. Die Lokalisierung des Verstorbenen und die Rettung seiner Begleiter dauerte die ganze Nacht.

Bereits in der Nacht zu Dienstag hatte eine Wandergruppe den Rettungsdienst von La Palma alarmiert, nachdem ein Teilnehmer gestürzt war. Die drei Deutschen waren zu einer Nachtwanderung in den Nationalpark der Kanaren-Insel aufgebrochen. Dabei war ein 60-Jähriger gestürzt, woraufhin die beiden anderen Wanderer die 112 alarmierten.

Der kanarische Rettungsdienst war bereits vor Ort, als gegen 23.40 Uhr auch die Bergrettung konsultiert wurde. Die Meldung: Auf einem Weg zur Galería de Altaguna soll ein Wanderer einen Unfall erlitten haben und abgestürzt sein. Nun fehle von dem Mann jede Spur. <<

>>In den frühen Morgenstunden des Dienstag, etwa gegen 2 Uhr, begann schließlich der Aufstieg in das vom Rettungsdienst genannte Gelände. Dabei handelt es sich um einen ehemaligen Wanderweg, der an mehreren Steilhängen vorbei führt und nach zahlreichen Erdrutschen als unsicher eingestuft und daraufhin gesperrt wurde. Bereits am Zugang ist der Weg daher mit einer Barriere versperrt.<<


>>Erst ein im Morgengrauen zu Hilfe gebetener Rettungshubschrauber konnte die Wanderer schließlich gegen 7.30 Uhr ausfindig machen. Auch der verunglückte 60-Jährige konnte aus der Luft lokalisiert werden. Der Mann lag rücklings, teilweise mit Wasser bedeckt, am Grund der Schlucht.<<

>>Nach Angaben der Retter sei nicht nur das Betreten des offensichtlich gesperrten Wanderweges gefährlich gewesen. Hinzu käme, dass keiner der drei Wanderer in dem Gebiet für eine Nachtwanderung ausgebildet gewesen sein soll. Damit fällt der Unfall in die Kategorie Leichtsinn und wäre entsprechend vermeidbar gewesen. Zudem wurden erneut auch Rettungskräfte unnötig in Gefahr gebracht.<<

Der Bereich des Handelns aber auch der Bereich des Strebens nach Wissen können also in "Dunkelheit" führen und für beide hat "Dunkelheit" mitunter eine mehr oder weniger seltsame Anziehungskraft. Darauf wollte ich - aus Gründen von Allgemeinheit und Abstraktion - hingewiesen haben; es sei auch auf die Anmerkungen bzgl des Verses auf Seite 154 , Verse 26 bis 28 im Kapitel über die "Übernatürlichen Fähigkeiten" in den Patañajali Yogasutren und "Fernrohr" hingewiesen - Patanjali  - Die Wurzeln des Yoga", herausgegeben von Bettina Bäumer, O.W. Barth-Verlag, Limitierte Jubiläumsausgabe 1999, ISBN 3-502-67006-4, Seite 154 - . ). Fairerweise hat nicht nur sowas wie jenes "Nachtwandern" schlimme Folgen gehabt; auch die Unvollkommenheit der Betreiberinzwis der Sternwarte hatten-  außer Rodungen für die Straße hinauf auf den Roque de los Muchachos, den höchsten Berg von La Palma - auch noch die sehr peinliche "Nebenwirkung", daß in früheren Jahren die Fotoplatten mit Quecksilber nunmal - an Ort und Stelle - entwickelt worden waren und die Abwässer wurden einfach in das Erdreich gekippt; nach viel Jahrzehnten kam dann das Quecksilber in der Trinkwasserversorgung  Bewohnerinzwis von la Palma aber auch im Wasser der natürlicherweise auf la Palma frei lebenden Tiere an.


Noch ein Hinweis aus dem Mahanirvana-Tantra (ein Text, dessen zeitliche Einordnung schwierig zu sein scheint, da sich die meisten Autoren dazu schlichtweg ausschweigen. Lt. www.pushpak.de sei dieser Text jedenfalls mindestens 500 Jahre alt. Ob er vor Shankara entstand un Ihm bekannt war oder seine Entstehung später lag, wäre durchaus eine interessante Frage. Tantra spielte jedenfalls bereits vor Shankara eine Rolle, daß das "Diamant-Fahrzeug" im Buddhismus entstanden war, indem tantrische Elemente übernommen worden waren; das führte, Lexika, zu einem gewissen Niedergang des Buddhismus und öffente der Renaissance der klassichen indischen Philosophie aber auch des Hinduismus durch Shankara Tür und Tor.

Das Mahanirvana-Tantra, das nunmal auch den Begriff "Nirvana" enthält, bietet einerseits neutrale, nicht-religiöse Verständnismöglichkeiten und anderseits nunmal, von der Thematik her vorgegeben, eine sehr persönliche, religiös-anmutende bis religiöse Seite - Nur weil ön Autor etwas als Zwiegespräch einer Göttin mit einem Gott darstellt, is es noch lange keine religiöses Buch, wie Vergleichsmöglichkeiten zu Goethe's Faust nunmal zeigen- : Parvatai, jene Gemahlin Shivas stellt Shiva eine Frage und Shiva antwortet ihr. Allerdings findet man in diesem Buch das sog. "Runden", bestehend aus Nyasa, Asanas, Pranajama, Meditation erwähnt. Es enthält viele der sog. "TM-Mantren" gemäß vielfach kursierender TM-Mantren-Listen im Internet. Auch die Hypothesen betreffs sowas wie "Einem Zeitalter der Erleuchtung inmitten von Kali-Yuga" wird dort ausführlich behandelt. Insofern hat das sehr viele Parallelen und Bezüge zu "TM", wie sie Mr. Mahesh lehrte und welche ,lt. Mr. Mahesh aber auch gemäß der Recherchen von Paul Mason, auf Swami Brahmanda Saraswati zurückgeht.) siehe https://www.pushpak.de/mahanirvana/index.html, genauer aus dem vierten Kapitel, titels "Kapitel 4 - Die Verehrung der höchsten Natur".

Es geht um "Formlose Dunkelheit":

>>  Nach  der  universalen  Auflösung(am  Ende  eines  Schöp-fungstages) bist du wieder ungestaltet, eine einzige und formlose Dunkelheit, unbeschreiblichund undenkbar. So bist du mit und ohne Form. Durch die Kraft der Illusion(Maya) nimmst dudie Vielfalt der Formen an. Du bist der Beginn von allem und selbst ohne Beginn. Du bist dieewige Göttin der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Deshalb, oh Geliebte, sagte ich, daßman  das  große  Ziel  der  Initiation  in  das  Brahman-Mantra  durch  die  Verehrung  von  Direrreicht.<<

ausführlicher:

https://www.pushpak.de/mahanirvana/pdf/mahanirvana-tantra.pdf

... >> Doch im Kali-Zeitalter gibt es kaum noch wahre Göttlichkeit und reine Natürlichkeit,so  daß  die  Leidenschaft  im  Erreichen  von  Zielen  vorherrscht.  Oh  Göttin,  daher  kann  man  indieser schweren Zeit nur auf außergewöhnlichen Wegen erfolgreich sein, und diese sollte manmit  größter  Umsicht  üben.  So  kann  man  sich  der  Erkenntnis  des  Brahman  nähern,  im  Lebenalle Zweifel lösen und Befreiung erreichen.Weltliches Wissen erkennt Reines und Unreines, Gutes und Schlechtes, doch in der Brahman-Erkenntnis verschwindet diese Trennung im All-Einen. Was könnte noch unrein oder schlechtsein,  wenn  man  das  reine  Eine  in  allem  erkennt,  alldurchdringend  und  ewig?  Oh  höchsteGöttin, du bist die Gestaltung und die Mutter von allem. Wenn du, oh Königin der Götter, imFrieden bist, sind alle zufrieden. Vor der Schöpfung bist du unentfaltet, eine Dunkelheit, dieweder durch Worte, Bilder noch Gedanken greifbar ist. Dann wirst du von der Schöpferkraftdes  Höchsten  Geistes  befruchtet  und  gebierst  das  ganze  Universum.  So  wirst  du  zur  Muttervon  allem,  von  der  universalen  Intelligenz(Mahat)  über  die  verschiedenen  Prinzipien(Tattwas) bis zu den grobstofflichen Elementen(von Raum, Wind, Feuer, Wasser und Erde).Und  das  Brahman(der  Höchste  Geist)  ist  der  große  Vater,  die  Ursache  und  der  Zeuge  vonallem.  Das  ist  das  Wahre,  Unvergängliche,  Allseiende  und  Alldurchdringende.  Er  ist  dasewige  und  reine  Bewußtsein,  das  nirgends  anhaftet.  Er  verstrickt  sich  nicht  in  Taten  undbenötigt weder Nahrung noch Körper. Er ist die Wahrheit und Erkenntnis selbst, ohne Anfangund Ende, unbeschreiblich und unbegreifbar.Du  bist  die  große  Zauberin,  und  allein  mit  Seiner  geistigen  Kraft  schöpfst,  beschützt  undzerstörst  du  dieses  Universum  mit  allem  Belebten  und  Unbelebten  darin.  Du  bist  Mahakala,die  allesbeherrschende  Zeit  in  allen  Welten,  die  zur  universalen  Auflösung  alles  verschlingt.Und weil du in dieser Form alle Geschöpfe verschlingst, trägst du den Namen Mahakala. Undweil du sogar die Zeit selber verschlingst, heißt du auch Kali, die personifizierte Vernichtung,und bist das ursprüngliche Wesen jeder Vernichtung. Als Zeit vernichtest Du alle Geschöpfeund  als  Vernichtung  sogar  die  Zeit.  Und  weil  du  der  erste  Ursprung  und  die  letzte  Vernich-tung  bist,  heißt  du  auch  Adya-Kali.  Nach  der  universalen  Auflösung(am  Ende  eines  Schöp-fungstages) bist du wieder ungestaltet, eine einzige und formlose Dunkelheit, unbeschreiblichund undenkbar. So bist du mit und ohne Form. Durch die Kraft der Illusion(Maya) nimmst dudie Vielfalt der Formen an. Du bist der Beginn von allem und selbst ohne Beginn. Du bist dieewige Göttin der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung. Deshalb, oh Geliebte, sagte ich, daßman  das  große  Ziel  der  Initiation  in  das  Brahman-Mantra  durch  die  Verehrung  von  Direrreicht.Oh Göttin, hinsichtlich der Unterschiede von Ort, Zeit und natürlicher Neigung des Verehrershabe  ich  in  manchen  Tantras  außergewöhnliche  Wege  der  Verehrung  beschrieben.  WennMenschen  den  Weg  gehen,  der  ihrer  jeweiligen  Natur  entspricht,  können  sie  sich  von  Sündereinigen, das große Ziel erreichen und den Ozean der Welt durchqueren. Durch das Verdienstaus  vielen  Leben  neigt  sich  nun  der  Geist  diesem  besonderen  Weg,  reinigt  die  Seele  durchVerehrung und wird eins mit dem Wesen von Shiva, dem Höchsten Brahman. Wo jedeMenge  Leidenschaft  vorherrscht,  wie  sollte  man  da  reine  Entsagung  lehren?  Der  Weg  derEntsagung  geht  nur  ohne  Leidenschaft.  Aber  dieser  Weg  der  Einheit  verbindet  beide.  OhGelübdetreue, wer das wahre Wesen dieses Weges versteht und das Eine verehrt, den vereh-ren zweifellos alle Götter und Göttinnen. Wer der Verehrung auf diesem Weg folgt, erreichttausendmal  mehr  Verdienst,  als  hätte  er  die  ganze  Erde  mit  Gold  gefüllt  dargebracht.  Derniederste Mensch wird durch die aufrichtige Verehrung der Natur zum Brahmanen, währendein  Brahmane,  der  die  Natur  mißachtet,  ein  niederer  Mensch  wird.

<<. Das findet man auf Seite 16 in der PDF-Version von www.pushpak.de ( https://www.pushpak.de/mahanirvana/pdf/mahanirvana-tantra.pdf)




Nun aber zurück zu Shankara's Kommentar:


upâsate = hingebungsvolle Praxis, Praktik der man sich ganz, gesammelt widmet; dh nur solches karma wie agnihôtra ausüben; nur "agnihôtra"-isch (Anm. des Übersetzters ins Deutche: Siehe die Anmerkungen des Übersetzers ins Deutsche, die bezüglich agnihôtra sich eingefügt befinden in  Shankara's Kommentar zu Vers 2) tätig sein. tataḥ, dh als solche betörende, blendende Dunkelheit. bhûya iva = größer als es wäre [5]. tê tamaḥ, dh sie gehen ein in Dunkelheit. Wer? yê u = jene, welche andererseits; vidyāyām = dabei seiend bzgl Gottheiten zu meditieren; ratāḥ = sich an etwas sehr erfreuen, dh jemand, der sich damit so sehr engagiert befaßt, daß es zur Ausschließung, Abtrennung von karma kommt.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: >>ratāḥ = sich an etwas sehr erfreuen, dh jemand, der sich damit so sehr engagiert befaßt, daß es zur Ausschließung, Abtrennung von karma kommt.<<: Das findet im Zusammenhang mit "TM-Ausübung" statt und zwar im Anschluß an das Erlangen "Transzendentalen Bewußtseins". Regelmäßige "TM-Ausübung" morgens und abends für jene ca 20 - 30 Minuten - je nach der Anweisung eines TM-Lehrerinzwis; wenn wer eine gewisse Zeit über problemlos meditiert, wird oftmals empfohlen bzw es für ok befunden, daß dann morgens und abends 30 Minuten lang "TM" ausgeübt wird - stabilisieren dies, dh führen zur Erlangung des zweifelsfreien, wahren Wissens, daß das transzendentale Bwwußtsein aufgrund seines "Transzendentseins" coexistent ist mit Wachen, Träumen und Schlafen, dh es wird  jenes sog. "Kosmische Bewußtsein" erreicht, "nitya Samadhi", wie es Mr. Mahesh in seinen ausführlichen Kommentaren zu einigen Kapiteln und Versen der Bhagavad Gita darzulegen sich befleissigt hat.

Wo findet man das im Zusammenhang mit "TM"-Ausübung noch? 

Nun TM wird nunmal ausgeübt, um jene unendliche Ruhe des transzendentalen Bewußtseins zu erlangen oder auch, klassisch ausgedrückt, um sich in den Zustand des Samadhi - wie Patañjali es nannte - bzw Turiya - wie es in den Shivasutren und etlichen Upanishaden, wie der Mandukya-Upanishade  heißt -  zu begeben. Dabei läßt man den Bereich des Handelns zurück in gelangt zur Quelle der Gedanken. Dabei bedient sich "TM" jener Mantren, die nicht aufgrund etwaiger Bedeutungsinhalte gebraucht werden, sondern des Lautaspektes jener Mantren, wodurch der Geist sich nicht in "Bedeutungen verliert", nicht in Kontemplation verfällt bzw man eben Abstand finden kann von den geistigen Aktivitäten während jener ca 20-30 Minuten Meditationsausübung. Siehe auch Swami Shantanand Saraswati's Sayings . Im Zusammenhang mit "Meditationsdarstellungen" von Knaurs' großem Buch der Heilmethoden wird von einem Zustand "entspannter Konzentriertheit"  - was wohl auch "konzentrierte Entspanntheit" genannt werden könnte - als "Ziel" der Meditation gesprochen; auch dabei wird insofern von einem "Zurücklassen" der Gedankeninhalte gesprochen.)

Nun folgt eine Aussage, eine Feststellung über die Unterscheidbarkeit und die Unterschiedlichkeit zwischen den Früchten betreffs Meditation und jenen von karma (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: des Tätigseins, des Handelns); diese geschieht in Hinblick auf ein, sehr kritischer Auseinandersetzung entspringendem, Argument dafür, sie gleichermaßen auszuüben, sich sowohl dem einen als auch dem anderen angemessen zu widmen. Andernfalls - falls denn die zwei solcherart nur so ungefähr, oberflächlich festgestellt, dargestellt werden - dann würde man nur von einem wissen, daß es was bringt  und bzgl des Anderen wüßte man es nicht - so würde die Beziehung zwischen beiden (,gemäß der Regeln betreffs des Auslegens, Interpretierens, keine von der Art einer Ko-ordination, des sich wechselseitig Bereicherns sein, sondern) nur eine des Unterordnens, der Unterlegenheit und Abhängigkeit sein [6] -





https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/21/mode/2up


10. Unterschiedlich und unterscheidbar, so sagen sie, sei (die resultierende, entspringende Frucht)  infolge Meditation und davon wiederum verschieden sei (jene resultierend, erwachsend) infolge von karma. So haben wird es von Weisen, die uns das lehrten, gesagt  bzw überliefert bekommen.


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

anyat êva = ganz verschieden, völlig unterschiedlich, klar unterscheidbar. Vidyayā = (mittels, infolge Meditation), dh die Furcht erwachsend, folgend aus Meditation ist verschieden, unterscheidbar. āhuh = sagen sie, heißt es; (Der zweite pāda ) besagt "karma führt zu einem völlig anderem Ergebnis, erbringt eine ganz andere Frucht"; so findet es sich festgehalten, aufgezeichnet  in "Die Welt der Mähnen, der langen Haare vermöge karma; die Welt der Götterinzwis mittels Meditation". iti = auf diese Art und Weise, insofern, demgemäß, in diesem Maße, Grade. ṣuṣruma = wir haben gehört, man hat uns gesagt. dhīrāṇām dh. (die Aussagen, Lehren) der Weisen. yê - dh, welche Lehrer. naḥ = zu uns. tat dh karma und Meditation. vichachakshirê = gut, ordentlich erklärt. Die Bedeutung, der Punkt ist, daß dieses ihre Lehre aus Tradition zu ihnen gelangte, an sie weitergebenen worden ist.

Nachdem es so ist,





https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/21/mode/2up


11. Wer auch immer versteht, daß Meditation und karma sich nicht widersprechen, sich ergänzen, so jemand erlangt - den Tod durch karma überwindend - Unsterblichkeit durch Meditation.

Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Der erste pâda bedeutet "Im Zusammenhang mit Gottheiten und karma meditierend", "im Sinne von sowohl Gottheiten als auch karma meditierend", "eingedenk von Göttlichkeit als auch karma meditierend". yaḥ = (wer auch immer.) tat = etat = dieses/diese/dieser/diesö. ubhayam = (zwei.) saha - d.h. muß von ein und derselben Person praktiziert, ausgeübt, durchgeführt, beachtet werden. veda = (versteht). (die zweite Hälfte des Verses) stellt fest, besagt, behauptet daß nur eine Person, die beide zusammen ausübt, anwendet, praktiziert in angemessener Art und Weise das Haupziel, das wesentliche Ziel errreichen wird. [*]. avidyayâ = vermöge karma im Sinne von agnihôtra. mṛtyum - mit diesem Wort sind hier gewöhnliche Aktivitäten, gewöhnliches Tätigsein und gewöhnliches Wissen gemeint. tirtvâ diese zwei überwunden, in diese zwei nicht mehr verhaftet seiend. vidyayâ = mittels Meditation bzgl Gottheiten, mittels Meditation im Sinne von Gottheiten, Göttlichkeit. amṛtam = (Unsterblichkeit); Götterinzwisein. aṣnuté = erwirbt, erlangt. Einswerden mit der Gottheit (bzgl derer, in deren Sinn man meditiert) wird hier als 'Unsterblichkeit' bezeichnet. (Anm.: 1) des Übersetzers ins Deutsche: Jemand strebt zB nach Erkenntnis, wie es Shankara anscheinend dereinst machte. Er erlangt "höhere Bewußtseinsstufen", über "Nicht-mehr-Verhaftetsein" - s. Yogavāsiṣṭha - in den Bereich des Handelns, Nicht-mehr-Verhaftetsein ins Wachen, gelangt er allmählich zur Einsicht, daß das transzendentale Bewußtsein, welches er als Ergebnis seiner Meditation  erlangte kein anderes transzendentales Bewußtsein ist, als das welches zB Yogi Govinda oder auch Gaudapada und Andere vor Ihm bereits erlangt, erreicht, als natürlichen Teil ihres Lebens gefunden hatten. Er erkennt, daß er dieses "transzendentale Bewußtsein" insofern nicht sein kann, sondern es "ein universelles transzendetales Bewußtsein" gibt. Allmählich erkennt er auch, daß er diese "Erkentnis" nicht ist, weil Andere vor Ihm zu jener selben Erkenntnis gelangt waren - siehe mein Ausfürhungen zu Saraswatistotra - und die Realität "Ich bin nicht die Erkenntnis, ich bin nicht...- siehe Nirvanashtakam/'Shivoham'" macht sich breit. Durch dieses nicht mehr Verhaftetsein in seinen Weg, in die Lehren dazu usw, wird er schließlich der "Unsterblichkeit" gewahr und erkennt, daß er - ehrlich wie er nun geworden war durch 'Ich bin nicht die Erkenntnis, ich bin nicht...." - ehrlicherweise "nur" "Unsterblichkeit" erlangen wollte und die mußmaßliche oder auch gemutmaßte Unsterblichkeit irgendwelcher vorgestellter Götterinzwis verehrt hatte, genauer danach begehrt, sich danach gesehnt, sich dafür interessiert gehabt hatte, bis er jenes Begehren überwunden hatte, jenes Sehnen in Frieden endete, jenes Interesse in Wahrheit geendet hatte und ewige Zufriedenheit fand in "Sat-Chit-Anananda". 2) Im Mahanirvanatantra wird an einer Stelle Meditation als Verehrung der Unsterblichkeit von Göttin Parvatai dargestellt.)

Jetzt, mit der Anschauung, dem Blickwinkel des Sich-Einprägens derer gemeinsamer Ausübung, des Anerkennens deren Zusammenhängens, resultiert die/eine strikte Ablehnung der separaten Meditation bzgl. des Manifesten und des Unmanifesten - (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: die natürliche Co-Existenz des Zustandes des reinen Bewußtseins, des Samadhi, des Turiya mit Wachen, Träumen und Schlafen, mit den Welten des Wachens, Träumen und Schlafen hat diese Qualität  der Simultanheit von Ruhe und Aktivität, von sowohl dem was per "Meditation" angestrebt wird - tiefe Ruhe, Unbeweglichkeit, Unveränderlichkeit  - als auch dem worum es im Bereich des Tätigseins nunmal geht, nämlich Aktivitäten und zwar sowohl zielstrebige als auch sowas wie Wandern, Spaziergehen, Musikhören, usw. Wird "nitya samadhi" erreicht, wird dieses "Zusammengehen", "dieses Sich-nicht-Widersprechen" von Ruhe und Aktivität von transzendentalem Bewußtsein einerseits und Wachen, Träumen sowie Schlafen andererseits, eine natürliche Realität. Mr. Mahesh schreibt dazu viel in seinen Kommentaren zu den Versen der ersten 6 Kapitel der Bhagavad Gita. Wird das Wissen über die Tatsächlichkeit, daß diese Welt nur eine Art Traum ist, erlangt und ist man darin nicht verhaftet per der natürlichen Co-Existenz des Turiya mit dieser Art Traumwelt, so hat das dann diese Qualität von  "Unsterblichkeit". Da mag sich jemand Gott als möglicherweise existent vorgestellt haben und wird möglicherweise eben auch irgendwann zu akzeptieren gehabt haben bzw zu akzeptieren haben, daß es Götterintzwis tatsächlich gibt - oder auch nicht oder auch doch so verschieden von seinen vom Zustand der Unwissenheit behafteten Konzepten, Ideen jenbezüglich, daß solch ein Suchenderinzwi jene sich eben doch nicht hatte vorgestellt gehabt -; da waren aber Überlieferungen bzgl jenes Wissens gewesen, von welchen so nen Sucherinzwi nunmal ausging und da mögen Gottesvorstellungen gewesen sein oder auch nicht; es ging  aber nicht um jene, sondern um diesen Zustand der natürlichen Coexistenz von der Welt der Ruhe, Unveränderlichkeit, Wahrheit und der Welt der Aktivität, Veränderungen, Veränderlichkeit.  - zumindest geht und ging es in den Lehren des Mr. Mahesh ad "Transzendentale Meditation" um genau diese 3 Aspekte, nämlich Die Welt des Veränderlichen, der Bereich des Unveränderlichen sowie die Coexistenz von beiden -; es waren da eben Überlieferungen am Anfang gewesen, wie nunmal die Welt der Unveränderlichkeit, Ruhe, Wahrheit nicht separat betrachtbar ist von der Welt der Aktivitäten, der Veränderlichkeit und Veränderungen; weil eben jene Akzeptanz derer "Simultanheit" als wesentlich und unverzichtbar erkannt wurde, so resultieren aus der Einsicht in die grundlegende Aspekte der Welt auch Verständnis und  Einsicht in grundlegende Gesetze bzgl der Welt des Tätigseins. Mögen unsterbliche Götterinzwis existieren und deren innersten Wesen "Brahman" sein. Brahman als jene Ganzheit von Veränderlichem und Unveränderlichem, jene "Ganzheit, die mehr ist als die Summe der Teile" - wie es Mr. Maghesh sagte - könnte oder auch wird zu erwartenderweise als Kehrseite von "Brahman auch ein Gesetz des 'Karma' haben; es ist diese "Ganzheit", die nunmal ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten hat; evtl ja  so wie man im Bereich der Menge aller Teilmengen  des 3-dimensionalen reellen Raums nunmal aus Prinzip kein Wahrscheinlichskeitsmaß finden können kann, die Vorstellungen von "Wahrscheinlichkeit" in jenem Raum nunmal nicht erfüllbar sind.)





https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/21/mode/2up

12. In betörende, blendende Dunkelheit gelangen jene hin, welche sich voll&ganz dem Unmanifesten gewidmet haben, dem Unmanifesten ergeben, hingegeben sind. Allerdings gilt auch: In anscheinend noch tiefere Dunkelheit führt es - gleichsam / wenn man so will / etwas unexakt beispielhaft ausgedrückt - jene die mit wahrer Wollust sich dem Manfesten widmen, Vorliebe für das Manifeste hegen und pflegen, das Manifeste für das Non-Plus-Ultra halten.                 

( Anm. des Übersetzers ins Deutsche: vgl. Vers 9

9. In betörende, blendende Dunkelheit gelangen jene hin, welche sich an Karma klammern und in anscheinend noch tiefere Dunkelheit führt es jene, die dem Entzücken des Meditierens anhängen, welche am Meditieren größten Gefallen finden, sich aus Lust, Vergnügen der Meditation/dem Meditieren widmen....)



Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

siehe zB auch: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Sambhavanam  bedeutet Geburt, Anfang. Jenes welches geboren wurde und eine Auswirkung von sambhûti ist; asambhûti bezeichnet das was nicht sambhûti ist, das was von sambhûti verschieden, zu unterscheiden ist, dh prakṛiti, die undifferenzierte, nicht verfeinerte, unausgeprägte Ursache, das seinem Wesen nach "völlig Unwissenheit", "grobe Unwissenheit" ist und welche die Quelle, Ursache  aller Aktivitäten, Tätigkeiten und Wünsche, Lust sowie allen Begehrens ist. Jene, die in solch eine Ursache verhaftet sind, solch einer Ursache ergeben sind, anhängen treten - zu erwartenderweise - in den Bereich der Dunkelheit  - welche entsprechend blind, blendend, betörend ist und das ihrer Natur nach  - ein. Sambhûtyâm dh im Brahman der Phänomene, jenem Phänomene, welcher bekannt ist als Hiraṇyagarbha-Aspekt von Brahman. Jene, welche Entzücken, Lebensfreude nur in Ihm/Ihr/Dös suchen, gelangen in eine Dunkelheit, die gleichsam noch blendender, betörender, blindmachender ist. (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Man sieht das sehr deutlich am Beispiel der - derzeit leider nunmal existenten - Psychiatrie. Die Psychiaterinzwis klammern sich an Fakten, Tatsachen, Erinnerungen, frühkindliche Erfahrungen, Messungen und an deren Tieropfer zur Erlangen jener sog. "Medikamente", "Pschyo-Pharmaka" udgl bzw an die Tieropfer der "ihnen zu arbeitenden", für sich tätigen "Pharmazie" und "Pharmazeutischen Unternehmen/Industrie." Sie sind - ergeben in ihre Art Wahnsinn, in ihr Verhaftstein in jene Taten und  irgendwelche Phänomene - blind für die Wahrheit, blind für das Leiden der Tiere, Pflanzen und Natur, blind für die Taten "ihrer" "Geheilten" oder auch "Abhängiggemachten", sofern die Taten, der Lebensstil, das Benehmen und Verhalten & co nur im "Bereich des - zeitgeistverhaftetseienden - Normalen" lägen, blind für ihr Nicht-Wissen, oihre eigene Begrenztheiten usw. Interessanterweise wird aber die Blindheit, die im Zusammenhang mit Religionen immer wieder mal aufgetreten ist und auftritt ganz besonders unnachsichtig. Die Blindheit gewisser Sektierer, Religionsangehöriger wird in ganz besonderer Weise hervorgehoben und die Blindheit infolge ihrer eigenen dümmlichen, blinden Anhänglichkeit an ihre Phänomenologie wird als "weniger blind" eingestuft, empfunden.)

Nun folgt ein Argument für deren gleichzeitige, simultane Praktizierung, es folgt eine Aussage, eine Feststellung bzgl der Unterschiedlichkeit der jeweiligen Früchte der zwei Arten von Meditation. ----

(Anm. des Übersetzters ins Deutsche: In den Patañajli Yogasutren wird zB zwischen der keimhaften und keimlosen Versenkung unterschieden. Seite 78 ( siehe: Patañjali „Die Wurzeln des Yoga, die klassischen Lehrsprüche des Patañjali - die Grundlage aller Yogasystem, O.W.Barth Verlag, ISBN 3-502-67006-4, mit einer neuen Übertragung der Sutren aus dem Sanskrit, limitierte Jubeläumsausgabe 1999, copyright 1976 by Scherz Verlag Bern, München, Wien).

Auch im Kapitel D "Auf dem Weg zur Versenkung (Samādhi), Sūtren 17 - 22) findet man Parallelen zur Thematik dieses Verses der Isha-Upanishad.

"Vers 17: Wenn (das Zur-Ruhe-Kommne mit Hilfe von logischem Denken, prüfender Überlegung, Seligkeit oder Ich-Bewußtsein erlangt wird, führt es zu verschieden Arten der Veesenkung (samādhi), die mit Erkenntnis verbunden ist."

"18 Eine andere Art (von Versenkung) entsteht als Ergebnis der Übung, die zur Erfahrung des Stillstandes führt, wobei nur ein Rest der vergangenen psychischen Eindrücke bleibt."

Weiter heißt es dann im Vers 19:

"19: Der Zustand der körperlosen Wesen, die sich in der Urnatur auflösen, ist (eine  Art von samādhi, der) auf der Erfahrung des Daseins beruht."


Zuvor hieß es im Vers 12 bereits:

" Das Zur-Ruhekommen der seelisch-geistigen Vorgänge erlangt man durch >>Übung<< (abhyāsa) und >>Loslösung<< (vairāgya)"

Interessant ist auch Vers 22:

"Aufgrund einer schwachen, mittleren oder höchsten intensität ergeben sich Unterschiede (in der Versenkung)"


Es empfiehlt sich alle Vers zu lesen, um die Zusammenhänge sehen und einordnen zu können.

Im Übrigen geht Mr. Mahesh in seinen Kommentaren zu  den ersten  6 (von 18) Versen der Bhagavad Gita immer wieder auf jene zwei Wege ein: Der Weg des "Einsiedlers" und der "Weg des 'Hausvaters', des Familienlebens". Auch geht er auf die Unterschiede und aber auch das "Zusammengehen" des Weges des "Handelns" und des Weges des "Wissens, der Erkenntnis" ein.

Man sieht - nebenbei bemerkbar - , wie detailliert Patañjali auf die diversen Aspekte einging, wie differenzierend es in den Patañjali-Yogasūtren dargestellt wurde/ist.










https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/23/mode/2up


13. Verschieden, von unterschiedlichem Charakter so heißt es, sei das was aus dem Manifesten (resultiert) und abermals verschieden/ebenfalls anders ist das was vom Unmanifesten resultiert. So hörten, vernahmen wir es von den Weisen, die uns das lehrten.


(Anm. des Übersetzters: Läßt man jenes "(what results)" mal weg, so ergibt sich da als Sinn durchaus päßlicherweise: "Verschieden vom Manifesten und auch verschieden vom Unmanifesten ist das, was wir von den Weisen - die uns das lehrten - gesagt bekamen.

Das paßt dann auch zu Shankara's Kommentar zum vorvorherigen Vers, wonach eben "Meditation" und "Tätigkeit" eine Ganzheit bilden und man aus der Wahrheit keines der Beiden weglassen kann bzw wenn's denn um Wahrheit gehen solle, keines der beiden vernachlässigen darf. ...Auch mit jenem "(what results)" wird auch ausgedrückt, daß sowohl das was aus der Betrachtung des Unmanifesten resultiert als auch das was aus der Betrachtung des Manifesten sich ergibt verschieden ist vom Unmanifesten als auch Manifesten; es gibt da jenes Mavakiar: "Es ist und ist doch nicht"; "man weiß es und weiß es doch nicht". Das drückt die transzendente Natur aus, alles ist natürlicherweise, selbstverständlicherweise "in Begriffen des Selbst, im Lichte reinen Bewußtseins", auch wenn es noch so nebenher nur wahrgenommen, registriert wird.

Aber da kommt ja noch der Kommentar von Shankara, was da Klärung bringen sollte:)


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

(aus www.forgottenbooks.com)

siehe zB auch: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

anyat eva = völlig verschiedenartig, komplett verschieden; âkuḥ  = (heißt es, sagen sie); sambhavât = von dem welches Geburt hatte, zur Welt kam, dh. Das behauptete Ergebnis, wonach aus Meditation bzgl/im Zusammenhang mit dem Brahman der Phänomene, dem offenbaren Brahman, übernatürliche Fähigkeiten, so wie - aus Willen heraus - äußerste Subtilität angenommen, errreicht werde.  (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Nunja, wenn man "TM" ausübt und feinere und feinere Statdien des Mantras erfährt, dh dem Vorgang des Transzendierens und dem natürlichen Phänomen des Transzendierenkönnens - morgens und abends - jene ca 1/2  Stunde Zeit einräumt, man dann nach dem Erreichthaben des Turiya, des momentanen Samadhi, des transzendentalen Bewußtseins, dem Erlangthaben dessen was Feiner als Feinste ist, Kleiner als das Kleinste, subtiler als das Subtilste, hat man jene äußerte Subtilität erreicht. In diesem Zustand findet dann durch Fortsetzten der Meditation - jeweiles eben bis jene ca 30 Minuten erreicht sind - im Laufe der Tage, Monate und Jahre eine Verfeinerung der Sinne statt und schließlich wird auch die Wahrnehmung des Subtilsten in der Welt der Phänomene - wie Geräusche, Berührung des Sitzes, Untergrunds beim Meditieren durch einen selber, Gerüche - überschritten, "transzendiert" transzendiert, überschritten, hinter sich gelassen. Irgendwann, nachdem diese Realität schon eine Weile gelebt wird/wurde, erkennt man schließlich, versteht man dann mal, daß diese charakteristische Erfahrung völlig korrekt zu verstehen ist, als daß gesammelterweise Wahrgenommene - weil man sich eben jener Wahrnehmung widmete - im Vergleich mit dem Selbst auch Jenes Selbst ist (so in Worten gemäß einer Darstellung von Shankara) oder auch, gemäß Mr. Mahesh, daß man alles worauf die Aufmerksamkeit primär fällt in Begriffen des Selbst im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen wird, daß das worauf da die gesammelte Aufmerksamkeit da gerade fällt/fiel auch jenes transzendentale, reine Bewußtsein ist. Verbunden mit dem Erreichen jener Erkenntnis, jener Erkenntnisebene wird man zu einem "Siddha" und kann das was Maharihis Patanajali in seinen Yogasutren sorgsam zusammenstellte als natürliche Phänomene des Lebens mehr und mehr begreifen und in Beziehung zu Phönommen der eigenen geistigen Aktivitäten bringen, weil man selber eben die not-wendige Distanz dazu hat, da eben jene "Siddhis", jene "übernatürliche Fähigkeiten" letztlich zur Welt der Grenzen und Veränderlichkeit  gehören bzw sich darauf natürlicherweise beziehen. Diese angesprochene Fähigkeit des "Aus Willen  äußerste Subtilität erlangen können" wird von "TM" voll und ganz erfüllt. Man entscheidet sich, sich zur Ausübung von "TM" hinzusetzen (in geschlossenem Rahmen) und fängt an und erfährt zunehmend subtilere Wahrnehmungen des Mantras bis man auch die subtilste Wahrnehmung transzendiert hat und transzendentales Bewußtsein , Turiya, momentaner Samadhi erreicht wurde.) Entsprechend, ähnlicherweise, wird gesagt, daß es eine charakteristische, spezifische, unverwechselbare Frucht des Meditierens, eine ausgeprägte Meditationserfahrung im Zusammenhang mit dem Unmanifesten -, ausgehend von der Vorstellung, Idee des  Unmanifesten - gibt. --- viz , Jenes, worauf in pâda 1 des Verses 12 hingedeutet wird und welches jenen, die in den Purâṇas bewandert sind, als "Versunkensein in die grundlegende, ursprüngliche, früheste Ursache bekannt ist [7]; iti = insofern, demgemäß, folgendermaßen, so; ṣuṣruma dhirâṇâm - d.h.: Wir haben das vernommen, zur Kenntnis genommen , was uns die Weisen sagten, lehrten. Der letzte pâda bedeutet "der uns erklärt hat wohin Meditieren im Zusammenhang mit dem Manifsten  bzw dem Unmanifsten führt. Der uns die Ergebnisse des Meditierens  bzgl. des Manifesten  bzw Unmanifesten erklärt hat und erklären hat können."

Nachdem dies so ist, ist es nur folgerichtig und ganz und gar nicht zu beanstanden, daß Meditation bzgl. der Wirkungen und der Ursache gleichermaßen praktiziert werden sollten; ein weiterer Grund ist darin zu suchen, daß das was (durch solche Meditation) erreicht wird, der wesentliche Abschlußpunkt ist. [8] (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: "Der wesentliche Abschlußpunkt" könnte/wird sich wohl auf das Ende des Kreislaufs von Geburt und Wiedergeburt beziehen, was ein  "charakteristisches Merkmal" ist, sodaß es sich anbietet es als "hauptsächlichen, 'häuptlingerischen' Endpunkt" zu bezeichnen).





https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/23/mode/2up


14. Wer auch immer das Manifeste und das Unmanifeste zusammen als etwas versteht, das zusammenpaßt, nicht in sich widersprüchlich ist , so jemand erlangt / realisiert - nachdem er den Tod durch das Manifeste - vom  Manifesten ausgehend - überwunden/hinter sich gelassen hat - Unsterblichkeit durch das Unmanifeste, ausgehend vom Unmanifesten.

(...Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Beginnend mit Meditation im Wachzustand, dh aus dem Bereich des Manifesten heraus, zB wie bei "TM" mit  dem Mantra, erlangt man "transzendentales Bewußtsein", dh das Unmanifeste; da bleibt aber durchaus noch Sinneswahrnehmung (Hören wegen Umgebungsgeräuschen, Riechen wegen der Umgebung, weil etwa eine leichte Windbrise den Duft von Blumen herrüberweht, Fühlen wegen der Tatsache, daß man auf irgendwas sitzt, die Hände nicht gerade in der Luft hält, usw) und die Sinne verfeinern sich zunehmend  indem man einfach sein Meditation fortsetzt, dh diese Sinneswahrnehmungen ebenso behandelt wie die Gedanken (siehe Shankaracharya Shantandand "Sayings if Swami Shantanand Saraswati"). Allmählich wird - ohne daß man es anfänglich versteht/verstehen kann - das "Transzendentale Bewußtsein", jene widerspruchsfreie, unendliche Klarheit und Reinheit, "tief "in den" Sinneswahrnehmungen wahrgenommen, die Wahrnehmuneg fibrieren  gleichsam im Lichte des reinen Bewußtseins und schließlich "im Vergleich mit" (Shankara) dem "Transzendentalen Bewußtsein", bei dem man ausgehend vom Manfesten, dem Wachzustand und Mantra sozusagen "in sich" angelangt war, erkennt man schließlich, daß jenes auch das ist: "ich bin das, Du bist das" und weil man aber doch offensichtlich verschieden  ist von einer Blume, einem Duft, einer Berührung, einem Vogel und dessen muskalischem Gezwitscher und man doch  - wie man ja völlig objektiv und unbestreitbar, widerspruch-ist-zwecklos-artig erkannte - nicht  wesenfremd ist von einer Blume, einem Duft, einem Geräusch, einem Vogel, bleibt einem nichts anderes übrig, als anzuerkennen, daß man jenes "Transzendente"  nicht ist. Sowohl vom Manifesten aus ausgehend als auch ausgehend vom Unmanifsten (man war ja im Transzendentalen Bewußtsein, als jene Geräusche, usw da noch waren und sich die Sinne anfingen zu verfeinern und man schließlich "im Vergleich" - mit dem wo man, ausgehend vom Manifsten angegelangt war - war man bei etwas "Eigenwesen-Artiges" angelangt und hatte schließlich erkannt , daß man alles in Begriffen des Selbst, im Lichte reinen Bewußtseins wahrnimmt ("ich bin das, Du bist das"), man zu einem körperlosen Wesen (Siddha) wurde, die speziellen geistigen Prozesse, wie sie in den Yogasutren von Patañjali beschrieben werden, als natürlichen  Bestandteil der geistigen Aktivitäten feststellte. Und so wurde jenes "transzendentale Bewußtsein" zu einem natürlichen Aspekt, Bestandteil des gesamten Lebens, ob im Alltag oder auch während/bei der Meditation, ob in Friedenszeiten oder auch wenn man angegriffen wird/wurde. Es ist so wie jenes "Dazwischenseiend" bei A-U-M" (siehe Mandukaya-Upanishade ...)


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

(aus www.forgottenbooks.com)

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#550

siehe zB auch: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:




Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Die erste Hälfte des Verses bedeutet "Jemand, der versteht, daß Meditation bzgl des/in  Beziehung zum Manifesten und auch dem Unmanifesten praktiziert werden sollte/praktizierbar sein sollte". Vinâṣa  bedeutet hier ein "Effekt" - etwas das grundsätzlich "vorrübergehender" Natur ist; das Abstrakte, das man an die Stelle des Konkreten setzt, für das Konkrete hält; vinâṣéna bedeutet "indem man bzgl./im Zusammenhang mit/gemäß solchigem (Brahman) meditiert"; mṛtyum = Tod, dh alle Arten von Mängel, Schwächen, Schwachsinn welche aus begrenzter Macht/begrenzten Fähigkeiten/begrenztem Können, negativen Folgen eigenen Tuns oder auch Unrecht - u.a. das einem widerfährt - /Schuldhaftigkeit/Verwerflichkeit/Unwürdigkeit, heftigem Verlangen/Habsucht/insbesondere Geldgierigkeit und so weiter heraus entstehen. Tirtvâ = (überwunden habend, hinter sich gelassen habend); weil große übernatürliche Kräfte, Möglichkeiten, Fähigkeiten anhaltend erworben wurde in dem Hiraṇyagarbha der Wahrheit entsprechend verstanden wurde, man sich mit Hiraṇyagarbha angemessen und erfolgreich befaßt hat. Das andauernde,fortbestehende, nicht-mehr-endende Erlangthaben des Hintersich-gelassen-~/Überwunden-~/Abgelegt-Habens von Tod und Begrenzung des Erreichbaren, der Unfähigkeit/der Möglichkeit, das zu erreichen was man will (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Das wird auch dadurch ermöglicht, daß man "heftiges Verlangen",  "Begehren", "Habsucht", usw ein-für-allemal überwunden, abgelegt hat, man nur mehr in Harmonie mit der Natur und deren Gesetzen- auch in Harmonie mit den (erleuchteten) Götterinzwis-  und anderen "subtilen", erleuchteten Wesen -, falls es jene denn nunmal geben sollte - lebt.), asambhûtya d.h. indem man bzgl/im Zusammenhang/gemäß des Unmanifesten erfolgreich meditiert hat. Amṛtam dh Versunkensein in, Verbundensein mit, Verankertsein in/mit der uranfänglichen, ersten Ursache, der Quelle.

      Das, gemäß des ṣâstra, aus weltlichem und göttlichem 'Wohlstand' [9] herleitbare, erreichbare Ergebnis erstreckt sich bin hin zum Versunkensein in , Verbundensein mit, Verankert sein in/mit der uranfänglichen, ersten Ursache, der Quelle. Bis dahin betrifft es "Seelenwanderung"; die bisherige Betrachtung liegt im Bereich "Seelwanderung". Jenseits davon, höher als das, vorzuziehen ist die Realistation ist die Einheit, Einigkeit, Abgeschlossenheit, das in-Sich-Einssein des Selbst worum es im Vers 9 geht --- Das Ergebnis des Aufgebens allen Verlangens, Begehrens, aller Wünsche und sich ganz&gar (ausschließlich, voll & ganz) dem wahren Wissen zu widmen, darin aufzugehen, sich dem hinzugeben, es das Maß von allem und Maß bzgl. aller Personen sein lassen. Damit wurde die zweifache Lehre des Veda - einerseits in Beziehung zu weltlichen Aktivitäten und andererseits in Beziehung stehend zum Sich-Daraus-Zurückziehen, Sich-Davon-Fernhalten, Distanz-Dazu-Halten - erklärt. Das (Ṣatapatha) Brâhmaṇa bis zu (den Kapiteln über) Pravargya (Reinigungszeremonien wie sie beschrieben sind im 14'ten Khanda in den Kapiteln 1-3 befaßt sich) gibt darüberhinaus, das Verstehen vereinfachende, umfassende Informationen zur der vedischen Lehre bzgl. des Weges des Handelns/des Tätigseins - bestehend aus sowohl Empfehlungen, Ermahnungen und Vorschriften als auch Verboten - . Im Folgenden Bereich - nämlich, genauer gesagt, Bṛhadâraṇyaka -  wird der Weg des Sich-Zurückziehens von der Welt, der Weg der Entsagung, des Wissens, der Erkenntnis erläutert. Im Vers 11 findet sich die Aussage, Behauptung [10], wonach folgendes wahr ist/sei: Jemand der sein Leben als Leben des Handelns, Tätigseins, karma (in seiner Gänze) praktizierend - von dessen Empfängnis bis zum Tod - zu leben wünscht, leben will, nunmal leben möchte und in diesem Rahmen, dazu auch Meditation bzgl./im Zusammehang mit dem niedereren (phänomenalen) Brahman praktiziert, so jemand wird Unsterblichkeit erlangen. (Anm.: des übersetzers ins Deutsche: Das Eingehen in immer tiefere Ruhe, beginnend mit einem sich dazu Hinsetzen, schließen der Augen, usw kann nunmal auch aus der Sicht von Aktivität betrachtet werden; das sich Hinsetzen um "Transzendentantale Meditation" zu praktizieren, auszuüben  beinhalt eben ein gewisses "Transzendieren-Wollen" und jenes Wollen ist ein Tätigsein, das solange da ist/bleibt, bis man "transzendiert" hat; erst wenn fortdauernder Samādhi, die dauerhaftem nie wieder endende Co-Existenz von Wachen, Träumen, Schlafen und dem Turiya, dem Vierten, Transzendentalen Bewußtsein erreicht ist, hat jenes "Transzendieren-Wollen" sein erstes Ende gefunden; bis dahin war da eine fortlaufende, andauernde mehr oder weniger subtile Handlung, ein "Aktivsein" und insofern eine "Aktivität", da war etwas, was jene Person beschäftigte, was in jener Person aktiv geblieben war: Solcherart betrachtet und gelebt ist der Weg bis zur Erleuchtung ein "Weg des Handelns"; Jemand Anderes sieht es als ein Sich-Zurückziehen aus dem Bereich des Tätigseins, usw. Es ist ein bischen wie "Das Glas ist halb voll" sagt der eine und ein anderer sagt "Das Glas ist halb leer") " Nunmehr wird ausgeführt auf welche Art und Weise, per welchen Ablaufes jemand, der sich solcherart quailifiziert hat, jemand der so qualifiziert ist, unsterblich wird. (In der Bṛh. Up. V, v, 2 [11] ist zu lesen): "Jenes ist das was Wahrheit ist; es ist sowohl die Sonne, die Person in dieser Scheibe als auch die Person im rechten Auge". Der Verehrer, Versteher & Respektierer/Anerkenner dieses zwei-fachen Brahman - Wahrheit -, welcher auch dem karma - wie vorgeschrieben - zugewandet war, karma wie vorgeschrieben ausübte, tritt - wenn das Ende, das Ziel erreicht wird - dem Brahman, welches Wahrheit ist, gegenüber, als würde es - das Brahman welches die Wahrheit ist - ihn anflehen bei Ihm eintreten zu dürfen.---




https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/25/mode/2up


15. Das Gesicht der Wahrheit wird von einer goldenen Hülle bedeckt: Entferne diese oh Pûshan, lüfte die Wahrheit bzgl. jenes Ichs, enthülle den aufrichtig Suchenden; ein Wesen, das sich der Wahrheit in aller Aufrichtigkeit gewidmet hat, darf, mag und kann sie sehen.



Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

(aus www.forgottenbooks.com)

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#550

siehe zB auch: https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/526/mode/2up


Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Hiraṇmayam = anscheinend golden, wie Gold erscheinend, glitzernd, funklend, strahlend, leuchtend;   têna = mittels solcher/solchigem. Pâtrêṇa = als wär's ein Deckel, Augenlid. Satyasya , d.h. des, in der Sonnenscheibe wohnenden, Brahman. Apihitam = bedeckt, verdeckt, umhüllt, verborgen, gedeckt. Mukham = Eingang, Eintritt. Tat = )Jenes=; tvam = (Du); hê pûshan = oh Sonne, apâvṛṇu = entfernen, beseitigen. Satyadharmâya d.h.  zu mir, der ich - durch Meditation bzgl Dir, im Zusammenhang mit Dir, im Hinblick auf Dich, der Du Wahrheit bist, meditiere -  satyadharmâ. Dieser Ausdruck könnte auch bedeuten  "Jemand der reines Mitleid, Mitgefühl, wahre pietätvolle fromme Haltung, wahre Religiösität , wahrheitsgemäßen Respekt vor Gott praktiziert". Dṛshtayê d.h. um Dich zu erreichen, dessen Wesen, dessen Essenz Wahrheit ist.



                         





https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/27/mode/2up


16. Oh Pûshan, einsamer Reisender, Yama, Sonne, Kind von Prajâpati, rufe Dir deine Strahlen, Impulse ins Gedächtnis zurück; ziehe dein Licht zurück aufdaß ich Dich, der du von lieblichster Form bist, erblicken kann. Werauchimmer jene Person ist, das bin Ich ebenso.



Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/528/mode/2up

oder auch:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#550


Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Pûshan = die Sonne, so genannt weil er/sie/zwi die Welt beschützt. Ekarshê, weil er/sie/zwi alleine (den Himmel) durchschreitet, überspannt, durchdringt. Yama, Tod, weil er/sie /zwi alles beherrscht, alles unter Kontrolle hat. Sûrya, weil er Strahlen, Leben, Wasser aufsaugt aber auch aller Symapthie anstrebt, er-schleimt. Prâjapâtya, weil er/sie/zwi Prâjpâti's, des Schöpfer's Sohn ist. (... Anm. des Übersetzer's ins Deutsche: "Des Schöpfer's Sohn" besagt formal jemand wie "Jesus"; Jesus gilt als Sohn Gottes und der Gott der Christen wird vorgestellt als der "Schöpfer", "Schöpfergott", " der Schöpfer von Himmel und Erde". Interessant ist wenn man die vorherige Aussage "Schleimerinzwi"      , dh es sich - um jeden Preis - mit absolut niemanden verderben wollen/können bedenkt.  Jesus, der lieber am Kreuz starb, als es sich mit jemanden zu verderben; eine, zumindest ähnelnde, Vorstellung findet man vielfach in den Überlieferungen bzgl. Rishi Yogavāsiṣṭha im Zusammenhang mit Vishwamtra's einstigen Anfeindungen, die soweit gingen, daß Vishwamitra die Ermordung von Rishi Yogavāsiṣṭha's Sohn betrieb und in Auftrag gab; auch dann wollte Rishi Yogavāsiṣṭha lieber selber sterben, als Rache zu üben, zornig zu werden, usw. ...). Vyûha = wegnehmen, entfernen, beseitigen, zerstreuen, aus dem Weg nehmen. Raṣmin, dh deine Strahlen (Anm.: des Übersetzeres ins Deutsche: Auch sowas wie "Strahl der Aufmerksamkeit"); samûha = vereinigen, verbinden, zusammenbringen, verheiraten, in sich vereinigen, zB zurückziehen, zurücknehmen, widerrufen - zB weil zur Einsicht gekommen - ; têjas = dein Licht; yât tê = was Dir gehört, was des Deinigen ist; rûpam = Form;    kalyâṇatamam = am Lieblichsten, lieblichstes; tat tê = jenes von Dir, jenes Deinige; paṣyâmi, dh  I darf, könnte aufgrund deiner Hilfe, Gnade sehen, erkennen. Desweiteren behandle ich Dich nicht wie einen Diener, weil werauchimmer die Person in der Sonnenscheibe - zusammengesetzt aus vyâhṛtis [**] - ist, /der~/die~/zwi~/dasselbe bin ich auch, ich bin auch nichts Anderes als Das. Er/Sie/Zwi ist bekannt als der purusha (Person), weil er/sie/zwi/Das der Form nach "sowas wie"/wie eine Person ist oder auch weil diese Welt voll ist von Ihm/Ihr/Zwi in Seinen/Ihren/Zwiigen Aktivitäten, Tätigkeiten, Handlungen und Gedanken oder auch, abermals, weil Er/Sie/Zwi/Sölbiges in der Zitadelle des Körpers liegt, an jener Stelle woher der ganze Körper geschützt, bewacht, kontrolliert wird und alle körperliche Angelegenheiten geregelt werden.

 




https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/27/mode/2up


17. (Möge) dieses Leben sich mit dem ewigen Atem (verbinden)! Und (möge) dieser Körper in Asche enden! Om! Geist erinnere Dich, erinnere Dich deiner Taten; Geist, erinnere dich, erinnere Dich deiner Taten; bei den geistigen Aktivitäten möge es um das Erinneren, das Entsinnen der eigenen Taten gehen; bei den geistigen Aktivitäten möge es um das Erinneren, das Entsinnen der eigenen Taten gehen!


Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#551

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Nun, da ich im Sterben bin, möge mein Leben (Vâyu) - das sich anschickt die körperliche Beifügung,den körperlichen Nebenumstand, das körperlichen Anhängsel zu verlassen -das Göttliche annehmen; das Göttliche im unsterblichen Atem (amṛtam anilam) des universellen, allumfassenden, allgemeingültigen, letztendlichen  Selbst, dem "verbindenden, 'roten' Faden" von allem. Pratipadyatâm ("könnte, darf evtl reichen") ist Gegenstand des Verstandenwerden, gilt es zu verstehen. Die Bedeutung, passend zum Gebet (... dem Tun, dem Praktizierten, dem gegangenen ...) Weg um Einlaß, lautet: "Möge dieser subtile Körper, der gereinigt wurde vermöge Meditation und karma vorankommen, verbessert,verfeinert werden. Atha = (und, ebenfalls, und auch); idam (= dieses); ṣarîram = Körper; hutam = (verbrannt; - aber auch: gebrannt und insofern gehärtet, verfestigt, dauerhaft brauchbar gemacht - ) im/vermöge Feuer; bhasmântam, dh möge es mit Asche enden. Om - damit wird Brahman bezeichnet (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Siehe Mandukya-Upanishade und die Kommentare von Gaudapada und Shankara) -; damit wird Brahman als Einsseiend mit dem bezeichnet, was bekannt ist als Agni - der Esssenz, dem ureigensten Wesen von Wahrheit - gemäß des Modus des Meditierenes in Bezug auf, im Zusammenhang mit Ihm mittels dieses Symbols. (Anm. des Übersetzeres ins Deutsche: Dieser und solche Texte wurden vielfach mißverstanden als "Scheiterhaufen besteigen, um die Wahrheit der eigenen  Aussage unter Beweis zu stellen. Wahr ist, daß das Streben nach Wahrheit auch mit einem gewissen Bemühen, Eifrig-bei-der-Sache-sein-und~bleiben, ausdauerndem Sich darum bemühen, verbunden ist und das hat etwas mit jenem Element "Dynamik, Engagiertheit" usw zu tun, wofür "Feuer" bezeichnet wird - siehe auch Sureshwaracharya's Pranava-Vartika - ; auch wird , wie im Pranava Vartika, "Sehen" dem Element "Feuer" zugeordnet: "Feuer drückt sich im Sehen aus" und ein Suchen nach Wahrheit schließt "Sehen"," Sehbarkeit" bis hin zu "Offen-Sichtlich-keit" nunmal nicht aus; man kann eben auch durch den "Sehsinn" "transzendieren" > Siehe Transzendieren durch den Geschmacksinn; ein Körper hat nunmal die Qualität von "Sichtbarkeit", ob das nunmal ein subtiler Körper ist oder auch ein weniger subtiler Körper. Feuer hat nunmal aber auch die Qualität des Lichtes - siehe Meine Anmerkungen - im Rahmen von Shankara's Kommentar - zum "Agnihôtra" im Vers 2 der vorliegenden Isha-Upanishade. Wurde jemand mit Erlangen des sog. "Einheitsbewußtseins", jener Erkenntnis des "ich bin das, Du bist das" - was sich in diesem Vers nunmal auch extra explizit angesprochen findet- zu einem "körperlosen Wesen", so beginnt da dann eben das "Bemühen" um Erlangungen eines "unsterblichen, 'feinstofflichen' - und wenn's denn nicht anders gehen sollte aus reinem Bewußtsein bestehenden - Körpers; in  einem der Verse der Patanjali-Yogasutren geht es nunmal um die Wahrnehmung der Siddhas - aber auch "subtiler Wesen" und das in einer sich nicht einbildenden - und das jedoch in völlig aufrichtiger um-eigenes-wahres-wissen-sich-bemühender, Täuschungsfreiheit fordernder die brennende, verzehrende Natur des Feueres überwindender Art und Weise, weil ja die "höheren Fähigkeiten" eher als "Hindernis" bzgl Kavalya erscheinen -, usw dazu wird in subtiler - in jenem Zustand möglicher Art udn Weise - weiter Meditation, "Tapas" praktziert < Kurzum: "Witwenverbrennung", "Sita's Besteigen des Scheiterhaufens um ihre 'Unschuld' zu beweisen" als sowas ist und wa rnie was anderes als Blödsinn, völlige Sinnverkehrung. Das ist wie wenn jemand in ein, noch nicht richtig lesen könnendes, in ein Mathematik-Buch hineinschaut und sich da irgendwas zusammenreimt, was damit nichts zu tun hat; es ist wie wenn "Kinder" Filme ansehen, die nicht "jugendfrei" sind und was extra als "nicht jugendfrei" gekennzeichnet wird/werden muß, weil es eben katastrophale Folgen haben kann oder auch mal hatte und dann  jemand nicht wollte, daß es sich solle so oder ähnlich wiederholen können.)....Kratô dh.: Oh Geist, oje geistige Aktivitäten - so genannt , weil die Wünsche daraus entspringen. Smara dh.: entsinne Dich dessen wessen es sich zu erinnern gilt, weil die Zeit dafür jetzt gekommen ist. Deshalb erinnere, entsinne Dich was bis jetzt Gegenstand des meditierens gewesen ist (Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Siehe auch Sayings of Swami Shantanand Saraswati: tauchen Gedanken während der Meditation auf, so behandle man sie gemäß "Ok Gedanken, ich werde mich mit euch nach der Meditation angemessen befassen; es ist jetzt nur nicht der richtige Zeitpunkt dafür/für euch). Man erinnere sich auch an alles Karma, was man - seit der Zeit als kleiner Junge - bis jetzt begangen, ausgeübt hat [***]. (Anm. des Übersetzes ins Deutsche: All solche Erinnerungen können in der Meditation als gedankliche Aktivitäten auftauchen; es geht bei Meditation um das "Transzendente", um das was jenseits aller Erinnerungen, konkreter Meditationsobjekte udgl ist, es geht um Turiya, Samadhi, "transzendentales Bewußtsein" und nicht um mehr oder weniger sonderbare, spektakuläre oder auch träumerische gedankliche Aktivitäten.) Die Wiederholung des dritten pâda deutet Eifer, Ernsthaftigkeit.

In einem anderen, weiteren Vers kommt auch Bemühung, Ersehnen, Wunsch nach "Eintritt", "Eintrittsgewährung" zum Ausdruck. In einem weiteren Vers wird ebenfalls um Einlaß - gleichsam - gebetet. (Anm. des Übersetzeres ins Deutsche: "Gebetet" drückt eben mehr oder weniger Intensivität der gedanklichen Aktivität aus, welche jedoch im Zusammenhang mit objektiv-unpersönlicher Meditation auftauchte. In den Patañjali Yogasutren gibt es auch eine Stelle, wo es um geringere, mittlere oder auch stärkere Intensität im Bemühen geht. - Siehe: Wege des Yoga - Dh aber nicht, daß man sich zur Meditation hinsetzt um in einen Zustand intensiven Bemühens zu geraten; es gibt selbstverständlich diesen Zustand der "Gesammeltheit", nur ist das nicht "Gebetsausübung". "Gebet", "Inbrünstigkeit" usw sind Themen bei Religionen.)


Sehr schön übersetzte Professor Deussen diesen Vers 17 als:

Es kommt dabei  schön zum Ausdruck, daß der Geist zuständig ist für die geistigen Aktivitäten und das Selbst ist. Auch René Descarte's "Ich denke, also bin ich" wird vielfach dahingehend mißverstanden, daß der "existiere" und nur jemand "wirklich so richtig existiere", der stets denke, im Denken "aufgehe"; manche meinen, daß möglichts pausenloses "Aktivsein" die "Befreiung bringen" könne. >> O Geist gedenk! des Werks << gedenk" heißt es bei Prof Deussen: Es geht um das Nicht-mehr-Verwickeltsein in die Welt der Aktivitäten, der körperlichen "Aktivitäten"  aber auch der "geistigen Aktivitäten". Vielfach kommt das auch in der Bhgavad Gita zum Ausdruck: "Gefestigt im Sein, handle"( "Yogastha kuru karmani") heißt es im zweiten Kapitel. Es geht sozusagen um sowas wie eine "richtige Aufgabenverteilung" zwischen "Selbst", "Purusha" und dem "Geist". Schließlich kann man doch angesichts der Vorstellung einer unsterblichen Gottheit, zB Kali - der "Göttin der Zeit" - doch nicht im "Nichtstun" die "ewige, alleinige Wahrheit" zu finden meinen und zu suchen. Im "Nicht-Verwickeltsein" ins Handeln, im Nicht-Verhaftetsein in den Bereich des Tuns, den Bereich der der Tätigkeiten - wie es sich im Yogavāsiṣṭha ausgedrückt findet - alleine, kann die Lösung liegen. Das wird auch von in der Bhagavad Gita deutlich gemacht, wenn Krishna von sich sagt, daß auch er handle und daß die ganze Welt nicht wäre, wenn er nicht ständig - auch - mit Handeln befaßt sei und deshalb, solle auch Arjuna handeln; er solle aber yogisch tätigsein, dh Wissen über das erlangt haben, was vom Bereich der Tätigkeit nicht beeinflußt wird, den Bereich der Stille und Ruhe. Allerdings ist es mit dem "Nicht-Verwickeltsein" eben schon so ne Sache: Die Physik kam nunmal seit Werner Heisenberg zur Einsicht, daß durch jedes Experiment das, was man - völlig neutral - zu beobachten beabsichtigt, beobachten möchte, beeinflußt wird und das  was man dann beobachtet oder auch mißt nicht das ist was es sein würde, wenn man es nicht beeinflußt haben würde. Prof. Heisenberg (war 1971 noch Prof an der TU-München) formulierte es in Form seiner "Unschärfenrelation". Dieselbe Problematik hat man im Bereich des Yoga: Nie&nimmer heißt "Handeln im Zustand des Nicht-Verwickeltseins", daß man Tun&Lassen könne was Menschen so alles sich zuschulden kommen haben lassen: Umweltzerstörungen, irre Kriege , irre Waffenarsenale und nicht weniger irre Entsorgung "alter" Waffen (siehe "Entsorgung duch Versenken in der Ostsee); na klar konnten Menschen die Entsorgung ihrer Waffen auch schon besser: Etwa der Obelisk in München, der gegossen ist aus den übrigebliebenen Kanonenkugeln und Kanonen nach einem fürchertlichen Krieg und - auch damals schon - dem Vorsatz "nie wieder Krieg" . So heißt es in der Bhagavad Gita "falsches Handeln, aber auch richtiges Handeln sollten wohl verstanden werden".  Der Weg, den Mr. Mahesh zum Ausdruck zu bringen lange Zeit umfänglich tätig war, war Folgender: Morgens und Abends ca 20 -30 Minuten "TM"-Ausübung und dann "Handlung", wobei er einräumt, daß auch die Abwechslung von Meditation und Kontemplation damit für den einen oder auch Anderen gemeint sein könne, wie er in seinen Anmerkungen zur Bhagavad Gita zum Ausdruck bringt. Dabei ist es selbstverständlich nicht egal was und wie man tätig ist; darauf geht er - allerdings nicht konkret - in seinem Bucgh "Die Wissenschaft vom Sein und Kunst des Handelns" ein; allerdings beschränkt er sich auf den Rat, sich bzgl "richtig und falsch, gut &böse, akzeptabel und verwerflich" an die eigene Religion oder auch erfahrene, seriöse ältere Menschen zu wenden. Nachdem jene, die nicht Meditation praktizieren in der Regel gar nicht verstehen können, wie jene "Skrupel", "Veränderungen" bei TM'lerinzwis zustandekommen - siehe jenes "Ziehen an einem Tischbein ergibt, daß der ganze Tisch herbeikommt. Praktiziert man Samadhi, kommen auch Gewaltlosigkeit daher"; siehe Patañjali Yogasutren, "Die 8 Aspekte des Yoga" & co. - ist jener Rat wenig praktikabel und allenfalls formal sinnvoll und im falle konkreteer Umsetzungsbemühungen kann das rasch in einer Katastrophe alà "Zwangspychiatrie", dh "Umerziehungsanstalt", "brutalen, perversen Umerziehunsgbemühungen vonseiten tieropfer-gläubiger "Fach"-Idioten kommen. Die Überlegungen gemäß "Gut-Möglich" mögen dabei eine gewisse  Hilfe sein. Durch Töten von Tieren und Pflanzen ändert man die Welt, in die nicht mehr verwickelt zu sein, nicht mehr verhaftetsein zu wollen, man als Aufgabe vor sich hat. Wie sollte man die ursprüngliche Aufgabe denn dann noch erfüllen können, wenn man in die Welt destruktiv eingriff?




https://archive.org/details/isavasyopanishad00sank/page/29/mode/2up


18. Oh Gott Agni, laß uns - unter Berücksichtigung all unserer Taten und vermöge eines guten Weges, auf gute Art und Weise - zu Wohlstand kommen, führe uns - unter Berücksichtigung all unserer Taten und vermöge eines guten Weges, auf gute Art und Weise - zu Wohlstand. Nimm die häßliche Sünde von uns. Wir werden zu Dir viele schöne Gebete sprechen.



Professor Deussen's Übersetzung ins Deutsche:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#551

Artur Schendel's Übersetzung:



Shankaras's Kommentar (aus dem Englischen übersetzt ins Deutsche)

Agnê (= Oh Feuer); Naya = leiten, geleiten, führen, supathâ = mittels eines guten Weges, auf gutem Wege. Dieses charakterisierende und beurteilende Wort schließt den südlichen Weg aus. (Dös engagiert, intensiv Suchenderinzwi, dös Anängerinzwi, Verehrerinzwi meint) - "Ich bin vom südlichen Weg, welcher charakterisiert, bestimmt wird von Geburt und Tod müde, ich bin dieses Weges überdrüssig und deshalb ersuche ich Dich zum wiederholten Male mich vermöge des guten Weges - welcher von Geburt und Tod frei ist - anzuleiten, zu führen, zu geleiten".Râyê = um Wohlstandes willen, für Wohlstand, dh.: (hier) um sich an den Fürchten von karma, Handlungen, Tätigsein zu erfreuen. Asmân = uns, die wird die Fähigkeit erworben, uns dafür qualifiziert haben, sich der Früchte der verschriebenen, empfohlenen Übungen zu erfreuen. Viṣvâni = alle. Dêva = Oh Gott, vayunâni = karma oder auch Meditation. Vidvân = (etwas) wissend. Desweiteren, yuyodhi dh. ab-,zertrennen oder auch zerstören. Asmat = asmattaḥa = von uns. Juhurâṇam = krumm, unaufrichtig, schwindelhaft oder auch arglistig, betrügerisch, ränkevoll, falsch. Ênaḥ = Sünde; so daß wir, in dem wir davon wegkommen, rein werden, die Erfüllung unseres Wunsches erlangen mögen, können, dürfen. Wir sind jedoch nicht fähig Dir jetzt aktiv zu dienen, Dich jetzt aktiv zu unterstützen (als wären wir alt, in dem Sinne als wie wenn wir mal alt sind); wir können Dir jedoch immer und immer wieder ( bhûyishṭhâm) huldigen, unser Vertrauen schenken, Dir ernsthaft lauschen.

       Manche pflegen einen Zweifel, kommen ins Grübeln (betreffs der Antithese von/zwischen karma und wahrem Wissen), wenn sie die Aussage bzw die Behauptung (enthalten in den Versen 11 -14) hören -- "Den Tod überwindend vermöge avidyâ, erlangt er/sie/zwi Unsterblichkeit vermöge vidyâ" und "Den Tod überwindend mittels des Manifesten, erwirbt er/sie/zwi Unsterblichkeit mittels des Unmanifesten". Wir deshalb (die Angelegenheit nun) kurz betrachten um (diesen Zweifel) auszuräumen, um Klarheit zu schaffen. Nun denn, was ist der Anlaß, die Quelle des Zweifels, was ist der Grund für einen Zweifel? Die Antwort ist wie folgt: Warum sollte wahres Wissen - in der obigen Passage - - selber nicht vermöge vidyâ erlangt, verstanden werden können? Und wieso sollte es (bei amṛtatva wahr,wahrer) Unsterblichkeit nicht analog sein? Nun gut, schließen sich dieses Wissen vom letztendlichen, höchsten Selbst und karma, auf Grund der Antithese zwischen diesen beiden Verhältnisses , aufgrund ihrer antithes-ischen Beziehung etwa nicht wechselseitig aus? Durchaus; aber diese Gegensätzlichkeit wird (vom ṣâstra) nicht unterstützt, ist dem (ṣâstra) unbekannt, schließt das (ṣâstra) aus, ist vom ṣâstra her nicht wißbar, bekannt, denn ein Antagonismus oder auch das Umgekehrte sollte ausschließlich auf der Autorität von ṣâstra beruhen. So wie die Durchführung von Handlungen, karma und die Praxis, Ausübung, Pflege von Vidyâ ausschließlich vom ṣâstra her bekannt sind, so sollte es sich auch mit deren Ablehnung oder auch Zustimmung also sein. So wie das Verbot des ṣâstras "Kein Geschöpf darf verletzt werden" nur durch das ṣâstra selber aufgehoben werden könnte, per eines "Im Sinne von Opfer dürfe ein Tier getötet werden", so sollte das auch sowohl im Zusammenhang von vidyâ und avidyâ  als auch im Falle von Wissen und karma so gehandhabt werden/so sein.[12].

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Jemand ist sterblich; woher kann sojemand von Unsterblichkeit eine wahre Kenntnis haben? Ja doch nicht von sich selber aus, sondern nur von jemandem der Unsterblichkeit hat und somit  auch wirklich kennen kann oder auch aus einer wahren Überlieferung, die auf Wahrheit beruht/beruhen müßte, heraus. Kann/könnte man aber nun, ja noch sterbliches Wesen seiend - weil sonst wäre es doch schließlich kein Thema bezüglich einen selber - überhaupt "Unsterblichkeit" erlangen, so würde das doch angegangen werden und anzugehen sein, obwohl man selber sterblich ist und es also in Wirklichkeit nicht weiß. Insofern wird Unsterblichkeit auf der Basis von Sterblichkeit erlangt und Wissen aus der Situation von Unwissenheit heraus. Das ist es aber was in der Isha-Upanishade in jenen Versen geschrieben steht/ausgesagt wird. Ist da ein Widerspruch?  Nein.

Im Übrigen, so banal es klingen mag, kann über das scheinbar Widersprüchliche "gesprochen" werden, beides kann "gesagt" werden, sodaß auf der Ebene der Worte insofern kein Wiederspruch zu finden sein kann, weil beides gesagt werden kann. - "Sprache" ist "Vac" und dazu kommt auch etwa im Saraswatistotra vor, notabene -. Nun kann man "Unwissenheit" sagen und auch "das Gegenteil", aber man kann nicht "Töten" und wieder "Lebendig machen", sodaß da also ein Gegensatz besteht und folglich wäre ein wahrer Text, ein ṣâstra, widersprüchlich in sich selber, wenn da "Du darfst nicht töten" und "Du darfst als Opfer töten" wirklich Beides enthalten wäre und beides so befolgt werden dürfte. Folglich kann nur eines von Beiden wahr sein. Nun wird in der Isha-Upanishade gesagt: "ich bin des südlichen Weges, des dauernden Sterbens und wieder Geborenwerdens satt, lehre, führe mich einen guten Weg". Außerdem ist es selbst Menschen, die unwissend sind über Unsterblichkeit,  Ātman, Brahman & co, sehr wohl möglich - ja möglich gewesen - das Wissen zu finden, daß man als Mensch problemlos gut-vegan auch leben kann; daß Kleinkinder Milch brauchen, ist eine Binsenwahrheit, da es nunmal zur Gattung "Säugetiere" gehört und ein sofortiger, gehässiger Einwand aus der Medizinerinzwi-Schaft "Ja aber Kleinkinder würden davon krank werden, das geht Nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!", würde reichlich absurd sein und nur von Nicht-Kapieren-Können sowie bewußt nicht Verstehen-Wollen zeugen. Es gab einmal in London eine Cholera-Epidemie. Niemand wußte woher das kam. Man vermutete, daß das Trinkwasser verseucht sein müsse. Da kam ein  Nicht-Arzt, ön Apothekerinzwi oä auf die Idee es so ähnlich zu tun, wie man es in Krimnalfilmen oft genug sehen kann/in Krimis öft genug lesen kann: Jene Ermittlerinzwis, Polizisten nehmen eine Karte der weiteren Örtlichkeit  zum Tatort und stecken ein Fähnchen an jede Stelle wo die aufzuklärende Serie von Verbrechen oder auch ähnliche Verbrechen schon mal geschehen sind/waren. So machte es dös Apothekerinzwi in London: Und dann entdeckte er, daß an einer Stelle Cholerafälle sich häuften, aber an einer anderen Stelle - obwohl es die dieselbe durchgehende Trinkwasser-Leitung war - keine auffallende, klar ersichtliche Häufung auftrat. Wou, was ist den das, dachte dös Apothekerinzwi sich und sah genauer nach: Aha, es kann eigentlich nur nch an der Wasser-Entnahme-Stelle liegen und der "Pumpenhebel" des Brunnes wurde ausgetauscht. Siehe da, jetzt traten dort die Cholerafälle auch nicht mehr gehäuft auf. Genauso kann man Ernährungsweisen auswerten, man kann die Ernährungsweisen indigener Völker hinzunehmen - so gab es dereinst in Nordamerika einen vegan lebenden Indianerstamm. Sie ernährten sich im Wesentlichen von Mais und Bohnen; na klar gehörten auch Beeren, Früchte, Gurken, Kürbis uä anzunehmenderweise in durchau reichlicherem Maße dazu. Sie waren glücklich und zufrieden. Dann kamen die bösen "Einwanderer"/jene "brutalen Eroberer", Konquistadores und mit ihnen die Missionare. Die Missionare sahen in "Bohnen" etwas "Teuflisches" und sorgten mit deren abrtigen, brutalen, grausamen Methoden dafür, daß sie keine Bohnen mehr essen konnten. Da wurden jene krank und kränker. Nun kann man nicht aus deren "krank&kränker"-Geworden sein aufc das schließen, wie man's richtig macht, denn das war sie vorher lebten, war ja doch schon ein "brauchbares" Beispiel einer "gesund-genugen" Ernährungsweise. So kann man sich eben Möglichkeiten zusammensuchen, die allem Anschein nach "brauchbar-gesundheitsdienlich-genug" sind und sie selber ausprobieren. Im Laufe vieler Jahrhunderte kann dann so ein Wissen zusammenkommen, das gut genug ist. Insofern ist ein Wissen über vegetarische (Kleinkinder) und vegane Ernährung verfügbar geworden, das gut genug ist. Ebenso kann man eben Häufigkeiten von Krankheiten uä bei gewissen Personengruppen finden, die zB immer nur "drinnen" sind oder von Personen, die bestimmte (Vitamin-C-Haltige zB) Früchte einfach weglassen usw; auf diese Weise kann/konnte man mit "stochastischen" Methoden zu einem verläßlichem Wissen gelangen. In Bayern aß man zur Jahundertwende 1900 im Übrigen nur 5-mal im Jahr "Fleisch", nämlich zu Weihnachten, Fasnacht, Ostern, Pfingsten und Kirchweih - das berichtete BR3 mal - und da jedes Jahr auch ein paar Tiere vonselber starben, die - wenig gesund wenn man's immer essen täte -  mit viel Salz konservierbar waren/wären, war da kein Töten, Schinden und Qäulen von Tieren damit zu verbinden.

Das Problem, daß man ein "Töten" nicht zurücknehmen kann, aber ein Wort, eine These im Rahmen einer Erörterung im pur akademischen Rahmen nunmal schon, kann also durch gute vegetarische/gut-vegane Ernährung sehr wohl gelöst werden und es bedarf dazu keines Erleuchtetseins und keines Unsterblichsein. Allerdings ist das Thema "Erleuchtung und Unsterblichkeit" solcherart, daß man auf obige Zusammenhänge unausweichlich kommt und sehr wohl kommen kann.


Was kann man angesichts dieser gesamten Situation tun? Dös Suchende ist unwissend und sterblich, will einen guten Weg, weil des Tötens und wieder Geborenwerdens leid. Achja, man kann dös Suchendem eine gute, brauchbare Strategie zur Erlangungen von Wissen und Unsterblichkeit geben. Strategien werden benutzt, wenn man es mit etas Unbekanntem, Ungewußtem zu tun hat, aber man der Auseinandersetzuung damit - also auch im Sinne von Wahrheitssuche, Streben nach Unsterblichkeit - nunmal nicht auskommt/auskommen kann, man sch dem zu stellen nicht umhin kommt.

Könnte "Tieropfer" & co eine brauchbare - gute sowieso nicht - Strategie sein? Nie&nimmer:

Jemand hat von etwas oder auch einem Wissen, Haben-Können gehört und möchte es gerne verstehen, wissen,  finden, erlangen. Er/Sie/Zwi sucht Schriften, die behilflich sein sollen oder auch ön passendös Schriftkundigen, ön Guru. Dreht und biegt sich dann so ön Suchenderinzwis die Worte der Schriften bzw des schriftkundigen "Gurus" so zurecht, daß es zu seiner Unwissenheit, zur Sterblichkeit & co passen solle, wird er/sie /zwi niemals zu Wissen und Unsterblichkeit gelangen können. Er/Sie/Zwi mag erkennen wollen, daß der angegeben "Weg" - nach bestem eigenen Erkennen- und Begreifenkönnen - "gut" ist, die "Strategie" nach reiflicher Überlegung und eingehender Betrachtung eine "brauchbare" Strategie ist, ok. Aber dann - an der gefundenen und für brauchbar befundenden Strategie aus Lust und Laune heraus, momentanem unwissenden, bösem Lusthaben auf, Wollen, unwissendem Meinen heraus  - daran etwas zu verändern, würde dös Suchende an den Anfang zurückwerfen, dh erst mal die "neue Strategie" eingehend zu betrachten usw und "Lust & Laune" widersprechen aber "eingehender, sorgfältiger Betrachtung, dh er/sie/zwi käme immer wieder nur in den Zustand des "Tod- &-Wieder-Geborenwerdens-Satt-Sein" und nie&nimmer käme so jemand "gut" ans Ziel, dh sein Leben bliebe weiterhin geprägt von Krankheit, Leid und Tod.

Lernen & co erfordern vonseiten  Lernenwollenderinzwis, Wissenerwerbenwollenderinzwis auch eine gewisse "Geisteshaltung" und "Bereitschaft".

Nein; weil der Veda besagt ---"Entfernt, weit weg sind diese. --- gegensätzlich, entgegengesetzt und wegweisend, führend, tonangebend auf unterschiedliche Art und Weisen --- karma und Wissen" (Kaṭha Up. ii,4). Wenn, infolge der Aussage in Vers 11, gesagt wird, daß es da gleichfalls keinen Antagonismus, keinen Zwiespalt, keine Gegensätzlichkeit  zwischen beiden  gäbe, so antworten wird darauf mit "Nein", weil [13] eine einfach keine andere Möglichkeiten als entweder Ablehnung oder Zustimmung, entweder falsch oder wahr, bezüglich wahrem Wissen und avidyâ [14] geben kann. Wenn man sich der Auffassung angeschlossen hat, daß - aufgrund der Bestimmtheit der Unterlassungsaufforderung, der Ablehnung (hier in Vers 11) - es absolut keine Antithese gibt, was deren kombinierte, gleichermaßige Ausübung anbelangt, so antworten wird da mit "Nein"; denn die Zwei können  ,was Denkbarkeit , anbelangt nicht coexistieren, gleichzeitig existieren.

Wenn Nachdruck darauf gelegt wird, daß von ein- und derselben Person sowohl vidyâ als auch avidyâ nachzugehen ist, ein-und dieselbe Person sich mit beidem auseinander zu setzen habe und mit Einem nach dem Anderen [15] , so antworten wird mit "Nein"; denn wenn wahres Wissen von jemandem erlangt wird, so ist völlige Unwissenheit für diese Person bzw in Bezug auf diese Person nicht vorstellbar, kein Thema mehr. Also, wenn jemand (beispielsweise) die Hitze und das Licht eines Feuers erlebt, erfahren hat, so kann in Ihm die Unwissenheit, das Nicht-Wissen wonach Feuer entweder kalt sei oder auch ohne Lichterscheinung wäre, nicht hochkommen, nicht zum Vorschein kommen. Ebenso kann da Zweifel oder auch Täuschung (in einem Wissenden) bestehen, weil Vers 7 jegliche Möglichkeit dazu ausschließt. Indem völliges Nicht-Wissen unmöglich ist, - so sagten wir, stellten wir fest,  - ist dessen Ergebnis, dessen Folge [16] - nämlich karma - genauso undenkbar, unvorstellbar, unbegreifbar. Die Unsterblichkeit von der (hier) die Rede ist, ist nur relativ. Desweiteren gilt: Wenn vidyâ in dieser Textpassage sich auf das Wissen über das letztendliche, höchste Selbst bezöge, so würde ein Beten bzgl eines Einlasses, ein Streben nach Erlangen nicht passen. (****). Daher stellen wir als Schlußfolgerung fest , daß die Bedeutung des vorliegenden, zu prüfenden Verses, so ist, wie wir sie erläuterten.




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[1] Gemäß der Ansicht von Shankarâchârya, sollte beachtet werden, daß von einem Wissenden des Selbst "Gut" und "Böse" auf dieselbe Ebene gestellt werden (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: vgl zB Bhagavad  Gita: Wer das Selbst realisiert hat lebt eine ausgeglichene, objektive, faire Sichtweise); das liegt daran daß beide zu einer Kette, Aufeinanderabfolge von Geburten führen, wobei jedoch das Eine durchaus  höher stehender ist als das Andere.

[2] Dieses Wort bedeutet wörtlich "Jemand, der sehen, erkennen kann was Vergangenheit ist". Hier ist es in einem zweiten Sinn zu verstehen: Die Vergangenheit als Hinweis für die gesamte Zeit - sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft. Von daher bedeutet es "Zeuge von Allem"

[3] Zu meinen, zu glauben daß der Geist das Selbst sei, ist ein Anzeichen für völliges Nicht-verstehen.

[4] Bṛh. Up. I, v,1. ; Siehe dazu insbesondere auch Professor Deussen, https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/400/mode/2up:


Im  Buch "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda, In der Übersetzung von Paul Deussen, marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5, sechzig Upanishad’s Des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel, 3. Auflage, F.A. Brockhaus, 1921" findet man das auf den Seiten 495 (Vorbemerkungen von Prof. Deussen) bis 497 (der zitierte Vers I,v,1)

[5] Ich - Anm. des Übersetzeres ins Deutsche: also M. Hiriyanna ist hier mit "ich" gemeint  - lese hier: Bahutaram iva  ((Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: mit "Ich" ist dabei jene Person gemeint, die den Text - dankenswerterweise - aus dem Sanskirt ins Englische übersetzte)


[6] Ich lese da: angânitiva syât. - Anm. des Übersetzeres ins Deutsche:  M. Hiriyanna ( der - dankenswerterweise - den Text aus dem Sanskrit ins Englische übersetzte) ist hier mit "ich" gemeint -


[*] Ich - Anm. des Übersetzers ins Deutsche: Mit "Ich" ist hier der Übersetzer aus dem Sanskrit ins Englische gemeint, nicht der Betreiber dieser homepage, der aus dem Englischen ins Deutsche übertrug; also M. Hiriyanna ist hier mit "ich" gemeint  -  lese da Samuchchayakdriṇa éva ékapurushârtha -sambandhaḥ.


[7] Dieser Zustand mag gesucht, angestrebt werden, weil er sich durch die Abwesenheit der üblichen Aufregungen im Leben - wie im Schlaf - auszeichnet.


[8] Ich lese - Anm. des Übersetzeres ins Deutsche: aM. Hiriyanna ist hier mit "ich" gemeint  - da  yukta éva und ékapurushârthatvâchcha


[9]  Weltlicher Wohlstand bzw weltliche Mittel umfassen, beinhalten "Vieh", Land, Geld & co., alles was für das Durchführen von Aktivitäten, Handlungen, ausüben von karma erforderlich ist. ' Göttliches Wissen' ist Wissen über, bzgl. Gottheiten, Götterinzwis.


[10] taduktam iti, tam pratyuktam mantrèa vidyâmchâvidyâmchètyâdinâ. - Ânandagiri. Ein Ms. liest es folgendermaßen: tampratyètaduktam anstatt von taduktam.


[11] Bṛh. Up. V, v, 2:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/490/mode/2up

(Anm. des Übersetzers ins Deutsche, dem Autor dieser homepage: Der/die/zwi Sehende im rechten Auge und der/die/zwi Sehende der Sonne sind identisch.Im sog. "Einheitsbewußtsein", wo die Welt natürlicherweise im Licht des reinen Bewußtseins, in Begriffen des Selbsts wahrgenommen und gelebt wird, zeigt sich da dann ein weiteres vertieftes Verständnis dieses Verses dieses "Jener Mann, welche in der Sonnenscheibe ist, und dieser Mann, welche rim rechten Auge ist, diese beiden fußen aufeinander"; man selbst kennt das transzendentale Bewußtsein aus der eigenen Meditation und im Vergleich mit dem - wozu man es eben erst mal kennengelernt haben muß und dazu meditiert man nunmal, praktiziert man "Transzendentale Meditation" - hat die Sonne das auch tief in sich; es ist nicht nur so, daß man sie in diesem Lichte "wahrnimmt", sie solchig betrachtet, nein die Erkenntnis, die zum "Einheitsbewußtsein" und - damit verbunden - Siddha-Werden führt ist, daß es ein natürlicher Bestandteil der Sonne ebenso ist wie von einem selber: "ich bin das, Du bis das" und diese "ohne wenn und aber". Wird also diese Erkenntnis gelebt, wird ein tieferes Verständnis des obigen "Jener Mann, welcher in der Sonnenscheibe ist, und dieser Mann, welcher im rechten Auge ist, fußen aufeinander", usw gelebt und gesehen. Wird dann gemäß Shankara bzw alternativ dem Saraswatistotra erkannt, daß man auch nicht die Erkenntnis sein kann, die Erkenntnis nicht ist, so ist damit ein vertiefteres Verständnis obigen Verses verbunden: "ich bin das, Du bist das, all dies ist das und das ist Brahman". So macht dieser Vers für "normal-unwissende" Menschen ebenso Sinn wie für Menschen, welche das "Einheitsbewußtsein" erlangt haben; aber auch, darüber hinausgehend, für Lebewesen, die Brahman gefunden haben, im Brahman endlich und Gott-sei-Dank Erfüllung gefunden haben und nun diesen Zustand jener noch umfassenderen Wahrheit dann leben. Mag ja sein, daß ein darüberhinausgehendes Erwerben von wahrem, verläßlichem Wisen über Götterinzwis, das Erlangen eines innigsten Einnseins mit Göttin Saraswati, reiner Intelligenz, udgl. zu einem weiteren, noch vertiefterem Verständnis dieses Verses führen mag. Aber das "TM-Buch" endet beim "Brahman-Bewußtsein"; das ist eine  stabile Plattform um ohne "Fanastismen-Erliegen" das Thema "Götterinzwis" angegangen werden kann/könnte, beschritten gekonnt werden würde.)


[**] vyâhṛti bedeutet wörtlich übersetzt  "stimmlicher Ausdruck", "Äußerung", "Vortrag" und ist der Begriff, welcher benutzt wird um dein Zeichen zu sein für die drei "heiligen" Silben bhûh, bhuvaḥ , suvaḥ. vergleiche Bṛh. Up.V, v, 3.


https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/492/mode/2up


***) Ich lese hier agrê an Stelle von agnê

[12] Ich räume samuchchayaḥ  nach vidyâkarmaṇôṣcha ein.


Kaṭha Up. ii,4:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/272/mode/2up

Von Prof. Eknath Easwaran ("Die Upanishaden", Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran, Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008)

heißt es dazu:

"4 Weit auseinander liegen Weisheit und Unwissenheit.

Die Erstgenannte führt einen zur Selbst-Verwirklichung;

Die Zweite bewirkt, das man dem eigenen wahren Selbst

immer mehr entfremdet wird. Ich halte dich, Nachiketa, für unterweisungswürdig,

weil vorübergehende Genüsse dich überhaupt nicht locken."

(Nachdem es dazu auch einen Kommentar von Shankara gibt, beabsichtige ich diese Upanishade samt Shankara's Kommentar auch mal zu übersetzen; vorher möchte ich aber erst Nyaya und dann das gesamte Dakshinamoorty samt Manasollasa, dh dem Kommenar von Sureshwaracharya übersetzen; letzteres weil da ein Schüler einen Kommenar zum Werk seines Lehrers schrieb....; 22.5.2020)




[13] Ich gestehe hetusvarûpaphalavirôdhât  zu. Ich mache auch einen vollen Stop, eine klare Trennung nach vikalpâsambhavât.

[14] Optionen, Entscheidungsmöglichkeiten, Wahlmöglichkeiten hat man im Fall von karma. So behauptet ein ṣâkha des Veda "uditê juhôti", ein Anderer "anuditê juhôti".Hier mag mag es so verstanden werden, daß der Veda eine Wahlmöglichkeit zwischen dem Opfern von "Ehrerbietungen", Betreiben von "Weltentsagung", "Opfer darbringen" betreffs, entweder nach dem Sonnenaufgang oder aber vor dem Sonnenaufgang", läßt. Aber dieselbe Regel kann nicht auf vidyâ und avidyâ angewendet werden, nicht für vidya und avidyâ gelten und das ist so wegen der Grundsätzlichkeit, Stärke der zwei infrage kommenden Textlichkeiten. In diesem Fall, kann nur eine Aussage wahr, gut sein und die Andere - anstatt sie wörtlich zu nehmen -  muß so interpretiert werden, daß sie nicht mit der ersten Aussgae in Konflikt kommt, nicht in Widerspruch dazu gerät. Per Vernunft ist zu entscheiden, welche Aussage wörtlich zu nehmen ist und welche nicht.

[15] Wenn gemeint wird, daß karma Wissen vorrausgeht, wenn erst karma wäre, dann erst Wissen, so liegt keine Schwierigkeit darin,  dem Gegenspieler da recht zu geben, da es beobachtbar ist, daß karma einen Menschen auf wahres Wissen vorbereitet, nach wahrem Wissen streben läßt. Aber wenn karma Wissen nachfolge, die Folge von Wissen sei, so kann der Aussage des Gegenspielers nicht Recht gegeben werden.

[16] Der Gegenspieler mag an dieser Stelle hier argumentieren, streitbar äußern, daß das Gegensatzpaar von dem bislang die Rede gewesen war, jenes zwischen vidyâ und avidyâ gewesen sei und nicht karma und vidyâ .Diese Aussage wird damit entkräftet, daß man feststellt, daß das Abtrennen von avidyâ vom Wissenden notwendigerweise auch karma von ihm abtrennt.


[****] Dies wird, mit Bezug zu folgemdem Text der Veden, ausgedrückt: "na tasya prānâ utkrâmanti" (Br. Up. v, 6), welches darlegt, das eine endgültige Loslösung vom Wissenden erlangt wird und zwar genau dort wo er/sie/zwi ist und nicht indem er/sie/zwi irgendwo anders hinginge.

Bṛh. Up.V, 6:

https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/492/mode/2up



 



Bildchens aus einem anderen Buch:

https://archive.org/details/isavasyopanishadsankarabhashyawithhinditranslationgitapress1969_202003_330_p/page/n11/mode/2up








Hinweis des Verfassers der homepage:

Die Übersetzung der Verse wurde am 17.6.2020 leicht überarbeitet am; einige Tippfehler uä wurden korigiert