Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

3) erste gefundene klassische Textangabe zu einem jener sog. "TM-Mantren"

Noch ein anderer Ansatz zur Klärung                 


a) Saraswatistotra, teilweise

Nach diesen anfänglichen Fundstellen in nicht klassischen Texten - auch wenn das tantrische Ritual bei Mookerjee aus irgendwelchen (allerdings nicht näher benannten)  Quellen herkommen mag, hatte es darum zu gehen auch wirkliche "klassische Texte" zu finden:

Nun, mit diesen Zitatstellen ausgerüstet, suchte ich weiter unter "Mookerjee" und fand in der Bayerischen Staatsbibliothek (... Lt. internationalem Vetrag müssen von jedem Buch mit ISBN-Nummer je 1 Exemplar kostenlos außer an die Bayerische Staatsbibliothek auch an die analogen Bibliotheken in New York und London gegeben werden...) mehrere andere Bücher jenes Autors; im Buch "Tantra Asana" fand sich schließlich einen klassischer tantrischer Text mit präziser "Zitatangabe"; innerhalb jenes Textes fand sich dann noch eine Silbe der "Mildenbergerliste", nämlich jenes aing:


"Aing, Aing ist dein liebstes Mantra,
Du bist sowohl Gestalt wie auch gestaltlos,
Du bist der Schatz des Lotus-Gesichts
  der Lotus-Geborenen,
Verkörperung aller Gunas, jedoch
  aller Eigenschaften bar,
Unveränderlich, weder grob noch fein.

Keiner kennt dein Wesen, noch deine innere Wahrheit.
Du bist das ganze Universum.
Und Du bist es, das darin existiert.
Du wirst verehrt von den Obersten der Götter.
Ohne selbst teilbar zu sein, bist
Du in Deiner Fülle überall.
Ganz und gar rein bist Du.

"Saraswatistotra (Tantrasara)."


(Diesen Text, finde ich hochinteressant, notabene; Er beschreibt gewisse Aspekte jenes "absoluten Bewusstseins" - wie im Yogavasishta besprochen wird - und von "reinem Bewusstsein" - was zentrales Thema bei Mr. Mahesh ist - in einer sehr schönen, auffallend abstrakten und präzisen Art und Weise. Der Text erläutert, meiner Ansicht nach, auch sehr verständlich, was die Bezeichnung jener Art von "Mantra" verdient. "Du wirst verehrt von den Obersten der Götter" weist unmissverständlich darauf hin, dass es um jenes "Kunstwerk"/"Werk von Sprache" "Mantra" geht und nicht um GöttInnenverehrung; siehe "Saraswatistotra").


b) Saraswatistotra allgemein, Sir Avalon alias John Woodroff:

Als ich nun - vor ca 1990 bis 2000  - auch noch unter "Saraswatistotra" im Internet suchte, fand ich außer diversem - teils devotionalerem, teils betont rhytmisch-sachlich-zitierendem und um Präzison bemühtem - zB durch 2 ältere Damen - Singen dessölbigen, auch eine Übersetzung durch Sir Avalon, einem früheren britischen Kolonialbeamten (Woodroffe, John George, Sir, 1865-1936), der offenbar alleine schon durch sein Geburtsdatum und sein Todesdatum herzlich wenig mit Mr. Mahesh Prassad Varma, alias Maharishi Mahesh Yogi, zu tun hatte. Insofern wurde seine Übersetzung gewiß nicht angefertigt um Mr. Mahesh "eins auszuwischen", ihn oder Sektenbeauftragte der r.-kath. oder auch ev.-luth. zu ärgern, zu täuschen, etwas zu verleugnen, zu verschleiern odgl. Auch in seiner Übersetzung fand sich obige Passage in einer ähnlichen Übersetzung. Allerdings war als "Mantra-Silbe" nicht "aing" erwähnt sondern "aim". (....gefunden unter "Sarasvatī (Sarasvatīstotra) from the Tantrasāra" innerhalb "The Online Books Page, Online Books by John George Woodroffe (Woodroffe, John George, Sir, 1865-1936)" und angeblich beziehbar ua via amazon....); dieser Text ist dann allerdings in englischer Sprache, notabene.

Interessant an diesem Text ist daß er gewisse Einblicke in unterschiedliche Arten des Umgangs mit jenem "Mantra" - bzw allgemein "Mantren" gibt und eine gewisse Einordnung von "TM" ermöglicht im Sinne von "nicht dies, nicht jenes, auch nicht 'das da' also wohl 'das Andere'".

Außerdem ergibt sich daraus, daß zwischen jenem Mantra und der Göttin Saraswati eben keine "ein-eindeutige Beziehung" besteht, sondern daß sie da sehr wohl die nötige Distanz zu wahren weiß (...bzw wüßte, falls es diese Göttin, jenes "weise, über aus intelligente Wesen Saraswati" denn nunmal geben sollte...).

Nachdem es keine ein-eindeutige Beziehung gibt sind alle Schlüsse, wie sie Pfarrer Haak so oft an den Tag legte, alà "Weil es doch eine gewisse Beziehung zwischen Göttin Saraswati und einigen jener sog. 'TM-Mantren' lt solcher Texte gibt, deshalb ist TM 'zweifelsohne' Götterinzwi-Verehrung und es werde der hinduistische Hintergrund verschleiert, dh klammheimliche hinduistische Mission betrieben" schlichtweg falsch; es handelt sich dabei klar um Fehlschlüsse. Jene Zuordnung ist eben nicht "ein-eindeutig".

Siehe ua meine Übersetzung des Saraswatistotra ins Deutsche per dem internen Link:

"Saraswatistotra"


(auf dieser Seite "Saraswatistotra" findet man dann ganz unten einen internen Link "3) erste gefundene klassische Textangabe zu einem jener sog. "TM-Mantren"", womit man wieder einfach zu dieser Seite hier zurückgehen kann)


Vorab noch ein Bild zu einer Realität, die auch mit "Saraswati" bezeichnet wird und insofern auch "Saraswati" ist:




Sehr interessant in diesem Zusammenhang - auch im Hinblick auf die unsachliche Kritsiererei-Agitationen gegen "TM" durch Pfarrer Haak und Andere ist desweiter auch folgende Web-Seite:

erreichbar per http://nezavisna-drzava-hrvatska.com/html/saraswati.html (Der Link war ok am 11.4.2020) Es heißt dort ua.:

>>Saraswati ist eine altkroatische Göttin der Weisheit und Gelehrsamkeit und eine der populärsten hinduistischen Göttinnen, die sich aus der Muttergottheit der Indus-Saraswati-Kultur entwickelte.<<

>>Als Vac („Wort“, „Logos“), so ein anderer Name, verkörpert sie das personifizierte Wort, die perfekte Rede.<<

>>Nicht nur im Hinduismus wird Saraswati verehrt, sondern ebenso im Jainismus und Buddhismus. Nach Myanmar dürfte Saraswati mit der Ausbreitung des Mahayana-Buddhismus gekommen sein. Ihr Name taucht in Inschriften ab dem 11. Jahrhundert auf. Wandmalereien in den Tempeln von Bagan aus dieser Zeit lassen sich als Darstellungen Saraswatis interpretieren. Im Buddhismus gilt sie als Göttin der Gelehrsamkeit und Unterweisung und als Frau des Bodhisattva Manjushri, dem Bodhisattva der Weisheit. In Japan ist sie eine der sieben Glücksgötter. Dort ist sie unter dem Namen Benten oder Benzaiten bekannt. <<                                                       

>> Saraswati ist im Rigveda auch ein Nebenfluss des Indus. Dieser heute ausgetrocknete Fluß gilt als Siedlungsgebiet der alten Kroaten, die bis nach Indien gezogen sind. Saraswati ist nicht nur der Name dieser kroatischen Göttin, sondern auch der Name des Flußes der das Zentrum des Siedlungsgebietes der alten Kroaten bildete, sowie auch der Name der alten Kroaten in Indien in dieser Zeit : Saraswati.

                                                        

Der Fluß Saraswati trocknete etwa 1800 vor Christus komplett aus und versandete. Dieser Prozess begann aber schon 200 Jahre früher. Vorher soll es einer der großen Flüsse zwischen Sindhu und Ganges gewesen sein, an dessen Ufern sich die Zentren der arischen Kulturentwicklung befanden. Hier wurden die frühen vedischen Gottheiten geschaffen, Priester ausgebildet und Weisheit gesammelt und hier entwickelte sich die arische Sprache aus dem Groben in das Komplexe. Saraswati war also zur Hüterin der wachsenden Kultur geworden.<<


Insbesondere wegen der Aussagen >>Saraswati ist eine altkroatische Göttin der Weisheit und Gelehrsamkeit und eine der populärsten hinduistischen Göttinnen, die sich aus der Muttergottheit der Indus-Saraswati-Kultur entwickelte.<< und  >>Nicht nur im Hinduismus wird Saraswati verehrt, sondern ebenso im Jainismus und Buddhismus<<, folgt abermals, daß man wahrheitsgemäßerweise nicht von "Verschleierung hinduistischen Hintergrunds" im Zusammenhang mit "TM" sprechen kann. Da wird eben ein falscher Rückschluß gezogen; man geht irrtümlicherweise von einer ein-eindeutigen Beziehung aus, die es so jedoch niemals gab. Vielleicht sind ja diese Aussagen des EU-Mitglieds "Kroatien" ausreichend, um der deutschen Bundesregierung und den deutschen Gerichten da die nötige "Einsicht" zu ermöglichen.


Absurderweise beharrt die ev.-luth. Kirche in ihrer "Schriftenmission" darauf, daß TM "hinduistisch" sei:

Im Büchlein >> Friedrich-Wilhelm Haak „Transzendentale Meditation“, Münchner Reihe, 1977, 2. Auflage,  Verlag: Evangelischer Preseverband für Bayern, 8000 München 19, Abteilung: Schriftenmission<< heißt es auf Seite 21:

 


Im Büchlein >> Friedrich-Wilhelm Haak „Transzendentale Meditation“, Münchener Reihe, 6. überarbeitete und erweiterte Auflage 1992, Verlag. evangelischer Presseverband für Bayern, Abteilung: Schriftenmission, ISBN 3-583-50622-7, herausgegeben von Thomas Gandow <<, das dann immerhin 1992 herausgegeben wurde findet man:

auf Seite 73:



und auf Seite 80:


Alle diese 3 klaren Aussagen vonseiten der ev-luth. "Schriftenmission" stehen im  krassen Widerspruch zu den Aussagen:

>>Saraswati ist eine altkroatische Göttin der Weisheit und Gelehrsamkeit und eine der populärsten hinduistischen Göttinnen, die sich aus der Muttergottheit der Indus-Saraswati-Kultur entwickelte.<< und 

>>Nicht nur im Hinduismus wird Saraswati verehrt, sondern ebenso im Jainismus und Buddhismus<<

Außerdem hat zB Papst Franziskus I bekanntlich mal Chemie studiert und sicherlich schrieb er eine Abschlußarbeit und die wurde nach den Kriterien der "Chemie" bewertet.

Insofern beweist der "Jesuiten-Orden" mit jener Anforderung "wissenschaftiches Studium + Theologie ist eine Vorraussetzung für einen Eintritt in den Orden", daß es analog eben sehr wohl möglich ist, zB begeisterter Hindu zu sein und dennoch eine Meditationstechnik in "wissenschaftlicher, nicht-religiöser Art und Weise zu lehren".

Um genau Letzteres hatte sich Mr. Mahesh - zumindest von 1971 bis ca 1976 - im Zusammenhang mit "TM" bemüht.

Man sieht wie von der "Stelle für evangelische Schriftenmission" aus gemäß "da gibt es doch eine Zuordnung" zu Unrecht ständig "eineindeutige Zuordnungen" gemacht wurden. Der Nachweis für aus A folgt B ersetzt doch noch lange nicht den Nachweis für aus B folgt auch A!

Sorry, aber da hat sich die "evangelische Schriftenmission" verrannt und ein Bild von den "Evangelien" abgegeben, das allenfalls abschreckend wirken kann. Dazu noch Mißbrauchsskandale, nunja recht lange wird's dann sicherlich nicht mehr weitergehen.


Hinzu kommt folgende Situation:

Bei http://nezavisna-drzava-hrvatska.com/html/saraswati.html heißt es:

>> Saraswati gilt als weibliche Kraft (Shakti) des Gottes Brahma, die hinduistische Mythologie stellt sie als seine Tochter, Schöpfung und Gattin dar.                                                                                    

Diesem scheint sie untergeordnet; in der Glaubenspraxis jedoch gilt die Anbetung hauptsächlich ihr, während die Verehrung des Brahma weitgehend verschwunden ist.

<<

Im Buch „Die fünf Weltreligionen“, verfaßt von Helmuth von Glasenapp, Diederichs Helbe Reihe, Sonderausgabe 2001, ISBN 3-89631-415-7, copyright Heinrich Hugendubel-Verlag 1963 kann man nachlesen, wie sich der Buddhismus in Indien stark verbreitet hat, anfänglich wurde Brahma auch in buddhistischen Schriften sehr geschätzt; aber zunehmend schwand seine "Bedeutung" und da stellt sich verständlicherweise die Frage, ob in der Zeit - in welcher der Buddhismus in Indien eine dominierende Rolle spielte - die Verehrung für Saraswati an die Stelle der Verehrung Brahmas kam und inwieweit dann die Verehrung Saraswatis im Hinduismus auf jene Verehrung von Saraswati im Buddhismus zurückgeht. Insofern würde also ein Mantra, das als "Lieblingsmantra" der Göttin Sararaswati bezeichnet wird buddhistischen Ursprungs sein. Bekanntlich wendete sich die Entwicklung zugunsten des Hinduismus erst wieder mit Shankara bzw zu seiner Zeit; wie die Namen "Swami Brahmanda Saraswati", "Swami Shantanand Saraswati", "Swami Swaroopananda Saraswati" usw zeigen, spielte also "Saraswati" zur Zeit Shankaras dann bereits eine bedeutende Rolle. "Typisch" hinduistisch war aber eher die Verehrung für Vishnu, Brahma und Shiva gewesen.

Es ist zu lesen: "Um die Mitte des 1.Jahrtausends v. Chr. geht das indische >>Altertum<< in das indische >>Mittelalter<< über, bis dieses um das Jahr 1000n. Chr. durch die indische >>Neuzeit<< abgelöst wird." (Seite 37)

 Es heißt weiter:  "in der klassischen Periode beanspruchen sie hingegen in wachsendem Maße die Aufmerksamkeit, offensichtlich ist dies als eine Folge des zunehmenden nichtarischen Geistes anzusehen" (Seite 41).

Insofern geht die Zunahme der Verehrung für Saraswati mit der Zeit des Buddhismus und dessen Einfluß in Indien einher.

Weiterhin ist diesem Buch zu entnehmen:

Kaiser Ashoka (272 - 232 v. Chr.) bemühte sich sehr den Buddhismus in ganz Indien zu verbreiten.

Von 500 bis 1000 n. Chr. entwickelte sich im Buddhismus "das Diamant Fahrzeug", welches tantrische Elemente aufnahm und im "Gefolge des Tantrismus auch Gedankengänge des Shaktismus eindrangen"

"Aus dem Mahâyâna-Ritual und der seither im Schwange gewesenen Praxis der Rezitation von Dhâranîs (magische Formeln) entwickelte sich ein buddhistischer Tantrismus, der schließlich aus einer Untergruppe des >>Großen Fahrzeugs<< zu einem selbständigen Fahrzeug wurde, dem sog. >>Vajrayâna<< (sprich Vadschra-Jâna), d.h. >>Diamant-Fahrzeug <<


Man sieht daran schon, daß es eigentlich von Anfang an absurd war, "TM" dem "Hinduismus" zuzuordnen zu versuchen, nur weil Mr. Mahesh Hindu war.

4) Mahanirvana-Tantra