Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

III) ad: TM, TM-Mantren


Mit wenig Mühe fand ich alle jene sog. TM-Mantren, die da von Sektenbeaufragten, ev.luth. Kirche usw weltweit verbreitet wurden und im Internet unschwer zu finden sind.

Ohne hier die Korrektheit jener "Mantrenlisten" zu bestätigen, ist es jedoch ein Faktum, daß sich alle, die sich so sehr darüber "aufregten", daß sie im Zusammenhang mit "TM" von "hochgefährlich" redeten, Gerichte schließlich bemüht wurden, die dann "klammheimliche Hindugötterinzwi-Verehrung  zu sehen meinten", usw usf, sich einfach nur mal anhand derer eigener "Listen" - die sie doch so sehr glaubten, daß sie in Büchern (zB "Zauberformel TM") veröffentlichten - auf die Suche machen müssen

Im Übrigen heißt es im Zusammenhang mit der "TM-Meditations-Lehre", daß diese Mantren Laute ohne Bedeutung seien bzw als das zu nehmen seien. Würde es so übermenschliche Fähigkeiten erfordert haben, daß jenen Richter, die da meinten "klammheimliche Götterinzwi-Verehrung" ausgemacht haben zu können, erst einmal - bevor sie zu dero "Urteil" schritten, Standard-Sanskrit-Lexika zur Hand genommen hätten, um nachzusehen, ob sie jene - nunmal von Ihnen doch vermuteten -"Wörter mit Bedeutung" darin überhaupt auch finden könnten.


Nunzu mindestens sechsen jener "TM-Mantren" gemäß vermochte ich keinerlei Einträge zu finden bzw Unverfängliches, Nicht-Religiöses. Dabei ist es relativ einfach, die unterschiedlichem Buchstaben "a", "i" usw zusammenzufassen, da bei der mündlichen Weitergabe und der allgemeinen Unfähigkeit Nicht-Sanskrit-Kundiger, die diversen a's, i's usw klanglich zuverlässig unterscheiden zu können und so letztlich nicht umfassender gesucht und nicht gefunden zu haben, als es bei genauerer Kenntnis der Schreibweise nötig wäre. Wenn man dann großzügigerweise ein grammatikalisches Endungs-"M", ein Suffix "M" noch zuläßt kann man tatsächlich 2-3 mehr mit etwaiger Bedeutungen finden; aber dazu im Detail dann im Folgenden. Auch ließen sich einige sehr unmittelbar finden.

Aber vorab, es ist erbärmlich wie radikal die Gerichte versagt haben, wie sehr sie anscheinend lieber irgendwelchen Sektenbeauftragten und der Bundesregierung  einen vermeintlichen Gefallen tun wollten, statt sich um Unparteilichkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit bemüht zu haben. Sorry, wenn es einem da zu viel Arbeit war als Richter in Sanskrit-Lexika mal selber hineinzusehen und lieber alà "klammheimlicher Götterverehrung" oä dann tönte, so war man nicht mal fähig nachzusehen, ob diese "Wörter" als "Bedeutung habende Wörter" in Standard-Sanskrit-Lexika vertreten waren.

Der Streit wurde von Sektenbeauftragten vom Zaune gebrochen, etwa als Pfarrer Haak  verbreitete:


Damit ist auch gleich klar, worum es der ev.luth. Kirche ging: Um  Mission.  US-Sekten ob Mormomen, Zeugen Jehovas klopfen üblicherweise erst mal an die Tür. Pfarrer Haak und Andere machten es anders: Wir werden hier per Lügen attackiert und wir sind gerufen uns zu verteidigen und dazu klopfen wir nicht extra erst an Türen.

Haben nun jene Mantren "Bedeutungen" oder doch nicht? Wieso hätte aber Mr. Mahesh ca der Hälfte Wörter gegeben , die einfach keine Bedeutung haben, weil sie in den verfügbaren Sanskri-Deutsch-Lexika nunmal nicht enthalten sind oder in den Lexika sich als Bedeutungen sowas wie "blau", "beweglich" usw. finden läßt? Nachdem was Pfarrer Haak hier schreibt, würde dann doch "TM" bei ca der Hälfte auch nicht "funktioniert" haben. Das wäre irgendwie ja ziemlich blöd und wieso sollte also irgendwie der "Erfolg der TM" dann erklärt werden können, wenn es doch "Sektisch, religiös" usw wäre?



Bei "https://db0nus869y26v.cloudfront.net/de/Indologie" (Link vom 10.4.2020) kann man folgendes lesen:

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Klaus Mylius

Klaus Mylius (geb. 1930 in Berlin) studierte zunächst Geographie, bevor er sich der Indologie zuwandte. 1976 wurde er Professor für Sanskritistik und indische Altertumskunde an der Universität Leipzig. Zu seinen über 250 Veröffentlichungen gehören Standardwerke der Indologie wie das Wörterbuch Sanskrit-Deutsch / Deutsch-Sanskrit (1975 1988), eine Chrestomathie der Sanskrit-Literatur (1978) sowie die Geschichte der altindischen Literatur – Die 3000jährige Entwicklung der religiös-philosophischen, belletristischen und wissenschaftlichen Literatur Indiens von den Veden bis zur Etablierung des Islam (3. überarbeitete Aufl. Wiesbaden 2003).<<


Im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek( https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=105953229&sortOrderIndex=&cqlMode=false&hitnumber=78) findet man, daß sein  Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit-Lexikon erstmals bereits 1975 erschienen war und damit früh genug für jene Gerichte und die Bundesregierung, die ab ca 1976 anfing, über die TM-Scene nachweisliche Falschaussagen zu verbreiten:

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https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Mylius

Es sei nicht verschwiegen, daß Professor Mylius auch informeller Mitarbeiter der STASI gewesen war und das ist zweifelsohne interessant im Zusammenhang mit den "internationalen Aspekten der TM-Organisationen"; gleichwohl erhielt er gemäß Wikipedia durchaus internationale Anerkennung und erhielt mehrere Auszeichnungen und zwar auch aus dem Westen.

Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Mylius:

>>Klaus Mylius (* 24. August 1930 in Berlin) ist ein deutscher Indologe. Er war Professor für Sanskritistik und Indische Altertumskunde an der Universität Leipzig bis 1990, danach an den Universitäten in Bayreuth und Frankfurt am Main.<<


>> Von 1970 bis 1976 war er an der Universität Leipzig als Hochschuldozent für Sanskritphilologie in der Sektion Afrika- und Nahostwissenschaften tätig (Sektionsdirektor: Gert Kück). 1976 wurde er hier außerordentlicher Professor für Sanskrit und Indische Altertumskunde und leitete weiterhin die Fachgruppe Altorientalistik. Außerdem war er hier zeitweilig Parteigruppenorganisator (PO) seiner Parteigruppe in der SED. [2] Als Informeller Mitarbeiter war Mylius auch für das Ministerium für Staatssicherheit tätig. [3]

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wechselte Mylius 1990 an die Universität Bayreuth, Institut für Religionswissenschaft (Direktor: Ulrich Berner), wo er bis 1994 einen Lehrauftrag hatte. Seit 1996 war er Lehrbeauftragter für Sanskrit zunächst am Institut für Philosophie (Direktor: Wilhelm K. Essler) und danach am Institut für Empirische Sprachwissenschaft (Direktor: Jost Gippert) der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. [4] <<



>> Auszeichnungen

Klaus Mylius ist Träger von Auszeichnungen des American Biographical Institute (ABI), darunter Fellow of the American Biographical Institute (F.A.B.I.), der American Medal of Honor des ABI und des International Peace Prizes. United Cultural Convention of the United States of America und American Biographical Institute haben dieselbe Postadresse.<<


Nunja, die Motive dafür, daß es in der Ex-DDR überhaupt sowas wie "Indologie" geben durfte, usw sind eher in der Absicht begründet mit den von Juri Bezmenow beschrieben gewissen KGB-Methoden, in Indien die "kommunistische Machtergreifung" voran zu bringen.

Gleichwohl hat es Westdeutschland - meiner Suche nach - ja nicht fertig gebracht ein gut-genuges, gut-mögliches, brauchbares "Sanskrit-Deutsch, Deutsch-Sanskrit"-Lexikon auf den Markt zu bringen. Das Werk von Boethlingk (Grosses Petersburger Wörterbuch bearbeitet von Otto Böhtlingk und Rudolph Roth, 7 Theile, St. Petersburg 1855; siehe etwa: https://www.sanskrit-lexicon.uni-koeln.de/scans/PWGScan/disp1/index.php) bringt das Problem mit sich, daß man erst mal das Sanskrit-Alphabet zu lernen hat.

Dafür rissen einige bundesdeutsche Sektenbeauftragte, die Bundesregierung und einige Richter den Mund dann umso weiter auf und legten mit ihren "Fantasien" ebenso unqualifiziert los, wie gewisse deutsche Psychiaterinzwis.

In der "Deutschen Nationalbibliothek" kann man finden, daß das "spirituelle Wörterbuch" von Professor Martin Mittwede erst nach 1989 erschien (Suche per "ältestes zuerst"):

 


Dieses Buch hat auch den Makel, daß "Sathya Sai Vereinigung" mit Sai Baba zu tun hat, der in Indien numal nicht unumstritten ist (siehe etwa Shankaracharya Swaroopananda's Äußerungen betreffs "Sai Baba"-Verehrung; zB: "Swaroopananda Saraswati against worship of Sai Baba", https://www.youtube.com/watch?v=PStWNfrtF5s, ;  "Updated: Oct 30, 2015 21:49 IST     , HT Correspondent ,Hindustan Times: MP: Shankaracharya releases poster against Sai Baba: Sharpening his attack on Sai Baba, Shankaracharya Swami Swaroopanand Saraswati in Bhopal on Friday released a poster in which Lord Hanuman is shown ‘driving out’ the revered spiritual master with a tree trunk."; ein verstorbener TM-Lehrer, Dr. Alfred Baron, sagte mir mal, daß er sich näher mit der "Sai Baba Scene" befaßt habe und das ein früherer Sekretär von Sai Baba eine Biografie geschrieben habe und darin erwähne oder auch behaupte, daß Mr. Mahesh - als er seinerzeit nach Südindien gegangen war, weil er den Gedanken "Rhameshwaram" hatte loswerden wollen - auch Sai Baba aufgesucht und ihn um Rat gefragt habe; jener Sekretär schreibt dazu, so Alfed Baron, daß Sai Baba dann Mr. Mahesh in den Westen geschickt habe. In einer seiner TV-Sendungen erläuterte, der vom ZDF her bekannte Herr Bublath - Knoff Hoff Show, usw - , wie jenes sog. "Aschewunder" gemacht wird, das jener Herr Sai Baba da aufzuführen pflegte und womit er anscheinend "Gläubige" - auf der Basis von Lüge, Trug und Täuschung - anlockte und austrickste. Nun "Sai Baba" kann also in Sachen "Wahrheitsfindung" da nicht weiterhelfen, weil er es mit der Wahrheit insofern ja nicht so genau genommen hatte.) und die Beziehung zwischen Prof. Mittwede und Sai Baba unklar bleibt. Nunja, vielleicht hat das Buch niemand außer jener "Sathya Sai Vereinigung" verlegen wollen. Langenscheidt hat das Buch von Professor Mylius dann auch irgendwann nicht mehr selber verlegt oder auch verlegen wollen.

Es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als unter Lexika "Sanskrit - Englisch" zu suchen und jene Stellen jeweils aus dem Englischen ins Deutsche zu übertragen.

1-2 Lexika sind halt ein bischen wenig, wenn's "objektiv" werden soll. Dennoch erwiesen sich beide Lexika bereits als hilfreich.


(Auch in diesem Zusammenhang nicht uninteressant sind die Informationen, die man bei "https://db0nus869y26v.cloudfront.net/de/Indologie" finden kann.)

Die Psychiatrie kennt nicht die Möglichkeit, daß Gott auch Mensch werden kann und so findet sich im Bereich der Psychiatrie jede Menge an Arroganz, Eingebildetheit, Fanatismus, Rücksichtslosigkeit bis hin zu Bereitschaft und Tatsächlichkeit von brutaler Verfolgung im Zusammenhang mit "Unbekanntem". "Psychiaterinzwis" maßten sich dann auch noch an über Götterinzwis und dero Möglichkeiten zu "gut-achtern", genauer gesagt "achterten sie ja völlig falsch".


Ich fand ein erstes der TM-Mantren ansatzweise in einer Biografie über Ramakrishna, als ich bei Hugendubel in München zu suchen begann, erwähnt. In keinem Buch über Yoga war auch nur ein Einziges zu finden gewesen.

Aber dann fand ich eines im Zusammenhang mit "tantrischen Experimenten", die Ramakrishna gegen Ende seines Lebens machte oder auch gemacht habe. (Ramakrishna war verheiratet gewesen). Unlängst suchte ich in der bayerischen Staatsbibliothek nach jener Biografie, lieh mir kurzerhand etliche Biografien aus und suchte mit mehr Ruhe zuhause:

Ramakrishna: Ein Leben in Ekstase, Hans Torwesten, Zürich- Düsseldorf: Benziger 1997, ISBN: 3-545-20133-3

im Kapitel 5 "Auf tantrischen Pfaden", ab Seite 98;

Hier sei ein wenig daraus zitiert, weil ich Ramakrishna da auch nichts Unwahres nachsagen will:








1) Allgemeines: