Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

Shankara:


i) zeitliche Einordnung und Unterschiedlichkeiten:

Shankara lebte ca 788-820 (nach Christus) oder aber auch 688-720: "Traditionell wird 788 als Shankaras Geburtsjahr angegeben; die heutige Forschung geht jedoch davon aus, dass er etwa 100 Jahre vorher geboren wurde." und "Nach tradioneller Überlieferung stirbt er 820 in Kedarnath (heute in Uttarakhand", heißt es bei Peter Köhler, 50 Klassiker Religionen, Gerstenberg-Verlag, ISBN 978-3-8369-2617-1, Seite 130 und Seite 133. Imselben Buch wird auf Seite 133 ua "Shankara: die Katha-Upanishad. Von der Unsterblichkeit des Selbst" Frankfurt/M 2006" unter der Ruprik "Lesenswert:" angegeben. Als "Hörenswert" wird imselben Buch ebenfalls auf Seite 133 genannt: Philip Glass, Satyagraha, Oper 1980 (Text nach der Bhgavad Gita, gesungen auf Sanskrit).



Im Buch "the Sweet teachings of the Blessed Shankaracharya Swami Brahmanda Saraswati" von LB Shriver mit Übersetzungen von Dr. Cynthia Ann Humes,  (Professor am Claremont McKenna College) aus dem Jahre 2013 mit ISBN 978-1-304-66200-2, wird in der Vorrede Auf Seite XXII auf die Aufzeichnungen in Dreien (...in Sringeri kann man jene "Lineage" nachlesen und dort reicht sie nicht so weit zurück; siehe https://www.sringeri.net/ . Genaueres zur Geschichte findet man via: https://www.sringeri.net/historywo es u.a. heißt: >>Today, the Sringeri Sharada Peetham bedecked with an unbroken chain of Acharyas continues to uphold the principles of Sanatana Dharma with the 36th Acharya Jagadguru Shankaracharya Sri Sri Bharati Tirtha Mahaswamiji acting as a treasure of spiritual wisdom and peace for all seekers.<<)  der Shankaracharya-Sitze verwiesen . Dort reicht das Verzeichnis der Shankarcharyas wesentlich weiter zurück, nämlich bis in die Zeit Buddhas. Auch eine Chronologie der Könige Tibets anhand historischer Dokumente weise auf einen Besuch eines bzw des Herrn "Shankara" hin. Daß jene 3 Shankaracharya-Sitze, die nunmal anscheinend unabhängig sind (alleine schon wegen der großen Entfernungen) alle auf dieselbe Zeit verweisen und mit deren Aufzeichnungen bzgl ihrer "Shankaracharyas" allesamt zum selben Ergebnis gelangen, ist sicherlich ein starkes Argument. Lt. jener Aufzeichnungen gab es einen sehr profilierten Shankaracharya, namens Abhinava, der von 788 bis 840 n.Chr. gelebt habe und den eventuell jene westlichen Gelehrten mit Shankara, dem sog. "1. Shankaracharya", dem "Adi Shankraracharya" verwechselten.

Andererseits bleiben dann noch die Argumente von Dr. Garbe, der Stilanalysen gebrauchte und aufgrund derer die vedantaisierte Fassung der Bhagavad Gita in der Zeit von 300 v.Chr. bis 300 n.Chr. sah/sieht. Nachdem Shankraa die Bhgavad Gita kommentierte und sich des Vedanta nunmal bediente, könne er schwerlich vor dieser Zeit gelebt haben, ist die Schlußfolgerung daraus dann.

Allerdings werden Zusammenhänge zu einer Ur-Krishna-Verehrung bis weit vor Christus nicht geleugnet.

Außerdem hatten die westlichen Indologen stets das Problem, daß sie auf irgendwelche irgendwie  - und langezeit, nunmal anscheinend, vor allem bis ausschließlich mündlich - überlieferten Texte angewiesen waren, welche sie dann in der Regel  mit viel Fleiß, Können, Unparteilichkeit, Objektivität, Fairness und Geschick - bisweilen auch mit Begeisterung - ins Englische, Deutsche, Französische usw übersetzten.

(Dabei kann oder auch könnte es dann natürlich auch darum gehen, den Text so zu übersetzen, daß es überhaupt einen Sinn ergibt, überhaupt eine vernünftige Aussage ergibt.)

Auf die Bemerkung zur Auffassung von Geschichte in Indien, verfaßt vom emeritierten Professor Dietmar Rothermund in seinem Buch "Gandhi" (ISBN 978 3 406 73996 5, erschienen bei C.H. Beck) im Kapitel I, titeles >> Gandhi: "Die Wahrheit transzendiert die Geschichte" << wies ich an früherer Stelle bereits hin; man kann es in der Leseprobe bei C.H.Beck mittels "Internet" direkt nachlesen.


ii) Biografisches zu Shankara

Nunja, eine interessante Biografie zu Shankara findet man zB bei: https://www.sringeri.net/history/sri-adi-shankaracharya



Shankara war  Schüler von Yogi Govinda.


Die Höhle bei Joshimath in der er angeblich meditiert - und anscheinend auch Erleuchtung gefunden  - haben soll (Quellenangabe zum Foto:  https://vedanta-yoga.de/maharishi-mahesh-yogi/. Es heißt dort ua "Alle Inhalte meiner Seite stehen dir kostenfrei zur Verfügung und sie dürfen unter Angabe der Quelle gerne weiter verwendet werden!"  :



iii) Hinweise und Einführungen zur Lehre des Shankara:

Im dtv-Lexikon , Band  16 von 20 Bänden aus dem Jahr 1995 (erarbeitet nach den lexikalischen Unterlagen dvon F.A. Brockhaus,  ISBN-3-423-05998-2) kann man auf Seite 325 lesen:
"Shankara , auch Shankaracharja [ind.  >der Lehrer  S.<], ind. Philosoph der 1. Hälfte des 8. Jh. n. Chr. aus einer südind. Brahmanenfamilie; Kommentare zu den Brahmasutren des Badarajana, zu den wichtigsten Upanishaden und zur Bhagavadgita; Vertreter des Advaita- Vedanta."

Shankara gebrauchte auch jenen  Vergleich von "Seil und Schlange"; man findet das im "Kleinod der Unterscheidung", das es in mehreren Ausgaben von unterscheidlichen Übersetzterinzwis auch in deutscher Sprache gibt.

Diese  Bedenken und Inbetrachtziehen von "Illusion" ist dem abendländische Denken ebenso wenig fremd wie der deutschen  Literatur im Speziellen. Die "Zueignung" in Johann Wolfgang von Goethe's "Faust I" zeigt dies:

Johann Wolfgang von Goethe Faust, Der Tragödie erster Teil http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I_.pdf


Eine fundierte Einführung zu den Lehren Shankara's findet man von Prof. Paul Deussen in dessen Buch "Allgemeine Geschichte Der Philosophie", Band I.3, "Die Nachvedische Philosophie der Inder", etwa vierte Auflage, von 1922,  F.A. Brockhaus/Leipzig auf den Seiten 579 bis 638. Siehe dazu auch etwa die Auflage von 1908 (auf denselben Seiten 579 bis 638) per: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/578/mode/2up


iv) Shankara's Überlieferungen und seine Lehren in der Gegenwart:

Shankara hinterließ vier "Lern-und Lehrzentren"; einen hilfreichen Überblick dazu findet man bei https://www.sringeri.net/history/amnaya-peethams

In einem Artikel "Badrinath shrine dispute ends", welcher sich auf ein Urteil des "Allahabad High Court" vom 24.9.2017 bezieht, berichtete "The Telegraph Online vom 7.9.2020, daß die bis dahin um den Posten streitenden herren Swaroopandanda und Vasudevanda beide abgesetzt seien und der Badrinath-Sitz maximal 3 Monate lang von Swami Swaropananda Saraswati verwaltet werden sole, bis eine entsprechendes Gremium sich innerhalb von 3 Monaten zu entscheiden Zeit gegeben werde. Sollte es zu keiner Entscheidung kommen, gelte der Sitz des Shankracharya des Nrodens als "verwaist" wie vor der Zeit von Swami Brahmanda Saraswati. Der von Ihm benannnte Nachfolger Swami Shantanand Saraswati und sowie der, wiederum von Swami Shantananda ernannnte Nachfolger Vishundevanand waren allerdings gerichtlich nicht zu beanstanden gewesen.

Damit ist dieser 57 Jahre lang währende Streit endlich zu Ende gekommen.

Im Internet konnte ich - am 7.9.2020 - keinen amtierenden Shankaracharya des Nordens finden, wohingegen das Finden der amtierenden Shankaracharyas der verbleibenden 3 Shankaracharya-Sitze, sich als nicht sehr schwierig erwiesen hatte.

(Insofern kann sich die TM-Scene auch auf keinen amtierenden Shankaracharya stützen und sich schon gleich gar nicht in die Angelegenheiten eines Shankracharayas des Nordens - nur weil Mr. Mahesh mal 13 Jahre lang Sekretär des dortigen damaligen Schankaracharyas gewesen war - einmischen. Gott-sei-Dank, endlich!)

Insofern sind also derzeit ( 2020) nur drei der von Shankara geschaffenen Lehrstühle noch besetzt und die entsprechenden Lehrzentren aktiv.


Shankara hinterließ zahlreiche schriftliche Werke, ua - wie es auch im dtv-Lexikon heißt - einen bedeutenden Kommentar zur Bhagavad Gita, einen Kommentar zu den Brahmasutras von Vyasa, einen Kommentar zu Vedanta und auch einen Kommentar zur Karika von Gaudapada, darüberhinaus das Bhaja Govdindam, diverse Stotras, aber auch das Kleinod der Unterscheidung; außerdem hinterließ Er jene 4 "Lehrstühle"/Lehrzentren, die als erste seine 4 Hauptschüler Vartikakara, Hastamalaka, Padmapada und Trotaka (-> Jothirmath/Nordindien; Badrinath-Tempel) dann inne hatten.

Angeblich faßte Er auch mal seine Lehre in gerade mal 6 Versen zusammen, welche Frau Deva Premal gesanglich darbietet in ihrem Album  "Love is Space" als "Chidananda":

Deva Premal - Song of Shiva - YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=Ayxmdd35tqk

www.youtube.com/watch?v=r5Ca-VIzQH0

15 Sep 2012 ... Adi Shankara, of the eighth century, summarized the entirety of Advaita Vedanta in six stanzas. ... (Chidananda Rupa Shivoham Shivoham)

(Der Song kann ua bei amazon.de preisgünstig heruntergeladen werden. In der CD-Ausgabe ist vermutlich der Text mit dabei: Love is space, Chidananda, https://www.amazon.de/Chidananda/dp/B001SWMFIO/ref=sr_1_4?s=dmusic&ie=UTF8&qid=1518513346&sr=1-4&keywords=Love+is+space%2C+Deva+Premal; Link vom 13.12.2018

Nachdem ich auch keine Reklame für die Firma "Amazon" machen möchte, sei extra darauf hingewiesen, daß man diese CD auch bei  http://devapremalmiten.com/love-is-space/  - der Link ist vom 13.2.2018 - probehören und erwerben kann.

Selbstverständlich gibt es diese CD auch in Ladengeschäften, zB "Oneness World", München, im Zentrum, Damenstiftstraße - am 13.8.2018 gab es jenes Ladengeschäft jedenfalls - zB zum Erwerb, was aber wiederum nicht heißt, daß ich für den Erwerb derselben etc Reklame machen möchte; es ist eben in aller Sachlichkeit und Objektivität und so. Seit Sommer 2020 wurde jenes Laden-Geschäft allerdings von jemand Anderem übernommen.)


Es gibt "Nirvana Shatakam" (das ist derselbe Text) auch gesungen von Uma Mohan:

 https://www.youtube.com/watch?v=MqMFz_0VOxY( Probehören und preisgünstig sowie fair gegenüber der Sängerin herunterladbar auch bei amazon unter: Uma Mohan,Divine Chants of Shiva ,Nirvana Shatkam,https://www.amazon.de/dp/B00BEE5TV6/ref=dm_ws_tlw_trk9; Link vom 13.2.2018 )



(Den Text kann man an verschiedenen Stellen im Internet in Sanskrit und Englisch finden; etwa bei:

https://onecommunityranch.org/divine-music-project-chidananda-by-deva-premal-video-and-lyrics/
“Chidananda” by Deva Premal Video

oder auch als PDF-Datei bei:

Lyrics of Nirvana shatakam with translation - Vedic Yagya Center
vedicyagyacenter.com/.../NirvanaShatakamLyrics-withtranslation...

Chidananda Rupah Shivoham! Shivoham!! I am not mind, intellect, ego and ... Aham Nirvikalpo Nirakaara Roopah. Vibhur Vyapya Sarvatra Sarvendriyanaam.).

Gesangliche Darbietungen zum "Shivoham" gibt es zahlreiche, beispielsweise auch unter https://www.youtube.com/watch?v=eYZuD-Nwre0 oder auch "Nirvana Sthakam von Adi Shankara" unter https://www.youtube.com/watch?v=br29S_GBBjQ; wobei Letzters auch eine Einblendung einer Übersetzung ins Englische umfaßt., oder auch bei https://www.youtube.com/watch?v=yq9WPkuLdbchttps://www.youtube.com/watch?v=yq9WPkuLdbc oder auch https://www.youtube.com/watch?v=7FZFvFWztOA (bei den Letzteren beiden läßt sich eine Übersetzung ins Englische per "mehr" einblenden bzw wird eh eingeblendet), usw.


Vor Kurzem (Ende 2018) fand ich eine Übersetzung ins Deutsche bei: https://www.ananda-dham.com/videos/ ; Der Text heißt dort - "Nirvanasatakam", Nirvanastakam deutsch.doc
Microsoft Word Dokument 26.5 KB.    Dort findet sich auch eine künstlerische (gesangliche) Darbietung im Stile von "bhakti".

Hier noch ein Link zu einer Aufführung und Produktion des Nirvanashdakam an der John Scottus School in Dublin/Irland (Das ist eine Grundschule):                                      https://www.youtube.com/watch?v=yxNAmMhIhLE



Eine deutsche Übersetzung dieser 2 Texte wurde von mir, auf der Basis von 8 Jahren Schulenglisch (Gymnasium) angefertigt und ist u.a. zu finden via https://www.franz-rickinger.eu/klassische-Schriften/Nirvanashtakam-Chidananda

bzw im Folgenden:


https://onecommunityranch.org/divine-music-project-chidananda-by-deva-premal-video-and-lyrics/

“Chidananda” by Deva Premal:

Erst der Text auf Sanskrit
dann  Translation Englisch
dann  Übersetzung ins Deutsche:


Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva                                                                               

- Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva                    
                                                          

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Manobuddhi ahamkara chita ni naham
– I am not the mind, intellect, ego nor consciousness

- Ich bin nicht der Geist/Verstand, nicht der Intellekt, nicht das Ego, noch bin ich das Bewußtsein

Nachashotre jiv-hey nachaghrana netre     
– I am not the ears, tongue, nose or eyes

- Ich bin nicht die Ohren, Zunge, Nase oder auch  Augen

Nacha vioma bhoomir na tejoe na vayu     
- I am not space, earth, fire or wind

- Ich bin nicht Raum, Erde, Feuer noch bin ich Wind




Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva 
                                                                              

- Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.
Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva
                                                                               

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Nachaprana saugno na vã puncha vayu     
– I am not breathing power,

-  Ich bin nicht die Kraft des Atmens,

Navah sapto dhatoo navaa puncha koshah  
–  the seven metals, nor the five covering

-   die sieben grundlegenden Gewebe ("sapto dhatoo"), noch die fünf Hüllen (puncha kosha)

Na waak pani paadam nachapasta paayu  
– I am not speech, hands, feet nor the rectum

-  Ich bin nicht Sprache, Hände, Füsse noch der Mastdarm





Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva
                                                                               

- Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva
                                                                               

-  Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Na me dvãsha rago na me lobha mo-hoe  
–  I am not envy, anger, nor craving nor attraction

-  Ich bin nicht Neid, Ärger, heftiges Verlangen noch Anziehungskraft

Mado naiva me naiva matsarya bhava     
-  I am not arrogance nor pride nor religion,
-  Ich bin nicht Arroganz, noch Stolz, auch nicht Religion,

Na dharmo na chartoe na kaamo na moksha  
–  wealth, lust nor liberation
-  nicht Wohlstand, Lust noch Befreiung





Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva                                                                                

- Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva                                                                               

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Na punyam na paapam na saukyum na dhukham  
–  I am not virtue, sin, joy nor sorrow
-  Ich bin nicht Tugend, Sünde, Freude noch Kummer

Na mantro na tirtham name daa na yug na ha     
– I am not mantra, pilgrimage, offering, nor ritual fire
-  Ich bin nicht Mantra, Pilgerfahrt, Spende/Opfergabe noch rituelles Feuer

Aham bhoja namnaiva bhojyam na bhokta  
-  I am not food, the eating, nor the one who eats
-  Ich bin nicht Nahrung, der Vorgang des Essens noch derjenige, der ißt.





Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva                                                                                

-  Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva                                                                               

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Na mrootyur na shanka na me jaati bheda
–  I am not death, doubt, nor discrimination of cast
-   Ich bin nicht Tod, Zweifel noch Rassendiskriminierung

Pita naiva me naiva maata na janma
–  I am not father, mother or birth
-   Ich bin nicht Vater, Mutter, auch nicht Geburt


Na bandhur na mitram gurunaiva shishya  
-  I am not brother, nor friend, nor guru, nor aspirant
-  Ich bin weder Bruder, Freund,  Guru noch Bewerber/Anwärter







Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva                                                                               

-  Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva                                                                             

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Aham nirvekalpo nirakaara roopo  
–  I am beyond concept, beyond form
-  Ich bin jenseits von Vorstellung/Idee, jenseits von Form

Vibureviapya sarvatra sarvendriyani  
–  I am all-pervading in all the senses
-  Ich bin alldurchdringend in allen Sinnen

Sadame samatvah na muktir na bandha  
–  I see equality in all things, I am neither liberated nor in bondage
-  Ich sehe Gleichheit in allen Dingen, ich bin weder frei noch Sklave von Jemandem





Chidananda roopah shivoham shivoham     
– I am eternal bliss, I am shiva                                                                               

- Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.

Chidananda roopah shivoham shivoham     
–  I am eternal bliss, I am shiva                                                                            

-   Ich bin ewige Glückseligkeit - Ich bin shiva.





Chidananda:

Die Übersetzung  bei  "Lyrics of Nirvana shatakam with translation" , Vedic Yagya Center, ist etwas anders und, wie mir scheint, etwas mehr orientiert an den traditionellen Vorstellungen. Sie läßt sich als "Sankrit - Englisch" -Version im Internet als "PDF-Datei" finden.
siehe: PDF]Lyrics of Nirvana shatakam with translation - Vedic Yagya Center
vedicyagyacenter.com/.../NirvanaShatakamLyrics-withtranslation...


1.Ich bin nicht Geist/Verstand, Intellekt, Ego und auch nicht die Erinnerung.
 Ich bin nicht die Handlungsorgane (Ohren, Zunge, Nase, Augen und Haut)
 Ich bin nicht die 5 Elemente (Himmel oder auch Äther, Erde, Licht oder auch Feuer, der  Wind,   das Wasser)
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.

2. Ich bin nicht Lebensenergie, noch die 5 vitalen Atem, noch die 7 grundlegenden Gewebearten, noch die 5 Hüllen des Körpers
Ich bin nicht das Sprachorgan, weder Hände noch Füsse, auch nicht die Fortpflanzungsorgane und auch nicht die Organe der Ausscheidung.
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.

3.
Ich haben keinen Hass noch Abneigung, weder Gier noch Vorliebe, auch nicht Täuschung
Ich habe keinen Stolz, keine Überheblichkeit, auch keine Eifersucht.
Ich habe keine Pflichten zu erfüllen (dharma), noch begehre ich nach irgendwelchem Reichtum oder irgendwelchen Vergnügungen (kama), ich habe auch keine Befreiung (moksha).
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.

4. Ich habe weder Tugend, noch Laster, weder Vergnügen noch Schmerz.
Ich brauche keine Mantras (heilige Gesänge), noch Pilgerreisen, noch Schriften (Vedas), Rituale und auch keine Opfer (Yagyas).
Ich bin weder der Erfreute, noch der sich Erfreuende, noch die Erfreuung.
Ich habe das höchste Glück, das eine Form aus reinem Glückseligkeitsbewußtsein einem bieten kann (chidananda Rupah); ich bin eins mit Glück.
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.

5. Ich habe keine Angst vor dem Tod, noch bin ich sterblich. Ich habe keine Zweifel über meine Existenz, noch hänge ich Kastenunterschieden an. Ich habe weder Vater noch Mutter, ich habe keine Geburt.
Ich habe keine Verwandten, keinen Freund, keinen Guru und auch keinen Schüler.
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.

6. Ich bin formlos und ohne all die Dualitäten.
Ich existiere überall und durchdringe alle Sinne.
Stets bin ich derselbe.
Ich bin weder frei noch gebunden.
Ich bin höchste Glückseligkeit und reines Bewußtsein, Ich bin Shiva, ich bin völliges Glück.





Chidananda von Shankara, ins Deutsche übersetzt von Franz Rickinger, München 1/2018:

(Anmerkung des Übersetzers:

Bei dieser Version scheint es einen Widerspruch zu geben: Shankara hatte bekanntlich Yogi Govinda als seinen Lehrer und widmete Ihm voller Lob, Anerkennung und Bewunderung das "Bhaja Govindam".

Also was soll "ich habe ...keinen Guru und auch keinen Schüler"? Was soll das, nochdazu wo er ja doch bekanntlich jedem seiner vier "Hauptschüler"  - Padma Pada, Vartikakara, Totaka und Hastamalaka - sogar oder auch immerhin auch noch je einen "Lehrstuhl" hinterließ?

Nunja, das hat eben mit seiner Erkenntnis zu tun, wonach er reines, absolutes Bewußtsein ist, weder die Erkenntnis desselben, noch die Anwendung/~en der Erkenntnis - na klar, wo er ja doch schon die Erkenntnis nicht ist, wie er - gemäß der Übersetzungen - zum Ausdruck brachte - . Er ist Guru und ist es nicht, er hat Schüler und hat sie nicht, er ist nicht "verhaftet". Wäre sein/der Körper gestorben und merkt, daß er/man - tatsächlich doch Unsterblichkeit erlangt gehabt habend zu Lebzeiten als körperliches Wesen - noch als "Körperloses Wesen" aber weiterlebt, wahrnimmt, weiß, usw, was würde er/man dann sagen, daß er/man ist? Das Sehen, das Wissen oder "die Unsterblichkeit", das "Unsterbliche"? Letzters wohl. Hätte er/man immer noch Zweifel und eines Tages ginge die gesamte Schöpfung am Ende eines Äons in jene Art Auflösungszustand bzw die unsterblichen Wesen in jenen "Schlafzustand"  - siehe Yogavashishta, "Die Lehren des Wiesen Vasishta"; Ansata-Verlag, ISBN 3-7157-0112-9 , Seite 24, "III Über die Weltentstehung"- und zusamen mit einer neuen Schöpfung entstünde er wieder wie die Krähe Busundu samt "ihrem" Berg und "ihrem" Baum darauf, als was müßte er/man sich dann wohl bezeichnen? Als das denkende, wahrnehmende, mitfühlende, könnende Wesen oder als unsterbliches Wesen und so ein unsterbliches Leben ist eben so wie es ist, Veränderliches und Unveränderliches umfassend und in sich vereinend.

Wäre er/man die Unsterblichkeit an sich wirklich? Wäre man die Unsterblichkeit der Götterinzwis, die doch vor einem unsterblich waren?

Nunja, das würde ja keinen Sinn ergeben - und man sieht daran, daß es sich um ein "geistiges Problem" zumindest ja auch handelt, dh es etwas mit "Zweifel" zu tun hat; siehe insofern/also "Vedanta" -  und also wäre er/man schlicht&einfach unsterblich und hätte halt Anteil an Unsterblichkeit.

Angenommen,  Jemand ist gestorben, ließ sich zu Asche verbrennen und rein zufällig könnte also etwas jener "Aschebestandteile" später wiederum - via "Nahrungskette" Teil des Körpers von jemandem Anderem, der lebt, geworden sein. Würde so jemand dann sagen: "Ich bin der Andere, jener Verstorbene"? Würde jener Andere ein berühmter, großartiger Philosophie-und Sankrit-Professor gewesen sein, würde jener Lebende dann sagen "ich bin Professor"? Gewiß nicht und tunlichst unterließe es so jemand dann ein "Prof. Dr." vor seinen Namen setzen.

Insofern ist es offensichtlich, daß man dieser Körper ist und doch nicht ist, daß man sein Leben ist und - wegen der Sterblichkeit und eigenen  Unwissenheit, solange sie eben nicht verschwunden ist, überwunden wurde - doch nicht ist bzw zu sein scheint.

Diese Befindlichkeit ist also völlig normal, es ist offensichtlich, trivialerweise nicht krankhaft das einzusehen, anzuerkennen und zu leben, was insofern zu allermindest integraler Bestandteil des Lebens nunmal ist. Zweifel beinhaltet eben auch die "Wahrheit", den "wahren Standpunkt", die "Wahrheit", da sonst der "Zweifel" nunmal noch nicht Zweifel genug gewesen wäre.)



Anmerkungen von mir:

"Shivo 'ham", also  Ich bin Shiva" und "Ich bin shiva" stehen sich hier gegenüber; einmal ist "Shiva" als Subjektiv in Gebrauch und das andere mal als "Adjektiv". Was ist richtig?

Unschwer kann man sich eines Vergleiches bedienen: Ein Wasssertröpfchen erlangt Erkenntnis über seine Natur - nämlich Wasser zu sein - und sagt zum Ozean: "Ich bin Du". Sagt der Ozean: "Gäh, du hast wohl nen Traller, Du kleines Vernachlässigbar kleines Gebilde willst "ich", der "riesige Ozean sein", mei liaba da gäbe es allenfalls eine riesigen Katastrophe, wenn ich Dir diese Wassefülle überließe, weil riesig bist Du nicht und damit könntest Du auch gar nichts anfangen". Sagt das Wassertröpfchen: "Aber ich bin letztlich Wasser und Du bist auch Wasser und alles von Dir besteht aus nichts als Wassser und deshalb bin ich Du, weil das bei mir eben genauso ist wie bei Dir". Sagt der Oean, "Ok, Wassertröpfer'l: Ich bin Du, Du bist Ich, mir sind Das, mia san mia". Und insofern sagte der kleine Mensch Shankara zum großartigen Shiva: "Ich bin Du, ich bin Shiva, ich bin nämlich Sat-Chita-Ananda, reine Glückseligkeit, wie Du auch"

Nun, man kann ja auch mal versuchen aus so einem Text sich einen "passenden Reim" zu machen; was hätte ein Text einen Sinn oder auch gar tieferen Sinn , der in sich widersprüchlich, chaotoisch odgl wäre? Es ist richtig, daß es bisweilen an einem selber liegt, wenn man einen Text nicht versteht, als widersprüchlich ansieht oder auch als chaotisch.

Wenn nun jemand sich von "Ich bin Das, Du bist Das, all dies ist Das" - jenem berühmten Satz aus der indischen Geisteswelt - an obiges "scheinbare oder ja auch echte Dilemma"  zu näheren versucht, so stellt man fest, daß eigene brauchbare Meditation - TM ist hier nicht auszuschließen -  einen zu einem gewissen Vertrautwerden mit "absolutem, reinem Bewußtsein" führen kann und insofern zu einem "Ich bin Das"; im Zuge weiterer Meditationsausübung kommt es dazu, daß dieses "Vertrautwerden" auch im Bereich der Sinneswelt stattfindet und zu einem "Ich bin das", Du bist das" führen kann.

Aber was dann? "Ich bin der Andere auch? - so ein Blödsinn!" ist das selbstverständliche Resultat auf dem Hintergrund "absoluten, reinen Bewußtseins".

Also war man es weder so ganz wirklich selber, noch ist es der Andere so ganz selber - nein es gibt eben ein absolutes, reines Bewußtsein, das ein eigenständiges, unabhängiges, gänzlich freies und stets frei bleibendes Etwas nunmal offenbar ist. Es ist jenseits und in allem, es ist alles und doch ist man man selber und der Andere ist und bleibt der Andere selber; man wurde - wenn man sich das frägt allenfalls -  "mehr man selber", da man nun ja eine größere Fülle der Wahrheit über einen selber und die Welt kennen und wertschätzen gelernt hat. Im Übrigen ist  man es nicht geworden, sondern schon stets gewesen und hatte sich nur nicht darum gekümmert .(Vgl. Tat Wale Baba's zitierte und übersetzte Ausführungen).

Wenn man dann mit jenem aus sich selbst heraus, unabhängig existenten absoluten, reinen Bewußtsein näher vertraut wird - durch fortgesetzte Meditation ( TM ist hier nunmal nicht ausgeschlossen) -, könnte man sich ja vorstellen, daß es Wesen gibt, die damit und mit seiner Fülle, seinen Eigenschaften, seinen Möglichkeiten viel vertrauter sind als man selber es bis dato wurde. Gott/Götter/GöttInnen würden evtl dann eben leben, daß sie Jenes  in seiner Fülle, brahman sind und aber doch auch wieder nicht auch; gerade so als wie man jenes "Absolute, reines Bewußtsein" als "Eigenes, absolutes, reines Bewußtsein" erst "miss- oder auch teilverstand" und dann erst erkannte, daß es aus sich selber heraus existiert, unabhängig von einem, usw, gerade so wie man erkannte daß man es ist und doch auch wieder nicht auch, weil es aus sich selber heraus existiert und ein/eine Andere(r) per Meditation (zB TM, siehe auch "Swami Shantanand Saraswati sprach") damit vertraut Gewordene(r) es analog ist und doch wieder auch nicht auch, weil es sonst widersprüchlich wäre, gar keine eigene wirkliche Existenz haben könnte, man selber auch nicht und diese Welt der Vielfältigkeiten gar nicht sein könnte, usw usf.

Insofern wären dann eben "Gott/Götter/GöttInnen" jenes absolute, reine Bewußtsein in dessen Fülle, jenes brahman, aber eben auch nicht wieder auch, weil ein anderer Gott, eine andere GöttIn es eben auch ist und das so in aller Wahrheitsgemäßheit realisieren konnte und lebt. (....Sie wären brahman und brahman wäre in Ihnen und jenseits von Ihnen und stets es selber, wäre die "formal-logische" Analogie dazu...).

"Ich bin Shiva" und "ich bin shiva" erscheinen so dann beide schlüssig verstehbar. Auch für  Shiva gälte, daß jenes absolute, reine Bewußtsein in Ihm ist, jenseits von Ihm und dass es in Ihm und jeneseits von Ihm in dessen Fülle ist und macht durchaus einen grundsätzlichen Unterschied zu einem menschlichen "Ich bin das, Du bist das", aber Shiva und so ein Mensch haben etwas Gemeinsames, etwas was sie beide kennen und was für beide in Ihnen und jenseits von Ihnen ist/wäre.

Da das absolute, reine Bewußtsein stets es selber in seiner Fülle ist, so wäre jenes absolute, reine Bewußtsein nur aufgrund mangelnden Wissens der nach Wahrheit über jene Thematik Strebenden, halt einfach "nur" absolutes, reines Bewußtsein und als das wahrheitsgemäß erkannt, aber eben nicht in der Fülle. Mag sein, daß Herr Shankara irgendwann merkte, daß Er jenes absolute, reine Bewußtsein in weniger und mehr Fülle zu realsieren  vermochte und so zum Ergebnis kam, daß es evtl sowas wie die "Fülle des Brahman" in sich und jenseits von sich auch zu realisieren gäbe, ohne daß Er sich damit selbst zu Gott machte, in aller Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit und ohne  Größenwahnsinn, Allmachtswahn etc und da verstand Er dann eben evtl, daß insofern Shiva nun in Ihm war und jenseits von Ihm und insofern war Er mit "Ihm voll einig", "eins" und das weil jenes absolute, reine Bewußtsein nunmal überall in seiner Fülle ist und bleibt. (... Bei Herrn Patanjali findet man in seinem Yogasutren die Aussage, wonach der "Keim der Allwissenheit und Allmacht - der in allen Lebewesen ist - in Gott seinen Höhepunkt gefunden hat"...)

Insofern könnte Shankara frohgemut gesagt haben: "Ich bin Shiva" oder auch "ich bin shiva"; je nach Betrachtungsweise ergibt beides Sinn und das ohne Widerspruch: "Ich bin absolutes, reines Bewußtsein" versus "Absolutes, reines Bewußtseins, das aus sich selbst heraus existiert durchdrängt mich und ist in mir sowohl auch jenseits von mir; es ist im Anderen und auch jenseits des/der Anderen" ist beides wahr. ("Wow, jetzt bin ich ein Donavan, eine Tina Turner" könnte einE jungEr Solo-MusikerIn zB sagen, wenn Sie/Er ihren/seinen ersten Schallplattenvertrag-Vertrag bekommen hätte; es ist salopp gesagt und meint doch nur "Ich bin nun/vorerst wenigstens schon mal Musik-Profi so wie Donavan, Tina Turner Musik-Profis sind"; regt sich da schon jemand groß über die sprachliche Ausdrucksweise auf? - Nein. Wieso also sollte man sich über "ich bin Shiva" versus "ich bin shiva" groß aufregen? Vielleicht war jene "Sprechweise", solche "Ausdrucksweise"  damals ultra-modern, "in". Vielleicht schrieb Herr Shankara das in einem Moment überquellender Freude, vielleicht verstehen es Übersetzer nicht so ganz oder können es - mangels eigener Realisation jenes absoluten, reinen Bewußtseins, etc - nicht realitätsbezogen verstehen, da jenes absolute, reine Bewußtsein für sie zwar evtl eine als "möglich" "begreifbare Realität" ist, aber keine "Wirklichkeit".

Kali, wird beispielsweise auch als "Göttin der Zeit" bezeichnet und ist selbstverständlich selber "unsterblich", also "zeitlos"; insofern ist Kali "Zeitlosigkeit". Wenn zB Buddha das "Nirvana" erlangte, jenseits von Geburt und Wiedergeburt, aber nicht endgültigem Tod, sondern Unsterblichkeit - durch seine Erkentnis - fand, so hätte er sagen können:      "Ich bin kali" im Sinne von und nur in diesem Sinne: "Ich bin zeitlos". Er hätte aber auch sagen können: "Ich habe Kali" im Sinne von und nur in diesem Sinne: "Ich habe Zeitlosigkeit, Zeitlosigkeit ist für immer mit mir". Er hätte - weil Er ja nicht der Alleinbesitzer, der Monopolist von "Zeitlosigkeit" ist bzw sich als das nicht bezeichnen kann oder auch möchte oder auch wollte und das Wörtchen "haben" da irgendwie dann ja, aufgrund seiner Vieldeutigkeit, höchst deplaciert erscheint - aber auch sagen können, weil jene Zeitlosigkeit nunmal ihn höchstpersönlich selber betrifft: "Ich bin Kali" dh, "ich bin Zeitlosigkeit" - und das geradeso wie andere sagen "Ich bin ein Wesen aus Fleisch und Blut" und evtl noch  kürzer sagen "Ich bin Fleisch und Blut" - und insofern wäre offenbar Zeitlosigkeit in Ihm, ein entscheidendes oder auch das entscheindende Merkmal seines Daseins  - schon immer gewesen, nur nicht erkannt gehabt - und insofern wäre Kali in Ihm und Er in gewissem Sinne in Kali oder auch mit Kali, wie man es eben bezeichnen will. Als "Zeitlosigkeit erlangt habend" könnte Er sagen  "Ich bin Kali" und als "in oder auch mit Kali seiend" könnte er sagen "ich bin kali-ig" und in jenem Sinne auch "ich bin kali".

Mit Shiva ist es ähnlich; wie Gaudapada in Karika darlegte sind Zerstörung, Auflösung & co "Folge von Täuschung" und insofern zerstört Shiva nicht, löst nicht auf. (...Man könnte sich Shiva als liebenden Vater vorstellen, der das Spielzeug wie für eigene Kinder verantwortungsvoll - damit/aufdaß niemand später aus Unachtsamkeit darüber stolpere - wegräumt bzw freundlicherweise wegräumt, damit, aufdaß es wieder gefunden werden kann von jenen wenig achtsamen, vorausschauenden Kindern....)

Entscheidend ist doch, daß man sich wahrheitsgemäß mit jenen Thematiken befaßt, sich nicht in Irrtümer verrennt, nicht Täuschungen erliegt, nichts für nicht-existent erklärt, was doch existiert, nichts zur Täuschung erklärt, was aber wahr war/ist, usw.



Im Vorwort zu "René Descartes, Meditationen, Abhandlung über die Methode, marixverlag, ISBN 978-3-86539-066-0, 2. Auflage 2011, heißt es im Umschlag vorne ua:

" Als erstes Philosoph in der abendländischen Geschichte erhebt René Descartes den Zweifel zum methodischen Prinzip der Wahrheitsfindung. Absolute Gewissheit hat das Individuum allein von der eigenen Existenz, da der Denkakt ein denkendes Subjekt vorraussetzt, wovon jene berühmte Formel >> ich denke, also bin ich<< zeugt. Auf der Basis diesen Wissens kann der Mensch mithilfe seiner Vernunft zu metaphysisch, physikalisch und moralisch wahren Aussagen über die Wirklichkeit gelangen." (Descartes machte leider noch den Fehler, Tieren und Pflanzen Bewußtsein abzusprechen.....)



Zu "Shivo 'ham" heißt es im  "Spirituellen Wörternbuch Sanskrit Deutsch," von Dr. phil. Martin Mittwede, verzeichnet in der deutschen Nationalbibliografie. (hhtp://dnb.ddb.de; Link vom 9.3.2018) ISBN 978-3-932957-81-9 :

>> wörtl.: "Shiva (bin) ich"; dieser Mantra bezeichnet die identifikation des relativen, begrenzten Bewußtseins mit dem absoluten, reinen Bewußtsein. <<

Zu "shiva" heißt es u.a.
>> adj. und m gütig, freundlich; gnädig, segensreich; der Gütige, der Freundliche; der Gnadenvolle, Gnädige; Shiva wird in den Shaiva-Traditionen als der Höchste Herr verehrt; <<


In "Verzeichnis der Sanskrit-Ausdrücke im Werk Sri Aurobindos"(, Verlag Hinder+Deelmann, ISBN 3-87348-129-4, 4. unveränderte Auflage, 2004) findet man auf Seite 35 bzgl. jenes Begriffs "Sat-Chit-Anananda":

>> saccidānanda Sein-Bewußtsein-Seligkeit; Kraft und Sein eins geworden in Seligkeit; die Höchste Wirklichkeit als das im Selbst existierende Sein, das Bewußtsein und die Seligkeit; das dreieinige Prinzip von Sein, Bewußtsein und Schöpferischer Freude, das die ewige Natur der erhabenen Wirklichkeit ist; für unser Bewußtsein der höchste positive Ausdruck der Wirklichkeit. Sein totales Bewußtsein ist die integrale, supramentale Konzentration. Das Spirituelle Sein, sein Bewußtsein und seine Seligkeit.

Eine Trinität von transzendentem Sein, Bewußtheit des Selbst und Seligkeit des Selbst. Es ist die metaphysische Beschreibung des erhabenen ātman; die Selbst-Formulierung für unser erwachtes Wissen des Un-Wißbaren, ob man es als die reine Apersonalität oder als Kosmische Personalität auffaßt, die das Universum manifestiert. Ein unendliches Sein, ein unendliches Bewußtsein und eine im Selbst gegründete Macht des bewußten Seins, eine unendliche Seligkeit in ihrer gesamten Existenz.<<


Betreffs "Illusion" und "Illusisonsverhaftetheit" - was auch bereits bei Rishi Vasishta ein wichtiges Thema war - nochmals, vorab, zur Erinnerung bzw als Vorgriff:

Johann Wolfgang von Goethe:

siehe: Johann Wolfgang von Goethe Faust, Der Tragödie erster Teil http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I_.pdf


Es folgt dann auch noch Goethe's ernstzunehmende Warnung vor Faust's erstem "Auswegversuch", dem Johann Wolfgang von Goethe den ersten Teil seiner Tragödie gewidmet hat (Siehe dazu auch Chândogya-Upanishade, Lektion 7, Die Belehrung des Narada durch Sanatkumar; siehe dazu Narada.


Besonders deutlich wird das Thema Illusion, Täuschung, aber auch Traum und Wirklichkeit bei René Descartes angesprochen:

René Descartes: 

......"Alles nämlich,was ich bis heute für das Allerwahrste hingenommen habe, empfing ich unmittelbar oder mittelbar von den Sinnen; diese aber habe ich bisweilen auf Täuschungen ertappt, und es ist eine Klugheitsregel, niemals denen volles Vertrauen zu schenken, die uns auch nur ein einziges mal getäuscht haben"... (Seite 30)

.... "Bin ich nicht ein Mensch, der nachts zu schlafen pflegt und dann alles das und oft noch viel Unglaublicheres im Traum erlebt, wie jene im Wachen? Wie oft aber erst glaube ich nachts im Traum ganz Gewöhnliches zu erleben; ich glaube hier zu sein, den Rock anzuhaben und am Ofen zu sitzen - und dabei liege ich entkleidet im Bett!   Jetzt aber schaue ich sicherlich mit ganz wachen Augen auf dieses Papier. Dieses Haupt, das ich bewege, ist nicht vom Schlaf befangen. Mit Überlegung und Bewußtsein strecke ich diese Hand aus und habe Empfindungen dabei. So deutlich würde ich nichts im Schlafe erleben!   Ja, aber erinnere ich mich denn nicht, daß ich auch schon von ähnlichen Gedanken in Träumen getäuscht worden bin? Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf  vom Wachen unterscheiden kann, und dies macht mich so stutzig, daß ich gerade dadurch fast in der Meinung bestärkt werde, daß ich schlafe.".... (Seite 31)

"Aber ich habe mir ja eingeredet, es sei gar nichts in der Welt, kein Himmel, keine Erde, kein Geist, kein Körper. Also bin doch auch ich nicht da? Nein, ganz gewiß war ich da, wenn ich mir dergleichen eingeredet! Aber gibt es nicht irgendeinen sehr mächtigen, sehr schlauen Betrüger, der mit Absicht mich immer täuscht -? Ganz zweifelslos bin aber eben darum auch ich, wenn er mich täuscht; mag er mich nun täuschen, soviel er kann, das wird er doch nie bewirken können, daß ich nicht sei, während ich denke, ich sei etwas! Und nachdem ich so alles wieder und immer wieder erwogen habe, muß ich schließlich konstatieren, daß der Satz >> Ich bin, ich existiere<< unbedingt wahr ist, so oft ich ihn ausspreche oder denke." (Seite 38)

Die Seitenangaben beziehen sich dabei auf: René Descartes "Betrachtungen über die Grundlage der Philosophie",NIKOL-Verlag, ISBN 978-3-86820-327-1.


Shankara:

Im Kleinod der Unterscheidung von Shankara ( zB Bernd Helge Fritsch, ISBN 9783842363786, 2011, Verlag "Books on Demand GmbH") heißt es zB 

Auf Seite 67 heißt es ua: >> 55. Maya wird auch die große Illusion genannt. Sie hat keinen Anfang und wirkt jenseits aller Wahrnehmungen ....<<,

Auf Seite 67 heißt es dann, schon sehr an "TM-Lehre-Aspekte" erinnernd:  >>57. Durch die Erfahrung des Brahman, des Einen ohne ein Zweites, kann man das Spiel der Maya durchschauen",

auf Seite 98 findet man ua: "Die Illusion endet durch klare Unterscheidung von dem was wirklich das Selbst ist und was nicht. Das geschieht, wenn die  Identität der eigenen Seele mit Brahman erfahren wird. Dann endet die Täuschung wie ein Traum beim Erwachen" (..also die Welt als Art "Traum"....),

auf Seite 106:  >>147. Brahman kann weder verlassen noch erreicht werden. Es ist jenseits von Gedanken und Worten, unermeßlich, allumfassend, ohne Anfang und Ende. Er ist höchste Herrrlichkeit <<,

auf  Seite 127  findet man >> 197. Das ganze Universum welches der Mind wahrnimmt, ist nichts als Brahman; Es gibt nichts außerhalb von Brahman, so wie Krüge und Gefäße aller Art aus Ton bestehen. Nur Täuschung verursacht die Unterscheidung von "Du" und "Ich"<< (also ganz Ähnlich wie im Yogavasishta).

Auf Seite 136 findet man, davor warnend Mr. Mahesh's "Physik-Parallelen"  rein pyhsikalisch zu nehmen: . >> "Materie" und "Zeit" sind irrige Vorstellungen der Menschen. Sie teilen damit das Unteilbare und erkennen nicht das zeitlose Selbst<<



Bhavani Ashtakam:

Von Shankaracharya.org
http://www.shankaracharya.org/bhavani_ashtakam.php


Bhavani Ashtakam

By Sri Adi Sankaracharya, Translated by P. R. Ramachander

Vorwort von P.R. Ramachander (Anm.von mir) :

This great Sthothra by Adhi Sankara would move any one who reads it to tears. If a great soul like Him, had to describe himself, thus, Imagine the state of an ignoramus like any one of us.

Vorwort von P.R. Ramachander:

Dieses großartige Stotra von Adhi Shankaracharya kann Lesernzwis zu Tränen rühren. Wenn eine große Seele, ein großartiges Wesen wie Er, sich selbst solcherart zu beschreiben hatte, so möge man sich vorstellen, wie es erst der Zustand, die Verfassung eines Dummkopf-Wesen wie unsereins aussieht, aussehen mag.


Bhavani Ashtakam


Na thatho, na matha, na bandur na datha,
Na puthro, na puthri , na bruthyo , na bartha,
Na jayaa na Vidhya, na Vruthir mamaiva,
Gathisthwam, Gathisthwam Thwam ekaa Bhavani.

Neither the mother nor the father,                              
Neither the relation nor the friend,                             
Neither the son nor the daughter,                                
Neither the servant nor the husband,                           
Neither the wife nor the knowledge,                           
And neither my sole occupation,                
          
Are my refuges that I can depend, Oh, Bhavani,         
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani. 
  

Weder auf Mutter noch Vater,

Weder auf die Beziehung noch den Freund,                                                                           

Weder auf den Sohn noch die Tochter,                                                                                   

Weder auf DienerInnen noch Ehemann,                                                                                 

Weder auf die Frau noch das Wissen,                                                                                     

Und auch nicht meine Arbeit, mein Beruf; auch nicht Ledigbleiben                                     

sind meine Zuflucht, auf die ich mich verlassen kann, oh, Bhavani                                      

Du also bist meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                      


Bhavabdhava pare , Maha dhukha Bheeru,
Papaatha prakami , pralobhi pramatha,
Kam samsara pasa prabadha sadaham,
Gathisthwam, Gathisthwam thwam ekaa Bhavani.

I am in this ocean of birth and death,
I am a coward, who dare not face sorrow,
I am filled with lust and sin,
I am filled with greed and desire,
And tied I am, by the this useless life that I lead,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani.

Ich bin in diesem Ozean von Geburt und Tod,                                                                     

Ich bin ein Feigling, der sich Sorgen nicht zu stellen wagt,                                                 

Ich bin voller Lust und Sünde,                                                                                              

Ich bin voll Gier und Wünschen,                                                                                        

Und ich bin gebunden durch das nutzlose Leben das ich lebe,                                             

Du also bist meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                       


Na Janaami Dhanam, Na cha dhyana yogam,
Na janami thathram, na cha sthothra manthram,
Na janami poojam, na cha nyasa yogam,
Gathisthwam, Gathisthwam thwam ekaa Bhavani

Neither do I know how to give,
Nor do I know how to meditate,
Neither do I know Thanthra*,
Nor do I know stanzas of prayer,
Neither do I know how to worship,
Nor do I know the art of yoga,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani

Weder weiß ich, wie man gibt,                                                                                       
noch weiß ich wie man meditiert.                                                                              
Weder kenne ich Thanthra *,                                                                           
noch weiß ich Gebetsverse.                                                                            
Weder weiß ich wie man verehrt, ehrt, Lob und Anerkennung ausspricht,                   

noch weiß ich die Kunst des Yoga.                                                                           
Du also bist meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                                    


Na janami Punyam, Na janami theertham,                                                                         

Na janami mukthim, layam vaa kadachit,
Na janami bhakthim, vrutham vaapi maatha,
Gathisthwam, Gathisthwam, thwam ekaa Bhavani.

Know I not how to be righteous,
Know I not the way to the places sacred,
Know I not methods of salvation,
Know I not how to merge my mind with God,
Know I not the art of devotion,
Know I not how to practice austerities, Oh, mother,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani

Nicht wissend wie ich rechtschaffend sein kann,                                                                 

Nicht wissend  den Weg zu den heiligen Plätzen,                                                                

Nicht wissend Methoden der Befreiung, Erlösung,                                                             

Nicht wissend wie ich meinen Geist in Einklang, Hamonie mit dem Geist Gottes bringen kann, mit dem Geist Gottes vereinen kann,                        

Nicht wissend die Kunst der Hingabe,                                                                                 

Nicht wissend, wie man Askese praktiziert, sich in Disziplin übt, Oh Mutter,                   

Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                      


Kukarmi, kusangi, kubudhi, kudhasa,
Kulachara heena, kadhachara leena,
Kudrushti, kuvakya prabandha, sadaham,
Gathisthwam, Gathisthwam, thwam ekaa Bhavani.

Perform I bad actions,
Keep I company of bad ones,
Think I bad and sinful thoughts,
Serve I Bad masters,
Belong I to a bad family,
Immersed I am in sinful acts,
See I with bad intentions,
Write I collection of bad words,
Always and always,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani
                                              

Vollbringe ich schlechte Taten,                                                                                 

Verkehre ich bei Schlechten,                                                                                               

Denke ich schlechte und sündhafte Gedanken,                                                                   

Diene ich schlechten Herren,                                                                                               

Gehöre ich zu einer schlechten Familie,                                                                               

Mich in sündhafte Handlungen vertiefend,verstrickend,                                                      

Sehe ich aus falschen Absichten heraus,                                                                              

Schreibe ich Ansammlungen schlechter Worte, Hasskommentare,

Immer und immer wieder,                                                                                                    

Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani. 


Prajesam, Ramesam, Mahesam, Suresam,
Dhinesam, Nisidheswaram vaa kadachit,
Na janami chanyath sadaham saranye,
Gathisthwam, Gathisthwam thwam ekaa Bhavani

Neither Do I know the creator,
Nor the Lord of Lakshmi,
Neither do I know the lord of all,
Nor do I know the lord of devas,
Neither do I know the God who makes the day,
Nor the God who rules at night,
Neither do I know any other Gods,
Oh, Goddess to whom I bow always,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani

Weder weiß ich den Schöpfer,                                                                                             

noch den Gott von Lakshmi.                                                                                              

Weder weiß ich den Gott aller,                                                                                           

noch weiß ich den Gott von Devas.                                                                                   

Weder weiß ich den Gott der den Tag schafft,                                                                   

noch den Gott der die Nacht regiert.                                                                                  

Weder weiß ich irgendwelche anderen GöttInnen,                                                             

Oh Göttin, die ich stets anerkenne, vor der ich mich fortwährend verneige.                     

Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                                        

 
Vivadhe, Vishadhe, pramadhe, pravase,
Jale cha anale parvathe shatru madhye,
Aranye, saranye sada maam prapahi,
Gathisthwam, Gathisthwam, thwam ekaa Bhavani.

While I am in a heated argument,
While I am immersed in sorrow,
While I am suffering an accident,
While I am traveling far off,
While I am in water or fire,
While I am on the top of a mountain,
While I am surrounded by enemies,
And while I am in a deep forest,
Oh Goddess, I always bow before thee,
So you are my refuge and my only refuge, Bhavani

Während ich in einer hitzigem Debatte bin,                                                                      

während ich versunken bin in Sorgen,                                                                              

während ich ein Unglück erleide,                                                                                      

während ich weit weg fahre,                                                                                              

während ich in Wasser bin oder auch  umgeben von Feuer,                                              

während ich auf dem Gipfel eines Berges bin,                                                                   

während ich umgeben bin von Feinden                                                                              

und während ich in einem tiefen Wald bin,                                                                        

Oh Göttin, Dich anerkenne ich stetst, vor Dir verneige ich mich fortwährend                  

Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.                                        


Anadho, dharidro, jara roga yuktho,
Maha Ksheena dheena, sada jaadya vakthra,
Vipathou pravishta, pranshata sadhaham,
Gathisthwam, Gathisthwam, thwam ekaa Bhavani.

While being an orphan,
While being extremely poor,
While affected by disease of old age,
While I am terribly tired,
While I am in a pitiable state,
While I am being swallowed by problems,
And While I suffer serious dangers,
I always bow before thee,
So you are my refuge and only refuge, Bhavani

Obschon ich Waise bin,                                                                                                    

obschon  ich äußert arm bin,                                                                                             

obschon ich betroffen bin von Krankheiten infolge des hohen Alters,                         

obschon ich schecklich müde bin,                                                                                

obschon ich in einem mitleidserregendem, bedauernswerten Zustand bin,                     

obschon ich von Problemen überwältigt werde                                                                

und obschon ich das Ausgeliefertsein an ernsthafte Gefahren erleide,                              

ich anerkenne Dich stets, ich verneige mich stets vor Dir,                                                 

Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani.


Anmerkung von mir:  


1) Wenn denn da jemand all das (noch) nicht weiß und kann, was hier aufgezählt wurde, so frägt man sich woher so jemand denn dann wissen könnte, daß da eine sog. Bhavani sicherlich  helfen würde können, zweifelsohne verfauenswürdig sein würde - und nicht (mehr oder auch weniger) darauf aus ist, die Not anderer zu missbrauchen - und als Zuflucht geeignet wäre und eben nicht ein "vom Regen in die Traufe" die Folge so einer Zuflucht sein würde? Angesichts dieses Nicht-Wissens bietet sich nunmal sog. "strategisches Denken" an, womit man sich in der Mathematik jedenfalls in den Fachgebieten "Entscheidungstheorie", "Spieltheorie" und "Vektoroptimierung" befaßt. "Bhavani" ist eben ein als existent gemutmaßtes reines, unsterbliches, umfassend wissendes Wesen und mit so einer mutmaßlichen Existenz vernünftig umzugehen hieße - ua -, in einem pragmatisch-vernünftigen Rahmen zu bleiben und nicht in Fantatismen der einen oder auch anderen Sorte zu verfallen. (Siehe dazu auch den Menüpunkt "Das Gut-mögliche" .)   


2a) eine gesangliche Darbietung, mit englischen Unteriteln,  findet man etwa von Mohani Heitel, Smirti Verlag:      https://www.youtube.com/watch?v=2qlI3e4URDE  (Link vom 8.1.2018)                   

  b)  mit französischen Untertiteln findet man sowas zB bei: https://www.youtube.com/watch?v=06onUUREGBU (Link vom 8.1.2018)            

   c) eine gesangliche Darbietung von Uma Mohan findet man zB bei: https://www.amazon.de/Divine-Chants-Shakti-Uma-Mohan/dp/B0050M9JAK/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1520606207&sr=8-6&keywords=Uma+Mohan%2C+Shakti (Link vom 8.3.2018; mit der Möglichkeit zum  Herunterladen dieses Songs zu einem "Üblichen", moderaten "Herrunterlad-Preis") oder auch bei:  https://gaana.com/song/bhavani-ashtakam

d) Auch von Gaiea Sanskrit gibt es nunmehr eine gesangliche Version; siehe Ihr neuestes Album von 2020 "Song of the Human Soul, Vol.1", im 3. Lied titels "Durga" findet man nach einem gesanglichen Vorspann und Nachspann ab ca Minute 1:11 dann Shankara's "Bhavani Ashtakam". (Einen kleinen dieses Albums "probehören" konnte man am 7.9.2020 via: https://music.apple.com/gb/album/songs-of-the-human-soul-vol-1/1529608206)


3) Der Verfasser stellt u.a ein umfassendes Nicht-Wissen dar; aber woher dann die Gewißheit, daß es jene "Bhavani" wirklich geben sollte? Kommt der Refrain einfach nur aufs Geratewohl daher, basierend auf Hörensagen, oder kann so ein Refrain aus          normaler, allgemeinanerkannter Vernünftigkeit, ähnlich wie jene der nicht gerade  gedankenleeren und insofern nicht ohnmächtigen, bewußtlosen Einsicht in die missliche Lage entspringen? Ist der widersinnig erscheinende Refrain gar nicht             widersinnig?

* Alles was einem in der Welt des Wachzustandes begegnen kann, könnte einem auch  in der Welt des Träumens begegnen. Insofern könnte diese Welt des Wachzustandes ja     eventuell auch nichts anderes als eine Traumwelt sein, sagt einem also die eigene Erfahrung - ohne daß es dazu hochkomplizierter Philosophie odgl bedürfte.

Dagegen ließe sich einwenden, daß es doch absurd wäre, ein ganzen zB 80-Jahre-Leben in einer Nacht träumen zu können. Nunja, aber Prof. Dr. Albert Einstein erklärte, daß "Zeit" ebenfalls relativ wäre und die Zeit für ein Objekt, daß sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegt sehr viel langsamer vergehe. Das wurde haben auch Untersuchungen an Teilchen mit sehr geringer Lebensdauer ergeben. Wieso kamen die vom Weltall aus überhaupt auf der Erdoberfläche in jener Menge noch an? Weil sie sich sehr schnell bewegten und daher deren "Eigenzeit" viel langsamer ablief als wie die "Erdenzeit", wird als Erklärung allgemein akzeptiert. Man errechnete auch, daß die Astronauten, die erfolgreich um Mond flogen, aufgrund deren Reise-Tempos am Ende ihres Erdenlebens ca 1/2 - 2 sec "älter" geworden sind, als sie ansonsten wären. Auch bei den sog. GPS-Satelitten wird die "spezielle Relativitätstheorie" beachtet  und das "Funktionieren" derselben können jene, die es benutzen/nutzen kaum leugnen. So weit so schön, wer also im Traum sich eben relativ schnell bewegen täte, weil er/sie/zwi an Bord eines geeignet schnell fliegenden Planeten irgendwo im Weltall wäre, für den verginge analog gerade mal 1 Traumperiode einer einzigen Nacht, obwohl nach "Erdzeit" zB 80 Jahre vergangen wären. Es kann daher in der Tat so sein, daß, daß diese, sog. "allgemein bekannte", Welt hier nur eine Art Traum wäre.



* Nachdem diese Welt also aus dem gemacht sein könnte, aus dem Träume gemacht sind, könnte diese Welt aus reinem, absolutem Bewußtsein gemacht sein,

* Nachdem ein göttliches Wesen, falls es sowas denn überhaupt geben sollte, sozusagen  per Definition, der Natur des Begriffes wüßte, woraus diese Welt gemacht ist, wüßten es  göttliche Wesen, Gott folglich, wenn sie denn "nur" eine Art Traumwelt sein sollte.

*  Wäre diese Welt denn nun aber eine Art Traumwelt, so wären selbst Leiden, Krankheit,usw nur scheinbar, wären letztlich nicht in Wirklichkeit existent, sondern "nur so existent als wie irgendwelche Dinge oder auch Personen in Albträumen.

*  Nach dem Aufwachen wird/würde unschwer und wirklich,wahrheitsgemäß die Traumhaftigkeit und Nicht-Wirklichkeit selbst eines "Erlittenen","Durchlebten" erkannt   und man würde unschwer anerkennen, daß es keinerlei realen, wirklichen, absolut      notwendigen Grund gegeben hätte/hatte, dem Albtraum ein Ende zu bereiten oder auch etwa den Albtraum in einen super erfreulichen Super-Traum zu verwandeln.

* Na klar, könnte es dann eben auch "Tod und Wiedergeburt" geben, weil der Tod in zB einer Albtraum-Welt nichts - häufig oder auch nur bisweilen - als das Aufwachen in der   wirklichen Welt, einer für wirklich gehaltenen Welt zur Folge hat. Von dort wird man     sich wieder in Traumwelten begeben - beim nächsten Schlafen - und insofern gäbe es dann halt auch Geburt- und Wiedergeburt, wenn denn die wirkliche Welt doch auch nur eine Art Traumwelt gewesen sein sollte, was man nicht auszuschließen vermochte/vermag.

* Ebenso könnte es auch so sein, daß Taten in der "wirklichen Welt" zu Träumen während des Schlafens führen, bis hin zu Albträumen. Insofern kann eben auch ein "Gesetz des   Karma" nicht ausgeschlossen werden und dessen Möglichkeit ist vernünftigerweise anzuerkennen.

*  Nachdem deshalb nicht einmal aus dem Vorkommen von Leiden in dieser Welt auf die  Nicht-Existenz göttlicher Wesen, Gottes geschlossen werden kann, kann vernünftigerweise und unschwererweise grundsätzlich nie&nimmer auf eine grundsätzliche Nicht-Existenz göttlicher Wesen/Gottes geschlossen werden. Göttliche Wesen, Gott könnte es also geben. 

* Die Wahrheit über die Natur dieser Welt könnte offenbar nur jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen   und insofern per "transzendentalem Bewußtsein", "Turiya", absolutem Bewußtsein, Samadhi per richtiger Meditation, jenseits des zB Mantras und insofern per einem "Transzendieren" gefunden werden. Es ist aber nicht auszuschließen, daß es jenen "Ausweg",sowas wie "Erleuchtung", sowas wie jenes "Erwachen" und damit auch jene "Erlösung", "Befreiung" von Leid und Tod geben könnte.



Insofern ist der Refrain "Du bist also meine Zuflucht, meine einzige Zuflucht, Bhavani" vernünftig und so realistisch, wie das Andere auch alles.


Wenn man, aus puren Vernunftgründen also die Möglichkeit der Existenz göttlicher, unsterblicher, erleuchteter Wesen, Gottes einräumt, so sieht man sich in  der Situation, daß man es mit "etwas" zu tun hat, worüber man nichts genaues weiß, aber wovon man anzunehmen hat, daß es das geben könnte, dh man hat es mit einer Situation eines "Spiels gegen einer unbekannten Gegenspieler/Mitspieler" zu tun und aus dem Bereich der Mathematik gibt es dazu - abstrakt, logisch höchst präzise erarbeitete - Konzepte, um damit vernünftig, erfolgreich umgehen zu können.                                                                      

Professor Dr. Behringer brachte folgendes Einführungsbeispiel zur „Spieltheorie“ in seiner Vorlesung über die „Spieltheorie“(an der TU München):

Jemand darf einen Verkaufsstand machen, muß 4 Wochen vorher jedoch sagen was Er verkauft, also zB Eiscreme und Regenschirme. Er weiß aber das Wetter nicht im Vorhinein. Jedoch weiß Er zB, daß Er bei einer Entscheidung für Eiscreme an Sonnentagen ca 80.-€ verdienen werde und an Regentagen noch ca 20.-€. Er weiß aber auch, daß wenn er sich für Regenschirme entschiede, er an Regentagen 100.-€ Verdienst mit nachhause nehmen könnte; allerdings weiß er ebenso, daß er an Sonnentagen keinen einzigen Regenschirm verkaufen könnte, also lediglich 0.-€ Gewinn erzielen könnte. Wie soll man sich entscheiden? Nunja, wenn man als Prinzip das sog. "MINMAX"-Prinzip anwendet und sich so entscheidet, daß man im „ungünstigsten“ Fall den maximalen Gewinn erzeilt, so fiele die Entscheidung zweifelsohne zugunsten Eiscreme aus, da das Minimum nunmal 20.-€ beträgt, wohingegen das Minimum bei der Entscheidung pro Regenschirm der kleinere Wert, nämlich 0.-€ wäre. Die Entscheidung pro „Eiscreme“ nennt man dann die „optimale Entscheidung“, die „beste Strategie“; solche Arten von Entscheidungen nennt man „Strategien“. Hat man es mit endlich vielen möglichen eigenen Entscheidungen zu tun und mit endlich vielen möglichen Entscheidungen  des "Gegenspielers" (also dem Wetter im vorherigen Beispiel), so hat man es mit reinen Strategien zu tun. Im allgemeineren Fall, betrachtet man soundsoviel Prozent "Eiscreme" und die restlichen Prozent (maximal nunmal 100%) "Regenschirme": Jede solche spieltheoretische Aufgabenstellung läßt sich auf eine sog. "lineare Optimierung" zurückführen.


Nun hat man es in Sachen Leben, also Gott, Alltag & co nunmal aber mit mehreren Zielen gleichzeitig zu tun, die zu optimieren wären/sind: Dazu gibt es dann -leider kompliziertere – Modelle, die sich aber beim Vorliegen geeigneter Vorraussetzungen auf eine Abfolge solcher „spieltheoretischer Problemstellungen“ (daher Aufgabenstellungen  der  "linearen Optimierung") zurückführen, dh im ersten Schritt wird am Ende aus einem Problem mit, sagen wir mal, 3 zu berücksichtigenden Zielsetzungen, ein Problem  mit nur noch 2 Zielsetzungen errechnet; im nächsten Schritt erhält man dann eine spieltheoretische Problemstellung mit nur noch genau 1 Zielsetzung und die wird dann, wie gewohnt per „Linearer Optimierung“ gelöst. In jedem Fall erfüllen dann, im Falle „Vektoroptimierung“ und Wahl des Lexmaxmin-Prinzips die optimalen Stragegien gleichzeitig 3 Optimalitätskriterien; solche LEXMAXMIN-optimalen Strategien sind optimal im Sinne von MAXMIN-Prinzip (s. "Spieltheorie" = "2-Personen-Nullsummen-Spiel"), Pareto-Optimierungsprinzip („Vektormaximum“) und auch im Sinne des X-Kriteriums von Prof. Dr. Behringer. Allerdings genügen umgekehrt „optimal“ im Sinne MAXMIN-Prinzip und auch Pareto-Optimalität nur in Sonderfällen als Hinreichend für „LEXMAXMIN“-Optimal. Selbst aus "X-optimal" folgt in der Allgemeinheit noch nicht LEXMAXMIN-optimal.

Salopp gesagt, wird man aber zum Ergebnis gelangen, daß man keinesfalls ein Narr sein will, wenn es Gott und auch das/ein "Gesetz des Karma", "Wiedergeburt" und auch einen praktikablen Ausweg aus dem Leiden geben sollte. Sollte es denn anders sein, will man aber auch kein Narr sein. Man weiß ja nur, daß es Gott geben könnte, Wiedergeburt geben könnte, einen Ausweg aus dem Leiden geben könnte, ein Gesetz des Karma geben könnte.

Man mag ja vielleicht nicht wissen, ob die Welt ein Traum ist - wozu man evtl bei Shanakra, Rishi Vasishta, uä was las -, ob es Erleuchtung gibt, ob es Geburt und Wiedergeburt gibt oder aber doch nach diesem Leben alles vorbei ist, aber eines weiß man dabei sicher, nämlich daß man nicht der Depp sein will, wenn das eine oder auch andere oder auch mehrere derselben wahr sein sollten. Na klar will man nicht am Ende als Narr dastehen, indem man alles auf eine Karte setzte und sich ständig einzureden versuchte, sich selber vormachte, etwas zu wissen, was man aber ehrlicherweise nunmal gar nicht wußte und wovon man selber sehr genau wußte, daß man es gar nicht weiß.

Daß man "es könnte Wiedergeburt geben, die Welt könnte eine Art Traum sein, usw"  im Sinne von „gut-möglich“  bis zu einem gewissen Grade sehr wohl strategisch bewältigen kann, ist nunmal so. Außerdem werden seriöse, vernünftige Staaten dafür sorgen, daß so ein Lebensweg gangbar ist und niemand deshalb diskiriminiert werden darf; weiteres dazu unter „gut-möglich“. (….Interessanterweise hatte Herr Pythagoras das Prinzip Harmonie an den Anfang gestellt, war über die physikalischen Gesetze der Musikinstrumente bei „harmonischen Klängen“ zur Mathematik, den Zahlen, Zahlenverhältnissen gekommen; er zog in Betracht, daß es Wiedergeburt geben könnte und seine AnhängerInnen lebten vegetarisch. Am Ende verkündete Er, daß alles Leben Zahl sei und seltsamerweise findet man heutzutage die Informatik, welche zumindest Farben, Töne, Größen, usw allesamt als Zahlen „verwalten“ kann und stolz verkündet, daß all das „letztlich“ eine Angelegenheit  für/von „Zahlen“ sei....; siehe dazu zB das Buch "50 Klassiker, Religionen" von Peter Köhler, Gerstenberg-Verlag, ISBN 978-3-8369-2617-1, Seiten 38 - 41.

Zweifelsohne geht es im vorliegenden Lied /Text  "Bhavani Asktakam" auch um das Phänomen "Erleuchtung", "Turyia", "Yoga" und jenes  Phänomen wird damit auch zum Gegenstand einer strategischen Betrachtungsweise, welche auch in jenem Zusammenhange Fantasismus, Extremismus udgl ausschließt. Das zeigt aber auch den Wert der Überlieferung bezüglich jenes Phänomens. Würde Buddha je danach "gestrebt" haben, wenn Ihm niemand - aus Überlieferungen heraus - davon berichtet gehabt hätte? Es mag ja sein, daß jene, die es Ihm überlieferten, selber Erleuchtung nicht erlangt hatten, nicht suchten, nicht wußten, wie sie das anfangen sollten, usw und Buddha deshalb von jenen zunächst mal sehr enttäuscht war. Andererseits werden einem jene Menschen auch nicht geschadet haben, die sowas wie ein uralte Landkarte mit irgendwelchen komischen Symbolen darauf aus einer gewissen Kunstsinnigkeit oä überlieferten, und zwar schon gleich gar nicht wenn man die Symbole richtig zu verstehen verstand und einen damit  exakt bezeichneten "Schatz" finden konnte? Wäre es einem denn dann nicht gut genug gewesen, daß die Verwandeten die Karte einfach nur ganz "dekorativ" fanden und wenigstens aufbewahrten und an die nachfolgenden Generationen weitergaben? So ähnlich ist es halt auch mit den Veden udgl, die man ja auch einfach "gesanglich" betrachten und schätzen kann, ohne sie näher zu begreifen.

Dürfte man jenen, welche die Karte einst anfertigten sowie denen, die sie einfach halt nur so zuverlässig aufbewahrten weitergaben, gegenüber einfach nur elementar menschlich einfach nur ein wenig dankbar sein und das auch ausdrücken?

Sind jene, die sich daran erfreuen können und sie sozusagen als "Zierde" an die Wand ihres Zimmers hängen, nichts oder auch wenig davon begreifen deshalb "Idioten", "g'spinnerte Esoteriker", "Verrückte"? - Gewiß nicht. Aber es wäre offenbar  eine absurde Strategie, solche Menschen als "Idioten", "g'spinnerte Esoteriker", "Verrückte" zu bezeichnen und sie entsprechend zu misshandeln? Dürfte man jenne danken, die einem jenen schönen Wandschmuck überlieferten dankbar sein und das auch zum Ausdruck bringen selbst dann, wenn man die Karte auch nicht zu lesen vermochte oder aber auch mit dem "Lesen" noch nicht so ganz fertig geworden ist? Darf man analog dem Verfasser des Bhavani Ashtakam und jenen, die es überlieferten, Hochachtung entgegen bringen, sie nett oder auch toll finden und das als "Dankbarkeit" bezeichnen? Ist man deshalb ein unverbesserlicher "Spinner"? Ist man ein Idiot, nur weil man sich mit der Frage befaßt, ob es eine  "Schatzkarte" sein könnte und dieses "Hobby" mit dem Alltagsleben auf die Reihe zu bringen sich bemüht und auf "Workalkoholiker-Werdung", fanatischem "WissenschaftlerInnen-Dasein", fanatischem Christenleben udgl. zugunsten dieses seines Hobbies verzichtet und einem Lebensplan folgen gemäß "ein paar Überstunden ab und zu, nun gut; aber wenn der Chef schon von Anfang an sagt, daß man jede Woche 6-8 unbezahlte Überstunden zu machen habe und außerdem das ganze Wochenende nur noch an seinen Betrieb denken dürfe und daran, was man noch mehr dafür tun können - Nein danke!"

Solche entscheidungstheoretische Konzepte auf der obigen Basis dann auf die Möglichkeit der Existenz göttlicher Wesen, Gottes und obiger Überlegungen anwendend, hat man sich doch keiner Sekte odgl angeschlossen und auch keine Religion, Sekte usw gegründet, wenn man seine eigenen "Rechen-Ergebnisse" weitersagt etc. Und so wie es keine Sekte, Religion ergibt, wenn sich jemand an Naturgesetze hält, um nicht - aus purstem Leichtsinn - unter einer Lawine begraben zu werden, in eine Mure zu geraten, sich zu verkälten, sich tödliche Krankheiten wie "AIDS" einzufangen, usw usf, so ergibt und ergab es auch keine Sekte  und auch keine Religion, wenn man obige Überlegungen anstellt und Ergebnisse dazu kommuniziert und korrekte Ergebnisse beachtet/"befolgt".

Außerdem hat man auch die Aufgabenstellung, daß man die Möglichkeit von Geburt und Wiedergeburt sowie die Nicht-Ausschließbarkeit eines/des "Karmagesetzes"  dann also sinnvollerweise, strategischerweise ebenfalls zu berücksichtigen hat. Damit ist es dann ausgeschlossen, daß jemand aus der Aussage, wonach diese Welt eine "Art Traum" sein könnte, zu Schlußfolgerungen gelangt, die zurecht als Verbrechen bezeichnet werden und die zu ahnden man sich bemüht. (Mord, Raub, Vergewaltigung, Umweltfrevel, usw)

Selbstverständlich kann sich die Frage nach der Natur Gottes/göttlicher Wesen, seiner/derer Unsterblichkeit anschließen.


Wenn man so, die Möglichkeit göttlicher Wesen aus Gründen der Vernunft alleine einräumt und Gott einlädt, einem behilflich zu sein in der eigenen Misere, misslichen Lage, so ist das sehr wohl verschieden vom Ansatz der Religionen, die die Existenz eines oder auch mehrer göttlicher Wesen, GöttInnen, Göttzwi und die Verehrung, Anbetung  dieses Gottes oder auch die Unterwerfung an den Anfang stellen und dabei dann  bisweilen sogar historische Gestalten, Menschen als Gott verehren und die Worte jenes  Menschen zur unumstößlichen Wahrheit verklären/erklären und daraus allerlei  Handlungsvorschriften ableiten.  Na klar, könnte jemand Gott wahrheitsgemäß "gefunden" und "gesprochen" haben  und jemand könnte das ebenso wahrheitsgemäß und korrekt  weitersagen. Wäre es denn wahrheitsgemäß gewesen, wäre man ja blöd es nicht zu beachten, zu befolgen. Allerdings bleibt da jene Unsicherheit, jenes Nicht-Wissen bzgl der Wahrheitsliebe dessen, der da behauptet, daß es Gott Ihm/Ihr/Zwi gesagt habe und Er/sie/zwi es korrekt weitergebe. Genaugenommen haben auch jene es mit einer Situation zu tun, wo sie etwas nicht wissen, das sie jedoch für möglich halten.

Jedenfalls kann es keinen vernünftigen, anerkennbaren, wirklichen Grund für religiöse Gruppierungen - auch nicht für Staaten - geben in  "Bhavani Ashtakam" udgl einen Angriff auf sich, eine Feindseligkeit, eine grundsätzliche Schädlichkeit oder auch Gefährlichkeit  zu sehen.



V) deutschsprachige Literatur im Zusammenhang mit Shankara (bisweilen auch "Cankara" geschrieben):

"System des Vedanta nach den Brahma Sutras des Badarayana und dem Kommentar des Cankara über dieselbe", 1906, F.A. Brockhaus, Paul Deussen, 540 Seiten

Bhagavad Gita, der vollständige Text ,mit dem Kommentar  Shankaras , Knaur Esoterik,, München 1989, ISBN 3-426-26447-1.

Kleinod der Unterscheidung von Shankara,Bernd Helge Fritsch, ISBN 9783842363786, 2011, Verlag "Books on Demand GmbH"

Das Kleinod der Unterscheidung von Shankara (viveka-chudamani) findet man auch auf den Seiten 37 bis 141 in dem Büchlein "Die Erkenntnis der Wahrheit", ECON, ISBN  3-612-23058-1 vom Oktober 1990.

Das Kleinod der Unterscheidung, Weisheitsbücher der Menschheit, O.W.Barth.-Verlag GmbH, 1957; die Orginalausgabe erschien 1947 bei Vedanta Press, Hollywood, Cal./USA; die autorisierte Übersetzung besorgte Ursula von Mangoldt. (damals war Mr. Mahesh noch Sekretär bei Swami Brahmanda Saraswati, lehtre nicht, sodaß diese Übersetzung wohl als unabhängig von Mr. Mahesh betrachtet werden darf)

Shankara, "Das Kleinod der Unterscheidung" (Viveka-cudamanai"), Ein Juwel indischer Weisheitsliteratur, im O.W. Barth-Programm bei Scherz, Bern; München, Wien, Scherz [1987], 159 Seiten, ISBN 3-502-33004-2, zB auch in der Stadt Bibliothek München, am Gasteig, Ebene 2.


"KATHA-UPANISHAD, Von der Unsterblichkeit des Selbst mit den Kommentaren des weisen Shankara aus dem 9. Jahrhundert und Erläuterungen des modernen Meditationsmeisters Swami Nikhilananda", Otto Wilhelm Barth Verlag, 1.Auflage, ISBN 3-502-61003-7


Sieben Kleinode geistiger Erkenntnis, Heinrich Schwab Verlag, ISBN 3-7964-0175-9, 1.Auflage

1) Ein Blütenkranz von Versen über die Erkenntnis des Absoluten    (brahma-jnana-avali-mala)
2) Über die heilige Geringschätzung des Nicht-Selbst      (Anatma-sri-vigarhana-prakaranam)
3) Von Gedankenstille und vom vedischen Axiom "Ich bin Brahman, das Absolute"   (Laghu-vakya-vrittih)
4) Erklärung des vedischen Schlüsselwortes "Das bist Du"      (Vakya-vrittih)
5) Von Selbsterkenntnis     (Atma bodha)
6) Von Gotterfahrung     (Aporoksa-anubhutih)
7) Lobhymne auf die mystischen Silben der Göttlichen Mutter   (Mantra-matrka-puspa-mala-stavah)


Poesie des Vedanta, Heinrich Schwab VerlagISBN 978-3-7964-0198-5, 1.Auflage 2007, erstmals aus dem Sanskrit-Orginal ins Deutsche übersetzt und kommentiert von C.Rentsch

1) Zehn Strophen    (Dasa Sloki)
2) Die Erforschung der eigenen Natur    (Svarupanusandhana)
3) Acht Verse über die Gesegnten    (Dhanyastakam)
4) Die geistige Verehrung des Attributlosen    (Nirguna-mansa-puja)

Das Herz des Vedanta, Zusammenfassung der Kerngedanken sämlicher Upanishaden ( "Sarva-vedanta-siddhanta-sara-samgrahah), 2.Auflage 2007, Heinrich Schwab Verlag, ISBN 978-3-7964-0178-7

Kapitel 1  - Die vier Erfordernisse
Kapitel 2 - Der wahre geistige Meister, der Guru
Kapitel 3 - Die Schöpfung
Kapitel 4 - Das Selbst und das Nicht-Selbst
Kapitel 5 - Das Absolute
Kapitel 6  - Meditative Versenkung
Kapitel 7 - Erleuchtung

Außerdem enthält obiges Buch:
*   " Nirvana-Satkam", was ebenfalls Shankara verfaßt hat oder auch habe.
     ("Die sechs Srophen über die Glückseligkeit im Absoluten")

Desweiteren finden sich dort 5 weitere Verse, die ebenfalls Shankara zugeschrieben werden:
*  "Maya-Pancakam "

 


Die Erkenntnis der Wahrheit, ECON, ISBN 3-612-23058-1, enthält nebst Anmerkungen, Erklräungen und Nachwort folgende ins Deutsche übersetzte"Orginal-Texte" von Shankara: 

1) "Das Kleinod der Unterscheidung" (Viveka-chudamani)

 2) "Die Erkenntnis der Wahrheit" (Tattva bodha)


Unterscheidung zwischen Selbst und Nicht-Selbst (Drigdrisyaviveka), Ansata, mit einem Kommentar von Raphael, deutsche Ausgabe 1992 Ansata-Verlag Interlaken/Schweiz, ISBN 3-7157-0156-0; die ins Deutsche übersetzte "Ausgabe erschien 1977 in italienischer Sprache.


"Die Sutras des Vedanta" oder die Cariraka-Mimansa des Badarayana nebst dem vollständigen Commentare des Cankara. Aus dem Sanskrit übersetzt. Lepizig, F.A: Brockhaus, 1887, Paul Deußen, Classic Reprint Series, Forgotten Books (siehe auch www.forgottenbooks.com)


Bhaja Govidam - ShankaraText in deutsch, Sanskrit und Umschrift, 45 Seiten, broschiert, ISBN 3 - 922 477 - 03 - 8, MAngalam Verlag, 2005.

Siehe auch meine Übersetzung bei Swami Brahmanda Saraswati's gesanglicher Darbietung des Bhaja Goviddam


Einen kurzen Text titels "Shankara's Meditation über die Bhagavad Gita" (Seiten 118-127; mit Kommentar von Swami Prabhupada) findet man im deutschsprachigen Buch "Die Schönheit des Selbst", verfaßt von  Abhay Charan Bhaktivedanta Swami Prabhupada, ca 300 Seiten, ISBN-Nr.: 978-91-7149-502-0; überarbeitete Neuauflage 2007. Diese Stelle war für mich im Oneness-World- Laden in der Kreuzstraße in München zu finden; das Buch kann u.a. dort bezogen werden.


In >> "Die Upanishaden", Eingeleitet und übersetzt von Eknath Easwaran, Goldmann, ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008, <<, findet man folgenden Hinweis:






Literatur in anderen Sprachen:

"Hymnes a Shiva", Traduits et commentés par Jean Herbert,
Collection "LES DIEUX HINDOUS", Volume II, Editions Derain, Lyon, 1944,
(gelegentlich übersetze ich es dann aus dem Französischen)


PAÑCĪKARAṆAM of Śri  ŚAṄKARĀCĀRYA, Text and Vārttikā of Śri Sureśvarācārya, Erst-Ausgabe 1962 von Ramakrishna-Mission Sevashrama, Vrindaban, ADVAITA ASHRAMA 5  DEHI ENTALLY ROAD CALCUTTA 700-014, Versandbuchandlung Margret Hannemann


"The Hymns of Śaṅkara", von T.M.P.Mahadevan, Motilal Banarsidass Dehli :: Varanasi :: Patna, erste Ausgabe 1980.

aus dem Inhalt:

Hymn to Dakṣiṇāmūrti (Seiten 1 bis 26 incl.)

Hmyn to Guru (Seiten 27 bis 32 inkl.)

Bhaja Govindam (Seiten 33 - incl. 77)

Hmyn to Śiva (Śivānandalaharī) (ab Seite 78)         

im Anhang:

(i) Toṭakāṭaka  -   A Hymn of Eight Stanzas by Toṭakācārya  (ab Seite 173 bis incl. 176)

(ii) Mānsaollāsa  von Sureśvara (14 ausgewählte Verse) (Seite 177 bis Seite 184)



"Saundaryalahari", von V.K. Subramanian, Motilal Banarsidass Dehli  Publishers PVT. LTD., erste Ausgabe 1977; weitere Ausgaben 1980, 1986, 1990, ISBN: 81-208-0202-0 (in Leinen gebundene Ausgabe) und ISBN 81-208-0208-x (Paperback)



The Upanishads and Sri Shankara's Commentarybei forgottenbooks.com:
The translation of these Upanishads as well as of Sri Sankara Uhfiryfi's commentaries thereon is in the. Hands of Pandit Ganganatha Jha, u. A. S, of Dan bhanga whose scholarly attainments and reputation, a the translator of the Tattva Kaumudi and the Yogasara Sangraha are already too well-known to the public, to need any mention on my part.
ISBN    978-1-5276-2952-3; ISBN (Cloth) 978-0-484-89046-5, auf English, 215 Seiten

Dann gibt es auch noch einen Kommentar von Shankara zur Mandukya-Upanishade und Gaudapa's Karika bei "forgottenbooks.com": "The Madukyopanishad with Gaudapada's Krika and the Bhshya of Shankara" (die Upanishade samt des Kommentar's von Gaudapada ist auch enthalten in den "60 Upanishaden des Veda" von Professor Deussen in deutscher Sprache)

aber auch als:

Mandukya Upanishad With Gaudapada's Karika and Shankara's Commentary
www.amazon.in/Mandukya-Upanishad-Gaudapadas...Commenta...

    Taschenbuch: 320 Seiten
    Verlag: Advaita Ashrama; Auflage: Sixth edition, 11th reprint (1. Januar 2006)
    Sprache: Englisch
    ISBN-10: 8175050225
    ISBN-13: 978-8175050228



The Mandukya Upanishad With Gaudapada's Karika and Sankara's Commentary, Translated by Swami Nikhilanada (Das Vorwort stammt vom 24'ten Juni 1932, Vedanta Society, Providence, Rhode Isla, U.S.A.)  12.Reprint, Mai 2018, ISBN 978-81-7505-022-8  - leider vorerst nur in englischer Sprache; nachdem das ursprüngliche Buch aber über 85 Jahre alt ist, könnte es ok sein einen Orginaltext ins Deutsche zu übersetzen und das gedenke ich dann alsbald zu beginnen.


Prasthamathraya, Volume IV, Chandogya, von Vidyabhooshanam, Vidyavachaspati V. Panoli, Chandogya-Upanishad mit dem Kommentar von Shankara, Mathrubhumi Grandhavedi, Kozhikode, Kerala, Indien, 3. Auflage 2008, ISBN: 978-81-8264-664-3


The Taittiriya Upanishad Withnthe commentaries of Sri Sankaracharya, Sri Suresvaracharya, Sri Vidyaranya and the Atharva Upanishads: Amritabindu, Kaivalya, translated by Alladi Mahadeva Sastry, SAMATA Books, 10 Kamaraj Bhavan, 573 Mount Road, Madras, Indien, SAMATA edition 1980, reprinted 1993



Es gibt auch noch Kommentare Shankara's zu anderen Upanishaden, u.a. Mundaka-Upanishade, zB.:

Mundaka Upanishad With Commentary of Shankara, Translated by Swami Gambhirananda (2000-01-01) , (Taschenbuch) , Advaita Ashrama; Auflage: 2nd (Januar 2000), 98 Seiten, ISBN-10: 8175050985, ISBN-13: 978-817505098, gefunden bei "amazon".


Zur Mundaka Upanishade gibt es, notabene, eine gesangliche Darbietung von Gaiea Sanskrit bei https://www.youtube.com/watch?v=lVCmCd-nElg (Link ok am 7.7.2019)


Eine kritische Anmerkung zu Shankara's Kommentar findet man via:

bei https://wiki.yoga-vidya.de/Mundaka_Upanishad als Ergänzung zu jenem Artikel von Swami Sivananda zur Manduka-Upanishad (in deutscher Sprache):

>> Die Mundaka Upanishad des Atharvaveda - Erläuterungen nach Paul Deussen
Artikel aus „Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda“ in der Übersetzung von Paul Deussen, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden, S. 661 - 663.

Die Mundaka Upanishad (gelegentlich auch kurzweg Munda genannt, Muktikop. v. 29; Narayana zu Atharvasikha 1 p. 229,5, zu Garbha p. 60,6) gehört nicht einer bestimmten Veda-Schule an, sondern ist, wie der Name besagt, "die Upanishad der Kahlgeschorenen (Munda)", d. h. einer Genossenschaft von Asketen, welche, wie später die Buddhistenmönche, als Observanz die Kopfhaare abrasierten. Dem entsprechend wird am Schluß der Upanishad eingeschärft, dieselbe keinem mitzuteilen, der nicht vorschriftsmäßig das Kopfgelübde (Sirovratam) erfüllt hat. Daß unter diesem "Kopfgelübde" das Tragen von Feuer (etwa einem Becken mit Kohlen) auf dem Haupt zu verstehen sei, wie Shankara erklärt mit der Bemerkung, daß "dieses Gelübde im Atharvaveda vorkomme", scheint uns sehr zweifelhaft; denn zunächst wäre es dort nachzuweisen, was unseres Wissens noch nicht geschehen (ich will hoffen, daß man nicht dafür Atharvav. 10,2,26 anführen wird; vgl. über diese Stelle Gesch. d. Phil. I, 269), und dann bliebe noch die Frage, ob Shankara auf Grund einer Tradition oder (wie so oft) aus bloßer Mutmaßung redet, und ob wir nich
t seiner abenteuerlichen Auffassung der Stelle die einfache Interpretation für Sirovratam vorziehen, welche in dem Worte Mundaka liegt.[1]

Die Mundaka Upanishad ist eine der beliebtesten; in keiner Upanishad-Sammlung pflegt sie zu fehlen; unter den zehn Upanishaden, welche Muktika und ähnliche Sammlungen als die wichtigsten voranstellen, nimmt sie nach Isa, Kena, Katha, Prasna die fünfte Stelle ein; Narayana zählt die Atharva-Upanishaden von ihr aus als erster; schon Badarayana widmet ihr drei von den achtundzwanzig Adhikaranas, in denen er die Brahmanlehre abhandelt (System des Vedanta, S. 130), und Shankara zitiert sie allein in dem Brahmasutra-Kommentar 129-mal (1. c. S. 32).

Diese Bevorzugung verdankt unsere Upanishad nicht sowohl der Originalität des Inhalts, denn, die meisten Gedanken sind nachweislich älteren Texten entlehnt, als vielmehr der Reinheit, mit welcher sie die alte Vedantalehre vorträgt, und der Schönheit der Verse, in denen sie dieselbe zum Ausdruck bringt. Sie setzt voraus zunächst und vor allem Chandogya, sehr wahrscheinlich auch Brihadaranyaka und Taittiriya, und so wohl auch Kathaka, mit der sie mehrere Stellen gemein hat, welche dort im Zusammenhang vorkommen, während sie in Mundaka mehr abgerissen stehen. Der Sprache und sonstigen Haltung nach dürfte sie am nächsten zu Brihannarayana und Svetasvatara zu stellen sein; mit letzterer Upanishad teilt sie den poetischen Schwung, den Mangel einer geordneten Gedankenfolge und die Zügellosigkeit des Metrums, ist aber weniger reich an originellen Gedanken und dafür hinwiederum freier von theistischen und häretischen Neigungen als dieselbe. Mehrere wichtige Stellen hat Mundaka mit Svetasvatara und anderseits mit Brihannarayana gemein; ein Vergleich derselben (siehe die Anmerkungen) macht es wahrscheinlich, daß Svetasvatara von Mundaka, und Mundaka wiederum von Brihannarayana benutzt worden ist. Im großen und ganzen aber gehören sie sicher alle drei demselben Zeitalter an.

Eine Disposition der Mundaka Upanishad läßt sich, ohne Gewalttätigkeiten, nicht wohl geben, und nur ganz im allgemeinen kann man sagen, daß von den drei Teilen, aus denen sie besteht (und deren jeder wieder in zwei Hälften zerfällt), der erste die Vorbereitungen der Brahmanerkenntnis, der zweite die Lehre von Brahman und der dritte den Weg zu Brahman behandelt. Wiederholt aber kommt das Thema des dritten Teiles schon im zweiten, das des zweiten wieder im dritten, und das aller beider schon im ersten zum Durchbruch.  <<


Anmerkungen von mir:

>> Daß unter diesem "Kopfgelübde" das Tragen von Feuer (etwa einem Becken mit Kohlen) auf dem Haupt zu verstehen sei, wie Shankara erklärt mit der Bemerkung, daß "dieses Gelübde im Atharvaveda vorkomme", scheint uns sehr zweifelhaft; <<, schreibt/schrieb Prof Deussen.


Es geht dabei wohl um jene Äußerungen am Ende jener Upanishade, die Eknath Easwaran (ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, Seite 164) so übersetzte:

>> Man bringe diese Weisheit nur denjenigen bei, die das Gesetz von der Einheit des Lebens achten. Man bringe jene Weisheit nur denjenigen bei, die ihr Leben dem Herrn der Liebe opfern<<.

Nun was kann man von einem Lebewesen, das noch nicht Erleuchtung erlangt hat, jenes Wissen über brahman, atman noch nicht realisiert hat eigentlich überhaupt erwarten/verlangen?

Nun, man könnte allenfalls erwarten, voraussetzen, daß so jemand bereit ist "strategisch vernünftig" mit der Möglichkeit, daß es solches Wissen geben könnte, umzugehen.

Wenn selbst das nicht gegeben ist, nicht vorausgesetzt werden kann, jemand nicht mal bereit ist, das einzusehen, was kann man so jemandem überhaupt an Wissen geben?

Wird sojemand nicht alles Wissen immer wieder zu mißbrauchen sich offengelassen haben wollen?

Kann man es dann noch verantworten, Ihm ein Wissen zu geben?

Würde man schon jemanden persönlich unterrichten wollen, der - aus lauter Arroganz und Dummheit - mit einem Kübel glühender Kohlen auf dem Kopf neben einem stünde?

Außer "genau wissen "und "genau nachweisen können anhand von Literaturangaben", gibt es auch ein "strategisches Argumentatieren", das keinesfalls weniger "Wahrheitsgehalt", Bedeutung und Wert haben muß, also direktes "beweisen" und "begründen".

Allerdings war zur Zeit von Professor Deussen das Wissen um "Strategien" in einer mathematisch-wissenschaftlichen Präzision, Unpersönlichkeit und Unvoreingenommenheit leider noch nicht verfügbar.

Insofern verstehe ich dies hier auch nicht als Kritik sondern als Ergänzung.

Wenn man die Bhagavad Gita liest, so geht es darin nunmal um "strategische Probleme"; es war "strategisch vorherberechenbarerweise" falsch an jenem "Würfelspiel" teilgenommen und jenen Krieg als Folge davon riskiert zu haben und ebenso vorherwißbar strategisch falsch war  es gewesen, jenes Würfelspiel veranstaltet  zu haben, da mit Krieg vonseiten der Unterlegenen zu rechnen gewesen wäre.

Strategische "Wahrheiten" sind nunmal auch "Wahrheiten", die man tunlichst nicht mißachten sollte, da - je nachdem - mit mehr oder weniger unangenehmen, schlimmen bis tödlichen, ja kriegerischen Folgen zu rechnen wäre.

Wenn Shankara also jenes "Feuerritual" des "glühende Kohlen in einem Becken auf dem Kopf Herumtragen" für eine "sinnvolle" Auslegung für "Kopfgelübde" hält, so ist es zumindest, von einem "strategischen" Ansatz her betrachtet, nicht absurd, da das schon ein besonders krasser Fall einer "falschen Disziplin" ist, da es bei "Versagen" zu fatalen Folgen auch für Andere kommen könnte.

Andererseits ist es völlig richtig - eben auch von einem strategischen Gesichtspunkt aus betrachtet -, daß Prof Deussen jene Textstelle für sehr wichtig hielt/hält; schließlich war er ja d'rauf&d'ran dieses "Wissen" einer bereiter Öffentlichkeit (ua dem gesamten deutschsprachigen Raum) verfügbar zu machen; es ist Ausdruck des "Sich-seiner-Verantwortung-Stellens", daß er es sich in jenem Zusammenhang auch nicht zu leicht machen wollte. Sein Problem war es dem Anspruch an "Perfektion von Argumentation" und der "Verantwortlichkeit" gleichermaßen gerecht werden zu wollen und zu müssen.

Shankara hat dasselbe Dilemma insofern geschickt und anerkennenswert gelöst, als er strategischerweise korrekt vom "ungünstigsten Fall" "ausging", dh seine Lehre nicht zu einer Katstrophe führen können sollte, wenn der "ungünstigste Fall" eines Schülerinzwis mal eintreten sollte.

Gleichwohl konnte sich Shankara ebensowenig auf die "Mathematik zu Strategischen Problemstellungen" im Sinne "Westlicher Denk- und Darstellungsweisen" berufen als Prof. Paul Deussen. (Siehe Vorlesungen von Prof. Dr. F. Behringer an der TU-München über Spieltheorie, Vektoroptimierung und dazu die Vorlesungen über lienare und quadratische Optimierung von Prof Dr. Ritter und die Übungsstunden bei StDir. im Hochschuldienst Riedmüller  - aber auch nicht-linare Optimierung, ua von Dr. habil. Kredler und seine Methode mittles eines stochastischen Prozesses , sowie "kombinatorische Optimierung" von Prof. Tinhofer.)


In Helmut von Glasenapp's Übersetzung (Diderich's gelbe Reihe, ISBN 3-89631-426-2) heißt es in den Vorbemerkungen zu jener Upanishade:

>> Die Upanishad der 'Kahlgeschorenen', die denen verkündet werden soll, die das 'Gelübde des Kopfes' erfüllen, war ein beliebter und darum mancherlei Zusätzen und Erweiterungen ausgesetzter Text. Wenn sich, wie in der Bhagavad Gita, widerspruchsvolle Ansichten finden, so werden wir das nicht einer Übergangsphilosophie oder wie man es sonst nennen mag, sondern dem stets zu Überarbeitungen geneigten indischen Geist zuzuschreiben haben <<.


Ohne Prof. Deussen widersprechen zu wollen, möchte ich insofern darauf hinweisen, daß es, vom Standpunkt der yogischen Übungen, der Meditation - insbesondere auch den Lehren im Zusammenhang mit der "transzendentalen Meditation - her um das Abbauen von Spannungen geht. Siehe etwa auch Patañjali Yogasutren: "leidvolle Spannunen" usw und das Leiden, Krankheit und Tod einerseits verursacht werden von Unwissenheit und andererseits jedoch Unwissenheit zu Spannungen, Verspannungen, Verspanntheiten usw führt bzw führen kann und sei es daß es durch unbedachte Worte geschieht. Siehe: zB Patañjali Yogasutren.  Kapitel II, Vers 2:

>> Der Zweck (dieses Yoga) ist die Meditation und die Versenkung, und er setzt die Spannungen herab. << (Seite 83, "Die Wurzeln des Yoga", O.W. Barth Verlag, limitierte Jubeläumsausgabe 1999, ISBN 3-502-67006-4).

Auch auf Seite 89/90 Verse 3-9 und Seite 97/98 Verse 10-17 auch im Kapitel II, dh im Kapitel "Sadhana Pada, geht es um die "Leidvollen Spannungen" und deren Auswirkungen, dh um Sinn&Zweck derer Herabsetzung, Vermeidung bzw Auflösung.

In Professor Deussen's Übersetzung der Patañjali-Yogasûtren in "Allgemeine Geschichte der Philosophie", Band I.3 "Die Nachvedische Philosophie der Inder", 4.Auflage, F.A. Brockhaus, 1922 oder auch in www.archive.org unter:

findet man diesen Vers 2.2 samt der näheren Umgebung dazu übersetzt als:

https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/520/mode/2up


Bei Eknath Easwaran's Übersetzung der Mundaka-Upanishade (ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927) heißt es auf Seite 162:

>>Das strahlende Selbst, Atman, der sich dem Denken entzieht leuchtet im Größten, leuchtet im Kleinsten, leuchtet im Fernsten, leuchtet im Nahesten, leuchtet in der geheimen Kammer des Herzens. Unerreichbar für die Sinne ist er, aber nicht unerreichbar für einen Geist, der durch die Ausübung tiefer Meditation zur Ruhe gebracht ist. <<

Wenn also jemand "ohne Haare auf dem Kopf" lebt, so frägt es sich vom Standpunkt des Yoga her nunmal auch ganz allgemein, ob eventuelle Spannungen, Folgen von Unwissenheit dafür verantwortlich sind und inwieweit solche Personen, bildlich gesprochen/per Metapher ausgedrückt, solange - unnatürlicher, schädlicherweise für sich und die Umwelt sowie die Wälder und, allgemein ausgedrückt, Umwelt gefährdender Art&Weise-   Kübel mit glühenden Kohlen auf ihren Köpfen mit sich herumgetragen haben, bis das Haupthaar jener "Hitzköpfe" schließlich Schaden nahm.

Weitverbreitet ist heutzutage das "Energieproblem"; fast nichts machen die Menschen in einer Vielzahl von Staaten ohne "Fremdenergie", dh abstrakt gesagt: Freizeit - E-Bike muß her; Arbeit - Auto,ÖPNV- usw müssen her; Urlaub -Flugzeug - was sonst; achja gerade noch Eisenbahn uU, aber dann mit Tenpo 300 und eher noch mehr?; extrem ist es bei "Pendlern", die sich davon auch noch - mehr oder weniger - "abhängig" gemacht haben. Arbeit selbst? Na klar jede Menge von Maschinen und am besten "voll-automatisiert" und alles  - per Fremdenergie - per Robotern & co machen lassen und selber "nur" noch "Geld scheffeln", so viel und solange, bis es zum Streß wird, "in Arbeit ausartet". Was ist die Folge? Jede Menge Spannungen in der Umgebung, "Treibhauseffekt" und "glühende Kohlen" insofern über sich und ständig mit sich herumtragen. Das eigentliche Problem: Unwissenheit, Mühsal, Leid, Krankheit, Tod, Abrackern & co wurden aber nicht gelöst; die Probleme wurden&werden nur verschoben, verschleiert, vertuscht.

Auf Seite 89 heißt es in den Patanjali Yogasutren: im Teil 2, Abschnitt B, Vers 4:

>> Das Nichtwissen ist der Nährboden der anderen (vier Spannungen), ob sie schlummern, verringert, gespalten oder in voller Aktivität sind. Nichtwissen (avidya) ist (die falsche Anschauung), die das Vergängliche für unvergänglich, das Reine für unrein, das Leidvolle für Freude und das Nicht-Selbst für das Selbst hält" ("Die Wurzeln des Yoga", O.W. Barth Verlag, limitierte Jubeläumsausgabe 1999, ISBN 3-502-67006-4)

Bei Professor Deussen, wie schon angegeben:

https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/520/mode/2up



Für den jungen Swami Brahmanda Saraswati galt die "Überwindung" von Feuer und zwar auch im Sinne des Zornes als sehr wichtig und bedeutungsvoll.

In der Bhagavad Gita kommt jene Stelle vor wo es um den Zusammenhang von Feuer, Zorn, Gedächtnistrübung, Verlust des Intellekts und schließlich - ohne klarem Verstand - Gefahr für's Leben bis hin zu Verlust des Lebens erwachsen. (Kapitel II, Vers 63:

>> Aus Leidenschaft entsteht Verstandesverwirrung, aus dieser das Vergessen bereits geistig erkannter Wahrheiten; aus diesem Vergessen kommt Unvernunft, und der unvernünftige Mensch verdirbt << (Bhagavad Gita, Franz Hartmann, Reprint der Orginalausgabe von 1907, ISBN 3-8262-0812-9).

In der Übersetzung (deutsche Übersetzung von 1972, SRM-Publications, ohne ISBN-Nr) des Mr. Mahesh heiß es da:

>> Aus Zorn wächst Wahn, aus Wahn Gedächtnistrübung, Gedächtnistrübung  macht den Intellekt zunichte, und durch die Zerstörung dieses geht der Mensch zugrunde <<.

Bei Dr. Lorinser (aus dem Jahre 1869, römisch-katholischer Theologe und Priester); siehe https://www.forgottenbooks.com/en/books/DieBhagavadGita_11218168 bzw https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/DieBhagavadGita_11218168#71) heißt es:

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/DieBhagavadGita_11218168#70

(...www.Forgottenbooks.com, Gastzugang, Bhagavad-Gita übersetzt und erläutert by Franz Lorinser, ISBN-Nr.:978-0-366-11388-0; ISBN-Nr.: (Cloth) 978-0-366-15077-9....)

Diese Textstelle ist auch zu finden via den Link (ok. am 20.9.2020) >>https://archive.org/details/diebhagavadgita00unkngoog/page/n77/mode/2up<<.

In der Übersetzung von Professor Deussen, dh im Buch "Der Gesang des Heiligen" wird es übersetzt als:

https://archive.org/details/dergesangdeshei00deusgoog/page/n47/mode/2up


Abschließend betreffs jenes Verses der Bhagavad Gita noch die Übersetzung wie sie im Buch"Bhagavad Gita, der vollständige Text mit dem Kommentar Shankaras, ISBN 3-426-26447-1, Knaur Esoterik, 1989" zu finden ist, da hier eben auch Shankara (in jener deutschen Übersetzung) zu Wort kommt:


Insofern hat so eine Praxis wie das Herumtragen eines Beckens mit Kohlen, sicherlich  viel mit Mißverstehen klassischer Texte, Überlieferungen, Überlieferungen aus dem Bereich des Veda zu tun. Siehe wiederum obig erwähnte Stellen aus den Yoga-Sutren des Patanjali. ("Unwissenheit" als Urgrund der "leidvollen Spannungen").

In der Bhagavad Gita heißt es an einer Stelle, daß sowohl richtiges als auch falsches Wissen verstanden werden sollten und insofern scheint es mir an jenen Text-Stellen um das Erkennen des Unsinns gehen, ständig "glühende Kohlen" auf dem Kopf mit sich herumzutragen. Es gibt eben sinnvolle, sinvollere, aber auch unsinnige Formen von "Selbstdisziplierung", "Askese".

In der Übersetzung von Eknath Easwaran (ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927), Seite 163 heißt es :

>> Nicht von den Schwachen, nicht von den Unernesten, nicht von jenen, die falsche Disziplinen ausüben, lässt sich das Selbst realisieren <<.


So etwas wie "glühende Kohlen" in einem Becken auf dem Kopf herumzutragen, billigend in Kauf zu nehmen, daß man Steppenbrände, Waldbrände udgl auslöst und das alles auf der Basis gemeingefährlich-arroganten "Vertrauens" in sich selber, ist sicherlich die Ausübung einer falschen Disziplin.

Würde es denn  auch nur ansatzweis einen Sinn ergeben, zu gestatten, das Schüler mit Pistolen ("Feuerwaffen") oder einem Becken "glühender Kohlen auf dem Kopf" im Klassenzimmer oder bei einem Lehrer im Wald sitzen und den Lehrer und Mitschülerinzwis pausenlos damit bedrohne, sie alle umzubringen bzw den Wald - in dem sie alle nunmal sitzen - anzuzünden? Aus Verantwortung gegenüber den anderen Schülerinzwis bzw dem Wald, den Tieren und Pflanzen kann man solche "Unmenschen" nicht - ohne ganz besondere Sicherheitsvorkehrungen wie zB in einem Gefängnis) als Schülerinzwis annehmen. Aber selbst im Gefängnis solche Personen zB TM zu lehren ergab sehr negative Erahrungen. Ein TM-Lehrer aus München lehrte mal in einer Jugendvollzugsanstalt Häftlingen "TM". Nach deren Haftentlassung gab sich einer als "TM'ler "aus, schnappte sich den Karteikasten mit den Telefonnumern usw der TM-Ausübenden, griff zum Telefonhörer, rief sämtliche Mödchen und Frauen an und beslästigte sie. Ein Anderer machte sich sofort an Mädchen im TM-Center heran und brach alsbald die Centerkasse auf und entwendete das Geld, das darin zu finden gewesen war. Mag ja sein, daß andere sich nach deren Haftentlassung ordentlich benahmen und über die TM-Scene Halt fanden und teils erst mal auf der "Internationalen TM-Ebene" einen Job mit Unterkunft &Verpflegung und einem vorteilfaten Sammeln von "Erfahrungen im Arbeiten", zB Reinigungskraft fanden., was ihnen danach half sich in die "Gesellschaft" wieder eingliedern zu können und Freude an dem "integrierten" Leben gefunden zu haben.

Bei Shankara's Kommentar zu Vers 63 kommt das u.a. dadurch zum Ausdruck, daß er schreibt:

>> Ein zorninger Mensch kann aus Leidenschaft sogar so weit gehen, daß er den Guru beschimpft. Auch bei günstigen Bedingungen versagt dann die Erinnerung an die Dinge, die durch die Belherung der Schriften oder des Lehrers bereits im Geist verankert sind. Aus der Gedächtnisstörung resultiert der verlust der urteilskraft, die Unfähigkeit des inneren Sinnes, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. <<

Man findet das auch beim "Freiklettern". Jemand, der alleine, ungesichert klettert, riskiert nicht nur den eigenen Absturz, sondern gefährdet auch das Leben irgendwelcher Menschen, die am Fuße so einer Wand, weder die freikletternde Person selber sehen könnend noch von jener gesehen werden könnend, von einer herabstürzenden "Freikletter-Person" dann erschlagen werden könnten. Ist denn jene ganze "Region" solange deren Eigentum bis jene Person wieder "unten" ist? Oftmals bezeichnen Extrembergsteiger und -klettererInzwis ihren Sport als "meditative Praxis".  Außerem galten etwa die "Lagarto gigantes", die großen Eidechsen, die bis zu 50cm lang werden (bevor die Europäer kamen gab es eine Art, die über 1 m lang wurde und mehr als 1 Pfund an Gewicht erreichte) als ausgestorben. Als mal ein Hirte eine sich verstiegen gehabt habende Ziege zu retten sch bemühte, fand man in einer steilen Wand an der Westküste unweit Tigaday ein kleine Population der Art "Lagarto gigantes". Was wenn dort Sportklettererinzwis unterwegs gewesen wären, bei welchen nur noch blinder Ehrgeiz, so schnell als möglich hochzukommen, gezählt hätten? (siehe https://www.youtube.com/watch?v=BD8M5uZjwlo, usw. Wikipedia  https://de.wikipedia.org/wiki/Kanareneidechsen besagt dazu:

Auf Gran Canaria, Teneriffa, La Gomera und El Hierro gibt es endemische Kanareneidechsen mit Riesenwuchs. Das Gigantismus genannte Phänomen tritt oft bei Inselformen von Echsen und Nagetieren auf. Inselpopulationen neigen dazu, deutlich größere Körperformen als auf dem Festland zu entwickeln. Die Gran-Canaria-Rieseneidechse wird etwa 40 bis 50 Zentimeter lang, während die El-Hierro-Rieseneidechse bis zu 75 Zentimeter lang werden kann.

Während die Gran-Canaria-Rieseneidechse noch sehr häufig ist und vom Menschen auch auf Fuerteventura ausgesetzt wurde, galten die La-Gomera-Rieseneidechse und die El-Hierro-Rieseneidechse schon als ausgestorben. In den 1970er Jahren entdeckte ein Ziegenhirte auf El Hierro eine Restpopulation der Tiere. Im Juni 1996 entdeckte ein Biologe im Teno-Gebirge auf Teneriffa Rieseneidechsen. Es gibt eine Population von 300 bis 500 Tieren. 1999 wurden auch auf La Gomera an einer Steilwand im Valle Gran Rey einige Rieseneidechsen entdeckt. Sieben Exemplare wurden mit Fallen gefangen und werden in einem Freilandterrarium im Süden La Gomeras vermehrt.<<)



Insofern ist das also immer noch ein hochaktuelles Thema.

Es ist auch wie mit "Übergewicht". Einem Freund, Hans ..., sagte ich mal: "Sieh Du trägst dauernd einen ca 80kg (oder noch mehr) Rucksack, aufgrund deines starken Übergewichts, mit Dir herum und das, ob Du schläfst, Dir etwas kochst, auf die Toilette gehst, Dich 'entspannst', geistig arbeitest usw. Vergleich doch mal mit Anderen; so Manche tragen auch bisweilen einen Rucksack mit sich herum, aber den können jene abnehmen, abstellen. Es ist doch offensichtlich, daß man sich mehr und tiefer entspannen kann, wenn man seinen Rucksack nicht immer auf behält.".

Wieso also sollte so ein simples Verstehen, das als vernünftig zu verstehen, wohl kaum schwer fallen sollte, nicht bisweilen gesagt werden "müssen", wenn man jemandem was "Freundliches" sagen will? Es gibt im Leben eben auch um die "falschen Praktiken" (wie zB auch  übermäßiges Essen), "Fehlerhaftigkeiten" und wenn es um Yoga, Erleuchtung & co gehen sollte, muß das schon - aus allgemeinen, trivialerweise wahr und vernünftig seienden Gründen - angesprochen werden dürfen. Man kann so zB Übergewichtigen etwa auch begreifbar machen, daß es doch offenbar eine "Entspannung" auch für sie geben sollte können und zwar eine Entspannung, die über das hinaus geht, was jene derzeit kennen und derzeit können; daß es ua ganz simpel, einfach und selbstverständlich und keinesfalls esoterisch-weltfremd-wahnsinnig-absurd eine Entspanntheit jenseits dessen geben kann/könnte was man bis dato kannte/kennt/für das Optimum hält.


Energie mag ja nen natürlicher Bestandteil der Natur, der Welt/Welten sein. Aber man darf das natürliche gefüge von Energie, Formen, Strukturen, Getrenntheiten, Zusammengehörigkeiten usw nicht gewaltsam stören, da das sonst selbstverständlich zu Ungleichgewichten und, damit verbunden, zu Spannungen führt, die beim Entladen und Vorhandensein mehr oder weniger große Gefahren mit sich bringen; umgeben von Gefahr/Gefahren bedeutet aber "Streß", dh reduzierte "Entspanntheit", usw usf. Man sieht am Beispiel der Kernenergienutzung, daß man das natürliche "sehr starke nicht Gehäuftsein und nicht Angereichertsein des Vorkommenes in der Natur tunlichst so belassen werden hätte sollen/müssen; Gefahren, Dauer-Spanungen bis hin zur "Entsorgungsproblematik" sind die Folge jener "glühenden Kohlen", die gewisse Menschen unbedingt tagelang mit sich herumtragen mußten, bis "Atomwaffen", "Kernreaktoren", "radioaktives Abfallproblem", grenzwertige Demos die dann wieder großen Polizeieinsatz erforderten, "Kriegs-Gerassel" herausgekommen waren oder auch anders ausgedrückt, bis jenen die "glühenden Kohlen" heruntergefallen waren und sie die Kontrolle darüber verloren hatten. Wieso sonst hätte Albert Einstein später dann gesagt, daß der Bau der Atombombe sein größter Fehler war? Offenbar konnte er das Geschehene nicht mehr beherrschen, hatte die Kontrolle darüber verloren, seine "glühenden Kohlen" waren ihm heruntergefallen, so wie sie der japanische Gesellschaft in Fukushima heruntergefallen  sind und der UDSSR/Ukraine in Tschernobyl zuvor bereits. Großbritanien kam das "Plutonium" auch aus, wie die Verseuchtheit der Böden  derer Wiederaufbereitungsanlage zeigt; in La Hague im Frankreich erwiesen sich die Weiden ringsherum als verseucht mit "Tritium". Noch allen fielen jene "glühenden Kohlen" irgendwann herunter - wenn nicht gar auf sich selber herab - , auch den USA in "Harrisburg" und ua inform der absurden Tests in der Wüste Nevada an lebenden Soldaten! Auch John von Neumann starb am Ende qualvoll daran, daß er bei jenen frühen Tests im "Schützengraben" zu nahe dabei gewesen war um genau hinsehen zu können.

Wenn man nun mal sieht, daß die Menschen, die jenes "Glühende-Kohlen-mit-sich -herumtragen" im vorherigen Sinnen praktizierten, für die besonders klugen, weit überdurchschnittlich intelligenten Menschen gehalten wurden&werden, überdurchschnittlich bezahlt wurden und werden, dann kann es wirklich nicht schwierig sein einzusehen, daß es ein "Intelligtsein" und eine "Intelligenz" geben sollte, die mindestens in so greifbarer Nähe sind wie das "Nicht-mehr-mit-sich-herumtragen" glühender Kohlen auf dem Kopf.

Warum sollte man aber dabei nicht vernünftig bleiben können? Wieso sollte das dann sofort, unverzüglich und selbstverständlich der Bereich von Religionen und Sekten sein? Dazu heißt es in der Übersetzung von Prof. Eknath. Easwaran ("Die Upanishaden", ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927, 6.Auflage, Deutsche Erstausgabe Feburar 2008) etwa auf Seite 163:

>> nicht durch diskursives Erörtern, nicht durch den Verstand, nicht einmal durch das Studium der heiligen Schriften lässt sich das Selbst realisieren. Das Selbst offenbart sich demjenigen, der sich nach dem Selbst sehnt. Jene, die sich von ganzem Herzen nach dem Selbst sehnen, werden vom Selbst als ihm zugehörig erwählt <<.

Insofern ist es offensichtlich, ja trivialerweise so, daß es sich bei diesem Wissen und dem Wissen um "richtige Meditation" wahrlich nicht um Sekte zu handeln braucht und wer es eben "nicht-sektisch" lehren und ausüben möchte, der mag bisweilen hie&da fehlerhafterweise von der durchaus sinnvollen, brauchbaren Disziplin abweichen, aber Sekte ist's noch lange nicht und von "Verschleierung hinduistischen Hintergrunds" kann keine Rede sein; ganz im Gegenteil, jene die es als "sektisch"", "religiös" &co bezeichnen und nach "therapeutischer - notabene auf grausamen "Tierversuchen" aufbauender - Qualifiziertheit" rufen, betreiben da eher "Volksverdummung" und haben es -leider - selber (noch) nicht verstanden.

Es geht eben auch vernünftig-"wissenschaftlich", unpersönlich, fair, abstrakt und doch korrekt meditierend, natürlich und dennoch nicht natur-religiös. Aber wenn es nunmal Götterinzwis, unsterbliche sowie erleuchtete Siddhas, Engel & co geben sollte, wieso sollte es unwissenschftlich, sektisch, Verschleierung von irgendeiner Religion & co sein, wenn man solche Wahrheit/Wahrheiten wahr sein läßt/ließe? Es dann nicht wahr sein lassen zu wollen, wäre wiederum sowas wie das "Herumtragen glühender Kohlen in einem Gefäß auf dem Kopf", es hieße im Wissenbereich "Spannungen aufrechterhalten wollen", es wäre im Widerspruch zu "sich tiefstmöglich entspannen", zu "optimaler Entspanntheit". Wie fanatisch, spannungsgeladen, "Beladen mit glühenden Kohlen auf den Häuptern" muß eine Gesellschaft sein, wenn deren Gerichte bzw gar deren oberstes Gericht, das nicht mehr wahrhaben können? Dazu sei obiges Zitat nochmals wiederholt: Auf Seite 89 heißt es in den Patanjali Yogasutren: im Teil 2, Abschnitt B, Vers 4:

>> Das Nichtwissen ist der Nährboden der anderen (vier Spannungen), ob sie schlummern, verringert, gespalten oder in voller Aktivität sind. Nichtwissen (avidya) ist (die falsche Anschauung), die das Vergängliche für unvergänglich, das Reine für unrein, das Leidvolle für Freude und das Nicht-Selbst für das Selbst hält" ("Die Wurzeln des Yoga", O.W. Barth Verlag, limitierte Jubeläumsausgabe 1999, ISBN 3-502-67006-4)

Summa sumarum hat diese "Problematik" außer mit Rigveda, Samaveda und Yajurveda auch mit "Atharva-Veda" (darin geht es, angeblich, um "gesellschaftliche Aspekte&Folgen von Wissen und Nicht-Wissen") etwas zu tun.


Außerdem sei angemerkt, daß man von Jemandem, insbesondere einem Minderjährigen, den man zwang , sich mit so einer Lehre zu befassen, allerdings nun wirklich keinerlei "Gelübde-Abgelegthaben" erwarten darf und kann.


Zur Isha-Upanishade findet man in englischer Sprache sowohl den Text als auch  Shankara's Kommentar bei:  http://shankara.redzambala.com/upanishad/isha-upanishad-shankaras-commentaries.html (Übersetzungen der Isha-Upanishade ins Deutsche gibt es zahlreich. Übersetzungen durch Shri Aurobindo, Prabhupada sah ich im "Oneness-World"-Laden, Kreuzstraße, München); sie ist auch in etlichen Sammel-Ausgaben von mehreren Upanishaden, etwa bei Easwaran, enthalten; aber auch in: "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda", in der Übersetzung von Paul Deussen,  marixverlag ISBN-10: 3-86539-090-0 und ISBN-13: 978-386539-090-5 - Seite 634 - 639 - bzw in "sechzig Upanishad’s Des Veda, aus dem Sanskrit übersetzt und mit Einleitungen und Anmerkungen versehen von Dr. Paul Deussen, Professor an der Universität Kiel", 3. Auflage, F.A. Brockhaus, 1921, https://www.forgottenbooks.com/en/readboo /SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#21; (Link vom 25.9.2019) oder auch https://archive.org/details/sechzigupanishad00deusuoft/page/522/mode/2up.

Auch gibt  noch die Übersetzung der Isha-Upanishade - inklusive der Übersetzung von Shankara's Kommentar - vom Verfasser dieser homepage, Franz Rickinger.


Shankara verfaßet auch das "Dakshinamurthy Stotram". Eine gesangliche  Darbietung mit eingeblendetem Text in Sanskrit und auch  Englischer Sprache findet man zB bei:

https://www.youtube.com/watch?v=fPoP7Kk7vgU (Link ok am 26.9.2019)

Englische Übersetzung von Ramesh Krishnakumar, Mai 2017  

Im Vorwort heißt es dazu:


>> Adi Sankaracharya has written very many great Stotras (prayers) but here is a unique prayer, which is not only a prayer but the summary of all the philosophy that he has taught. Even during his time, this stotra was difficult to comprehend and it became necessary for one of his disciples, Sureshwaracharya to write a commentary called Manasollasa to explain it.  <<


Ins Deutsche von mir übersetzt:

Adi Shankaracharya hat viele großartige Stotras (Gebete) verfaßt, aber hier ist ein einzigartiges Gebet, welches nicht nur ein Gebet ist, sondern die Zusammenfassung der gesamten Philosophie, welche er lehrte. Sogar während seiner Lebzeiten war dieses Stotra schwer zu verstehen und das erforderte, daß einer seiner Schüler/Anhänger/Jünger/Studenten, Sureshwaracharya, einen Kommentar dazu, Manasollasa genannt, zu verfassen. (Anmerkung des Übersetzers: Zu Sureshwacharya, siehe unter Vartikakara, der auch einer der vier Hauptschüler von Shanakra war und der erste Shankaracharya des Südens, Shankartacharya von Sringeri wurde/war.)



Dakshinamurthy Stotram


.. jene höchste Wahrheit bezüglich Brahman erschien in einer jugendlichen, stillen Form (Dakshinamoorthy)

..sitzt, umgeben von gebildeten, klugen, entscheiden könnenden, erfahrenen und bejahrten Weisen, deren Geist auf das Brahman gerichtet ist.

..jener großartige Lehrer, dessen Hände zum chin-mudra geformt sind und das chin-mudra zeigen hat eine glückseelige, wonnevolle Form..

..er offenbart in sich selbst ein fröhliches Wesen, eine erfreuliche Gemütsruhe, ein Freude bereitendes Benehmen; ich huldige diesem Dakshinamoorthy, ich spreche in den allerhöchsten Tönen von diesem Dakshinamoorthy...

..in der Nähe eines Banyan-Baumes auf dem Boden sitzend..

..alle Weisen und Wahrheitssuchenden sitzen bei jemandem, der Weisheit gibt..

..der Lehrer der drei Welten, Lord Dakshinamurthi..

Der/die/zwi Gebildete, Entscheidungsbefähigte, Gelehrte , der/die/dös die Qualen der Geburten und Wiedergeburten zu durchkreuzen, zu durchbrechen vermag, der dem Elend von Geburt und Wiedergeburt würdevoll ein Ende zu bereiten vermag.. ich verneige mich vor Ihm/Ihr/Dös...

.. der Anblick der bejahrten Schülerinzwis, Jüngerinzwis, Anhängerinzwis an den Wurzeln des Baumes zusammen mit dem jungen Guru ist wahrhaft malerisch, ist allerdings lebensvoll, anschaulich, bildhaft..

..Dös LehrerInzwis ruhige, stille Erklärungen beseitigten die Zweifel seiner Anhängerinzwis, Schülerinziws, Jüngerinzwis..

..die Schatzkammer, Fundgrube von Wissen, dieser gefunde Schatz, der/die/dös Heilenderinzwi von Krankheiten des Körpers, Geistes sowie Gemüts..

LehrerInzwi der ganzen Welt, ich verneige mich vor Lord Dakshinamurthi...


..Om, ich verneige mich vor der ursprünglichen, grundlegenden Bedeutung des Wortes, der reinen Form von Wissen, Wissensform...

..Ich verneige mich vor Lord Dakshinamurthi...

..reines Bewußtsein des/der/dös großartigen LordInzwis, der an den Wurzeln von allem lebt, verweilt, bleibt....

.. die Form von Existenz-Bewußtsein-Glückseeligkeit.. Ich verneige mich vor Lord Dakshinamurthi

...JenerInzwi, der/die/dös die Form ist, welcher/welche/welchös als Ishwar gesehen wird, der Guru und der Atma getrennt..

.. dessen freundliche, großzügige, mitfühlende, ausdehnungsfähige Form das gesamte Universum durchdringt.. Ich verneige mich vor Lord Dakshinamurthi...

..so wie der Anblick einer Stadt in einem Spiegel gesehen wird/werden kann, so werden die Bilder, Gesichter, der Welt in Ihm/Ihr/Iön gesehen...

.. Die Wesen der Welt, die Geschöpfe der Welt erscheinen infolge von Maya als würden sie außerhalb von Ihm schlafen..

.. aufwachend wird von einem die Dualität erkannt und gesehen..

.. Ich verneige mich vor jenem Bild des/der/dös Sri Guru im Inneren, Sree Dakshinamurthi..

...so wie der Sproß im Inneren eines Samens dessen Teil, Teil des Samens ist, so ist die gesamte Welt  ein Teil der gesamten Wirklichkeit bevor sie manifest wird...

..die großartige, herrliche, wunderbare, Glanz verbreitende Welt wird verursacht durch Illusion bezüglich Zeit und Raum..

..ähnlich des großen Auftritts eines/einer/einös ZauberkünstlerInzwis, macht es der/die/dös Mahayogi auch - allerdings weise, “like-wise”, "wie weise" -...

..Ich verneige mich vor jenem Bild des Sri Guru im Inneren, vor Sree Dakshinamurthi

...jemand , der die Ursache der pochenden Quelle der Welt ist, wird irrtümlicherweise als unwirkliche Existenz gesehen/angesehen/betrachtet, für unwirkliche Existenz gehalten...

...das Mahavakhya des Veda “Tat-twam-asi” (Du bist Jenes), erleuchtet jene, die es verwirklichen tatsächlich und wahrheitgemäß, vollständigst, exaktestens, richtig, genau..

.. diese direkte Ansicht, diese erkennende und Erkenntnis ermöglichende Wahrnehmung durchbricht den Zyklus von Geburt und Wiedergeburt..

..Ich verneige mich vor jenem Bild des/der/dös Sri Guru im Inneren, Sree Dakshinamurthi

...Wie das Licht sich ausbreitet, das von einer großartigen Lampe im Inneren eines Topfes mit zahlreichen Löchern kommt... verbreitet sich Licht in alle Richtungen..

..Ausgehende, sich verströmende Weisheit ist die Ursache von Erleuchtung.... durch die Sinnesorgane eines Wesens pochend ...

..wenn man verwirklicht “Ich weiß mich selbst”, wird man verwirklichen daß “ER/SIE/DÖS alleine alles in diesem Jagat bescheint, zum glänzen bringt, offenbart, erleuchtet” (Anmerkung des Übersetzers: Lt. Prof Dr. Dr. Mylius’s Sankrit-Lexikon auf Seite 162 gilt:  “jágat I. Adj 1. gehend; 2. beweglich, lebendig; II. 1. m Pl Menschen m Pl; 2. n a) Menschen m Pl und Tiere n Pl; b) Erde f, Welt f; 3. Name eines Metrums von 4 x 12 Silben).

..Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, Sree Dakshinamurthi

... einige Intellektuelle denken, meinen, daß Körper, Atem, Sinnesorgane, Erde, Geist samt Gemüt und Leere die Wahrheit seien/sind...

.. sind sie den/irgendwelchen blinden Frauen und Kindern unähnlich?... Unwissenheit kann nur von Dir beseitigt werden..

.. dieses großartige “Power Play”, diese großartige, machtvolle Aufführung deiner Maya....jene Verwirrung, Verwirrtheit, Illusionsverhaftetheit kann nur von Dir beseitigt, aufgelöst werden...

Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, jenem/jener/jenös Sree Dakshinamurthi.

.. ähnlich wie die Sonne erscheint, wenn sie von Rahu bedeckt wird, bist Du überschattet von deiner eigenen Maya. (Anmerkung des Übersetzers: In Wikipedia - siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Rahu - heißt es: Rahu (Sanskrit: राहु , daß Rahu ein Schattenwesen ist, welches Verdunklung verursachen kann - vgl. Sonnenfinsternis und Monfinsternis - sowie der König der Meteoriten ist.)

.. Jemand dessen Sinne im Schlafen beherrscht sind, zur Ruhe gekommen sind, merkt, erkennt

...wenn er aus seinem Traum erwacht, daß er/sie/zwi in einem Zustand des Schlafes gewesen war...

Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, vor Sree Dakshinamurthi

.. Während der wechselnden, veränderlichen Zustände des Körpers (Kindheit, Jugend, Senior) und jener des Geistes (Wachen, Träumen und Schlafen), bleibt man selber immer der~/die/dösselbe...

Du enthüllst das großartigste Wissen schlechthin, für immer lebendig bleibend und ewig scheinend,...

 ...jenen die Fortschritte machen in ihrer Verehrung, Hingabe, mehr oder weniger verzweifelten Suche, Du enthüllst, offenbarst deine bezaubernde, beseligende, glückstrahlende, äußerst friedfertige chin-mudra

Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, vor Sree Dakshinamurthi

..die Welt betrachtet und sieht alles gemäß Ursache und Wirkung, Unterschiedheit, Getrenntheit zwischen Dir und dem Lord (wird gesehen), Losgelöstheit von Dir, dem Lord wird gesehen..

...Student und Lehrer, Vater und Sohn.. Alle glauben an eine transzendente Unterschiedlichkeit, Getrenntheit

....zwischen dem Traum- und dem Wachzustand. Die Menschen sind durcheinander, verwirrt, in Illusion befangen durch die Macht der Maya...

Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, vor Sree Dakshinamurthi

.. vor Ihm/ihr/Iös , der/die/dös in acht Formen erscheint, achtfach erscheint als das sich bewegende und fortbestehende, unbewegte Universum, das auch Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther, Sonne, Mond und  individueller Seele besteht

.. Er/Sie/Zwi hat sich in seinen eigenen acht Erscheinsweisen manifestiert

Es gibt nichts wonach man suchen könnte als nach dem Lod, der/die/dös alles durchdringt.

Ich verneige mich vor jenem Bild von Sri Guru im Inneren, vor Sree Dakshinamurthi

..Hörend von der leuchtenden, strahlenden, scheinenden universellen Seele, welches alles in dieser Hymne vereint, zusammenhält, Sinn haben läßt.

...Über dessen Bedeutung nachdenkend, die Wahrheit hinter den Worten erfassen wollend, es laut als meditatives sankeertan chantend, achtungsvoll oder auch hingebungsvoll rezitierend...

(zu "Sankeertan" findet man im Internet: 1) bei https://www.yogapedia.com/definition/6632/sankirtan : Sankirtan ist eine Form von Gesang oder Chanten, wobei Gott gepriesen wird und das in einem öffentlichen Rahmen stattfindet. Der Begriff kommt von der Sanskrit-Wuzel "kirtan", welches "verehren, lobsingen, preisen","zelebrieren" oder "verherrlichen" bedeutet. "San" kommt von dem Wort "samyak", welches "vollständig, komplett" bedeutet.

Westliche Menschen sind mit "Sankirtan" konfrontiert worden, haben "Sankirtan" kennengelernt im Zusammenhang mit der Hare Kirsha Bewegung, deren Anhängerinzwis öffentlich die Lobgesänge auf  Lord Kirsha singen; dabei werden sie oft von Trommeln oder anderen Percusions-Instrumenten begleitet und Tanz begleitet. Wenn der Sankirtan auf die Straßen getragen wird, wird er nagara-sankirtan genannt.

2) Bei IKSON, Internationale Gesellschaft für Kirsha-Bewußtsein heißt es dazu:

>>Die vedischen Schriften sind  Bücher von unschätzbarem Wert, da sie uns alles Wissen geben, was wir brauchen, um unser Leben vollkommen zu machen. Srila Prabhupada hat unermüdlich daran gearbeitet, diese Schriften ins Englische zu übersetzen und zu erläutern, so dass sie nun auch allen Menschen im Westen zugänglich sind.
Es ist uns ein großes Anliegen, das vedische Wissen weiterzugeben, da wir selbst erfahren haben, wie sehr diese jahrtausendalten Weisheiten unser Leben positiv verändern können. Daher gehen wir oft auf die Straße und stellen den Menschen die Bücher persönlich vor. Das wird Sankirtana genannt. <<
 )

..wird man Sarvatmabhava erreichen,... das universelle, absolute Bewußtsein, den gößten Schatz, das Wichtigste, Wertvollste, Bedeutenste als Selbst-Verwirklichung

[zu “Sarvattmabhava” findet man etwas bei www.atmabodha.org “Diess sarvatmabhava und nur dieses ist kaivalya bzw mukti”. Bei https://dokument.tips > Category Documents vom 29.11.2015, “Dakshinamurthy Sloka’s Bedeutung auf Englisch - DOKUMEN.TIPS” heißt es: sarvatmabhava - Wertschätzung des selbst aller Wesen als ein Sein in der Einheit all-durchdringenden Lords.” „Sarvatmabhava = Die wahrheitsgemäße, nicht auf Einbildung beruhende Erkenntnis des allem zugrundeliegenden und alles durchdringenden Einsein“, würde ich da resumieren.

Bei Wiki.yoga-vidya.de heißt es: Sarvatmabhava (Sanskrit: सर्वात्मभावो sarvātmabhāva m.) der erfahrene Zustand (Bhava), die Seele (Atman) von allem (Sarva) zu sein, das Allseelesein, die Identität von einem selbst mit allem.]



...die acht siddhis ohne jegliche Widerstände, Hindernisse erwerbend, erhaltend (anima, mahima, laghima, grima, prapti, prakamayan, ishitwam und vashitwam) und eine günstige Ausgangssituation, Basis für Leben, zurecht Zuversicht erlangt habend...

(Anmerkung: Auf die Parallele zu “Kaivalya”, gemäß Patanjali’s Yogasutren, wurde nun noch besonders klar hingewiesen.)

Anmerkungen meinerseits zum Dakshinamurty  findet man als Anmerkungen zur Überetzung des Totakashtakam. Meine Auffassung wonach es sich die Dartsellung einer Idealvorstellung eines Gurus handelt wird auch getragen von Shankara's Aussage bzw seiner Beziehung zwischen Ihm und "Guru" im "Shivoham" (=Nirvanashtakam), wo es heißt: >> Na bandhur na mitram gurunaiva shishya  
-  I am not brother, nor friend, nor guru, nor aspirant
-  Ich bin weder Bruder, Freund,  Guru noch Bewerber/Anwärter
  <<. Er ist, so sagt er, jedenfalls nicht "Guru".)



vi) Auf Shankara sich beziehende Werke und nicht an die Shankaracharya-Tradition gebundene Lehren:

*) Das "Vedantasara" des Sâdananda fußt, so Prof. Deussen, ua auf Vyasa's Vedanta; es seien aber auch Einflüsse der Mandukya-Upanishade, Shankara's Lehren usw darin zu finden, heißt es im Buch von Prof. Paul Deussen titels "Allgemeine Geschichte Der Philosophie", Band I.3, "Die Nachvedische Philosophie der Inder", etwa vierte Auflage, von 1922,  F.A. Brockhaus/Leipzig auf den Seiten 615 und 616. Siehe dazu auch etwa die Auflage von 1908 (ebenfalls ab Seite ab 615 ) per: https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/614/mode/2up

Professor Deussen's Übersetzung des Vedantasara findet man dann ab Seite 639 als Abschluß zu diesem seinem Werk https://archive.org/details/p3allgemeinegesc01deus/page/638/mode/2up

(**) Auch die Lehrtätigkeit des Mr. Mahesh, den so manche seiner Anhängerinzwis als  "Maharishi" Mahesh "Yogi" zu bezeichnen  pflegten, ist wohl dieser Kategorie zu zuordnen.

Eines der Anliegen dieser homepage war/ist es Ausübenden jener "Transzendentalen Meditation" klassische Literatur in deutscher Sprache darzulegen bzw aufzuzeigen, welche es ihnen ermöglichen sollte die kritische Distanz zu jenem Mr. Mahesh zu wahren bzw wieder einnehmen zu können, ohne daß sie auf die Vorteile der wahren "Lehr-Anteile" sollte verzichten müssen.


Vartika Kara

Sureshwaracharya