Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

11) Gaudapada:


Gaudapada verfaßte, lt. Dr. Garbe, einen Kommentar zu Samkya, jenem System der indischen Philosophie. Dies erwähnt Dr. Richard Garbe zumindest in seinem Buch "die Samkya Philosophie"; man sehe dazu etwa: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/DieSamkhyaPhilosophie_10322786#0 (Das gibt es auch als "kindle"-E-Book)

Laut Professor Deussen, handelt/handle es sich dabei aber eher um einen anderen Gaudapada, als jenen, welcher der Lehrer Großmeister von Shankara, dh der Lehrer des Lehrers von Shankara war.


Ein weiterer Hinweis auf eine lehrreiche "Hinterlassenschaft" von Gaudapada  war zu finden im Zusammenhang mit der CD "Shakti" von Anuradha Paudwal: Es heißt bei http://shankaracharya.org/soundarya_lahari.php "Soundarya Lahari, By Adi Sankaracharya, Translated bY P. R. Ramachander": Es heißt dort u.a.>>..... It was read from there by Sage Goudapada who taught it to Adi Sankara. Adi Sankara himself added the rest of the 59 stanzas and completed it.<<, dh.:" Es wurde dort vom Weisen Gaudapada gelesen, der es Shankara lehrte. Adi Sankara selbst fügte die restlichen 59 Verse hinzu und vervollständigte es. (Diese CD fand ich mal im Laden "Oneness World" in der Kreuzstraße in München und sie erinnerte mich erst mal als wäre es eine irgendwie noch soweit richtig überlieferte "vedische Erkenntnis", welche Frau Shankti, die Tochter von Rishi Vasishta, mal erlangte, "sah".  Siehe aber auch zB amazon:  Shakti Prayer; Craig Pruess & Anuradha Paudwal Aus dem Album  Sacred Chants of Shakti 1. July 2012 oder auch: https://www.youtube.com/watch?v=03dR1-tYS20 oder auch: https://www.youtube.com/watch?v=M8TZ-f2DT4A)  

 



Gaudapada hinterließ auch einen Kommentar zur Madukya Upanishad; Gaudapada war der Lehrer von Yogi Govinda, welcher wiederum der Lehrer von Shankara war. Jener Kommentar zur Mandukya Upanishad wird in englischer Sprache im Internet vielfach angeboten, ua:

Ein weiterer Hinweis auf

Mandukya Upanishad With Gaudapada's Karika and Shankara's ...
www.amazon.in/Mandukya-Upanishad-Gaudapadas...Commenta...


Mandukya Upanishad: with Gaudapada’s Commentary

zB: https://books.google.de/books?id=9vXFcUYWgxsC&pg=PA5&dq=Mandukya+Upanishad:+with+Gaudapada+Commentary&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi6lZbg5dnWAhWpKcAKHcc_CzgQ6AEIJjAA#v=onepage&q=Mandukya%20Upanishad%3A%20with%20Gaudapada%20Commentary&f=false Link geprüft am 5.10.2017

ISBN 978-81-88157-43-3


https://books.google.de/books?isbn=1537055712 - Diese Seite übersetzen
Charles Johnston - 2016 - ‎Religion
with Gaudapada's Commentary Charles Johnston. 17. ... See Sankaracharya's Bhashya (commentary) on the Mandukya Upanishad, which includes commentary on the Mandukya-Karika.


The Mandukya Upanishad with Gaudapada's Karika and Shankara's ...

https://www.wisdomlib.org/.../mandukya-upanishad-karika-bhas...


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15.02.2016 - The Mandukya Karika by Gaudapada is a commentary on the Mandukya Upanishad. The school of philosophy this book attempts to expose is


Im Lüchow-Verlag erschien eine Übersetzung aus dem Italienischen: "Gaudapa, Mandukyakarika, Jenseits von Shivas Tanz, mit einem Kommentar von Raphael", ISBN 3-932761-05-7, 1.Auflage 2001, Aus dem Italienischen von Gruppo Kevala.

Quellenangabe für meine Übersetzung; ich übersetze die Upanishade mit, um den Kommentar von Gaudapa - um den es hier im Eigentlichen geht - in Beziehung zur Upanishade - zu welcher er als Kommentar von Gudapada verfaßt wurde - darzustellen:


Mandukya Upanishad with Gaudapada's Karika - Swami J
http://swamij.com/upanishad-mandukya-karika.htm
The Mandukya Upanishad is 12 verses on AUM Mantra. Gaudapada's Karika is commentary relating to those 12 verses.



Mandukya Upanishade mit
Gaudapada's Karika

übersetzt ins Englische von Swami Nikhilananda
(Upanishaden)

Der Mandukya Upanishad besteht aus 12 Versen über das Mantra AUM. Gaudapada's Karika ist ein Kommentar der in Beziehung steht zu diesen 12 Versen.



Mandukya Upanishade - Verses I - VI


I:  Hari Aum! AUM, das Wort, ist all dies, es ist das ganze Universum. Eine deutliche Erklärung dessen ist Folgendes: Alles was Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist, ist in Wirklichkeit, AUM. Und was auch immer es sonst noch jenseits der 3-fachen Teilung der Zeit gibt - jenes ist in Wahrheit AUM.

II. All dies ist in Wirklichkeit, Brahman. Dieser Atman ist Brahman. Dieser sölbige Atman hat 4 Viertel.

III. Das erste Viertel wird Vaisvanara genannt; dessen Handlungsbereich ist der Wachzustand, der äußerer Objekte bewußt ist; der 7 Gliedmaßen hat, neunzehn Münder und welcher der Erfahrende der groben Objekte ist.

IV. Das zweite Viertel ist Taijasa, dessen Auswirkungsbereich der Traumzustand ist, welcher der inneren Objekte bewußt ist, der mit 7 Gliedern, desweiteren neunzehn Mündern ausgestattet ist und welcher der Erfahrende der subtilen Objekte ist.

V. Jenes ist der Zustand des Tiefschlafes, worin - schlafend seiend - man weder ihr Objekt begehrt noch irgendwelche Träume sieht, in dem alle Erfahrungen zusammenkommen,verschmelzen,münden; der wahrlich eine Masse Bewußtsein ist, das voll ist von Glückseeligkeit und eine Glückserfahrung hat; er ist die Tür, die zum Wissen über Träumen und Wachen führt.

VI. Er ist der Regent,der Herr von allen/allem. Er ist der Wissende von allem. Er ist die innere Kontrollinstanz. Er ist die Quelle von allen, da aus Ihm alle Wesen entspringen und in Ihm schließlich verschwinden.



Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):


1) Viseva ist alldurchdringend, der Erfahrende äußerer Objekte. Taijasa ist der Erkennende innerer Objekte. Prajna ist eine Masse von Bewußtsein. So ist es ein Einziges das durch diese 3, mittels dieser 3 Zustände, gewußt wird.

2) Visva ist der, welcher durch das rechte Auge erkennt; Taijasa ist der, welcher  durch den Geist im Inneren erkennt; Prajna ist der Raum im Herzen. Deshalb wird der eine Atman im selben Körper als 3-fach erfahren.

3-4) Visva erfährt das Grobe; Taijasa erfährt das Subtile und Prajna erfährt das Glückseelige. Verstehe diese 3-Fachheit der Erfahrung. Die groben Objekte befriedigen Visva; die subtilen Objekte stellen Taijasa zufrieden und das Glückseelige läßt Prajna zufrieden sein. Kenne diese als die 3-Fachheit der Zufriedenheit und der Befriedigung, Befriedetheit.

5) Beschrieben wurden der Erfahrende und die Objekte der Erfahrung in Beziehung zu den 3 Zuständen. Jener/Jene/Jenzwi  der/die/zwi dies weiß/wissen geraten nicht in einen Zustand des Verhaftetseins in die Objekte, wenn sie sich derer erfreuen.

6) Zweifelsohne muß ein Zur-Existenzkommen sich ins Tätigsein aller positiven Wesen, welche existieren, einfügen. Prana manifestiert alle nicht lebewesen-seienden Objekte. Der Purusha manifestiert alle bewußten Wesen in deren vielfältigen Formen.

7) Einige derjenigen, die über den Vorgang der Schöpfung nachdenken/kontemplieren, betrachten ihn als die Manifestation der Mächte von Gott/den GöttInnen/Göttzwi; andere stellen sich die Schöpfung als etwas wie Träume und Illusionen vor.

8) Jene, die von der Wirklichkeit der manifestierten Objekte überzeugt sind, schreiben die Manifestation ausschließlich dem Willen Gottes zu; dahingegen betrachten jene, die betreffs der Zeit mutmaßen, die Zeit als den Schöpfer/die Schöpferin/dieSchöpfzwi der Dinge.

9) Einige sagen, daß das Manifestieren sowie die Manifestation die Absicht Gottes oder auch dessen Vergnügen ist; andere hingegen ordnen sie seiner/ihrer/ihrzwi Vielheit/dessen bzw derer Aufgeteiltheit zu. Aber es ist die eigentliche Natur des Glanzes,des Strahlens,der Herrlichkeit des Seins. Welcher Wunsch, welche Begierde, welche Art des Wünschens, welche Art des Begehrens ist/sind für jemand möglich, der/die/zwi das Erfülltsein aller Wünsche und Begierden ist?


Mandukya Upanishade Verse VII:

VII: Turiya ist nicht das was der inneren (subjektiven) Welt bewußt ist, noch ist es das was der äußeren (objektiven) Welt bewußt ist, noch ist es das was beider bewußt ist, noch ist es eine Masse Bewußtsein. Es ist nicht einfach Bewußtsein noch ist es Nichtbewußtsein. Es ist unwahrgenommen, nicht in Bezug zu etwas seiend, nicht umfassbar, nicht erreichbar im Bereich der Schlußfolgerung/des Schlußfolgerns, undenkbar und unbeschreibbar. Es ist die Essenz des Bewußtseins, die sich als das Selbst in den 3 Zuständen manifestiert, es ist das Aufhören aller Phänomene; es ist voll und ganz Friede, voll und ganz Glückseeligkeit und nicht-dual. Dies ist es was als das Vierte (Turiya) bekannt ist. Es ist Atman und dies hat verwirklicht  zu werden.


Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):

10 Turiya, der unveränderliche Regent, Regler ist fähig alle Qualen, alles Elend, allen Jammer, alle Not zu beseitigen. Indem alle anderen Wesen, eigenständigen Seinsheiten,Einheiten unwirklich sind, wird der nicht-duale Turiya alleine als strahlend, voller Ganz und all-durchdringend gewußt.

11 Visva und Taijasa werden, von Ursache und Wirkung bedingt, eingeschränkt. Prajna ist ausschließlich von Ursache abhängig.

12 Prajna weiß überhaupt nichts von Selbst oder auch Nicht-Selbst, von Wahrheit oder auch Unwahrheit. Aber Turiya ist stets existent und nimmt alles wahr.

13 Das Nicht-Erkennen, Wahrnehmen von Dualität haben Prajna und Turiya gemeinsam.  Aber Prajna ist assoziiert,verbunden,verknüpft mit dem Tiefschlaf in der Form von Ursache und dieser Schlaf existiert in Turiya nicht.

14 Die ersten Beiden, Visva und Taijasa hängen mit Träumen bzw Schlaf zusammen; Prajna dabei mit Schlaf, welcher der Träume beraubt ist. Wissende von Brahman, Brahman-Kenner sind in Turiya frei,jenseits von Schlaf und Träumen.

15 Träumen ist die falsche Erkenntnis und Schlaf ist das Nicht-Erkennen von  Realität. Wenn das irrige, irrtümliche, falsche, unstete Wissen in diesen beiden "zerstört"/überwunden wurde, wird Turiya verwirklicht.

16 Wenn der/die/dös Jiva, (wie) schlafend unter dem Einfluß von anfangloser Maya, erwacht ist/erweckt wurde erkennt/verwirklicht er/sie/zwi sodann geburtlose, schlaffreie und nicht traumverhaftete/traumfreie Nicht-Dualität.

17 Wäre die phänomenale Welt wahr,wirklich,real, dann würde sie gewißlich verschwinden. Das Universum der Dualität, das wahrgenommen,erkannt wird ist pure Illusion (Maya); Nicht-Dualität alleine ist die Höchste Wirklichkeit/Realität.

18 Wenn sich irgend so wer wie ein/eine/dös Lehrer/~in/~zwi, illusionäre Gedanken wie das Gelehrte und die Schriften vorstellt, dann werden diese sich auflösen,verschwinden. Diese  Ideen sind zum Zwecke der Unterweisung. Dualität endet wenn die Realität gewußt wird.


Mandukya Upanishade - Verse VIII bis XI:

VIII Derselbe Atman der vorhin als ausgestattet mit 4 Vierteln erklärt/dargestellt wurde, wird aus dem Blickwinkel der Silbe AUM beschrieben. AUM, das ebenfalls in Teile zerteilt ist, wird vom Standpunkt der Buchstaben aus betrachtet. Die Viertel des Atman sind dieselben wie die Buchstaben von AUM und die Buchstaben sind dieselben wie die Viertel. Die Buchstaben lauten A, U und M.

IX: Vaisvanara Atman, dessen Sphäre der Aktivität, dessen Einflußbereich, Aktivitätsspäre der Wachzustand ist, ist A, der erste Buchstabe von AUM und zwar aufgrund seiner Alldurchdringendheit oder auch aufgrund dessen, daß er der Erste ist. Jemand, der das weiß, erlangt die Erfüllung aller Wünsche und wird der Erste unter den Großartigen, wird großartig.

X: Taijasa Atman, dessen Bereich der Akitvität der Traumzustand ist, ist U, der zweite Buchstabe von AUM und dies aufgrund seiner Überlegenheit oder auch seines Dazwischenseins. Jemand der das weiß, erlangt überlegenes Wissen, erlangt Gleichbehandeltwerden durch alle und findet in seiner Familie niemanden, der unwissend bzw ungebildet in Bezug auf Brahman wäre.

XI: Prajna Atman, dessen Spähre der Tiefschlaf ist, ist M, der dritte Buchstabe von AUM und das weil beide den richtigen Rahmen haben, im richtigen Verhältnis sind, dasselbe Versmaß haben und desweiteren weil in ihnen alle Eins werden. Wer das weiß ist fähig alles zu messen/einzuordnen und umfaßt/begreift alles in sich selber.


Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):


19 Wenn es erwünscht ist, die Identität von Visva und des Buchstabens A zu beschreiben, ist die grundlegende Basis dafür per der Tatsache gegeben, daß jeder der Erste ist in seiner jeweiligen Spähre, Ein anderer Grund für diese Identität ist der alldurchdringende Charakter all dieser.

20 Die klare Grundlage für das Realisieren von Taijasa als seiend von derselben Natur wie der Buchstabe A ist das gemeinsame Merkmal/Charakteristikum von Überlegenheit/Übergeordnetheit. Ein anderer, simpler Grund für diese Art von Identität liegt darin, in der Mitte zu sein.

21 Der unbestreitbare Grund für die Identität von Prajna und M  ist die charakteristische Gemeinsamkeit, daß beide das Maß, der Maßsstab sind. Der andere Grund für die solchige Identität ist ein anderes gemeimsames Charakteristikum, nämlich daß beide den Zustand  des Zusammenführens, der Verschmelzung repräsentieren, symbolisieren, darstellen.

22 Jemand, der mit Gewißheit die Gleichartigkeit der drei Zustände und der Buchstaben von AUM auf der Basis derer gemeimsamer Charakteristika weiß, wird von allen Wesen geehrt und bewundert und ist außerdem ein großartiger Weiser.

23 Durch Meditation in Bezug auf A erlangt ein Suchender/eine Suchende/einz Suchzwi Visva; durch Meditation bezüglich U wird Taijasa erlangt; und Meditation betreffs M führt zu Prajna. Meditation über das "Tonlose" führt zu keiner Errungenschaft.


Mandukya Upanishade - Verse XII:

XII: Das Vierte (Turiya) ist ungeteilt, ohne Einzelteile und beziehungslos,ohne Beziehungen,ohne Bezüge; Es ist das Aufhören der Phänomene; Es ist einfach nur gut und nicht-dual. Dieses AUM ist in aller Wahrheit wirklich Atman. Jemand der das weiß vereinigt sein Selbst mit Atman - jawohl, jemand der dieses weiß.


Hier endet die  Madukya Upanishade.



Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):


24 AUM sollte Viertel für Viertel gewußt werden. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß die Viertel dasselbe sind wie die Buchstaben. Hat man AUM Viertel um Viertel verstanden, sollte man nicht an irgendwas anderes denken.

25 Die geistigen Aktivitäten, der Geist sollte auf AUM hin gesammelt werden. AUM ist das angstfreie Brahman. Jemand der für immer in AUM aufgegangen ist/für immer seinen Platz in AUM gefunden hat, kennt keine Angst welcher Art auch immer.

26 AUM ist wahrlich das untere,geringere Brahman. Es wird aber auch behauptet, daß es das höhere Brahman sei. AUM ist ohne Anfang und einzigartig. Es gibt nichts außerhalb davon. Es ist nicht verbunden mit irgendeinem Effekt und ist unwandelbar, unvergänglich, unabänderlich.

27 AUM ist tatsächlich der Anfang, die Mitte und das Ende von Allem. Jemand, der AUM als unwandelbar, unabänderlich, unveränderlich verwirklicht, erkannt hat, ist zur höchsten, letztendlichen Wirklichkeit gelangt.

28 Man sollte wissen, daß AUM der/die/dös Ishwara ist, der/die/zwi jederzeit in den Herzen aller ist. Die ruhige, stille Seele, die über AUM als all-durchdringend kontempliert,sich aufrichtig,unvoreingenommen und wahrheitsorientiert damit befaßt, ist deswegen jedenfalls nicht bekümmert oder auch depressiv, keinesfalls bekümmert und auch nicht depressiv.

29 Jemand der AUM - welches tonlos und mit unendlicher Tonfülle, mit unendlich vielen Tönen ausgestattet ist, welches nur gut ist und die Negation von Dualität - weiß, ist wirklich eine/ein/ön Weise/er/~zwi und niemand sonst ist weise.


Kapitel II von Gaudapa's Karika - Vaitathya Prakarana                                          (Das Kapitel über Illusion,Täuschung)

1. Harih Aum. Jemand der weise ist spricht von Unwirklichkeit all der Wesen, der Seinsheiten die in Träumen wahrgenommen werden, weil sie im Körper lokalisiert sind und der Raum darin beengt ist.

2. Der Träumer/die Träumerin/dös Träumzwi kann, aufgrund der Kürze der damit verbundenen Zeit, nicht aus dem Körper hinausgelangen und die Objekte der Träume damit nicht sehen. Außerdem findet er/sie/zwi, nach dem Aufwachen, die Plätze, welche er/sie/zwi in den Träumen sah, nicht.

3. Das Schrifttum besagt, auf der Basis von Rationalität, daß die Streitwägen usw, die in den Träumen wahrgenommen werden, der Nicht-Existenz zu zuordnen seien.

4. Die unterschiedlichen Objekte, die im beengten Raum der Träume gesehen,wahrgenommen worden sind bzw gesehen, wahrgenommen werden, sind unwirklich  da sie empfunden werden. Aus demselben Grund - dh weil sie gesehen, wahrgenommen werden - sind Objekte, die im Wachzustand zB empfunden werden, ebenfalls unwirklich. Dieselbe Bedingung des  blosen Empfindens, dh die Tatsache des wahrgenommen werdens, existiert sowohl im Wachzustand als auch beim Träumen. Der einzige Unterschied liegt in der Begrenzung des Raums, der mit Traumobjekten verbunden ist.

5. Geistvolle Menschen sprechen von der Gleichartigkeit der Wach-und Traumzustände aufgrund der Ähnlichkeit bzw Parallelität der Objekte, die in beiden Zuständen, auf der bereits erwähnten Grundlage, empfunden werden.

6. Falls eine Sache sowohl bei seinem Beginnen/anfänglich als auch seinem Enden/ schlußendlich nicht-existent ist, kann es in der Gegenwart nicht existent sein, es kann in der Gegenwart dann auch nichts anderes als nicht-existent sein. Die Objekte, die wir sehen sind wirklich wie Illusionen; dennoch werden sie für real gehalten.

7. Die Nützlichkeit von Objekten der Wach-Erfahrungen finden in Traumzuständen ihren Widerspruch; deshalb sind sie gewiß unwirklich. Insofern sind beide Erfahrungen, obgleich sie einen Anfang und ein Ende haben unwirklich.

8. Die Objekte, die von Träumenden wahrgenommen werden und im Wachzustand üblicherweise nicht vorkommen schulden/verdanken ihre Existenz den sonderbaren Umständen der Wahrnehmenden, dh dem Funktionieren des Geistes, dem Funktionieren der gedanklichen Aktivitäten während der Zeit in welcher die gedanklichen Aktivitäten sind als wäre er wie eines jener Wesen, die in einem Himmel wohnen. Träumende, die den Traumbedingungen verhaftet sind, nehmen jene Objekte wahr. Das ist so wie wenn jemand, der hier/irgendwo genau Bescheid weiß, sich von einem Platz an einen anderen begibt und die besonderen, mitunter merkwürdigen,eigentümlichen Objekte sieht, die zu jenen Plätzen gehören.

9-10 Das, was im  Rahmen der geistigen Prozesse des Träumens vorgestellt wird, gilt als illusionär und das was vom Geist außerhalb wahrgenommen wird gilt als wirklich, real. Aber wahrheitsgemäß sind beide als unwirklich erkennbar,wißbar und als solches bekannt. Insofern gilt analog für den Wachzustand, daß das was innerhalb der geistigen Aktivitäten vorgestellt wird, illusionär ist und daß das, was vom Geist als außerhalb wahrgenommen wird, als wirklich gilt; aber beide sollten, auf der Basis rationaler Grundlegung, Überlegungen, für unwirklich gehalten werden.

11 Falls sowohl die Objekte die im Wachzustand als auch die Objekte die im Traumzustand wahrgenommen werden, illusionär sind, so stellt sich die Frage, wer denn alle diese Objekte wahrnimmt und wer sie sich wiederum vorstellt.

12 Es ist der selbst-leuchtende Atman, der, aufgrund der Macht seiner eigenen Maya, in sich selber all diese Objekte, welche das Subjekt innerhalb und außerhalb erfährt, durch sich selber vorstellt. Atman allein ist der Wahrnehmende und Erkennende von Objekten. Dies ist die Entscheidung zu der Vedanta gelangt, dies ist des Vedanta Entscheidung.

13 Der Lord (Atman) stellt sich, mit nach außen gerichteten geistigen Aktivitäten unterschiedliche Objekte in verschiedenen Formen, seien sie dauerhaft (wie zB die Erde) oder aber auch vergänglich (wie zB ein Blitz), vor und zwar Objekte, die bereits in seinem Geist in der Form von vasanas oder auch Wünschen vorhanden sind. Wiederum wendet Er auch seinen Geist nach innen und stellt sich so verschiedene Ideen vor, es kommen ihm/ihr/zwi so verschiedene Ideen.

14 Sowohl jene, die intern solange wahrgenommen werden als der Gedanke daran währt als auch jene, die außerhalb wahrgenommen werden und in Beziehung stehen zu zwei Zeitpunkten, sind allesamt nichts anderes als Objekte der Vorstellung, der Fantasie. Es gibt keinen Grund, keine Notwendigkeit zwischen beiden zu unterscheiden.

15 Sowohl jene, die innerhalb der geistigen, gedanklichen Aktivitäten als subjektive Ideen existieren und als unmanifest bekannt sind als auch jene, die als außerhalb in manifester Form existierend wahrgenommen werden, sind nichts anderes als Objekte von Vorstellungskraft, von Fantasie. Ihr Unterschied liegt lediglich im Unterschied der Organe mit deren Hilfe sie wahrgenommen werden.

16 Vor allem, insbesondere, vorderst wird der Jiva wahrgenommen, das verkörperte Individum und dann werden die unterschiedlichen Einheiten - sowohl Äußere so wie Töne, Formen als auch Innere so wie die Pranas, Sinnesorgane, usw - , die gesehen oder auch erkannt werden, wahrgenommen. So wie jemanden's Wissen ist, so ist auch jemanden's Gedächtnis.

17 So wie ein in Dunkelheit herumliegendes Seil, über dessen Natur man im Unklaren gelassen wird, als Schlange oder auch als Linie in Wasser vorgestellt wird, so wird Atman auf unterschiedliche Art und Weise wahrgenommen.

18 Sobald  die wahre Natur des Seils klargelegt ist, verschwinden alle Missverstände in bezug darauf und es erwächst die Überzeugtheit, daß es sich um nichts anderes als ein Seil handelt.  Ebenso wird die wahre Natur von Atman bestimmt; ebenso ist die Wahrheit über Atman bestimm-, ermittel- und entscheidbar.

19 Atman wird vorgestellt, angesehen als Prana und andere zahllose Ideen. All dies ist aufgrund von MAYA - welche zum glänzenden, strahlenden, leuchtenden Atman gehört -  wodurch es dann so zu sein scheint, als machte man sich selber was vor.

20 Jene, die mit Prana vertraut sind, beschreiben Atman als Prana; jene, die mit den Elementen vertraut sind, beschreiben Atman als die Elemente; jene, die mit den gunas vertraut sind, beschreiben Atman als die gunas; jene, die mit den tattvas vertraut sind, beschreiben Atman als tattvas.

21 Jene, die mit den padas vertraut sind, bezeichnen Atman als padas; jene die mit den Objekten vertraut sind, bezeichnen Atman als Objekte; jene, die mit den lokas vertraut sind, bezeichnen Atman als lokas; jene, die mit den Göttern/Göttinen/Göttzwi/Gott vertraut sind, bezeichnen Atman als Götter/Göttinen/Göttzwi/Gott.

22 Jene, die mit den Veden vertraut sind, beschreiben Atman als die Veden; jene, die mit den Opfern vertraut sind, beschreiben Atman als Opfer; jene, die mit dem/der/zwi Erfreuenden vertraut sind, beschreiben Atman als dem/der/zwi Erfreuenden; und jene, die mit den Objekten der Freude vertraut sind, bezeichnen Atman als die Objekte der Freude.

23 Wissende des Subtilen, nennen Atman das Subtile und Wissende des Groben, nennen Atman das Grobe. Jene, die mit der persönlichen Gottheit vertraut sind, bezeichnen Atman als persönliche Gottheit und jene, die mit der Leere vertraut sind, nennen Atman schlichtweg Leere.

24 Jene, die Zeit kennen, bezeichnen Atman als Zeit und jene, die Raum kennen, bezeichnen Atman als Raum. Jene, die versiert sind in der Kunst des engagierten Diskutierens bezeichnen Atman als das Streitthema oder auch Diskussionsthema und jene, die die Welten kennen, bezeichnen Atman als die Welten.

25 Diejenigen, die den Geist/die geistigen Vorgänge kennen, nennen Atman den Geist; die Wissenden von buddhi, bezeichnen Atman als buddhi. Die Kenner von chitta bezeichnen Atman als chitta; die Wissenden um  Rechtschaffenheit und Unrecht bezeichnen Atman als den Bereich von Rechtschaffenheit und Unrecht.

26 Einige sagen, Atman bestehe aus 25 kosmischen Prinzipien; andere reden von 26 Prinzipien; wieder andere behaupten es wären 31 Prinzipien; dann gibt es noch die ganz die Anderen, die ihn als etwas beschreiben/darstellen, was aus unendlich vielen Prinzipien bestehe.

27 Jene, die sich darauf verstehen andere zufrieden zu stellen, nennen Atman das Zufriedenstellen; andere die mit den Ashrams vertraut sind, bezeichnen Atman als Ashrams. Die Grammatiker nennen den Atman maskulines, feminines und neutrales Geschlecht; und noch Andere, bezeichnen ihn als Höheres Brahman und als Niederes Brahman.

28 Die Kenner der Schöpfung bezeichnen Atman als Schöpfung; die Wissenden um die Auflösung bezeichnen Atman als Auflösung; die Wissenden um das Erhalten, bezeichnen Atman als das Erhalten. Wahr ist, daß alle diese Ideen stets im Atman sich vorgestellt werden.

29 AnhängerInnen/SchülerInnen erfassen/begreifen nur jene Idee, die Ihm/ihr/zwi von seinem/seiner/seinz Lehrperson präsentiert wird. Atman nimmt die Form dessen an, was gelehrt wird und schützt so die Anhängenden/Lernenden. Vertieft seiend in jene Idee, wird von den Lernenden/Anhängenden Atman verwirklicht/erkannt.

30 Atman, der zwar von all diesen Ideen nicht losgetrennt ist, erscheint so als wäre Er losgetrennt. Jemand, der dies der Wahrheit entsprechend wirklich weiß, kann ohne irgendwelche Furcht die Bedeutuung der Veden wiedergeben, darlegen.

31 So wie Träume, Illusionen und Luftschlösser gesehen und betrachtet werden, so wird das faß-,greif-,fühl-,spürbare, reale Universum von den Weisen gesehen und betrachtet, die Vedanta richtig, gut, im Sinne des Verfassers verstanden haben.

32 Es gibt weder Auflösung noch Erschaffung, niemanden in Gebundenheit und niemanden, der sich in Disziplinen übt. Es gibt niemanden der nach Erlösung strebt und niemand, der befreit wäre. Dies ist die volle Wahrheit.

33 Atman stellt man sich als die unwirklichen Objekte, die als nicht existierend wahrgenommen werden, vor und ebenso gut als nicht-dualen Atman. Deshalb ist Nicht-Dualität Glückseligkeit.

34 Die Verschiedenheit im Universum existiert nicht als eine mit Atman identische Einheit,Existenz; sie existiert auch nicht durch sich selber. Weder ist sie getrennt von Brahman noch ist sie nicht-separat. Dies ist die Festellung eines Weisen.

35 Weise sind frei von Voreingenommenheit, Angst und Zorn; sie sind gut bewandert  in den Veden, haben Atman realisiert als frei von allen Phantastereien, frei von der Illusion der Verschiedenheit und als nicht-dual.

36 Folglich gilt: Atman als solches kennend, richte man seine Aufmerksamkeit auf Nicht-Dualität. Nachdem man die Nicht-Dualität verwirklicht/wahrheitsgemäß erkannt hat, benehme man sich in der Welt wie neutral, frei-bleibend - und insofern träge - wie ein Edelgas.

37 Der erleuchtete Sannyasin rühmt nicht irgendwelche Gottheiten, braucht nicht irgendwelche "Überlegenen" zu grüßen und hat es ebensowenig nötig Riten auszuführen, um irgendwelche Ahnen zu besänftigen. Sowohl den Körper als auch Atman betrachtet so jemand als seine Wohnung, sein Zuhause; er bleibt mit dem zufrieden, was sich Ihm nunmal als Möglichkeiten bietet.

38 Indem Er die Wahrheit bezüglich sowohl dessen erlangte was Innen exisiert als auch dem was außen existiert, wird so jemand eines mit der Wirklichkeit, er frohlockt, jubelt über die Wirklichkeit und weicht niemals von der Wirklichkeit ab, entfernt sich niemals von ihr.



Kapitel III von Gaudapa's Karika -Advaita Prakarana                                              (Das Kapitel über die Nicht-Dualität)


1  Der/die/zwi Jiva, der/die/zwi sich in hingebungsvolle Verehrungen begeben hat, in hingebungsvollen Verehrungen seine Zuflucht genommen hat, dauert im manifesten Brahman fort, verharrt, verweilt, lebt, wohnt in ihm. Er/sie/zwi denkt, daß bevor die Schöpfung war alles dieselbe Natur geburtloser Realität hatte. Deshalb sagt man, daß er/sie/zwi einen beschränkten Intellekt hat.

2 Deshalb werde ich nun das Brahman, welches ungeboren, stets dasselbe und frei von Engheit/Begrenztheit ist, beschreiben. Davon ausgehend, kann man verstehen, daß Brahman in Wirklichkeit sich nicht in Geburt begibt und zwar auch nicht im geringsten Maße und dies obgleich es es den Anschein hat, daß es überall manfest sei.

3 Atman, der wie Akasa (unendlicher Raum) ist, sei in Form der Jivas manifest geworden, heißt es; dies mag in Analogie zu den Räumen gesehen werden, die in Töpfen, Behältern eingeschlossen sind. Die Körper, so heißt es, seien auch aus dem Atman heraus manifestiert worden, seien auch Manifestationen des Atman und zwar so als wie Töpfe und dergleichen aus Akasa geschaffen sind. Betreffs der Manifestation von Atman ist dies eine Illustration.

4 So wie bei der Zerstörung eines Topfes udgl der Raum, der darin eingeschlossen war, mit dem großen, großartigen Akasa verschmilzt, sich wieder vereint, so vereinen sich die Jivas mit Atman.

5 So wie derselbe Schmutz, Rauch , usw, der den eingeschlossenen Akasa eines speziellen Topfes verschmutzt, nicht die anderen Räume, die in anderen Töpfen eingeschlossen sind, verschmutzt, so beeinflussen das Glück, Elend etc des einen Jivas nicht andere Jivas.

6  Obgleich die Vielfalt an Formen, Funktionen und Namen der Akasas, die mit verschiedenen Sammelbehältern verbunden ist, eingestanden wird, folgt daraus keinesfalls irgendeine wirkliche Differenzierung, Aufteilung des Akasa selbst. Die Schlußfolgerung bzgl der Jivas ist analog.

7 So wie der Raum, der in einem Topf eingeschlossen ist, weder eine Auswirkung noch ein Teil des wirklichen Akasas ist, so ist Jiva weder eine Folge noch ein Teil von Atman.

8 Kinder betrachten Akasa als etwas, das aus so was wie erdenem Schmutz besteht/gemacht wurde und evtl beschmutzt ist ; analog betrachten unwissende Menschen den Atman als ähnlich gemacht aus irdischem, erdenem Körper und mehr oder auch weniger verschmutzt, von Krankheitserregern, die wiederum aus Erde letztendlich gemacht seien, befallen sind, usw.

9 Atman verhält sich, was seine Geburt und seinen Tod,  sein Gehen und Kommen - dh Wiedergeburt - und seinem Leben,Wohnen in unterschiedlichen Körpern anbelangt, nicht anders als wie Akasa.

10 Alle Ansammlungen werden von Atman's Maya, als wie bei einem Traum, hervorgebracht. Man kann kein rationales Argument als Begründung derer Realität  finden,angeben - weder bei Gleichartigen noch bei solchen wo irgendwelche einen irgendwelchen anderen übergeordnet sind.

11 Das höchste, letztendliche, absolute SELBST ist das Selbst der 5 Hüllen, sowie das Physikalische und das Vitale, welche im Taittiriya Upanishad beschrieben sind. Dass das Absolute, Höchste, Letztendliche wie Akasa ist, wurde bereits dargestellt, erklärt.

12 Derselbe Akasa wohnt,lebt sowohl in der Erde als auch im Magen; analog wohnt,lebt dasselbe Brahman in den Paaren, welche in der Madhu-Brahmana beschrieben sind.

13 Die Identität von Jiva und Atman wird angemessen löblich dargelegt indem man auf deren Nicht-Dualität hinweist, diese aufzeigt. Deshalb ist ausschließlich Nicht-Dualität frei von Irrtum, frei von Fehlern.

14 Die Getrenntheit von Jiva und Atman, die in den früheren Abschnitten der Upanishaden, die sich mit der Schöpfung befassen, erklärt,dargelegt wird, ist bildlich, symbolisch, metaphorisch, weil diese Teile lediglich das aussagen, nur das darlegen was in der Zukunft passieren werde. Diese Getrenntheit kann nicht die wirkliche Bedeutung jener Text-Passagen sein.

15 Die Aussagen der Schriften betreffs der Schöpfung, welche die Beispiele von Erde, Eisen und Funken gebrauchen, haben den Zweck die Klarheit des Geistes zu fördern. Vielfältigkeit und Vieldeutigkeit existieren in Wirklichkeit auf keinerlei Art und Weise .

16 Es gibt die 3 Stufen des Lebens, die mit dem 3-fach-geteilten Verständnis der Menschen in Zusammenhang stehen: Untergeordnet,Unterlegen, minderwertig; mittelmäßig, zweitklassig; überlegen, höhergestellt, erlesen, vorgesetzt. Gewisse Schriften, haben solches sich Einfügen, entsprechende Vorschriften, Regeln zum Zwecke des Vorteils für die Unerleuchteten, aus Mitleid gelehrt.

17 Die Dualisten, die sich fest an ihre Schlußfolgerungen klammern, binden, widersprechen einander. Die Nicht-Dualisten finden keine Konfliktpunkte in Bezug auf jene.

18 Ab dann, wenn bzw sobald Nicht-Dualität  letztendliche, absolute, höchste Realität ist, wird Dualität als deren Auswirkung, Folge bezeichnet, erkannt. Dualisten sehen Dualität sowohl im Absoluten als auch im Relativen. Aus diesem Grund verursacht die Position des Nicht-Dualismus keinen Konfilkt bzgl der Position des Dualismus.

19 Der ungeborene Atman wird mannigfaltig durch Maya und auf keine andere Art und Weise. Denn wenn die Vielfältigkeit real wäre, würden die Unsterblichen sterblich werden.

20 Die RechthaberInnen,StreiterInnen bestehen, darauf dass das ungeborene Wesen, das ungeborene, eigenständige Etwas geboren werde. Aber kann man denn allen Ernstes erwarten, daß ein eigenständiges Etwas, das geburtlos und unsterblich ist sterblich geworden sein sollte?

21 Das Unsterbliche kann ebenso wenig sterblich werden als das Sterbliche unsterblich werden kann. Das liegt daran, das es für nichts in der Welt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern.

22 Wie kann denn jemand, der glaubt, daß ein eigenständiges, individuelles Wesen - das aufgrund seiner Natur unsterblich ist - sterblich wird,   aufrechterhalten, dass solches Unsterbliche, nachdem es Wandel unterlegen gewesen wäre, wieder seine Unveränderlichkeit zurückerlangen würde?

23 Aus einem Korn der einen oder anderen Art heraus geboren zu werden, mag real oder auch illusionär sein; beide Standpunkt finden sich gleichermaßen in Schriften. Aber ausschließlich jene Ansicht, die von Schriften Unterstützung findet und auch durch den Verstand bestätigt wird, kann akzeptiert werden und nunmal keine Andere.

24 Aus solcherlei schriftlichen Textpassagen wie "In Atman läßt sich keinerlei Vielfältigkeit ausmachen,entdecken" , oder auch " Indra (der höchstmöglich-denkbare Chef, der höchste, absolute, überlegene  Herr), nimmt durch Maya unterschiedliche Formen an", kennt man Atman, der - obwohl grundsätzlich ungeboren seiend und bleibend - so erscheint als wäre er vielfach geworden und das durch Maya.


25 Des Weiteren gilt, daß die Negierung der Schöpfung die Negierung von Geborenwerden zur Folge hat, impliziert. Die Kausalität von Brahman wird durch Feststellungen, Aussagen wie "Wer kann schon verursachen, daß es geboren wird?"  zurückgewiesen.

26 Aufgrund der Natur Atmans unfaßbar, unbegreifbar zu sein, weist die Schriftenstelle "Nicht dies, nicht dies" alle dualistischen Ideen bezüglich Atman zurück. Deshalb existiert nichts als der geburtslose Atman.

27 Bezüglich allem was jemals existiert gilt, daß dessen zur Geburt-Gelangen von Maya veranlaßt zu sein scheint; vom Standpunkt der wahren Wirklichkeit aus ist es aber nicht so. Wer aber denkt, daß dieses zur Geburt-Gelangen real sei besteht tatsächlich auch darauf, daß das was geboren wird auch abermals geboren werden wird.

28 Das Unwirkliche kann nicht geboren werden, weder wirklich noch durch Maya. Das ist so wie, daß der Sohn einer unfruchtbaren Frau weder wirklich noch durch Maya geboren werden kann.

29 So wie in Träumen der Geist, die geistigen Aktivitäten mittels Maya tätig ist/sind, dabei das Erscheinen, den "Auftritt" von Dualität präsentiert, so handelt der Geist auch im Wachzustand durch Maya, die Erscheinungsweisen von Maya präsentierend.

30 Zweifelsohne erscheint der Geist, der in Wirklichkeit nicht-dual ist, in Träumen so als wäre Er dual; analog kann kein Zweifel darüber bestehen, daß  im Wachzustand das was nicht-dual ist, d.h. Atman, als dual erscheint.

31 All die Vielfalt der Objekte, die das Bewegliche und Unbewegliche umfaßt, werden nur durch den Geist wahrgenommen, existieren in Wirklickeit nur im Geiste. Schließlich wird niemals Dualität wahrgenommen, wenn der Geist seine Aktivitäten einstellt.

32 Wenn der Geist, nachdem man das Wissen, wonach Atman und nur Atman wirklich ist, verwirklicht hat, die geistigen Aktivitäten infolge dessen frei von Einbildungen,Täuschung sind und der Geist daher frei von Verlangen nach Objekten ist, die er erkannte, hört er auf Geist zu sein.

33 Wissen (Jnana), welches ungeboren und nicht Fantasien gleicht, nicht Fantasien gleichenden Vorstellungen entspringt, wird von den Weisen als stets untrennbar vom Wißbaren beschrieben. Das unveränderliche, unwandelbare und geburtlose Brahman ist das Ziel des Wissenhabenwollens, des Wissensdurstes, des Wissens. Das Geburtlose wird vom Geburtlosen gewußt.

34 Man sollte das Verhalten des Geistes wissen, kennen, der unter  Kontrolle ist, da ausgestattet ist mit Unterscheidungsvermögen, Urteilskraft  und weil frei von Illusionen, nicht Täuschungen erliegend; man sollte die Art und Weise beherrschter geistiger Aktivität kennen, die auf klarem Unterscheidungsvermögen und Freiheit von Täuschung beruht. Der Zustand des Geistes im Tiefschlaf ist nicht solcherart sondern andersartig.

35 Der Geist ist im Tiefschlaf zurückgezogen wohingegen das nicht so ist, wenn der Geist unter Kontrolle ist. Der kontrollierte, beherrschte Geist ist in Wahrheit das furchtlose Brahman, dessen Licht der Allwissenheit alles durchdringt, alldurchdringend ist.

36 Brahman ist geburtlos, schlaflos, traumlos, namenlos, formlos. Es ist immer strahlend, glänzend und allwissend. Keine Pflicht, welcher Art auch immer, kann damit  in Zusammenhang gebracht werden, es ist nicht in Zugzwang odgl zu bringen, es kann nicht erzwungen werden.

37 Atman ist jenseits von allem das mit Worten ausgedrückbar ist und ist jenseits aller Handlungen des Geistes, jenseits aller geistiger Aktivitäten. Atman ist großartiger Friede, ewiges Strahlen/unvergänglicher Glanz und Samadhi; Atman ist regungslos und furchtlos.

38 Brahman ist frei von geistiger Aktivität und daher auch frei von allen Ideen des Akzeptierens oder auch Verzichtens, Aufgebens. Wenn Wissen im Atman gegründet, verankert ist, erlangt das Wissen Geburtlosigkeit und Dauerhaftigkeit, bleibt es gleicherweise, dh wird unveränderlich, dauerhaft.

39 Dieser Yoga, der nicht in Berührung zu irgendetwas steht, jenseits der Berührbarkeit ist, ist für Yogis im Allgemeinen schwer zu erlangen. Sie fürchten sich davor, weil sie Angst in dem sehen was in Wirklichkeit Furchtlosigkeit ist.

40 Yogis, die Nicht-Dualität nicht wissen, verlassen sich auf  Kontrollieren, Kontrolle, Beherrschung um Furchtlosgkeit, die Zerstörung des Elends, der Elendigkeit zu erlangen, um SELBST-Erkenntnis, wahrheitsgemäßes, unveränderbares Wissen über das SELBST und um unvergänglichen, unzerstörbaren, dauerhaften Frieden  zu erreichen, zu realisieren.

41 Der Geist muß in kontrollierte Verhältnisse, zum Kontrolliertsein, Beherrschtsein gebracht werden und dies mittels nicht bedrückendem, Niedergeschlagenheit mit sich bringendem, Depression verursachendem  Bemühen; es ist wie ein, Tropfen für Tropfen, Ent-leeren des Ozeans mittels eines Halms von Kusa-Gras.

42 Der Geist, der von Wünschen, Lust und Vergnügen verwirrt, zerstreut und besorgt ist, sollten mit geeigneten Mitteln unter Kontrolle gebracht werden; dasselbe gilt für den Geist, der den Vergnüglichkeiten des Nichtstuns, der Faulheit (laya) verhaftet ist. Der Zustand des Nichtstuns, der Faulheit ist ebenso schädlich wie der Zustand der Wünsche-,Lustverhaftetheit

43 Man ziehe den Geist - sich daran erinnerd, daß sie nur Elend, Trübsal, Nöte hervorbringen, mit sich bringt -  zurück von der Lust  am Wünschen. Man betrachte nicht all die geschaffenen, hervorgebrachten Gegenstände, indem man sich daran erinnert, daß all dies der ungeborene Atman ist.

44 Falls der Geist in Untätigkeit versinkt, erwecke man ihn von Laya; falls verwirrt,zerstreut,besorgt bringe man ihn zur Ruhe. Man verstehe die Natur des Geistes, wenn er den Samen von Sympathie,Parteiergreifung in sich trägt,hegt. Wenn der Geist jene Gleichförmigkeit, vollkommene Ausgeglichenheit, seine Identität erlangt hat, störe man ihn nicht erneut.

45 Der Yogi muß das Glück, das aus samadhi entspringt, nicht schmecken, probieren, auskosten; er sollte sich, durch die Übung des Unterscheidens, mittels unterscheidendem Denken, per kritischer Urteilskraft davon zurückziehen, davon ablösen. Falls sein Geist, nachdem Er Festigkeit erlangt hat, abermals äußere Objekte sucht, sollte Er dessen Einseins mit Atman ohne großartige Anstrengung erlangen.

46 Wenn der Geist nicht in Inaktivität, Faulheit versinkt und auch nicht durch Wünsche  in Verwirrung, Zerstreutheit, Besorgtheit gerät, wenn Er sozusagen unerschütterlich bleibt und auch nicht irgendwelche Erscheinungen, Gespenster hervorbringt, wird er wahrhaft Brahman.

47 Die allerhöchste Glückseligkeit weilt,liegt im SELBST. Sie ist Friede; sie ist Befreiung, Befreitheit; sie ist geburtslos und kann mit Worten nicht beschrieben werden. Sie wird, aufgrund dessen daß das sie eins ist mit dem geburtslosen SELBST, das allwissende Brahman genannt, das wahre Ziel des Wissens.

48 Kein Jiva erlangt jemals Existenz. Es gibt keine Ursache, welche ihn hervorbingen könnte. Die höchste, erhabendste, entscheidende Wahrheit ist, daß niemals irgendetwas geboren wurde.

Kapitel IV  von Gaudapa's Karika - Alatasanti Prakarana                                         (Das Kapitel über das Zur-Ruhebringen des Unruheverursachenden)


1 Ich anerkenne die Besten unter den Menschen, welche mittels Wissen - welches wie Akasa ist und nicht-verschieden ist vom Ziel des Wissens -  die Natur der Jivas (Dharmas), die ebenfalls wie Akasa sind,  erkannt haben.

2 Ich anerkenne den Yoga, der als asparsa bekannt ist - in den Schriften lehrreich dargestellt wird  - ,welcher für das Glück und Wohlergehen aller Lebewesen eintritt und frei ist von Kampf, Wettstreit und Widersprüchen.

3 Einige Gesprächsgegner vertreten die These wonach nur eine existente Wesenheit erneut existierend werden könne, wohingegen andere der TeilnehmerInnen an der Debatte, die stolz auf ihren Intellekt sind,  postulieren, daß nur eine nicht-existierende Wesenheit Existenz erlangen könne. Auf solche Weise, dementsprechend streiten sie miteinander.

4 Eine  existierende Wesenheit kann nicht erneut existent werden (Geburt); auch kann eine nicht-existente Wesenheit Existenz erlangen.  Indem sie so untereinander debatieren kommen sie zur nicht-dualistischen Sichtweise von Ajati (Nicht-Schöpfung).

5 Wir heißen Ajati (Nicht-Schöpfung), das so von ihnen als Ergebnis gefunden wurde, gut. Wir liegen nicht in Streit mit ihnen. Laßt uns nun unser Wissen - welches frei von allem Debatieren, diskutieren, jenseits aller Streitgespräche ist - über die elementare, entscheidende Realität hören.

6-8 Die Debatierenden behaupten, versichern, daß die ungeborene Wesenheit (Atman) geboren werde. Wie kann man erwarten, annehmen, daß eine geburtlose und unsterbliche Wesenheit sterblich geworden wäre? Das Unsterbliche kann nunmal nicht sterblich werden; ebensowenig kann das Sterbliche unsterblich werden. Schließlich ist es grundsätzlich unmöglich, daß ein Ding seine eigene Natur verändern könnte. Wie kann jemand, der glaubt, daß eine Wesenheit, die von Natur aus unsterblich ist, sterblich wird, den Standpunkt, die Ansicht aufrechterhalten, daß das Unsterbliche, nachdem es sich gewandelt gehabt hätte und Veränderlichkeit unterlegen gewesen wäre, seine unveränderliche, unwandelbare Natur  beibehalten habe?

9 Auf der Basis von Prakriti, oder auch - anders ausgedrückt - der Natur eines Dinges, versteht man betreffs Erwerb desselben, was der wesentliche, entscheidende Bestandteil des Dings, sein charakterisches Merkmal, seine unveräußerliche Natur, das was nicht dazu gehört, aber auch das was niemals aufhören wird es selber zu sein, von seiner Entstehung an sein werden, wenn man es erwirbt.

10 All die Jivas sind, aufgrund ihrer ureigenen Natur, frei von Greisenhaftigkeit und Tod. Aber sie sehen es so, daß sie sowohl Senilität, Alterschwäche als auch Tod unterworfen wären und, daß sie aufgrund der blosen Macht der Gedankenwelt so erscheinen als würden sie von ihrer wahren, ureigensten Natur abweichen.

11 Die Streitgesprächeteilnehmenden, welche den Standpunkt vertreten, daß die Ursache selbst die Wirkung sei, müssen auch verteidigen, daß die Ursache als die Wirkung entstehe, die Ursache zur Wirkung werde. Wenn es jedoch entstand, geboren wurde, einen Anfang hatte wie kann man es dann als geburtslos, ohne Anfang bezeichnen? Wenn es  Veränderungen unterworfen ist, wie kann es dann als ewig bezeichnet werden?

12 Falls es, wie man sagt, so wäre, daß die Auswirkung ununterschieden von der Ursache wäre, dann müßte auch die Auswirkung entstehungslos, ungeboren, anfangslos sein. Wie könnte, darüberhinaus, die Ursache ewig sein, wenn sie ununterschieden war/wäre von der Auswirkung, Wirkung, welche entstand, geboren wurde, folgte?

13 Es gibt keine Erklärung zur Untermauerung der Betrachtungsweise, wonach die Wirkung einer anfangslosen, geburtlosen Ursache entstamme. Nochmals, wenn man annimmt, daß die Wirkung, die Folge einer Ursache oder auch einer Geburt sei, die ihrerseits eine Ursache bzw eine Geburt habe, so führte das zu einem unendlichen, nicht endenden weiter Zurückgehenkönnen.

14 Wie können jene, die behaupten, daß die Wirkung  die Folge/die Ursache der Ursache sei und behaupten, daß die Ursache die Ursache der Wirkung sei, die Anfangslosigkeit von sowohl Ursache als auch Wirkung aufrechterhalten?

15 Jene, die sagen, daß die Wirkung die Ursache der Ursache und die Ursache die Ursache der Wirkung sei vertreten in der Tat den Standpunkt, wonach Schöpfung stattfände gemäß "Die Geburt des Vaters rührt vom Sohn her", "der Vater stamme vom Sohn ab".

16 Wenn Kausalität behauptet wird, dann muß auch eine Aussage zur Reihenfolge, in welcher Ursache und Wirkung aufeinander folgen, gemacht werden. Falls gesagt wird, daß sie gleichzeitig stattfänden, dann können sie - vergleichbar den zwei Hörnern eines  Tieres mit 2 Hörnern - nicht wechselseitig als Ursache und Wirkung in Beziehung stehen.

17 Die Ursache, die man darlegt, kann nicht zur Ursache gemacht, erklärt, ernannt werden, wenn sie von der Wirkung herrühre. Wie kann die Ursache, die ihrerseits nicht begründet ist, unerklärt blieb, Quelle/ Geburtsstätte der Wirkung sein?

18 Wenn denn die Ursache von der Wirkung hervorgerufen werden täte und andererseits die Wirkung wiederum der Ursache entspränge, so frägt man sich doch, welcher von den Beiden denn zuerst gewesen wäre und auf welchen der Beiden das Entspringen, die Geburt des Anderen beruhe.

19 Die Unfähigkeit auf die oben aufgeworfene Frage ein Antwort geben zu können, die Unwissenheit inbezug auf diese Angelegenheit und die Unmöglichkeit die Reihenfolge der Abfolge festlegen zu können, wenn man denn eine kausale Beziehungskette zuläßt/annimmt oder auch sich zu ihr bekennt führt Weise klarerweise zur Doktrin von Ajati - oder auch Nicht-Schöpfung (... Samsara...) - und läßt sie das unter allen Umständen auch aufrechterhalten, beibehalten.

20 Die Veranschaulichung per Same und Sprößling ist etwas, was noch des Beweises bedarf. Die Veranschaulichung, Darstellung, dh der mittlere Ausdruck, der seinerseits noch unbewiesen ist, kann nicht dafür benutzt werden, um die Bewiesenheit einer Behauptung, eines Theorems zu begründen.

21 Die Unwissenheit bezüglich Vorrangigkeit und Abfolge von Ursache und Wirkung beweist klar das Nichtsein von Schöpfung (Ajati). Falls der Jiva (Dharma) wirklich geboren worden wäre, wieso kann man dann seine vorherige Ursache nicht klarmachen?

22 Nichts, wasauchimmer, wird - weder aus sich selber heraus noch von einer anderen Wesenheit - geboren. Nichts wird jemals geschaffen, weder Seiendes noch Nicht-Seiendes noch sowohl Seines als auch Nicht-Seiendes.

23 Die Ursache kann nicht von einer anfangslosen Wirkung her kommen; auch kann die Wirkung nicht vom einer anfanglosen Ursache herkommen. Das was ohne Anfang ist, ist notwendigerweise ungeboren/frei von Geburt.

24 Subjektives Wissen muß ein Objekt als dessen Ursache haben; ansonsten wird Vielfalt nicht-existent. Außerdem gilt, daß aus der Erfahrung von Schmerz, die Existenz äußerer Objekte, die von den dualistischen Schriften anerkannt wird, zugegeben werden muß.

25 Die Dualisten bestehen - aus der Kraft der Vernunft heraus -  darauf, daß es eine Ursache für subjektives Wissen geben müsse. Aber vom Standpunkt der wahren Natur der Dinge aus kommen wir zur Aussage, wonach die sogenannte Ursache schließlich doch keine Ursache ist.

26 Der Geist steht nicht in Beziehung zu äußeren Objekten oder auch zu den Ideen, geistigen Gebilden, die als solche Objekte erscheinen. Dies liegt daran, daß Objekte nicht-existent sind und daß die Ideen, geistigen Gebilde, die als äußere Objekte erscheinen nichts anderes als geistige Aktivitäten, nicht-verschieden von Geist sind.

27 Der Geist tritt während keiner der drei Zeitperioden in die Kausalitäts-Beziehung ein. Wie kann er jemals einer Täuschung erliegen wo es für so eine Täuschung keine Ursache gibt?

28 Deshalb sind weder der Geist noch die Objekte, die vom Geist wahrgenommen werden jemals entstanden, geboren worden. Weil Brahman niemals was anderes ist als ungeboren, deshalb ist es Brahman auch nicht möglich etwas anderes zu sein als was es nunmal ist.

29 Die Ursache, nämlich Brahman, aufgrund derer der geburtslose Geist behauptet wird - und der gemäß der DualistInnen/~zwis davon geboren worden sei - ist selber ungeboren.

30 Wenn denn , was DualistInnen/~zwis bestreiten, die Welt ohne Anfang wäre, dann könnte sie nicht nicht-ewig sein. Moksha (Befreitheit) kann nicht ewig sein und zugleich einen Anfang haben. 

31-32 Falls eine Sache zum Anfang und am Ende nicht-existent  ist, ist es notwendigerweise auch in der Gegenwart nicht-existent. Die Objekte die wir sehen, sind wirklich wie Trugbilder, Illusionen, Fata-Morganas; trotzdem werden sie als wirklich betrachtet. Der Nützlichkeit der Objekte der Erfahrung im Wachzustand wird in den Träumen widersprochen; daher sind sie sicherlich unwirklich. Beide Erfahrungen haben einen Anfang und ein Ende.

33 Alle Wesenheiten, die in Träumen gesehen werden sind unwirklich, weil sie innerhalb des Körpers wahrgenommen werden. Wie ist es möglich, daß Dinge, Phänomene, die als existent wahrgenommen werden,  in Brahman - welches unteilbar und gleichartig ist - wirklich existent sind?

34 Es ist nicht vernünftig, den Standpunkt einzunehmen, daß ein träumendes Wesen  verrückt werden täte, aufgrund der Objekte, die von Ihm/ihr/zwi in den Träumen wahrgenommen werden, zu sehen wären; dies liegt an dem zeitlichen Zwiespalt, der zeitlichen Diskrepanz, die mit solch einer Reise verbunden ist. Außerdem findet er/sie/zwi sich, nach dem Aufwachen, nicht an den Plätzen wieder,  die er/sie/zwi in den Träumen sah.

35 Der/die/zwi Träumende erkennt, nach dem Aufwachen, die Illusionärheit der zB Konversationen, die er/sie/zwi mit FreundInnen, während des Träumens führte. Außerdem besitzt man/er/sie/zwi im Wachzustand nichts von alldem, das Er/was man während des Träumens erwarb.

36 Der Traum-Körper ist nicht-stofflich, weil der andere, dh der physikalische Körper - der davon verschieden ist - wahrgenommen wird. Analog zum Traumkörper sind alle Dinge, die vom Geist wahrgenommen werden, substanzlos/nicht-stofflich.

37 Wie wir inzwischen feststellen konnten ist die Erfahrung von Objekten in Träumen ähnlich der Erfahrung von Objekten im Wachzustand, wobei der Wachzustand als Ursache für die Traumerfahrung angesehen wird. Es liegt nur an jenen selber - welche Erfahrungen aus dem Wachzustand als die Ursache für die Erfahrungen des Traumzustands gelten lassen - , daß Erfahrungen im Wachzustand für wirklich gehalten werden können.

38 Von allen Wesenheiten wird gesagt, daß sie ungeboren seien, nachdem wir inzwischen zum Ergebnis kamnen, daß Geburt nicht als Tatsache eingeordnet werden kann. Es ist für das Unwirkliche/Nicht-Seiende vollkommen unmöglich vom Wirklichen/Seienden geboren zu werden, herzukommen.

39 Jemand der mit den Eindrücken nicht realer Objekte im Rahmen des Wachzustands angefüllt/ "überhäuft" wurde, sieht jene füllsamen Dinge auch in den Träumen. Aber im Wachzustand werden von jemand nicht die unwirklichen Objekte gesehen, die in Träumen gesehen wurden.

40 Das Nicht-Wirkliche, Nicht-Seiende kann nicht etwas anderes Nicht-Wirkliches, Nicht-Seiendes als seine Ursache haben; ebensowenig kann das Wirkliche/Seiende als seine Ursache das Nicht-Wirkliche/Nicht-Seiende haben. Wie völlig unmöglich ist es erst, daß das Wirkliche/Seiende die Ursache für das Nicht-Wirkliche/Nicht-Seiende sein könnte.

41 So wie eine Person, aufgrund von falschem Wisse,   im Wachzustand Objekte, deren Natur unerforschlich ist, handzuhaben scheint als wären sie wirklich, so nimmt so jemand auch im Traumzustand, aufgrund falschen Wissens, Objekte wahr, deren Existentsein nur im Traumzustand gegeben ist.

42 Weise Leute lehren Kausalität ausschließlich um deret willen, die in Angst vor Nicht-Schöpfung/Nicht-Erschaffenheit, - in Angst vor Schöpfung ist nur  "Samsara", in Angst/Sorge vor Schöpfung ist "nur" das Werk von Maya  - auf der Realität äußerer Objekte bestehen, weil sie solche Objekte wahrnehmen/wahrnähmen und außerdem weil sie sich an verschiedenerlei sozialer und religiöser Pflichten klammern.

43 Jene, welche Ajati (Nicht-Erschaffenheit, Nicht-Schöpfung) - weil sie Angst haben vor absoluter Nicht-Schöpfung/Nicht-Erschaffenheit und aufgrund ihrer Wahrnehmung äußerer Objekte - leugnen, werden nicht bewegt von dem Bösen, Schlimmen, das aus dem Glauben an die Schöpfung folgt. Dieses Böse, Schlimme, falls es irgendsowas gibt/geben sollte, ist nicht auschlaggebend, ohne Bedeutung für sie.

44 So wie ein Elephant, der durch Zauberkunst (von einem/einer/einzwi ZauberkünstlerIn), hervorgezaubert, erfunden wird, für wahr gehalten wird, weil er als existent wahrgenommen wird und weil er dem Verhalten wirklicher Elephanten entspricht, so werden auch externe Objekte für wahr gehalten, weil sie als existent wahrgenommen werden und weil man darauf reagieren kann.

45 Es ist ausschließlich Bewußtsein, Vijnana, das erscheint als sei es geboren/geschaffen, als bewege es sich oder auch als würde es zu  Materie bzw als nähme es materielle Formen an. Aber dieses Bewußtsein ist wirklich stets ungeboren/ohne Anfang und Ende/nicht Zeitlichkeit unterworfen, unveränderlich und frei von den Charakteristikas von Materiellheit; es ist ganz und gar, durch und durch, stets und für immer Friede und nicht-dual.

46 Insofern ist Geist niemals  abhängig von Geboenwordensein, von Geburt. Alle Wesen sind ebenfalls frei, unabhängig von Geburt, Gebordenwordensein. Jene, die dies wissen, verfallen nicht falschem Wissen, falschen Anschauungen.

47 So wie eine Linie, die von einem brennenden Holzscheit, das bewegt wird, (....So wie die Aufruhrlinie von umherziehenden UnruhestifterInnen...)  gerade, gekrümmt odgl zu sein scheint, so erscheint Bewußtsein, wenn es in "Bewegung"  kam, wenn es in Regung geriet, als wahrnehmende Person, das Wahrgenommene und dererlei.

48 So wie das brennende Holzscheit, wenn es nicht bewegt wird, nicht in Bewegung ist, frei von allen Scheinbarkeiten ist und unverändert bleibt, so ist es auch mit Bewußtsein, das wenn es nicht in Regung ist, frei von allen Erscheinungsweisen ist und nicht Veränderlichkeit unterworfen bleibt, unbeweglich, unveränderlich, stets dasselbe ist.

49 Wenn das Holzscheit bewegt wird, werden die Erscheinungen, Erscheinungsweisen, die davon herrühren, als von nichts anderem als dem brennenden Holzscheit kommend, als von/aus nichts anderem kommend wahrgenommen. Wenn es ruht, ist es nicht so, daß jene  Erscheinungen das brennende Feuerscheit irgendwie verlassen haben und wo anders hingegangen wären und sie ziehen/treten auch nicht in das brennende Feuerscheit ein.

50 Die Erscheinungen entspringen nicht dem brennenden Feuerscheit, weil deren Natur nicht von der Art einer Substanz ist. Das überträgt sich entsprechend auf Bewußtsein  und zwar wegen der Ähnlichkeit der Erscheinungsweisen.

51 - 52  Wenn Bewußtsein mit der Idee von Aktivität in Verbindung bebracht wird, so wie das in den Wach- und Traumzuständen der Fall ist, so ist es so, daß die Erscheinungen die aufzukommen, zu resultieren scheinen von nichts anderem her rühren. Wenn Bewußtsein inaktiv, nicht-aktiv ist, so wie im Tiefschlaf, dann verlassen die Erscheinungen weder das nicht-aktive Bewußtsein und gehen woanders hin, noch verschmelzen sie damit. Die Erscheinungen entspringen nicht Bewußtsein, sie entstehen nicht daraus, da deren Natur nicht jene einer Substanz ist. Sie sind unbegreifbar, unverständlich, da sie nicht der Beziehung von Ursache und Wirkung unterliegen

54 So werden also äußere Erscheinungen (Objekte) weder vom Geist verursacht noch wird der Geist davon verursacht. Von daher, auch ab dem Erlangthaben dieser Einsicht halten nachdenkliche, aufmerksame  Leute am Prinzip der absoluten Nicht-Erschaffenheit, Nicht-Schöpfung fest.

55 Solange jemand sich an den Glauben an Kausalität klammert, wird so jemand Ursachen und davon  hervorgerufene Folgen entdecken. Aber wenn diese Verliebe für, dieses Verhaftetsein in Kausalität sich abnutzt, indem Maße wie sie allmählich vergeht, wird Samasara zu etwas (aus) Nicht-Existentem.

56 Solange jemand sich an den Glauben an Kausalität klammert, wird sich Samasara weiterhin vor Ihm ausdehnen, entwickeln, ausbreiten. Aber wenn diese Verliebe für, dieses Verhaftetsein in Kausalität allmählich vergeht, indem Maße wie sie sich abnutzt, wird Samasara zu etwas (aus) Nicht-Existentem.

57 Das gesamte Universum ist erschaffen durch falsches Wissen; deshalb ist nichts in ihm ewig, von Dauer. Alles, einsseiend mit der grundlegenden, letztendlichen sowie uranfänglichen Realität ist wiederum ungeboren, unerschaffen; insofern gibt es sowas wie Zerstörung, Auflösung nicht.

58 Den Jivas wird Geburt zugeschrieben, zugestanden; aber so eine Geburt ist vom Standpunkt der Realität aus nicht möglich. Deren Geburt ist wie das Entstehen, die Erschaffung eines illusionären, nur aus Täuschung heraus existierenden Objekts. Jene Illusion, Täuschung samt dem einer Täuschung-Erlegensein hat keine eigene Existenz aus sich heraus, ist insofern nicht existent.

59 Ein illusionärer Sproß entsteht aus einem illusionärem Samen. Dieser illusionäre Sproß besteht weder für immer noch ist er zerstörbar. Das ist auch anwendbar auf die Jivas, es gilt analog auch für Jivas.

60 Die Begriffsbildungen wie "von Dauer", "unbeständig" können nicht auf die nicht-entstandenen, ungeborenen Jivas angewendet werden. Was mit Worten nicht beschrieben werden kann, kann nicht nach ewig, "von Dauer", unbeständig, nicht von Dauer unterschieden, eingeordnet werden.

61-62 So wie in Träumen der Geist mittels Maya tätig ist, die Tätigkeiten des Geistes vollständig in und durch Maya stattfindet und die Erscheinung von Dualität sich einstellt, so ist der Geist auch im Wachzustand aufgrund von Maya tätig und die Erscheinung von Dualität stellt sich ein. Zweifelsohne ist es so, daß der Geist, der in Wirklichkeit nicht-dual ist, in Träumen dual zu sein erscheint.  Analog gilt zweifelsohne, daß das was nicht-dual ist, dh Atman, im Wachzustand erscheint, als wäre es dual.

63 Der/die/zwi Träumende, der/die/zwi in seinen/ihren/aero Träumen in alle 10 Richtungen unherwandert, sieht die gesamte Vielfalt an Jivas, die aus Eiern, aus Feuchtigkeit udgl geboren werden, zur Welt kommen.

64 Diese Wesenheiten, welche Objekte des Geistes des/der/ero Träumenden sind, existieren nicht losgelöst, unabhängig, getrennt von dessen/deren/dero Geist.  Analog ist der Geist des/der/ero Träumenden nichts anders als ein Wahrnehmungsobjekt des/der/ero Träumendem/~n/~o.

65-66 Ein Mensch im Wachzustand, /der/die/ero in seinem/ihrem/aero Wachzustand in alle 10 Richtungen umherwandert, sieht die gesamte Vielfalt an Jivas, die aus Eiern, aus Feuchtigkeit udgl geboren werden, zur Welt kommen. Sie sind die Objekte des Geistes des Menschen im Wachzustand und existieren nicht losgelöst, unabhängig, getrennt davon. Analog ist der Geist eines Menschen im Wachzustand nichts anders als dessen Wahrnehmungsobjekt.

67 Sowohl der Geist als auch die Jivas sind jeweils Objekte der Wahrnehmung des jeweils Anderen, sind Objekte der wechselseitigen Wahrnehmung. Kann der Eine ohne dem Anderen existieren? Die Antwort weiser Menschen liegt in der Verneinung. Es gibt keine Evidenz, keine offenbare Wahrheit der Existenz des Einen ohne dem Anderen; sie werden nur wechseitig durch den jeweils Anderen wahrgenommen.

68-70 So wie der Traum-Jiva erscheint und verschwindet, so erscheinen und veschwinden auch diese Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden. So wie der Jiva, der von einem Magier hervorgezaubert wird, "existent" wird und verschwindet, so erscheinen und verschwinden die Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden, wieder. So wie ein künstlicher Jiva "existent" wird und wieder verschwindet, so erscheinen und verschwinden auch die Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden, wieder.

71 Kein Jiva wird jemals existent.  Es gibt keine Ursache die ihn hervorbringen, zur Folge haben könnte. Die höchste, letztendliche Wahrheit ist, daß nichts jemals geboren wird.

72 Die Welt der Dualität, die als existent wahrgenommen und durch eine Subjekt-Objekt-Beziehung charakterisiert, dargestellt wird, ist wahrlich eine Bewegtheit des Geistes. Nochmals, der Geist hat, vom Standpunkt der Wirklichkeit aus betrachtet, keinen Kontakt mit irgendeinem Objekt. Daher wird einem versichert, daß er ewig und ungebunden, frei ist.

73 Das was aufgrund der Macht, Stärke falschen Wissens, auf der Basis von Einbildung, Täuschung, Getäuschtheit "existiert", existiert in Wirklichkeit nicht. Nochmals, das, dem nachgesagt wird, daß es existiere, weil es mittels der Stärke, Angesehenheit anderer Lehrinstitutionen, Gedankenkonstrukte, Lehrmeinungen gepflegt, propagiert, zum Modernen erhoben oder auch vorgeschoben wird, existiert in Wirklichkeit nicht.

74 Atman wird, vom Standpunkt falschen Wissens aus, das auf Einbildung, Täuschung, Getäuschtheit beruht , geburtslos (aja) genannt; In Wirklichkeit ist Atman nicht einmal geburtslos, ungeboren, anfangslos. Der ungeborene Atman wird, gemäß der Sichtweise falschen Wissens, das von anderen Lehrinstitutionen, Lehren gepflegt und gefördert wird, als geboren, entstanden bezeichnet.

75 Leute klammern sich fest an die Idee der Unwirklichkeit, dh Dualität. Aber so eine Dualität gibt es nicht. Jemand, der die Abwesenheit von Dualität verwirklicht hat, wird nicht wieder geboren, nicht wiedergeboren, ensteht nicht mehr, hat keinen Anfang mehr, weil dann kein Anlaß, keine Ursache für seine Geburt  bleibt.

76 Wenn der Geist keine übergeordnete, untergeordnete oder auch nebengeordnete           Ursache findet, wird er frei von Geburt. Wie kann es eine Wirkung ohne Ursache geben?

77 Die Geburtslosigkeit, Anfangslosigkeit des Geistes, welche frei ist von Manifestation und kausler Wechselbeziehung, ist absolut und dauerhaft, beständig, unerschütterlich. Dualität - dh der wahrnehmende Geist und dessen Objekte - ist nämlich lediglich eine Objektivierung, Vergenständlichung des Geistes.

78 Das Verwirklichen der Abwesenheit, des Nichtseins von Kausalität ist grundlegende, elementare Wahrheit und keine weitere Begründung für Geburt findend, erreicht man jene Verfassung, jene Seinsweise welche frei ist von Sorgen, Verlangen und Angst.

79 Aufgrund von Verknüpftheit mit bzw Gebundenheit an unwirkliche Objekte befaßt sich der Geist fortgesetzt mit solchen Objekten, verfolgt der Geist solche Objekte. Aber er kehrt zu seinem reinen bzw in seinen reinen Zustand zurück, sobald er Nicht-Verknüpftheit, Ungebundenheit, Nicht-Verhaftetsein, Nicht-Vorliebe - damit befaßt seiend deren Unwirklichkeit zu realisieren - erlangt.

80 Der Geist, der von aller Verknüpftheit, Gebundenheit, allem Verhaftetsein bzgl. sämtlicher äußerer Objekte befreit ist und von neuerlichen Objekten nicht zerstreut, gestört, abgelenkt wird, erlangt die Seinsweise der Unwandelbarkeit. Weise erkennen so einen Geist als eins mit Brahman, als Brahman seiend. Er ist nicht verfeinert, er ist geburtslos und nicht-dual.

81 Die geburtslose, traumlose und schlaflose Realität zeigt sich selber durch sich selber; dieses Dharma (Atman) ist nämlich, aufgrund seiner eigenen, bloßen Natur selbstleuchtend.

82 Der/das Lord (Atman) wird duch Verknüpfung, Verbindung mit bzw Verhaftung an bzw Sympathie, Unterstützung für die einzelnen Objekte leicht verborgen und es erfordert nicht selbstverständliche, großartige Bemühungen, Befleissigungen - dh da sind große, ver-flixte Schwiergkeiten, die dem entgegenstehen -, ihn zum Vorschein zu bringen.

83 Die Unwissenden mit ihrem kindischen Geist verdecken, verschleiern in Wirklichkeit Atman indem sie bzgl. Atman Eigenschaften wie "Existenz", "Nicht-Existenz", sowohl "Existenz als auch Nicht-Existenz"  und "totale Nicht-Existenz"  behaupten und diese Charakterisierungen aus Vorstellungen von Veränderung, Unbeweglichkeit, einer Kombination aus Veränderung und Unbeweglichkeit, oder auch absoluter Negation herleiten und diese in Zusammenhang bringen mit Atman.

84 Dies sind die vier Theorien betreffs Atman, die, wenn man jenen verhaftet ist/sich an sie bindet, Atman der eigenen Sicht für immer verborgen sein lassen. Wer den Lord als stets von jenen unberührt bleibend weiß, weiß tatsächlich alles.

85 Was bleibt für jemand noch zu wünschen übrig, der den Zustand eines Brahmin - einen Zustand völlig umfassenden Wissens und Nicht-Dualität, der ohne Anfang, Mitte und Ende ist - erlangt hat?

86 Die Bescheidenheit (vinaya) der Brahmins ist natürlich. Deren Ruhe, Gelassenheit (sama) ist ebenfalls natürlich. Desweiteren stellt sich die Kontrolliertheit, Beherrschtheit der Sinne (dama) auf natürliche Weise bei ihnen ein. Jemand, der Brahman verwirklicht hat, erlangt Frieden.

87 Vedanta erkennt klar den gewöhnlichen Wachzustand in welchem Dualität, bestehend aus Objekten und der Idee damit in Kontakt zu gelangen, eingeräumt wird. Es erkennt auch klar einen noch gewöhnlicheren Zustand, den Traumzustand, in welchem die Dualität - bestehend aus Objekten und der Idee, damit in Kontakt zu gelangen - erfahren wird, obwohl dererlei Objekte nicht existieren.

88 Weise Personen erkennen einen weiteren Zustand in welchem weder Objekte noch Ideen bezüglich derselben existieren. Dieser Zustand ist jenseits aller empirischer Erfahrungen. Sie beschreiben die drei wie folgt: Wissen, die Objekte des Wissens - dh die drei Zustände - und das absolut Wissbare, dh die elementare, grundlegende Realität.


89 Wissen und das 3-fach Wißende - eines nach dem Anderen -  verstanden habend, gelangt der Wissende mit Unterstüzung durch erhabenen, kritischen Intellekt selbst schon in diesem Leben und überall den Zustand umfassenden Wissens.

90  Man sollte schon von Anfang an mit vier Dingen vertraut sein; dies sind die Folgenden: Die Dinge, die zu vermeiden sind; das Ziel, das es zu erreichen gilt; die Diszipliertheiten, die zu kultivieren sind, die man sich zuzulegen hat und des Weiteren die Vorlieben, die man aufzugeben  hat, die Neigungen deren Anziehungskraft man zu überwinden hat,  gewisse Absichten, die man aufzugeben hat, Tendenzen, die man wirkungslos zu machen hat, denen man den Nährboden zu entziehen hat, Hinwendungen, die man zurückzuweisen hat.

91 Alle Atmans (Dharmas) muß man durch ihre eigentliche, wahre Natur als anfangslos und unverhaftet, unverknüpft wie Akasha wissen . Da gibt es nicht  - auch nicht auf die geringste Art und Weise und ebensowenig  irgendwann-wann-auch-immer  - den geringsten Spielraum.

92 Alle Jivas sind, aufgrund ihrer eigentlichen, wahren Natur,  von Anfang an erleuchtet, aufgeklärt. Es kann niemals irgendeinen Zweifel an ihrer Natur geben. Nur jemand,  der  -aufgrund dieses Wissendas, weil er das weiß, der dieses Wissen erlangt hat - ruht ohne nach weiterem Wissen zu verlangen, zu suchen, ist in der Lage Unsterblichkeit zu bekommen, zu gewinnen, zu erreichen.

93 Die Jivas sind, unmittelbar von Anfang an und aufgrund ihrer wahren, eigentlichen Natur, nichts als Friede, ungeboren und völlig frei. Sie sind charakterisiert von Gleichheit und Nicht-Zerteiltheit. Der ungeborene Atman ist stets gefestigt in, ruht in Gleichheit und Reinheit.

94 Jene, die stets im Bereich von Getrennheit, Zergliedertheit unterwegs sind,  können die Reinheit von Atman, Atman so wie und was Atman nunmal ist nicht erreichen, sich dessen nicht bewußt werden, nicht begreifen. Ihre Geister sind dem Zerteilen, Unterschied machen und  Auseinanderentwicklen zugeneigt und sie machen die Zergliedertheit des Atmans geltend. Deshalb werden sie als eng-stirnig und kleingeistig bezeichnet.

95 Nur jene dieser Welt werden höchste Weisheit gewinnen, die fest stehen in ihrem Überzeugtsein, ihrer inneren Gewißheit  von Gleichheit und Geburtslosigkeit des Atman. gewöhnliche Menschen begreifen deren Weg sowie Art und Weise nicht.

96 Wissentheit, welche die eigentliche Essenz der ungeborenen Jivas ist, wird selbst als ungeboren und  unverknüpft, beziehungslos bezeichnet. Dieses Wissen wird als unverknüpft, unverhaftet, nicht angefügt dargestellt, nachdem es mit keinem anderen Objekt verbunden oder auch verwandt ist.

97 Jenen unwissenden Menschen geht dessen ewiger unverknüpfter, unabhängiger Charakter verloren, die glauben, daß Atman von seiner eigentlichen Natur auch nur im Mindesten abweichen, sich abtrennen, abirren könnte. In jenem Falle ist die Zerstörung des Schleiers, der Maske kein Thema.

98 Alle Jivas sind stets frei von Gebundenheit und aufgrund ihrer eigene Natur rein. Sie sind schon vom Anfang an erleuchtet, aufgeklärt. Dennoch sagen die Weisen über die Jivas, daß sie fähig sind/seien die entscheidende, elementare Wahrheit zu wissen, zu kennen.

99 Das Wissen der weisen Wesen, welches völlig licht ist, ist niemals an irgendein Objekt gebunden. Sowohl  alle Jivas als auch alles Wissen sind stets nicht an Objekte gebunden. Dies ist nicht die Prüfung Buddhas.

100 Wenn wir das  - allerdings nicht unaufwendig, nicht gerade mir-nichts-dir-nichts  aber gründlich-umfassende, geburtslose, immer gleich bleibende, völlig lichte und von Vielheit freie  -  zu erlangende Wissen der grundlegenden, elementaren Wirklichkeit erworben, wahrheitsgemäß begriffen haben, heißen wir es so gut wir können willkomen, ziehen wir vor Ihm so gut wir können unseren Hut.

Aum. Friede! Friede! Friede!


Abschließende Grußworte vom Shankaracharya [in der Mandukya Upanishade]

Ich grüße Brahman, ich heiße Brahman willkommen, mir ist Brahman willkommen,    Brahman, das die Angst derer überwindet, auflöst, die bei Ihm Zuflucht suchen, bei         Brahman - das, aufgrund seiner magischen, täuschenden Kraft -  obwohl ungeboren seiend erscheint als wäre es mit Geburt verknüpft; Brahman, welches, obwohl unbeweglich erscheint als unterläge es Veränderlichkeit, sich zu bewegen scheint; und welches, obgleich nicht-dual, scheinbar viele Formen angenommen hat für jene, deren Sichtweise und Anschauung getäuscht wird durch die Wahrnehmung einer Vielzahl an Objekten und Eigenschaften.

Ich grüße Brahman, ich heiße Brahman willkommen, mir ist Brahman willkommen.      Ich drücke zu Füßen des Lehreres meines Lehrers  meine Ehrerbietung, Bewunderung und Verehrung für den Bewundernswertesten unter den Bewundernswerten aus, der   - aus reinem Mitleid für die Wesen heraus in den tiefen Ozean dieser Welt tauchte, in diese Welt, die von den schrecklichen, sozusagen, Haien unaufhörlicher Geburten und Todesfälle heimgesucht wird und der - , zum Nutzen, Vorteil für alle Wesen, diesen Nektar rettete, diesen Nektar, an den sogar von den Unsterblichen nur schwer heranzukommen ist, den er von den verborgensten, geheimsten Tiefen des Ozeans des Vedas aus rettete, sicherte, in dem er sie mit seiner Meßlatte des erleuchteten Weisheitszustandes durcharbeitete.

Ich drücke meine, aus meinem ganzen Wesen kommende, Bewunderung für diese der Tugendhaftigkeit dienenden Füße, für die Tugendhaftigkeit  -  welche die Ketten der Geburten und Wiedergeburten lösten -  meines eigenen großartigen Lehrers aus, der durch das Licht seiner erleuchteten Weisheit die Täuschung beseitigte/überwand, die meinen Geist umfing, einhüllte, vernebelte; für diese der Tugendhaftigkeit dienenden Füße, für die Tugendhaftigkeit meines eigenen großartigen Lehrers, der für immer meinem Erscheinen und Verschwinden in diesem schrecklichen Ozean unzähliger Geburten und unzähligem Sterben ein Ende bereitete; meinem großartigen Lehrer, der auch alle Anderen befähigt, zu seinen Füßen Zuflucht zu nehmen und allzeitwahres, niemals und unter keinen Umständen falsch-werdendes Wissen über die Schriften, den Frieden sowie den Zustand vollkommener Nicht-Zerstreutheit, Nicht-Abgespaltenheit, Nicht-Verlorenheit in Vielfältigkeiten aller Arten zu erwerben, zu erlangen.


Anmerkung des Übersetztes zu Hrn. Gaudapada's Vers 9 zu Mandukya-Upanishade I-VI:

Herr Echnaton, damals Pharao von Ägypten, der Begründer/"Erfinder" des Ein-Gott-Glaubens, nannte das Strahlen, den Glanz der Sonne "Aton"; darin sah Er das Göttliche; nicht in der Sonne sah Er Gott, sondern im Strahlen, im Glanz des Seins der Sonne erblickte Er Gott. (Siehe 50 Klassiker, Religionen, Peter Köhler, Gerstenberg-Verlag, ISBN 978-3-8369-2617-1, Seite 18: "Gewiß ist Jahwe nicht Aton, aber dass Echnaton die sichtbare Sonnenscheibe als Erscheinung einer in Wahrheit unsichtbaren Kraft verehrte,die als >>innere Glut des Atons<<, als ewige lebensspendende Kraft, der eigentliche Adrressat des Gebets war, deutet auf eine spirituelle Tradaitionslinie, die zum unsichtbaren Gott der Israeliten führt." bzw auf Seite 14/15 ..."- er nahm die Sonnenscheibe als das eine sichtbare Zeichen der nur scheinbar verschiedenen Sonnengottheiten und erhob Aton zum obersten und schließlich zum einzigen Gott" und auf Seite 15:"Ganz unvorbereitet kam das nicht. Schon Echnaton Vaters Amenhotep III hatte einen Sonnentempel errichtet und den Beinamen >>leuchtende Sonnenscheibe<< geführt. Auf Seite 19 schließlich noch, in der Ruprik 'Auf den Punkt gebracht': "Der einzige Gott soll fortan Aton sein, die Sonne, oder genauer: die von ihr ausgehende unsichtbare Kraft."


Anmerkung des Übersetzters zu Gaudapada's Kaurika Kapitel II, Vers 5:                   Siehe René Descartes, "Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie", ISBN 987-3-86820-327-1, NIKOL-Verlag:                                                                              

Seite 30: "Alles nämlich,was ich bis heute für das Allerwahrste hingenommen habe, empfing ich unmittelbar oder mittelbar von den Sinnen; diese aber habe ich bisweilen auf Täuschungen ertappt, und es ist eine Klugheitsregel, niemals denen volles Vertrauen zu schenken, die uns auch nur ein einziges mal getäuscht haben".....                                 

Auf Seite 31 findet man: "Bin ich nicht ein Mensch, der nachts zu schlafen pflegt und dann alles das und oft noch viel Unglaublicheres im Traum erlebt, wie jene im Wachen? Wie oft aber erst glaube ich nachts im Traum ganz Gewöhnliches zu erleben; ich glaube hier zu sein, den Rock anzuhaben und am Ofen zu sitzen - und dabei liege ich entkleidet im Bett!   Jetzt aber schaue ich sicherlich mit ganz wachen Augen auf dieses Papier. Dieses Haupt, das ich bewege, ist nicht vom Schlaf befangen. Mit Überlegung und Bewußtsein strecke ich diese Hand aus und habe Empfindungen dabei. So deutlich würde ich nichts im Schlafe erleben!   Ja, aber erinnere ich mich denn nicht, daß ich auch schon von ähnlichen Gedanken in Träumen getäuscht worden bin? Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf  vom Wachen unterscheiden kann, und dies macht mich so stutzig, daß ich gerade dadurch fast in der Meinung bestärkt werde, daß ich schlafe....


Anmerkungen des Übersetzers zu "Kapitel IV  von Gaudapa's Karika - Alatasanti Prakarana (Das Kapitel über das Zur-Ruhebringen des Unruheverursachenden)":

Vers 30:

Man vergleiche dazu zB die Ausführungen in Kapitel III, Verse 18, 19 und 20.

Vers 33:

Die "Weiße Frau" - siehe religiöser Taoismus - gilt als eine der 8 Unsterblichen im religiösen Taoismus und würde hier evtl. widersprechen, wenn es sie denn geben sollte; sie war, so heißt es - zB im Buch von John Bowker, ISBN:978-3-8310-9057-0, "Religionen der Welt" -  Asketin und kam nicht so recht voran; da erschien Ihr im Traum ein heiliges, vollkommenes Geistwesen und führte sie fortan und schließlich/allmählich habe sie die Unsterblichkeit "erlangt" und erstaunliche Fähigkeiten obendrein; auch "prophetische Träume", welche - zB sowohl vom Alten als auch Neuen Testament - als wirklich vorkommende Phänomene anerkannt werden, scheinen dem zu widersprechen, was Herr Gaudapada hier als Argument vorbringt. Insofern sollte man hier schreiben    :... Alle Wesenheiten, die in Träumen gesehen werden sind zweifelsohne unwirklich, sofern nicht jemand eine Existenz außerhalb seines Körpers, körperunabhängig  hat, auf der Basis wovon Er von "irgendwelchen höher gestellten, erleuchteten, guten Wesen" belehrbar ist/wäre. Die Dualisten, wie zB in den Vesen 17-20 des Kapitels III des Kommentars dargestellt wird, gehen nunmal davon aus, daß das anfangs-und endlose Brahman  zu dem Jiva - mit Anfang und Ende - werde und dieser Jiva ein im Körper Wohnender wäre - vgl Karika Kapitel II, Vers 1, Kapitel III, Vers 9 und Kapitel III Vers 12 -....) Im Brandhorst Museum in München war einmal eine Darstellung des Themas der "Weißen Frau" zu sehen und zwar mit Mitteln der Film-Kunst auf vielen Bildschirmen mit künstlerischer Zeitversetzung, sodaß es am anderen Bildschirm in räumlicher Entfernung weiterging, was auf dem einen Bildschirm gerade endete, wohingegen es auf dem ersteren Bildschirm mit etwas anderem wieder anfing. Wiederholt ging es um Ertrinkende, die von der "weißen Frau" auf wunderbare Weise gerettet wurden.

Vers 34:

Auch Tiere träumen; so gibt es Dokus, wonach zB Hunde während eines seitlich liegenden Schlafens, plötzlich anfingen mit den Beinen zu rennen und gleichzeitig immer wieder nach etwas zu schnappen, was für die Beobachtenden aus der "realen" Welt des "Wachens", gar nicht existent war...

Vers 61-62:

(Anm. des Übersetzers: Auch René Descartes wies in seinen Überlegungen explizit daraufhin, daß der Geist unteilbar sei. - Siehe René Descartes, Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie, NIKOL, ISBN 978-3-86820-327-1. Auf  Seite 24 heißt es: "..Dieser Schluß wird in der sechsten Betrachtung gezogen und wird daselbst noch dadurch bestätigt, daß wir alle Körper als teilbar, den Geist dagegen oder die menschliche Seele nur als unteilbar auffassen. In der Tat können wir ja von keinem Geist eine Mitte vorstellen, wie wir es bei jedem noch so kleinen Körper können"......)

Anmerkung des Übersetzters zu "Abschließende Grußworte vom Shankaracharya [in der Mandukya Upanishade]":  Mit Shankaracharya kann hier  eigentlich nur Shankara, der bisweilen auch als der "1. Shankaracharya" bezeichnet wird, selber gemeint sein. Es war schließlich Yogi Govinda der Lehrer von Shankara und der Lehrer von Yogi Govinda war wiederum Gaudapada.



Anm. des Übersetzers:

0)

Fortsetzung folgt

1) Professor Eknath Easwaran erwähnt in seiner Ausgabe der Upanishaden               (ISBN-Nummer jenes Buches: ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927; die zitierte Stelle findet sich auf Seite 105, in seinen Anmerkungen zur Kena-Upanishade) jene Theorie, wonach "vedische Mantren" keine Bedeutung haben ("anartha mantra"). Die sachlich-abstrakte Mandukya-Upanishade und die entsprechend sachlich, intellektuell-abstrakte, pur wahrheitsorientierte Sprache von Gaudapada, wie sie sich in seinem Kommentar "Karika" zeigt, widersprechen der Möglichkeit, sich jenem Wissen in nicht-religiöser Weise nähern und es "erwerben","realisieren" zu können, kaum. Prof. Easwaran schreibt zu "AUM" im Glossar auf Seite 422: "OM  Der >> nicht angeschlagene Ton<<, der in tiefer Meditation vernommen werden kann; das heilige Wort, das Brahman bezeichnet." Wenn jemand "mantra-singend" "AUM" rezitiert, so ist das vergleichbar mit Fr. Deva Premal's "Chitananda", wo sie "Shankara's Lehre in 6 Versen" singt; es geht bei AUM-Rezitieren also offenbar um "Brahman". John Bowker schreibt in seinem Buch "Religionen der Welt" (ISBN 978-3-8310-9057-0) auf Seite 21 "Om oder Aum ist der Urlaut der Schöpfung und aller Meditationsformeln. >>3<< ist die Dreifaltigkeit der Götter der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung; >>O<< bezeichnet die Stille beim Erreichen von Brahman". Die übliche Lehre, wonach wennimmer etwas entsteht/entstünde, der vorherige Zustand sich auflösen müßte, eine neuer Zustand entstünde und das was dafür sorgte, daß der vorherige Zustand nicht fortdauerte, die Auflösung und das Neuentstehen zulassen müßte, kann sehr wohl auch nicht-religiös formuliert und gedacht werden. Indem auch Herr Bowker die Schreibweise von "Aum" als "Om" (2 Buchstaben dann ja "nur"!) zuläßt, zeigt sich, daß die nicht-religiöse Herangehensweise kein "Verschleiern" eines hinduistischen Hintergrunds darstellen kann; die Schreibweise "Om" würde ja jene "3-Heit", wie sie herr Bowker selber darstellte) "verschleiern" und Herr Bowker fände das anscheinend "tolerierbar" bis ok. In Gaudapada's Kommentar finden sich nunmal keinerlei religiöse Ausführungen; es ist jene andere Herangehensweise, die aus der Sichtweise der Realisation von Atman, Brahman gut-genug ist. Er geht mit jener 3-Heit von "Aum" sehr sachlich um.

Nachdem es in der Mandukya-Upanishad und im Kommentar von Gaudapada wesentlich auch um AUM geht, sei nicht verschwiegen, daß es im Zusammenhang mit "Aum" allerlei zu finden gibt und schönes Rezitieren hat zweifelsohne etwas Angenehmens, wenn's jemand nunmal mag. Aber was Andere zu "Aum" zu sagen haben, ist nunmal deren Angelegenheit. Auch über Jesus Christus gibt es allerlei unterschiedliche Auffassungen und Darstellungen; die eigene Auffassung zu vertreten, heißt nicht, daß man verschleiert, daß es auch andere Auffassungen gibt; zu Jesus Christus gibt es bekanntlich auch sehr nicht-religiöse Auffassungen und Darstellungen.

2) Ein sehr schön gesungenes "AUM" konnte man früher beim Anklicken der Begrüßungsseite von Badrinath Temple Commitee hören. In "gallery" findet man dort auch eine Ruprik "Audio", aber sie ist erst noch in Bearbeitung; evtl wird's dann dort dann ja mal wieder hörbar sein.

3) "Hari Aum" in musikalisch-künstlerischer Version findet man ua bei Mohani Heitel ("Healing Power of Mantras"), Deva Premal (auf der CD "Embrace"; hier allerdings kombiniert mit einem "Shiva AUM", was leider nicht ganz zum sachlich-nichtreligiösen Madukya-Upanishad und Gaudapa's ebenso sachlich-unpersönlich-"wissenschaftlich-nüchternen" Kommentar paßt bzw zu passen scheint; nunja "künstlerische Freiheit" oder auch anderer Blickwinkel, anderer "Ansatz", anderer "Zugang"). Ein sehr schön, langgezogen gesungenes "AUM" findet sich am Ende von "Devi Prayer", gesungen von Anuradha Paudwal, was aber als Hörprobe bei amazon, da ja am Ende des "Songs", nicht verfügbar ist.

a) Mohani Heitel singt in diesem Song  ausschließlich "Hari AUM" :

https://www.amazon.de/mohani-heitel/s?ie=UTF8&page=1&rh=i:aps,k:mohani heitel

1-16 von 146 Ergebnissen oder Vorschlägen für "mohani heitel" Die heilenden Klänge der Mantras 1. Juli 2015 ... Dhiyo Yo Nah Prachodayat/Hari Om] ...

Mohani Heitel | Mantra Mohini - The healing powers of ...


b)

Hari Om Shiva Om - Deva Premal: Amazon.de: Digitale Musik ...

https://www.amazon.de/Hari-Om-Shiva/dp/B001SWKE78

Deva Premal- Hari Om Shiva Om - Hindu Mantra - YouTube

Hörprobe: https://www.amazon.de/Hari-Om-Shiva/dp/B001SWKE78


c) Das folgende  Rezitieren des Sama-Veda beginnt ebenfalls mit "AUM"; das betreffs "Aussprache":

https://www.youtube.com/watch?v=emKzULWBjr0

d) "AUM" am Ende von "Devi-Prayer" von Anuradha Paudwal; es gilt analog dasselbe wie bei Deva Premal; dieser Link wurde hier betreffs der Aussprache vom "AUM" eingefügt; ansonsten geht es in diesem Song um die 108 Namen von "Devi":

https://www.amazon.de/Devi-Prayer/dp/B002HUAVH8

Hörprobe: https://www.amazon.de/Devi-Prayer/dp/B002HUAVH8


(Links vom 13.12.2017)

Anmerkung zu diesen Linkangaben:

Diese Linkangaben heißen nicht, daß ich empfehle, damit zu meditieren, herumzuexperimentieren usw; sie sind zur Information gedacht und sie sind nunmal leicht findbar und allgemein verfügbar. 


deutschsprachige Literatur im Zusammenhang mit Gaudapada:

Im Lüchow-Verlag erschien eine Übersetzung aus dem Italienischen: "Gaudapa, Mandukyakarika, Jenseits von Shivas Tanz, mit einem Kommentar von Raphael", ISBN 3-932761-05-7, 1.Auflage 2001, Aus dem Italienischen von Gruppo Kevala.









Gaudapada: hier nochmals der Kommentar von Gaudapada samt der Mandukya-Upanishade; diesesmal aber zusätzlich noch  - vorerst - Auszüge von Shankara's Kommentaren

Gaudapada hinterließ einen Kommentar zum Madukya Upanishad; Gaudapada war der Lehrer von Yogi Govinda, welcher wiederum der Lehrer von Shankara war. Jener Kommentar zum Mandukya Upanishad wird in englischer Sprache im Internet vielfach angeboten, ua:

Mandukya Upanishad With Gaudapada's Karika and Shankara's ...
www.amazon.in/Mandukya-Upanishad-Gaudapadas...Commenta..
.

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Advaita Ashrama; Auflage: Sixth edition, 11th reprint (1. Januar 2006)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 8175050225
  • ISBN-13: 978-8175050228

 


Mandukya Upanishad: with Gaudapada’s Commentary

 

zB: https://books.google.de/books?id=9vXFcUYWgxsC&pg=PA5&dq=Mandukya+Upanishad:+with+Gaudapada+Commentary&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwi6lZbg5dnWAhWpKcAKHcc_CzgQ6AEIJjAA#v=onepage&q=Mandukya%20Upanishad%3A%20with%20Gaudapada%20Commentary&f=false Link geprüft am 5.10.2017

ISBN 978-81-88157-43-3


https://books.google.de/books?isbn=1537055712 - Diese Seite übersetzen
Charles Johnston - 2016 - ‎Religion
with Gaudapada's Commentary Charles Johnston. 17. ... See Sankaracharya's Bhashya (commentary) on the Mandukya Upanishad, which includes commentary on the Mandukya-Karika.



The Mandukya Upanishad with Gaudapada's Karika and Shankara's ...

 

https://www.wisdomlib.org/.../mandukya-upanishad-karika-bhas...


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15.02.2016 - The Mandukya Karika by Gaudapada is a commentary on the Mandukya Upanishad. The school of philosophy this book attempts to expose is



Folgendes Buch war für mich im Oneness-World- Laden in der Kreuzstraße in München zu finden; das Buch kann dort wohl auch bezogen werden:

Im Lüchow-Verlag erschien eine Übersetzung aus dem Italienischen: "Gaudapa, Mandukyakarika, Jenseits von Shivas Tanz, mit einem Kommentar von Raphael", ISBN 3-932761-05-7, 1.Auflage 2001, Aus dem Italienischen von Gruppo Kevala.;

Dasselbe - anscheinend selbe - Buch gibt es, auch als E-Book bei http://ww1.churchplantingkyumc.org/78195/Mandukyakarika%2C%20Jenseits%20von%20Sivas%20Tanz.pdf.



Bei "Yoga Kosmos" erschien eine Übersetzung ins Deutsche von Egbert Richter-Ushanas: Mandukya-Upanisad mit Gaudapadas Karika von Egbert Richter ...

https://yogakosmos.de/produkt/mandukya-upanisad-mit-gaudapadas-karika-von-egbert-richter-ushanas/
vollständiger Titel: Das Stillhalten der Fackel – Mandukya-Upanisad mit Gaudapadas Karika. Aus dem Sanskrit übersetzt und erläutert von Egbert Richter-Ushanas, aus dem Jahre 2011, ISBN: 9783883091501, 71 Seite


Eine deutsche Übersetzung der Mandukya-Upanishade und des Kommentars von Herrn Gaudapa findet man auch in:  „Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda in der Übersetzung von Paul Deussen“, marix-Verlag, ISBN-10:3-86539-090-0, ISBN -13:978-386539-090-5 auf den Seiten 695 bis 718, in der gewohnt schönen, von Verständnis duchdrungenen, Bemühen und Können unaufdringlich lebendig-werden-lassenden Sprache. Siehe auch https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#596, (ab Seite 573):


  • WEBig__Deussen_Vorwort__betreffs__Madukya_s_Bedeutung

  • WEBig__Deussen_Vorwort__betreffs__Person-des_Gaudapada





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Quellenangabe für meine Übersetzung; ich übersetze die Upanishade mit, um den Kommentar von Gaudapa - um den es hier im Eigentlichen geht - in Beziehung zur Upanishade - zu welcher er als Kommentar von Gaudapada verfaßt wurde - darzustellen:


Mandukya Upanishad with Gaudapada's Karika - Swami J
http://swamij.com/upanishad-mandukya-karika.htm

The Mandukya Upanishad is 12 verses on AUM Mantra. Gaudapada's Karika is commentary relating to those 12 verses. (Die Madukya-Upanishade besteht aus 12 Versen betreffs AUM. Gaudapad's Karika ist ein Kommentar in Beziehung zu,unter Bezugnahme auf,bezüglich  jener 12  Verse.) Shankara's Kommentar übersetze ich von Swami Nikhilananda's Übersetzung der Madukya-Upanishad samt den Kommentaren von Gaudapada als auch Shankara von 1932

(Siehe zB auch: https://archive.org/stream/MandukyaUpanishadKarikaWithShankaraBhashya-SwamiNikhilananda/MandukyaUpanishadKarikaWithBhashya-SwamiNikhilananda_djvu.tx  bzw

https://archive.org/details/MandukyaUpanishadKarikaWithShankaraBhashya-SwamiNikhilananda/page/n18, oder auch

https://archive.org/details/MandukyaUpanishadKarikaWithShankaraBhashya-SwamiNikhilananda/page/n18 ; dort wird es als "Public domain" bezeichnet.

Shankara Bhashya - Swami Nikhilananda

                             by The Free Indological Collection                            
                              

         Usage Public Domain Mark 1.0               

        Topics mandukyamandookyakarikagaudapadaupanishadvedantaadvaita,      madhavanandasankarashankarabhashya        

Collection freeindological, Mandukya Upanishad & Karika with Shankara Bhashya - Swami Nikhilananda, Identifier MandukyaUpanishadKarikaWithShankaraBhashya-SwamiNikhilananda, Identifier-ark ark:/13960/t4zh1n86g )

Siehe auch https://www.wisdomlib.org/hinduism/book/mandukya-upanishad-karika-bhashya/d/doc143593.html


Es sei noch darauf hingewiesen, daß (sicherlich u.a.) Uma Mohan enige der Upanishaden als gesanglichen Vortrag als CD anbietet; einzelne Upanishaden, die teils auch hier als Zitate angegeben sind kann man auch einzlen käuflich herunterladen; ebenfalls ist der Vortrag der Mandukya-Upanishade auf dieser CD: https://www.amazon.de/Upanishads-Uma-Mohan/dp/B00H7IZXUU




Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Das Einfügen deutscher Übersetzungen (von mir angefertigt) der Vorreden und Kommentare von Shankara sowie der Verweise auf die Übersetzung der Verse und Kommentare von Gaudapada durch Prof. Paul Deussen per aktiver Links zu www.forgottenbooks.com, wurde am 11.10.2019 begonnen.


Mandukya Upanishade mit
Gaudapada's Karika

übersetzt ins Englische von Swami Nikhilananda
(Upanishaden)

Der Mandukya Upanishad besteht aus 12 Versen über das Mantra AUM. Gaudapada's Karika ist ein Kommentar der zu diesen 12 Versen in Beziehung steht.


Shankara’s Vorrede zu Vers 1:

Wie hilft die Bestimmung (der Bedeutung) von Aum in Bezug auf die Verwrklichung der wesentlichen, grundsätzlichen, eigentlichen Natur von Ātman?  Es wird wie folgt erklärt: Śruti-Passagen wie fie folgenden erklären es so:

„Es ist Aum“.(4) „Dieses (Aun) ist die [beste (5)] Unterstützung, Hilfe.“ „Oh. Satyakāma, Es (6) ist das Aum, welches sowohl das höhere als auch das niedere Brahman ist“. „Meditiere über das Selbst als Aum.“ „Aum, dieses (8) Wort ist Brahman.“ „All (9) dieses ist wirklich Aum“. So wie das Seil udgl, welches der Hintergrund, der Träger, die darunter liegende Schicht für Illusionen ( Fehlanschaungen, Fehleinschätzungen, falschen Glaubens) alà Schlange (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Shankara bezieht sich hier auf das Beispiel des Verwechselns eines Seils mit einer Schlange, was zB in Shankara’s „Kleinod der Unterscheidung“ sich dargelegt finden läßt. Dabei ist das Seil der konkrete Ausgangspunkt für die Illusion, daß es sich um eine Schlange handle. Das Seil kann aber gar nichts dafür. Selbst wenn es jemand absichtlich, täuschend ähnlich so gestaltet hätte, also eine Täuschung zu verursachen versucht hätte, könnte das täuschende Objekt immer noch nichts dafür. In jenem Falle gäbe es einen klaren Verantwortlichen oder auch Schuldigen für  so eine, uU ja auch sehr negative Folgen haben könnende, Illusion. Solches Verwechseln wäre - im Frühjahr 1983 und dann nochmals im Herbst 1983 - beinahe so weit gegangen, daß sich die Sowjetunion und die USA gegenseitig atomar vernichtet hätten und wegen der US-Atomwaffen in Deutschland wäre auch Europa vernichten worden. Nur ein „Oberstleunant“, Oberstleutnant Pedrow konnte die Maschinen, die längst das Kommando übernommen hatten, noch stoppen und wurde dafür hinterher, lt. Doku im TV-Sender "Phönix" odgl - militärisch bestraft. Ein  neuer UDSSR-Spionagesatelitt hatte die Strahlen der aufgehenden Sonne mit dem Startblitz von US-Atomraketen verwechselt und auf den Bildschirmen in der zuständigen UDSSR-Kommandozentrale, der Oberstleutnant Pedrow vorstand, waren heranfliegende US-Atomraketen zu sehen. Oberstleutnant Pedrow hielt das Ganze für eine Folge von Täuschung und handelte in genau dieser Situation genau richtig. In der Täuschung waren jene Atomraketen aber „Wirklichkeit“ und hätte beinahe wirkliche weitreichende Folgen gehabt.), so ist der nicht-duale Ātman, welcher die letzte, letztendliche Realität ist, der Hintergrund, die unbeteiligte Schicht für solche Vorstellungen wie der vitale Atem (Prāṇa), usw welche nicht wirklich sind . Analog ist AUM der Hintergrund, die unbeteiligte Schicht der gesamten Illusion der Welt der Sprache, die für ihre (entsprechenden) Inhalte solch illusionäre, nicht-wirklichen Objekte wie Prāṇa, usw hat, die ein Teil von Ātman seien, die als Teil Ātmans vorgestellt werden, die vorgestellt werden als in Ātman seiend. Außerdem ist Aum tatsächlich, gesehen von seinen grundsätzlichen Eigenschaften her, von seiner Natur her, Ātman; dieses ist so, weil es der Name, die Bezeichnung für Ātman ist. Alle Täuschungen, Scheinexistenzen, Illusionen so wie beispielsweise Prāṇa, usw, die Ātman als ihr Trägermaterial, als ihre grundlegende und unbeteiligte Schicht, ihren Hintergrund  haben und die per charakterisierenden Worten bezeichnet werden - welche nichts anders sind als Abwandlungen, Abirrungen (13) von Aum, können ohne Namen, Bezeichnungen (welche Abwandlungen, Ausdrucksweisen von Aum sind) nicht existieren. Dieses wird bestätigt, gestützt von solchen Śruti-Passagen wie zB: „Die Abwandlung, die Abirrung, die Modfikation (15) welche nur Bezeichnungen sind, die aus Sprache heraus entstehen....“.All das was damit (Brahman) in Beziehung steht , wird von der Schnur der Sprache und dünnen Bändchen genau zugeordneter Namen bzw Bezeichnungen zusammemgehalten.“ „All diese (können sich in Erfahrungen als möglich erweisen, können die zugeordneten Erfahrungen ermöglichen, sich per entsprechender Erfahrungen als möglich erweisen) und dies per derer Bezeichnungen, Namen“, usw.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Nunja, Ein Objekt als wahr angesehen, so wie Schlange für eine Schlange gehalten wird, obgleich es in Wirklichkeit nichts anders als ein Seil ist. Analog, wird dann eben die durchaus ja genaue Bezeichnung für so ein, nur in der Einbildung existentes Objekt  bzw Gegenübers, für völlig wahr gehalten. Objektiverweise ist es einerseits dann wahr und andererseits hat es den Charakter von Täuschung, da es ja nichts hilft die Schlange, die gar nicht existiert ganz genau als Kobra, Puffotter, 100-Schrittschlange, Kreuzotter, Anakonda, Eierschlange, usw “ in der Einbildung identifiziert“ und bezeichnet zu haben. Diese Bezeichnung ist dann für das wahre Objekt, das Seil auch nicht richtiger, sondern ebenso falsch, wie wenn man einfach nur „Schlange“ gesagt gehabt hätte. Die Beziehung zwischen dieser „genauen Bezeichnung“ und dem tatsächlichen Objekt bzw Gegenüber ist ebenfalls nur „illusionär“, beruht ebenfalls auf Täuschung und ist nichts anders als ein Irrtum, eine irrtümliche Bezeichnung. Nachdem Aum und Brahman aber tatsächlich ein-und-daselbe sind, ist auch die Beziehung zwischen jener irrtümlichen „durchaus bemüht präzisen“ Bezeichnung und Aum ebenso von Illusion geprägt; es hat jenen Wahrheitsgehalt der Beziehung zwischen  Aum und Ātman nicht, da Ātman unwandelbare Existenz ist sowie hat und Aum eins ist mit Ātman. Dahingegen hat jenes Objekt, jene Schlange keine wirkliche Existenz hat, sondern "existiert" nur in der Einbildung und aus Täuschung heraus überhaupt; genauer scheint sie nur zu “existieren“ und insofern hat seine präzise Bezeichnung auch keine Wirklichkeit obgleich es offenbar Wirklichkeit hat und doch wieder auch nicht. Es bezeichnet, das in der Einbildung Existente zwar sehr präzise und genau doch bezeichnet es die Wirklichkeit keinesfalls exakter sondern ebenso falsch. Es ist nunmal keine Schlange sondern ein  Seil. Dahingegen sind Aum und Ātman eins und haben Existenz und diese Existenz  ist samt derer Beziehung wahr. Nachdem also die genaue Bezeichnung, der nur in der Einbildung existierenden Schlange, ob Kobra, Anakonda, Eierschlange oder sonst welche auch immer nur ein eingebildetes Objekt bzw Gegenüber genau bezeichnet und über die Wirklichkeit, nämlich daß es sich um ein Seil handelt, hinwegtäuscht, ist auch die Beziehung dieser genauen Bezeichnung zu Aum von Illusion gekennzeichnet. Der Zusammenhang zwischen Aum und Ātman ist unabänderlich, besteht ewig und der Zusammenhang zwischen jener Einbildung und seiner Bezeichnung verschwindet, sobald die Wahrheit erkannt wurde und erkannt wurde, daß die Bezeichnung einerseits genau war gemäß der Einbildung und doch nicht genau war, weil ein Nachdenken in Begriffen jenes Begriffes allenfalls hinwegtäuschen half, daß es ein Seil ist und war und nie was anderes.

Insofern hilft es was bzgl. Aum zu meditieren, aber es kann nichts helfen so eine anscheinend genaue Bezeichnung für eine Einbildung, wie „Kobra“ udgl in jenem Zusammenhange zu gebrauchen.

Desweiteren ist es so, daß jenes Seil die ganze Zeit über ein Seil geblieben ist und all die Panik, all das Chaos, all die Gesetze, Absperrungen, Betretungsverbote usw die evtl. angeordnet wurden, weil dort eine Schlange sei, das Seil unangetatstet ließen und das Seilsein davon niemals berührt werden konnte. Ebenso ist es mit Ātman: Ātman blieb stets was er war und ist und all das was da illusionärerweise existent gewesen zu sein schien, es änderte sich nie etwas daran und mit der Erkenntnis der Wahrheit verschwand die Illusion bzgl der Welt, was allerdings nicht sofortigen Tod bedeutet, sondern wegen des Prarabhda-Karmas lebt man dann eben in dieser illusionärer Welt, die aber als Folge von Maya erkannt wurde, dieses Leben zu Ende.)

 


Anandagiri Tika (Glossarium)

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Dies übersetze ich erst mal nur auszugsweise; vielleicht oder auch nicht, später dann mal vollständig):

 

(4) Kaṭhopaniṣad, 1.2. 15 (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Siehe etwa: Seite 274, Prof. Paul Deussen, "Sechzig Upanishads des Veda"  in www.forgottenbooks.com: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#297)

(5) Kaṭhopaniṣad, 1.2.17 (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Siehe etwa: Seite 274, Prof. Paul Deussen, "Sechzig Upanishads des Veda"  in www.forgottenbooks.com:   https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#297)

(6) Praśnopaniṣad, 5.2 (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Siehe etwa: Seite 569, Prof. Paul Deussen, "Sechzig Upanishads des Veda"  in www.forgottenbooks.com:   https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#592 )

(8) Taittirīyopaniṣad, 1.8.1 (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: www.forgottenbooks.com, Prof. Paul Deussen, "Sechzig Upanishads des Veda", Seite 220: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#243 )


(9) All dies ist, usw - Beides, Aum und Brahman sind der Halt von allem, sie bilden das universellste, allgemeinste Konzept. Deshalb sind das Wissen des Aum und das Wissen des Brahman ein und dasselbe. 

(13) Modifikationen, Abwandlungen, andere Ausdrucksweisen für - All Töne sind in „A“ enthalten, welches der erste Buchstabe des Alphabets ist (siehe: Die Śruti-Stelle akāro vai sarvāvāk ). „A“ ist der Hauptbetsandteil von Aum. Deshalb können alle geistig-seelischen Manifestationen (beispielsweise: die Objekte die damit präzise, charakteristisierend bezeichnet werden, sind insofern identisch mit den zugeordnetene Tönen)   nicht getrennt, außerhalb, unabhängig von Aum existieren.

 

(15) Chāndogya Upaniṣad, 6.1.4. ; (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Dieser Hinweis hilft bei der angemessenen Übersetzung des Wortes „Modfication“, da es nunmal zB die Übersetzung von Prof Deussen aus dem Sanskrit direkt ins Deutsche in „Sechzig Upanishads des Veda gibt: „gleichwie, o Teurer, durch einen kupfernen Knopf alles, was aus Kupfer besteht, erkannt ist, an Worte sich klammern ist die Umwandlung ein bloßer Name. Kupfer nur ist es in Wahrheit“.  Siehe dazu   https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#183. Professor Deussen übersetzte hier das, was im Englischen mit „modification“ übersetzt wurde mit „Umwandlung“.

Bei Eknath Easwaran findet man diese Stelle auf Seite 249.)





Mandukya Upanishade - Verses I - VI


I:  Hari Aum! AUM, das Wort, ist all dies, es ist das ganze Universum. Eine deutliche Erklärung dessen ist Folgendes: Alles was Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist, ist in Wirklichkeit, AUM. Und was auch immer es sonst noch jenseits der 3-fachen Teilung der Zeit gibt - jenes ist in Wahrheit AUM.

Übersetzung von Professor Deussen: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#596 bzw https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601


Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar): AUM, das Wort ist all dies. So wie all die unterschiedlichen Objekte, die wir um uns herum sehen in gewisser Weise, wie deren Namen, Bezeichnungen ausdrücken, nicht von den (ihnen entsprechenden) Objekten verschieden sind und weil darüberhinaus die verschiedenen Namen nicht verschieden sind von AUM, ist tatsächlich all dies AUM. So wie ein Ding mittels seines Namens, seiner Bezeichnung gewußt wird, so wird das höchste Brahman allein schon durch AUM gewußt/wißbar. Insofern ist das höchste Brahman tatsächlich AUM. Diese Abhandlung ist/gibt die Erklärung von jenem, Tasya, welches ist, welches von AUM ist, dem Wort ist, welches von seiner Natur her sowohl wie das Höhere Brahman als auch das Niedrigere Brahman ist. Upavyakhyanam bedeutet klare Erklärung, weil Aum - aufgrund dessen, daß es die größte Nähe zum Brahman hat - das Mittel zum Wissen des Brahman ist. Das Wort „Prastutam“, welches „beginnen, anfangen“ (es bedeutet, lt. Langescheidt auch „promovieren“, einen akademischen Grad erwerben) bedeutet, sollte Anwendung finden, um den Satz abzuschließen (da der Satz ansonsten unvollständig wäre/bliebe). Jenes, was bedingt wird durch die dreifältige Zeit ( das dreifältige Konzept bzgl der Zeit) gemäß Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist, gemäß bereits gegebener Begründungen - auch wirklich AUM. All Jenes - welches Avyakrta, unmanifest usw - genannt wird ist jenseits der 3 Teilaspekte der Zeit, u.a. von der Zeit nicht bedingt, nicht abhängig; dennoch wird es aus den Auswirkungen heraus gewußt, ist es von den Auswirkungen her wißbar und Jenes ist auch schlicht und einfach AUM.


(Anmerkungen von mir:

1) Nunja, wenn man in einen Laden geht und ein Buch von zB Professor Deussen kaufen möchte und man nennt den Titel, bekommt man jenes Buch und kein Anderes. Denkt man an Ferien, kommen einem Ferienscenarien in den Sinn; denkt man an Schule kommen einen Schulescenarien in den Sinn. Da gibt es nunmal so eine enge Beziehung von Wort und dem was es bezeichnet. Darauf weist Shankara im Zusammenhang mit AUM und Brahman anscheinend hin.

Meditiert man, etwa an die Ausführungen von Swami Shantananda betreffs Meditation denkend, kehrt man nunmal zum Mantra und den Meditaionsprozeß zurück, wenn man nicht mehr mit der Meditation befaßt ist, sondern bei Gedanken ankam. Man weist die Gedanken zurück so alà "mit euch werde ich mich nachher befassen, dies ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt dafür". Ist man wieder beim Mantra bzw dem Transzendierungsprozeß angelangt, ist man wieder beim "Thema". Das ist ganz natürlich und normal. Nun könnte man eben annehmen, daß Mantren, die Atman, Brahman udgl letztlich als Bedeutung haben eben dann auch dorthin führen werden, da man sich ja mit jenem Thema befaßt und immer wieder auf jenes Thema zurückkehrt. Bezeichnet  ein Mantra jedoch eine Gottheit, so wird man immer wieder zu jenem Thema zurückkehren und man ist insofern dann auf dem Bhakti-Weg der Hingabe an jene Gottheit, wodruch die Hindernisse auf dem Weg, gemäß Patanjali, durchaus auch beseitigt würden/werden.

Auch von daher zeigt es sich bzw zeichnet es sich ab, daß es auch jenen Weg/jene Wege gibt, der/die nicht Hingabe an Gott an den Anfang stellt/stellen.

Zu behaupten "TM-Mantren" seien Götterinzwi-Bezeichnungen verkennt die Situation vollkommen.

Shankaracharya Shantananda, der ja erst als Familienvater mit weltlichem Beruf lebte, vermochte das offenbar zu verstehen und  unterstützte die Bemühungen des TM-Lehrens und TM-Wissen-Erhaltens des Mr. Mahesh wiederholt.

2) Zumindest Stichprobenartig, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt dann mal auch vollständig - werde ich Sanskritwörter, die Shankara benutzt, anhand der mir verfügbaren Sanskrit-Wörterbücher überprüfen.

 

3) Betreffs „Upavyakhyanam“; dieses Wort kommt am Anfang der Madukya-Upanishade vor (mit "fett" hervorgehoben):

Siehe: Sri Anirvan Mandukya Upanishad | Ātman (Hinduism) | Brahman

https://www.scribd.com/document/237651849/Sri-Anirvan-Mandukya-Upanishad

UPANISHAD Om iti etad aksaram idam sarvam, tasya Upavyakhyanam, bhutam bhavad bhavisyad iti sarvam omkara eva. Yat ca anyat trikala-atitam tad api omkara eva(1) (1) All this (that exists) is the syllable OM. This is its exposition. The Past, the present and the Future, everything is OM. [Übersetzung der angegeben Übersetzung ins Englische:  All dies (das existiert) ist die Silbe AUM. Dies ist dessen genaue Darlegung. Die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft, alles ist AUM.]

 

Professor Deussen übersetzt in seinem Werk „sechzig Upanishads des Veda“ (in der „Forgottenbooks.com“-Ausgabe auf Seite 577; https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#600; und in dem „Neu-Druck“ , inklusive neuer Schrift-Fonts,- marrix- Verlag, "Upanishaden, Die Geheimlehre des Veda", ISBN-10: 3-86539-090-0; ISBN-13: 978-386539-090-5 auf Seite 701) das Wort „Upavyakhyanam“ mit „Erläuterung“.

 

In den Lexika von Prof. Mylius und Pro. Mittwede konnte ich das Sanskrit-Wort direkt nicht verzeichnet finden. Aber anhand Prof. Mylius’s Wörterbuch-Teil II „Übersetzung vom Deutschen ins Sanskrit“ findet man auf Seite 92: Erklärung f 1, Erläuterung vyakhya f, vyakhyana n, vivarana n und es heißt bei bei erklären erläutern vyakya.

 

Für die Vorsilbe bzw das Wort upa findet sich auf Seite 83: úpa I Adv. (meist ~/-) 1. her; 2. ferner, dazu; 3. bei, nahe; 4. (mit Nomen) Neben-, Unter-; II Präp 1. (mit Akk od Lok) zu, nach, hin, bei, neben; 2. (mit Instr.) mit, gemäß.

 

Insofern ergibt sich durchaus die Übersetzung, welche Shankara benutzt, wobei mir noch folgendes bemerkenswert erscheint:

Schülerinzwis, die zB Mathematiknachhilfe haben möchten oder auch benötigen sagen oftmals: „Mein Lehrer/meine Lehrerin kann mir das nicht richtig erklären, da verstehe ich nichts; aber mein Nachhilfelehrer/meine Nachhilfelehrerin kann es mir so erklären, daß ich es verstehe. Insofern kann das Wort „erklären“ Unterschiedliches bedeuten. Man kann es jemandem „nahe bringen“, so erklären, daß er es versteht oder aber man schreibt einfach irgendwelche auswendig gelernten logische Gedankenketten an die Tafel, die man zu jenem Zeitpunkt uU selber nicht versteht. Einem meiner Mathematikdozenten, der um äußerste Kurzheit in den angebenen Beweisen bemüht war, widerfuhr Folgendes mehrfach: Er schrieb einen Beweis an die Tafel, trat dann einen Schritt zurück, überlegte kurz und stellte dann fest „Das kapier ich jetzt selber nicht, ich sehe das nicht, lassen wir es für heute, ich werde jetzt eh nicht schnell d’raufkommen“ und dann war bisweilen die Vorlesung statt nach 90 Minuten nach 20 Minuten zuende. Nunja, jener Dozent war ehrlich.

 

Als ich mir mal die Mathematikbücher, zugelassen für den Unterricht an Bayern’s staatlichen Schulen ab der 1. Klasse Grundschule bis hinauf zum Abiturjahr (13.Klasse als es noch G9-Gymnasium war und dann auch 12.Klasse als dann G8 von der Bay. Staatsregierung „eingeführt“ worden war.) besorgte und durcharbeitete, da stellte ich zu meinem großen Erstaunen fest, daß man den Kindern in der Grundschule im Rahmen deren Mathematikunterrichts echte Mathematik beibringt, mit denen richtig Mathematik macht und es nicht um irgendeine „Baby-Mathematik“ geht. Nun, es sind ausgewählte Kapitel, na klar und es heißt evtl „Vertauschungsgesetz“ und nicht „Kommutativ-Gesetz“ wie dann an der Hochschule.

Ok, also wenn man das verstanden hat, weil man mal selber Mathematik auf Hochschulebene angemessen studiert hat und in die Schulbücher mal angemessen hineingesehen hat, dann gibt es offenbar keinen vernünftigen Grund, wieso man seine Schülerinzwis mit etwas anderem behelligen sollte als wie mit dem was in deren Schulbüchern d’rinsteht. Dann kann man auch deren Sprache sprechen und die Schülerinzwis können es zuhause nachlesen und es entsteht kein persönliches Abhängigkeitsverhältnis zum Lehrer.

Die grundlegenden Aspekte von Entscheidungstheorie, Strategie sind in der Schule durch das Prinzip unangemeldeter Extemporalen, Kurzarbeiten allgegenwärtig, da die einzige Lösung für jenes „Problem“ darin betseht, sich auf jede Unterrichtstunde angemessen vorzubereiten, dh von einem „Worstcase-Scenario“ auszugehen, also das MAXMIN-Prinzip im Sinne der Spieltheorie anzuwenden. Im G8-Mathematikbuch von Lambacher-Schweizer fanden sich dann noch 2 Seiten mit „Lern-Strategien“ und auch in einem G5 sowie G6-Realschulbuch für Englischunterricht fanden sich Hinweise auf „Lernstrategie“ und damit Erläuterungen jener Begriffe anhand praxisnaher Beispiele.

Kurzum auch das Lehren in der gegebenen Begriffswelt ist ein „nahebringen“ und etwas mehr als nur „erklären“.

 

Was ist dann von meinem deutschen Deutschlehrer anno 1968 bis 1971 zu halten, der imemr wieder, es verbindend mit Pflicht und Notendruck, den Rahmen der Schulordnung, Schulbücher und seiner Fächer verließ?

Nunja, ich verstehe ja, daß man mit Goethe's Bearbeitung jenes Themas der Unzufriedenheit mit dem Wissenstand, nachdem jemand alles verfügbare studiert hatte, wie Goethe es in Faust I im Zusammenhang mit jener Person „Faust“ an den Anfang stellt, nicht zufrieden sein kann. Wie merhfach erwähnt, war Herr Narada - angeblich real - in derselben bzw sehr ähnlichen Situation gewesen wie jene fiktive oder auch fiktivisierte Person „Faust“ und dennoch gibt es, gemäß der Chadogya-Upanishad, im Zusammenhang mit jenem Dilemma nunmal, auch eine konstruktive Vorgehensweise, die einem die Belästigung mit all den Übeltaten des Herrn Faust zumindest zunächst mal erspart. Ok in der Bhagavad Gita sagt „Krishna“, daß außer richtigem Handeln auch falsches Handeln verstanden werden solle und insofern ergänzt Goethe’s Faust I und II dann der Chadogya-Upanishade’s Abschnitt „die Beleherung des Narada“; auch im Sinne des MAXMIN-Prinzips bei der Suche nach einer vernünftigen Strategie begegnet man dieser umfassenderen Sichtweise. Aber sowas auf dem Rücken von Schülerinzwis mit vernichtenden Ergebissen auszutragen bzw ausgetragen zu haben und beim Bayerischen Ministerium für Unterricht und Kultus mit Beschwerde über jenen Lehrer nur auf Unverständnis gestoßen zu sein, zeugt von einem grundsätzlichen Verständnismangel jener Staatsregierung der ca 50-Jahre-Dauer-Regierungs-Partei Christliche...Union.

Es ist voll verständlich, daß jemand, der den Weg der „Hingabe an Gott“ geht, bzgl. sich selber keinerlei Veranlaßung sieht, sich mit anderen Wegen zu befassen. Aber Herr Patanjali vermochte eben über jene beschränkte Sicht hinauszublicken und zu erkennen, daß es auch andere Wege gibt und man jenen Weg der Hingabe an Gott - nochdazu dann an nur genau einen Gott, nämlich jenen der „Christen“ - nunmal nicht verabsolutieren und allgemeinverbindlich machen dürfe und vernünftigerweise auch gar nicht könne. Krishna hat das, gemäß Vyasa, in derselben Weise zum Ausdruck gebracht, wie ich mehrfach anhand der Zitate darlegte.

Aber was ist von einem deutschen Kultusministerium zu halten, das tatenlos zusah -oder auch es sogar befeuerte - wie Lehrerinzwis  irgendwelche Schülerinzwis, die jene umfassendere Sichtweise bevorzugen/bevorzugten bzw anstrebten oder auch sich derer befleissigten, in die Wüste zu schicken auf daß sie darin umkommen sollen/sollten? Was ist von einem deutschen Bundesstaat zu halten, der sich als völlig uneinsichtig gegenüber dieser Situation seit 1970 bis heute wieder und wieder erwies?

Anzunehmenderweise wird Professor Deussen den Standpunkt verteten haben, daß unverständliche Erklärungen sowieso keine Erklärungen sind und etwas das den Namen Erklärung verdiene, auch begreifbar zu sein habe.

  

In Anlehnung an diese Tatsachen erscheint es so, daß das Wort Upavyakhyanam dann eben nicht nur sowas wie „exakte Erklärung“ bedeutet, sondern wie das Sanskritwörterbuch von Prof Mylius betreffs „upa“ nahelegt, sowas wie „nahebringend erklären“ bedeutet, dh das was mehr oder auch weniger Schülerinzwis beim ua Mathematikunterricht mehr oder weniger oft vermissen. (Auch Sprache kann man so und so erklären: Jene Englischlehrerin "meines" Cambridge-C1-Kurses aus dem Iran, die ua an der TU-München einen MA machte, ein ojektives Englisch spricht, in einer intellektuellen, klaren Geistigkeit die Grammatik und jene Sprache beherrscht und schätzt, konnte sehr gut erklären, das brachte mir die englische Sprache im Besonderen und Grammatik usw im Allgemeinen „nahe“; es war sowohl wahr als auch verständlich und nicht nur wahr was sie sagte.

 

Nun, das noch in Beziehung setzend zu den Ausführungen des ua Mr. Mahesh zu „höheren Bewußtseinszuständen“, insbesondere jenem „Einheitsbewußtsein“ (siehe auch Tat Wale Baba, Shankara’s „Nirvanashtakam“, usw) - dh jenem Zustand, in dem die Wahrheit der Existenz jenes absoluten, reinen Bewußtsein jenseits von Wachen; Träumen und Schlafen, jenes Turiya eine tagtägliche lebendige Realität ist und nicht nur eine abstrakte Konzeption, zu jenem Leben aus „Ich bin das, Du bist Das“ heraus - bedeutet Upavyakhyanam dann eben „erklären auf der Basis dieses "Ìch bin das, Du bist das“, dh ein erklären aus der Wahrheit über das eigene Selbst und des wahren Selbst des Gegenübers heraus. Allerdings ist hier wiederum darauf hinzuweisen, daß jene Erklärungen bzgl. des Selbst, ähnlich wie AUM tatsächlich Brahman ist, das zu Erklärende sind.

 


Bei http://anirvan.ning.com/forum/topics/mandukya-upanishad-based-on-talks-by-sri-anirvan-translated-by findet man:

UPANISHAD

 

Om iti etad aksaram idam sarvam, tasya

Upavyakhyanam, bhutam bhavad bhavisyad iti sarvam omkara eva.

Yat ca anyat trikala-atitam tad api omkara eva(1)

 

(1) All this (that exists) is the syllable OM. This is its exposition. The Past, the present and the Future, everything is OM. Whatever else that exists beyond these three divisions of time is also OM.’’

 

„Upavyakhyanam“ wird mit "exposition" übersetzt, was lt. MACMILLAN-Wörterbuch „eine detaillierte, genaue Erklärung von etwas, wie zB einer Idee oder auch einem Vorgang“ bedeutet. Es kann auch die Handlung des Gebens solch einer Erklärung bedeuten.".  - Lt. MACMILLAN  hat man also eine gewisse Einheit von Erklärung und geben einer Erklärung. Dasselbe Wort bezeichnet beides und kann beiderlei Bedeutung annehmen bzw hat beiderlei Bedeutung. Also ganz was Ähnliches wie das was Shankara in seinem Kommentar ausdrückt, die Einheit von AUM und Brahman. -  Auch gemäß Langenscheidt’s Online-Wörterbuch ist „Erklärung, Darlegung, Ausführung“ eine angemessene Übersetzung.

  


Bei Prof. Mylius findet man auf Seite 315 zwar nicht das Wort „Prastutam“; aber für Prasthana findet man Abreise, Aufbruch.


Bei https://www.wisdomlib.org/index.php ist "Prastutam"  auch nicht direkt verzeichnet, aber   es heißt:

Prastu
  First definition: Prastu (प्रस्तु).—2 U.1) To praise.2) To begin, commence; प्रापयन् मनसस्तुल्या यत्र तत् प्रस्तुतं रणम् (prāpayan manasastulyā yatra tat prastutaṃ raṇam) Rām.7.22.8; प्रस्तूयतां विवादवस्तु (prastūyatāṃ vivādavastu) M.1.3) To cause, produce; यत्रालोकपथावतारिणि रतिं प्रस्तौति नेत्रोत्सवः (yatrālokapath...  

Man findet also genau die Übersetzung, wie bei Shankara: prastu = to begin, commence, also beginnen, anfangen.
  

Shankara schrieb: „Das Wort Prastutam“, welches „beginnen“, „anfangen“ bedeutet, sollte Anwendung finden, um den Satz abzuschließen (da er sonst unvollständig wäre).

   


Betreffs „Avyakrta:“  ; dieses Wort kommt im Kommentar von Shankara auch vor:

Avyakta - Wikipedia

https://en.wikipedia.org/wiki/Avyakta

Avyakta, meaning "not manifest", "devoid of form" etc., is the word ordinarily used to denote Prakrti on account of subtleness of its nature and is also used to denote Brahman, which is the subtlest of all and who by virtue of that subtlety is the ultimate support of Prakrti. Avyakta as a category along with Mahat (Cosmic Intelligence) and ...

  

Avyakta

(https://de.wikipedia.org/wiki/Avyakta)

AvyaktaSanskrit, n., अव्यक्त avyakta [a-vyakta], unsichtbares, nicht aufdeckbares, unmerkliches; nicht manifestiertes — m. phil. [sāṃkhya] die primordiale Natur [mūlaprakṛti] in ihrer nicht-manifestierten oder indeterminierten Form, subtiler Geist, dem alle Phänomene der materiellen Welt der Manifestationen entspringen. Avyakta ist ein Begriff aus dem Hinduismus. Avyakta ist das Gegenteil von Vyakta.

Der Begriff Avyakta findet vor allem Anwendung in der Samkhya-Philosophie für die noch nicht-manifestierte Urmaterie (Prakriti). Er kommt jedoch auch schon in älteren Beschreibungen von Weltenschöpfungen vor, wenn Brahma erwacht und die Welt aus sich hervorgehen lässt.

In der Philosophie Nisargadatta Maharajs ist Avyakta (unmanifestiert) das Unpersönliche, das Absolute "Ich" jenseits aller Sinneswahrnehmungen oder Erfahrungen und sich seiner selbst nicht gewahr. Das äußere Selbst (Vyakti) ist eine Projektion des Körpers und der Gedanken auf das innere Selbst (Vyakta), das wiederum eine Manifestation des absoluten Selbst (Avyakta) ist.

  

Avyakrita – Yogawiki

 

https://wiki.yoga-vidya.de/Avyakrita

Verschiedene Schreibweisen für Avyakrita. Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift.

 

Avyakrita (Sanskrit: अव्याकृत a-vyākṛta adj. u. n.) ungesondert, ungeteilt; unentwickelt, unausgesprochen, nicht offenbar; das Unmanifeste (Avyakta), die Ursubstanz, aus der die Schöpfung hervorgegangen ist, vgl. Prakriti.

   

http://spokensanskrit.org/index.php?mode=3&script=hk&tran_input=Avyakrita&direct=se&anz=100 besagt:


(...die nachfolgenden Übersetzungen ins Deutsche in der rechten Spalte stammen von mir, dem Autor dieser homepage....)
 
 

   



II

Shankara’s Vorrede zu Vers 2:

Obwohl der Name, die Bezeichnung und das mit dem Namen, der Bezeichnung beannnte, bezeichnete Gegenüber bzw Objekt ein und dasselbe sind, wird hier noch die Erklärung dafür gegeben, indem dem Namen (Aum), besondere Aufmerksmakeit geschenkt wird. Obgleich in der betreffenden Stelle der Upanishade - "Aum, dieses Wort, ist alles" - die Erklärung damit geliefert  wird, daß dem Namen (Aum) ein besonderer Stellenwert eingeräumt, eine hohes Maß an Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird derselbe Gedanke abermals aufgegriffen, detailliert erklärt, ausgelegt, indem dem, zur Bezeichnung bzw zum Namen gehörigen Objekt respektive Gegenüber, besonderes Augenmerk gewidmet wird. Das Objekt dient der Erlangung des Wissens vom Einssein der Bezeichnung mit dem Objekt, das so bezeichnet wird bzw dem Namen einer Person, der man gegenüber Gegenüber/~s ist und der Person welcher man gegenüber ist, die so benannt ist, diesen Namen trägt. Andernfalls könnte (diese Erklärung), daß das Wissen des Dings, der Person vom Namen des Dings, der Person abhängt, ein Vorschlag dafür sein, daß die Einheit von Name und Person bzw Bezeichnung und Objekt,Ding lediglich in einem übertragenen Sinn zu nehmen sei. Der Sinn und Zweck des Wissens der Einheit (von Name und Person, die so heißt, bzw Bezeichnung und Objekt, das so bezeichnet wird) liegt darin, in einer gleichzeitigen, einzigen Bemühung die Illusion, die Täuschung, das Getäuschtsein bzgl oder auch das Getäuschtsein von Beiden, sowohl dem Namen bzw der Bezeichnung als auch der Person bzw das Objekt die/das so heißt zu beseitigen, zu überwinden, aufzulösen und das Wesen von Brahman, jenem Brahman das von Beidem verschieden ist, klar zu legen, zu etablieren. Deshalb besagt die Sruti: "Die Viertel (Pada) sind die Buchstaben von "Aum" (Mātrā) und die Buchstaben sind die Viertel"



II. All dies ist in Wirklichkeit, Brahman. Dieses Atman ist Brahman. Dieses sölbige Atman hat 4 Viertel.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers II:  https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601

Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar): All dies ist sehr wohl Brahman. All das was beschrieben als nur aus Aum bestehend (im vorherigen Text) ist Brahman. Jenes Brahman, welchem (existierend wegen) Schlußfolgerbarkeit beschrieben wurde, wird nun, mittels der Textpassage "Diess Selbst ist Brahman" als direkt wißbar dargelegt. Das Wort "dies", welches das bezeichnet, was als in vier Viertel geteilt zu sein scheint, erscheint, Erscheinung hat, wird - mit (als wie mit) einer Geste (der Hand) durch die Textpassage "Dies ist Ātman"- , als das innerste Selbst dargelegt. Jenes Ātman, das von Aum  indirekt zum Ausdruck gebracht, angedeutet wird und welches sowohl das höhere als auch das niedrigere Brahman bezeichnet, jenes Ātman hat vier Viertel (Pādas) und das allerdings nicht wirklich im Sinne der vier Beine (Pādas) einer Kuh, sondern wie die vier Viertel (Pādas) einer Münze, welche als "Kārṣāpaṇa" bekannt ist. Das Wissen über das Vierte (Turīya) wird erlangt, indem man die (vorherigen) drei, also Viśva, usw ineinander überführt, bis zur Ununterscheidbarkeit ineinander verschmelzen, sich auflösen läßt und zwar in der Reihenfolge des Vorherigen im Folgenden. Hier wird das Wort "Pāda" oder auch "Fuß" im Sinne eines Instruments, Hilfsmittels gebraucht. Das Wort "Pāda" wird abermals  im Sinne es Objekts benutzt  und zwar wenn das zu erreichende Etwas, das zu erreichende Objekt das Vierte (Turīya) ist. 


III. Das erste Viertel wird Vaisvanara genannt; dessen Handlungsbereich ist der Wachzustand, der äußerer Objekte bewußt ist; der 7 Gliedmaßen hat, neunzehn Münder und welcher der Erfahrende der groben Objekte ist.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers III: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601

Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar zu Vers 3 der Mandukya-Upanishad):

  1.  Jāgaritasthāna, dh der Bereich (der Aktivität) ist der Wachzustand. Bahiṣprajña, ist jemand, der sich irgendwelcher Objekte, Gegenstände, die verschieden sind von jener Person selber, bewußt ist. Die Bedeutung ist, das Bewußtsein so zu sein scheint, als wäre es mit äußeren Objekten, Gegenübers verknüpft, daran verhaftet und dies infolge von Avidyā. Ähnliches gilt für Saptāṅga, dh er, es hat sieben (5) Glieder. Die Śruti sagt dazu: "Von jenem Vaiśvānara-Selbst ist der strahlende, glänzende Bereich dessen Kopf, die Sonne sind seine Augen, die Luft ist sein viatler Atem, der Äther (Ākāśa) ist sein (mittlerer Teil vom) Körper, das Wasser sind seine Nieren und die Erde sind seine Füße. Das Āhavanīya-Feuer (eines der drei Feuer des Agnihotra-Opfers, wird als sein Mund beschrieben, um die bildlich unterstützte, metaphorische Vorstellung des Agnihotra-Opfers zu vervollständigen.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Ad "Agnihotra"-Zeremonie siehe etwa als Eindruck von sowas: Prof Paul Deussen's Buch "Erinnerungen an Indien" aus dem Jahre 1904 bzgl seiner 1/2-jährigen Reise nach Indien im Jahre 1892, - Im Sinne des Betretens des Schiffes in Marseille, begonnen am 22. Oktober 1892; siehe dazu Seite 8 https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/ErinnerungenanIndien_10323264#16- , Seite 40, dh https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/ErinnerungenanIndien_10323264#57)


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...)

Es wird Saptāṅga genann, weil das die sieben Glieder seines Körpers sind. Analog hat er neunzehn Münder. Dies sind die fünf Organe der Wahrnehmung (Buddhindriyas), die fünf Organe des Handelns (Karmendriyas), die fünf Aspekte des viatlen Atems (Prāṇa), usw); der Geist (Manas), der Intellekt ( Buddhi), Eigenpersönlichkeit/Individualität und "Mind-stuff" (dh lt. Merriam-Webster) die eigentliche Substanz aus der sowohl die materielle Welt als auch die Welt der Gedanken gemacht sind. Diese sind sozusagen die Münder, usw, die Instrumente mit deren Hilfe es (Vaiśvānara) (Objekte, Gegenübers) erfährt. Es/Er/Sie/Zwi, der/die/zwi/das Vaiśvānara, das so gebildet ist, erfährt durch die oben aufgezählten Instrumente gobe Objekte, so wie Ton, usw. Es wird Vaiśvānara genannt, weil es alle Wesen der Welt auf vielerlei Art und Weise  (bzgl dem Sich-Erfreuen bzw Sich-Erfreuen-Können an verschiedenen Objekten bzw Gegenübers) führt, geleitet bzw weil es alle Wesen einschließt oder auch enthält. Den grammatikalischen Regeln bzgl dessen folgend was die letztere Komponente an Bedeutung hat, ist das Wort, das geformt wurde Viśvānara; dies ist aber dasselbe wie Vaiśvānara. Es ist das erste Viertel, weil es nicht verschieden ist von der Ganzheit des groben Körpers (bekannt als Virāt). Es wird Erstes (erstes Viertel) genannt, weil die folgenden Viertel durch es, mittels es erkannt werden (Vaiśvānara). 

(Einwand) -   Während es beim Gegenstand des Themas, das hier zur Debatte steht, um das innerste Selbst ( Pratyak Ātmā) geht, das dargestellt wird als habe es vier Viertel, ist es im Text wie folgt: "Dieses Ātman  ist Brahman". Wie kann es dann sein, daß  (das externe Universum, bestehend aus) strahlende, glänzende Bereiche, usw als seine Glieder - so wie ua sein Kopf -  beschrieben werden?

 (Antwort): Dies ist jedoch nicht fehlerhaft, weil es der Gegenstand und das Ziel ist, das gesamte Phänomen zu beschreiben - einschließlich der Götterinzwis (Adhidaiva  ) - und zwar so, als habe es, aus der Sicht dieses Ātman - bekannt als Virāt  (d.h. der Gesamtheit des grobstofflichen Universums) vier Viertel. Desweiteren gilt, daß nur auf diese Weise Nicht-Dualität mittels der Beseitigung (der Illusion bzgl) des gesamten Phänomens begründet, etabliert werden kann. Desweiteren gilt, daß einerseits der eine Ātman verwirklicht wird bzw verwirklichbar ist als in allen Wesen seiend und daß andererseits alle Wesen gesehen, wahrgenommen werden bzw werden könnten als als in Ātman existierend. Und nur auf diese Weise können Śruti -Textstellen wie "Wer alle Wesen im Selbst sieht, usw" als etabaliert, begründet gelten. Andernfalls, würde die Welt der Subjektivität, die subjektive Welt allerdings wirklich sein wie im Fall gewisser - oder auch der - Philosophen des Sāmkhya (19); die Welt der Subjektivität wäre dann begrenzt auf bzw durch dessen eigenen (vom eigenen) Körper. Und wenn dem so wäre, würde kein Raum übrig bleiben, kein Platz sein für das Advaita, welches das spezielle Charakteristikum der Śruti's ist. Denn, im Falle von Dualität gäbe es keinen Unterschied zwischen AdvaitaSāmkhya und anderen Systemen. Die Begründung aller als Einsseiend mit Ātman (aber auch die Erlangbarkeit sowie Begründung der Erlangbarkeit der Erkenntnis durch jedermann als Einsseiend mit Ātman) wird von allen Upanishaden angestrebt. Es ist deshalb ganz sinnvoll von den strahlenden, glänzenden Bereichen usw als sieben Glieder, was das Subjektive (individuelle selbst, Adhyātma), in Beziehung stehend mit dem grobstofflichen Körper, anbelangt, zu sprechen und zwar wegen derer Identität, deren Einsseins mit Adhidaiva (die über-physikalischen Bereiche und Dimensionen als Bestandteile mit einschließend)-Welt gemäß der Sichtweise von Virāt (Der Gesamtheit des grobstofflichen Universums). Das wird darüberhinaus gewußt von solch charakteristischen Andeutungen (in den Śrutis) wie "Du wirst Dich so hineinsteigern, so "kopflos"(20) werden, daß Du in völliger Unvernunft, in völliger Abwegigkeit, Aberwitzigkeit endest", usw.

Die Identität, das Einssein (von Adhyātma und Adhidaiva) gemäß der Sichtweise von  Virāt deutet auf eine ähnliche Identität der "Selbste" hin, die bekannt ist unter den Bezeichnungen Hiraṇyagarbha und Taijasa; analoges gilt für das Unmanifestierte           (Īśvara) und Prājña. Das kommt so auch im Madhu Brāhmaṇa (Sureshwaracharya's Vartika zur Madhu Brahmana gibt es in englischer Sprache als Buch; siehe: Suresvara's Vartika on Madhu Brahmana, die Autoren sind K.P.Jog und Shoun Hino, ISBN-10: 8120804384 bzw ISBN-13: 978-8120804388, 50 Seiten) zum Ausdruck: "Diese herrliche unsterbliche Person in dieser Erde  und jene herrliche unsterbliche Person im Körper (sind beide Madhu.)" Es ist eine feststehende Tatsache, daß das Selbst im tiefen Schlaf identisch ist mit dem Unmanifestierten (Īśvara), weil es  keine Unterscheidbarkeit zwischen den Beiden gib. Nachdem das nunmal so ist, kann es als begründet gelten, daß Nicht-Dualität verwirklicht wird mittels des Verschwindens jeglichen (aus Illusion, aus Getäuschtsein heraus bestehenden Existentseins) von  Dualität.


Anandagiri Tika (Glossarium) (auszugsweise)


(5) Sieben - Diese Annahme beruht auf der Autorität einer Schrift und zwar der Chāndogya Upaniṣade, Kapitel 5, Abschnitt 18, Vers  2. ; siehe Professor Deussen's "sechzig Upanishads des Veda: beginnend auf Seite 132 "Fünfter Prapâthaka"; "Achtzehnter Khanda" beginnt auf Seite 150 ganz unten und Vers 2 ist auf Seite 151 im oberen Drittel : https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#174


(19) Sāṃkhyas - Die Sāṃkhya-Lehre räumt eine Mehrzahl an Seelen ein und beruft sich dabei auf die Mangigfaltigkeit der Erfahrung. Vedanta  erklärt die Vielheit als verursacht von Avidyā(Unwissenheit)

 
(20)   Dein Kopf usw - das bedeutet genau gesagt, wenn man den strahlenden, glänzenden Bereich, der ein Teil von Vaiśvānara ist als Vaiśvānara selbst verehrt.

 




IV. Das zweite Viertel ist Taijasa, dessen Auswirkungsbereich der Traumzustand ist, welcher der inneren Objekte bewußt ist, der mit 7 Gliedern, desweiteren neunzehn Mündern ausgestattet ist und welcher der Erfahrende der subtilen Objekte ist.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers IV: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601 ,( Seite 578 in "Sechzig Unpanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com)




  • WEBig__Mandukya-Upanishad__Vers_4_1




Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar zu Vers 4 der Mandukya-Upanishad):

Es wird Svapnasthāna genannt, weil der Traum(-Zustand) sein (Taijasa) Bereich ist. Wach-Bewußtsein, seiend wie es ist - insofern mit vielerlei Mitteln (1) (dh Körper und dessen Möglichkeien zur Verfügung habend) - , irgendwelcher Objekte bewußt seiend als seien sie außerhalb - obwohl sie (in Wirklichkeit) nichts anders sind als Zustände gedanklicher Aktivität, nichts anders sind als Erscheinungsweisen des Geistes - läßt im Geist entsprechende Eindrücke zurück. Daß der Geist (im Traum) - ohne (5) irgendwelche äußeren Mittel (dh ohne Körper und dessen Möglichkeiten) - aber unter dem Einfluß, der Herrschaft der Eindrücke, die vom Wachzustand zurückgeblieben sind und insofern wie ein Stück Leinwand mit darauf gemalten Bildern - den Traumzustand so erfährt als wäre es wie Wachen, liegt daran, daß er unter dem Einfluß von Unwissenheit, Wünschen und deren Handlungen (8) ist. Somit wird gesagt. "(Wenn man eingeschlafen ist, einschläft)  und nachdem man damit (Teile der) Eindrücke der Welt aus dem Wachzustand entfernt hat (erfährt man, per Auflösung und Neuschaffung, das Träumen aus seinem eigenen Licht heraus)"(Bṛhadāraṇyaka Upaniṣad, 4. 3.9) ( Seite 467  in "Sechzig Unpanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com; https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#490) Analog ergänzt Atharvana - nachdem damit das Subjekt per "(all Sinne) werden eins im höchsten Deva, dem Geist," benannt ist  - "Dort, im Traum, erfährt Gott (Geist) Größe" (11) (Praśna Upaniṣad -  siehe Seite 554  in "Sechzig Unpanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com; https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#582 - ). Vom Standpunkt der Sinnesorgane aus betrachtet, ist der Geist intern oder auch anders gesagt: im Vergleich mit den Sinnesorganen ist der Geist innen. Er (der Taijasa) wird das Antaḥprajña oder auch das "Bewußte des Inneren" genannt, weil dessen Bewußtsein im Traum der geistigen Zustände - welche Eindrücke sind, die aus dem vorherigen Wachzustand übrig geblieben sind - bewußt, gewahr wird. Er wird der Taijasa genannt, weil er als das Subjekt in Erscheinung tritt, obgleich dieses (Traum-)Bewußtsein ohne irgendwelche (grobstofflichen, konkreten) Objekte ist und von der Natur des Wesens, der Essenz von Licht ist. Der Viśva (das Subjekt des Wachzustands) erfährt Bewußtsein in Verbindung mit grobstofflichen (konkreten) äußeren Objekten; hier (im Traumzustand) ist das Objekt der Erfahrung Bewußtsein, das aus Vāsanās (den Eindrücken vergangener Erfahrungen) "besteht", das in Verbindung mit den Vāsanās auftritt, konsistent ist mit den Vāsanās. Deshalb wird diese Erfahrung als die Erfahrung des Subtilen bezeichnet. Der Rest ist klar; es ist wie in der vorherigen Śruti. Dieser Taijasa wird als das zweite Vierteile (von Ātmarn) bezeichnet.   


Anandagiri Tika (Glossarium) (auszugsweise)


(5) Ohne irgendwelche, usw      - Es ist, weil im Traum keine andere eigene Wesenheit als der Geist des/der/öns Träumenderinzwi  anwesend ist. ( Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Das scheint mir nicht richtig zu sein: Im Buch "Religionen der Welt, John Bowker, coventgarden, deutschsprachige Ausgabe,  Dorling Kindersley Verlag , München, 2007 ISBN 978-3-8310-9057-0" erwähnt John Bowker bzgl. des religiösen Taoismus auf Seite 107, rechts unten: "Die Unsterbliche Ho Hsiang-Ku", "Die weiße Frau", die  im späten 7'ten Jahrhundert zur Zeit der Tang-Dynastie gelebt habe Folgendes: >>Die Unsterbliche Ho Hsiang-Ku: Ho Hsiang-ku, die einzige Frau unter den Unsterblichen führte ein asketisches, zölibatäres Leben in  den Bergen. Dort enthüllte ihr im Traum ein Geist die Geheimnisse der Unsterblichkeit. Sie konnte auf Wolken gehen und überflog Berge, um für ihre Mutter Obst zu sammeln. Ihr Ruhm verbreitete sich bis zum Hof der Tang, und Kaiserin Wu (684 n.Chr. bis 705 n.Chr.) lud sie in den Palast ein. Auf dem Wege dorthin verschwand Ho Hsiang-ku. Lu Tung-pin hatte sie zu den Acht Unsterblichen berufen.<<. Selbstverständlich birgt auch ein "Traumwesen" im Allgemeinen Gefahren. Es erfordert kritisch bleiben, im strategisch sinnvollen Rahmen bleiben, da es sonst zu Katastrophen im Leben kommen könnte. Die Bibel kennt "prophetische Träume", etwa auch als Maria und Josef belehrt wurden, nicht direkt zurückzukehren, sondern nach Ägypten zu ziehen, usw. Wenn doch, gemäß Shankara oder auch einiger seiner Übersetzer bzw Überlieferer, lehrte, daß diese Welt ein Traum sei, so kann es für wahrhaft göttliche Wesen keinerlei Grund geben, irgendwelchen Menschen, aber auch Tieren, usw im Traum zu erscheinenen. Dann hat man aber im Traum bisweilen durchaus mindestens zwei eigenständige, unabhängige und auch in der Traumwelt unabhängig agierende Wesenheiten. Wieviel sind dann möglch? Nun klar mindestens, im allgemeinen Sinne, "endlich viele", wobei , wie an anderer Stelle schon ausgeführt, gemäß des Gesetzes der vollständigen Induktion und der Sehnsucht, der Lust, dem Verlangen und Streben der zumindest Menschen, von zumindeswt abzählbar unendlich Vielen zumindest geträumt wird.)


(8) Handlung - Das Wort "Karma" wird im Vedānta  in mehr Bedeutungen als nur einer benutzt. "Karma" bedeutete in erster Linie "Handlung". Es bezeichnet auch das Schicksal, die Bestimmung, welche von der eigenen vergangenen oder auch gegenwärtigen Inkarnation verursacht wurde: Die Ansammlung, die Anwesenheit, die Existenz  von Tendenzen, Impulsen/Triebkräften, Charakterstiken und Gewohnheiten, welche die eigene zukünftige Verkörperung und Umgebung bestimmen. In einer anderen Bedeutung wird "Karma" oftmals in Bezug zur eigenen Kaste oder auch Position im Leben gebraucht; es trägt dann rituellen Charakter, den Lauf des Verhaltens, dem man folgen sollt, sodaß man folgerichtig gemäß, strategisch sinnvoll im Zusammenhang mit den Tendenzen, welche man aus der Vergangenheit her mit sich hat und zwar im Hinblick darauf, daß man sie überwindet.

(11) Großartigkeit - Der schlafende Jīva, charakterisiert von Dunkelheit verfügt über das Licht durch welches die Subjekt-Objekt-Beziehung wahrnehmbar ist, wahrgenommen wird. Die Großartigkeit des Geistes, der Instanz gedanklicher Aktivitäten ist mit der Tatsache vereinbar sowie liegt an der Tatsache, daß er sich im Traum sich selber in ein Wissen, einen Akt des Wissens und das Objekt des Wissen verwandeln kann, daß er im Traum die Rolle von Wissen, eine Akt des Wissens und des Obejkts des Wissens annehmen kann.



V. Jenes ist der Zustand des Tiefschlafes, worin - schlafend seiend - man weder ihr Objekt begehrt noch irgendwelche Träume sieht. Das dritte Viertel ist Prajna, dessen Bereich der Tiefschlaf ist und in dem alle Erfahrungen zusammenkommen,verschmelzen,münden; das wahrlich eine Masse Bewußtsein ist, das voll ist von Glückseeligkeit und eine Glückserfahrung hat; es ist die Tür, die zum Wissen über Träumen und Wachen führt.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers V: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601 ,( Seite 578 in "Sechzig Upanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com):


  • WEBig__Mandukya-Upanishad__Vers_5




Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar zu Vers 5 der Mandukya-Upanishad):


Das adjektivisch Gebrauchte "viz" , - jenes  "worin, schlafend seiend, man" (jenes, gemäß Prof Deussen's Übersetzung von Vers 5, "wo er eingeschlafen"), usw, -  wird im Hinblick darauf gesetzt, aufdaß man erfassen solle, erfassen solle können, wofür der Zustand des Tiefschlafs ( Suṣupti ) symbolhaft steht und zwar, genauergesagt wie folgt: Schlaf - in welchem die Abwesenheit des Wissens über die Realität charakteristischerweise eine Gegebenheit ist - ist, das was jene geistigen Veränderungen, jene Wandlungen, die einerseits mit (dem Wachen, dh ) der Wahrnehmung (grober, grobstofflicher) Objekte und andererseits (dem Traum, dh) der Nicht-Wahrnehmung (grober, grobstofflicher) Objekte verbunden sind, gemeinsam haben. Die Absicht hinter dem adjektivischem Gebrauch von "vizkönnte auch (4) darin liegen, daß es um die Unterscheidbarkeit des Zustandes des Tiefschlafs (der schlafenden Person) und den zwei vorherigen Zuständen geht, wobei es um die Hervorhebung dessen geht, daß der Schlaf,  - der als Charakteristikum die Abwesenheit des Wissens über die Reailität hat, auszeichnet - die Gemeinsamkeit der drei Zustände darstellt,  das ist, was die drei Zustände gemeinsam haben. "Worin seiend" bezeichnet insofern "in welchem Zustand  oder auch zu welcher Zeit, die schlafende Person weder einen Traum erlebt, weder träumt  noch sich irgend etwas Wünschenswertes, Begehrenswertes,  (ein Objekt, das ihm/ihr/zwi wünschenswert erscheint) wünscht. Das ist so weil im Zustand des Tiefschlafs, anders als in den anderen beiden Zuständen, weder irgendwelche Wünsche, irgendwelches Verlangen, irgendeine Lust  noch die Traumerfahrung - deren Wesen es ist, daß Dinge für etwas gehalten werden, was sie nicht sind - da sind. Es wird Suṣuptasthāna genannt, weil seine Sphäre der Zustand des Tiefschlafs ist. Gleichermaßen wird es als Ekībhūta  bezeichnet, dh der Zustand in welchem alle Erfahrungen verschmelzen, zu einer Einheit, Widerspruchsfreiheit gelangen - ein Zustand in welchem alle Objekte der Dualität, alle dualen Objekte ,welche nichts anders als Formen von Gedanken, Formen gedanklicher Aktivitäten sind und welche sich in den zwei Zuständen (viz., dem Wachen und Träumen) ausbreiten, den Zustand der Ununterscheidbarkeit und Undifferenziertheit erreichen und zwar ohne daß sie ihre Chrakteristka verlören, was so ist wie mit dem Tag - ,der phänomenartige Objekte sichtbar werden läßt, -, der von der Dunkelheit der Nacht umhüllt wird. Deshalb werden bewußte Erfahrungen - welche nichts anders als Formen von Gedanken, Formen gedanklicher Aktivitäten sind -, die während der Zustände des Wachens und Träumens wahrgenommen werden, zu einer mächtigen, undurchdringlichen, dichten, vollen Masse (von Bewußtsein), so wie es (im Zustand des Tiefschlafs) wäre. Das Wort "eva" ("wahrlich", "wahrhaft"), das im  Text vorkommt, bezeichnet die Abwesenheit, das Nichtvorhandensein von irgendetwas außer Bewußtsein (im Tiefschlaf). (Zur Zeit des Tiefschlafs gilt:) Der Geist ist frei vom Elend, Leiden, Kummer und den Schicksalsschlägen, die mit den Anstrengungen und Bemühungen verbunden sind, welche um jener Zustände des Geistes willen unternommen werden, in  welchen der Geist, die gedanklichen Aktivitäten in die Beziehungen von Subjekt und Objekt verwickelt,verhaftet ist/sind.: Deshalb wird es als Ānandamaya bezeichnet, welches "versehen, ausgestattet mit einem Überfluß an Glückseligkeit" bedeutet. Aber dies ist nicht Glückseligkeit selbst, wil es nicht unendliche, unbegrenzte, unbeschränkte Glückseligkeit ist. So wie in allgemeinverständlicher  (Erfahrungen-bezoger) Sprache, "auf gut Deutsch", jemand der frei von Angestrengtheiten", "malochen müssen, usw", als glücklich bezeichnet wird und als jemand gilt, der Glückseligkeit erfährt bzw dem Glückseligkeit widerfährt, so gilt das auch in folgendem  Sinne: Prājña genießt den Zustand des Schlafes, jenen Zustand, der völlig frei ist von all den Angestrengtheiten sowie intensiven Bemühungen infolge der Verwickeltheiten als auch Bestrebungen und wird deshalb als Ānandabhuk (der/die/zwi Erfahrende von Glückseeligkeit) bezeichnet. Die Śruti besagt auch : "Dies ist die höchste Glückseeligkeit, das größte Glück". Es wird ‘Cetomukha’ genannt, weil es die Türöffnung, der Weg zu den anderen zwei Zustände, welche als Wachen und Träumen bekannt sind, ist. Oder aber auch ist dem so, weil Ceta (die wahrnehmende Wesenheit, jene eigenständige, vollständige Einheit des Wahrnehmenkönnens, Wahrnehmens und der Wahrnehmung,  welche einen eigenen Charakter hat), das von (empirischem, praktisch-wahrnehmungsbezogem) Bewußtsein (Boddha)  geprägt, charakterisiert ist,  seine Türöffnung, sein Weg ist, welcher zur Erfahrung, zum Erfahren von Träumen usw führt; insofern wird es als "Cetomukha" bezeichnet. Es wird Prājña geannnt, da es sich sowohl der Vergangenheit und Zukunft bewußt ist als auch aller Objekte. Es wird als Prājña bezeichnet, Wissendes Wesen par excellence und zwar auch während/bezüglich des Tiefschlafs, weil das dessen Eigenheit schon in den zwei vorherigen Zuständen war. Oder aber auch ist dem so, daß die Bezeichnung Prājña zutreffend gewählt ist, weil seine besondere Eigenheit, seine Charakteristisk undifferenziertes, nicht weiter ausgeprägtes Bewußtsein ist. In den anderen Zuständen existiert, gibt es zweifelsohne Bewußtsein; allerdings ist es (dabei, in diesen Zuständen)  der (Erfahrungen von) Vielfalt gewahr. Prājña, das damit beschrieben ist und wurde, ist das dritte Viertel.


Anandagiri Tika (Glossarium) (auszugsweise)

(4)    (4) Oder - Der Kommentator gibt zwei Bedeutungen des ersten Satzes wieder. Die erste Bedeutung legt die Betonung auf "yatra", dh das "Worin" und zwar weil es hier um die drei Zustände geht. Die natürliche Bedeutung des Textes ist, daß nachdem die Zustände des Wachens und Träumens beschrieben worden sind, das Śruti  - das Bisherige fortentwickelnd -  weitergeht zum Zustand des Suṣupti oder auch "Tiefschlafs", von dem gesagt wird, daß es sich von den anderen Beiden dadurch unterscheidet, daß man da keine Wünsche, usw - was die charakteristische Gemeinsamkeit der beiden anderen Zuständen ist - hegt. Und so eine Unterscheidung muß getroffen werden, weil alle drei Zustände als gemeinsames Charakteristikum die Abwesenheit des Wissens der Realität haben.
Die zweite Bedeutung betont das Wort "supta"  und erläutert es dabei in diesem Zusammenhang. JāgratSvapna und Suṣupti sind die drei Zustände, die als deren Wahrnehmenden, Wahrnehmende, Wahrnehmenzwi  jemand haben, der diese drei Zustände erfährt.   





VI. Er ist der Regent,der Herr von allen/allem. Er ist der Wissende von allem. Er ist die innere Kontrollinstanz. Er ist die Quelle von allen, da aus Ihm alle Wesen entspringen und in Ihm schließlich verschwinden.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers VI: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#601 ,( Seite 578 in "Sechzig Upanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com):




  • WEBig__Mandukya-Upanishad__Vers_6




Shankara Bhashya (Shankara's Kommentar zu Vers 6 der Mandukya-Upanishad):

 Dies in seinem natürlichen (1) Zustand, seiner natürlichen Verfassung ist der/die/zwi/das Lord (Īśvara) von allen und allem. Mit anderen Worten gesagt besagt dieses: ("Alle und Alles" bezieht sich dabei auf) das gesamte physikalische Universums ebenso wie auf die sog. "übernatürliche", "hyperphysische" Welt" -  dh jene Welt, die nicht per pyhsikalischer Gesetze, systematischer Beobachtungen insbesondere auch pyhsikalischer  Experimente erfasst werden kann -. Er/Sie/Zwi/Das "Īśvara" ist dabei - anders als Manche (2), die das so nicht sehen - untrennbar mit dem Universum verbunden, nicht getrennt vom Universum, nichts Anderes als das Universum auch. Die Śruti besagt auch: "Oh gütiger Gott, oh heiliges Blechle, Prāṇa (Prājña oder auch Īśvara) ist jenes worin der Geist gebunden - gebunden heißt auch darin "verankert" - ist". Er/sie/Zwi/Es ist allwissend weil Er/Sie/Zwi/Es der/die/dös/das Wissende aller Wesen inmitten  derer unterschiedlicher Bedingungen, Bedingtheiten, Verfassungen, derer pyhsikalischer Zustände, Lebensbedingungen aber auch allgemeinen Lage ist und umfassendes, wahres Wissen über diese unterschiedlichen Bedingungen sowie Bedingtheiten hat. Er/Sie/Zwi/Es ist Antaryāmin, dh Er/Sie/zwi/es geht in alle Wesen ein und lenkt, ihnen zu dienen oder auch sie zu beherrschen sowohl bereit als auch fähig seiend , von Innen heraus. Deshalb heißt Er/Sie/Zwi/Es  "Ursprung von Allen", "Das innerste Sein von Allen", weil die Welt, welche von Unterschiedlichkeiten geprägt ist - wie zuvor erläutert - ist, von Jenem - das Er/Sie/Zwi/Es ist - ausgeht, hervorgeht. Weil dem  nunmal so ist, ist Er/Sie/Zwi/es wahrlich Jener/Jene/Jenzwi/Jenes, der/die/dös/das auch der Ursprung aller Dinge ist und worin alles Verschwinden , alles Sich-Auflösen endet.

(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:  Ein Regentröpfchen sagt zum Ozean: "Ich bin Wasser, ich bin Du". Der Ozean antwort dem Regentröpfchen: "Oh ja, ich bin Waser, ich bin Du" und beide freuen sich: "O gütiger Gott, Heiliges Blechle, Wou: Wir beide sind Wasser, wir sind darin eins. Achja, was soll's:  wir sind eins". Ein Mensch sagt zu Gott: "Ich bin Das, ich bin Du"; Gott erwidert: "ich bin Das, wir sind Das, ich bin Du, wir sind". Sagen Sie beide im Chor: "Mia san eins, mia san uns einig: Mia san mia."; Sagt Shankara zu Shiva: "ich bin das, Du bist Das, ich bin Du"; sagt Shiva evtl ja dazu. "ich bin Das, Du bist Das, mir sind dasselbe, mir sind Eines"; singt Shankara: "Shivo ham". Sagt Shiva: "Hast scho Recht, insofern; mia g'fällt dein Gesang, darin sind wir uns auch einig")


Anandagiri Tika (Glossarium) (auszugsweise) :

1) "natürlichen Zustand", "natürliche Verfassung"  - Prājña  ist der natürliche Zustand, weil im Tiefschlaf alle Unterschiedlichkeiten, Unterscheidungen, Unterschiede des Wachens und Träumens sich verschmelzend vorrübergehend auflösen. Dieser Zustand - aufgrund dessen, daß er frei ist von den Bedingungen und Bedingtheiten der Zustände des Wachens und Träumens -   läßt in gewissem Masse "Reines Bewußtsein" erscheinen, erahnen, konkret sein.

(2) Anders als Manche -  Die Naiyāvikās und Andere vertreten den Zustand bzw akzeptieren allenfalls den Standpunkt eines/von Schöpferinzwis, welcherinzwis selbst/selber jedoch nicht Teil seinerinzwis Schöpfung ist/sie/wäre. Śaṅkara widersprach dieser Theorie  bzw kristisierte sie als ungenau - ohne sie allerdings zu widerlegen - in seinem Kommentar zu den Vedānta Sūtra (2-2-37).   (Siehe Professor Deussen's Übersetzung des Vedanta inklusive des  Kommentars von Shankara, in der Buchausgabe von "forgottenbooks.com", S. 371, zweite Adyáya, zweiter Páda, 37'ter Adhikaranam oder auch "Online" unterr  https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/DieSutrasdesVedantaoderdieCarirakaMimansadesBadarayanaNebstdemVollstandigenComme_11188949#391; in der Version zum kostenlosen "Schnupper-Lesen", wird dieser Vers samt Shankara's Kommentar leider nur teilweise angeboten, da eine Seite absichtlich abgedeckt ist.). Vedanta postuliert Prājña als sowohl die materielle als auch wirksam-seiende,wirkende Ursache des Universums, der Welt.
   





Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):

Diesbezüglich nun diese Ślokas:


1) Viseva ist alldurchdringend, der Erfahrende äußerer Objekte. Taijasa ist der Erkennende innerer Objekte. Prajna ist eine Masse von Bewußtsein. So ist es ein Einziges das durch diese 3, mittels dieser 3 Zustände, gewußt wird.

2) Visva ist der, welcher durch das rechte Auge erkennt; Taijasa ist der, welcher  durch den Geist im Inneren erkennt; Prajna ist der Raum im Herzen. Deshalb wird der eine Atman im selben Körper als 3-fach,3-geteilt erfahren.

3-4) Visva erfährt das Grobe; Taijasa erfährt das Subtile und Prajna erfährt das Glückseelige. Verstehe, daß diese die 3-Fachheit der Erfahrung ausmachen. Die groben Objekte befriedigen Visva; die subtilen Objekte stellen Taijasa zufrieden und das Glückseelige läßt Prajna zufrieden sein. Kenne diese als die 3-Fachheit der Zufriedenheit und der Befriedigung, Befriedetheit.

5) Beschrieben wurden der Erfahrende und die Objekte der Erfahrung in Beziehung zu den 3 Zuständen. Jener/Jene/Jenzwi,  der/die/zwi diese zwei weiß/wissen, geraten nicht in einen Zustand des Verhaftetseins in die Objekte, wenn sie sich derer erfreuen.

6) Zweifelsohne muß ein Zur-Existenzkommen sich ins Tätigsein aller positiven Wesen, welche existieren, einfügen. Prana manifestiert alle nicht lebewesen-seienden Objekte. Der Purusha manifestiert alle bewußten Wesen in deren vielfältigen Formen.

7) Einige derjenigen, die über den Vorgang der Schöpfung nachdenken/kontemplieren, betrachten ihn als die Manifestation der Mächte von Gott/den Götterinzwis; andere stellen sich die Schöpfung als etwas wie Träume und Illusionen vor.

8) Jene, die von der Wirklichkeit der manifestierten Objekte überzeugt sind, schreiben die Manifestation ausschließlich dem Willen Gottes zu; dahingegen betrachten jene, die betreffs der Zeit mutmaßen, die Zeit als den Schöpfer/die Schöpferin/dös Schöpfzwi der Dinge.

9) Einige sagen, daß das Manifestieren sowie die Manifestation die Absicht Gottes oder auch dessen Vergnügen ist; andere hingegen ordnen sie seiner/ihrer/ihrzwi Vielheit bzw derer Aufgeteiltheit zu. Aber es ist die eigentliche Natur des Glanzes,des Strahlens,der Herrlichkeit des Seins. Welcher Wunsch, welche Begierde, welche Art des Wünschens, welche Art des Begehrens ist/sind für jemand möglich, der/die/zwi das Erfülltsein aller Wünsche und Begierden ist?    


Übersetzung - dieser 9 Eräuterungen von Gaudapada - von Prof. Deussen siehe zB:
https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#602 ,( Seite 579 in "Sechzig Upanishads des Veda von Prof. Paul Deussen, www.forgottenbooks.com).

   





Shankara’s Vorrede zu Vers 7:

Das vierte Viertel, welches nun Thema (zwecks Erklärung) ist, bedarf der Beschreibung.
Dies geschieht  im Text mit den Worten. "Nicht des inneren Objekts bewußt seiend." Es (Turīya) zeigt, besagt daß es nicht möglich wäre, daß es unmöglich ist, es zu beschreiben
 oder mit Worten anzudeuten, anzuzeigen; es ist vielmehr so, daß jeglicher Sprachgebrauch - ob unterstützend, zustimmend oder auch ablehnend - es nicht auszudrücken vermag. Deshalb wird versucht Turīya mittels der Negation aller Attribute, Sinnbilder, Symbole (typischer Eigenschaften) anzudeuten, als existent zu zeigen.

 (Einwand) -  Dann wird, erscheint es als nutzlos, sinnlos, nichtig, leer, anfechtbar, als Śūnya.

(Antwort) - Nein,weil es für das Vorstellungsvermögen unmöglich ist ohne einer Grundlage, ohne einer Substanz für die Substanziellheit von Vorstellungen zu existieren. Die Vorstellung, die Illusion von Silber, einer Schlange, eines Menschen oder auch einer Luftspiegelung, einer Fata Morgana, usw (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Herr Markus Barwasser erwähnte bzw gebrauchte bei seinem Auftritt als "Pelzig" in den Münchner Kammerspielen Ende Oktober 2019 das interessante, schöne und mir bislang unbekannt gewesene Beispiel der Problematik des Verwechselns eines Busches mit einem Bären. Dabei, sei es ziemlich unproblematisch einen Busch für einen Bären zu halten; anders herum wäre es problematischer), ist nicht als existent vorstellbar, wenn man nicht ein entsprechendes Medium, eine korrespondierende Trägersubstanz, eine dazugehörige Grundlage als die "Mutter", den "Hervorbringer" des Perlmuts als Silber und dazu der Existenz von Perlmut, der Schlange als Seil und also die Existenz eines Seiles sowie eines Baumstammes oder auch einer Wüste, usw hat. (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Der bekannte Extrembergsteiger Reinhold Mesner bemühte sich den Mythos des/der Yetis aufzuklären und kam zum Ergebnis, daß ein an einem Baumstamm sich aufgerichtet habender Bär  - insbesondere Kreuzung zwischen Eisbär und Braunbär - in Dämmerlicht für einen übergoßen Menschen gehalten werden könnte und alle bekannten Yeti-Berichte darauf zurückführbar seien. Auch die Yeti-Spuren im Schnee paßten dabei zu Gehweisen von solchen Bären, die mit den Hinterbeinen in den - bei einem Vorwärtsgehen nunmal - zuvor erzeugten Abdruck der Vorderbeine treten und so der Eindruck eines "2-Beiners" entstünde. Was hatte Reinhold Mesner dazu geführt?  Genaues Hinsehen und etwas Nachforschen und Nachdenken.)

(Einwand) - Wenn dem so wäre, sollte Turīya  mit Worten angedeutet werden können bzw erklärend darauf hingewiesen werden können statt mit der Negation jeglicher charakteristisieren sollender Eigenschaften. Es ist nämlich die Grundsubstanz, das Medium, die Grundlage all solcher Vorstellungen wie Prāṇa, usw; das ist wie bei Krügen, usw, welche die Grundlage, das Medium für Wasser, usw sind und die durch solche Worte bezeichnet, geklärt, erfaßt werden.

(Antwort) - Die Idee des Prāṇa, usw. (vorausgesetzt, daß es in Turīya existiert), ist so unwirklich wie die falsche Vorstellung, Idee daß es sich bei Perlmutt um Silber handle, es sich bei einem Seil um eine Schlange handle, usw. Eine Beziehung zwischen dem/einem Wirklichen und dem/einem Unwirklichen kann nicht mit Worten ausgedrückt werden, weil so eine Beziehung seinerseits nicht-existent ist bzw wäre. Turīya kann, nicht das Objekt irgendeines anderen Instruments des Wissens bzw Wissenerlangens (so wie zB das Wahrnehmen/die Wahrnehmung) sein; anders ist das bei zB "Kuh", usw  (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Kühe usw können nunmal gesehen werden und sind insofern Objekt der Wahrnehmung, usw. Atman kann nicht wahrgenommen werden und auch nicht Gegenstand von Wissenserwerb sein); das liegt an seiner einzigartigen Natur, welche auf dem Nichtvorhandensein von Upādhis beruht. FürĀtman kann als Eigenschaft sowas wie eine Bezeichnung für eine ganze Sorte von Objekten, ein Gattungsbegriff, wie zB  "Kuh", usw nicht passend sein; Ātman kann so eine Sammel-Eigenschaft nicht zugesprochen werden; das liegt daran bzw das folgt daraus, daß es ohne jegliche Upādhis - oder auch,  anders gesagt - , ohne jegliche Attribute ist, attributlos ist. Es hat weder Gattungseigenschaften, es hat weder Eigenschaften, die mit einem Sammelbegriff beschrieben werden könnten, noch hat es spezielle Charakteristika, speziell-konkrete Eigenschaften, weil es Eines ist ohne zwar ohne ein Zweites. Es ist,  anders als beispielsweise bei einem Koch bw dem Begriff "Koch", nicht möglich, es durch irgendwelche Tätigkeiten, die darin ihre Ursache bzw ihren Ursprung hätten - oder auch anders gesagt, die davon ausgehen, darin  entstehen - zu wissen;  das liegt daran, daß daraus keine Handlungen entspringen, es nicht die Ursache von/der Handlungen ist. Es kann nicht durch Attribute, Eigenschaften wie "blau", usw beschrieben werden, weil es aller Egenschaften bar ist. Deshalb hat man als Folgerung, daß Turīya nicht durch irgendeinen Namen, irgendeine Bezeichnung angezeigt, angedeutet, dargestellt werden kann; es ergibt sich, anders gesagt, daß auf Turīya nicht mittels irgendeiner Bezeichnung, eines Namens hingewiesen werden kann bzw daß es nicht mit einem Namen, einer Bezeichnung gerufen, aufgerufen, auf es hingewiesen bzw es beschrieben werden kann; es könnte mit keiner Bezeichnung "benannt" werden; man kann Turīya keinen Namen geben, womit man es rufen bzw darauf hinweisen könnte.

(Einwand) -  Dann wäre Turīya sowas wie "Hörner eines Hasen" und die eigene Erforschung, Bemühung,  es zu finden, zu erkennen, zu erlangen - oder auch anders ausgedrückt, das eigene Streben danach - wäre sinnlos, würde erfolglos bleiben.

(Antwort) - Nein, Das Wissen über Turīya als identisch mit dem Selbst (Ātman) zerstört das starke Verlangen nach Objekten, welche "nicht-selbst" sind; es ist wie beim Wissen über Perlmut (das irrtümlich für Silber gehalten wird, mit Silver verwechselbar ist), das den Wunsch nach (illusionärem) Silber beseitigt, überwindet, überlistet. Wenn nämlich das Einssein von Turīya und Selbst verwirklicht, wahrheitsgemäß erkannt wurde, dann kann es nicht mehr sein, daß man von Unwissenenheit, Wünschen sowie Lust, den entsprechenden falschen Auffassungen sowie Irrglauben (welche die Folge von Unwissenheit sind) getäuscht wird und es gibt auch für Turīya keinerlei Grund nicht als identisch mit dem Selbst gewußt zu werden. Das ist so, weil alle Upanishaden auf dieses Ende nur als evident seiend gemäß "Jenes bist Du" , "Dieses Ātman ist Brahman", "Jenes ist wahr und jenes ist Ātman", "Das Brahman, das direkt und auch indirekt erkannt wird sowie erkennbar ist", "Er/Es ist ebenso sowohl außen als auch innen als auch ohne Ursache" , "All dieses ist wahrlich Ātman", usw hinweisen. Dieses ureigentliche, sehr wohl seiende Ātman wird schon immer, seit altersher beschrieben als das was der höchsten, letztendlichen Wirklichkeit ebenso dessen Verfassung, dessen "So-Sein-wie-es-ist" als auch dessen Gegenteil (9) (dem Unwirklichen) gibt; analogerweise wird es darüberhinaus auch als "vier Viertel habend" beschrieben. Sein unwirklicher (illusionionärer, täuschungscharakter-habender) Aspekt wird von altersher beschrieben als wegen Unwissenenheit so seiend - das wird so beschrieben als wie die von Illusion verursachte Existenz einer Schlange in einem Seil - und welcher betreffs seiner Eigenschaften die drei Viertel habe und von dessen Natur her es sich verhält/verhalte wie bei Same und Sprößling (10). Jetzt wird (in dem folgenden ŚrutiTurīya - welches nicht von der Art der Verursachungen, Ursachen  ist, sondern von der Art, Natur der  Höchsten, letztendlichen Wirklichkeit (also, im Vergleich, dem Seil entsprechend) ist - durch Negierung (ii) der drei Zustände, die weiter oben aufgezählt und dargelegt wurden - welche, im Vergleich, der Schlange, usw entsprechen -, beschrieben.

Anandagiri Tika (Glossarium)
(9) Dessen Gegenteil - dh die illusionären Objekte, nur aus Täuschung, Getäuschtheit heraus existenten Objekte. Es ist eine Tatsache, daß nur Brahman existent ist und Brahman das Eine ebenso ist wie Alles. Nichts, was als unwirklich zu bezeichnen ist, existiert jemals und existierte auch niemals. Das was unwissenden Wesen unwirklicher- oder illusionärerweise bzw als unwirklich oder auch illusionär erscheint ist - aus der Sichtweise eines konsequenten, höchsten Standpunkts von Advaita - ebenfalls Brahman. Deshalb ist alles aus Brahman zusammengesetzt, deshalb schließt Brahman alles ein, Brahman umfaßt alles.

Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:
Lt. Mr. Mahesh verhält es sich mit "Brahman-Bewußtsein" wie folgt: Nachdem in der Meditation transzendentales Bewußtsein erreicht wurde findet durch Fortsetzung der Meditationsitzungen eine Verfeinerung der Sinne statt, bis die Wahrnehmung des "Transzendenten" tief im Inneren des Objekts aber auch in den Gegenüber" wahrheitsgemäß, in aller Objektivität, Unvoreingenommenheit und Wahrheitsliebe erkannt wurde. [Shankara (weiß nicht mehr wo ich es las; vermutlich in einer deutschen Übersetzung des "Kleinods der Unterscheidung") bezeichnete das als "Im Vergleich mit dem Selbst ist Jenes auch Das"]. Dabei wird aber nur das "im Lichte des reinen Bewußtseins, in Begriffen des Selbst" wahrgenommen, worauf die Aufmnerksamkeit pirmär fällt. Weitere regelmäßige Ausübung der Transzendentalen  Meditation führt dann zu jenem Zustand, indem alles, egal wie nebenher die Aufmerksamkeit auch darauf fällt, im Licht des reinen Bewußtseins, in Begriffen des Selbst wahrgenommen wird. Eine weitere Entwicklung auf Bewußtseinseben, des Bewußtseins ist dann jedoch nicht mehr möglich; das Ende jenes "Wissens-Bereichs" (Vedanta) ist erreicht worden. Shankara (weiß nicht mehr wo ich es las) bezeichnete das als "Im Vergleich mit dem Selbst ins Jenes auch Das". So sieht Mr. Mahesh also "Brahman" und wieso es eben die "letzte Wirklichkeit", "die Höchste, letztendliche Wahrheit" ist.

(10) Same und Sprößling - Die Eigenheit der drei Zustände wird damit erklärt, daß sie eine/die Beziehung  von Ursache und Wirkung haben und dies analog zum Beispiel von "Same und Sprößling"

(ii) Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:
Aus der Schule sind üblicherweise die Axiome der Geometrie des Herrn Euklid, die aus der Zeit von vor Christus überliefert werden konnten, bekannt. Eine Gerade ist dabei das was Länge hat aber keine Breite. Es fällt auf, daß auch der Begriff einer "Gerade" einerseits das enthält was "ohne Anfang und ohne Ende" ist und andererseits aber auch per einer Negation weiter erläutert wird. "Punkt" hat nicht mal Länge und Ebene hat Länge, Breite aber eben nicht "Dicke". Man ist geneigt sich zu fragen, was ist das woraus all das gemacht ist, woher kommt jene "Vorstellungswelt"? : Einerseits das was keinerlei Ausdehung hat (Punkt) und andererseits das was Gerade, Ebene ausmacht und alles auch weiterhin "Unendlichkeit" hat und darüberhinaus auch in mindestens einem Sinn keine "Ausdehungseigenschaft" aufweist.

Aber das nur so, weil "Etwas das keinen Anfang und keine  Ende hat" einerseits hierzulande sehr wohl als "unendlich" begriffen wird und anerkennbar ist und andererseits auch eine Beschreibungsbemühung oder auch Beschreibung  per "Negierung" nicht als "kulturfremd" gesehen wird. Was soll das hier also nun "sektisch" sein, wo hier diese Begriffe und Fragen, die man auch an die Mathematik anknüpfen kann, wieder auftauchen? Selbst die "Descartes'sche" "euklidische Geometrie" mit Koordinatensystem und "Zahlengebilden" für Punkte, Geraden, Ebenen weiß, daß eine wirklich enge Beziehung zwischen Zahlen-Geraden einerseits und der überabzählbar unendlichen Menge der reellen Zahlen andererseits nunmal besteht. - Jedem Punkt der Zahlengeraden enstpricht genau eine reelle Zahl und jeder reellen Zahl kann genau ein Punkt der Zahlengeraden zugeordnet werden und jede reelle Zahl wiederum kann geschrieben werden als Dezimalzahl mit (abzählbar ~) unendlich vielen Dezimalstellen und insofern sind "Punkte" schließlich als "unendlich" vorstellbar bzw begreifbar. Punkte sind nicht ein "Nichts", nur weil sie durch das Verneinen gewisser Eigenschaften, wie "keine Länge", keine "Breite", "keine Ausdehnung" usw (und daher anscheinened meist als "infinititesimal klein" und als "Nichts" verstanden werden - was dann wieder zu dem Problem führt, daß eine unenendlich lange Gerade, die doch aus lauter infinitesimal kleinen Punkten zusammengesetzt zu sein habe sich nicht nur der Vorstellung entzieht, sondern sowohl so wirklich als auch unwirklich wie ein Punkt zu sein scheint. Nunja, da paßt dann eben jene Aussage aus dem "alten Indien", wonach jenes reine Bewußtsein sowohl "kleiner als das Kleinste" als auch "größer als das Größte" ist; jenes  resultierende transzendentale Bewußtsein, jenes Turiya ist dann, lt. Shankara anscheinend zumindest, wiederum identisch mit Atman woraus als Weg resultiert, daß man sich in Samadhi begebe und allmählch die Einsicht dämmere, wonach jenes transzendentale Bewußtsein, jenes Turiya bereits Atman ist. Insgesamt hat man die "wissenschaftliche Idee von TM-Technik", wonach man eben morgens und abends, beginnend mit ca 20 Minuten und nach ca 1-2 Jahren 30 Minuten lang morgens und abends, "Transzendentale Meditation" praktiziere, Momente jenes "transzendentalen Bewußtseins", jenes Vierten jenseits von Wachen, Träumen und Schlafen habe und diese regelmäßigen Momente momentanen Samadhis sich allmählich, durch Abwechslung mit würdevollem Tätigkeitsein, sich in "lückenlosen", "ewigen Samadhi" verwandle, weil es keinerlei grundsätzliche Ursache dafür geben könne, wieso "transzendentales Bewußtseins" mit jenen "Drei", dh Wachen, Träumen und Schlafen, nicht problemlos sollte co-existieren können, da doch jenes "Transzendentale Bewußtsein" seiner Natur nach "transzendent" ist und aufgrund der "transzendenten Eigenschaft" "kleiner als das Kleinste" problemlos in jedem Lebewesen, in allem und allen sein könnend einerseits ist sowie, aber andererseits ,aufgrund der transzendenten Eigenschaft "größer als das Größte" auch außerhalb überall ist/sein kann bzw sein könnte und insofern  auch alles einzuhüllen in der Lage ist/sei/wäre. Pythagoraus kam insofern evtl zu seiner "Aussage", wonach alles nichts als Zahl sei: Zahl die einerseits kleiner als das Kleinste ist, da als geometrischer Punkt vorstellbar und andererseits aber "größer als das Größte ist", auch als "größer als das Größte", nämlich unendliches "Etwas" vorstellbar, mathematisch sich ergebend ist, weil Zahlen eben auch unendlich viele Dezimalstellen haben können, was wiederum aus der Tatsache folgt/folge, daß aus dem Satz des Pythagoras unschwer die Nicht-Rationalität von "Wurzel aus 2", "Wurzel aus 3" usw folgt zusammen mit deren Konstruierbarkeit per Zirkel und Lineal gemäß der "Wurzelschnecke". usw -. beschrieben wurden oder auch werden bzw beschreibbar sind.  So zeigt sich auch, daß eine "Gerade" keinen Anfang und kein Ende hat. David Hilbert gilt als der erste Mathematiker, der ein "Axiomensystem" für die euklidische Geometrie gemäß der heutigen Anforderungen an "Logik" veröffentlichen hatte können. Aber dies sei hier nicht weiter vertieft.

    

 


  

[Anmerkung des Übersetzers: Das Thema "Atman" bzw "Turiya" erinnert auch an jene Situation in der Mathematik: Man kann bisweilen beweisen, daß man die Möglichkeit der Existenz von etwas nicht widerlegen kann können; damit hat man aber dessen Existenz noch lange nicht bewiesen; allerdings hat man die Grundlage dafür geschaffen mit jenem "unbekannten möglicherweise Seienden" "strategisch umzugehen".

(Siehe "Spieltheorie" - deren Anfänge auf John von Neumann und Morgenstern  zurückgehen -, welche auf eine Aufgabenstellung der "linearen Optimierung" zurückführbar ist; man beachte jedoch auch Vektoroptimierung bzw Entscheidungstheorie im Allgemeinen, wobei die Lösbarkeit von  LEXMAXMIN-Optimierungsaufgaben unter geeigneten Vorraussetzungen auf eine Abfolge von Aufgaben der linearen Optimierung zurückführbar ist. Dabei ist zu beachten, daß "lineare Optimierung" nun wirklich nicht extrem schwierig ist, denn ein einfacher Aufgabentypus der linearen Optimierung und eine Lösungsmethode für derartige Aufgabentypen, findet sich bereits als Themenseite in Lehrbüchern der Gymnasien.).

Man will nicht wie ein Narr gehandelt haben, falls es Jenes, dessen Nicht-Existentsein als grundsätzlich unbeweisbar nachgewiesen wurde, eben nunmal geben sollte und es für einen vorteilhaft gewesen sein würde, dessen , in jenem Falle, tatsächlichem Existentsein, gebührliche Beachtung geschenkt, gewidmet zu haben. Umgekehrt will man auch nicht wie ein Narr gehandelt haben, wenn es Jenes - das zwar  unwiderlegabar möglicherweise existent ist und eine Rolle spielt bzw spielen kann ist - in Wirklichkeit doch nicht geben sollte sondern eben nur es so gewesen wäre und die Wahrheit ist, daß es da nicht mehr zu wissen gibt, als daß es Jenes gegeben haben hätte können und es aber in Wirklichkeit nicht-existent ist. Insofern wird man sich klugerweise damit gebührlich befassen, aber grundsätzlich nicht blindlings darauf vertrauen, daß es das auch tatsächlich gibt und die Befassung damit wirklich einen Sinn macht.

Man wird/könnte also zu einer sinnvollen Zeiteinteilung gelangen wollen:

Man stößt damit wieder auf dieses Thema der "vier Viertel": Man schläft, man träumt, man lebt auch Wachsein; aber eine gewisse Zeit widmet man eben auch dem "Vierten Viertel", dem Turiya per adequater Meditation:

Würde man genau in Begriffen von Vierteln denken, käme man zu 6 Stunden Tiefschlaf, 6 Stunden Traumphasen, 6 Stunden (wirklich) Wachsein und 6 Stunden für "Turiya". Rishi Vasishta soll, lt. Mr. Mahesh, lange "Meditationsphasen" befürwortet haben; Shankara habe kurze Meditationsphasen befürwortet. Shankaracharya Shantanand befürwortet(e) 1/2 Stunde morgens und abends. Mr. Mahesh empfahl anfänglich 20 Minuten morgens und abends und nach ca 2 Jahren regelmäßiger, problemloser Meditationspraxis ca 1/2 Stunde morgens und abends. Mehr oder auch weniger TM-Ausübende machen dann noch ca 10-15 Minuten Asanas vor oder auch zusätzlich noch nach jeder Meditation und dazu noch 5 Minuten Pranajama vor der Meditation und nach der Meditation, womit man dann sehr schnell bei ca 1 Stunden morgens und abends angelangt ist. Praktiziert so jemand dann in der Freizeit statt des Ansehens "spannender Krimis" ein Anhören von Rezitation der "Veden", der "Upanishaden", irgendwelcher Mantras (siehe zB diverse Pundits, Uma Mohan, Anuradha Paudwal, Deva Premal, Mohani Heitel, Gaiea Sanskrit und Andere), so kommt nochmals ca 1 Stunde würdevolle "Befassung" dazu.

Selbst Tat Wale Baba schaffte nicht mehr als 4 Stunden Meditation morgens und abends, las sich mal, weil er ja auch noch Brennholz und Nahrungsmittel unter Einhaltung der yogischen Lebensprinzipien zu sammeln hatte und das dann (lediglich) eben etwas länger dauert; hinzu kamen die Wege zum täglichen Bad im Ganges, dh Körperpflege usw usf.

Kurzum es scheint zunächst keinen Sinn zu ergeben, sich diese Einteilung vorzunehmen, da ja auch die aktuelle Arbeitswelt, welche eine Einteilung in 8- bis 12-Stunden-Intervalle vorsieht, dagegen ist. Außerdem hängen die Traumphase und der Schlaf zusammen; andererseits gibt es auch "Tagträume", was auch zu "Traumphasen" gerechnet werden könnte oder auch müßte.

Allerdings gab es erhebliche Tendenzen zur Einführung einer 35-Stunden-Woche. Würde man das dann auf 6 Tage aufteilen, käme man auf 6 Tage à 6 Stunden Arbeit, was den Vorteil böte, daß Ehepaare sich abwechseln um etwaige Kinder kümmern könnten: Der eine Ehepartner arbeitet morgens; der Andere arbeitet abends und wenn An-und-Abfahrt nicht zu weit wäre, ergäbe sich durchaus eine Praktikabilität so eines Konzepts. Insofern könnte so eine 4-Teilung des Tagesablaufs durchaus mit vielfachen Vorteilen praktizierbar sein. Dabei erscheinen 6 Stunden Schlaf eventuell als "zu wenig". Allerdings praktizieren gewisse "Prominente", wie die Bundeskanzlerin Dr. Merkel, auch heutzutage schon lange "6 Stunden Schlaf". Hinzukommt, daß sich "der Organismus" auch etwaige zusätzliche Schlaf-und Traumperioden aus der Meditation heraus bei Bedarf durchaus  nimmt; kurzum man schläft dann eben natürlicherweise beim Meditieren uU schlichtweg ein und diese Schlafphase würde einfach zu jenen 6 Stunden des sich Atman-Widmens gehören.

Ich will, mich hier allerdings nicht festlegen und keine Empfehlungen geben.

Das - angebliche, lt. Mr. Mahesh - Konzept von Rishi Vasishta, wonach man 3-mal täglich meditieren sollte und auch mal eine längere Meditation dabei sein könne, böte sich da direkt an: "Morgens 1/2 Stunde und wenn man nach 6 Stunden heimkommt nochmals 1/2 Stunde wobei man da eben uU für zB 2 Stunden erst mal einschläft. Sind beide Ehepartner abends wieder zusammen, dann nochmals 1/2 Stunde - zusammen zB - MeditationInsofern käme man dem traditionell spanischen Konzept mit "Siesta"-Halten nahe.

Bei allen Vorbehalten und Zweifeln daran, kommt man dennoch kaum umhin in diesem Konzept eine gewisse "Attraktivität" und - auch gesellschaftliche - Umsetzbarkeit zu erkennen.

Im klassischen Sinne, hat man in Indien eine 4-Teilung des gesamten Lebens: 25 Jahre lernen, 25 Jahre arbeiten (ob in der Berufswelt oder auch einem  Guru dienend), 25 Jahre sich zurückziehen in die Wälder und, die yogische Ideale sorgfältigst  beachtend, als Sadhu zu leben. Die letzten 25 Jahre sollte man einer "Lehrtätigkeit" als Guru widmen.


Zurück zum Anfang dieser Anmerkung:
Indem Atman mit Worten wie "nicht beschreibbar" usw in Verbindung gebracht wird, hat man die Situation, daß Atman also nicht hörbar, nicht sehbar usw ist. Insofern ist seine Existenz so eben nicht "begründbar". Seine Nicht-Existenz kann aber auf der Basis der Sinne auch nicht ausgeschlossen werden, da es etwas "Unsichtbares", "Unhörbares", "Untastbares", "Unschmeckbares" und "Unriechbares" nunmal auch gibt, da die Sinne eine gewisse "Reichweite" haben und konkreten Wahrnehmungen dienen. Auch riechen Hunde besser als Menschen und Polarbären noch besser als Hunde; ebenso ist es mit dem Sehen: Adler sehen nunmal schier unvorstellbar viel besser als wie Menschen und Menschen besser als Hunde; Leoparden hören nun wiederum viel besser als Menschen; selbst Ratten können Töne hören, welche Menschen üblicherweise nicht hören können, usw. Nur weil man als Mensch etwas nicht sieht, nicht riecht oder auch nicht hört, heißt das eben noch lange nicht, daß es das nicht gibt. Der Verstand sagt einem darüberhinaus, daß der "Begriff" "Unendlichkeit" einen Sinn macht und jene entzieht sich aber der Menge aller Teilmenge des 3-dimensionalen Raumes bereits der Meßbarkeit mit Wahrscheinlichkeit. Auch Begriffe wie "kleiner-größer-Ordnung", "Abstand" usw sind in "abstrakten" Räumen keinesfalls immer möglich. Insofern könnte es eben sowas wie "Atman" geben. Professor Deussen spricht im Zusammenhang mit Gaudapada's Karika interessanter- und vortrefflicherweise von einem "Ungefühl-Yoga" weil es ja um etwas geht, was auch nicht gefühlt werden kann. Mr. Mahesh legt wert auf's "Transzendieren" und das Medium dazu, ob Mantra ohne Bedeutung, oder ein Götterinzwi-Name, nen Bröselchen Bio-Rohr-Zucker, oder doch 100%-Öko-Schokolade, ne bildliche Vorstellung, Fliederduft, der Duft von Lavendel, den man evtl. geschenkt bekam und den man im Zimmer bei sich überwintern läßt, oder die angenehme Erinnerung an eine würdevolle Berührung, all das ist sekundär, da es um's "Transzendieren" geht und als erfahrener/~e/~ön TM-Lehrerinzwi sollte man eben von jedem der Sinne aus transzendierenderweise in der Trasnzendenz, bei jenem reinen Bewußtsein, wie es im TM-Jargon heißt, sicher ankommen können. Daß es dann eben doch nicht sinnvollerweise als egal gesehen werden kann, welches "Medium" man benutzt, ergibt sich aus anderweitigen Überlegungen unschwer. Wenn man sich für ein bewußtes, denkendes, aber an einen sterblichen Körper gebundene Wesen hält und der Frage nachgeht, ob das ein Irrtum ist, wie wenn man ein Seil für eine Schlange hielte, so gebietet es sich von selber, Gedankeninhalte, Vorstellungen, Ideen, Wahrnehmungen in der Meditation nicht weiter Beachtung zu schenken oder auch anlog zu Shankaracharya Shantandand damit zu verfahren gemäß "Ok, vielleicht ist ja was d'ran oder auch nicht; man wird sich nach der Meditation damit befassen; aber jetzt ist ganz gewiß nicht die Zeit dafür; jetzt ist es die Zeit mit dem 'Meditieren', jenem "Eintauchen in die tiefen Schichten jenes 'Ozeans'", eingedenk daß man mit dem Mantra begonnen hat, fort zu fahren."; es geht eben nicht um ein sich Bewußtsein irgendwelcher Inhalte, schöner Bilder, angenehmer Berührungen, usw; es geht um reines Bewußtsein, um altes Bewußtsein und darum, daß dieses "Turīya", dieses "transzendente, transzendentale Bewußtsein" ein-und-dasselbe ist wie "Ātman"]


Mandukya Upanishade Vers VII:

VII: Turiya ist nicht das was der inneren (subjektiven) Welt bewußt ist, noch ist es das was der äußeren (objektiven) Welt bewußt ist, noch ist es das was beider bewußt ist, noch ist es eine Masse Bewußtsein. Es ist nicht einfach Bewußtsein noch ist es Nichtbewußtsein. Es ist unwahrgenommen, nicht in Bezug zu etwas seiend, nicht umfassbar, nicht erreichbar im Bereich der Schlußfolgerung/des Schlußfolgerns, undenkbar und unbeschreibbar. Es ist die Essenz des Bewußtseins, die sich als das Selbst in den 3 Zuständen manifestiert, es ist das Aufhören aller Phänomene; es ist voll und ganz Friede, voll und ganz Glückseeligkeit und nicht-dual. Dies ist es was als das Vierte (Turiya) bekannt ist. Es ist Atman und dies hat verwirklicht  zu werden.

Professor Deussen's Übersetzung des Vers VII: https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#602 ,( Seite 578 in "Sechzig Upanishads des Veda von Prof Paul Deussen, www.forgottenbooks.com):


Shankara's Kommentar zu Vers 7:

(Einwand) - Der Gegenstand war es, Ātman  als vier Viertel habend zu beschreiben. Einfach mittels der Beschreibungen der drei Viertel, wird das Vierte als etwas eingeführt was mit der grundlegenden Eigenschaft der erster Drei, nämlich jenem "des Subjekts sich bewußt seiend" - unvereinbar ist und das schlicht-und-einfach so nicht dargelegt werden kann, anders ist;  es wird als etwas klargemacht was grundlegend anders ist als jene drei, die per "des Subjekts sich bewußt seiend" dargestellt wurden und werden können. Deshalb hilft die Negation (von Attributen, Eigenschaften, die im Zusammenhang mit den ersten drei Vierteln gebraucht wurden, Sinn machen und damit in Zusammenhang stehen.) nicht weiter, wenn es darum geht das Turīya anzudeuten, wißbar zu machen; es hilft nicht weiter es implizit zu versuchen, wie es in der Feststellung "Turīya ist das was sich nicht irgendeiner Sache, nicht irgendeiner Person, überhaupts nicht irgendetwas bewußt ist" udgl versucht wird. .

(Erwiderung) - Nein. So wie die Natur des Seils erkannt wird indem man dessen illusionäre - nur in Täuschung existente - Erscheinung als Schlange - analoges gilt bei anderen solchen Täuschungen wie Kaninchen mit Hörnern, (oder auch das Beispiel von Markus Barwasser, alias Herr Pelzig: "Busch, der als Bär angesehen wird") , usw -  negiert, bezweifelend hinsieht, dessen Wirklichkeit negierend durchschaut und durchschauen kann, so ist es die Absicht das eigentliche Selbst, das in den anderen Zuständen trotzdem das bleibt was es ist -  fortbesteht, davon weder vernichtet werden kann noch vernichtet wird -, als Turīya zu etablieren, das Turīya so außer Frage zu stellen. Das geschieht hier geradeso wie bei (der großartigen vedischen Feststellung ) "Du bist Das". Wäre Turīya tatsächlich irgendwie verschieden von Ātman, der/die/zwi/das in den drei Zuständen fortbesteht, von den drei Zuständen in seiner Existenz nicht beeinträchtigt wird, dann würden die Lehren der Schriften - jenbezüglicher Texte - bedeutungslos sein, weil es keinerlei Instrument zur Erlangung von Wissen  (betreffs Turīya) geben würde. Oder aber es wäre die unweigerliche Alternative, die einzige andere Möglichkeit, nämlich absoluten Nihilismus - dh (siehe zB Macmillan- oder auch Langenscheidt-Online-Wörterbücher) Verneinung aller Werte, Nichtigkeit von allem; lt. Macmillan sind spezielle Richtungen des Nihilismus zB Atheismus, Autoritärheitsismus und Behaviourismus -  (śūnya), zur letztendlichen Wahrheit zu erheben. Wenn ein-und-dasselbe Seil irrtümlicherweise für ein Schlange, eine Girlande, usw gehalten wird, so ist das Wissen, welches aus dem Negieren, dem Nicht-Akzeptieren dieser Eigenschaften "Schlange", "Girlande" usw entsteht, das Mittel, um alle Unwahrheit über das Seil ans Tageslicht zu bringen und die Wahrheit über die Natur jener "Schlange", "Girlande", usw als "Phänomen von Täuschung" zu etablieren, zu gesichertem, gefestigten Wissen werden zu lassen; ebenso verhält es sich mit Ātman , der-  in den drei Zuständen, die mit unterschiedlichen  Charakteristiken, kennzeichnenden Eigenschaften verbunden sind - irrtümlicherweise für Antaḥprajña (sich des Subjektiven bewußt seins), usw gehalten wird: Das Wissen, das aus dem Negieren, aus dem Nicht-Akzeptieren solcher Attribute, Eigenschaften wie "das was sich des Subjektiven bewußt ist" erwächst, ist das Hilfsmittel, die Methode um die völlige, absolute Abwesenheit aller unwirklicher Phänomene der Welt (oder sogar auch Phänomenalität der Welt), die man mit Ātman verbindet, sich im Ātman vorstellt, sich im Ātman zusammenfantasiert,  zu etablieren, zu gesichertem Wissen werden zu lassen.
 Es ist eine Tatsache, es ist nunmal so, daß die zwei Ergebnisse, nämlich einerseits die Negation, das Zurückweisung, das Nicht-Akzeptieren, Nicht-Hinnehmen von (per Überlagerung entstehender, gleichsam eingeblendeter, hinzu gefügter) Eigenschaften und andererseits das Sich-Auflösens der nicht-wirklichen Phänomene, der nur aus Täuschung heraus existenten Phänomene gleichzeitig stattfinden. Deshalb ist weder ein zusätzliches (6) Wissensinstrument noch ein weiteres, anderes(7) Bemühen betreffs der Verwirklichung, des Erlangens von Turīya erforderlich und es muß auch nicht nach sowas gesucht werden. Mit dem Aufhören der Idee, es sei eine Schlange uä, wird die wahre Natur des Seils klar, offenkundig und  dies geschieht gleichzeitig damit, daß das Wissen über die Unterschiedlichkeit von Seil und Schlange erworben wird. Jene jedoch, die sagen, daß nur das Wissen einerseits und die Beseitigung der Dunkelheit (welche irgendein Behältnis umgibt) andererseits dann zusammen es ermöglichen (8) das Behältnis zu kennen, darüber Wissen zu erlangen, könnten ebensogut Folgendes behaupten bzw versichern oder auch als "wahr verkünden": Sowohl die Handlung des Fällens eines - natürlich verstorbenen - Baumes als auch das Auflösen der Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Teilen jenes Körpers, der gefällt werden solle, funktioniere (auf andere Art und Weise) auch im Zusammenhang mit anderen Körperteilen. So wie man sagt, daß die Handlung mit dem Ziel einen - natürlich verstorbenen - Baum in 2 Teile zu teilen, mit der Teilung des Baumes in 2 Teile erfüllt wurde, so ist das auch mit dem Wissen, das angewandt wird, um das Behältnis als umgeben von jener Dunkelheit wahrzunehmen von der es umgeben wird: Es hat seinen Sinn&Zweck erfüllt, wenn dadurch die Dunkelheit beseitigt werden konnte, obwohl die Beseitigung der Dunkelheit, das Beseitigen von Dunkelheit nicht das beabsichtigte Ergebnis war. In so einem Fall ist insofern das Wissen über das Behältnis, welches untrennbar,unvermeidbarerweise sowie stets (10) mit der Beseitigung von Dunkelheit verbunden ist und einhergeht, nicht das Ergebnis, das von der Anwendung des Wissensintruments ausgeht. Geradeso verhält es bei dem Wissen, welches (in diesem Falle also nun) dasselbe ist, wie jenes, was sich aus der Negation, Zurückweisung, volkommenen Anzweifelung von Aussagen,  Prädikaten, Satzaussagen ergibt, die man in Hinblick auf die Unterscheidbarkeit, den Unterschied von solchen Attributen wie "der,die/zwi/das sich des Subjektiven Bewußtseiende" als "Ātman überlagernd", "Ātman angedichtet" usw unternimmt; es kann nunmal geradeso nicht (11) in Hinblick auf Turīya und dem Negieren, Zurückweisen solcher Attribute wie"der,die/zwi/das sich des Subjektiven Bewußtseiende" - welche nicht das zu erlangen beabsichtigte, anvisierte Ziel sind -  funktionieren. Das liegt daran, daß mit der Negierung, dem Zurückweisen solcher Attribute wie "der,die/zwi/das sich des Subjektiven Bewußtseiende", usw gleichzeitig, untrennbar verbundenerweise das Aufhören der Unterschiede, der Unterscheidbarkeit zwischen dem Wissenden, dem Gewußten und dem Wissen erreicht wird bzw sich einstellt. In diesem Sinne heißt es dann an späterer Stelle: "Dualität kann nicht sein und kann es nicht geben, wenn Gnosis, die Höchste, letztendliche Wahrheit (Nicht-Dualität), verwirklicht wurde". Das Wissen des Dualseins, der Situation der Dualität, des Verstehens der Welt als Dualität kann nicht auch nur einen einzigen Moment lang noch nach dem Moment des Aufhörens von Dualität existent sein. Falls es bliebe, so würde sich etwas ergeben was als "regressus ad infinitum" bekannt ist und infolgedessen würde die Situation der Dualität niemals enden. Deshalb ist es etabliertes Wissen, daß das Zum-Ende-kommen, das Aufhören solcher unwirklicher Eigenschaften wie "bewußt sein des Subjektiven", usw, welche Ātman überlagert sind, durch welche Ātman verschleiert, verdeckt ist, geschieht gleichzeitig zum Erlangen sicheren Wissens über Ātman, welches seinerseits das Mittel (pramāṇa)  für die Negation, das Bezweifeln, das Negieren von Dualität ist. (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Offenbar bemüht sich Shankara um genaues logisches argumentieren und dann sollt das auch auf die Reihe zu bringen sein.

Voran einige Überlegungen:

a) Ok, jemand verwechselt ein Seil mit einer Schlange; genauerees Hinsehen klärt das Mißverständnis auf und kann das; das genauere Hinsehen ist das Mittel die "Wahrheit", daß es sich um keine Schlange sondern ein Seil handelt zu erkennen. Offenbar bedarf es keines zusätzlichen Instruements zum Erkennen der Wahrheit; das Aufklären des Irrtums bringt das Erkennen der Wahrheit unweigerlich mit sich. Wie sonst als per genauerem Hinsehen könnte jene Wahrheit erkannt werden? Würde man also abstrakterweise nach "Der Wahrheit überall und in allem" suchen, so käme man unweigerlich zu folgender Feststellung: i) es könnte sein, daß jemand ein Seil für eine Schlange hält, ok. ii) es köpnnte sein, daß dort weder ein Seil noch eine Schlange war, sondern jemand einer Art "Fata Morgana" erlegen war und iii) es könnte sein, daß eine Person das Seil für eine Schlange hält und eine andere Person es für eine Girlande hält. Ok, aus i) ergibt sich, daß genaues Hinsehen in diesem Fall hilfreich sein kann und es nunmal anders nicht geht; selbst wenn man Millionen Menschen fragen würde, was sie dort sehen und alle würden sagen, daß es ein Seil sei, so wäre es allenfalls ein "statistisches" und insofern anzweifelbares Ergebnis, daß es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich um ein Seil handelt, Sicheres Wissen würde nicht erworben werden. Im Falle ii) ergibt sich, daß es des Begriffs "Illusion" bedarf  , wenn man über das Phönomen dieser Welt etwas umfassend gültig sein sollendes sagen möchte. So wie man eben in der Physik bestimmte unabhängige Begriffe benötigt, um die physikalische Welt beschreiben zu können, bzw man etliche Grundbegriffe benötigt um über "euklidische Geometrie" reden und was genaues, verläßliches aussagen zu können, so bedarf es also jedenfalls (evtl ja u.a.) der Begriffe "Maya" (= völlige Illusion), "Wachen", "Träumen", "Schlafen", "Turiya", "Samadhi" für diese "Überlegungen" hier. Sowohl die Mandukya-Upanishade, als auch Gaudapada und Shankara bemühen sich offenbar diese Begriffe klar zu benennen, zu erklären und deren Unverzichtbarkeit, usw ebenfalls zu klären.

Ok, jemand sagt einem: "Diese Welt besteht nur infolge einer Illusion, all dies ist in Wirklichkeit "absolutes Bewußtsein". Was könnte genaues Hinsehen (korrekte Meditation) dann ergeben? Einerseits, daß es eine Illusion ist und in diesem Moment würde man aber als Erkennender dieser Realität erkennen, daß man das erkannt hat und somit diese Erkenntnis und das diese Erkannthabende Lebwesen, nicht mehr der Illusion erliegt, dh nicht mher die Eigenschaften einer Illusion - namentlich Vergänglichkeit, Anfang und Ende - hätte/haben könne, sondern von dessen Natur her "unvergänglich", "ohne Anfang und Ende" wäre, weil das logischerweise so sein müsse. Andererseits aber kann und muß man sich fragen, was wäre dann, wenn man erkennen täte, daß diese Welt eine Illusion ist und dieses Erkennen selber Teil der Illusion jedoch sei und es nie anders werde. Nun dann wäre Nihilismus die unweigerliche Folge, nämlich schlicht-und-einfach das Ergebnis. Ok, ist dann die Befassung mit dieser Frage und die Äußerung, daß diese Welt ein Phänomen von Täuschung sein könne, gefährlich oder auch nicht? Ok, erkannte man, daß jenes Erkennen aus der Illusion automatisch herausführt/herausführte, so war das Ergebnis hoch-wertvoll, weil es einen völlig objektiven Blick auf diese Welt zur Folge hat und gewährleistet; dann kann daraus logischerweise nur eine erfolgreicher(er), angemessener(er) Umgang mit dieser Welt resultieren. Wäre aber "Nihilismus" das Ergebnis, so bliebe die Aussage wahr, weil diese Welt eine Illusion und man selber Teil der Illusion gewesen wäre und sogar darüberhinaus bliebe. Man illusionierte dann aber, daß diese Welt eine Illusion sei und man Teil der Illusion ist, wäre aber auch bliebe und insofern einen Anfang und ein Ende hat. Allerdings müßte man zu diesem Ergebnis erstmal gelangt sein und je gelangen können und außerdem bliebe es eine ewige, offene Frage, ob man nicht doch einfach nur noch einer Illusion erliege. Wenn man doch ein illusionäres Wesen in einer illusionären Welt wäre, wie könnte man dann eine sichere Erkenntnis erlangen, die nicht mehr illusionär wäre? Das wäre ja absurd, dh die angebliche  Erkenntnis wäre illusionärerweise als Erkenntnis erkannt worden und aber nichts als eine Illusion. (Im Yogavasishta gebrauchte Rishi Vasishta eine derartige "Geschichte"; genauer Zitatangabe bzw~stelle muß ich erst suchen) und insofern nie&nimmer verallgemeinerbar, usw.) Mittels der Feststellung, der Aussage, daß es (Turīya) "nicht des Subjektiven bewußt ist", wird bedeutet, daß es nicht “Taijasa” ist. Entsprechend wird mit der Feststellung, der Aussage, daß es "nicht des Zieles bewußt ist", wird verneint, daß es (TurīyaViśva sei/ist, dh es wird klargemacht daß es (Turīya) nicht Viśva ist. Indem gesagt (genauer geschrieben steht) wird, daß es "weder des einen noch des anderen bewußt ist, weder dem einen noch dem anderen anhaftet", wird festgehalten daß Turīya auch keiner der Zustände zwischen dem Wach- und Traumzustand - keiner der Zustände wie halb Wachsein und halb Schlafen - ist. Durch die Feststellung, daß Turīya keine Masse, Ansammlung von Gewahrheiten, von Gewahrseinheiten ist ( Anmerkung des Übersetzers aus dem Englischen: im  Collins' Englisch-Online-Wörterbuch wird das englische Wort "sentience", das auch "sentiency" geschrieben werden dürfe, näher erläutert: 1) Der Zustand oder auch die Qualität des Empfindungsfähig-, Fühlend-, Empfindendseins; Gewahrsein und 2) Sinnenswahrnehmung, in welche Intelligenz oder auch geistige Wahrnehmung nicht darin verwickelt ist; Gefühl (dazu heißt es im Cambridge Online Wörterbuch wiederrum: "a physical or emotional experience or awareness: ", also auf deutsch: "eine physische oder auch emotionale Erfahrung von Gewahrheit". Dh also eine "einzelne Gewahrheit" und nicht die Masse, der Haufen des Gewahrseins bzw aller Gewahrheiten, allen Gewahrseinkönnens) wird klargestellt, daß es nicht der Zustand des Tiefschlafs ist - welcher für die ursächliche Verfassung sei und zwar aufgrund der eigenen Unfähigkeit, Wahrheit und Fehler (im Tiefschlaf)  auseinander halten zu können, zwischen Wahrheit und Fehler, Irrtum (im Tiefschlaf) unterscheiden zu können. Indem es heißt, daß es "nicht einfach Bewußtsein" ist, wird mit festgehalten, die Schlußfolgerung ermöglicht, daß Turīya nicht auf einmal, nicht gleichzeitig  die gesamte Welt des Bewußtseins erkennen kann, Turīya kann das nicht durch einen einzigen Bewußtseinsakt geben. (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Turīya ist ein eigener, vierter Bewußtseinszustand jenseits und neben Wachen, Träumen und Schlafen; dieser Zustand ist ein Zustand von Vieren und er kann - das nennt man dann wohl "nityasamadhi", "ewigen Samadhi" oder auch, gemäß Mr. Mahesh "Kosmisches Bewußtsein" - coexistieren mit den anderen Drei, dh mit Wachen, Träumen und Schlafen und zwar aufgrund dessen "Transzendentseins", dh in einer Art und Weise, daß die Anderen drei dadurch nicht als solche behindert werden - Anmerkung von mir: Sowas kann man sich wie folgt vorstellen: Man gehe von der üblichen 3-dimensionalen, euklidischen Geometrie aus bzw von der Raumvorstellung gemäß der 3-dimensionalen euklidischen Geometrie; fügt man nun eine vierte Dimension hinzu, dh erweitert zur 4-dimensionalen euklidischen Geomtrie bzw Raumvorstellung, welche übliches Vorstellungsvermögen überschreitet bzw üblichem Vorstellungsvermögen nicht zugänglich ist, so werden dadurch offensichtlich, trivialerweise die 3-dimensionalen Ereignisse keinesfalls behindert. Ganz im Gegenteil die Weltsicht ist größer und gewisse Phänomene können besser verstanden werden, weil es nur Projektionen echt 4-dimensionaler Ereignisse auf zB genau die "übliche" 3-Dimensionalität sind und somit "Reduktionen" an Wissen, "Reduktionen" an Informationen, usw. Wenn im Zustand dessen, was Mr. Mahesh als "Einheitsbewußtsein" bezeichnet, jener Zustand, wo alles in Begriffen des Selbst, im Lichte reinen Bewußtseins wahrgenommen wird und warhgenommen werden kann, der Strahl der Aufmerksamkeit sich auf ein Objekt richtet, so liegen sowohl der Ausgangspunkt als auch der Endpunkt im selben "Reinen Bewußtsein", im Atman; diese ganze Verbindungslinie, weil es eine gerade Linie ist liegt somit im reinen Bewußtsein. Richtet man nun diesen Strahl der Aufmerksamkeit zb auf die Vorstellung eines Würfels, welche einem der/die/dös Dozent im Rahmen eines mathematischen Beweises in einer Vorlesung vorsetzt und ist völlig objektiv, unparteilich dabei, so hat man ein 4-dimensionales Gebilde vor dem geistigen Auge, weil sich an die 3 Koordinatenachsen, in welche der Würfel zB eingefügt ist im Ursprung eben noch dieser völlig in der Transzendenz verlaufende "Strahl der Aufmerksamkeit" anheftet. Dieses Phänomen fiel offenbar Rishis schon sehr viel früher auf, da Mr. Mahesh mal dieses Phänomen mit dem gesprochnenen Sanskrit-Begriff "Rhashmi" erwähnte und auch für erwähnenswert befand. Die Konsequenzen im Hinblick auf die Vorstellbarkeit von 4-Dimensionalität und die Erklärbarkeit wieso die Co-Existenz von reinem Bewußtsein, jenem Turiya mit den anderen 3 Zustanden Wachen, Träumen und Schlafen problemlos und natürlicherweise möglich und von großer Bedeutung und in keinerlei Weise krankhaft ist, übersah er damals leider. Auch das Phänomen "Kundalini" ist so begreifbar. Es ist eine Gerade oder auch Strecke, die in der 4-Dimensionalität verläuft und derer man sich halt irgendwann infolge von Yoga oder auch Tantra  bewußt wurde. -  ; es ist also kein "krankhafter Zustand", wo jemand krampfhaft versucht per einem Kraftakt beide Zustände irgendwie künstlich aufrechtzuerhalten,was dann jedoch nur  beiden Zuständen schadet, sodaß man weder das eine noch das Andere hätte; durch regelmäßige korrekte Meditation, welche zu momentanen Samadhizuständen führt, wird allmählich diese Co-Existenz normale Wirlichkeit; dies legt Mr. Mahesh in seinem Kommentar zur Bhagavad Gita meines Erachtens brauchbar dar). Und zuletzt kommt mit der Feststellung, der Aussage, daß es nicht "unbewußtsein" ist, zum Ausdruck, daß Turīya nicht Nicht-Gewahrsein, nicht wie ein nicht-empfindenkönnenende Etwas ist, nicht ist wie "Materie".


(Einwand) - Weiterhin bleibt die Frage, wie solche  Attribute wie "bewußtsein des Subjektiven", usw - welche (unmittelbar, zunächst mal) wahrgenommen werden als  "denkbar möglich" im Zusammenhang mit Ātman, mit Ātman irgendwie ja doch einhergehen oder auch einhergehen zu scheinen -,  es schaff(t)en - trotz der Vorstellung von Ātman, trotz des Begriffs Ātman -   irgendwie weiterbestehen zu können,  nur durch einen Akt des Negierens, ernsthaft Bezweifelns, Zurückweisens - analog zur Schlange, oä, die in einem Seil wahrgenommen wird, für ein Seil, gehalten wird -  nicht-existent werden, verschwinden, als absurd erkannt werden könnten (mittels eines Akts der Negierung, des Zurückweisung, ernsthaften Bezweifelns)?

(Antwort) - Obgleich die Zustände (Wachen und Träumen) wirklich von der Essenz, von der grundlegenden Substanz her Bewußtsein selbst sind und sie insofern nicht voneinander verschieden sind (aus der Sicht der Substanz her - Anmerkung des Übersetzers: Bei Rishi Vasishta findet man im Yogavasishta immer wieder das Beispiel, wonach ein Ring aus Gold ja doch letztlich auch als  "Gold" begriffen werden könne und insofern nichts als Gold sei und die ganze Form Gold auch sei, in und aus Gold existiere; insofern wären eben ein Ring aus Gold und eine Kette aus Gold  - je nach Betrachtungsweise - dasselbe, nämlich Gold; für jemand der "Altgold" ankauft, ist das nunmal so; ist es Gold derselben Güte, ok, dann zählt für so jemanden, gemäß dieser Betrachtunsgweise - alsdann nur "noch" das Gewicht; Hauptsache die beiden durchaus ja verschiedenen Dinge sind von der Substanz her ein-und-dasselbe; ein/eine/ön Küntsleroinzwi würde das wiederum in den allermeisten Fällen sehr viel Anders sehen; es sei denn es wäre beides "Schrott" und allenfalls sinnvollerweise auf den passenden "Schrotthaufen" zu bringen -) ist es jedoch so, daß es beobachtbar ist,  erlebbar ist, daß der eine Zustand sich in den anderen verwandelt und das ist nunmal ebenso wie bei den Erscheinungsweisen von Schlange, "Linie im Wasser", usw, die von ihrer eigentlichen, grundlegenden Substanz her nichts anders als ein Seil, odgl sind. Aber das Bewußtsein selbst ist wirklich, weil es sich niemals verändert. (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Der Eine sieht in dem Seil eine Schlange; ein Anderer sieht darin eine Girlande; Einer der Beiden mutmaßt dann zB: "Achja, ich denke doch daß Du recht hast und daß es wirklich eine Schlange ist und doch keine Girlande", usw usf, dh es wird von einer illusionären Vorstellung zu einer anderen illusionären Vorstellung gewechselt und die Illusionärheit beider, die Illusionärheit all dieser Vorstellungen wird dabei nicht erkannt, dh das Anhaften, Verhaftetsein in die Illusion als Solcher besteht fort.)

(Einwand) - Bewußtsein wird als sich verändernd (verschwindend) im Tiefschlaf          wahrgenommen. Oder auch anders ausgedrückt: Man sieht aber doch, daß im Tiefschlaf das Bewußtsein sich verändert indem es verschwindet.

(Erwiderung, Gegenrede) -  Nein. Der Zustand des Schlafes ist eine Erfahrung, eine Angelegenheit von Erfahrung. Die Śrutis sagen dazu: "Das Wissen des Wissenden ist niemals nicht vorhanden, geht nicht verloren, ist niemals abwesend".

[Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:

Anläßlich des "Oktoberfestes" in München, warnte die lokale Polizei mal vor Schein-Prostituierten, die KundInzwis in entprechende Wohnmobile locken, sie dann per Begrüßungsgetränk KO-pillen, sie dann am Bavaria-Hang ablegen, wo sie irgendwann wieder zu sich kommen und feststellen, daß ihr Geld udgl  ebenso weg sind als wie jenes "Wohnmobil". Dabei wäre in jenem Zustand des Ko-gepilltseins einfach gar nichts da, keine Schlaferfahrung, einfach nichts, so erklärten ses von der Wies'n-Polizei vorsorglich. 

Ähnlich war es mir ergangen, als mich eine Klassenkameradin in der letzten Klassenfahrt während der 13.Klasse Gymnasium in die Wohnung ihrer volljährigen "Freundin", angeblich "Apothekerin im praktischen Jahr" und "Diplompharmazeutin" lockte, Mit seltsamer Ausnahmegenehmigung durch den Klasenleiter, durfte sie dort nächtigen, sodaß sich ihr diverse organisatorische und auch sonstige Möglichkeiten boten, die sie sonst einfach nunmal nicht gehabt haben würde. Auch hätte der Lehrer einen Grund gehabt dort mal vorbeizuschauen, auf die Gefahr hin, daß sie gerade mal alleine zuhasue gewesen wäre. Eine weibliche Begleitperson, wie es die Schulordnung vorschrieb, hatte der staatliche Lehrer nicht mitgenommen bzw sich von seinem, notenmäßig betrachtet, Klassenschlechtesten ausreden lassen.

Es war am Tag nachdem 2 Klassenkameraden in Ostberlin am Devisen-"Schwarzmarkt" "DM-Mark" gegen "Ost-Mark" "getauscht" hatten und von dortigen "Sicherheitskräften" verhaftet worden waren. 

1/2 Stunden bevor ich infolge von KO-Pillen - wie mir die Polizei, nach Unterstützung/Aufforderung durch den MAD, 13 Jahre danach mitteilte/erklärte - bewußtlos geworden war, war ich aufgestanden, weil  ich meinte, daß es an der Zeit sei sich auf den Weg in die Klassenunterkunft zu begeben, in welcher  - alle außer jener "Klassenkameradin"! - zwischen 23.00 Uhr und dem Frühstück ab 7.00 morgens, gemäß Schulordnungsvorschrift, zu sein gehabt hatten, genauer gesagt hätten. Jene Klassenkameradin, sagte jedoch, daß ich noch Zeit hätte und ihre Freundin mir noch extra einen Kuchen gebacken habe usw.

Nun, es war also garantiert nicht so, daß ich nicht mehr gehen wollte und von jenen 2 Mädchen da irgendwas gewollt gehabt hätte, zudringlich gewesen wäre odgl. Ganz im Gegenteil, es war jener Klassenkameradin überhaupt erst im 3'ten Anlauf und mit viel Überredungsbemühung gelungen, mir ein "ok wenn Dir so sehr darin liegt, dann komme ich halt zu dieser Party, die mir deine Freundin da geben möchte" abzuringen. 

Zum Geburstagskuchen bekam ich eine Schachtel als Geschenk überreicht. Es waren zunächst lauter Reformhauswarenpröbchen. Zu unterst lagen 2 Filmtabletten mit Aufdruck "Barbiturat", welches, lt. des ZDF-Dokumentar-Films "deadly intelligence" auch als KO-Pillen mißbraucht werden; daß es als Droge gehandelt wurde, war mir aus hie&da gelesenen Zeitschriften bekannt. Ich wies die 2 Tabletten energisch zurück und wunderte mich doch sehr wieso die Apothekerin im praktischen Jahr meinen freundlich zugeworfenen Ball nicht fing und erwiderte: "Oh, das sollte wirklich nicht passieren; Ach weißt Du, die hat mir eine Kundin gegeben, die mich am Heimweg traf und ich sollte diese Resttabletten für sie in die Apotheke zum Entsorgen bringen; die lagen daher hier noch rum; sorry, danke, daß Du sie mir zurückgibst. Auweia, da muß ich doch noch Etliches lernen; habe ich nochmals Glück gehabt. Darf einfach in Zukunft nicht mehr vorkommen."

Gefühlte 15 Minuten später klopfte es an die Tür und der - angebliche -  Nachbar stand draußen. Er fieste nach ca 1/2 Minute herum, daß es eine stinkfade Party sei und mischte in eine Zigarette irgendwas hinein. Dann zündete er die "Anscheiend-Drogenzigarette" an und ließ sie reihum gehen. Als man sie mir anbot wies ich sie jedenfalls noch energischer und nun aber empört über diese Unverschämtheit, mich zu einer Drogenparty eingeladen überhaupt sich erdreistet gehabt zu haben, zurück.


Nun, im Zusammenhang mit diesem Kommentar Shankaras ist es eben von Bedeutung festzustellen, daß selbst in diesem Zustand des Ko-Gepilltseins immer noch eine Erfahrung da war, nämlich jene, daß da gar nichts war. - Vor Selbstversuch und Nachahmung derTaten jener 2 Mädchen wird aus vielerlei Gründen dringend gewarnt; Drogen sind ja nun meist nicht gerade "zertifiziert", werden nicht auf "Pestizid"-Rückstände & co von unabhängigen Stellen geprüft und wegen der Panschereien kann vernünftigerweise nur davon ausgegangen werden, daß allerlei hochgiftiges Zeugs d'rin ist und ernsthafte bis tödliche Krankheiten seher die zu erwartenden, denn nur möglichen Folgen sind -

Diese Erfahrung war völlig anders als wie "Tiefschlaf" in welchem immer noch die Erfahrung des Schlafens da ist.


Leider spielte mein Nicht-Wissen über das was im Zusammenhang mit jener Party wirklich geplant gewesen war, jenes Nicht-Stattgefundenhaben ordnungsgemäßer Aufklärung und Wahrheitsfindung später dann noch desastreuser herein:


Im Sommer 1976 tauchten eigenartige Schmerzen mit ganz leichtem Fieber auf. Ich ging zu einem Internisten, weil ich die verbliebe Chance mein Studium gut zuende zu bringen bestmöglich nutzen wollte. Er verschrieb mir was, genauer, gab er mir eine "Pharamprobe" mit. Nun das nahm ich nicht, weil ich mit den Tierversuchemassakern einfach nichts zu tun haben will. Nach ca 1 Woche sollte ich wieder kommen. Er fragte mich, ob ich das genommen hätte, was er mir mitgegeben hatte. Ich sagte zu Ihm, daß ich mit "Tierversuchen" und "den Ergebnissen jener Tieropfer, also jenen sog. 'Medikamenten'," nichts zu tun haben will und es folglich auch nicht genommen hatte. Er lenkte scheinbar ein und gab mir was wovon er sagte, daß es ein pflanzliches Naturheilmittel aus Afrika sei. Nach 1 Woche sollte ich wieder vorbeikommen. Er fragte mich, wie's mir jetzt ginge. Dazu antwortete ich: "Ach wissen Sie, jetzt ist es schon 14 Tage her und es waren ja eh nur geringen Fieber und geringe Schmerzen, geringes Unwohlsein; es hat sich eben einfach gebessert; vielleicht hat ja auch das Naturheilmittel geholfen. Daraufhin fieste er mich an: "Dann muß es psychosomatisch sein."; anscheinend hatte er mir also ein Placebo verordnet und das Ablehnen jener Tieropfer und jener Tierversuchemassaker wäre also eine "Geistesgestörtheit" so in etwa wie im abendländischen Mittelalter, als das Ablehnen der - masochistischen, sehr sportlichen oder auch masochistisch anmutenden - "Erlösungstat Christi" als ein schweres Verbrechen grausam geahndet wurde. Viele Jahre später fiel mir auf, daß ich im Frühsommer über einige Jahre hinweg exakt dieselben Symptome wie damals hatte und daß es jedesmal nach dem Verzehr von Pfirsichen gewesen war; außerdem dauerte es jedesmal ziemlich genau 10-14 Tage bis die Symptome wieder abgeklungen waren; seit ich jene Pfirische weglasse, tauchten weder jenes komische, leichte Fieber noch jene leichten Schmerzen in der Seite wieder auf und das seit mindestens 15 Jahren; zuvor war über ca 3-4 Jahre hinweg jedesmal dasselbe Problem ca 1-2 mal im Sommer aufgetreten.


Ein Arzt, der sich auch als Psychologe , lt.Praxisschild, ausgegeben und insofern angekündigt hatte und den ich als Psychologen bzgl der absurden, lächerlichen Diagnosemethode obig geschilderten Internisten (Dr. V.) - der seine Praxis ca 300m "nebenan" hatte - um seine Meinung - und nur jenbezüglich - gebeten hatte, "überwies" mich dann erst - ohne Rücksprache mit mir und ohne darauf hin zu weisen - an sich selber in seiner Eigenschaft als Arzt, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie - was bereits von mir durch Eingangsworte und ein klares Nein zu Tierversuchen & co  klar ausgeschlossen gewesen war.


Dann fing er an, mich wegen "TM" zu terrorisieren, auf Teufel-komm-raus  an meinem Verstand und meiner "Normalität" zu zweifeln.

Und aus dem Gesamtzusammenhang dessen, was alles zur TM-Erlernung geführt hatte, jener krassen Fehlleistungen und Grundgesetzverstöße jenes Klassleiters jenes staatlichen Gymnasiums, fing er jedoch auch noch an, mich per jener "dunklen Stelle" der Ko-Nacht in Berlin herumzuterrorisieren, bis ich - um jene Schwachstelle bzw jenen Ansatzpunkt jenes irren Arztes aus der Welt zu schaffen - per Experimenten herauszufinden versuchte, ob ich damals wirklich plötzlich eingeschlafen gehabt haben könne. Irgendwann hatte ich wohl etwas zu viel von einem jener Schlaf-Mittelchen erwischt, na und. So ist es halt, wenn ein Psychologe mit den Drohmitteln eines Psychiaters - die dumme, teils fanatische, lächerliche Gesetzgeber Ihm bereitgestellt haben - per  "Glauben Sie mir, ich habe Mittel und Wege Sie einweisen zu lassen, wenn Sie mir nicht klar machen können....!!!!!!!!" Terror machen können. In Wirklichkeit wollen jene ja doch nur alle viertel Jahre einen Krankenschein haben.

Jener Arzt war ja noch zu blöd gewesen, mich an die Fachärztin für Augenmedizin 1 bis 2 Etagen tiefer erst mal zu überweisen:

 Erst hatte er "brav" lehrbuchartig angefangen: "Waren Sie in letzter Zeit mal bei einem Arzt?" 

Ich antwortete:

"Jawohl, bei jenem Internisten zu wessen, mir absurd vorkommender, Diagnosemethode Sie zu befragen ich hier herkam und davor, vor ca 1/2 Jahr bei einer Augenärztin, Dr. K., die mir eine neue Brille verschreiben sollte und feststellte, daß sich meine Augen von -8,0 (oder auch schlechter) auf nur noch -5,5 verbessert hätten.

Ich habe ihr das erst nicht geglaubt und gesagt und sagte zur Ihr, daß dann aber das bischen Yoga und Vegetarismus sehr viel geholfen haben müsse. Sie hat dann erwidert, daß das schon möglich sei. Daraufhin habe ich mir jene Brille verordnen lassen und sie erst mal ausprobiert.

Ich ging in den größten Hörsaal der TU-München, den ich kannte -  das war damals S0314, der zwischenzeitlich abgerissen wurde, weil der gesamte Gebäudekomplex asbestverseucht war, notabene -. Ich wartete auf einen DozentenErInzwi, bei dem/der/dös ich möglichst noch keine Vorlesung besucht gehabt haben sollte und der/die/dös möglichst klein schreiben sollte. Ich setzte mich in die hinterste Ecke. Lange mußte ich nicht warten, da kam ein Dozent, den ich nicht kannte und der sehr klein schrieb. Wou, ich konnte mit der neuen Brille, ohne jegliches Bemühen, alles problemlos lesen."

Nun giftete der Diplompsychologe, der sich erdreistete als Nervenarzt&Psyschiater herumzupfuschen, an "dem bischen Yoga" herum. Sofort mutmaßte er - so schien es - , daß es sich um eine "geistige Störung infolge von Yoga handeln müsse. Er fragte immer weiter und weiter. Daß der Assistent auf seinen Prof 1/2 Jahr zuvor schoß, weil ich ne Diplomarbeit über TM hatte machen wollen und erst mal den Stichprobenumfang "brav stochastisch" ermitteln hatte wollen, usw, all das störte ihn wenig und bekümmerte ihn auch 0,0.

Was ist das für eine Meditation? - Dazu immer jene oberblöde Psychiatermine, dh jenes so tun als ob Psychiaterinzwis davon auch nur 0,0 eine Ahnung hätten. Erst machen sie Tierversuche bzw fahren Trittbrett dabei, damit sie ihren Dr. med. & co bekommen  und die Gelddruckmaschine endlich in ihren Händen sei und dann tun sie so als ob sie zu Yoga noch was zu sagen haben könnten. "Absurdistan" würde da eine Künstlerin sagen, die diesen Begriff "Absurdistan" mal prägte. - (Ich kannte mal einen Dr. med, der Assistent bei einem bekannten Psychiatrieprofessor war; er vermochte auch TM zu erlernen, auf nen TM-Lehrerausbildungskurs zu gehen und sich so das Wissen erwerben. Aber TM-Ausübende für verrückt erklären und dann das Wissen heraus zu erpressen versuchen - etwa um die "Psychiatrie zu vervollkommnen", das paßt allenfalls zu Regimen wie NAZI-Deutschland & co.)

Nur zu einem war er nicht fähig: "Aha, 2 Arztbesuche; nunja jene Diagnosemethode des Internisten ist durchaus so nicht ok, das ist klar; das sehe ich genauso wie Sie.. Eine Verbesserung der Augensituation von -8,0 auf -5,5 kommt eher sehr selten vor und vielleicht treten  da ja noch andere "Seheffekte" auf, dh irgendwelche "Sinnestäuschungen". Gehen Sie doch mal zu meiner Kollegin 1-2 Etagen tiefer, zur Fachärztin für Augenheilkunde, sie soll sich bitte die Diagnose der Dr. K. nochmals anschauen und mit ihnen alles nochmals durchgehen. Es gibt ja da so Brillenverordnungen bei denen Schwindelgefühle auftauchen können, welche evtl ja jene Probleme im Laufe von gerade von so 1/2 Jahr dann verursacht haben könnten, die der Internist dann so völlig absurd danebendiagnostizierte."

Na klar, da hätte dann ja jene Augenärztin "verdient" und nicht mehr er.


Außerdem vergessen solche ÄrztInzwis stets, daß sie keine Richter sind und sie nicht davon ausgehen können, daß man ihnen stets die Wahrheit sagt, sie nicht verarscht odgl. Was würden Sie tun, wenn Sie ein Arzt völlig grundlos, völlig ohne Anlaß - außer, daß sich ihre Augen um 2 1/2 Dioptrien auf natürliche Weise verbessert haben - 10-20  mal frägt, ob "ihre Gedanken bisweilen so laut werden als würden Sie Stimmen hören"? Nunja, wenn Sie, wie Ich Nebenfach Physik hatten und bisweilen in - hier und da herumliegenden - Zeitschriften was von "Geister-Fahndung per Mikrofon & co" gelesen haben, so fragen Sie sich irgendwann mal, ob er eventuell meinen könnte, daß man vielleicht "das geisterhafte Echo - an den Wänden der Räumlichkeit seiner angeblichen 'Praxis' - seiner oberblöden Fragen" hören könne.

Na klar, wenn man besser sieht, hört man evtl auch besser und könnte sowas hören.

Ok, man legt den Kopf schief, hört sich seine blöde Frage nochmals an, sagt dann: "Nein, wirklich nicht, nein ist nicht"

und wenn er immer noch nicht aufhörte und man, sich redlich bemühend, ganz genau lauschte, kann es schon sein, daß man dann sagt:

"Jaaa, jaa, ich glaube fast, jaaa....".

Eigentlich wollten Sie dann ja noch anfügen:

"Ihre oberblöde, würdelose, lächerliche Frage hörte ich - und zwar anscheinend und gemäß meines bemühten Lauschens - scheinbar tatsächlich als Echo und insofern auch etwas geisterhaft. Aber ich denke nicht, daß Sie-Depp-Sie das meinen, nicht wahr. Und jetzt können Sie mich, Adios!".

Nun, Sie werden nach Ihrem ehrlichen, wahrheitsgemäßen "Jaaa, jaa, ich glaube fast, jaaa...." nicht mehr zu Wort kommen und ausreden wird Sie so nen Medikus garantiert auch nicht lassen und ab da gelten Sie als verrückt und es gilt "Sie nehmen diese Medikamente! Glauben Sie mir, ich habe Mittel und Wege Sie einweisen zu lassen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!".

Als ob man nicht genau hinhören dürfte. - Als ich bei nem früheren Olympianiken mal zu einem Fest mit eingeladen war und jenes in einem Kellergewölbe in Schwabing/München stattfand, da stellte ich zu meinem Erstaunen fest, daß das Echo der Musik tatsächlich sogar ohne jegliches Bemühen zu hören war. - 

(In einem 3-stöckigen Gebäude war ich im 3.Stock; im Parterre wohnte eine Musikstudentin. Wenn ich meditierte, konnte ich ihr ernsthaftes Bemühen hören, mit welchem Sie 1/2 Stunde um 1/2 Stunde immer denselben Ton übte. Einmal merkte ich dann - als sie schon gegen Ende ihres, erfolgreich abgeschlossenen, Studiums war -, daß sich ihr Geigenspiel so anhörte, als würde sie eine Art Flöte spielen. Als wir uns mal über den Weg liefen, sprach ich sie darauf hin an und Sie erläuterte mir, freundlicherweise, daß man in einem gewissen Tonbereich, mit einer Geige ein - zumindest- sehr ähnliches Klangmuster wie Oboe hervorbringen kann. Nunja, manche hören auch besser. - Mich hatte das Geigenspiel übrigens nie gestört. -)


Überdeutlich sieht man, daß das "Fragekonzept" jener Psychiatrie selber als "Wahrheitsfindungsmethode" unbrauchbar ist. Jene haben ganz vergessen jenes Phänomen, jenes nunmal "etwas geisterhaft klingenden Echos", zu berücksichtigen. Außerdem benutzte jener komische Arzt in seiner Frage einen Plural, dh "als wenn Sie Stimmen hören täten" und sein blödes Geleiere zusammen mit dem Echo seiner dummen Fragen ergab schließlich auch jenen "Plural": Die momentane Frage und das Echo dessen, was er gerade vorhin gesagt gehabt hatte. Jene sehen nur noch Schlange, Königskobra, Klapperschlange, Puffotter, Kreuzotter, usw usf und haben die physikalische Wirklichkeit in welcher Sie sich - freiwillig, da es deren eigene, frei gewählten Praxisräumlichkeiten sind - längt vergessen, übersehen, sich darüber hinwegtäuschen  und die denkbaren sowie möglichen Effekte derselben außer Acht gelassen:

Im folgenden Video ist jenes "berühmte "Echo am Königsee" stellenweise zu hören:








In einem Gerichtssaal hätte ein Verteidiger - und seien es 4 Pflichtverteidiger wie bei Frau Tschäpe & co, bei der es ja auch "nur" um "lebenslänglich" ging  - dem Staatsanwalt, der den Angeklagten nicht ausreden lassen wollte, sofort das Wort abgeschnitten und Einspruch erhoben. Dann wären evtl Physiker gerufen worden, um zu klären oder auch  nachzumessen, ob man das Echo so einer blöden Fragerei eines Arztes, der "Richterinzwi" spielt, evtl ja doch hören könnte. Kurzum, Ärzte haben nunmal keinen Anspruch darauf, daß man Ihnen stets die Wahrheit sagt und schon gleich gar nicht, daß man nicht mal "zurückverarscht"! Ok, in einem Gerichtsaal muß man bei der Wahrheit bleiben und dafür haben Richterinzwis die Pflicht eine/einen/ön Protokollführerinzwi dabei zu haben und wenn's um sowas wie "lebenslänglich für verrückt erklärt, ausgegrenzt werden & co", "gefoltert" werden - zwangsweise Giftspritzen verpaßt bekommen im Namen daß es "Medikamente" für eine Person  seien - seien, müßte es in einem Staat, dessen gesetzgebende Instanz, sich wenigstens ansatzweise um "Rechtsstaalichkeit" bemüht haben würde, zumindest Pflichtverteidigerinzwis geben und dazu nen Gerichtssaal und im Allgemeinen kein Ausschluß der Öffentlichkeit und insbesondere kein Ausschluß der Presse!

Nunja, einen Haken hatte die Diagnose und Verordnung der Augenärztin Dr K.. Sie hatte mir in einem Auge 1/4 Zylinder verschrieben und mir nicht dazugesagt, daß das eine Formenverzerrung bzw aus ihrer Sicht eine Formenwahrnehmungskorrektur beinhalte. Sie hatte also - sehr wohl anzunehmenderweise versehentlich -eine  Ver-Verordnung getätigt gehabt:

Statisch im Hörssal sitzend, führte die Brille zu keinerlei Problemen.

Aber wenn ich mit jener "1/4 Zylinder in einem Auge"-Brille über zB quadratische Plattenwege hastete, da fing der Boden "zu wackeln" an, bzw es schien so. Diesen "Daumenkinoeffekt", der nun aus der Überlagerung des als "Quadratisch Gewußtem" mit der, per der erzwungenen "Formenwahrnehmungskorrektur", veränderten konkreten Wahrnehmung führte, ergab im "Geiste" sowas wie einen  Daumenkinoeffekt. Abwechseln sah ich in rascher Abfolge "Quadrat", ""Quadratartig, aber krumme Seitenlinien" und ergibt nunmal per  des "Daumenkinoffekts" eine "störende, irritierende Bewegungswahrnehmung", die es eigentlich ja gar nicht gab und gibt. Aber das lag nicht an einer "Geistesgestörtheit" meinerseits, sondern es war eine "Wahn-Sinnigkeit" erzwungen per einer mangelhaften Brillenverordnung, sodaß also folgendes insgesamt abgelaufen war:

1) falsche Brillenverordnung und dadurch "Effekte von Wahn-Sinnigkeit", "Des-Koordindation" von "Gesehenem" und "'Begreifen' des Gesehenen".

2) Dann ein Arzt der Geld machen will und als Neurologe, Psychiater höher abrechnen kann und sich als Psychologe aber auch ausgab. Dann macht jener Arzt daraus eine mutmaßliche "Geistesgestörtheit" und stochert als wirklich Wahnsinniger und wirklich Geistesgestörter im Sinne von "normalem gesunden Menschenverstand" in der Vergangenheit herum. Er stößt auf eine dunkle Stelle, nämlich jene KO-Pillennacht und den mutmaßbaren Zusammenhang zu den Ereignissen vom Vortag. Er frägt aber nicht genau nach, sondern stänkert im Trüben umeinander, bis es zur Katastrophe kam und das Opfer jener real agiert gehabt habenden - allerdings sich nicht abgesprochen gehabt habenden, weil Frau Dr. K. es sicherlich versehentlich unterlassen gehabt hatte , mich aufzuklären was Zylinderschliff an Nebenwirkungen haben kann -  Ärzte-Bande für verrückt erklärt wurde.

Nunja, aber trotz allem: Im Schlaf ist eine gewisse Erfahrung da und selbst im Zustand des KO-Gepilltgewesensens war das noch so.

3) 4 Jahre später, als ich jene "Ärzte-Bande" überwunden hatte, wie einst "den Sand im Getriebe der TM-Scene in Form von linken Chaoten und Bemühungen  um eine gewisse Ordnung vonseiten des KGB", um es mal salopp zu sagen, setzte ein Assitenzarzt des Max Planck Instituts für Psychiatrie in München noch eins d'rauf:

Er stellte eine, Ihm gefallende, Theorie auf und erfand die Fakten dazu, aufdaß seine Theorie wahr erscheine. Das bezeichnete er dann als Gutachten wie "gut achtgeben".

Damit wiegelte er dann noch inform "Gutachten mit Stempelaufdruck ' keine Weitergabe an Nicht-ärztlich Stellen'" die Ärzteschaft und Richterschaft gegen mich auf.

Der erste Arzt, jener Diplompsychologe, Nervenarzt und Psychiater, der wegen "1/4 Zylinder- Ver-Verordnung" eine Lawine losgetreten hatte und mit Zwangseinweisung drohte, dh Terror machte, spielte mir dann jenes "Gutachten" jenes Dr. V. des MPI von 1980 dann mal zu.

Daher weiß ich, daß die behaupteten Tatsachen mit Ausnahme einer einzigen alle falsch waren und sind, dh grob gefälscht waren:

zB aus 1976 wurde 1979;

aus 2 Jahren machte er ein 'sofort',

aus Hilfsarbeiter machte er 'höheren Rang innehaben',

usw.

Nur die Tatsache , daß ich in "seine" Klinik gar nicht gegangen war und mich ans Schwabinger KH gewandt gehabt hatte, gab er insofern richtig wieder.

Alle diese Tatsachenbehauptungen hätten per normaler kriminalistischer Mittel leicht überprüft und als Lügen enttarnt werden können; aber man tat das alles nicht; so wird es anscheinend nur in den üblichen TV-Krimis der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten gemacht.


Allerdings fing er auch im Zusammenhang mit der Tatsächlichkeit bzgl des Schwabinger KH, sofort wieder an weiter zu fantatisieren, zu ergänzen, sich was auszumalen und "sah gleichsam irgendwie durch die Wände seines "Klinikums", daß ich dort außerhalb des MPI und d'rüben im Schwabinger KH ein Marienmedallion in Händen gehabt hätte und wiegende Schritte aufgeführt hätte (...so wie man es an der Klagemauer in Jerusalem bisweilen sehen kann, hä?...).


Nun im Sinne  von Shankara war das als in etwa so:

a) eine Augenärztin verschrieb eine Brille und rechnete dazu, nach den Theorien der Medizin per lasergestützter moderner Diagnosemaschine, aus, daß mein Augapfel eine Deformierung aufweise und das zu korrigieren sei. Sie war stolz das zu können und meinte es  nur gut. Sie vergaß, mich darauf hinzuweisen - weil das Wartezimmer versehentlich oder auch absichtlich eh überfüllt war -, daß die verordnete Brille eine Formenverzerrung vornehmen werde und daß das anfänglich zu Komplikationen führen könne und gewöhnungsbedürftig sei. Nunja, so ist es wenn eben die Theorien über die Wirklichkeit gestellt werden. Wenn die PatientInzwis sich gefälligst den Medizin-Theorien unterordnen, fügen sollen und Wirklichkeit und Wahrheit - versehentlich oder auch absichtich - mißachtet werden. (.. im Vorraus dazu, nachdem es hier ansatzweise bereits stattfand: So ist es wenn die Wirklichkeit sich den Theorien gefälligst unterordnen und fügen soll und die Theorien nicht mehr zur Wirklichkeit passen sollen oder auch etwa gar nicht mehr zu passen haben - das gilt insbesondere auch für Religionen, usw. - Dumme und irgendwie geistesgestörte Verehrung super klingender Diagnosen, Begrifflichkeiten und dazu passend dann die Fakten frei erfunden, kam dann ja später noch - krasserweise und faktisch nachweisbar - vonseiten der "deutschen Medizin" und damit korrupten Behörden dazu....)

Ich bezweiflete die Diagnose und testete die Brille als tauglich für die dringend not-wendig gewordenen Vorlesungsbesuche.  Im Sinne von Shankara's Parabel war das sowas wie: "Ok es ist doch nur ein Seil".

b) Ab da fühlte ich mich aber etwas desorientiert, bisweilen schwindelig, allgemein etwas unsicher wegen des immer wiederkehrenden komischen Schwindels, was mich aber nicht weiter störte, weil die Zeit drängte, das Studium zu Ende zu bringen ich bei den Hörsaalt-Sitztätigkeiten udgl keinerlei Probleme hatte. 1/2 Jahr danach hatte ich unerklärliches leichtes Bauchweh; daraus machte ein Internist dessen Medikamente ich-  wegen der Tierversuche,  klipp&klar so gesagt habend, zu nehmen mich weigerte - eine "psychosomatische Erkrankung".

Gemäß Shankara's Parabel also sowas wie: Er war sich sicher, daß dort durchaus irgendwo eine Schlange hause, wo ich doch komische Bewegungs- bzw Schwindelphänomene beschrieben hätte und jene Zone (dh Ich) gefährlich sei.

c) Ein, um seine Meinung bzgl jener komischen "Psychosomatik-Diagnose"-Methode gefragter, Psychologe sah darin eine größere Gefahr und wandte sich klammheimlich an sich selber in seiner Zusatzeigenschaft des Fach-Arzt-Seins. Er sah nun endgültig eine Schlange. Ok, gemäß Shankara war das also nicht mehr "nur" eine "Kreuzotter", nein, das war absolut sicher eine "Puffotter", "Kobra", wenn nichtüberhaupt eine "Königskobra" odgl.

d) Nun, ich überlistete ihn mittels des "verbotenen Terrains" und er konnte nicht anders als es hinzunehmen. Ich machte  mich unverzüglich daran, meine Karriere zu retten und als Gasthörer Versäumtes endlich, unter Zuhilfenahme fachlich kompetenter Professorinzwis, nachzuholen.

Wegen einer sachlichen Frage bzgl Äußerungen der Bundesregierung zum Thema TM suchte ich im Schwabinger KH nach einen Psyschologen, der das wisse und falls da keiner zu finden gewesen wäre, würde ich beim Klinkseelsorger mal nachgefragt haben; da ich wußte, daß es dort eine Klinkseelsorgestelle gab und weil ich die 3 gewählten Stellen dann bestens nacheinander abklappern hätte können, suchte ich bzgl der Antwort erst mal im Schabinger KH. Danach standen am selben Vormittag noch die Maximiliansuniversität und das Bay. Kultusministerium auf der Liste der "Befragbaren" betreffs jener Auskunft, wie man die "TM-Scene" und "TM" derzeit offiziell einschätze und wann und von wem diese "Umbewertung" vorgenommen worden sei/wäre.

Ich dachte mir, daß wenn doch "TM" so gefährlich wäre, wie da aus den Kreisen der Sektenbeauftragten ständig gesagt wurde und die Bundesregierung angeblich behauptete, so müßte es doch in einem großen Klinkum eine kompetente Person geben, die darüber Bescheid wisse. Aber dem war nicht so.

Nun plötzlich ver-irreführte mich eine -  sich nicht als Nicht- Mitarbeiter des Schwabinger KH benannt gehabt habende, sondern MPI-Mitarbeiter gewesenene - Person - ein "Ersatzdienst"-Leistender - vom Schwabinger KH ins MPI mittels eines, - uU ja aus diversen Gründen heraus - der Öffentlichkeit verborgenen unterirdischen Ganges, der jene 2 völlig verschiedenen "Klink-Gebilde" (städtisches Klinkum Schwabing und die letztlich private oder auch halbstaatliche Max Planck Gesellschaft) mit einander verband.

Dort kam dann jener Assistenzarzt Dr. V. und machte weiter:

e) Er sah sofort, daß das alles absolut tödlich gefährlich sei (Wie bitte? Diplommathematikerseiend als Gasthörer Versäumtes nachholen bzw aufholen, bei Gelegenheit promovieren, falls es sich böte und wenn, es der "oberen Amts-Kirche" - wegen meines TM-Lehrerseins - auch genehm gewesen sein wäre, von Freitag Frühnachmittag bis Sonntag-Abend als Mesner in der r.-kath. Kirche, also als Art "Hausmeister", die "Brötchen" zu verdienen, wäre eine Gefahr für mich oder auch andere gewesen? - Nunja, daß man jenen Arzt jemals zum Medizinstudium zuließ war zweifelsohne nicht nur eine Gefahr für jenen "Studiumsanwärter" gewesen sondern auch für Andere.- ). Er war sich sofort sicher, daß da eine 100-Schritt-Schlange hause, die ihren Namen daher hat/habe, daß man nach einem, von ihr als Abwehrmaßnahme - wozu denn sonst? -  Gebissenwordenseins noch 100 Schritt gehen könne, bevor man tot ist/sei.

f) Nun staatliche Staatsanwälte & co meinten dann, daß es zwar vielleicht ja doch nur eine Klapperschlange sei, aber die ja auch gefährlich sei und die Maßnahmen daher gerechtfertigt sein müßten.

Nun auf gut bayerisch: "Einer blöder wie der Andere".

g) Interessanterweise brachte ein Bundeswehrmitarbeiter (genauer MAD) den ungeheuerlichen Mut auf, mal etwas genauer hinzusehen, sich 1/2 Stunde Zeit zu nehmen und erkannte unparteilicherweise problemlos, daß das in Berlin auch tatsächlich KO-Pillen gewesen sein hätten können und bat das LKA um Unterstützung, indem er mich dorthin schickte. Ic folgte seiner fachlich kompetenten und neutral, fair vorgebrachten Idee und das LKA sah nun auch, daß es KO-Pillen gewesen waren.

Das deckt sich auch genau mit meiner subjektiven Erfahrung und der jenbezüglichen Aussage jener "Wies'n-Polizei".

Hinzukommt noch das Faktum, daß ich ungern auf die Party gegangen war, bereits aufgestanden war, um zu gehen, allenfalls noch 1/2 Stunden dableiben hatte wollen, an jenem Abend Cola uä dem Alkohol vorgezogen hatte und die Einnahme von Drogen sowieso kategorisch abgelehnt hatte.

h) Das bay. Kultusministerium, jene Behörde, die von Gebildetheit was verstehen können sollte und anscheinend zumindest angeblich möchte, stellte nun fest, daß es doch auch so sein könne, wie doch der Arzt aus dem MPI so drastisch darzulegen - gewaltsam und verlogen - als nicht zu leugnende Realität in die Welt gesetzt habe und schließlich mit Amtsgerichtsunterstützung haben könne.

Jedenfalls stellten sie fest:

i) keinerlei Dienstverletzung des Lehrers, der die nächtliche Abwesenheit nicht unverzüglich selber fakten- und wahrheitsgemäß geklärt hatte bzw von Polizei bzw Staatsanwaltschaft nicht hatte klären lassen.

ii) Ich solle doch zu einem Psychiater gehen, weil Art und Weise des Schreibens darauf schließen ließen, daß ich verrückt sein müsse.

Nun da hatten sie Pech gehabt, denn jenes Schreiben hatte eine Germanistin verfaßt die die Manager eines hochangesehenen Bay. Unternehmens bereits seit Jahrzehnten betreffs Sprachkunst belehrte und belehrt. Mitgeholfen hatte noch ön staatlich LehrerInzwi, dö in dero eigener Schulzeit mal folgendes erlebt hatte: In dero Klasse gab es in Deutsch eine Klassenbeste und eine Schülerin, die immer nur eine "4" bekam und "schwarze Hautfarbe" hatte. Da vertauschten - sich abgesprochen gehabt habend - die "Klassenbeste" und die "Schwarze" einfach mal nur die Namen, die auf der Klassenarbeit zu stehen hatten. Nun bekam der Aufsatz der Schwarzen die Bestnote , also 1 und der Aufsatz der "bisherigen Deutsch-Star-Schülerin", den der Name der Schwarzen zierte, wurde mit 4 bewertete. Nunja, was war anschließend, als der Lehrer aufgeklärt worden war und seiner eigenen Parteilichkeit ausgesetzt worden war? Na klaro, ab da bekamen diese beiden Schülerinnen immer nur Note 4.


"Ja so sans, auch noch nach 1945. Blöd geboren, nichts dazu gelernt und des bisser'l nu  verlor'n". So in etwa täte man da auf gut "bayerisch" "unter sich" zu formulieren haben.

Nunja, die tragische, zu tiefst traurige Geschichte der Verfolgung meiner, wegen - als Minderjähriger - zwangsweise in TM-initiertwordenseins & co und Objektiv-sachlich-fair bleiben haben wollens und Gebliebenseins, zeigt recht deutlich, daß es sinnlos ist von "es ist eine Klapperschlange" zu "es ist eine hochgefährliche Schlange" zu "es ist garantiert eine 100-Schritt-Schlange" und von da aus zu nur "nein, laßt uns sachlich sein, es ist eine allerhöchst gefährliche Schlange" hin&her zu wechseln.

Der praktische Rat des MAD und dessen beispielgebende Sofortmaßanahme des Praktizierens von "Genau genug Hinschauen", zeigen, daß eine Bereitschaft zur völligen Negierung der These "Schlange" notwendig ist und die Wahrheit dann alleine überbleibt.

Trotzdem vielen Dank an den MAD und all die anständigen, halbwegs normalen Lehrerinzwis, auch wenn's leider nichts half, außer, daß es die Lehre Shankara's hier per einer würdevollen Beispielhaftigkeit etwas aufleuchten läßt.

Meine vollste Verachtung für jene Verantwortlichen Ärzte, Richter des deutschen Staates und KUMI-Beamten sowie die verantwortlichen jener deutschen Bundesregierung, die dermaßen voreingenommen, heuchlerisch und verblendet - bzgl TM - Lügen verbreitete, meine Mutter zur Zeugin ernannte, obwohl sie das alles - wegen damals völlig überarbeitet worden gewesen seins vonseiten des juristischen Dekanats der LMU in München, sodaß sie 1/4 Jahr danach einen völligen Nervenzusammenbruch erlitten hatte und  nur noch mit weit aufgerisssenen Augen auf dem Bett sitzen hatte können  - gar nicht mitbekommen hatte und nur immer sagen konnte, was Sektenbeauftragte ihr eingeredet gehabt hatten bzw einreden haben lassen und zwar u.a. in Bezug auf das, was sie gesehen und mitbekommen gehabt haben hätte müssen oder auch sollen bzw was da doch immer so sei.

Damit ist man schon wieder bei "Seil und Schlange".

Zum Prozeß zwischen TM-Vereinen und Bundesregierung in Münster war, zB, meine Mutter als Zeuging geladen worden und mich hatte man, obwohl weder teil- noch vollentmündigt und auch nicht unter Pflegschaft stehend, einfach nur normal und "frei" seiend, nicht dazu eingeladen. Wahrheitsfindung sieht offensichlich anders aus. Wie war das doch gleich wieder mit "beide Seiten hören"?

In den nachfolgenden Instanzen wurde ich jedenfalls auch nicht als Zeuge geladen, obwohl ich mich in Münster telefonisch dann noch als "Zeuge gemeldet" hatte und mir versprochen worden war, daß man der Richterin jenbezüglich Bescheid gäbe und, faktisch, in Münster dann auf jegliche Zeugeneinvernahme verzichtet worden war. Interessanterweise urteilte man dort dann anscheinend zugunsten der TM-Vereine.

So wurden also per schrittweiser, genau abgestimmter Verstöße gegen die Wahrheit, gegen das Bemühen um Wahrheit, gegen das Bemühen, kein falsches Zeugnis wider die Anderen abzugeben, die ZeugInzwis geschaffen, die man eben zu brauchen sich geistig hin verirrt hatte bzw, salopp gesagt, "haben wollte".)



Aus diesen Überlegungen ergibt sich Folgendes: Es (Turīya) ist "ungesehen", "unsichtbar"; und weil es ungesehen, unsichtbar ist, ist es unfaßbar, unbegreiflich, unzugänglich. Turīya kann mit den Handlungsorganen nicht gewahr gemacht, nicht gefaßt werden, nicht ergriffen werden. Alakṣanam bedeutet "nicht schlußfolgerbar", "nicht herleitbar", weil es keine Liṅga (allgemeine Charakteristik, beschreibende Eigenschaft) für dessen Schlußfolgerbarkeit gibt. Deshalb ist Turīya "undenkbar", "unvorstellbar", "jenseits des Bereichs des Denkens" und insofern (mit Worten) nicht beschreibbar, unbeschreiblich. Es ist, von seinem Wesen her, von der Natur des Bewußtseins, das aus Selbst besteht. Turīya sollte gewußt werden indem man jenes Bewußtseins anstrebt, "lokalisiert", welches sich in den drei Zuständen, also viz (Wachen), usw sich nicht verändert - , welches in den drei Zuständen immer dasselbe ist, stets gleichbeibt, immer es selber bleibt - und dessen Natur jene eines einheitlichen, absoluten, einzigartigen, autonomen Selbsts ist. Der Satz könnte aber auch bedeuten, andeuten, daß einzig und allein das Wissen des einen, einzigartigen Ātman das Mitteln zur Realisatíon, Verwirklichung, "Erkenntnis", zum Erlangen des Turīya ist und daß deshalb Turīya das Wesen, die Essenz dieses Bewußtseins, Selbsts bzw Ātman ist. Die Śruti besagt auch : "Es sollte bzgl desölbigen meditiert werden als Ātman." Manche Attribute, Eigenschaften, Beschreibungsversuche wie "bewußt seiend des Subjektiven", usw, die in Verbindung stehen mit bzw einen Bezug haben zu den Manifestationen, Ausprägungen (so wie Viśva usw) in jedem der drei Zustände wurden bereits zurückgewiesen, negiert, für null und nichtig erklärt.


Nun wird Turīya beschrieben als "das Aufhören, Zuendegekommensein von Illusion" (das Aufhören von Täuschung, das Aufhören des Maya-Ausgeliefertseins, Das Aufhören des Verhaftetseins in Unwahrheit, Ruhe haben von Verhaftetsein in Täuschung) und indem das so getan wird, werden die Attribute, die Eigenschaften - welche  die drei Zustände , viz., das Wachen,Wachsein, usw charakterisieren, ausmachen - negiert, als für nicht auf Turīya zutreffend erklärt.   Infolge dieser Überlegungen und Situation her ist es "immer, stets, dauerhaft friedvoll", dh ohne irgendwelche Äußerungen, Anzeichen, Symptome von Veränderlichkeit, Veränderung  und es ist "durch-und-durch glückselig" . Weil es "nicht-dual", nicht zwigespalten, nicht in sich widersprüchlich ist, dh  illusionäre Ideen, Vorstellungen, Konzeptionen von Unterschiedlichkeit (Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche:  Es geht da um das Nichtvorhandensein von 'Unterscheidung' alà "Ich darf, brauche, usw und der Rest der Welt habe mir zu dienen" oder auch "ich weiß und der Rest hat mir zu glauben, ob ich nun Recht habe oder auch nicht", udgl. Nachdem es wesentlich ist, daß Turīya  mit den anderen 3 co-existieren kann und gleichzeitig aber nicht Nicht-Bewußtsein, nicht Bewußtlosigkeit, nicht Drogenrauschzustand, nicht Einbildung, nicht Wahnsinn, nicht Illusion, nicht Nicht-Wissen ist und weil es so ist wie es ist - weil es transzendent/transzendental ist - kann es hier also nicht heißen, daß Turīya ein Zustand ist, der im Widerspruch stünde zu  den Diversitäten der Welt, zu all dem Veränderlichen; es geht hier also genau um "Nicht-Verhaftetsein in Illusion" - worüber im Yogavasishta bei den Lehren des Weisen Rishi Vasishta viel nachlesbar/zu finden ist - , dh um das Nichtsein von nichts mehr anders sehen als, daß ein zB Ring ein außerordentlches Kunstwerk ist, sondern man anerkennt immer noch, daß es a) künstlich gemacht ist, b) das Leben auch ohne dem existierte und existieren würde und b), daß es auch ein Material gibt woraus der Ring besteht sowie es nicht egal ist, ob Regenwälder abgeholzt wurden, Lebensräume vernichtet und Flüsse, ganze Berge aber auch Lebewesen inklusive Minenarbeiter & co vergiftet wurden, um an das Gold zu kommen, um das Gold - wie es dann auch noch lächerlicherweise heißt -  "gewonnen zu haben") ihm fremd sind, wird es Turīya, das "Vierte" genannt und das auch insofern als es, von seinem Charakter, seinem Wesen her, völlig verschieden ist von den drei Vierteln, welche blose Erscheinungsweisen, Erscheinungsformen sind. "Dies ist wirklich und wahrerweise Ātman und es sollte gewußt werden" heißt es im Hinblick  darauf, daß die vedische Aussage "Jenes bist Du" auf jenes beziehungslose, unabhängige, eigenständige Ātman (Turīya) hinweist, welcher (wie im Beispiel Seil-Schlange) wie das Seil ist und ganz-und-gar verschieden, getrennt, unabhängig von der "Schlange", der Linie auf dem Boden, nem Stöckchen, usw, welche blose Erscheinungsweisen, Ansichtssachen, Erscheinungen infolge von Täuschungseffekten sind, nur in der Einbildung existieren. Jenes  Ātman - welches an Stellen der Śrutis als "ungesehen, aber der/die/zwi Seherinzwi oder auch Rishi", als  "Das Bewußtsein des/der/dös Seherinzwi ist niemals nicht vorhanden, ist niemals weg", usw bezeichnet, beschrieben wird - sollte gewußt werden. (Das nicht umfaßbare, nicht begreifbare, unfassbare, unverständliche) Turīya "sollte gewußt werden" und dieses wird ausschließlich auf der Basis des Standpunkts der zuvor unbekannten Verhältnisse so gesagt und das weil "Dualität" nicht existieren kann können, wenn die höchste Wahrheit, die letztendliche Wahrheit gewußt wird, erkannt worden ist.           

  

 

 


Fortsetzung folgt...

Anandagiri Tika (Glossarium):


6 Zusätzliches Instrument, usw - Kein Wissensinstrument kann Turīya etablieren, wegen seiner Natur des Nicht-Verbundenseins, der Nicht-Dualität. Selbst bei der Śruti, welche Turīya darlegt, sich mit Turīya befaßt, geht es nur um das Negieren desen was unwirklich, relativ und Nicht-Brahman ist.
 


7 Weitere Bemühungen - .... Deshalb kann die Verwirklichung von Turīya nicht als das Ergebnis irgendeines speziellen Wissensinstruements oder auch irgendeiner Yogapraxis definiert werden.(Anmerkung des Übersetzers ins Deutsche: Der Begriff der Wahrscheinlichkeit kann nicht definiert werden als der Grenzwert - im Sinne der Analysis - der relativen Häufigkeiten bei unendlicher Wiederholung des zugehörigen Zufallsexperiments, weil es kein Zufall mehr wäre, wenn es zwischendrin nicht passieren könnte, daß eben einige Millionen Male hintereinander zB die "5 gewürfelt" werden könnte und damit das Konzept der Konvergenz im Sinne der Analysis scheitert. Herr Kolmogoroff löste das Problem schließlich indem er die grundlegenden Eigenschaften von "Wahrscheinlichkeit" als Axiome an den Anfang stellte und sich daraus dann der Zusammenhang zwischen relativer Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit - bei geeigneten Vorraussetzungen an das "Zufallssexperiment" - als "Konvergenz nach Wahrscheinlichkeit" - siehe "zB Bernoulli's Gesetz der großen Zahlen", das mit Mitteln der Schulmathematik und einem etwas größeren Maß an Bemühung noch "leicht" allen, einigermaßen erfolgreich Mathematik lernen könnenden Schülerinzwis, zu beweisen ist - als Schlußfolgerungen ergibt. Allerdings folgt daraus auch, daß u.a. auf der Menge aller Teilmengen des 3-dimensionalen reellen Raumes nie&nimmer der Begriff Wahrscheinlichkeit angewendet werden kann; man kann schlichtweg kein "Wahrscheinlichkeistmaß" definieren, womit man den Ereignisse in diesem Mengenystem jemals korrekterweise Wahrscheinlichkeiten zuordnen könnte, dh es gibt bzgl. jenes Mengensystems grundsätzlich keine "Meßbarkeit" mit "Wahrscheinlichkeiten")


8 Ermöglicht, usw - Damit ist gemeint, daß das Wissensintrument, neben der Beseitigung der, das Gefäß umgebenden, Dunkelheit noch ein weitertes positives Ergebnis hervorbringt/hervorbringe, nämlich den deutlichen Beweis, die Offenbarung, die Sichtbarwerdung des Gefäßes


10 - untrennbar verbunden, usw - Es ist weil das Gefäß existiert, selbst wenn es von Dunkelheit umhüllt ist.


11 Kann nicht funktionieren. Dies ist so, weil Turīya Wissen selber ist. Daher kann kein Instrument des Wissens in Bezug darauf wirken. Turīya bedarf keiner Bergündung oder auch eines Beweises, weil es immer existiert. Das Wissensintrument beseitigte lediglich die Attribute, die Ātman fälschlicherweise überlagert, angedichtet wurden. Das Wissensinstrument (Wahrnehmung) macht solange Sinn und bleibt bezüglich eines Objekts tätig, bis das Objekt (als Brahman) erkannt wurde.



Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):

10 Turiya, der unveränderliche Regent, Regler ist fähig alle Qualen, alles Elend, allen Jammer, alle Not zu beseitigen. Indem alle anderen Wesen, eigenständigen Seinsheiten,Einheiten unwirklich sind, wird der nicht-duale Turiya alleine als strahlend, voller Ganz und all-durchdringend gewußt.

11 Visva und Taijasa werden, von Ursache und Wirkung bedingt, eingeschränkt. Prajna ist ausschließlich von Ursache abhängig.

12 Prajna weiß überhaupt nichts von Selbst oder auch Nicht-Selbst, von Wahrheit oder auch Unwahrheit. Aber Turiya ist stets existent und nimmt alles wahr.

13 Das Nicht-Erkennen, Wahrnehmen von Dualität haben Prajna und Turiya gemeinsam.  Aber Prajna ist assoziiert,verbunden,verknüpft mit dem Tiefschlaf in der Form von Ursache und dieser Schlaf existiert in Turiya nicht.

14 Die ersten Beiden, Visva und Taijasa, hängen mit Träumen bzw Schlaf zusammen; Prajna dabei mit Schlaf, welcher der Träume beraubt ist. Wissende von Brahman, Brahman-Kenner sind in Turiya frei, jenseits von Schlaf und Träumen.

15 Träumen ist die falsche Erkenntnis und Schlaf ist das Nicht-Erkennen von  Realität. Wenn das irrige, irrtümliche, falsche, unstete Wissen in diesen beiden "zerstört"/überwunden wurde, wird/ist Turiya verwirklicht.

16 Wenn der/die/dös Jiva, (wie) schlafend unter dem Einfluß von anfangloser Maya, erwacht ist/erweckt wurde erkennt/verwirklicht er/sie/zwi sodann geburtlose, schlaffreie und nicht traumverhaftete/traumfreie Nicht-Dualität.

17 Wäre die phänomenale Welt wahr,wirklich,real, dann würde sie gewißlich verschwinden. Das Universum der Dualität, das wahrgenommen,erkannt wird ist pure Illusion (Maya); Nicht-Dualität alleine ist die Höchste Wirklichkeit/Realität.

18 Wenn sich irgendwer illusionäre Gedanken vorstellt wie zB  Lehrerinzwi, das Gelehrte und die Schriften, dann werden diese sich auflösen,verschwinden. (Anmerkung des Übersetzers: "sich auflösen, verschwinden" heißt nunmal auch: "es gibt und gab kein Anhaften daran".) Diese  Ideen sind zum Zwecke der Unterweisung. Dualität endet wenn die Realität gewußt wird.


Mandukya Upanishade - Verse VIII bis XI:

VIII Derselbe Atman der vorhin als ausgestattet mit 4 Vierteln erklärt/dargestellt wurde, wird aus dem Blickwinkel der Silbe AUM beschrieben. AUM, das ebenfalls in Teile zerteilt ist, wird vom Standpunkt der Buchstaben aus betrachtet. Die Viertel des Atman sind dieselben wie die Buchstaben von AUM und die Buchstaben sind dieselben wie die Viertel. Die Buchstaben lauten A, U und M.

IX: Vaisvanara Atman, dessen Sphäre die Aktivität, dessen Einflußbereich, Aktivitätsspäre der Wachzustand ist, ist A, der erste Buchstabe von AUM und zwar aufgrund seiner Alldurchdringendheit oder auch aufgrund dessen, daß er der Erste ist. Jemand, der das weiß, erlangt die Erfüllung aller Wünsche und wird der Erste unter den Großartigen, wird großartig.

X: Taijasa Atman, dessen Bereich der Akitvität der Traumzustand ist, ist U, der zweite Buchstabe von AUM und dies aufgrund seiner Überlegenheit oder auch seines Dazwischenseins. Jemand der das weiß, erlangt überlegenes Wissen, erlangt Gleichbehandeltwerden durch alle und findet in seiner Familie niemanden, der unwissend bzw ungebildet in Bezug auf Brahman wäre.

XI: Prajna Atman, dessen Spähre der Tiefschlaf ist, ist M, der dritte Buchstabe von AUM und das weil beide den richtigen Rahmen haben, im richtigen Verhältnis sind, dasselbe Versmaß haben und desweiteren weil in ihnen alle Eins werden. Wer das weiß ist fähig alles zu messen/einzuordnen und umfaßt/begreift alles in sich selber.


Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):


19 Wenn es erwünscht ist, die Identität von Visva und des Buchstabens A zu beschreiben, ist die grundlegende Basis dafür per der Tatsache gegeben, daß jeder in seiner jeweiligen Sphäre der Erste ist. Ein anderer Grund für diese Identität ist der alldurchdringende Charakter all dieser.

20 Die klare Grundlage für das Realisieren von Taijasa als seiend von derselben Natur wie der Buchstabe A ist das gemeinsame Merkmal/Charakteristikum von Überlegenheit/Übergeordnetheit. Ein anderer, simpler Grund für diese Art von Identität liegt darin, in der Mitte zu sein.

21 Der unbestreitbare Grund für die Identität von Prajna und M  ist die charakteristische Gemeinsamkeit, daß beide das Maß, der Maßsstab sind. Der andere Grund für die solchige Identität ist ein anderes gemeimsames Charakteristikum, nämlich daß beide den Zustand  des Zusammenführens, der Verschmelzung repräsentieren, symbolisieren, darstellen.

22 Jemand, der mit Gewißheit die Gleichartigkeit der drei Zustände und der Buchstaben von AUM auf der Basis derer gemeimsamer Charakteristika weiß, wird von allen Wesen geehrt und bewundert und ist außerdem ein großartiger Weiser.

23 Durch Meditation in Bezug auf A erlangt ön SucherinzwiVisva; durch Meditation bezüglich U wird Taijasa erlangt; und Meditation betreffs M führt zu Prajna. Meditation über das "Tonlose" führt zu keiner Errungenschaft.


Mandukya Upanishade - Verse XII:

XII: Das Vierte (Turiya) ist ungeteilt, ohne Einzelteile und beziehungslos,ohne Beziehungen,ohne Bezüge; Es ist das Aufhören der Phänomene; Es ist einfach nur gut und nicht-dual. Dieses AUM ist in aller Wahrheit wirklich Atman. Jemand der das weiß vereinigt sein Selbst mit Atman - jawohl, jemand der dieses weiß.


Hier endet die  Madukya Upanishade.



Gaudapa's Karika (Kommentar von Gaudapa):


24 AUM sollte Viertel für Viertel gewußt werden. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß die Viertel dasselbe sind wie die Buchstaben. Hat man AUM Viertel um Viertel verstanden, sollte man nicht an irgendwas anderes denken.

25 Die geistigen Aktivitäten sollten/der Geist sollte auf AUM hin gesammelt werden. AUM ist das angstfreie Brahman. Jemand, der für immer in AUM aufgegangen ist/für immer seinen Platz in AUM gefunden hat, kennt keine Angst welcher Art auch immer.

26 AUM ist wahrlich das untere,geringere Brahman. Es wird aber auch behauptet, daß es das höhere Brahman sei. AUM ist ohne Anfang und einzigartig. Es gibt nichts außerhalb davon. Es ist nicht verbunden mit irgendeinem Effekt und ist unwandelbar, unvergänglich, unabänderlich.

27 AUM ist tatsächlich der Anfang, die Mitte und das Ende von Allem. Jemand, der AUM als unwandelbar, unabänderlich, unveränderlich verwirklicht/erkannt hat, ist zur höchsten, letztendlichen Wirklichkeit gelangt.

28 Man sollte wissen, daß AUM der/die/dös Ishwara ist, der/die/zwi jederzeit in den Herzen aller ist. Die ruhige, stille Seele, die über AUM als all-durchdringend kontempliert,sich aufrichtig,unvoreingenommen und wahrheitsorientiert damit befaßt, ist deswegen jedenfalls nicht bekümmert oder auch depressiv, ist keinesfalls bekümmert und auch nicht depressiv.

29 Jemand der AUM - welches tonlos und mit unendlicher Tonfülle, mit unendlich vielen Tönen ausgestattet ist, welches nur gut ist und die Negation von Dualität - weiß, ist wirklich eine/ein/ön Weise/er/~zwi und niemand sonst ist weise.


Kapitel II von Gaudapa's Karika - Vaitathya Prakarana                                          (Das Kapitel über Illusion,Täuschung)

1. Harih Aum. Jemand der weise ist spricht von Unwirklichkeit all der Wesen, der Seinsheiten die in Träumen wahrgenommen werden, weil sie im Körper lokalisiert sind und der Raum darin beengt ist.

2. Der Träumer/die Träumerin/dös Träumzwi kann, aufgrund der Kürze der damit verbundenen Zeit, nicht aus dem Körper hinausgelangen und die Objekte der Träume damit nicht sehen. Außerdem findet er/sie/zwi, nach dem Aufwachen, die Plätze, welche er/sie/zwi in den Träumen sah, nicht.

3. Das Schrifttum besagt, auf der Basis von Rationalität, daß die Streitwägen usw, die in den Träumen wahrgenommen werden, der Nicht-Existenz zu zuordnen seien.

4. Die unterschiedlichen Objekte, die im beengten Raum der Träume gesehen,wahrgenommen worden sind bzw gesehen, wahrgenommen werden, sind unwirklich da sie empfunden werden. Aus demselben Grund - dh weil sie gesehen, wahrgenommen werden - sind Objekte, die im Wachzustand gesehen werden, ebenfalls unwirklich. Dieselbe Bedingung des  blosen Empfindens, dh die Tatsache des Wahrgenommen-werdens, existiert sowohl im Wachzustand als auch beim Träumen. Der einzige Unterschied liegt in der Begrenzung des Raums, der mit Traumobjekten verbunden ist.

5. Geistvolle Menschen sprechen von der Gleichartigkeit der Wach-und Traumzustände aufgrund der Ähnlichkeit bzw Parallelität der Objekte, die in beiden Zuständen, auf der bereits erwähnten Grundlage, empfunden werden.

6. Falls eine Sache sowohl bei seinem Beginnen/anfänglich als auch seinem Enden/ schlußendlich nicht-existent ist, kann sie in der Gegenwart nicht existent sein, sie kann in der Gegenwart dann auch nichts anderes als nicht-existent sein. Die Objekte, die wir sehen sind wirklich wie Illusionen; dennoch werden sie für real gehalten.

7. Die Nützlichkeit von Objekten der Wach-Erfahrungen finden in Traumzuständen ihren Widerspruch; deshalb sind sie gewiß unwirklich. Insofern sind beide Erfahrungen, obgleich sie einen Anfang und ein Ende haben unwirklich.

8. Die Objekte, die von Träumenden wahrgenommen werden und im Wachzustand üblicherweise nicht vorkommen,nicht gesehen werden schulden/verdanken ihre Existenz den sonderbaren Umständen der Wahrnehmenden, dh dem Funktionieren des Geistes, dem Funktionieren der gedanklichen Aktivitäten während der Zeit in welcher die gedanklichen Aktivitäten sind als wäre er/sie/zwi wie eines jener Wesen, die in einem Himmel wohnen. Träumende, die den Traumbedingungen verhaftet sind, nehmen jene Objekte wahr. Das ist so wie wenn jemand, der hier/irgendwo genau Bescheid weiß, sich von einem Platz an einen anderen begibt und die besonderen, mitunter merkwürdigen,eigentümlichen Objekte sieht, die zu jenen Plätzen gehören.

9-10 Das, was im  Rahmen der geistigen Prozesse des Träumens, innerhalb des Geistes vorgestellt wird, gilt als illusionär und das was vom Geist außerhalb wahrgenommen wird gilt als wirklich, real. Aber wahrheitsgemäß sind beide als unwirklich erkennbar,wißbar und als solches bekannt. Insofern gilt analog für den Wachzustand, daß das was innerhalb der geistigen Aktivitäten vorgestellt wird, illusionär ist und daß das, was vom Geist als außerhalb wahrgenommen wird, als wirklich gilt; aber beide sollten, auf der Basis rationaler Grundlegung,Überlegungen, für unwirklich gehalten werden.

11 Falls sowohl die Objekte die im Wachzustand als auch die Objekte die im Traumzustand wahrgenommen werden, illusionär sind, so stellt sich die Frage, wer denn alle diese Objekte wahrnimmt und wer sie sich wiederum vorstellt.

12 Es ist der selbst-leuchtende Atman, der, aufgrund der Macht seiner eigenen Maya, in sich selber all diese Objekte, welche das Subjekt innerhalb und außerhalb erfährt, durch sich selber vorstellt. Atman allein ist der Wahrnehmende und Erkennende von Objekten. Dies ist die Entscheidung zu der Vedanta gelangt, dies ist des Vedanta Entscheidung.

13 Der Lord (Atman) stellt sich, mit nach außen gerichteten geistigen Aktivitäten unterschiedliche Objekte in verschiedenen Formen, seien sie dauerhaft (wie zB die Erde) oder aber auch vergänglich (wie zB ein Blitz), vor und zwar Objekte, die bereits in seinem Geist in der Form von vasanas oder auch Wünschen vorhanden sind. Wiederum wendet Er auch seinen Geist nach innen und stellt sich so verschiedene Ideen vor, es kommen ihm/ihr/zwi so verschiedene Ideen.

14 Sowohl jene, die intern solange wahrgenommen werden als der Gedanke daran währt als auch jene, die außerhalb wahrgenommen werden und in Beziehung stehen zu zwei Zeitpunkten, sind allesamt nichts anderes als Objekte der Vorstellung, der Fantasie. Es gibt keinen Grund, keine Notwendigkeit zwischen beiden zu unterscheiden.

15 Sowohl jene, die innerhalb der geistigen, gedanklichen Aktivitäten als subjektive Ideen existieren und als unmanifest bekannt sind als auch jene, die als außerhalb in manifester Form existierend wahrgenommen werden, sind nichts anderes als Objekte von Vorstellungskraft, von Fantasie. Ihr Unterschied liegt lediglich im Unterschied der Organe mit deren Hilfe sie wahrgenommen werden.

16 Vor allem, insbesondere, vorderst wird der Jiva wahrgenommen, das verkörperte Individum und dann werden die unterschiedlichen Einheiten - sowohl Äußere so wie Töne, Formen als auch Innere so wie die Pranas, Sinnesorgane, usw - , die gesehen oder auch erkannt werden, wahrgenommen. So wie jemanden's Wissen ist, so ist auch jemanden's Gedächtnis.

17 So wie ein in Dunkelheit herumliegendes Seil, über dessen Natur man im Unklaren gelassen wird, als Schlange oder auch als Linie in Wasser vorgestellt wird, so wird Atman auf unterschiedliche Art und Weise wahrgenommen.

18 Sobald die wahre Natur des Seils klargelegt ist, verschwinden alle Missverstände in bezug darauf und es erwächst die Überzeugtheit, daß es sich um nichts anderes als ein Seil handelt.  Ebenso wird die wahre Natur von Atman bestimmt; ebenso ist die Wahrheit über Atman bestimm-, ermittel- und entscheidbar.

19 Atman wird vorgestellt, angesehen als Prana und andere zahllose Ideen. All dies ist aufgrund von MAYA - welche zum glänzenden, strahlenden, leuchtenden Atman gehört -  wodurch es dann so zu sein scheint, als machte man sich selber was vor.

20 Jene, die mit Prana vertraut sind, beschreiben Atman als Prana; jene, die mit den Elementen vertraut sind, beschreiben Atman als die Elemente; jene, die mit den gunas vertraut sind, beschreiben Atman als die gunas; jene, die mit den tattvas vertraut sind, beschreiben Atman als tattvas.

21 Jene, die mit den padas vertraut sind, bezeichnen Atman als padas; jene die mit den Objekten vertraut sind, bezeichnen Atman als Objekte; jene, die mit den lokas vertraut sind, bezeichnen Atman als lokas; jene, die mit den Göttern/Göttinnen/Göttzwis/Gott vertraut sind, bezeichnen Atman als Götter/Göttinnen/Göttzwis/Gott.

22 Jene, die mit den Veden vertraut sind, beschreiben Atman als die Veden; jene, die mit den Opfern vertraut sind, beschreiben Atman als Opfer; jene, die mit dem/der/zwi Erfreuenden vertraut sind, beschreiben Atman als dem/der/zwi Erfreuenden; und jene, die mit den Objekten der Freude vertraut sind, bezeichnen Atman als die Objekte der Freude.

23 Wissende des Subtilen, nennen Atman das Subtile und Wissende des Groben, nennen Atman das Grobe. Jene, die mit der persönlichen Gottheit vertraut sind, bezeichnen Atman als persönliche Gottheit und jene, die mit der Leere vertraut sind, nennen Atman schlichtweg Leere.

24 Jene, die Zeit kennen, bezeichnen Atman als Zeit und jene, die Raum kennen, bezeichnen Atman als Raum. Jene, die versiert sind in der Kunst des engagierten Diskutierens bezeichnen Atman als das Streitthema oder auch Diskussionsthema und jene, die die Welten kennen, bezeichnen Atman als die Welten.

25 Diejenigen, die den Geist/die geistigen Vorgänge kennen, nennen Atman den Geist; die Wissenden von buddhi, bezeichnen Atman als buddhi. Die Kenner von chitta bezeichnen Atman als chitta; die Wissenden um Rechtschaffenheit und Unrecht bezeichnen Atman als den Bereich von Rechtschaffenheit und Unrecht.

26 Einige sagen, Atman bestehe aus 25 kosmischen Prinzipien; andere reden von 26 Prinzipien; wieder andere behaupten es wären 31 Prinzipien; dann gibt es noch die ganz die Anderen, die ihn als etwas beschreiben/darstellen, was aus unendlich vielen Prinzipien bestehe.

27 Jene, die sich darauf verstehen andere zufrieden zu stellen, nennen Atman das Zufriedenstellen; andere die mit den Ashrams vertraut sind, bezeichnen Atman als Ashrams. Die Grammatiker nennen den Atman maskulines, feminines und neutrales Geschlecht; und noch Andere, bezeichnen ihn als Höheres Brahman und als Niederes Brahman.

28 Die Kenner der Schöpfung bezeichnen Atman als Schöpfung; die Wissenden um die Auflösung bezeichnen Atman als Auflösung; die Wissenden um das Erhalten, bezeichnen Atman als das Erhalten. Wahr ist, daß alle diese Ideen stets im Atman sich vorgestellt werden.

29 AnhängerInnen/SchülerInnen erfassen/begreifen nur jene Idee, die Ihm/ihr/zwi von seinem/seiner/seinz Lehrperson präsentiert wird. Atman nimmt die Form dessen an, was gelehrt wird und schützt so die Anhängenden/Lernenden. Vertieft seiend in jene Idee, wird von den Lernenden/Anhängenden Atman verwirklicht/erkannt.

30 Atman, der zwar von all diesen Ideen nicht losgetrennt ist, erscheint so als wäre Er losgetrennt. Jemand, der dies der Wahrheit entsprechend wirklich weiß, kann ohne irgendwelche Furcht die Bedeutuung der Veden wiedergeben, darlegen.

31 So wie Träume, Illusionen und Luftschlösser gesehen und betrachtet werden, so wird das faß-,greif-,fühl-,spürbare, reale Universum von den Weisen gesehen und betrachtet, die Vedanta richtig,gut,im Sinne des Verfassers verstanden haben.

32 Es gibt weder Auflösung noch Erschaffung, niemanden in Gebundenheit und niemanden, der sich in Disziplinen übt. Es gibt niemanden der nach Erlösung strebt und niemand, der befreit wäre. Dies ist die volle Wahrheit.

33 Atman stellt man sich als die unwirklichen Objekte, die als nicht existierend wahrgenommen werden, vor und/aber auch ebenso gut als nicht-dualen Atman. Deshalb ist Nicht-Dualität Glückseligkeit.

34 Die Verschiedenheit im Universum existiert nicht als eine mit Atman identische Einheit,Existenz; sie existiert auch nicht durch sich selber. Weder ist sie getrennt von Brahman noch ist sie nicht-separat. Dies ist die Festellung eines Weisen.

35 Weise sind frei von Voreingenommenheit, Angst und Zorn; sie sind gut bewandert  in den Veden, haben Atman realisiert als frei von allen Phantastereien, frei von der Illusion der Verschiedenheit und als nicht-dual.

36 Folglich gilt: Atman als solches kennend, richte man seine Aufmerksamkeit auf Nicht-Dualität. Nachdem man die Nicht-Dualität verwirklicht/wahrheitsgemäß erkannt hat, benehme man sich in der Welt wie neutral, frei-bleibend - und insofern träge - wie ein Edelgas.

37 Der erleuchtete Sannyasin rühmt nicht irgendwelche Gottheiten, braucht nicht irgendwelche "Überlegenen" zu grüßen und hat es ebensowenig nötig Riten auszuführen, um irgendwelche Ahnen zu besänftigen. Sowohl den Körper als auch Atman betrachtet so jemand als seine Wohnung, sein Zuhause; er bleibt mit dem zufrieden, was sich Ihm nunmal als/an Möglichkeiten, Gelegenheiten bietet. (Anmerkung: wörtlicher übersetzt steht da: "was auf ihn nunmal zukommt", "was zufällig auf ihn zukommt".)

38 Indem Er die Wahrheit bezüglich sowohl dessen erlangte was Innen exisiert als auch dem was außen existiert, wird so jemand eins mit der Wirklichkeit, er frohlockt, jubelt über die Wirklichkeit und weicht niemals von der Wirklichkeit ab, entfernt sich niemals von ihr.



Kapitel III von Gaudapa's Karika -Advaita Prakarana                                              (Das Kapitel über die Nicht-Dualität)


1  Der/die/zwi Jiva, der/die/zwi sich in hingebungsvolle Verehrungen begeben hat, in hingebungsvoller Verehrungen seine Zuflucht genommen hat, dauert im manifesten Brahman fort, verharrt, verweilt, lebt, wohnt in ihm. Er/sie/zwi denkt, daß bevor die Schöpfung war alles dieselbe Natur geburtloser (Anm.: Das englische Wort "birthless" bezeichnet eigentlich "fruchtlos", "von niedriger Geburt", also sowas wie"von unbedeutender Herkunft, dh nicht aus sonderlich bedeutendem Hause stammend", lt. Langenscheidt Online Wörterbuch; aber auch bei Merriam Webster findet man "fruchtlos" und sowas wie "gescheitert". Im Zusammenhang mit dem Kommentar von Shankara erscheint es jedoch als "ungeboren", aus sich selbst heraus, zeitlos existent, als  schon immer gewesen und für immer seiend, als etwas das zu seiner Existenz keiner Geburt bedurft hat und auch nicht bedarf) Realität hatte. Deshalb sagt man, daß er/sie/zwi einen beschränkten Intellekt hat.

2 Deshalb werde ich nun das Brahman, welches ungeboren, stets dasselbe und frei von Engheit/Begrenztheit ist, beschreiben. Davon ausgehend, kann man verstehen, daß Brahman in Wirklichkeit sich nicht in Geburt begibt und zwar auch nicht im geringsten Maße und dies obgleich es es den Anschein hat, daß es überall manfest sei.

3 Atman, der wie Akasa (unendlicher Raum) ist, sei in Form der Jivas manifest geworden, heißt es; dies mag in Analogie zu den Räumen gesehen werden, die in Töpfen, Behältern eingeschlossen sind. Die Körper, so heißt es, seien auch aus dem Atman heraus manifestiert worden, seien auch Manifestationen des Atman und zwar so als wie Töpfe und dergleichen aus Akasa geschaffen sind. Betreffs der Manifestation von Atman ist dies eine Illustration.

4 So wie bei der Zerstörung eines Topfes udgl der Raum, der darin eingeschlossen war, mit dem großen, großartigen Akasa verschmilzt, sich wieder vereint, so vereinen sich die Jivas mit Atman.

5 So wie derselbe Schmutz, Rauch , usw, der den eingeschlossenen Akasa eines speziellen Topfes verschmutzt, nicht die anderen Räume, die in anderen Töpfen eingeschlossen sind, verschmutzt, so beeinflussen das Glück, Elend etc des einen Jivas nicht andere Jivas.

6  Obgleich die Vielfalt an Formen, Funktionen und Namen der Akasas, die mit verschiedenen Sammelbehältern verbunden ist, eingestanden wird, folgt daraus keinesfalls irgendeine wirkliche Differenzierung, Aufteilung des Akasa selbst. Die Schlußfolgerung bzgl der Jivas ist analog.

7 So wie der Raum, der in einem Topf eingeschlossen ist, weder eine Auswirkung noch ein Teil des wirklichen Akasas ist, so ist Jiva weder eine Folge noch ein Teil von Atman.

8 Kinder betrachten Akasa als etwas, das aus so was wie erdenem Schmutz besteht/gemacht wurde und evtl beschmutzt ist ; analog betrachten unwissende Menschen den Atman als ähnlich gemacht aus irdischem, erdenem Körper und mehr oder auch weniger verschmutzt, von Krankheitserregern, die wiederum aus Erde letztendlich gemacht seien, befallen sind, usw.

9 Atman verhält sich, was seine Geburt und seinen Tod,  sein Gehen und Kommen - dh Wiedergeburt - und seinem Leben,Wohnen in unterschiedlichen Körpern anbelangt, nicht anders als wie Akasa.

10 Alle Ansammlungen werden von Atman's Maya, als wie bei einem Traum, hervorgebracht. Man kann kein rationales Argument als Begründung derer Realität  finden,angeben - weder bei Gleichartigen noch bei solchen wo irgendwelche Einen irgendwelchen Anderen übergeordnet sind.

11 Das höchste, letztendliche, absolute SELBST ist das Selbst der 5 Hüllen, sowie das Physikalische und das Vitale, welche im Taittiriya Upanishad beschrieben sind. Dass das Absolute, Höchste, Letztendliche wie Akasa ist, wurde bereits dargestellt, erklärt.

12 Derselbe Akasa wohnt,lebt sowohl in der Erde als auch im Magen; analog wohnt,lebt dasselbe Brahman in den Paaren, welche in der Madhu-Brahmana beschrieben sind.

13 Die Identität von Jiva und Atman wird angemessen löblich dargelegt indem man auf deren Nicht-Dualität hinweist, diese aufzeigt. Deshalb ist ausschließlich Nicht-Dualität frei von Irrtum, frei von Fehlern.

14 Die Getrenntheit von Jiva und Atman, die in den früheren Abschnitten der Upanishaden, die sich mit der Schöpfung befassen, erklärt,dargelegt wird, ist bildlich, symbolisch, metaphorisch, weil diese Teile lediglich das aussagen, nur das darlegen was in der Zukunft passieren werde. Diese Getrenntheit kann nicht die wirkliche Bedeutung jener Text-Passagen sein.

15 Die Aussagen der Schriften betreffs der Schöpfung, welche die Beispiele von Erde, Eisen und Funken gebrauchen, haben den Zweck die Klarheit des Geistes zu fördern. Vielfältigkeit und Vieldeutigkeit existieren in Wirklichkeit auf keinerlei Art und Weise .

16 Es gibt die 3 Stufen des Lebens, die mit dem 3-fach-geteilten Verständnis der Menschen in Zusammenhang stehen: Untergeordnet,Unterlegen, minderwertig; mittelmäßig, zweitklassig; überlegen, höhergestellt, erlesen, vorgesetzt. Gewisse Schriften, haben solches sich Einfügen, entsprechende Vorschriften, Regeln zum Zwecke des Vorteils für die Unerleuchteten, aus Mitleid gelehrt.

17 Die Dualisten, die sich fest an ihre Schlußfolgerungen klammern, binden, widersprechen einander. Die Nicht-Dualisten finden keine Konfliktpunkte in Bezug auf jene.

18 Ab dann, wenn bzw sobald Nicht-Dualität  letztendliche, absolute, höchste Realität ist, wird Dualität als deren Auswirkung, Folge bezeichnet, erkannt. Dualisten sehen Dualität sowohl im Absoluten als auch im Relativen. Aus diesem Grund verursacht die Position des Nicht-Dualismus keinen Konfilkt bzgl der Position des Dualismus.

19 Der ungeborene Atman wird mannigfaltig durch Maya und auf keine andere Art und Weise. Denn wenn die Vielfältigkeit real wäre, würden die Unsterblichen sterblich werden.

20 Die RechthaberInnen,StreiterInnen bestehen, darauf dass das ungeborene Wesen, das ungeborene, eigenständige Etwas geboren werde. Aber kann man denn allen Ernstes erwarten, daß ein eigenständiges Etwas, das geburtlos und unsterblich ist sterblich geworden sein sollte?

21 Das Unsterbliche kann ebenso wenig sterblich werden als das Sterbliche unsterblich werden kann. Das liegt daran, das es für nichts in der Welt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern.

22 Wie kann denn jemand, der glaubt, daß ein eigenständiges, individuelles Wesen - das aufgrund seiner Natur unsterblich ist - sterblich wird,   aufrechterhalten, dass solches Unsterbliche, nachdem es Wandel unterlegen gewesen wäre, wieder seine Unveränderlichkeit zurückerlangen würde?

23 Aus einem Korn - der einen oder anderen Art - heraus geboren zu werden, mag real oder auch illusionär sein; beide Standpunkt finden sich gleichermaßen in Schriften. Aber ausschließlich jene Ansicht, die von Schriften Unterstützung findet und auch durch den Verstand bestätigt wird, kann akzeptiert werden und nunmal keine Andere.

24 Aus solcherlei schriftlichen Textpassagen wie "In Atman läßt sich keinerlei Vielfältigkeit ausmachen,entdecken" , oder auch " Indra (der höchstmöglich-denkbare Chef, der höchste, absolute, überlegene  Herr), nimmt durch Maya unterschiedliche Formen an", kennt man Atman, der - obwohl grundsätzlich ungeboren seiend und bleibend - so erscheint als wäre er vielfach geworden und das durch Maya.

25 Des Weiteren gilt, daß die Negierung der Schöpfung die Negierung von Geborenwerden zur Folge hat/impliziert. Die Kausalität von Brahman wird durch Feststellungen, Aussagen wie "Wer kann schon verursachen, daß es geboren wird?"  zurückgewiesen.

26 Aufgrund der Natur Atmans unfaßbar, unbegreifbar zu sein, weist die Schriftenstelle "Nicht dies, nicht dies" alle dualistischen Ideen bezüglich Atman zurück. Deshalb existiert nichts als der geburtslose Atman.

27 Bezüglich allem was jemals existiert gilt, daß dessen zur Geburt-Gelangen von Maya veranlaßt zu sein scheint; vom Standpunkt der wahren Wirklichkeit aus ist es aber nicht so. Wer aber denkt, daß dieses zur Geburt-Gelangen real sei besteht tatsächlich auch darauf, daß das was geboren wird auch abermals geboren werden wird.

28 Das Unwirkliche kann nicht geboren werden, weder wirklich noch durch Maya. Das ist so wie, daß der Sohn einer unfruchtbaren Frau weder wirklich noch durch Maya geboren werden kann.

29 So wie in Träumen der Geist, die geistigen Aktivitäten mittels Maya tätig ist/sind, dabei das Erscheinen, den "Auftritt" von Dualität präsentiert, so handelt der Geist auch im Wachzustand durch Maya, die Erscheinungsweisen von Maya präsentierend.

30 Zweifelsohne erscheint der Geist, der in Wirklichkeit nicht-dual ist, in Träumen so als wäre Er dual; analog kann kein Zweifel darüber bestehen, daß  im Wachzustand das was nicht-dual ist, d.h. Atman, als dual erscheint.

31 All die Vielfalt der Objekte, die das Bewegliche und Unbewegliche umfaßt, werden nur durch den Geist wahrgenommen, existieren in Wirklickeit nur im Geiste. Schließlich wird niemals Dualität wahrgenommen, wenn der Geist seine Aktivitäten einstellt.

32 Wenn der Geist, nachdem man das Wissen, wonach Atman und nur Atman wirklich ist, verwirklicht hat, die geistigen Aktivitäten infolge dessen frei von Einbildungen,Täuschung sind und der Geist daher frei von Verlangen nach Objekten ist, die er erkannte, hört er auf Geist zu sein.

33 Wissen (Jnana), welches ungeboren und nicht Fantasien gleicht, nicht Fantasien gleichenden Vorstellungen entspringt, wird von den Weisen als stets untrennbar vom Wißbaren beschrieben. Das unveränderliche, unwandelbare und geburtlose Brahman ist das Ziel des Wissenhabenwollens, des Wissensdurstes, des Wissens. Das Geburtlose wird vom Geburtlosen gewußt. (Anmerkung des Übersetzers: Über diese Thematik wird - anhand der Madkuya-Upanishad und Gauadapas's Kommentar vorgetragen; erst werden einige Verse aus der Madkuya-Upanisahd "rezitiert" und dann näher beleuchtet in einem YouTube-Video " Birthless Deathless by Swami Sarvapriyananda";  https://www.youtube.com/watch?v=fWX3EN5Z0Ck; gelegentlich, so geplant, werde ich diese Rede noch ins Deutsche übersetzen. Der englische Begriff, das englische Wort "birthless" wird dabei vom Übersetzer ins Englische, Swami Nikhilananda, offenbar falsch benutzt. Vom Redner Swami Sarvapriyananda wird "birthless" dann wiederum stillschweigend - sozusagen den sprachlichen Übersetzungs-Fehler nun rückgängig machend duch einen neuerlichen sprachlichen Fehler und damit jedoch den Inhalt wieder korrekt wiedergebend - als "ohne Geburt seiend, niemals geboren seiend noch je geboren werdend" übersetzt. Von der Englischen Sprache her ist es aber zweifeslohne so, daß das Wort "birthless" sehr wohl existiert; es hat allerdings eine sehr andere Bedeutung. Ein  Blick in mehrere Lexika mit Rang und Namen zeigt: Macmillam, Longman, Cambridge, Oxford und Collins kennen das Wort nicht. Auch Pons verzeichnet es nicht. Langescheidt's Online-Lexikon hingegen besagt:                    "birthless [ˈbəː(r)θlis] adj obs
Overview of all translations/ Überblick über alle Übersetzungsmöglichkeiten
fruchtlos      von niedriger Geurt"   ; genau diese Übersetzung bietet, in englischer 
Umschreibung. Merriam Webster:  birthless,  adjective birth·​less, Definition of birthless:  1) abortivefruitless  2): having unknown or unimportant parents or ancestors  . In der Merriam-Webster- Ausgabe von 1828 - Siehe http://webstersdictionary1828.com/Dictionary/birthless -, war das Wort "birthless" noch nicht vorhanden.)

Professor Dr. Paul Deussen, der den Text 1905 vom Sanskrit ins Deutsche übersetzt hat, übersetzt diesen Vers so:


  • WEBig__birthless__0

  • WEBig__birthless






>>   33. Als ewig wandelos Wissen,

             Vom Gewußten verschieden nicht,

              Das Brahman wird gewußt allzeit,

            Vom Ew'gen Ew'ges wird gewußt.   <<

https://www.forgottenbooks.com/en/readbook/SechzigUpanishadsdesVeda_11198672#613

Meine Übersetzung ist: Das Geburtlose wird vom Geburtlosen gewußt.

Professor Deussen's Übersetzung: >> Vom Ew'gen Ew'ges wird gewußt. <<

Was steht im Kommentar von Shankara da geschrieben?

(Übersetzung aus dem Englischen anhand Swami Nikhilanda's Übersetzung vom Juni 1932, ISBN 81-7505-022-5)

>> Wenn all diese Dualität illusionär ist, wie kann dann das Wissen des Selbst verwirklicht werden? Es wird wie folgt beantwortet: Die Wissen von brahman beschreiben Wissen, d.h. die blose, eigentliche Essenz von Gedanken, welche ungbeoren ist und frei von allen Vorstellungen eines Verschiedenenseins von Brahman, die letzte Wirklichkeit, welche auch das Objekt des Wissens ist. Dies wird von Schrift-Passagen alà "Wie die Hitze vom Feuers", ist Wissen (jñānam) - das wird auch in http://sanskritdictionary.org/jnanam so übersetzt)  niemals abwesend vom Wissenen (Ātman)","Brahman ist Wissen und Glückseligkeit", "Brahman ist Wirklichkeit, Wissen und Unendlichkeit", usw. Das Wissen wovon Brahman der Gegenstand ist, das Wissen, das Brahman als Gegenstand hat, ist ebenso nicht verschieden vom (wißbaren) Brahman, wie die Hitze vom Feuer. Das Wesen, die Essenz des Selbst, welches das Wissensobjekt ist, weiß wahrlich, weiß in der Tat sich selber mittels ungeborenem, nicht entstandenem Wissen, welches die eigntliche Natur von Ātman ist. Brahman, welches von der Natur her eine einzige homogene Masse ewigen Bewußtseins ist, hängt von keinem anderen Instrument des Wissens ab (für seine eigene Erhellung, seinen Glanz, sein Strahlen, seine Erleuchtung, seine Aufkärung); es ist wie bei der Sonne, welche von der Natur her dauerhaftes Licht, Hellsein  ist (und nicht irgendeines Instruments zu seiner eigenen Erhellung, Beleuchtung bedarf). <<

"Birthless" also im Gesamtzusammenhang von Gaudapada, Shankara und abweichend von Merriam Webster mit "geburtslos, nie geboren worden" übersetzt zu haben war also durchaus ok. Das gilt umso mehr als Herr Gaudapada an späterer Stelle in seiner Karika darauf hinweist, daß Ewiges nicht plötzlich sterblich und dann wieder Ewig werden könne, weil "ewig" nunmal "ewig" heißt; ebenso könnte "Sterbliches" nicht plötzlich "ewig" werden, weil jenes angeblich entstandene und insofern geborene Ewige dann ja gar nicht ewig gewesen wäre und diese Bezeichnung zu Unrecht trüge. Eine ähnliche Argumentation gebrauchte ich im Zusammenhang mit Narada und der modernen, von Physikerinzwis und Psychiaterinzwis gleichermaßen Theorie behaupteten, wenig geistvoll geglaubten Theorie, wonach die Welt aus Zufall entstanden wäre. Schließlich würde etwas das aus Zufall entstand und irgendwann mal begann immer wieder nur zu einem zufälligen Geschehen führen können und Vorstellungen, die sich auf mathematische Räume und Mengensysteme beziehen, in welchen ein Wahrscheinlichkeitsmaß gar nicht existieren kann, könnten dann gar nicht entstanden sein, was jedoch der Realität der Mathematik widerspricht. Es zeigt  auch, daß Swami Nikihilanda das Wort "birthless" zwar wohl als "ohne Geburt" gemeint haben wird, aber diese "Wortbedeutung-Verleihung" leider nicht komform ist mit der "offfiziellen" englischen Sprache.

34 Man sollte das Verhalten des Geistes wissen,kennen - das Verhalten des Geistes, das unter  Kontrolle ist, da ausgestattet ist mit Unterscheidungsvermögen, Urteilskraft  und weil frei von Illusionen, nicht Täuschungen erliegend; man sollte die Art und Weise beherrschter geistiger Aktivität kennen, die auf klarem Unterscheidungsvermögen und Freiheit von Täuschung beruht. Der Zustand des Geistes im Tiefschlaf ist nicht solcherart sondern andersartig.

35 Der Geist ist im Tiefschlaf zurückgezogen wohingegen das nicht so ist, wenn der Geist unter Kontrolle ist. Der kontrollierte, beherrschte Geist ist in Wahrheit das furchtlose Brahman, dessen Licht der Allwissenheit alles durchdringt, alldurchdringend ist.

36 Brahman ist geburtlos, schlaflos, traumlos, namenlos, formlos. Es ist immer strahlend, glänzend und allwissend. Keine Pflicht, welcher Art auch immer, kann damit  in Zusammenhang gebracht werden, es ist nicht in Zugzwang odgl zu bringen, es kann nicht erzwungen werden.

37 Atman ist jenseits von allem das mit Worten ausdrückbar ist und ist jenseits aller Handlungen des Geistes, jenseits aller geistiger Aktivitäten. Atman ist großartiger Friede, ewiges Strahlen/unvergänglicher Glanz und Samadhi; Atman ist regungslos und furchtlos.

38 Brahman ist frei von geistiger Aktivität und daher auch frei von allen Ideen des Akzeptierens oder auch Verzichtens, Aufgebens. Wenn Wissen im Atman gegründet, verankert ist, erlangt das Wissen Geburtlosigkeit und Dauerhaftigkeit, bleibt es gleicherweise, dh wird unveränderlich, dauerhaft.

39 Dieser Yoga, der nicht in Berührung zu irgendetwas steht, jenseits der Berührbarkeit ist, ist für Yogis im Allgemeinen schwer zu erlangen. Sie fürchten sich davor, weil sie Angst in dem sehen was in Wirklichkeit Furchtlosigkeit ist.

40 Yogis, die Nicht-Dualität nicht wissen, verlassen sich auf  Kontrollieren, Kontrolle, Beherrschung um Furchtlosigkeit, die Zerstörung des Elends/die Zerstörung der Elendigkeit zu erlangen, um SELBST-Erkenntnis, wahrheitsgemäßes, unveränderbares Wissen über das SELBST und um unvergänglichen, unzerstörbaren, dauerhaften Frieden  zu erreichen, zu realisieren.

41 Der Geist muß in kontrollierte Verhältnisse, zum Kontrolliertsein, Beherrschtsein gebracht werden und dies mittels nicht bedrückendem, nicht Niedergeschlagenheit mit sich bringendem, nicht Depression verursachendem Bemühen; es ist wie ein Tropfen-für-Tropfen Ent-leeren des Ozeans mittels eines Halms von Kusa-Gras.

42 Der Geist, der von Wünschen, Lust und Vergnügen verwirrt, zerstreut und besorgt ist, sollten mit geeigneten Mitteln unter Kontrolle gebracht werden; dasselbe gilt für den Geist, der den Vergnüglichkeiten des Nichtstuns, der Faulheit (laya) verhaftet ist. Der Zustand des Nichtstuns, der Faulheit ist ebenso schädlich wie der Zustand der Wünsche-,Lustverhaftetheit.

43 Man ziehe den Geist - sich daran erinnernd, daß sie nur Elend, Trübsal, Nöte hervorbringen, mit sich bringt -  zurück von der Lust  am Wünschen. Man betrachte (Anmerkung: Man verwickle, verhafte sich nicht in all die geschaffenen, hervorgebrachten Gegenstände) all die geschaffenen, hervorgebrachten Gegenstände dadurch nicht, indem man sich daran erinnert, daß all dies der ungeborene Atman ist.

44 Falls der Geist in Untätigkeit versinkt, erwecke man ihn von Laya; falls verwirrt,zerstreut,besorgt bringe man ihn zur Ruhe. Man verstehe die Natur des Geistes, wenn er den Samen von Sympathie,Parteiergreifung in sich trägt,hegt. Wenn der Geist jene Gleichförmigkeit, vollkommene Ausgeglichenheit, seine Identität erlangt hat, störe man ihn nicht erneut.

45 Der Yogi muß das Glück, das aus samadhi entspringt, nicht schmecken, probieren, auskosten; er sollte sich, durch die Übung des Unterscheidens, mittels unterscheidendem Denken, per kritischer Urteilskraft davon zurückziehen, davon ablösen. Falls sein Geist, nachdem Er Festigkeit erlangt hat, abermals äußere Objekte sucht, sollte Er dessen Einseins mit Atman ohne großartige Anstrengung erlangen.

46 Wenn der Geist nicht in Inaktivität, Faulheit versinkt und auch nicht durch Wünsche  in Verwirrung, Zerstreutheit, Besorgtheit gerät, wenn Er sozusagen unerschütterlich bleibt und auch nicht irgendwelche Erscheinungen, Gespenster hervorbringt, wird er wahrhaft Brahman.

47 Die allerhöchste Glückseligkeit weilt,liegt im SELBST. Sie ist Friede; sie ist Befreiung,Befreitheit; sie ist geburtslos/ungeboren und kann mit Worten nicht beschrieben werden. Sie wird, aufgrund dessen daß das sie eins ist mit dem geburtslosen SELBST, das allwissende Brahman genannt, das wahre Ziel des Wissens.

48 Kein Jiva erlangt jemals Existenz. Es gibt keine Ursache, welche ihn hervorbingen könnte. Die höchste, erhabendste, entscheidende Wahrheit ist, daß niemals irgendetwas geboren wurde.


Kapitel IV  von Gaudapa's Karika - Alatasanti Prakarana                                         (Das Kapitel über das Zur-Ruhebringen des Unruheverursachenden)


1 Ich anerkenne die Besten unter den Menschen, welche mittels Wissen - welches wie Akasa ist und nicht-verschieden ist vom Ziel des Wissens -  die Natur der Jivas (Dharmas), die ebenfalls wie Akasa sind,  erkannt haben.

2 Ich anerkenne den Yoga, der als asparsa bekannt ist - in den Schriften lehrreich dargestellt wird  - ,welcher für das Glück und Wohlergehen aller Lebewesen eintritt und frei ist von Kampf, Wettstreit und Widersprüchen.

3 Einige Gesprächsgegner vertreten die These wonach nur eine existente Wesenheit erneut existierend werden könne, wohingegen andere der TeilnehmerInnen an der Debatte, die stolz auf ihren Intellekt sind,  postulieren, daß nur eine nicht-existierende Wesenheit Existenz erlangen könne. Auf solche Weise,dementsprechend streiten sie miteinander.

4 Eine  existierende Wesenheit kann nicht erneut existent werden (Geburt); auch kann eine nicht-existente Wesenheit Existenz erlangen.  Indem sie so untereinander debatieren kommen sie zur nicht-dualistischen Sichtweise von Ajati (Nicht-Schöpfung).

5 Wir heißen Ajati (Nicht-Schöpfung), das so von ihnen als Ergebnis gefunden wurde, gut. Wir liegen nicht in Streit mit ihnen. Laßt uns nun unser Wissen - welches frei von allem Debatieren, diskutieren, jenseits aller Streitgespräche ist - über die elementare, entscheidende Realität hören.

6-8 Die Debatierenden behaupten, versichern, daß die ungeborene Wesenheit (Atman) geboren werde. Wie kann man erwarten, annehmen, daß eine geburtlose und unsterbliche Wesenheit sterblich geworden wäre? Das Unsterbliche kann nunmal nicht sterblich werden; ebensowenig kann das Sterbliche unsterblich werden. Schließlich ist es grundsätzlich unmöglich, daß ein Ding seine eigene Natur verändern könnte. Wie kann jemand, der glaubt, daß eine Wesenheit, die von Natur aus unsterblich ist, sterblich wird, den Standpunkt,die Ansicht aufrechterhalten, daß das Unsterbliche, nachdem es sich gewandelt gehabt hätte und Veränderlichkeit unterlegen gewesen wäre, seine unveränderliche, unwandelbare Natur beibehalten habe?

9 Auf der Basis von Prakriti, oder auch - anders ausgedrückt - der Natur eines Dinges, versteht man, wenn es diese erst mal angenommen hat, das was der wesentliche, entscheidende Bestandteil des Dings ist, sein charakterisches Merkmal,seine - seit der Entstehung - unveräußerliche, nicht übertragbare Natur/Eigenheit, das was nicht dazu gehört, aber auch das was niemals aufhören wird es selber zu sein/von seiner Entstehung an sein wird und ist.

10 All die Jivas sind, aufgrund ihrer ureigenen Natur, frei von Greisenhaftigkeit und Tod. Aber sie sehen es so, daß sie sowohl Senilität, Alterschwäche als auch Tod unterworfen wären und, daß sie, aufgrund der blosen Macht der Gedankenwelt, so erscheinen als würden sie von ihrer wahren, ureigensten Natur abweichen.

11 Die Streitgesprächeteilnehmenden, welche den Standpunkt vertreten, daß die Ursache selbst die Wirkung sei, müssen auch verteidigen, daß die Ursache als die Wirkung entstehe, die Ursache zur Wirkung werde. Wenn es jedoch entstand, geboren wurde, einen Anfang hatte wie kann man es dann als geburtslos, ohne Anfang bezeichnen? Wenn es  Veränderungen unterworfen ist, wie kann es dann als ewig bezeichnet werden?

12 Falls es, wie man sagt, so wäre, daß die Auswirkung ununterschieden von der Ursache wäre, dann müßte auch die Auswirkung entstehungslos, ungeboren, anfangslos sein. Wie könnte, darüberhinaus, die Ursache ewig sein, wenn sie ununterschieden war/wäre von der Auswirkung, Wirkung, welche entstand, geboren wurde, folgte?

13 Es gibt keine Erklärung zur Untermauerung der Betrachtungsweise, wonach die Wirkung einer anfangslosen, geburtlosen Ursache entstamme. Nochmals, wenn man annimmt, daß die Wirkung, die Folge einer Ursache oder auch einer Geburt sei, die ihrerseits eine Ursache bzw eine Geburt habe, so führte das zu einem unendlichen, nicht endenden weiter Zurückgehenkönnen.

14 Wie können jene, die behaupten, daß die Wirkung  die Folge/die Ursache der Ursache sei und auch behaupten, daß die Ursache die Ursache der Wirkung sei, die Anfangslosigkeit von sowohl Ursache als auch Wirkung aufrechterhalten?

15 Jene, die sagen, daß die Wirkung die Ursache der Ursache und die Ursache die Ursache der Wirkung sei vertreten in der Tat den Standpunkt, wonach Schöpfung stattfände gemäß "Die Geburt des Vaters rührt vom Sohn her", "der Vater stamme vom Sohn ab".

16 Wenn Kausalität behauptet wird, dann muß auch eine Aussage zur Reihenfolge, in welcher Ursache und Wirkung aufeinander folgen, gemacht werden. Falls gesagt wird, daß sie gleichzeitig stattfänden, dann können sie - vergleichbar den zwei Hörnern eines  Tieres mit 2 Hörnern - nicht wechselseitig als Ursache und Wirkung in Beziehung stehen. (Anmerkung des Übersetzers: Nunja, "Gleichzeitigkeit" ist so eine Sache und dazu findet man "moderne" Vorstellunge bei Albert Einstein; befindet man sich in einer raum-zeitlichen Vorstellung in der es keine "größer-kleiner-Beziehung mehr geben kann, etwa in sowas wie dem Körper - mathematischer Begriff "Körper"! - der komplexen Zahlen, hat/hätte man - verständlicherweise -  Probleme mit "vorher" und "nachher".Wieso sollte "Zeit" auf eine lineare Vorstellung begrenzt sein und nicht auch seine eigene Ebenheit oder auch gar Räumlichkeit besitzen? Siehe auch Kalikarpurada-Stotra. Aber selbstverständlich ist es ok, wenn Herr Gaudapada, Überlegungen gemäß "was wäre wenn" anstellt bzw angenommen der Standpunkt A wäre richtig und jenen Standpunkt verwirft, wenn er einen Widerspruch aus der Annahme, daß der Standpunkt A richtig wäre, herleiten konnte. Das gilt nunmal im Bereich der "normalen" "Entweder ja oder aber nein"-Logik und jene Argumentation wird im Bereich der Mathematik an vielen Stellen auch benutzt.)

17 Die Ursache, die man darlegt, kann nicht zur Ursache gemacht, erklärt, ernannt werden, wenn sie von der Wirkung herrühre. Wie kann die Ursache, die ihrerseits nicht begründet ist, unerklärt blieb, Quelle/ Geburtsstätte der Wirkung sein?

18 Wenn denn die Ursache von der Wirkung hervorgerufen werden täte und andererseits die Wirkung wiederum der Ursache entspränge, so frägt man sich doch, welcher von den Beiden denn zuerst gewesen wäre und auf welchen der Beiden das Entspringen, die Geburt des Anderen beruhe.

19 Die Unfähigkeit, auf die oben aufgeworfene Frage eine Antwort geben zu können, die Unwissenheit inbezug auf diese Angelegenheit und die Unmöglichkeit die Reihenfolge der Abfolge festlegen zu können, wenn man denn eine kausale Beziehungskette zuläßt/annimmt oder auch sich zu ihr bekennt, führt Weise klarerweise zur Doktrin von Ajati - oder auch Nicht-Schöpfung (... Samsara...) - und läßt sie das unter allen Umständen auch aufrechterhalten, beibehalten. (Anmerkung des Übersetzters: Eine grundsätzliche Unmöglichkeit eine Reihenfolge oder auch Abfolge angeben zu können, findet man in vielen Bereichen der Mathematik; bereits in der einfachen analythischen Geometrie - die mit der euklidischen Geometrie identisch ist -, die auf René Descartes - zurückgeht hat man das problem, daß man zwischne Vektoren keine größer-kleiner-Beziehung formulieren kann. Welcher Vektor  sollte denn größer bzw kleiner sein, wenn man zB (0,0,1) und (1,0,0) - als nunmal 2 korrekt formulierte und insofern existente Vektoren - miteinander zu vergleichen hätte?)

20 Die Veranschaulichung per Same und Sprößling ist etwas, was noch des Beweises bedarf. Die Veranschaulichung, Darstellung, dh der mittlere Ausdruck, der seinerseits noch unbewiesen ist, kann nicht dafür benutzt werden, um die Bewiesenheit einer Behauptung, eines Theorems zu begründen.

21 Die Unwissenheit bezüglich Vorrangigkeit und Abfolge von Ursache und Wirkung beweist klar das Nichtsein von Schöpfung (Ajati). Falls der Jiva (Dharma) wirklich geboren worden wäre, wieso kann man dann seine vorherige Ursache nicht klarmachen?

22 Nichts, wasauchimmer, wird - weder aus sich selber heraus noch von einer anderen Wesenheit - geboren. Nichts wird jemals geschaffen, weder Seiendes noch Nicht-Seiendes noch sowohl Seines als auch Nicht-Seiendes.

23 Die Ursache kann nicht von einer anfangslosen Wirkung her kommen; auch kann die Wirkung nicht vom einer anfanglosen Ursache herkommen. Das was ohne Anfang ist, ist notwendigerweise ungeboren/frei von Geburt.

24 Subjektives Wissen muß ein Objekt als dessen Ursache haben; ansonsten wird Vielfalt nicht-existent. Außerdem gilt, daß aus der Erfahrung von Schmerz, die Existenz äußerer Objekte, die von den dualistischen Schriften anerkannt wird, zugegeben werden muß.

25 Die Dualisten bestehen - aus der Kraft der Vernunft heraus -  darauf, daß es eine Ursache für subjektives Wissen geben müsse. Aber vom Standpunkt der wahren Natur der Dinge aus kommen wir zur Aussage, wonach die sogenannte Ursache schließlich doch keine Ursache ist.

26 Der Geist steht nicht in Beziehung zu äußeren Objekten oder auch zu den Ideen, geistigen Gebilden, die als solche Objekte erscheinen. Dies liegt daran, daß Objekte nicht-existent sind und daß die Ideen/geistigen Gebilde, die als äußere Objekte erscheinen, nichts anderes als geistige Aktivitäten, nicht-verschieden von Geist sind.

27 Der Geist tritt während keiner der drei Zeitperioden in die Kausalitäts-Beziehung ein. Wie kann er jemals einer Täuschung erliegen wo es für so eine Täuschung keine Ursache gibt?

28 Deshalb sind weder der Geist noch die Objekte, die vom Geist wahrgenommen werden jemals entstanden, geboren worden. Weil Brahman niemals was anderes ist als ungeboren, deshalb ist es Brahman auch nicht möglich etwas anderes zu sein als was es nunmal ist.

29 Die Ursache, nämlich Brahman, aufgrund derer der geburtslose Geist behauptet wird - und der gemäß der DualistInnen/~zwis davon geboren worden sei - ist selber ungeboren.

30 Wenn denn , was DualistInnen/~zwis bestreiten, die Welt ohne Anfang wäre, dann könnte sie nicht nicht-ewig sein. Moksha (Befreitheit) kann nicht ewig sein und zugleich einen Anfang haben. 

31-32 Falls eine Sache zum Anfang und am Ende nicht-existent  ist, ist es notwendigerweise auch in der Gegenwart nicht-existent. Die Objekte die wir sehen, sind wirklich wie Trugbilder, Illusionen, Fata-Morganas; trotzdem werden sie als wirklich betrachtet. Der Nützlichkeit der Objekte der Erfahrung im Wachzustand wird in den Träumen widersprochen; daher sind sie sicherlich unwirklich. Beide Erfahrungen haben einen Anfang und ein Ende.

33 Alle Wesenheiten, die in Träumen gesehen werden sind unwirklich, weil sie innerhalb des Körpers wahrgenommen werden. Wie ist es möglich, daß Dinge, Phänomene, die als existent wahrgenommen werden,  in Brahman - welches unteilbar und gleichartig ist - wirklich existent sind?

34 Es ist nicht vernünftig, den Standpunkt einzunehmen, daß ein träumendes Wesen  verrückt werden täte, aufgrund der Objekte, die von Ihm/ihr/zwi in den Träumen wahrgenommen werden, zu sehen wären; dies liegt an dem zeitlichen Zwiespalt, der zeitlichen Diskrepanz, die mit solch einer Reise verbunden ist. Außerdem findet er/sie/zwi sich, nach dem Aufwachen, nicht an den Plätzen wieder,  die er/sie/zwi in den Träumen sah.

35 Der/die/zwi Träumende erkennt, nach dem Aufwachen, die Illusionärheit der zB Konversationen, die er/sie/zwi mit FreundInnen, während des Träumens führte. Außerdem besitzt man/er/sie/zwi im Wachzustand nichts von alldem, das Er/was man während des Träumens erwarb.

36 Der Traum-Körper ist nicht-stofflich, weil der andere, dh der physikalische Körper - der davon verschieden ist - wahrgenommen wird. Analog zum Traumkörper sind alle Dinge, die vom Geist wahrgenommen werden, substanzlos/nicht-stofflich.

37 Wie wir inzwischen feststellen konnten ist die Erfahrung von Objekten in Träumen ähnlich der Erfahrung von Objekten im Wachzustand, wobei der Wachzustand als Ursache für die Traumerfahrung angesehen wird. Es liegt nur an jenen selber - welche Erfahrungen aus dem Wachzustand als die Ursache für die Erfahrungen des Traumzustands gelten lassen - , daß Erfahrungen im Wachzustand für wirklich gehalten werden können.

38 Von allen Wesenheiten wird gesagt, daß sie ungeboren seien, nachdem wir inzwischen zum Ergebnis kamnen, daß Geburt nicht als Tatsache eingeordnet werden kann. Es ist für das Unwirkliche/Nicht-Seiende vollkommen unmöglich vom Wirklichen/Seienden geboren zu werden, herzukommen.

39 Jemand der mit den Eindrücken nicht realer Objekte im Rahmen des Wachzustands angefüllt/ "überhäuft" wurde, sieht jene füllsamen Dinge auch in den Träumen. Aber im Wachzustand werden von jemand nicht die unwirklichen Objekte gesehen, die in Träumen gesehen wurden.

40 Das Nicht-Wirkliche, Nicht-Seiende kann nicht etwas anderes Nicht-Wirkliches, Nicht-Seiendes als seine Ursache haben; ebensowenig kann das Wirkliche/Seiende als seine Ursache das Nicht-Wirkliche/Nicht-Seiende haben. Wie völlig unmöglich ist es erst, daß das Wirkliche/Seiende die Ursache für das Nicht-Wirkliche/Nicht-Seiende sein könnte.

41 So wie eine Person, aufgrund von falschem Wissen,  im Wachzustand Objekte, deren Natur unerforschlich ist, handzuhaben scheint als wären sie wirklich, so nimmt so jemand auch im Traumzustand, aufgrund falschen Wissens, Objekte wahr, deren Existentsein nur im Traumzustand gegeben ist.

42 Weise Leute lehren Kausalität ausschließlich um deret willen, die in Angst vor Nicht-Schöpfung/Nicht-Erschaffenheit, - in Angst vor Schöpfung ist nur  "Samsara", in Angst/Sorge vor Schöpfung ist "nur" das Werk von Maya  - auf der Realität äußerer Objekte bestehen, weil sie solche Objekte wahrnehmen/wahrnähmen und außerdem weil sie sich an verschiedenerlei sozialer und religiöser Pflichten klammern.

43 Jene, welche Ajati (Nicht-Erschaffenheit, Nicht-Schöpfung) - weil sie Angst haben vor absoluter Nicht-Schöpfung/Nicht-Erschaffenheit und aufgrund ihrer Wahrnehmung äußerer Objekte - leugnen, werden nicht bewegt von dem Bösen, Schlimmen, das aus dem Glauben an die Schöpfung folgt. Dieses Böse, Schlimme, falls es irgendsowas gibt/geben sollte, ist nicht auschlaggebend, ohne Bedeutung.

44 So wie ein Elephant, der durch Zauberkunst (von einem/einer/einzwi ZauberkünstlerIn), hervorgezaubert/erfunden wird, für wahr gehalten wird, weil er als existent wahrgenommen wird und weil er dem Verhalten wirklicher Elephanten entspricht, so werden auch externe Objekte für wahr gehalten, weil sie als existent wahrgenommen werden und weil man darauf reagieren kann.

45 Es ist ausschließlich Bewußtsein, Vijnana, das erscheint als sei es geboren/geschaffen, als bewege es sich oder auch als würde es zu  Materie bzw als nähme es materielle Formen an. Aber dieses Bewußtsein ist wirklich stets ungeboren/ohne Anfang und Ende/nicht Zeitlichkeit unterworfen, unveränderlich und frei von den Charakteristikas von Materiellheit; es ist ganz und gar, durch und durch, stets und für immer Friede und nicht-dual.

46 Insofern ist Geist niemals  abhängig von Geborenwordensein, von Geburt. Alle Wesen sind ebenfalls frei, unabhängig von Geburt, Gebordenwordensein. Jene, die dies wissen, verfallen nicht falschem Wissen, falschen Anschauungen.

47 So wie eine Linie, die von einem brennenden Holzscheit, das bewegt wird, (....So wie die Aufruhrlinie von umherziehenden UnruhestifterInnen...)  gerade, gekrümmt odgl zu sein scheint, so erscheint Bewußtsein, wenn es in "Bewegung"  kam, wenn es in Regung geriet, als wahrnehmende Person, das Wahrgenommene und dererlei.

48 So wie das brennende Holzscheit, wenn es nicht bewegt wird, nicht in Bewegung ist, frei von allen Scheinbarkeiten ist und unverändert bleibt, so ist es auch mit Bewußtsein, das - wenn es nicht in Regung ist - frei von allen Erscheinungsweisen ist und nicht Veränderlichkeit unterworfen bleibt, das frei von allen Erscheinungen unbeweglich, unveränderlich, stets dasselbe ist.

49 Wenn das Holzscheit bewegt wird, werden die Erscheinungen, Erscheinungsweisen, die davon herrühren, als von nichts anderem als dem brennenden Holzscheit kommend, als von/aus nichts anderem kommend wahrgenommen. Wenn es ruht, ist es nicht so, daß jene  Erscheinungen das brennende Feuerscheit irgendwie verlassen haben und wo anders hingegangen wären und sie ziehen/treten auch nicht in das brennende Feuerscheit ein.

50 Die Erscheinungen entspringen nicht dem brennenden Feuerscheit, weil deren Natur nicht von der Art einer Substanz ist. Das überträgt sich entsprechend auf Bewußtsein  und zwar wegen der Ähnlichkeit der Erscheinungsweisen.

51 - 52  Wenn Bewußtsein mit der Idee von Aktivität in Verbindung gebracht wird, so wie das in den Wach- und Traumzuständen der Fall ist, so ist es so, daß die Erscheinungen die aufzukommen, zu resultieren scheinen von nichts anderem her rühren. Wenn Bewußtsein inaktiv, nicht-aktiv ist, so wie im Tiefschlaf, dann verlassen die Erscheinungen weder das nicht-aktive Bewußtsein und gehen woanders hin, noch verschmelzen sie damit. Die Erscheinungen entspringen nicht Bewußtsein, sie entstehen nicht daraus, da deren Natur nicht jene einer Substanz ist. Sie sind unbegreifbar, unverständlich, da sie nicht der Beziehung von Ursache und Wirkung unterliegen

54 So werden also äußere Erscheinungen (Objekte) weder vom Geist verursacht noch wird der Geist davon verursacht. Von daher, auch ab dem Erlangthaben dieser Einsicht halten nachdenkliche, aufmerksame  Leute am Prinzip der absoluten Nicht-Erschaffenheit, Nicht-Schöpfung fest.

55 Solange jemand sich an den Glauben an Kausalität klammert, wird so jemand Ursachen und davon  hervorgerufene Folgen entdecken. Aber wenn diese Vorliebe für, dieses Verhaftetsein in Kausalität sich abnutzt, indem Maße wie sie allmählich vergeht, wird Ursache und Wirkung nicht-existent.

56 Solange jemand sich an den Glauben an Kausalität klammert, wird sich Samasara weiterhin vor Ihm ausdehnen, entwickeln, ausbreiten. Aber wenn diese Vorliebe für, dieses Verhaftetsein in Kausalität allmählich vergeht, indem Maße wie sie sich abnutzt, wird Samsara zu etwas (aus) Nicht-Existentem.

57 Das gesamte Universum ist erschaffen durch falsches Wissen; deshalb ist nichts in ihm ewig, von Dauer. Alles, einsseiend mit der grundlegenden, letztendlichen sowie uranfänglichen Realität ist wiederum ungeboren, unerschaffen; insofern gibt es sowas wie Zerstörung, Auflösung nicht.

58 Den Jivas wird Geburt zugeschrieben, zugestanden; aber so eine Geburt ist vom Standpunkt der Realität aus nicht möglich. Deren Geburt ist wie das Entstehen, die Erschaffung eines illusionären, nur aus Täuschung heraus existierenden Objekts. Jene Illusion, Täuschung samt dem einer Täuschung-Erlegensein hat keine eigene Existenz aus sich heraus, ist insofern nicht existent.

59 Ein illusionärer Sproß entsteht aus einem illusionärem Samen. Dieser illusionäre Sproß besteht weder für immer noch ist er zerstörbar. Das ist auch anwendbar auf die Jivas, es gilt analog auch für Jivas.

60 Die Begriffsbildungen wie "von Dauer", "unbeständig" können nicht auf die nicht-entstandenen, ungeborenen Jivas angewendet werden. Was mit Worten nicht beschrieben werden kann, kann nicht nach ewig, "von Dauer", unbeständig, nicht von Dauer unterschieden, eingeordnet werden.

61-62 So wie in Träumen der Geist mittels Maya tätig ist, die Tätigkeiten des Geistes vollständig in und durch Maya stattfindet und die Erscheinung von Dualität sich einstellt, so ist der Geist auch im Wachzustand aufgrund von Maya tätig und die Erscheinung von Dualität stellt sich ein. Zweifelsohne ist es so, daß der Geist, der in Wirklichkeit nicht-dual ist, in Träumen dual zu sein erscheint.  Analog gilt zweifelsohne, daß das was nicht-dual ist, dh Atman, im Wachzustand erscheint, als wäre es dual.

63 Der/die/zwi Träumende, der/die/zwi in seinen/ihren/aero Träumen in alle 10 Richtungen unherwandert, sieht die gesamte Vielfalt an Jivas, die aus Eiern, aus Feuchtigkeit udgl geboren werden, zur Welt kommen.

64 Diese Wesenheiten, welche Objekte des Geistes des/der/ero Träumenden sind, existieren nicht losgelöst, unabhängig, getrennt von dessen/deren/dero Geist.  Analog ist der Geist des/der/aero Träumenden nichts anders als ein Wahrnehmungsobjekt des/der/aero Träumendem/~n/~o.

65-66 Ein Mensch im Wachzustand, /der/die/aero in seinem/ihrem/aero Wachzustand in alle 10 Richtungen umherwandert, sieht die gesamte Vielfalt an Jivas, die aus Eiern, aus Feuchtigkeit udgl geboren werden, zur Welt kommen. Sie sind die Objekte des Geistes des Menschen im Wachzustand und existieren nicht losgelöst, unabhängig, getrennt davon. Analog ist der Geist eines Menschen im Wachzustand nichts anders als dessen Wahrnehmungsobjekt.

67 Sowohl der Geist als auch die Jivas sind jeweils Objekte der Wahrnehmung des jeweils Anderen, sind Objekte der wechselseitigen Wahrnehmung. Kann der Eine ohne dem Anderen existieren? Die Antwort weiser Menschen liegt in der Verneinung. Es gibt keine Evidenz, keine offenbare Wahrheit der Existenz des Einen ohne dem Anderen; sie werden nur wechselseitig durch den jeweils Anderen wahrgenommen.

68-70 So wie der Traum-Jiva erscheint und verschwindet, so erscheinen und veschwinden auch diese Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden. So wie der Jiva, der von einem Magier hervorgezaubert wird, "existent" wird und verschwindet, so erscheinen und verschwinden die Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden, wieder. So wie ein künstlicher Jiva "existent" wird und wieder verschwindet, so erscheinen und verschwinden auch die Jivas, die im Wachzustand wahrgenommen werden, wieder.

71 Kein Jiva wird jemals existent.  Es gibt keine Ursache die ihn hervorbringen, zur Folge haben könnte. Die höchste, letztendliche Wahrheit ist, daß nichts jemals geboren wird.

72 Die Welt der Dualität, die als existent wahrgenommen und durch eine Subjekt-Objekt-Beziehung charakterisiert, dargestellt wird, ist wahrlich eine Bewegtheit des Geistes. Nochmals, der Geist hat, vom Standpunkt der Wirklichkeit aus betrachtet, keinen Kontakt mit irgendeinem Objekt. Daher wird einem versichert, daß er ewig und ungebunden, frei ist.

73 Das was aufgrund der Macht, Stärke falschen Wissens, auf der Basis von Einbildung, Täuschung, Getäuschtheit "existiert", existiert in Wirklichkeit nicht. Nochmals, das, dem nachgesagt wird, daß es existiere, weil es mittels der Stärke, Angesehenheit anderer Lehrinstitutionen, Gedankenkonstrukte, Lehrmeinungen gepflegt, propagiert, zum Modernen erhoben oder auch vorgeschoben wird, existiert in Wirklichkeit nicht.

74 Atman wird, vom Standpunkt falschen Wissens aus, das auf Einbildung, Täuschung, Getäuschtheit beruht , geburtslos (aja) genannt; In Wirklichkeit ist Atman nicht einmal geburtslos, ungeboren, anfangslos. Der ungeborene Atman wird, gemäß der Sichtweise falschen Wissens, das von anderen Lehrinstitutionen, Lehren gepflegt und gefördert wird, als geboren, entstanden bezeichnet.

75 Leute klammern sich fest an die Idee der Unwirklichkeit, dh Dualität. Aber so eine Dualität gibt es nicht. Jemand, der die Abwesenheit von Dualität verwirklicht hat, wird nicht wieder geboren, nicht wiedergeboren, ensteht nicht mehr, hat keinen Anfang mehr, weil dann kein Anlaß, keine Ursache für seine Geburt  bleibt.

76 Wenn der Geist keine übergeordnete, untergeordnete oder auch nebengeordnete           Ursache findet, wird er frei von Geburt. Wie kann es eine Wirkung ohne Ursache geben?

77 Die Geburtslosigkeit, Anfangslosigkeit des Geistes, welche frei ist von Manifestation und kausler Wechselbeziehung, ist absolut und dauerhaft, beständig, unerschütterlich. Dualität - dh der wahrnehmende Geist und dessen Objekte - ist nämlich lediglich eine Objektivierung, Vergenständlichung des Geistes.

78 Das Verwirklichen der Abwesenheit, des Nichtseins von Kausalität ist grundlegende, elementare Wahrheit und keine weitere Begründung für Geburt findend, erreicht man jene Verfassung, jene Seinsweise welche frei ist von Sorgen, Verlangen und Angst.

79 Aufgrund von Verknüpftheit mit bzw Gebundenheit an unwirkliche Objekte befaßt sich der Geist fortgesetzt mit solchen Objekten, verfolgt der Geist solche Objekte. Aber er kehrt zu seinem reinen bzw in seinen reinen Zustand zurück, sobald er Nicht-Verknüpftheit, Ungebundenheit, Nicht-Verhaftetsein, Nicht-Vorliebe - damit befaßt seiend deren Unwirklichkeit zu realisieren - erlangt.

80 Der Geist, der von aller Verknüpftheit, Gebundenheit, allem Verhaftetsein bzgl. sämtlicher äußerer Objekte befreit ist und von neuerlichen Objekten nicht zerstreut, gestört, abgelenkt wird, erlangt die Seinsweise der Unwandelbarkeit. Weise erkennen so einen Geist als eins mit Brahman, als Brahman seiend. Er ist nicht verfeinert, er ist geburtslos und nicht-dual.

81 Die geburtslose, traumlose und schlaflose Realität zeigt sich selber durch sich selber; dieses Dharma (Atman) ist nämlich, aufgrund seiner eigenen, bloßen Natur selbstleuchtend.

82 Der/die/zwi/das Lord (Atman) wird duch Verknüpfung, Verbindung mit bzw Verhaftung an bzw Sympathie, Unterstützung für die einzelnen Objekte leicht verborgen und es erfordert nicht selbstverständliche, großartige Bemühungen, Befleissigungen - dh da sind große, ver-flixte Schwiergkeiten (Anm: ua Täuschungen, Irrtümer, falsche Vorstellungen, Unmögliches für Möglich halten), die dem entgegenstehen -, ihn zum Vorschein zu bringen.

83 Die Unwissenden mit ihrem kindischen Geist verdecken, verschleiern in Wirklichkeit Atman indem sie bzgl. Atman Eigenschaften wie "Existenz", "Nicht-Existenz", sowohl "Existenz als auch Nicht-Existenz"  und "totale Nicht-Existenz"  behaupten und diese Charakterisierungen aus Vorstellungen von Veränderung, Unbeweglichkeit, einer Kombination aus Veränderung und Unbeweglichkeit, oder auch absoluter Negation herleiten und diese in Zusammenhang bringen mit Atman.

84 Dies sind die vier Theorien betreffs Atman, die, wenn man jenen verhaftet ist/sich an sie bindet, Atman der eigenen Sicht für immer verborgen sein lassen. Wer den/die/zwi/das Lord als stets von jenen unberührt bleibend weiß, weiß tatsächlich alles.

85 Was bleibt für jemand noch zu wünschen übrig, der den Zustand eines Brahmin - einen Zustand völlig umfassenden Wissens und Nicht-Dualität, der ohne Anfang, Mitte und Ende ist - erlangt hat?

86 Die Bescheidenheit (vinaya) der Brahmins ist natürlich. Deren Ruhe, Gelassenheit (sama) ist ebenfalls natürlich. Desweiteren stellt sich die Kontrolliertheit, Beherrschtheit der Sinne (dama) auf natürliche Weise bei ihnen ein. Jemand, der Brahman verwirklicht hat, erlangt Frieden.

87 Vedanta erkennt klar den gewöhnlichen Wachzustand in welchem Dualität, bestehend aus Objekten und der Idee damit in Kontakt zu gelangen, eingeräumt wird. Es erkennt auch klar einen noch gewöhnlicheren Zustand, den Traumzustand, in welchem die Dualität - bestehend aus Objekten und der Idee, damit in Kontakt zu gelangen - erfahren wird, obwohl dererlei Objekte nicht existieren.

88 Weise Personen erkennen einen weiteren Zustand in welchem weder Objekte noch Ideen bezüglich derselben existieren. Dieser Zustand ist jenseits aller empirischer Erfahrungen. Sie beschreiben die drei wie folgt: Wissen, die Objekte des Wissens - dh die drei Zustände - und das absolut Wissbare, dh die elementare, grundlegende Realität.

89 Wissen und das 3-fach Wißende - eines nach dem Anderen -  verstanden habend, gelangt der Wissende mit Unterstüzung durch erhabenen, kritischen Intellekt selbst schon in diesem Leben und überall (Anm.: bzgl überall) den Zustand umfassenden Wissens.

90  Man sollte schon von Anfang an mit vier Dingen vertraut sein; dies sind die Folgenden: Die Dinge, die zu vermeiden sind; das Ziel, das es zu erreichen gilt; die Diszipliertheiten, die zu kultivieren sind, die man sich zuzulegen hat und des Weiteren die Vorlieben, die man aufzugeben  hat, die Neigungen deren Anziehungskraft man zu überwinden hat,  gewisse Absichten, die man aufzugeben hat, Tendenzen, die man wirkungslos zu machen hat, denen man den Nährboden zu entziehen hat, Hinwendungen, die man zurückzuweisen hat.

91 Alle Atmans (Dharmas) muß man durch ihre eigentliche, wahre Natur als anfangslos und unverhaftet, unverknüpft wie Akasha wissen . Da gibt es nicht  - auch nicht auf die geringste Art und Weise und ebensowenig  irgendwann-wann-auch-immer  - den geringsten Spielraum.

92 Alle Jivas sind, aufgrund ihrer eigentlichen, wahren Natur,  von Anfang an erleuchtet, aufgeklärt. Es kann niemals irgendeinen Zweifel an ihrer Natur geben. Nur jemand,  der  - aufgrund dieses Wissens, der diesen Wissen erlangt hat - ruht ohne nach weiterem Wissen zu verlangen, zu suchen, ist in der Lage Unsterblichkeit zu bekommen, zu gewinnen, zu erreichen.(Anm: Da gibt es in der Bhagavad Gita eine  Stelle - so ähnlich wie -: "Wer diesen Zustand erlangt hat und nur für diesen gilt Ruhe ist der Weg"; auch im Yogavasishta kommt im Zusammenhang mit König Janaka eine ähnliche Lehre, Erwähnung vor: "Jene, die das Gemüt durch das Selbst zur Ruhe gebracht haben, finden das Glück im Verweilen")

93 Die Jivas sind, unmittelbar von Anfang an und aufgrund ihrer wahren, eigentlichen Natur, nichts als Friede, ungeboren und völlig frei. Sie sind charakterisiert von Gleichheit und Nicht-Zerteiltheit. Der ungeborene Atman ist stets gefestigt in, ruht in Gleichheit und Reinheit.

94 Jene, die stets im Bereich von Getrennheit, Zergliedertheit unterwegs sind,  können die Reinheit von Atman - Atman so wie und was Atman nunmal ist - nicht erreichen, sich dessen nicht bewußt werden, nicht begreifen. Ihre Geister sind dem Zerteilen, Unterschied machen und Auseinanderentwicklen zugeneigt und sie machen die Zergliedertheit des Atmans geltend. Deshalb werden sie als eng-stirnig und kleingeistig bezeichnet.

95 Nur jene dieser Welt werden höchste Weisheit gewinnen, die fest stehen in ihrem Überzeugtsein, ihrer inneren Gewißheit  von Gleichheit und Geburtslosigkeit (Anm.: sowie Fruchtlosigkeit) des Atman. Gewöhnliche Menschen begreifen deren Weg sowie Art und Weise nicht.

96 Wissentheit, welche die eigentliche Essenz der ungeborenen Jivas ist, wird selbst als ungeboren und  unverknüpft, beziehungslos bezeichnet. Dieses Wissen wird als unverknüpft, unverhaftet, nicht angefügt dargestellt, nachdem es mit keinem anderen Objekt verbunden oder auch verwandt ist.

97 Jenen unwissenden Menschen geht dessen ewiger unverknüpfter, unabhängiger Charakter verloren, die glauben, daß Atman von seiner eigentlichen Natur auch nur im Mindesten abweichen, sich abtrennen, abirren könnte. In jenem Falle ist die Zerstörung des Schleiers, der Maske kein Thema.

98 Alle Jivas sind stets frei von Gebundenheit und aufgrund ihrer eigene Natur rein. Sie sind schon vom Anfang an erleuchtet, aufgeklärt. Dennoch sagen die Weisen über die Jivas, daß sie fähig sind/seien die entscheidende, elementare Wahrheit zu wissen, zu kennen.

99 Das Wissen der weisen Wesen, welches völlig licht ist, ist niemals an irgendein Objekt gebunden. Sowohl  alle Jivas als auch alles Wissen sind stets nicht an Objekte gebunden. Dies ist nicht der Blickwinkel Buddhas.

100 Wenn wir das  - allerdings nicht unaufwendig, nicht gerade mir-nichts-dir-nichts  aber gründlich-umfassende, geburtslose, immer gleich bleibende, völlig lichte und von Vielheit freie  -  zu erlangende Wissen der grundlegenden, elementaren Wirklichkeit erworben, wahrheitsgemäß begriffen haben, heißen wir es so gut wir können willkomen, ziehen wir vor Ihm so gut wir können unseren Hut.

Aum. Friede! Friede! Friede!



Abschließende Grußworte vom Shankaracharya [in der Mandukya Upanishade]

Ich grüße Brahman, ich heiße Brahman willkommen, mir ist Brahman willkommen,    Brahman, das die Angst derer überwindet, auflöst, die bei Ihm Zuflucht suchen, bei         Brahman - das, aufgrund seiner magischen, täuschenden Kraft -  obwohl ungeboren seiend erscheint als wäre es mit Geburt verknüpft; Brahman, welches, obwohl unbeweglich erscheint als unterläge es Veränderlichkeit, sich zu bewegen scheint; und welches, obgleich nicht-dual, scheinbar viele Formen angenommen hat für jene, deren Sichtweise und Anschauung getäuscht wird durch die Wahrnehmung einer Vielzahl an Objekten und Eigenschaften.

Ich grüße Brahman, ich heiße Brahman willkommen, mir ist Brahman willkommen.      Ich drücke zu Füßen des Lehreres meines Lehrers  meine Ehrerbietung, Bewunderung und Verehrung für den Bewundernswertesten unter den Bewundernswerten aus, der   - aus reinem Mitleid für die Wesen heraus in den tiefen Ozean dieser Welt tauchte, in diese Welt, die von den schrecklichen, sozusagen, Haien unaufhörlicher Geburten und Todesfälle heimgesucht wird und der - , zum Nutzen, Vorteil für alle Wesen, diesen Nektar rettete, diesen Nektar, an den sogar von den Unsterblichen nur schwer heranzukommen ist, den er von den verborgensten, geheimsten Tiefen des Ozeans des Vedas aus rettete, sicherte, in dem er sie mit seiner Meßlatte des erleuchteten Weisheitszustandes durcharbeitete.

Ich drücke meine, aus meinem ganzen Wesen kommende, Bewunderung für diese der Tugendhaftigkeit dienenden Füße, für die Tugendhaftigkeit  -  welche die Ketten der Geburten und Wiedergeburten lösten -  meines eigenen großartigen Lehrers aus, der durch das Licht seiner erleuchteten Weisheit die Täuschung beseitigte/überwand, die meinen Geist umfing, einhüllte, vernebelte; für diese der Tugendhaftigkeit dienenden Füße, für die Tugendhaftigkeit meines eigenen großartigen Lehrers, der für immer meinem Erscheinen und Verschwinden in diesem schrecklichen Ozean unzähliger Geburten und unzähligem Sterben ein Ende bereitete; meinem großartigen Lehrer, der auch alle Anderen befähigt, zu seinen Füßen Zuflucht zu nehmen und allzeitwahres, niemals und unter keinen Umständen falsch-werdendes Wissen über die Schriften, den Frieden sowie den Zustand vollkommener Nicht-Zerstreutheit, Nicht-Abgespaltenheit, Nicht-Verlorenheit in Vielfältigkeiten aller Arten zu erwerben, zu erlangen.

(überarbeitet vom ca 25.6.2019 bis ca 4.7.2019; abermals am 4.10.2019)

Anmerkung des Übersetztes zu Hrn. Gaudapada's Vers 9 zu Mandukya-Upanishade I-VI:

Herr Echnaton, damals Pharao von Ägypten, der Begründer/"Erfinder" des Ein-Gott-Glaubens, nannte das Strahlen, den Glanz der Sonne "Aton"; darin sah Er das Göttliche; nicht in der Sonne sah Er Gott, sondern im Strahlen, im Glanz des Seins der Sonne erblickte Er Gott. (Siehe 50 Klassiker, Religionen, Peter Köhler, Gerstenberg-Verlag, ISBN 978-3-8369-2617-1, Seite 18: "Gewiß ist Jahwe nicht Aton, aber dass Echnaton die sichtbare Sonnenscheibe als Erscheinung einer in Wahrheit unsichtbaren Kraft verehrte,die als >>innere Glut des Atons<<, als ewige lebensspendende Kraft, der eigentliche Adrressat des Gebets war, deutet auf eine spirituelle Tradaitionslinie, die zum unsichtbaren Gott der Israeliten führt." bzw auf Seite 14/15 ..."- er nahm die Sonnenscheibe als das eine sichtbare Zeichen der nur scheinbar verschiedenen Sonnengottheiten und erhob Aton zum obersten und schließlich zum einzigen Gott" und auf Seite 15:"Ganz unvorbereitet kam das nicht. Schon Echnaton Vaters Amenhotep III hatte einen Sonnentempel errichtet und den Beinamen >>leuchtende Sonnenscheibe<< geführt. Auf Seite 19 schließlich noch, in der Ruprik 'Auf den Punkt gebracht': "Der einzige Gott soll fortan Aton sein, die Sonne, oder genauer: die von ihr ausgehende unsichtbare Kraft."


Anmerkung des Übersetzters zu Gaudapada's Kaurika Kapitel II, Vers 5:                   Siehe René Descartes, "Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie", ISBN 987-3-86820-327-1, NIKOL-Verlag:                                                                              

Seite 30: "Alles nämlich,was ich bis heute für das Allerwahrste hingenommen habe, empfing ich unmittelbar oder mittelbar von den Sinnen; diese aber habe ich bisweilen auf Täuschungen ertappt, und es ist eine Klugheitsregel, niemals denen volles Vertrauen zu schenken, die uns auch nur ein einziges mal getäuscht haben".....                                 

Auf Seite 31 findet man: "Bin ich nicht ein Mensch, der nachts zu schlafen pflegt und dann alles das und oft noch viel Unglaublicheres im Traum erlebt, wie jene im Wachen? Wie oft aber erst glaube ich nachts im Traum ganz Gewöhnliches zu erleben; ich glaube hier zu sein, den Rock anzuhaben und am Ofen zu sitzen - und dabei liege ich entkleidet im Bett!   Jetzt aber schaue ich sicherlich mit ganz wachen Augen auf dieses Papier. Dieses Haupt, das ich bewege, ist nicht vom Schlaf befangen. Mit Überlegung und Bewußtsein strecke ich diese Hand aus und habe Empfindungen dabei. So deutlich würde ich nichts im Schlafe erleben!   Ja, aber erinnere ich mich denn nicht, daß ich auch schon von ähnlichen Gedanken in Träumen getäuscht worden bin? Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf  vom Wachen unterscheiden kann, und dies macht mich so stutzig, daß ich gerade dadurch fast in der Meinung bestärkt werde, daß ich schlafe....


Anmerkungen des Übersetzers zu "Kapitel IV  von Gaudapa's Karika - Alatasanti Prakarana (Das Kapitel über das Zur-Ruhebringen des Unruheverursachenden)":

Vers 30:

Man vergleiche dazu zB die Ausführungen in Kapitel III, Verse 18, 19 und 20.

Vers 33:

Die "Weiße Frau" - siehe religiöser Taoismus - gilt als eine der 8 Unsterblichen im religiösen Taoismus und würde hier evtl. widersprechen, wenn es sie denn geben sollte; sie war, so heißt es - zB im Buch von John Bowker, ISBN:978-3-8310-9057-0, "Religionen der Welt" -  Asketin und kam nicht so recht voran; da erschien Ihr im Traum ein heiliges, vollkommenes Geistwesen und führte sie fortan und schließlich/allmählich habe sie die Unsterblichkeit "erlangt" und erstaunliche Fähigkeiten obendrein; auch "prophetische Träume", welche - zB sowohl vom Alten als auch Neuen Testament - als wirklich vorkommende Phänomene anerkannt werden, scheinen dem zu widersprechen, was Herr Gaudapada hier als Argument vorbringt. Insofern sollte man hier schreiben    :... Alle Wesenheiten, die in Träumen gesehen werden sind zweifelsohne unwirklich, sofern nicht jemand eine Existenz außerhalb seines Körpers, körperunabhängig  hat, auf der Basis wovon Er von "irgendwelchen höher gestellten, erleuchteten, guten Wesen" belehrbar ist/wäre. Die Dualisten, wie zB in den Vesen 17-20 des Kapitels III des Kommentars dargestellt wird, gehen nunmal davon aus, daß das anfangs-und endlose Brahman  zu dem Jiva - mit Anfang und Ende - werde und dieser Jiva ein im Körper Wohnender wäre - vgl Karika Kapitel II, Vers 1, Kapitel III, Vers 9 und Kapitel III Vers 12 -....) Im Brandhorst Museum in München war einmal eine Darstellung des Themas der "Weißen Frau" zu sehen und zwar mit Mitteln der Film-Kunst auf vielen Bildschirmen mit künstlerischer Zeitversetzung, sodaß es am anderen Bildschirm in räumlicher Entfernung weiterging, was auf dem einen Bildschirm gerade endete, wohingegen es auf dem ersteren Bildschirm mit etwas anderem wieder anfing. Wiederholt ging es um Ertrinkende, die von der "weißen Frau" auf wunderbare Weise gerettet wurden.

Vers 34:

Auch Tiere träumen; so gibt es Dokus, wonach zB Hunde während eines seitlich liegenden Schlafens, plötzlich anfingen mit den Beinen zu rennen und gleichzeitig immer wieder nach etwas zu schnappen, was für die Beobachtenden aus der "realen" Welt des "Wachens", gar nicht existent war...

Vers 61-62:

(Anm. des Übersetzers: Auch René Descartes wies in seinen Überlegungen explizit daraufhin, daß der Geist unteilbar sei. - Siehe René Descartes, Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie, NIKOL, ISBN 978-3-86820-327-1. Auf  Seite 24 heißt es: "..Dieser Schluß wird in der sechsten Betrachtung gezogen und wird daselbst noch dadurch bestätigt, daß wir alle Körper als teilbar, den Geist dagegen oder die menschliche Seele nur als unteilbar auffassen. In der Tat können wir ja von keinem Geist eine Mitte vorstellen, wie wir es bei jedem noch so kleinen Körper können"......)

Anmerkung des Übersetzters zu "Abschließende Grußworte vom Shankaracharya [in der Mandukya Upanishade]":  Mit Shankaracharya kann hier eigentlich nur Shankara, der bisweilen auch als der "1. Shankaracharya" bezeichnet wird, selber gemeint sein. Es war schließlich Yogi Govinda der Lehrer von Shankara und der Lehrer von Yogi Govinda war wiederum Gaudapada. Außerdem schrieb er einen Kommentar zu Gaudapad's Kommentar zur Madukya-Upanishade. (Siehe etwa, das, notabane, bereits eingangs erwähnte Buch:
 


Mandukya Upanishad With Gaudapada's Karika and Shankara's Commentary (Englisch) Taschenbuch – 1. Januar 2006
von Swami Nikhilananda (Autor), 320 Seiten, 6.Auflage, auf Englisch, ISBN-10: 8175050225   

Zu erwähnen ist an dieser Stelle der Anmerkungen auch was Prof Deussen betreffs des "Yoga von Gaudapada" zu sagen weiß:


  • WEBig__Gaudapada_s_Yoga__Tl1

  • WEBig__Gaudapada_s_Yoga__Tl2_1

  • WEBig__Gaudapada_s_Yoga__Tl3







                                                                                                              

Anm. des Übersetzers:

0)

Fortsetzung folgt

1) Professor Eknath Easwaran erwähnt in seiner Ausgabe der Upanishaden               (ISBN-Nummer jenes Buches: ISBN 978-3-442-21826-4 WG 2927; die zitierte Stelle findet sich auf Seite 105, in seinen Anmerkungen zur Kena-Upanishade) jene Theorie, wonach "vedische Mantren" keine Bedeutung haben ("anartha mantra"). Die sachlich-abstrakte Mandukya-Upanishade und die entsprechend sachlich, intellektuell-abstrakte, pur wahrheitsorientierte Sprache von Gaudapada, wie sie sich in seinem Kommentar "Karika" zeigt, widersprechen der Möglichkeit, sich jenem Wissen in nicht-religiöser Weise nähern und es "erwerben","realisieren" zu können, kaum.

Prof. Easwaran schreibt zu "AUM" im Glossar auf Seite 422: "OM  Der >> nicht angeschlagene Ton<<, der in tiefer Meditation vernommen werden kann; das heilige Wort, das Brahman bezeichnet." Wenn jemand "mantra-singend" "AUM" rezitiert, so ist das vergleichbar mit Fr. Deva Premal's "Chitananda", wo sie "Shankara's Lehre in 6 Versen" singt; es geht bei AUM-Rezitieren also offenbar um "Brahman".

John Bowker schreibt in seinem Buch "Religionen der Welt" (ISBN 978-3-8310-9057-0) auf Seite 21 "Om oder Aum ist der Urlaut der Schöpfung und aller Meditationsformeln. >>3<< ist die Dreifaltigkeit der Götter der Schöpfung, Erhaltung und Zerstörung; >>O<< bezeichnet die Stille beim Erreichen von Brahman".

Die übliche Lehre, wonach wennimmer etwas entsteht/entstünde, der vorherige Zustand sich auflösen müßte, eine neuer Zustand entstünde und das was dafür sorgte, daß der vorherige Zustand nicht fortdauerte, die Auflösung und das Neuentstehen zulassen müßte, kann sehr wohl auch nicht-religiös formuliert und gedacht werden.

Indem auch Herr Bowker die Schreibweise von "Aum" als "Om" (2 Buchstaben dann ja "nur"!) zuläßt, zeigt sich, daß die nicht-religiöse Herangehensweise kein "Verschleiern" eines hinduistischen Hintergrunds darstellen kann; die Schreibweise "Om" würde ja jene "3-Heit", wie sie Herr Bowker selber darstellte, "verschleiern" und Herr Bowker fände das anscheinend "tolerierbar" bis ok.

In Gaudapada's Kommentar finden sich nunmal keinerlei religiöse Ausführungen; es ist jene andere Herangehensweise, die aus der Sichtweise der Realisation von Atman, Brahman gut-genug ist. Er geht mit jener 3-Heit von "Aum" sehr sachlich um.

Nachdem es in der Mandukya-Upanishad und im Kommentar von Gaudapada wesentlich auch um AUM geht, sei nicht verschwiegen, daß es im Zusammenhang mit "Aum" allerlei zu finden gibt und schönes Rezitieren hat zweifelsohne etwas Angenehmens, wenn's jemand nunmal mag. Aber was Andere zu "Aum" zu sagen haben, ist nunmal deren Angelegenheit. Auch über Jesus Christus gibt es allerlei unterschiedliche Auffassungen und Darstellungen; die eigene Auffassung zu vertreten, heißt nicht, daß man verschleiert, daß es auch andere Auffassungen gibt; zu Jesus Christus gibt es bekanntlich auch sehr nicht-religiöse Auffassungen und Darstellungen.

2) Ein sehr schön gesungenes "AUM" konnte man früher beim Anklicken der Begrüßungsseite von Badrinath Temple Commitee hören. In "gallery" findet man dort auch eine Ruprik "Audio", aber sie ist erst noch in Bearbeitung; evtl wird's dann dort dann ja mal wieder hörbar sein.

3) "Hari Aum" in musikalisch-künstlerischer Version findet man ua bei Mohani Heitel ("Healing Power of Mantras"), Deva Premal (auf der CD "Embrace"; hier allerdings kombiniert mit einem "Shiva AUM", was leider nicht ganz zum sachlich-nichtreligiösen Madukya-Upanishad und Gaudapa's ebenso sachlich-unpersönlich-"wissenschaftlich-nüchternen" Kommentar paßt bzw zu passen scheint; nunja "künstlerische Freiheit" oder auch anderer Blickwinkel, anderer "Ansatz", anderer "Zugang"). Ein sehr schön, langgezogen gesungenes "AUM" findet sich am Ende von "Devi Prayer", gesungen von Anuradha Paudwal, was aber als Hörprobe bei amazon, da ja am Ende des "Songs", nicht verfügbar ist.

a) Mohani Heitel singt in diesem Song  ausschließlich "Hari AUM" :

https://www.amazon.de/Healing-Sounds-Mantras-Music-Book/dp/B01B094NYI/ref=sr_1_6?keywords=mohani+heitel&qid=1570195509&sr=8-6

 

...."mohani heitel" Die heilenden Klänge der Mantras 1. Juli 2015 ... Dhiyo Yo Nah Prachodayat/Hari Om] ...

.....Mohani Heitel | Mantra Mohini - The healing powers of ...

 


b)

Hari Om Shiva Om - Deva Premal: Amazon.de: Digitale Musik ...

 

https://www.amazon.de/Hari-Om-Shiva/dp/B001SWKE78

Deva Premal- Hari Om Shiva Om - Hindu Mantra - YouTube

 

Hörprobe: https://www.amazon.de/Hari-Om-Shiva/dp/B001SWKE78


c) Das folgende  Rezitieren des Sama-Veda beginnt ebenfalls mit "AUM"; das betreffs "Aussprache":

https://www.youtube.com/watch?v=emKzULWBjr0

d) "AUM" am Ende von "Devi-Prayer" von Anuradha Paudwal; es gilt analog dasselbe wie bei Deva Premal; dieser Link wurde hier betreffs der Aussprache vom "AUM" eingefügt; ansonsten geht es in diesem Song um die 108 Namen von "Devi":

https://www.amazon.de/Devi-Prayer/dp/B002HUAVH8

Hörprobe: https://www.amazon.de/Devi-Prayer/dp/B002HUAVH8


(Links vom 13.12.2017)

Anmerkung zu diesen Linkangaben:

Diese Linkangaben heißen nicht, daß ich empfehle, damit zu meditieren, herumzuexperimentieren usw; sie sind zur Information gedacht und sie sind nunmal leicht findbar und allgemein verfügbar. 


deutschsprachige Literatur im Zusammenhang mit Gaudapada:

Im Lüchow-Verlag erschien eine Übersetzung aus dem Italienischen: "Gaudapa, Mandukyakarika, Jenseits von Shivas Tanz, mit einem Kommentar von Raphael", ISBN 3-932761-05-7, 1.Auflage 2001, Aus dem Italienischen von Gruppo Kevala.

Bei "Yoga Kosmos" erschien eine Übersetzung ins Deutsche von Egbert Richter-Ushanas: Mandukya-Upanisad mit Gaudapadas Karika von Egbert Richter ...https://yogakosmos.de/produkt/mandukya-upanisad-mit-gaudapadas-karika-von-egbert-richter-ushanas/
vollständiger Titel: Das Stillhalten der Fackel – Mandukya-Upanisad mit Gaudapadas Karika. Aus dem Sanskrit übersetzt und erläutert von Egbert Richter-Ushanas, aus dem Jahre 2011, ISBN: 9783883091501, 71 Seite





avyAkRta

undeveloped

  unentwickelt

अव्याकृत

adj.

avyAkRta

unexpounded

das Wort gibt's nicht, es soll wohl "unerklärt" bedeuteten

अव्याकृत

n.

avyAkRta

considered as one with the substance of brahma

  es wird als einseiend mit Brahman betrachtet

अव्याकृत

n.

avyAkRta

elementary substance from which all things were created

ursprüngliche, grundlegende, elementare Substanz aus der heraus alle Wesen geschaffen wurden/entstanden sind