Irrtum und Wahrheit
"Seil und Schlange", total verpfuschtes Leben -muß das sein?

Kali-Karpūrādi-Stotra gesungen von Prema Rengarajan

       Titel:                                             Sri Kali            
      Künstler:                                     Prema Rengarajan            
      Album:                                         Dasamaha Vidya Stotrani            
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https://www.youtube.com/watch?v=fvjWmWFgUzM, ab Minute 1:37





Bei u.a. https://sacred-texts.com/tantra/htk/htk00.htm , https://www.vedicbooks.net/hymns-goddess-hymn-kali-p-8744.html, https://mail.sacred-texts.com/wmn/index.htm findet man die folgende Hymne, die es anscheinend auch im Rahmen eines Buches gibt, zB >> Hymns to the Goddess and Hymn to Kali , Sir John Woodroffe (Arthur Avalon), ISBN: 9788185988160, 2001, in Englischer Sprache, mit viel Kommentaren versehen, sodaß jene über 300 Seiten dann herauskamen; ebenso findet man anscheinend bei

https://www.ibpbooks.com/hymns-to-the-goddess-and-hymn-to-kali/p/37075 ein Buch, in welchem dieses Stotra als eigenes Buch enthalten ist.



Hymn to Kālī 

Karpūrādi-Stotra

BY

ARTHUR AVALON

(Sir John Woodroffe)


WITH INTRODUCTION AND COMMENTARY

 BY 

VIMALĀNANDA-ŚVĀMĪ

(Tantrik Texts Series, No. IX)

London, Luzac & Co.,

[1922]

Scanned  at  sacred-texts.com,  June  2007.   

This text is in the public domain in the United States   because it was published prior to January 1st,1923. These files may be used for any non-commercial purpose, provided this notice of attribution is left intact in all copies.  

Übersetzung des obigen Hinweises in Deutsche (ohne Gewähr): Hymne an Kali Karpuda-Stotra    von Athur Avalon (Sir John Woodroffe) Mit einer Einleitung und einem Kommentar von Swami Vimalananda (Serie der Tantrischen Texte, Nummer IX) London, Luzac & co [ 1922 ] Gescannt von „Sacred-texts.com“ im Juni 2007.

Dieser Text ist Teil der „public domain“ der Vereinigten Staaten von Amerika, weil der Text vor dem 1. Januar 1923 veröffentlicht wurde. Diese Dateien dürfen für jegliche nicht-kommerzielle Zwecke benutzt werden, sofern diese Anmerkung als Hinweis bzgl der Nutzung in allen Kopien in funktionabler, diese Nutzungsbeschränkung korrekt wiedergebend, enthalten ist.  


Hinweis des Übersetzers: Zum Orginal-Text gehört ein ausführlicher Kommentar; aus Gründen von dessen Länge, kann ich jenen – er ist keinesfalls uninteressant - allenfalls erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt ins Deutsche übersetzen. Die Übersetzung der Verse folgt alsbald noch, so einer nach dem Anderen:

 HYMN TO KĀLI

(Karpūrādi-Stotra)

 


VERSE 1   O  MOTHER  and  Spouse  of  the  Destroyer  of  the  three  cities, they  who  thrice  recite Thy Bīja formed by omitting from Karpūra,  the middle and last consonants  and the vowels,  but adding Vāmākṣī and  Bindu,  the speech of such, whether in  poetry and prose,  like that of men who have attained all powers,  issues of a surety with all ease from the hollow of their mouth, Thou who art beauteous with beauty of a dark rain cloud.

Vers 1     Oh Mutter und Gemahlin oder auch Seelenbraut des Überwinders der drei Städte, jenen, die 3-mal dein Bija – gebildet mittels des Übriglassens des mittleren und letzten Konsonanten und der Vokale vom Wort Karpūra sowie jedoch dem Hinzufügen von Vāmākṣī und  Bindu – rezitieren, deren Sprache, ob in Reimen oder auch Prosa, ist solcherart wie jene Sprache von Menschen, die alle notwendigen Befähigtheiten erlangt haben, in aller Leichtigkeit - aus der Höhle ihres Mundes, mit aller persönlicher Überzeugtheit – und auch aller Zuverlässigkeit die Kern-, die Grundfragen benennen können – denn was anders soll man als unwissendes, unerleuchtetes, sterbliches Wesen sich schon erträumen, erdenken, ersehnen können, Oh Mutter? -. Du, die du außerordentlich, einzigartig, ungewöhnlich schön bist wie die Schönheit einer dunklen Regenwolke.


VERSE 2   O MAHEŚI, even should one of poor mind at any time recite but once another doubled Bīja of Thine, composed of Īśāna, and Vāmaśravaṇa, and Bindu; then, O Thou who hast great and formidable ear-rings of arrow form, who bearest on  Thy head the crescent moon, such an one becomes all powerful, having conquered even the Lord of Speech and the Wealth-Giver, and charmed countless youthful  women with lotus-like eyes.

Vers 2       Oh MAHEŚI, oh Du, die du großartige und wunderbare Ohrringe in Bogenform hast und die Du erstrahlst in der eigenen, wundersamen unbeschreiblichen, immer wieder einzigartigen kühlen, besänftigenden Schönheit des Lichtes des Vollmondes - oder welche Vorstellungen sonst sind von einem Menschen mit beschränktem Verstand, sofern es eben solche auch geben sollte, schon zu erwarten sind betreffs der Bedeutung des Wortes Gottes bzw Verbindung mit einer Vorstellung eines Gottes, einer Vorstellung von GöttInnen/Göttzwi -: Sollte jedoch jemand mit beschränktem Verstand, geringerer geistiger Befähigtheit zu irgendeiner Zeit mindestens 1-mal ein anderes doppeltes Bīja von Dir - das aus Īśāna, Vāmaśravaṇa, und Bindu zusammengesetzt ist - rezitieren, dann wird sojemand alle notwendigen Befähigtheiten erlangen, indem Er sogar den Herrn, die Gesetzmäßigkeiten, die Naturgesetztlichkeiten der Sprache und dessen was Wohlstand einbringt „überwindet“, transzendierend hinter sich läßt und zahllosen jungen Frauen mit Augen schön wie Lotus-Blüten, schön wie Lotus ihre Ruhe, ihren Frieden, ihre Freude und Freuden ließ.


VERSE 3   O KĀLIKĀ, O auspicious Kālikā with dishevelled hair, from the corners of whose mouth two streams of blood trickle, they who recite another doubled Bīja of Thine composed of  Īśa, Vaiśvānara, Vāmanetra, and the lustrous Bindu, destroy all their enemies, and bring under their subjection the three worlds.

Vers 3     Oh KÁLIKÁ, oh Gutes verheißende, viel versprechende Káliká – "Gutes verheißend, viel versprechend" weil die Existenz Gottes, die Existenz von GöttInzwis oder auch die Existenz von Gott als wundersames Geistwesen logischerweise nicht als unmöglich begründbar ist und insofern möglicherweise wahr, real, wirklich wirklich ist -  mit wirrem Haar – wirr wie die Verwirrtheit der Unwissenden, Nicht-Erleuchteten -,   Du, aus deren Mundwinkeln zwei Ströme von Blut entspringen,tröpfeln,rinnen oder auch sickern – denn wie soll sich, sterbliches Wesen, Unsterblichkeit schon anders vorstellen können, als ein ewiges, nie endendes Fließen, strömen? Zumindest könnte man es doch so darstellen, nicht wahr? Wie sich anders vorstellen, als immer wieder Ohnmacht gegen Schmerzen und dabei jedoch Heilung erfahren? -  Oh Du, jene die ein anderes doppeltes,verdoppelltes Bíja - zusammengesetzt aus Ísa, Vaisvánara, Vámetra und dem illusteren,erstklassigen Bindu – Deiner rezitieren, überwinden alle ihre Feinde,werden unerreichbar für all deren Feinde und bringen die drei Welten auf ihre Seite, erlangen den Zustand, wo die drei Welten ihnen dienlich sind. - Ist was anderes von Unwissenden, Unerleuchteten zu erwarten als Sehnsucht nach Unerreichbarkeit für all deren Feinde, inklusive all dessen, was sie verletzen, töten, krankmachen könnte, ihnen Leidenbringen bzw Leidenerhalten verursachen könnte, usw usf ? Oh verzeih mir göttliche Mutter, meine Kühnheit, oh Gutes verheißende Káliká? Laß meine Worte bitte doch wie ein, die wesentliche Idee irgendwie vermitteltendes Wortgebilde gewesen sein, nimm's verständig, gnädig, denn was anders sollte deine Natur, dein übermenschliches, göttliches Wesen schon sein?  -


VERSE 4   O DESTRUCTRESS of the sins of the three worlds, auspicious Kālikā, who in Thy upper lotus-like left hand holdest a sword and in the lower left hand a severed  head; who with Thy upper right hand maketh the gesture which dispels fear, and  with Thy lower right hand that which grants boons; they, O Mother  with  gaping  mouth, who reciting Thy name, meditate in this way upon the greatness of Thy mantra, possess the eight great powers of the Three-Eyed One in the palm of their hands.


Vers 4     Oh, Du Überwinderin der Sünden der drei Welten, Oh Du Befreierin bzgl der Sünden aus den 3 Welten, Oh Du wundersame Kalika, die Du im oberen Teil der lotusähnlichen linken Hand symbolhaft ein Schwert und im unteren Teil der linken Hand – dem Anschein nach - abgetrennte Köpfe hälst; Du, die mit der rechten oberen Hand das Zeichen zeigst, das Ängste zerstreut oder auch zu zerstreuen vermag aber auch deine Furchtlosigkeit zeigt , das von Sorgenbelastetheit befreit oder auch zu befreien vermag und die Du im unteren Teil, mit deiner unteren rechten Hand jenes Zeichen der Gutmütigkeit, des Wohlwollens, der Hilfsbereitschaft, des aktiv, richtig und ordentlich Helfenwollens oder auch Gebenkönnens äußerst; oh großartige Mutter mit geöffnetem oder auch zum Verschlingen bereitem Mund, oh Du großartige Mutter, wer deinen Namen rezitierend und die Großartigkeit, Wunderbarkeit Deines Mantras durch sein so in und zu Ruhe gelangend verehrt, wertschätzen lernt - aber selbst die Wertschätzung für's Mantra noch transzendiert - oder, sich auch auf die Großartigkeit, Wunderbarkeit Deines Mantras verlassend, richtige Meditation pflegt, so jemand gewinnt die Vorteile der 8 großartigen Mächte des/der/zwi 3-Äugigen, die für jene so klar, normal, einfach aber auch bedeutsam sowie wichtig und selbstverständlich sind wie ihre eigene Handflächen, die Ganzheit sowie Wunderbarkeit ihrer eigenen Hände.


VERSE 5   O MOTHER, they who recite Thy charming Bīja, composed of the first of the group of  letters, followed  by  Vahni, Rati, and  beautified  by  Vidhu, thrice,   the  Kürca  Bīja twice, and thereafter, O Smiling Face, the  Lajjā Bīja  twice, followed by the  two Thas, they, O Spouse of the Destroyer of the Deva of Desire contemplating Thy true form, become themselves the Deva of Love whose eyes are as beautiful as the petals of the lotus which Lakṣmī holds in Her playful dance.


Vers 5   Oh Mutter, jene die dein erfreuliches, angenehmes, liebliches Bija - das aus den ersten der Gruppe von Buchstaben, gefolgt von Vahni, Rati und verschönt von dreimaligem Vidhu, zweimaligem das Kürca-Bija und anschließend noch, oh Du Lächelnde, mit lächelndem Gesichtsausdruck, von zweimaligem Lajjā Bīja, gefolgt von den zwei „Thas“ - rezitieren, jene, oh Gemahlin oder auch Seelengattin des Überwinders des Devas des Verlangens, Begehrens und Forderns, die dabei sind deiner wahren, eigentlichen Form sowie Förmlichkeit die gebührliche Beachtung zu schenken, sie kontemplierend zu bedenken, zu beachten, jene erlangen Einigkeit, ein gewisses Einssein, mit dem Deva der Liebe, mit dem Deva der Liebe, dessen Augen so wunderschön sind wie die Blütenblätter des Lotus, welche Lakṣmī in Ihrem spielerischen Tanz hält.



VERSE 6   O DEVĪ of full breasts, whose throat is adorned with a garland of heads, They who meditating recite any one or two or three of Thy very secret and excelling  Bījas  or all thereof  together with Thy name, in the moonlike face of all such the Devī of Speech ever Wanders, and in their lotus-like eyes Kamalā ever plays.  

Vers 6: Oh Devi voller Brüste, deren Kehle mit einer Girlande aus Köpfen geschückt wird, für jene, die zum Meditieren irgendeines deiner zwei oder auch drei Deiner zu tiefst geheimen super Bijas oder aber auch alljene davon zusammen mit Deinem Namen rezitieren, gilt, daß im mondgleichen Angesicht all solcher die Devi der Sprache stets entspannt, ruhig, beruhigend wandernd, sich auch windend, schlängelnd und bisweilen sich entfernend oder aber auch bisweilen in - vielleicht ja auch nur scheinbarer -  Unverständlichkeit, Unbegreifbarkeit sich entziehend  anwesend ist und daß in deren lotus-gleichen Augen Kamala stets sein Spiel spielt.
VERSE 7   O MOTHER, even a dullard becomes a poet who meditates upon Thee raimented with space, three-eyed Creatrix of the three worlds, whose waist is beautiful  with a girdle made of numbers of dead men's arms, and who on the breast of a corpse, as Thy couch in the cremation-ground, enjoyest Mahākāla.


Vers 7: Oh Mutter, selbst ein Einfaltspinsel wird ein Poet, der sich mit Dir meditierend befaßt, mit Dir als gekleidet in Raum, drei-äugige Schöpferin, Quelle der drei Welten; mit Dir, deren überaus schöne Hüfte auch stets sie selber bleibt, vollendet schön bleibt; mit Dir, stets kühlen Kopf bewahrend und Auswege findend auch angesichts des Gürtels der Vielzahl von Armen von Toten; mit Dir, die Du sich selbst auf der Brust einer Leiche stehend und daseiend wie sozusagen ein Coach im Einäscherungsboden, sich dabei an Mahakala erfreust.
- während der Meditation - ist nicht die Zeit dazu.



VERSE 8   THOSE who truly meditate on Thee, the Spouse of Hara, who art seated in the cremation ground strewn  with funeral pyres, corpses, skulls, and  bones, and  haunted by female jackals howling fearfully; who art very youthful, and art in full enjoyment upon Thy Spouse, are revered by all and in all places.

Vers 8: Jene, oh Gemahlin oder auch Seelenbraut von Hara, die sich wahrhaft, die Wahrheit anstrebend, objektiv-unparteiisch-unvoreingenommen wahrheitsorientiert, ehrlich mit Dir, dabei/dazu auch richtige Meditation praktizierend, befassen werden hochachtungsvoll behandelt, beachtet werden; es bleibt dabei zu beachten, daß Du auf Beerdigunggrund sitzend voll und ganz Du selber bleibst, niemals deine Lebensfreude, dein Auswegfindenkönnen, deinen Überblick, deine Freiheit, Unabhängigkeit, Handlungshoheit verlierst und das auch nicht bei - gleichsam sitzender - Anwesenheit auf Beerdigungsgrund, beräuchert und ver-~/bedeckt von Scheiterhaufen, Körpern, Hirnschalen,Totenköpfen, Dummköpfen, allerlei Arten von Schlacken und Knochen, auch nicht wenn gleichsam zu jagen versucht von weiblichen, furchterregend und schrecklich heulenden Schakalen, Handlangern und HelfershelferInzwis; Du bist sehr, außerordentlich jugendlich, behälst deine ganze Freude an deinem Gemahlen oder auch Seelengatten.


VERSE 9   WHAT, indeed, O Mother, can we of so dull a mind say of Thee whose True Being not even Dhātā, Īśa, or Hari know? Yet, despite our dullness and ignorance, our devotion towards Thee makes us talk of Thee. Therefore, O Dark Devī, forgive this our folly. Anger towards ignorant creatures such as we, is not befitting Thee.  

Vers 9: Was oh Mutter können wir mit einem dermaßen beschränkten Geist schon wirklich über Dich, dessen Wesen nicht einmal Dhātā, Īśa, or Hari wissen, sagen? Es ist jedoch so, daß wir trotz unserer Beschränktheiten und Unwissenheit aufgrund unserer Sehnsucht nach Dir, unserer Hingabe, unserer Hingegebenheit zu Dir, unserer ahnungsartigen Idee von Dir, uns veranlaßt sehen, über Dich zu sprechen. Deshalb oh Dunkle Devi vergibt uns bitte Jenes, jene unsere Torheit. Ärger in Bezug auf so unwissende Kreaturen wie unsereins würde ja doch gar nicht zu Dir passen, wäre von der Annahme her ja geradezu widersinnig wie es selbst unsereeins scheint, es widerspräche sozusagen der und selbst unser "Definition" von Dir.

VERSE 10   IF by night, Thy devotee unclothed, with dishevelled hair, recites whilst  meditating on Thee, Thy  mantra, when with his Śakti youthful, full-breasted,  and heavy-hipped, such an one makes all powers subject to him, and dwells on the earth ever a seer.

Vers 10: Wenn jemand, der Dir ergeben ist, Dich sucht, bei und mit Dir die Wahrheit sucht, die Nacht nutzend/nutzen wollend wenn Er mit seiner jugendlichen, vollbusigen, wohlgeformte Hüften usw habenden  Sakti unbekleidet mit wirrem, zerzaustem, unordentlichem Haar zusammen ist und Dein Mantra rezitiert während Er in Bezug auf Dich, sich auf Dich beziehend meditiert, so jemand unterwirft sich alle Kräfte und weilt auf Erden als Seher.

VERSE 11   O SPOUSE of Hara, should (a Sādhaka) daily recite Thy mantra for the space of a year meditating the while with knowledge of its meaning upon Thee intent upon Thy union with the great Mahākāla, above whom Thou art, then such a knower has every pleasure that he wills upon the earth, and holds all great powers in the  grasp of his lotus-like hands.  

Vers 11: Oh Gemahlin, Gemahlin oder auch Seelengattin von Hara, sollte (ein Sadhaka) für den (Zeit-)Raum eines Jahres täglich dein Mantra rezitieren und die Weile meditieren mit Wissen über dessen Bedeutung im Zusammenhang mit Dir, daß Du nämlich bedacht bist auf Deine Einheit mit dem großartigen Mahakala, mit dem Du grundlegend/wesensgemäß eins bist und auf dem Du gleichsam aufrecht stehst, dann hat jener Wissende jedes Vergnügen auf Erden, das Er haben will und hält alle großartigen Kräfte, Möglichkeiten, Mächte im Griff seiner lotus-gleichen Hände.

VERSE 12   O  MOTHER, Thou givest birth to and protectest the world,  and at the time of dissolution dost withdraw to Thyself the earth and all things;  therefore Thou art  Brahmā, and the Lord of the three worlds,  the Spouse of Śrī, and Maheśa, and all otherbeings and things.  Ah Me! how, then, shall I praise Thy greatness?  

Vers 12: Oh Mutter, Du bringst die Welt hervor und beschützt sie; und wenn die Zeit der Auflösung gekommen ist, ziehst Du Dich selbst, die Erde und alle Dinge zu Dir zurück; deshalb - insofern - bist Du Brahma und die Herrin über die drei Welten, Die Gemahling von Shri, Mahesa und allen Wesen als auch Dingen. Achja, mich betreffend! Wie dann, werde ich deine Größe angemessen würdigen?




VERSE 13   O MOTHER, people there are who worship many other Devas than Thyself. They are greatly ignorant, and know nothing of the high truth, (but I) of  my own  uncontrollable desire for Thee  approach Thee, the Primordial Power, who dost deeply enjoy the great Bliss arising from union (with Śiva), and who art worshipped by Hari, Hara, Viriñci, and all other Devas.    

Vers 13:  Oh  Mutter, es gibt Leute, die vielen anderen Devas denn Dir selber Verehrung entgegen bringen. Sie sind schon sehr unwissend, verhaftet in Unwissenheit und wissen nichts von der erhabenen, großartigen Wahrheit; aber ich  - aus meinem eigenen von mir unbeherrschbaren starken Wunsch nach Dir - suche Dich, nähere mich Dir, verlange nach Dir, nach Dir, der Kraft, die Form annahm als das Universum begann; ich bin Dir tief geneigt, die Du Dich der wunderbaren, großartigen Glückseligkeit erfreust, die aus der Einheit (mit Śiva) herrührt; ich habe den starken Wunsch nach Dir, die Du verehrt wirst von Hari, Hara, Viriñci und all den anderen Devas.




VERSE 14   O KĀLĪ, spouse of Giriśa, Thou art Earth, Water, Fire, Air and Ether. Thou art all. Thou art one and beneficent. What can be said in praise of Thee, O Mother? Of  Thy mercy show Thy favour towards me, helpless as I am. By Thy grace may I never  be reborn.

Vers 14 Oh Kali,  Ehegattin oder auch Seelengattin von Girasa, Du bist Erde, Wasser, Luft, Äther. Du bist alles. Du bist eins und wohltätig, gütig. Was kann man als Lobeshymne auf Dich zum Ausdruck bringen, o Mutter? Von deiner Gunst, deinem Beherrschen göttlicher Fügungen zeige mir, ich nunmal hilflos bin wie ich bin, deine Befürwortung meiner, lasse mich deine Unterstützung erfahren wennimmer Du es für vertrebar hältst. Infolge deiner Gunst und deines - soweit Dir möglichen - Engagements für mich, erspare mir jegliche weitere Gebundenheit ans Wiedergeborenwerden, lasse mich des Kreislaufs von Geburt und Wiedergeburt entrinnen, entkommen.




VERSE 15   HE, O  Mahākālī, who in the cremation-ground, naked, and with disheveled  hair, intently  meditates upon Thee and recites Thy  mantra, and with each  recitation  makes  offering  to  Thee  of  a  thousand  Ākaṇda  flowers with  seed,  becomes without any effort a Lord of the earth.

Vers 15  Gott, Oh Mahakali, wer am Begräbnisort, nackt und mit unfrisiertem Haar, konzentriert (gesammelt) im Bezug auf Dich meditiert, dazu dein Mantra reziert und bei jeder Rezitation, Wiederholung deines Mantras Dir tausend Akanda-Blumen mit Samen anbietet/übergibt, sojemand wird ohne Anstrengungen ein Herr der Erde, eine bedeutende und Einfluß- ausüben-könnende Persönlichkeit auf Erden.




VERSE 16   O KĀLĪ, whoever on Tuesday at midnight, having uttered Thy  mantra, makes offering even but once with devotion to Thee of a hair of his Śakti in the cremation-ground, becomes a great poet, a Lord of the earth, and ever goes mounted upon an elephant.

Vers 16  Oh Kali, werauchimmer am Dienstag um Mitternacht, dein Mantra aktiviert oder auch ausgesprochen habend, immerhin wenigstens einmal mit Vertrauen, Hingabe an Dich dir ein Haar seiner Shakti im Grund der Feuerbestattung überläßt, wird ein großer Poet, eine bedeutende Persönlichkeit auf Erden und schreitet immer, auf einen Elefanten gesetzt, umher.



VERSE 17   THE  devotee who, having placed before himself, and meditated and again meditated upon, the abode, strewn with flowers, of the Deva with the bow of flowers, recites Thy Mantra, Ah! he becomes on earth the Lord of  Gandharvas, and  the  ocean  of  the  nectar  of  the  flow  of  poesy and  is  after  death  in  Thy  supreme abode.

Vers 17 Jawohl, ein hingebungsvoll Suchender, der dein Mantra rezitiert - dabei sich auf die, mit Blumen übersähte Wohnstatt des Devas, vor dem sich die Blumen verneigen, ausrichtet und immer wieder von dieser Ausgangssituation aus meditiert, diesen Gedanken nunmal nebenher hat - wird auf Erden jemand, dem Gandharvas zu Diensten sind, erfreuen können; sojemand wird jemand, dem der Nektar-Ozean des Quellens und Fließen der Poesie dienlich ist, der Zugang dazu hat und der nach dem Eintreten des Todes in deiner höchsten Wohnstatt weilt.




VERSE 18   HE who at night, when in union with his Śakti, meditates with centred mind on  Thee, O Mother with gently smiling face, as on the breast of the corpse-like Śiva, lying  on  a  fifteen-angled  yantra deeply enlisted in sweet  amorous play with Mahākāla, himself becomes the destroyer of the God of Love.  


Vers 18   Wenn jemand des nachts, vereint mit seiner Śakti, mit gesammeltem auf Dich gerichteten Geist meditiert, meditiert in Bezug auf Dich Oh Mutter mit sanft lächelndem Gesicht, als seiend auf der Brust eines als Leichnam vorgestellten Śiva, der auf einem 15-fach verwinkelten Yantra liegt und, Mahakala verpflichtet seiend, tief versunken ist ins süße Liebesspiel mit Mahakala,  wird selber zum Überwinder des Gottes der Liebe.




VERSE 19   O DARK One, wondrous  and excelling in every way, becomes the accomplishment, of  those  worshippers who  living  in  this  world freely  make  offering to Thee in worship of the greatly satisfying flesh, together with hair and bone, of cats, camels, sheep, buffaloes, goats, and men.

Vers 19, Oh Dunkle, Du Beeindruckende sowie Schöne und dich in jeder Hinsicht sich Auszeichende sowie Hervortuende, erweist Dich als (wirst zur) Erfüllung (Vollendung, Bildung, Bewirkung) für jene, die - in dieser Welt lebend, in Freiheit Verehrung zollend dem großartigen Fleisch sowie den Haaren und Knochen von Katzen, Kamelen, Schafen, Büffeln, Ziegen und Menschen - Dir etwas Dich erfreuendes bzw wenigstens etwas, das von Dir nicht als widersinnig (von Dir, die Du nicht der Täuschung unterliegst, nicht täuschbar bist) sondern förderlich gewußt wird, entbieten.





VERSE 20   O MOTHER, he who, being a controller of his passions, eats haviyānna, and, being proficient in meditation on Thy feet, rightly recites Thy  mantra  a hundred  thousand times by day, and he who afterwards naked at night, when united with his Śakti, rightly recites Thy great mantra another such hundred thousand times, becomes on earth like unto the Destroyer of Smara. 

Vers 20   Oh Mutter, jemand, der Herr über seine Leidenschaften ist, der nicht mehr von seine Leidenschaften beherrscht wird, Haviyānna ißt, richtiges Meditieren gewöhnt ist, fähig ist Meditation zu deinen Füßen auszuüben - jene Meditation welche deine Wege, Art&Weise, Weisheit berücksichtigt/respektiert -, korrekt dein Mantra einige hundertausendmal mal pro Tag rezitiert und wenn so jemand desnachts dann, wenn er nackt ist, vereinigt mit seiner  Śakti weitere solche hundertausend mal dein großartiges Mantra korrekt rezitiert, sojemand wird auf Erden dem Überwinder von Smara, einem Überwinder von Sehnsucht, Erinnungeren und auch Gelüsten gleich, sojemand wird zu Jemandem, der befreit ist von der Herrschaft der Sehnsüchte, Gedächtnisproblemen und Gelüste..




VERSE 21   O MOTHER, this Hymn of Thine is the source from whence originates Thy  mantra. It sings of Thy real self, and contains injunctions for the worship of Thy two lotus Feet. He who reads it at  midnight or at time of worship even his random talk becomes the nectar juice of poesy. 


Vers 21  Oh Mutter, diese deine Hymne ist die Quelle aus der Dein Mantra hervorkommt, diese Hymne ist der Ursprung deines Mantras. Sie besingt dein wahres, wirkliches SELBST und sie enthält Verfügungen, offizielle Gesetzmäßigkeiten mit dem Ziel Mißbräuchlichkeiten, Mißverständnisse zu verhindern und zwar betreffs der Verehrung deiner zwei Lotusfüße, betreffs dessen was eine wahre Empfindung, ein wahres starkes Gefühl  bzgl deiner zwei Lotusfüße ist und was nicht, bzgl der Hochachtung für deine zwei Lotusfüße. Wer sie um Mitternacht oder auch zu einem Zeitpunkt einer Empfindung von Hochachtung oder auch einer Andacht, einer Verehrung liest, so wird selbst der Alltagssprachgebrauch zu einem nektarartigem reinen Saft der Poesie, so wird selbst die Alltgagsprache zu Nektar und leicht bekömmlich, aufnehmbar wie bester Fruchtsaft und voller Poesie aber auch wie Nektar und Poesie für Dich, in deinen Ohren.


VERSE 22   NUMBERS of women with large eyes, like those of the antelope, impatient for his love, ever follow him. Even the King becomes subject to his control. He becomes like unto Kuvera himself.   An enemy fears him as if he were a prison.   Living in continuous  bliss the devotee is liberated when yet living, and is never again reborn.

Vers 22    Mehr oder weniger Frauen, aber keinesfalls eine anonyme Masse Frauen mit großen Augen wie jener der Antilopen, sich teils ungeduldig teils zappelig oder auch überdreht sehnend, verlangend nach seiner Liebe, seine Liebe fordernd, folgen Ihm/Ihr/Zwi für immer bzw fühlen sich von Ihm/Ihr/Zwi angezogen. Sogar der/ein/ön König wird zu Jemandem auf den er/sie/zwi Einfluß hat, der/die/dö ihm ergeben ist und ihn/sie/zwi nicht beherrscht. Er/Sie/Zwi wird sojemand wie bis hin zu Kuvera selber. Ein Feind fürchtet ihn/sie/zwi als wäre er/sie/zwi ein Gefängnis. In fortwährender Glückseligkeit lebend, verankert in Glückseligkeit ist ein (in Dich)  Ergebener/Ergebene/Ergebenö befreit, frei obschon noch lebend und er/sie/zwi wird nicht mehr wiedergeboren.


Here ends the Hymn by Śrī Mahākāla, entitled Karpūrādistotra. 
Hier endet die Hymne, das Loblied von Śrī Mahākāla, welche/welches Karpūrādistotra genannt wird.




Quellenangabe zum Text, der vom Verfasser dieser homepage ins Deutsche übersetzt wurde:


Bei u.a. https://sacred-texts.com/tantra/htk/htk00.htm , https://www.vedicbooks.net/hymns-goddess-hymn-kali-p-8744.html, https://mail.sacred-texts.com/wmn/index.htm findet man die folgende Hymne, die es anscheinend auch im Rahmen eines Buches gibt, zB >> Hymns to the Goddess and Hymn to Kali , Sir John Woodroffe (Arthur Avalon), ISBN: 9788185988160, 2001, in Englischer Sprache, mit viel Kommentaren versehen, sodaß jene über 300 Seiten dann herauskamen; ebenso findet man anscheinend bei

https://www.ibpbooks.com/hymns-to-the-goddess-and-hymn-to-kali/p/37075 ein Buch, in welchem dieses Stotra als eigenes Buch enthalten ist.



Hymn to Kālī 

Karpūrādi-Stotra

BY

ARTHUR AVALON

(Sir John Woodroffe)


WITH INTRODUCTION AND COMMENTARY

 BY 

VIMALĀNANDA-ŚVĀMĪ

(Tantrik Texts Series, No. IX)

London, Luzac & Co.,

[1922]

Scanned  at  sacred-texts.com,  June  2007.   

This text is in the public domain in the United States   because it was published prior to January 1st,1923. These files may be used for any non-commercial purpose, provided this notice of attribution is left intact in all copies.  

Übersetzung des obigen Hinweises in Deutsche (ohne Gewähr): Hymne an Kali Karpuda-Stotra    von Athur Avalon (Sir John Woodroffe) Mit einer Einleitung und einem Kommentar von Swami Vimalananda (Serie der Tantrischen Texte, Nummer IX) London, Luzac & co [ 1922 ] Gescannt von „Sacred-texts.com“ im Juni 2007.

Dieser Text ist Teil der „public domain“ der Vereinigten Staaten von Amerika, weil der Text vor dem 1. Januar 1923 veröffentlicht wurde. Diese Dateien dürfen für jegliche nicht-kommerzielle Zwecke benutzt werden, sofern diese Anmerkung als Hinweis bzgl der Nutzung in allen Kopien in funktionabler, diese Nutzungsbeschränkung korrekt wiedergebend, enthalten ist.  


Hinweis des Übersetzers: Zum Orginal-Text gehört ein ausführlicher Kommentar; aus Gründen von dessen Länge, kann ich jenen – er ist keinesfalls uninteressant - allenfalls erst zu einem sehr viel späteren Zeitpunkt ins Deutsche übersetzen.



Diese Übersetzung mit ausführlichen Anmerkungen meinerseits gegen Ab- und Irrwege sowie vermeidbare Mißverständnisse siehe: Kali-Karpūrādi-Stotra